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Ich habe abgetrieben ... !

31. Mai 2015 um 14:01

Hallo in die Runde,

dieses Thema wird heutzutage ja immer noch Totgeschwiegen. Auch bei mir ist das so ... und ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll.

Von vorne angefangen:

Ich habe letztes Jahr jemanden kennen gelernt ... wir haben uns super verstanden & ich war seit langer Zeit wieder glücklich. Glücklich und zufrieden, mit dem was war & wie es gelaufen ist.

Wie der Zufall es so wollte, war dieses "Glück" aber nicht von sehr langer Dauer.

Ich merkte plötzlich, dass es mir morgens übel war. Ich hatte aber im Leben nicht daran gedacht. Bis ich irgendwann einen Test machte - wo ich immer noch davon ausging, dass da nichts bei rumkommt, schließlich habe ich mit der Pille verhütet und sie auch sehr sorgsam eingenommen.

Der Test zeigte mir dann "Schwanger" an ... mir ist alles aus dem Gesicht gefallen und ich wusste nicht, was ich jetzt machen sollte; wie ich es ihm beibringen soll ... Es war doch alles noch am Anfang ... Ich hatte direkt am nächsten Tag einen TErmin beim FA, weil ich den Test gemacht habe, als ich noch die Pille genommen habe. Aber auch meine FÄ sagte das selbe, wie der Test ....

Ich habe es dem "Mitverantwortlichen" (ich weiß nicht wie ich ihn nennen soll) an und fragte ob er kurz Zeit habe. Ich habe erwartet das er komplett ausrastet und mich zusammenscheißt, aber er hat sich komplett anders verhalten. Liebevoll, fürsorglich und auch verständnisvoll. Wir sprachen ca. 1 Stunde darüber und haben uns dann dafür entschieden es abzutreiben, weil es eben im Moment nicht gepasst hat.

Im Nachhinein fühle ich mich unter Druck gesetzt, weil wir eben nur dieses ein mal kurz darüber gesprochen, und auch entschieden haben.

Die Tage danach verliefen normal. Ich machte also einen Termin bei einem Beratungsgespräch, wo ich ihn nicht mitnehmen wollte, da er mit der Situation total überfordert war und einfach nichts hinbekommen hat.

Als der Termin für die Abtreibung kam, war er auf einem Lehrgang. Ich war also,, außer meiner besten Freundin, ganz allein.

& danach wendete sich das Blatt. Er distanzierte sich, gab mir aber für alles die Schuld. Ich sei kaltherzig; habe ihn immer und ständig außen vor gelassen und wollte nie seine Hilfe. So sagt er es. Ich hätte aber in bestimmten Situationen seine Hilfe gebraucht, aber da hatte er nie Zeit für mich.

Ich habe das Gefühl ich bin nicht mehr ich selbst. Ich bereue diese Entscheidung zutiefst, und weiß nicht, wie ich damit umgehen soll. Ich mache mir Vorwürfe - Vorwürfe, dass die Entscheidung nicht richtig überlegt war & das ich eine Mörderin bin.

Er hat mich darauf aufmerksam gemacht, eine Therapie zu machen, wobei er mich unterstützen wolle. Das Ende vom Lied ist, dass ich auch da alleine durch muss, weil er keine Zeit hat & mir "nicht helfen kann".

Ich verletze mich selbst, meine Essstörung kommt wieder & ich sehe keinen Sinn mehr am weiterleben. Ich fühle mich einsam und hilflos und bin todunglücklich - darüber, dass ich mein Kind habe umbringen lassen.

Ihr könnt mich auch ruhig verurteilen - denn das mache ich auch! Ich hasse mich für diese Entscheidung. Ich wäre jetzt im 6. Monat ...

Das ist noch relativ kurz gehalten jetzt - ich bedanke mcih erstmal schon fürs Lesen.

Gibt es jemanden, dem es genauso geht? Und wenn ja, wie habt ihr es geschafft aus diesem Loch wieder rauszukommen? Ich stehe momentan ganz alleine da - habe keinen Kontakt mehr zu ihm. Er muss sein "Leben neu sortieren - ohne mich". Ich habe das Gefühl, meins ist dahin ...

Danke für Eure antworten!!!

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31. Mai 2015 um 16:27

Liebe jasimaniac!!
Danke für Deine lieben Worte! Mir kamen - mal wieder - die Tränen.

Ich habe ihn die ganze Zeit in Schutz genommen & alles auf mich geschoben, mittlerweile weiß ich, dass eben nicht ich an allem Schuld bin. Er nennt mit "kaltherzig" und "egoistisch" ... das ist auch etwas, was mich fertig macht. Weil ich eben beides nicht bin. Ich wollte es ihm einfach nur so "einfach wie möglich" machen, weil er so überfordert war & ihm halt den größten Teil davon abnehmen, aber ich bekam immer nur Vorwürfe von ihm. Vorwürfe, die mich fertig machen und ich eben an mir Zweifle. Ich hatte noch so viel vor in meinem Leben & jetzt . . . 4 Monate nach der Abtreibung habe ich das Gefühl ich schaffe es nicht ... Neue Aufgaben sind für mich der Horror pur.

Ich kann mich auf rein gar nichts begeistern. Immer wenn ich alleine bin - und das ist im Moment sehr häufig der Fall - denke ich an die Sache. An mein Kind! Wie mein Bauch wohl jetzt aussehen würde ... ob es ein Junge oder ein Mädchen gewesen wäre.

Ich habe nicht mal mehr die Ultraschallbilder ... die habe ich ihm, gegeben & auf Nachfrage, dass ich sie wieder haben möchte, wurde in Frage gestellt, ob ich auch "wirklich bei dem Eingriff war & was das jetzt soll" ... weggeschmissen hat er sie. Einfach in den Müll!!! :'(

Ich bin 23 Jahre alt. Ich hätte Dir gerne privat geschrieben, aber ich hab's irgendwie nicht hinbekommen.

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1. Juni 2015 um 13:12

....
Ja das hoffe ich ebenfalls!! Ich wünsche ihm nichts schlechtes, nur dass er eben merkt wie es sich anfühlt! Er hat immer von "wir" gesprochen & am Ende war ich die, die es bewältigen muss.

Ich werde es versuchen, aber mir geht langsam die Kraft aus. Ich kann einfach nicht mehr

Deine Worte tun gut & sind ein bisschen wie Salbei auf der Seele! :*

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1. Juni 2015 um 16:08

Hallo du,
es tut mir sehr leid, dass du unter deiner Entscheidung so sehr leidest.

Ich glaube, dieses Tabu, wovon du sprichst, kommt auch deshalb zustande, weil du, wenn es dir nach einer Abtreibung schlecht geht, kaum noch auf irgendjemanden zählen kannst.

Vorher sind da die Abtreibungsgegner, die dir Mut zum Kind machen wollen und dich warnen vor einem Schritt, den du bereuen könntest, und die Abtreibungsbefürworter, die dir sagen, dass es nicht so schlimm ist, dass es in deiner Situation das Beste ist, dass sie selbst auch schon abgetrieben haben und keine psychischen Probleme davongetragen haben.

Nach der Abtreibung, wenn du sagst, dass du die Entscheidung bereust, sieht es so aus:
Du schämst dich vor denen, die dich gewarnt haben und die dagegen sind; sie könnten dich verurteilen oder aber sagen: "Siehst du ..." oder "Selbst schuld, warum hast du auch abgetrieben?!"
Für diejenigen, die "prochoice" sind, bist du dagegen entweder eine Bedrohung, weil sie tief drinnen doch auch etwas spüren von dem, wie es dir geht, und das nur nicht vor sich oder anderen zugeben, oder aber sie verstehen es wirklich nicht, weil sie so etwas gar nicht spüren und du mit deinen Gefühlen aber wieder den Abtreibungsgegnern neues "Futter" bietest.
Also, irgendwie sitzt du zwischen allen Stühlen und fühlst dich ganz allein ... so verlassen, wie dein Freund dich auch verlassen hat.

Und dann gibt es noch diejenigen, die mit dir fühlen und dir sagen, du sollst dich nicht schuldig fühlen ... aber obwohl du weißt, dass es lieb gemeint ist, hilft dir das nur ein wenig, denn du fühlst dich nun mal schuldig und musst jetzt irgendwie einen Weg finden, damit zu leben, und mit deiner Trauer um dein Kind, mit diesem "hätte ich doch nicht ..." und "niemals werde ich ...".
Da kommt jetzt das ins Spiel, wovon Angelika - sicher in für uns ungewohnter Sprechart und sehr enthusiastisch, was leicht als "fanatisch" angesehen werden kann: die Vergebung.

Letztendlich ist es genau das, was dir auf Dauer helfen kann, deinen Frieden zu finden. Wenn du weißt, dass du etwas falsch gemacht und damit jemanden verletzt hast und es bereust, versuchst du normalerweise, denjenigen um Vergebung zu bitten und es vielleicht irgendwie wiedergutzumachen. Nur ist das im Fall einer Abtreibung nicht so leicht möglich, denn die Person, die du um Vergebung bitten möchtest, ist tot, und du kannst das Geschehene nicht wieder gut machen...

Wer an einen Gott glaubt, der uns liebt, egal was wir getan haben, und der uns vergibt, wenn wir es ehrlich bereuen, der hat es da leichter als jemand, der nicht an Gott glaubt. Deshalb möchte dir Angelika das ans Herz legen, wodurch sie selbst Frieden gefunden hat. Weil man besser lernen kann, sich selbst zu vergeben, wenn man eine solche große vergebende Liebe in seinem Leben erfahren hat.

Wenn dir das jetzt alles sehr fremd ist und du auch keine Lust verspürst, dich darauf einzulassen, bleibt zumindest eins: es wäre gut, wenn du dir Hilfe suchst, damit du lernen kannst, dir selbst zu vergeben. Eine Therapie ist sicher ein Ort, um zumindest zu üben, liebevoller zu dir selbst zu sein und dich auch mit deinen Schwächen und Fehlern anzunehmen. Gerade, wenn du zu Verhaltensweisen wie SvV oder Magersucht neigst, solltest du damit nicht zu lange warten. Sei es dir selbst wert. Es nützt niemandem etwas, wenn du dich selbst nun hasst und bestrafst für Dinge, die du nicht mehr ändern kannst und an denen du auch nicht die alleinige Schuld trägst (zumal du an sich mit deinem Verhalten ja sogar etwas Positives wolltest, nämlich die Situation für deinen Freund erleichtern, und erst im Nachhinein gemerkt hast, was du damit dir und deinem Kind angetan hast).

Was SvV angeht, kann ich dir übrigens ein gutes Selbsthilfeforum empfehlen, falls du es noch nicht kennst: es heißt RoteLinien und ist für Angehörige und Betroffene von SvV. Die Menschen dort gehen sehr liebevoll und feinfühlig miteinander um, und es kann hilfreich sein, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Auch zum Thema "Nach Abtreibung" gibt es Foren, aber damit kenne ich mich leider nicht mit aus, was ich dir da empfehlen könnte.

Ich hoffe für dich, dass du dich auf einen Weg begeben kannst, der dich letztendlich zu Vergebung und Frieden führt, und dass du die Hilfen findest, die du dafür brauchst.

Alles Liebe für dich,

Anka

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1. Juni 2015 um 21:00
In Antwort auf joana_12262172

Hallo du,
es tut mir sehr leid, dass du unter deiner Entscheidung so sehr leidest.

Ich glaube, dieses Tabu, wovon du sprichst, kommt auch deshalb zustande, weil du, wenn es dir nach einer Abtreibung schlecht geht, kaum noch auf irgendjemanden zählen kannst.

Vorher sind da die Abtreibungsgegner, die dir Mut zum Kind machen wollen und dich warnen vor einem Schritt, den du bereuen könntest, und die Abtreibungsbefürworter, die dir sagen, dass es nicht so schlimm ist, dass es in deiner Situation das Beste ist, dass sie selbst auch schon abgetrieben haben und keine psychischen Probleme davongetragen haben.

Nach der Abtreibung, wenn du sagst, dass du die Entscheidung bereust, sieht es so aus:
Du schämst dich vor denen, die dich gewarnt haben und die dagegen sind; sie könnten dich verurteilen oder aber sagen: "Siehst du ..." oder "Selbst schuld, warum hast du auch abgetrieben?!"
Für diejenigen, die "prochoice" sind, bist du dagegen entweder eine Bedrohung, weil sie tief drinnen doch auch etwas spüren von dem, wie es dir geht, und das nur nicht vor sich oder anderen zugeben, oder aber sie verstehen es wirklich nicht, weil sie so etwas gar nicht spüren und du mit deinen Gefühlen aber wieder den Abtreibungsgegnern neues "Futter" bietest.
Also, irgendwie sitzt du zwischen allen Stühlen und fühlst dich ganz allein ... so verlassen, wie dein Freund dich auch verlassen hat.

Und dann gibt es noch diejenigen, die mit dir fühlen und dir sagen, du sollst dich nicht schuldig fühlen ... aber obwohl du weißt, dass es lieb gemeint ist, hilft dir das nur ein wenig, denn du fühlst dich nun mal schuldig und musst jetzt irgendwie einen Weg finden, damit zu leben, und mit deiner Trauer um dein Kind, mit diesem "hätte ich doch nicht ..." und "niemals werde ich ...".
Da kommt jetzt das ins Spiel, wovon Angelika - sicher in für uns ungewohnter Sprechart und sehr enthusiastisch, was leicht als "fanatisch" angesehen werden kann: die Vergebung.

Letztendlich ist es genau das, was dir auf Dauer helfen kann, deinen Frieden zu finden. Wenn du weißt, dass du etwas falsch gemacht und damit jemanden verletzt hast und es bereust, versuchst du normalerweise, denjenigen um Vergebung zu bitten und es vielleicht irgendwie wiedergutzumachen. Nur ist das im Fall einer Abtreibung nicht so leicht möglich, denn die Person, die du um Vergebung bitten möchtest, ist tot, und du kannst das Geschehene nicht wieder gut machen...

Wer an einen Gott glaubt, der uns liebt, egal was wir getan haben, und der uns vergibt, wenn wir es ehrlich bereuen, der hat es da leichter als jemand, der nicht an Gott glaubt. Deshalb möchte dir Angelika das ans Herz legen, wodurch sie selbst Frieden gefunden hat. Weil man besser lernen kann, sich selbst zu vergeben, wenn man eine solche große vergebende Liebe in seinem Leben erfahren hat.

Wenn dir das jetzt alles sehr fremd ist und du auch keine Lust verspürst, dich darauf einzulassen, bleibt zumindest eins: es wäre gut, wenn du dir Hilfe suchst, damit du lernen kannst, dir selbst zu vergeben. Eine Therapie ist sicher ein Ort, um zumindest zu üben, liebevoller zu dir selbst zu sein und dich auch mit deinen Schwächen und Fehlern anzunehmen. Gerade, wenn du zu Verhaltensweisen wie SvV oder Magersucht neigst, solltest du damit nicht zu lange warten. Sei es dir selbst wert. Es nützt niemandem etwas, wenn du dich selbst nun hasst und bestrafst für Dinge, die du nicht mehr ändern kannst und an denen du auch nicht die alleinige Schuld trägst (zumal du an sich mit deinem Verhalten ja sogar etwas Positives wolltest, nämlich die Situation für deinen Freund erleichtern, und erst im Nachhinein gemerkt hast, was du damit dir und deinem Kind angetan hast).

Was SvV angeht, kann ich dir übrigens ein gutes Selbsthilfeforum empfehlen, falls du es noch nicht kennst: es heißt RoteLinien und ist für Angehörige und Betroffene von SvV. Die Menschen dort gehen sehr liebevoll und feinfühlig miteinander um, und es kann hilfreich sein, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Auch zum Thema "Nach Abtreibung" gibt es Foren, aber damit kenne ich mich leider nicht mit aus, was ich dir da empfehlen könnte.

Ich hoffe für dich, dass du dich auf einen Weg begeben kannst, der dich letztendlich zu Vergebung und Frieden führt, und dass du die Hilfen findest, die du dafür brauchst.

Alles Liebe für dich,

Anka

Liebe Anka,
auch du sprichst mir aus der Seele.

Ich bekomme von jedem Mitleid, aber dennoch meine Hilfe & ich weiß wie alle Mitwissenden das meinen. Ich verstehe das nicht falsch; denn auch das tut gut. Es tut gut zu hören das ich mir keine Vorwürfe machen soll & das es in dem Moment vielleicht die richtige Entscheidung gewesen ist .. Dennoch bringt es mich nicht weiter.

Ich weiß leider selbst nicht, was mich wieder auf die Beine bringt.

Ich kann nicht mehr richtig schlafen seit diesem Horror Tag. & alles was der Erzeuger dazu zu sagen hat ist, dass ich mal unter Leute gehen soll & mich mit Sport ablenken soll, sodass ich müde werde & abends schlafen kann.

Das ist aber im Moment so ziemlich das letzte, was ich machen möchte. Ich würde mich gerne einfach nur verkriechen; auch wenn das wiederum nichts bringt.

Ich fühle mich nichts mehr Wert und denke mir immer, wenn meine Laune stabil ist "Du hast kein Recht glücklich zu sein - du hast dein eigenes Kind getötet!" Im umkehrschluss, wenn ich traurig bin sage ich mir "Hör auf zu jammern! Du wolltest es so und musst jetzt damit leben!" ...

Meine Psychologin meint ich foltere mich damit selbst ...

Das SvV ist für mich wie eine Befreiung - wieder etwas zu spüren! Das soll verstehen wer will, mir tut es in diesem Moment immer gut, auch wenn ich mich danach dafür schäme & immer in Pullis rumrenne.

Ich breche täglich mehrfach, aus heiterem Himmel in Tränen aus & kann dies nicht kontrollieren. Ich wünsche mir einfach so sehr, dass ich wieder so sein kann wie ich war - glücklich, redegewandt, offen und herzlich!

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1. Juni 2015 um 22:23
In Antwort auf branka_12922285

Liebe Anka,
auch du sprichst mir aus der Seele.

Ich bekomme von jedem Mitleid, aber dennoch meine Hilfe & ich weiß wie alle Mitwissenden das meinen. Ich verstehe das nicht falsch; denn auch das tut gut. Es tut gut zu hören das ich mir keine Vorwürfe machen soll & das es in dem Moment vielleicht die richtige Entscheidung gewesen ist .. Dennoch bringt es mich nicht weiter.

Ich weiß leider selbst nicht, was mich wieder auf die Beine bringt.

Ich kann nicht mehr richtig schlafen seit diesem Horror Tag. & alles was der Erzeuger dazu zu sagen hat ist, dass ich mal unter Leute gehen soll & mich mit Sport ablenken soll, sodass ich müde werde & abends schlafen kann.

Das ist aber im Moment so ziemlich das letzte, was ich machen möchte. Ich würde mich gerne einfach nur verkriechen; auch wenn das wiederum nichts bringt.

Ich fühle mich nichts mehr Wert und denke mir immer, wenn meine Laune stabil ist "Du hast kein Recht glücklich zu sein - du hast dein eigenes Kind getötet!" Im umkehrschluss, wenn ich traurig bin sage ich mir "Hör auf zu jammern! Du wolltest es so und musst jetzt damit leben!" ...

Meine Psychologin meint ich foltere mich damit selbst ...

Das SvV ist für mich wie eine Befreiung - wieder etwas zu spüren! Das soll verstehen wer will, mir tut es in diesem Moment immer gut, auch wenn ich mich danach dafür schäme & immer in Pullis rumrenne.

Ich breche täglich mehrfach, aus heiterem Himmel in Tränen aus & kann dies nicht kontrollieren. Ich wünsche mir einfach so sehr, dass ich wieder so sein kann wie ich war - glücklich, redegewandt, offen und herzlich!

Wie wäre es als Ersatz für
"Das SvV ist für mich wie eine Befreiung - wieder etwas zu spüren!"
für SvV tatsächlich den Vorschlag von deinem Ex teilweise aufzugreifen:
"mich mit Sport ablenken soll".

Nicht unter Leute gehen und Sport machen (das kolliediert mit dem "verkriechen wollen") aber zu Hause auf dem Teppich Liegestützen, Bauchtraining oder ähnliches und zwar statt dich selbst zu verletzen - nach 20 Liegestützen spürst du auch garantiert was in den Armen und es ist gesünder als SvV.

Ich weiß, ist vielleicht etwas männlich simpel gedacht, aber wenn du dich sowieso selbst erstmal ein bischen leiden lassen willst, mach das lieber mit Sport statt dich zu verletzen, das ist auf Dauer weniger schlimm, tut aber auch ausreichend weh (wenn du es entsprechend intensiv machst) und wenn dein Kreislauf dadurch ein wenig durcheinander gewirbelt wird, kann das auch auf die Stimmung wirken.

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2. Juni 2015 um 19:41
In Antwort auf carn

Wie wäre es als Ersatz für
"Das SvV ist für mich wie eine Befreiung - wieder etwas zu spüren!"
für SvV tatsächlich den Vorschlag von deinem Ex teilweise aufzugreifen:
"mich mit Sport ablenken soll".

Nicht unter Leute gehen und Sport machen (das kolliediert mit dem "verkriechen wollen") aber zu Hause auf dem Teppich Liegestützen, Bauchtraining oder ähnliches und zwar statt dich selbst zu verletzen - nach 20 Liegestützen spürst du auch garantiert was in den Armen und es ist gesünder als SvV.

Ich weiß, ist vielleicht etwas männlich simpel gedacht, aber wenn du dich sowieso selbst erstmal ein bischen leiden lassen willst, mach das lieber mit Sport statt dich zu verletzen, das ist auf Dauer weniger schlimm, tut aber auch ausreichend weh (wenn du es entsprechend intensiv machst) und wenn dein Kreislauf dadurch ein wenig durcheinander gewirbelt wird, kann das auch auf die Stimmung wirken.

Hallo,
Danke auch dir!

Es ist ja nicht so das ich es nicht will. Ich habe immer gerne Sport gemacht, aber ich kann mich nicht dazu aufraffen.

Ich war heute mal "unter Leuten" in der Stadt und ich fand es einfach nur grausam. Überall Babys,Schwangere & glückliche Leute. Mittendrin das Häufchen Elend was sich völlig fehl am Platz fühlte...

Keiner kennt mich und die Geschichte die dahinter steckt, deswegen ist es ja so absurd aber ich denke eben das mich jeder dafür schief anguckt und mich mit bösen Blicken bestraft...

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2. Juni 2015 um 21:00
In Antwort auf branka_12922285

Liebe Anka,
auch du sprichst mir aus der Seele.

Ich bekomme von jedem Mitleid, aber dennoch meine Hilfe & ich weiß wie alle Mitwissenden das meinen. Ich verstehe das nicht falsch; denn auch das tut gut. Es tut gut zu hören das ich mir keine Vorwürfe machen soll & das es in dem Moment vielleicht die richtige Entscheidung gewesen ist .. Dennoch bringt es mich nicht weiter.

Ich weiß leider selbst nicht, was mich wieder auf die Beine bringt.

Ich kann nicht mehr richtig schlafen seit diesem Horror Tag. & alles was der Erzeuger dazu zu sagen hat ist, dass ich mal unter Leute gehen soll & mich mit Sport ablenken soll, sodass ich müde werde & abends schlafen kann.

Das ist aber im Moment so ziemlich das letzte, was ich machen möchte. Ich würde mich gerne einfach nur verkriechen; auch wenn das wiederum nichts bringt.

Ich fühle mich nichts mehr Wert und denke mir immer, wenn meine Laune stabil ist "Du hast kein Recht glücklich zu sein - du hast dein eigenes Kind getötet!" Im umkehrschluss, wenn ich traurig bin sage ich mir "Hör auf zu jammern! Du wolltest es so und musst jetzt damit leben!" ...

Meine Psychologin meint ich foltere mich damit selbst ...

Das SvV ist für mich wie eine Befreiung - wieder etwas zu spüren! Das soll verstehen wer will, mir tut es in diesem Moment immer gut, auch wenn ich mich danach dafür schäme & immer in Pullis rumrenne.

Ich breche täglich mehrfach, aus heiterem Himmel in Tränen aus & kann dies nicht kontrollieren. Ich wünsche mir einfach so sehr, dass ich wieder so sein kann wie ich war - glücklich, redegewandt, offen und herzlich!

Dass
wünsche ich Dir auch, dass Du bald wieder froh und frei sein kannst. Dass das Vergangene Dich nicht mehr belasten muß.
Dazu bist Du schon den ersten Schritt in die richtige Richtung gegangen. Nämlich, dass Du das Geschehene aufarbeitest.
Dies ist kein leichter, aber ein lohnender Weg.
VLG Yankho

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3. Juni 2015 um 0:04
In Antwort auf branka_12922285

Liebe Anka,
auch du sprichst mir aus der Seele.

Ich bekomme von jedem Mitleid, aber dennoch meine Hilfe & ich weiß wie alle Mitwissenden das meinen. Ich verstehe das nicht falsch; denn auch das tut gut. Es tut gut zu hören das ich mir keine Vorwürfe machen soll & das es in dem Moment vielleicht die richtige Entscheidung gewesen ist .. Dennoch bringt es mich nicht weiter.

Ich weiß leider selbst nicht, was mich wieder auf die Beine bringt.

Ich kann nicht mehr richtig schlafen seit diesem Horror Tag. & alles was der Erzeuger dazu zu sagen hat ist, dass ich mal unter Leute gehen soll & mich mit Sport ablenken soll, sodass ich müde werde & abends schlafen kann.

Das ist aber im Moment so ziemlich das letzte, was ich machen möchte. Ich würde mich gerne einfach nur verkriechen; auch wenn das wiederum nichts bringt.

Ich fühle mich nichts mehr Wert und denke mir immer, wenn meine Laune stabil ist "Du hast kein Recht glücklich zu sein - du hast dein eigenes Kind getötet!" Im umkehrschluss, wenn ich traurig bin sage ich mir "Hör auf zu jammern! Du wolltest es so und musst jetzt damit leben!" ...

Meine Psychologin meint ich foltere mich damit selbst ...

Das SvV ist für mich wie eine Befreiung - wieder etwas zu spüren! Das soll verstehen wer will, mir tut es in diesem Moment immer gut, auch wenn ich mich danach dafür schäme & immer in Pullis rumrenne.

Ich breche täglich mehrfach, aus heiterem Himmel in Tränen aus & kann dies nicht kontrollieren. Ich wünsche mir einfach so sehr, dass ich wieder so sein kann wie ich war - glücklich, redegewandt, offen und herzlich!

Du brauchst keine Strafe,
du brauchst Vergebung ...
Im Moment bleibst du dabei stehen, was du getan hast, wie schrecklich das war und wie sehr du dich dafür hasst. Das ist wichtig, dass du das fühlst und nicht verdrängst, aber irgendwann musst du einen neuen Schritt versuchen zu gehen - und mit Hilfe ist das sicher einfacher.

SvV ist nichts, aus dem man einfach mit so ein bisschen Sport und Ablenkung heraus findet, da es Ausdruck von tiefen inneren Verletzungen ist. Wahrscheinlich liegen die viel tiefer als diese neueste Verletzung, die du dir selbst durch die Abtreibung zugefügt hast, und da ist es sicher gut, dass du dir professionelle Hilfe suchst. Einerseits ist SvV wie eine Art Bestrafung, andererseits nimmt es dir für den Moment den inneren Druck, verschaffst du dir damit eine Art Ventil und kannst du etwas anderes spüren als diese innere Versteinerung. Du sprichst von deiner Psychologin - bist du schon richtig in Therapie, oder sind das erst mal Vorgespräche?

Zwei Gedanken kommen mir gerade in den Sinn:

Wie würdest du einer guten Freundin begegnen, wenn sie dir verzweifelt von ihrer Abtreibung erzählen würde? Würdest du sie auch hassen, oder würdest du nicht versuchen, sie zu trösten und sie in den Arm nehmen, weil du spürst, dass sie selbst schon genug gestraft ist durch ihr Leiden an dem, was sie getan hat? Sei dir selbst deine Freundin, statt deine Feindin.

Das andere ist: vielleicht magst du deinem Kind einen Brief schreiben, und darin ganz ehrlich sein, wie leid es dir tut, was du ihm und dir angetan hast? Deine Situation erklären, ohne zu beschönigen, und dazu stehen, dass du es im Nachhinein gern ungeschehen machen würdest, wenn das nur ginge, dass es dir leid tut, und dein Kind um Vergebung bitten? (Vielleicht wäre es gut, dafür nicht allein zu sein, sondern dir eine vertraute Person als Unterstützung zu suchen, oder deine Psychologin.)
Wenn du nicht an Gott und ein Weiterleben nach dem Tod glaubst, ist das eher ein symbolischer Akt, aber kann dir vielleicht trotzdem ein wenig helfen, weil du damit deine Gedanken aus dem Kreisen um dich selbst ein Stück weit befreist und auf dein Kind richtest. Wenn du glauben könntest, dass es einen Gott gibt, der dich und dein Kind liebt, der dir vergeben kann und bei dem dein Kind jetzt geborgen ist, wäre es mehr als nur eine symbolische Handlung ...

Ich denk an dich und wünsche dir, dass du nicht aufgibst, den Weg zu suchen, der dich aus deiner augenblicklichen Lage in guter Weise hinausführen kann in ein Leben, das um diesen Schmerz weiß, aber mit ihm leben kann und trotzdem wieder glücklich sein kann.
Dass du es momentan kaum erträgst, unter vielen Menschen zu sein, kann ich gut nachvollziehen. Nichts macht ein einsameres Gefühl, als sich in der Masse verloren und ausgesondert zugleich zu fühlen... Ich habe ein Kind, das nach der Geburt gestorben ist (das ist schon länger her), und in der ersten Zeit nach dem Verlust konnte ich das auch nicht gut haben. Auch du hast einen Verlust erlitten, selbst wenn du ihn selbst herbeigeführt hast. Du darfst trauern!!!

Eine liebe Umarmung, wenn du magst,

Anka

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6. Juni 2015 um 0:38
In Antwort auf branka_12922285

Liebe jasimaniac!!
Danke für Deine lieben Worte! Mir kamen - mal wieder - die Tränen.

Ich habe ihn die ganze Zeit in Schutz genommen & alles auf mich geschoben, mittlerweile weiß ich, dass eben nicht ich an allem Schuld bin. Er nennt mit "kaltherzig" und "egoistisch" ... das ist auch etwas, was mich fertig macht. Weil ich eben beides nicht bin. Ich wollte es ihm einfach nur so "einfach wie möglich" machen, weil er so überfordert war & ihm halt den größten Teil davon abnehmen, aber ich bekam immer nur Vorwürfe von ihm. Vorwürfe, die mich fertig machen und ich eben an mir Zweifle. Ich hatte noch so viel vor in meinem Leben & jetzt . . . 4 Monate nach der Abtreibung habe ich das Gefühl ich schaffe es nicht ... Neue Aufgaben sind für mich der Horror pur.

Ich kann mich auf rein gar nichts begeistern. Immer wenn ich alleine bin - und das ist im Moment sehr häufig der Fall - denke ich an die Sache. An mein Kind! Wie mein Bauch wohl jetzt aussehen würde ... ob es ein Junge oder ein Mädchen gewesen wäre.

Ich habe nicht mal mehr die Ultraschallbilder ... die habe ich ihm, gegeben & auf Nachfrage, dass ich sie wieder haben möchte, wurde in Frage gestellt, ob ich auch "wirklich bei dem Eingriff war & was das jetzt soll" ... weggeschmissen hat er sie. Einfach in den Müll!!! :'(

Ich bin 23 Jahre alt. Ich hätte Dir gerne privat geschrieben, aber ich hab's irgendwie nicht hinbekommen.

.....
Hey, habe auch abgetrieben! Wäre genau wie du im sechsten Monat. Ich habe gedacht, dass es richtig wäre. Finanziell sah es schlecht bei uns aus, standen kurz vor einer Trennung (meine "ehmalige" Familie war gegen uns).... Am Anfang war ich stark, aber mittlerweile leide ich so sehr. Wir haben uns zusammen gerauft und er ist mein wichtigster Halt. Ich weiß genau was du meinst, wegen den ganzen Schwangeren und das man sich angestahrt fühlt. Bis jetzt merke ich nicht, dass der Spruch "Zeit heilt alle Wunden"....

Du bist eine starke Frau! Es gibt immer jemanden, der uns niemals verstehen wird. Aber bitte vergib dir, du wolltest nur das Beste! Ich habe ein Ort mir gesucht um Abschied zu nehmen und um einfach mal nur bitterlich zu weinen! Es tut mir wirklich gut und diese Sache wird nie vergessen werden, aber ich glaube daran das unser Weg vom Schicksal geschrieben wurde. Und wir nun auf Besserung zu gehen.

Fühle dich gedrückt!!

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6. Juni 2015 um 17:35
In Antwort auf baako_12454111

.....
Hey, habe auch abgetrieben! Wäre genau wie du im sechsten Monat. Ich habe gedacht, dass es richtig wäre. Finanziell sah es schlecht bei uns aus, standen kurz vor einer Trennung (meine "ehmalige" Familie war gegen uns).... Am Anfang war ich stark, aber mittlerweile leide ich so sehr. Wir haben uns zusammen gerauft und er ist mein wichtigster Halt. Ich weiß genau was du meinst, wegen den ganzen Schwangeren und das man sich angestahrt fühlt. Bis jetzt merke ich nicht, dass der Spruch "Zeit heilt alle Wunden"....

Du bist eine starke Frau! Es gibt immer jemanden, der uns niemals verstehen wird. Aber bitte vergib dir, du wolltest nur das Beste! Ich habe ein Ort mir gesucht um Abschied zu nehmen und um einfach mal nur bitterlich zu weinen! Es tut mir wirklich gut und diese Sache wird nie vergessen werden, aber ich glaube daran das unser Weg vom Schicksal geschrieben wurde. Und wir nun auf Besserung zu gehen.

Fühle dich gedrückt!!

...
Hallo,

dass tut mir leid für dich! Ich beneide dich, dass ihr es geschafft hat, bzw. freut es mich sehr für dich, weil ich ihn eigentlich in dieser Situation sehr brauche.

An manchen Tagen geht es in den letzten Tagen, aber ... Das ist nie von langer Dauer. Erst gestern war ich auf einem Geburtstag, wo eine Verwandte stolz erzählt hat, dass sie in der 13 Woche schwanger ist. Ich hätte heulen können ...

Danke dir und fühl auch du dich mal gedrückt und in den Arm genommen! :*

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9. Juni 2015 um 7:58
In Antwort auf branka_12922285

...
Hallo,

dass tut mir leid für dich! Ich beneide dich, dass ihr es geschafft hat, bzw. freut es mich sehr für dich, weil ich ihn eigentlich in dieser Situation sehr brauche.

An manchen Tagen geht es in den letzten Tagen, aber ... Das ist nie von langer Dauer. Erst gestern war ich auf einem Geburtstag, wo eine Verwandte stolz erzählt hat, dass sie in der 13 Woche schwanger ist. Ich hätte heulen können ...

Danke dir und fühl auch du dich mal gedrückt und in den Arm genommen! :*

Lilalaune07
hey lilalaune07.
eigentlich hatte ich gehofft als ich gerade eben deine ganzen beiträge gelesen hab irgendwas zu hören dass du irgendwie auch nur ansatzweise dass gefühl hast dass es dir besser geht.
habe am freitag die ersten abtreibungspilllen genommen und sonntag dann die letzten.
meine geschichte ist natürlich ganz anders als deine. und ich merke auch beim lesen dass wir ganz unterschiedlich typen sind.
aber eins weiß ich. dass es mir definitiv genauso beschissen damit geht wie dir.
da es bei mir ja erst 2 tage her ist hab ich mich auf grund der schmerzen für diese woche krankschreiben lassen. wie bei fast jedem wartezimmer gibt es auch dort eine kleine spiel und malecke für die kleinen. ich hab nach nur 2 min im wartezimmer schon heftig mit den tränen kämpfen müssen. auch bei einfachen dinge wie werbung brech ich oft in tränen aus.
es ist nicht so als würde ich es bereuen. ich denke immer noch dass das die richtige entscheidung war. denn ich möchte eine zukunft für mein kind dass ich ihm jetzt nicht hätte bieten können wie ich es gewollt hätte. aber trotz meiner überzeugung stell ich mir immer und immer wieder die frage "was wäre wenn"..
natürlich hab ich eine freundin mit der ich reden könnte. aber ich denke und hoffe mit leuten zu reden bzw zu schreiben die im prinzip das selbe nur mit anderer vorgeschichte durchgemacht haben mir irgendwie hilft.

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9. Juni 2015 um 14:05

Liebeskummer?
Hi, das Ganze tut mir wirklich sehr Leid, aber ich bin mir sicher, Du wirst einen Weg aus dem Tunnel finden, denn den ersten Schritt dafür hast Du bereits getan: Du teilst Dein Leid mit anderen und vergräbst Dich nicht in Deiner Scham.

Allerdings stelle ich mir beim Lesen Deiner Worte die Frage, ob Du tatsächlich ausschließlich dem Baby nachtrauerst, oder nicht doch seinem Vater. Denn ihr hattet zunächst gemeinsam eine Entscheidung getroffen und als er sich von Dir abgewendet hat, hast Du dich verloren gefühlt.

Warum hast Du damals mit ihm gemiensam diese Entscheidung getroffen? Wenn du vielleicht nochmal rekapituliertst, warum Du beschlossen hast, Dein Baby abzutreiben, wird es leichter, es noch einmal zu verstehen und es würde Dir leichter fallen, diese Entscheidung zu akzeptieren. Solch eine Entscheidung hast du ja nicht kopflos und aus dem Bauch heraus getroffen. Vielleicht war die Zeit, die ihr zusammen überlegt habt, zu kurz, aber letztlich hast Du für Dich auch beschlossen, dass momentan nicht der richtige Zeitpunkt für ein Kind ist.

Und wenn Du weiter realistisch überlegst - wenn Du das Kind bekommen hättest, wärst Du jetzt alleinerziehend, ohne ihn, traurig, verlassen worden zu sein. Du wärst auch allein und hättest dann auch noch die Verantwortung für ein Baby. Blicke in die Zukunft - Du kannst immer noch Kinder bekommen und dann vielleicht mit einem Mann an Deiner Seite, der wie Du eine Familie aufbauen möchte. Ich wünsche Dir alles Gute!

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15. Juni 2015 um 23:09
In Antwort auf lochan_12696356

Lilalaune07
hey lilalaune07.
eigentlich hatte ich gehofft als ich gerade eben deine ganzen beiträge gelesen hab irgendwas zu hören dass du irgendwie auch nur ansatzweise dass gefühl hast dass es dir besser geht.
habe am freitag die ersten abtreibungspilllen genommen und sonntag dann die letzten.
meine geschichte ist natürlich ganz anders als deine. und ich merke auch beim lesen dass wir ganz unterschiedlich typen sind.
aber eins weiß ich. dass es mir definitiv genauso beschissen damit geht wie dir.
da es bei mir ja erst 2 tage her ist hab ich mich auf grund der schmerzen für diese woche krankschreiben lassen. wie bei fast jedem wartezimmer gibt es auch dort eine kleine spiel und malecke für die kleinen. ich hab nach nur 2 min im wartezimmer schon heftig mit den tränen kämpfen müssen. auch bei einfachen dinge wie werbung brech ich oft in tränen aus.
es ist nicht so als würde ich es bereuen. ich denke immer noch dass das die richtige entscheidung war. denn ich möchte eine zukunft für mein kind dass ich ihm jetzt nicht hätte bieten können wie ich es gewollt hätte. aber trotz meiner überzeugung stell ich mir immer und immer wieder die frage "was wäre wenn"..
natürlich hab ich eine freundin mit der ich reden könnte. aber ich denke und hoffe mit leuten zu reden bzw zu schreiben die im prinzip das selbe nur mit anderer vorgeschichte durchgemacht haben mir irgendwie hilft.

...
Hey Lilalaune07! Wie geht es dir im Moment?? Es ist echt nicht leicht. Hoffe du bist ebenfalls stark!

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16. Juni 2015 um 10:31

Ich habe auch so eine ähnliche Erfahrung gemacht
Die abtreibung ist fast ein Jahr her
Seid dem hab ich nur Streit mit ihm und meine Ausbildung läuft auch schief
Es fühlt sich so an als wär das alles eine Bestrafung das ich abgetrieben habe
In meinem Umfeld Werden alle Schwanger und ich bekomme Babys Fotos geschickt sie wissen nicht das ich abgetrieben habe
Dazu kam als ich wieder ein Schulblock hatte diekt nach der abtreibung ist eine andere Schülerin schwanger geworden sie war ein bisschen weiter so habe ich jeden tag gesehen wie sich ihr Körper entwickelt hat und sie hat nur eine kurze Baby pause gemacht und macht die Ausbildung weiter und hat ihr Baby auch mal mitgebracht
Das hat mich sehr nachdenklich gemacht und ich bereu es immer mehr
Dazu kam das wie zwei neue Schülerin bekommen haben die für ein Jahr in den Mutterschutz waren und jetzt weiter mache
Ich denke mir viellicht hätte ich es auch geschafft

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16. Juni 2015 um 10:54

Du darfst dir keine vorwürfe machen
Meine Liebe ich hab vor zwei Jahren abgetrieben und erst letzte Woche dem Erzeuger davon erzählt.... Ich bin froh das ich es endlich gemacht habe... Du darfst dir wirklich keine Vorwürfe machen denn wenn du es anfängst zu bereuen nur weil er es dir sagt wärst du ebenfalls dein lebtag nicht glücklich geworden...schließlich solltest du deine Entscheidung für dich selbst treffen...oder wärst du lieber eine Alleinerziehende Mutter ?? denn auf genau das wäre es hinaus gelaufen....wenn du Fragen hast kannst du mir gerne eine Privat Nachricht schreiben LG Hexe

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24. Juni 2015 um 14:08

...
Also .. Ich war auch schon in dieser Situation .. Meine Abtreibung ist 9 Monate her und ich komme bis heute mit meinem schlechten Gewissen nicht zurecht .. Ich hatte damals ein one Night Stand als meine Freundin und ich eine 2 Monatige Pause hatten ... Als wir uns dann wieder angenähert haben , habe ich erfahren das ich schwanger bin.. Zu dem Zeitpunkt war ich in der 7 Ssw .. Ich habe es dem Erzeuger erzählt und er wollte das Kind behalten , er hat mir seine Hilfe angeboten , aber ich habe immer auf stur gestaltet weil ich einfach nicht wusste was richtig und was falsch ist .. Eine Woche nachdem ich erfahren habe das ich schwanger bin , habe ich es dann auch meiner Freundin gebeichtet .. Sie hat sich zwar nicht gefreut , aber sie hat mir den Bauch gestreichelt und mir versprochen dass wir das schaffen .. Ich habe Stunden lang mit ihr geredet und dann auch bei ihr geschlafen .. Als ich wach wurde saß sie schon hellwach auf der Bettkante , schaute mich an und sagte mir" ich kann das doch nicht, wir sind zu jung und ich kann es nicht akzeptieren " darauf hin sollte ich mich entscheiden , sie oder das Baby .. Ich habe mich ein paar Tage in mein Zimmer verkrochen und nur geweint .. Schließlich wollte ich mir dann den Rat meiner Familie holen .. Natürlich haben mir alle dazu geraten es nicht zu behalten .. Das schlimmste für mich war es , das meine Familie nicht hinter mir stand .. Meine Mutter hat meine Freundin sogar angebettelt sie soll mir Ausreden das Kind zu behalten .. Gesagt getan . Ich bin dann zu einer Beratungsstelle und habe mir den Schein geholt ohne nachzudenken .. Es ging alles viel zu schnell .. Plötzlich saß ich schon im Behandlungszimmer & wurde an den Stuhl gefesselt , damit ich nicht um mich schlage oder was auch immer .. Meine Freundin saß im warte Zimmer und meine Mutter stand direkt hinter dem Stuhl hat meine Hand gehalten und mir die Tränen weggewischt .. 5 Leute standen um mich rum , ich war so überfordert und habe mich in Gedanken an mein Baby geklammert ihm/ihr gesagt das alles gut wird das ich ihm/ihr nicht wehtun werde :: ich wollte es abbrechen .. Aber heraus kam nur ein sto.. Ich wollte sagen stop und wegrennen , aber die Wirkung des Narkose Mittels ist schon eingetreten .. Als ich aufwachte habe ich sofort geweint und höllische unterleibschmerzen gehabt .. Ich habe wohl dort rumgeschrien als ich noch leicht betäubt war wo mein Baby sei & bin mit meiner Mutter und Einer Schwester auf Toilette gegangen .. Habe dann versucht in mir drinnen nach meinem Kind zu suchen , hört sich eklig an war aber leider so .. Als ich wieder richtig zu mir kam , lag neben mir ein belegtes Brötchen .. Und die Ärztin stand vor mir .. Ich habe es aber nicht wirklich realisiert.. Als ich dann raus ging hab ich mich hinten ins Auto gelegt und geweint .. 2 Tage lag ich im Dunkeln in meinem Zimmer neben meiner Freundin und habe geweint .. Ich habe mich so leer gefühlt .. Alle sagten "ich versteh dich " usw , aber niemand hat mich verstanden ! Weder meine Freundin noch meine Mutter noch sonst wer ! NIEMAND ! Nach der Abtreibung war ich wie ausgewechselt ich habe vergessen wie man lacht .. Ich habe mich so oft es geht betrunken und habe jederzeit Versucht diese Welt nicht nüchtern erleben zu müssen .. Circa 3 Monate später kam der ausschlaggebende Punkt .. Ich habe mir eine Wodka Flasche "runtergeschüttet" 2 Schlaftabletten mehrere schmerztabletten genommen und die Klinge angesetzt .. Ich war völlig betäubt und habe nur mein Baby gesehen .. Ich wollte zu meinem Baby .. Aber das war nicht mehr möglich .. Es war weg .. Was ich damit sagen will, man sollte sich sowas wirklich gut überlegen .. und man sollte es niemals wegen dem Partner machen , man bereut es ./ früher oder später wirst du es bereuen ..

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13. Juli 2015 um 22:38
In Antwort auf baako_12454111

...
Hey Lilalaune07! Wie geht es dir im Moment?? Es ist echt nicht leicht. Hoffe du bist ebenfalls stark!

Hey ...
Ich wollte mich mal wieder zu Wort melden, da einige gefragt haben, wie es mir in der Zeit ergangen ist.

Eins vorab - diese Therapie hat mir keinen Deut was gebracht. Ich fand es katastrophal. Aber nun gut.

Ich mache zur Zeit viel; lenke mich ab. Mache abends eine Weiterbildung und gehe am Wochenende noch zusätzlich einen Nebenjob an - neben meinem Hauptberuf (40h)
Momentan habe ich nicht viel Zeit darüber nachzudenken, aber wenn es mich dann doch überkommt, bin ich immer noch sehr traurig.

Einige meiner Bekannte bekommen, oder haben in den letzten Wochen Nachwuchs bekommen; von denen habe ich mich langsam aber sicher distanziert. Ich freue mich für sie - aber ich bin noch nicht bereit ein Neugeborenes zu sehen; wie alle es süß finden & jeder es halten will. Das würde mich total einengen und ich würde daran zerbrechen, weil diese Leute davon eben nichts wissen.

Ich hoffe es bleibt so, wie es zur Zeit ist. Hoffe noch auf eine weitere Besserung, dass ich vielleicht irgendwann mit den Schuldgefühlen Leben kann. Weggehen werden sie - denke ich - nie so richtig. Ich versuche irgendwie damit zu leben; manchmal ist es leichter und manchmal ist es eben unertragbar ....

Ganz liebe Grüße an alle anderen! Bleibt stak und fühlt euch gedrückt! Ihr könnt mir auch gerne privat schreiben!

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18. Juli 2015 um 20:52

...
Wenn man keine Ahnung hat einfach mal * halten! Vielen Dank! Das ist das LETZTE, was man in dieser Situation hören möchte! Richtig bescheuert!

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18. Juli 2015 um 22:41


Wie die TE schon schrieb: "Wenn man keine Ahnung hat einfach mal * halten!"

Du warst wahrscheinlich niemals in der Situation ungewollt schwanger zu sein. Du kannst deshalb, was man an deinen unqualifizierten Beiträgen erkennt, nicht im Mindesten nachvollziehen, wie es ist sich zwischen Abtreibung und Adoption oder Behalten zu entscheiden. Nicht umsonst sind sich viele Frauen darüber einig, dass Adoption ausgeschlossen erscheint und nur noch der Weg Behalten oder Abtreiben in Frage kommt.

Weißt du so was hat mit Empathie zu tun? Wohl ein Fremdwort für dich.

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18. Juli 2015 um 23:52
In Antwort auf branka_12922285

...
Wenn man keine Ahnung hat einfach mal * halten! Vielen Dank! Das ist das LETZTE, was man in dieser Situation hören möchte! Richtig bescheuert!

Wie geht es dir denn im Moment?
Der Geburtstermin rückt immer näher, oder? Bedrückt dich das noch zusätzlich, oder hast du schon ein wenig mehr Abstand gewinnen können, oder vielleicht irgendwo nach Hilfe für dich suchen können? Und was ist mit deinem Freund?

Ich finde den Kommentar auch richtig blöd ... wie ein Draufhauen auf jemanden, der am Boden liegt ...

Ganz liebe Grüße dir,

Anka

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19. Juli 2015 um 11:30
In Antwort auf joana_12262172

Wie geht es dir denn im Moment?
Der Geburtstermin rückt immer näher, oder? Bedrückt dich das noch zusätzlich, oder hast du schon ein wenig mehr Abstand gewinnen können, oder vielleicht irgendwo nach Hilfe für dich suchen können? Und was ist mit deinem Freund?

Ich finde den Kommentar auch richtig blöd ... wie ein Draufhauen auf jemanden, der am Boden liegt ...

Ganz liebe Grüße dir,

Anka

Liebe Anka,
momentan geht es mir ganz gut - habe ganz unten im Thread mal ausführlich berichtet vor ein paar Tagen.

Ja ... Der rückt näher. Anfang September wäre es soweit gewesen. Im Moment kann ich mich gut ablenken & einen genauen Geburtstermin hatte ich damals nicht gesagt bekommen. Vielleicht auch besser so, ich weiß es nicht .... Ich glaube das wird noch mal schwer.... Aber wie gesagt - momentan geht es wegen dem ganzen Stress, den ich mir selbst zuzuschreiben habe.

Danke für deine Nachfrage!

Ganz liebe Grüße

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19. Juli 2015 um 14:16
In Antwort auf branka_12922285

Liebe Anka,
momentan geht es mir ganz gut - habe ganz unten im Thread mal ausführlich berichtet vor ein paar Tagen.

Ja ... Der rückt näher. Anfang September wäre es soweit gewesen. Im Moment kann ich mich gut ablenken & einen genauen Geburtstermin hatte ich damals nicht gesagt bekommen. Vielleicht auch besser so, ich weiß es nicht .... Ich glaube das wird noch mal schwer.... Aber wie gesagt - momentan geht es wegen dem ganzen Stress, den ich mir selbst zuzuschreiben habe.

Danke für deine Nachfrage!

Ganz liebe Grüße

Das habe ich irgendwie übersehen ...
... vielleicht, weil es so weit unten stand. Danke fürs Erzählen! Ich freue mich, dass du mit deinem Alltag momentan gut klarkommst und nicht mehr ganz so traurig klingst. Schade, dass dir die Therapie nichts gebracht hat, woran lag das? (Falls du keine Lust hast, hier zu schreiben, kannst du mur auch gerne eine PN schicken.)

Ich denk an dich und wünsche dir Richtung September eine Extraportion Kraft, und dass du das richtige Maß zwischen Ablenkung und Aufarbeitung findest, damit du nicht zu niedergedrückt bist, aber auch nicht nur verdrängst und es dich irgendwann wieder einholt.

LG, Anka

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19. Juli 2015 um 21:40


Jetzt weiß ich, was dich an meinem Posting so verwirrt hat. Sorry, da lag der Fehler wohl bei mir.
Obwohl ich eigentlich davon aus ging, dass meine Erklärung ausreichend wäre... aber na ja.

Ich meinte damit, dass es absolut daneben ist einer Frau, die ohnehin schon unter ihrer Abtreibung leidet noch so einen Satz reinzuwürgen. Dass sie egoistisch und zu bequem gewesen sei. Meine Güte, gehts noch?
Das ist wirklich absolut ekelhaft einer Frau, die schon am Boden liegt, nochmals einen Tritt zu verpassen.

Und DAS hat tatsächlich was mit Empathie zu tun, wenn man sich solche geschmacklosen Kommentare nicht einfach sparen kann, da man echt keine Ahnung hat, was damit noch alles anrichtet. Aber da kann derjenige, der den Kommentar von sich gegeben hat, einfach den PC ausstellen und muss nicht mehr dran denken, bei der betroffenen Frau, der man den Kommentar rein würgt, geht das nicht so einfach.

Oder willst du etwa abstreiten, dass so etwas geschmacklos und daneben wäre?

Und nein das bezog sich jetzt nicht auf reevolution, sondern auf das Posting von auguststernenkind, welches reevolution mit ihrem Posting nochmals in Schutz nahm.

Aber die beiden Damen würden wahrscheinlich so nicht über die TE reden, wenn sie wüssten wie das Gefühlsleben einer Frau aussähe, die vor der Entscheidung Abtreiben, Behalten oder Adoption steht. Es gibt zig Threads hier im Forum, in denen ausführlich darüber diskutiert wird, warum für so viele Frauen eine Adoption nicht in Frage kommt.

@reevolution: Nein, ich kenne dich privat nicht. Das brauche ich aber auch gar nicht, denn deine Beiträge sagen schon alles darüber aus.

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20. Juli 2015 um 10:25


Jetzt hast dus mir mit dem "Argument" aber gezeigt.

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6. Februar 2017 um 19:30
In Antwort auf branka_12922285

Hallo in die Runde,

dieses Thema wird heutzutage ja immer noch Totgeschwiegen. Auch bei mir ist das so ... und ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll.

Von vorne angefangen:

Ich habe letztes Jahr jemanden kennen gelernt ... wir haben uns super verstanden & ich war seit langer Zeit wieder glücklich. Glücklich und zufrieden, mit dem was war & wie es gelaufen ist.

Wie der Zufall es so wollte, war dieses "Glück" aber nicht von sehr langer Dauer.

Ich merkte plötzlich, dass es mir morgens übel war. Ich hatte aber im Leben nicht daran gedacht. Bis ich irgendwann einen Test machte - wo ich immer noch davon ausging, dass da nichts bei rumkommt, schließlich habe ich mit der Pille verhütet und sie auch sehr sorgsam eingenommen.

Der Test zeigte mir dann "Schwanger" an ... mir ist alles aus dem Gesicht gefallen und ich wusste nicht, was ich jetzt machen sollte; wie ich es ihm beibringen soll ... Es war doch alles noch am Anfang ... Ich hatte direkt am nächsten Tag einen TErmin beim FA, weil ich den Test gemacht habe, als ich noch die Pille genommen habe. Aber auch meine FÄ sagte das selbe, wie der Test ....

Ich habe es dem "Mitverantwortlichen" (ich weiß nicht wie ich ihn nennen soll) an und fragte ob er kurz Zeit habe. Ich habe erwartet das er komplett ausrastet und mich zusammenscheißt, aber er hat sich komplett anders verhalten. Liebevoll, fürsorglich und auch verständnisvoll. Wir sprachen ca. 1 Stunde darüber und haben uns dann dafür entschieden es abzutreiben, weil es eben im Moment nicht gepasst hat.

Im Nachhinein fühle ich mich unter Druck gesetzt, weil wir eben nur dieses ein mal kurz darüber gesprochen, und auch entschieden haben.

Die Tage danach verliefen normal. Ich machte also einen Termin bei einem Beratungsgespräch, wo ich ihn nicht mitnehmen wollte, da er mit der Situation total überfordert war und einfach nichts hinbekommen hat.

Als der Termin für die Abtreibung kam, war er auf einem Lehrgang. Ich war also,, außer meiner besten Freundin, ganz allein.

& danach wendete sich das Blatt. Er distanzierte sich, gab mir aber für alles die Schuld. Ich sei kaltherzig; habe ihn immer und ständig außen vor gelassen und wollte nie seine Hilfe. So sagt er es. Ich hätte aber in bestimmten Situationen seine Hilfe gebraucht, aber da hatte er nie Zeit für mich.

Ich habe das Gefühl ich bin nicht mehr ich selbst. Ich bereue diese Entscheidung zutiefst, und weiß nicht, wie ich damit umgehen soll. Ich mache mir Vorwürfe - Vorwürfe, dass die Entscheidung nicht richtig überlegt war & das ich eine Mörderin bin.

Er hat mich darauf aufmerksam gemacht, eine Therapie zu machen, wobei er mich unterstützen wolle. Das Ende vom Lied ist, dass ich auch da alleine durch muss, weil er keine Zeit hat & mir "nicht helfen kann".

Ich verletze mich selbst, meine Essstörung kommt wieder & ich sehe keinen Sinn mehr am weiterleben. Ich fühle mich einsam und hilflos und bin todunglücklich - darüber, dass ich mein Kind habe umbringen lassen.

Ihr könnt mich auch ruhig verurteilen - denn das mache ich auch! Ich hasse mich für diese Entscheidung. Ich wäre jetzt im 6. Monat ...

Das ist noch relativ kurz gehalten jetzt - ich bedanke mcih erstmal schon fürs Lesen.

Gibt es jemanden, dem es genauso geht? Und wenn ja, wie habt ihr es geschafft aus diesem Loch wieder rauszukommen? Ich stehe momentan ganz alleine da - habe keinen Kontakt mehr zu ihm. Er muss sein "Leben neu sortieren - ohne mich". Ich habe das Gefühl, meins ist dahin ...

Danke für Eure antworten!!!

Hallo...
Ich bin 30 Jahre alt und seit 5 Monaten verheiratet und anfang 20 SSW.
Ich wurde paar Wochen nach der Hochzeit schwanger... die Übelkeit hat mich überrascht. Wusste nicht, dass schwanger sein so schlimm sein kann. Jetzt ist die Phase, wo ich es genieße.
Mein Mann und ich wir warteten beide bis zur Ehe mit Geschlechtsverkehr, da wir beide Christen sind.
Ich war überrascht, dass ich so schnell schwanger werden kann.

Aber das kurz zu mir

2014 war ich auf den Schweigenmarsch in Berlin dabei.. und ja, ich bin ein abtreibungsgegner.
Ich habe heute einfach mal gegoogelt "Ich habe abgetrieben" und bin damit auf eigene Erfahrungen gestoßen.
Ich habe bis jetzt 3 gelesen und die zweite, die ich gelesen hatte, hat mich fast zum weinen gebracht. ich fasste nach meinem Bauch und dachte nur " die arme Frau.. wie musste es ihr gehen"
Es ist schade, dass Frauen dazu ermutigt werden, dies zu tun...
Ich wünschte mir, ich könnte jeden Helfen, der verzweifelt ist...Helfen.. und ermutigen es NICHT zu tun.
Ja, Abtreibung ist MORD.. und ja, du bist ein mörder, weil du dein Kind töten ließt.
ABER ES GIBT HOFFNUNG!
ES GIBT VERGEBUNG!
ES GIBT FREIHEIT!
ES GIBT FRIEDEN!

Die Antwort ist - dein KIND lebt... es ist bei unserem HERRN JESUS Christus - welcher am Kreuz rief, es ist vollbracht!
Er starb auch für deine Tat!
Er hat die Kraft zu vergeben!!!
Er will dich FREI machen!

Wende dich zu IHM... der, der auch für DEINE SÜNDEN starb!!!

FREUDE HOFFNUNG LIEBE
 

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7. Februar 2017 um 0:00
In Antwort auf branka_12922285

...
Wenn man keine Ahnung hat einfach mal * halten! Vielen Dank! Das ist das LETZTE, was man in dieser Situation hören möchte! Richtig bescheuert!

Ich verstehe dich
Ich kann deine entscheidung von damals verstehen. So ging es mir ende letztes jahr.. und bereue es nun auch zutiefst

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Pille danach und schwanger??
Von: mollym123
neu
6. Februar 2017 um 23:29
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