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Ich fühle mich so allein gelassen...

20. Juni 2007 um 23:34 Letzte Antwort: 25. Juni 2007 um 20:04

Hallo
Erst einmal möchte ich bitte von niemandem Vorwürfe hören. Die mache ich mir selbst schon genug.

Ich bin trotz Verhütung schwanger geworden. Natürlich hätte ich das Baby behalten. Aber mein Freund hat mich so lange zugequatscht, bis ich, aus welchem Grund auch immer, zugestimmt habe einen Schwangerschaftsabbruch durchführen zu lassen.
Ich fühle mich so schlecht. Warum habe ich das alles Zugelassen? Es ging alles so schnell. Ich war beim Arzt, dann bei einer anderen Ärztin, dann zum Termin und schon war innerhalb von knapp zwei Wochen alles vorbei. Nun interessiert sich mein Freund nicht mehr für dieses Thema. Wenn ich ohne Grund anfange zu weinen, bequatscht er mich so lange, dass ich endlich aufhören solle zu weinen. Er kann einfach nicht verstehen, weshalb ich darüber weiterhin nachdenke.
Ich habe einfach das Gefühl, ich wäre ganz allein mit meinen Gefühlen und meinen Gedanken. Das macht mich innerlich total kaputt.
Geht es jemandem genauso? Was könnte ich machen, damit es mir wieder besser geht?
Ich würde mich über Beiträge sehr freuen.
Liebe Grüße Emma

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21. Juni 2007 um 2:37

Re
Liebe Emma,

Ich möchte Dir gewiss keine Vorwürfe machen und ich hoffe, es kommt hier auch kein anderer auf die Idee, sowas zu tun.(!)

Dein Freund denkt sich vielleicht, dass es leichter ist, das einfach hinter sich zu lassen und zu vergessen und das darüber reden es nur noch schlimmer machen würde. Wenn man mit den falschen Leuten darüber spricht, tut es das sogar auch(!) - und damit mein ich nicht nur die, die einem Vorwürfe machen.
Dein Freund hat es da natürlich einfacher, weil er nicht das körperliche Erlebnis - sowohl der Schwangerschaft als auch des Abbruchs - hatte.
Wende Dich vielleicht erstmal an Pro Familia für eine Nachbetreuung. Wenn das nicht reicht, vielleicht findest Du ja eine nette Psychotherapeutin in Deiner Gegend, die Dir mit Gesprächen darüber weiterhelfen kann. Der Vorteil an jemanden, der sowas beruflich macht ist, dass Du da keine Scheu haben musst, offen über Deine Gefühle zu sprechen und Du auch keine Angst haben musst, verurteilt zu werden oder dass sie schlecht von Dir denkt oder sonstwas in dieser Richtung. Bei professionellen Anlaufstellen gehst Du relativ sicher, dass sie Dir einzig und allein helfen möchten - und auch wissen wie sie es können.

Auch wenn es Dir vielleicht schwer fällt, schau' doch mal, ob du in dem Abbruch auch was positives finden kannst(?). Es ist eine Erfahrung, in der Du sehr viel über Dich selbst lernen kannst, über Deine Wünsche und Ziele im Leben, nicht nur, was die Familienplanung betrifft.

Und schau' auch mal in die Zukunft: Du wirst bestimmt irgendwann nochmal ein Kind bekommen. Vielleicht sogar von einem anderen Mann als Deinem jetzigen Freund, wer weiss? Vielleicht wirst Du irgendwann einmal denken: "Gottseidank hab ich von dem Mann damals kein Kind bekommen".
Und wenn Du irgendwann einmal *Dein* Kind in den Armen hälst, dann wirst Du sehr glücklich sein und Du wirst Dir vielleicht denken: "wenn ich damals ein Kind bekommen hätte, dann würd' ich Dich, mein kleiner Schatz, jetzt wahrscheinlich nicht in den Armen halten; und ich freu' mich so, dass Du da bist."

Dein Leben wird weitergehen. Es werden Dir schlechte Dinge passieren, die so vielleicht nicht passiert wären, wenn Du jetzt anders entschieden hättest und Dein Leben somit eine ganz andere Richtung genommen hätte. Aber es werden eben auch gute Dinge passieren, für die das gleiche gilt.

Aber genauso, wie Du von niemand anderem Vorwürfe hören sollst, sollst Du Dir auch selbst keine machen. Verlange da von Dir nicht weniger, als von anderen Personen.
Denn gerade Du solltest Dich doch am besten verstehen und Dich selbst so sehr lieben, Dir das nicht anzutun. Stell' Dir vor, eine Freundin von Dir wäre in der Situation. Würdest Du ihr Vorwürfe machen? Also! Du würdest ganz besonders lieb zu ihr sein und sie stützen und ihr helfen. Und das gleiche kannst und musst(!) Du auch für Dich selbst tun. Sei Dir selbst das wert - denn Du bist das wert!

Es ist eine schwierige Zeit - aber sie geht vorüber, wenn Du es zulässt.

Heute Nacht bist Du nicht allein mit Deinen Gedanken und Gefühlen - ich bin (zumindest in Gedanken) bei Dir.
Fühl' Dich gedrückt,
R.

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21. Juni 2007 um 3:19
In Antwort auf an0N_1288086299z

Re
Liebe Emma,

Ich möchte Dir gewiss keine Vorwürfe machen und ich hoffe, es kommt hier auch kein anderer auf die Idee, sowas zu tun.(!)

Dein Freund denkt sich vielleicht, dass es leichter ist, das einfach hinter sich zu lassen und zu vergessen und das darüber reden es nur noch schlimmer machen würde. Wenn man mit den falschen Leuten darüber spricht, tut es das sogar auch(!) - und damit mein ich nicht nur die, die einem Vorwürfe machen.
Dein Freund hat es da natürlich einfacher, weil er nicht das körperliche Erlebnis - sowohl der Schwangerschaft als auch des Abbruchs - hatte.
Wende Dich vielleicht erstmal an Pro Familia für eine Nachbetreuung. Wenn das nicht reicht, vielleicht findest Du ja eine nette Psychotherapeutin in Deiner Gegend, die Dir mit Gesprächen darüber weiterhelfen kann. Der Vorteil an jemanden, der sowas beruflich macht ist, dass Du da keine Scheu haben musst, offen über Deine Gefühle zu sprechen und Du auch keine Angst haben musst, verurteilt zu werden oder dass sie schlecht von Dir denkt oder sonstwas in dieser Richtung. Bei professionellen Anlaufstellen gehst Du relativ sicher, dass sie Dir einzig und allein helfen möchten - und auch wissen wie sie es können.

Auch wenn es Dir vielleicht schwer fällt, schau' doch mal, ob du in dem Abbruch auch was positives finden kannst(?). Es ist eine Erfahrung, in der Du sehr viel über Dich selbst lernen kannst, über Deine Wünsche und Ziele im Leben, nicht nur, was die Familienplanung betrifft.

Und schau' auch mal in die Zukunft: Du wirst bestimmt irgendwann nochmal ein Kind bekommen. Vielleicht sogar von einem anderen Mann als Deinem jetzigen Freund, wer weiss? Vielleicht wirst Du irgendwann einmal denken: "Gottseidank hab ich von dem Mann damals kein Kind bekommen".
Und wenn Du irgendwann einmal *Dein* Kind in den Armen hälst, dann wirst Du sehr glücklich sein und Du wirst Dir vielleicht denken: "wenn ich damals ein Kind bekommen hätte, dann würd' ich Dich, mein kleiner Schatz, jetzt wahrscheinlich nicht in den Armen halten; und ich freu' mich so, dass Du da bist."

Dein Leben wird weitergehen. Es werden Dir schlechte Dinge passieren, die so vielleicht nicht passiert wären, wenn Du jetzt anders entschieden hättest und Dein Leben somit eine ganz andere Richtung genommen hätte. Aber es werden eben auch gute Dinge passieren, für die das gleiche gilt.

Aber genauso, wie Du von niemand anderem Vorwürfe hören sollst, sollst Du Dir auch selbst keine machen. Verlange da von Dir nicht weniger, als von anderen Personen.
Denn gerade Du solltest Dich doch am besten verstehen und Dich selbst so sehr lieben, Dir das nicht anzutun. Stell' Dir vor, eine Freundin von Dir wäre in der Situation. Würdest Du ihr Vorwürfe machen? Also! Du würdest ganz besonders lieb zu ihr sein und sie stützen und ihr helfen. Und das gleiche kannst und musst(!) Du auch für Dich selbst tun. Sei Dir selbst das wert - denn Du bist das wert!

Es ist eine schwierige Zeit - aber sie geht vorüber, wenn Du es zulässt.

Heute Nacht bist Du nicht allein mit Deinen Gedanken und Gefühlen - ich bin (zumindest in Gedanken) bei Dir.
Fühl' Dich gedrückt,
R.

...
Wow. So einen Beitrag habe ich noch nie gelesen. Vielen vielen Dank für deine so ehrliche Meinung und Mitteilnahme.

Du hast mir mit deinem Beitrag wirklich viel Mut gegeben. Ich werde, glaub ich, vielleicht wirklich zu einer Psychotherapeutin gehen.

Das schwierigste an der ganzen Situation ist aber einfach, dass ich ohne die Einflüsse von meinem Freund, und da bin ich mir ziemlich sicher, anders entschieden hätte. Denn es ist so, und ich hoffe ich werde hier wirklich nicht wegen meinem Verhalten beschuldigt etwas schlimmes getan zu haben, ich war mit 16 Jahren schon einmal schwanger. Damals ist uns das Kondom geplatzt. Ich konnte also nichts dafür. Nur wurde ich damals von meinen Eltern zu einer Abtreibung gezwungen. Ich hatte damals wirklich keine Auswahlmöglichkeiten. Ich wusste zwar, dass es immer noch meine Entscheidung wäre, aber ich wurde so unter Druck gestellt, dass ich im endefekt keine andere Wahl hatte. Denn entweder ich machte das, was meine Eltern von mir verlangten (Schwangerschaftsabbruch) oder sie hätten mich mit samt Baby auf die Straße geworfen. Was hätte ich da machen sollen? Sie wollten es damals noch nicht einmal über die Krankenkasse laufen lassen, damit es niemand erfährt.
Nun war ich schon wieder in dieser Situation und wurde quasi dazu gezwungen einen Schwangerschaftsabbruch durchführen zu lassen. Hätte ich mich anders entschieden, hätte ich nicht gewusst wie es weiter gehen sollte.
Es macht mich einfach fertig zu wissen, dass ich anders entschieden hätte, und obwohl ich Erwachsen bin, ich wieder einmal nicht meine eigenen Entscheidungen treffen konnte.
Lieben Gruß Emma

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22. Juni 2007 um 1:05
In Antwort auf leslie_12832044

...
Wow. So einen Beitrag habe ich noch nie gelesen. Vielen vielen Dank für deine so ehrliche Meinung und Mitteilnahme.

Du hast mir mit deinem Beitrag wirklich viel Mut gegeben. Ich werde, glaub ich, vielleicht wirklich zu einer Psychotherapeutin gehen.

Das schwierigste an der ganzen Situation ist aber einfach, dass ich ohne die Einflüsse von meinem Freund, und da bin ich mir ziemlich sicher, anders entschieden hätte. Denn es ist so, und ich hoffe ich werde hier wirklich nicht wegen meinem Verhalten beschuldigt etwas schlimmes getan zu haben, ich war mit 16 Jahren schon einmal schwanger. Damals ist uns das Kondom geplatzt. Ich konnte also nichts dafür. Nur wurde ich damals von meinen Eltern zu einer Abtreibung gezwungen. Ich hatte damals wirklich keine Auswahlmöglichkeiten. Ich wusste zwar, dass es immer noch meine Entscheidung wäre, aber ich wurde so unter Druck gestellt, dass ich im endefekt keine andere Wahl hatte. Denn entweder ich machte das, was meine Eltern von mir verlangten (Schwangerschaftsabbruch) oder sie hätten mich mit samt Baby auf die Straße geworfen. Was hätte ich da machen sollen? Sie wollten es damals noch nicht einmal über die Krankenkasse laufen lassen, damit es niemand erfährt.
Nun war ich schon wieder in dieser Situation und wurde quasi dazu gezwungen einen Schwangerschaftsabbruch durchführen zu lassen. Hätte ich mich anders entschieden, hätte ich nicht gewusst wie es weiter gehen sollte.
Es macht mich einfach fertig zu wissen, dass ich anders entschieden hätte, und obwohl ich Erwachsen bin, ich wieder einmal nicht meine eigenen Entscheidungen treffen konnte.
Lieben Gruß Emma

Ich nochmal..
Liebe Emma,

das klingt mir sehr danach, dass Dein Hauptleidenspunkt noch nichtmal so sehr der Abbruch ist, sondern eher die Ohnmachtssituation, in der Du Dich befandest/befindest.

Um mit dem Abbruch selbst zurecht zu kommen, ist man glaub ich, bei Pro Familia gut aufgehoben.

Aber ich denke, Dein Problem liegt viel tiefer verwurzelt.
Viele Frauen haben Schwierigkeiten "Nein" zu sagen, ihre eigenen Grenzen zu setzen. Vorallem gegenüber Menschen, die sie lieben bzw. von denen sie geliebt werden wollen. Es ist der Wunsch, alles richtig zu machen, es allen recht zu machen. Oftmals damit verbunden, sich selbst und die eigenen Wünsche und Meinungen nicht so richtig ernst zu nehmen.

Es ist die Hoffnung damit verknüpft, von diesen anderen dann die Liebe und Bestätigung dafür zu bekommen. Der Preis ist aber verdammt hoch und das erhoffte Ergebnis bleibt sogar oft aus. Ständig wird keine Rücksicht auf einen genommen und man nimmt auch selbst keine Rücksicht auf sich. Bei dem ganzen "sich selbst verbiegen" bricht man irgendwann und wird sehr ungücklich. Man verliert sich selbst.

Stell' Dir mal ein paar Fragen (ich will da jetzt hier keine Antwort drauf):

Tust Du öfter Menschen einen Gefallen, obwohl Du eigentlich keine Zeit hast?
Übernimmst Du öfter Arbeiten von Kollegen, wenn sie Dich darum bitten und stellst Deine eigene Arbeit zurück?
Schläfst Du manchmal mit Deinem Freund, obwohl Du eigentlich keine Lust hast?
Unternimmst Du mit einer Freundin Dinge, obwohl Du eigentlich lieber was anderes machen würdest?
Versucht Du Dich Situationen möglichst nahtlos anzupassen, allen Erwartungen gerecht zu werden?
Basierten Deine Berufsentscheidungen darauf, was andere meinten, was das Beste für Dich ist / was am besten zu Dir passt?
Bist Du, was es betrifft, Entscheidungen zu treffen allgemein eher unsicher und machst meist das, was irgendwer Dir rät, den Du bewunderst oder vor dem Du Respekt hast?

Wenn Du Dich irgendwo in diesen Fragen wiederfindest, dann kannst Du vielleicht das aktuell erlebte nutzen, etwas grundlegend in Deinem Leben zu ändern. Denn wenn man fremdbestimmt lebt, fühlt man sich ständig so ohnmächtig und hilflos.
Du weisst am allerbesten, was das Beste für Dich ist, Du musst vielleicht nur lernen, diese Stimme in Dir zu hören und auch ernst zu nehmen. Dich ernst zu nehmen!
Dann wirst Du auch nicht mehr Opfer und Spielball der anderen sondern selbst über Dein Leben bestimmen und nie wieder in einer so zermürbenden Situation der Ohnmacht sein.
Dabei kann Dir eine Psychotherapie vielleicht helfen.

Und wenn dieser Anlass der Beginn war, zu lernen, auf Dich Acht zu geben, Stärke zu entwickeln und Dein Leben selbst in die Hand zu nehmen, spätestens dann wirst Du wissen, das es seinen Sinn hatte, nämlich Dir Dein Leben zurückzugeben.

Ich wünsche Dir alles Gute,
Lass' Dich nicht unterkriegen!

R.

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22. Juni 2007 um 1:45
In Antwort auf an0N_1288086299z

Ich nochmal..
Liebe Emma,

das klingt mir sehr danach, dass Dein Hauptleidenspunkt noch nichtmal so sehr der Abbruch ist, sondern eher die Ohnmachtssituation, in der Du Dich befandest/befindest.

Um mit dem Abbruch selbst zurecht zu kommen, ist man glaub ich, bei Pro Familia gut aufgehoben.

Aber ich denke, Dein Problem liegt viel tiefer verwurzelt.
Viele Frauen haben Schwierigkeiten "Nein" zu sagen, ihre eigenen Grenzen zu setzen. Vorallem gegenüber Menschen, die sie lieben bzw. von denen sie geliebt werden wollen. Es ist der Wunsch, alles richtig zu machen, es allen recht zu machen. Oftmals damit verbunden, sich selbst und die eigenen Wünsche und Meinungen nicht so richtig ernst zu nehmen.

Es ist die Hoffnung damit verknüpft, von diesen anderen dann die Liebe und Bestätigung dafür zu bekommen. Der Preis ist aber verdammt hoch und das erhoffte Ergebnis bleibt sogar oft aus. Ständig wird keine Rücksicht auf einen genommen und man nimmt auch selbst keine Rücksicht auf sich. Bei dem ganzen "sich selbst verbiegen" bricht man irgendwann und wird sehr ungücklich. Man verliert sich selbst.

Stell' Dir mal ein paar Fragen (ich will da jetzt hier keine Antwort drauf):

Tust Du öfter Menschen einen Gefallen, obwohl Du eigentlich keine Zeit hast?
Übernimmst Du öfter Arbeiten von Kollegen, wenn sie Dich darum bitten und stellst Deine eigene Arbeit zurück?
Schläfst Du manchmal mit Deinem Freund, obwohl Du eigentlich keine Lust hast?
Unternimmst Du mit einer Freundin Dinge, obwohl Du eigentlich lieber was anderes machen würdest?
Versucht Du Dich Situationen möglichst nahtlos anzupassen, allen Erwartungen gerecht zu werden?
Basierten Deine Berufsentscheidungen darauf, was andere meinten, was das Beste für Dich ist / was am besten zu Dir passt?
Bist Du, was es betrifft, Entscheidungen zu treffen allgemein eher unsicher und machst meist das, was irgendwer Dir rät, den Du bewunderst oder vor dem Du Respekt hast?

Wenn Du Dich irgendwo in diesen Fragen wiederfindest, dann kannst Du vielleicht das aktuell erlebte nutzen, etwas grundlegend in Deinem Leben zu ändern. Denn wenn man fremdbestimmt lebt, fühlt man sich ständig so ohnmächtig und hilflos.
Du weisst am allerbesten, was das Beste für Dich ist, Du musst vielleicht nur lernen, diese Stimme in Dir zu hören und auch ernst zu nehmen. Dich ernst zu nehmen!
Dann wirst Du auch nicht mehr Opfer und Spielball der anderen sondern selbst über Dein Leben bestimmen und nie wieder in einer so zermürbenden Situation der Ohnmacht sein.
Dabei kann Dir eine Psychotherapie vielleicht helfen.

Und wenn dieser Anlass der Beginn war, zu lernen, auf Dich Acht zu geben, Stärke zu entwickeln und Dein Leben selbst in die Hand zu nehmen, spätestens dann wirst Du wissen, das es seinen Sinn hatte, nämlich Dir Dein Leben zurückzugeben.

Ich wünsche Dir alles Gute,
Lass' Dich nicht unterkriegen!

R.

...
Deine Beiträge regen sehr zum Nachdenken an. Positiv gemeint natürlich. Den Sinn deiner Fragen habe ich verstanden. Es ist leider so, dass sich mein Leben erkennbar widerspiegelt. Es ist schmerzhaft so etwas zu erkennen. Und es macht mich richtig wütend. Aber das schlimmste ist, warum mussten erst zwei Babies sterben, damit ich DAS erkenne? Ich will niemalswieder einen soch großen Fehler begehen.
Es ist einfach schrecklich soetwas zu erkennen. Ich weiß einfach nicht mehr was ich dazu noch sagen soll.
Ich danke Dir sehr für deine Aufmerksamkeit.
Liebe Grüße Emma

Gefällt mir
22. Juni 2007 um 2:45
In Antwort auf leslie_12832044

...
Deine Beiträge regen sehr zum Nachdenken an. Positiv gemeint natürlich. Den Sinn deiner Fragen habe ich verstanden. Es ist leider so, dass sich mein Leben erkennbar widerspiegelt. Es ist schmerzhaft so etwas zu erkennen. Und es macht mich richtig wütend. Aber das schlimmste ist, warum mussten erst zwei Babies sterben, damit ich DAS erkenne? Ich will niemalswieder einen soch großen Fehler begehen.
Es ist einfach schrecklich soetwas zu erkennen. Ich weiß einfach nicht mehr was ich dazu noch sagen soll.
Ich danke Dir sehr für deine Aufmerksamkeit.
Liebe Grüße Emma

So spät noch unterwegs?

.. schön, dass Du nochmal antwortest.
Du musst ja gar nicht viel dazu sagen.

Es ist bestimmt schmerzhaft, sowas zu erkennen, aber gewiss nicht schrecklich. Es ist doch sogar eigentlich gut, das zu erkennen, denn so kannst Du nun anfangen, was daran zu ändern.

Schau, Du hast noch soo viel Leben vor Dir. Soviel schönes Leben. Vorallem, wenn Du selbst aussuchen darfst und kannst.
Und wenn Du nie wieder einen so großen Fehler begehen willst, *wirst* Du das auch nie wieder tun.

Weisst Du, ich trauere mehr um Dich, als um die zwei verlorenen Schwangerschaften. Denn *Du* hast in Deinem Leben bisher sehr gelitten, Du spürst den Schmerz. Und das tut mir sehr sehr leid. Ich glaube, es ist Zeit, Dich da mal in den Mittelpunkt zu stellen.

Vielleicht kommst Du in einer Therapie ja auch dahinter, wieso Du nie gelernt hast, auf Dich Acht zu geben. Oftmals stecken alte Rollen- und Beziehungsmuster dahinter. Aber man kann sich von diesen Mustern lösen und neue entwickeln.

Ich weiss, es ist im Moment bestimmt schwierig, an positives zu denken, aber "jedem Anfang wohnt ein Zauber inne" (dieses Zitat stammt, glaube ich, von Hesse; ich finde es sehr schön).

Denk' mal an die starken Frauen in dieser Welt, jetzt und in der Vergangenheit, die sich von niemanden haben sagen lassen, was sie zu tun haben, die sich auch nicht von anderen haben erzählen lassen "wer" oder "was" sie sind, sondern ihren eigenen Weg gegangen sind.

Auch Du bist eine Frau, in der das Potential dazu wohnt. Und wenn Du das entdeckst und herausarbeitest, wirst Du irgendwann mal eine ganz tolle Mutter werden und Deinen Kindern es von Anfang an richtig beibringen, so dass sie es nicht so schwer haben werden, wie Du es bisher hattest.

Wenn Du Fragen dazu hast, wie Du Dir am besten Hilfe organisierst, kannst Du mir auch gerne eine PM schreiben.

Wovor ich Dich nur warnen möchte ist, "das ganze nicht so ernst zu nehmen" oder herunterzuspielen und zu verdrängen. Denn dann würdest Du den gleichen Fehler wieder machen. Es geht um nicht weniger als um Dich, Dein Seelenheil und Dein Lebensglück. Und das ist schon ne verdammt ernstzunehmende Sache, oder?

Ich wünsche Dir eine erholsame Nacht und einen guten Schlaf, so dass Du vielleicht morgen schon fit genug bist, diese neue Herausforderung, zu Dir selbst zu finden, in die Hand nehmen kannst.

R.

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25. Juni 2007 um 20:04

Lass Dir von einem Therapeuten helfen
Hallo Emma,
ich bin gerade ungewollt schwanger und habe nächsten Montag Termin zur Abtreibung, ich mache mir jetzt schon Gedanken falls ich es mache wie ich damit fertig werden kann. Meine Freundin hatte mir schon mal zur Prophylaxe Anti-Depressiva geraten die ich aber ablehne. Würde Dir empfehlen zu einem bzw. einer Psychotherapeutin zu gehen. Was anderes fällt mir da leider auch nicht ein, was dir sonst irgendwie helfen könnte.

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