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Ich freu mich, aber er macht es mir so schwer!!

9. April 2009 um 21:29

Hallo!

Hatte schon mal einigen Tagen gepostet! Seit dem haben sich die Dinde etwas geändert! Also ich bin ungeplant, rotz Verhütung. schwanger geworden! Der Vater will es nicht! Einen Tag nach dem ich es ihm gesagt habe, habe ich die Beziehung beendet! (allerdings aus anderen Gründen)...

Nun ist es so, ich freue mich und will das Kind! Es ist zwar nich grad alles perfekt und wird nich einfach! Ich mache noch ne Ausbildung und muss nächstes Jahr meine Prüfung ablegen! Kann ich nicht unterbrechen, da es kein Nachfolgelehrgang gibt! Ist eine Privatschule und berufsbegleiten! Das heißt ich gehe noch Teilzeitarbeiten, als Erzieherin! Die Schule unterstützt mich, meine Arbeit steht hinter mir und auch meine Familie!
Soweit ist alles gut!

Und nun zu meinem Ex... Er ist total dagegen! Er fragt mich ob ich total bekloppt sei, jetzt nen Kind zu kriegen! Ich würde doch meine ganze Jugend wegschmeißen... (bin 22, er 23) Ich krieg nur zu hören er will kein Kind, er will kein Kind! Ich verstehe ihn ja auch! Ich weiß selber das nen Kind nicht nur alles Friede, Freude, Eierkuchen ist! Ich weiß das sich mein komplettes Leben ändert! Das ich nicht mehr so unbekümmert durch die Gegend düsen kann wie jetzt! Ich weiß das es ne riesen Verantwortung ist!!! Ich bin weiß gott kein partymensch oder nen druffmachen typ! Trotzdem verändert sich alles!
Ich weiß aber das ich das schaffen kann, gerade weil alle so hinter mir stehen... Aber mein Problem ist er:
er fleht mich an es wegzumachen zu lassen! Er bittet mich es ihm nicht anzu tun! Dabei verlang ich rein gar nichts von ihm! Gar nichts... Keine Vaterpflichten, kein Unterhalt , nichts... Einfach nur das er es akzeptiert! Was er aber nicht kann... Er kriegt nen Nervenzusammenbruch bei dem Gedanken daran Vater zu werden!!

Er sagt, dann kann er sich nen Strick nehmen und sowas alles! Aber ich verlange nichts von ihm! Ich kann ihm seine Ängste nicht nehmen! Ich weiß nicht was da hinter steckt... Er hat es nicht einfach (seine Mutter verloren als er 15 war, sein Vater beinnahe letztes Jahr) Er selber wollte auch Kinder haben, aber halt nicht jetzt! Ich mein, ich hab mir das ja auch nicht ausgesucht!! Es macht mich so unendlich traurig, das er so gegen etwas ist, was in unserer Beziehung entstanden ist! Mag ja sein das ich mich da täusche aber irgendwo war da ja auch mal Liebe im Spiel! Und alles was gegen das Kind geht geht auch gegen mich!! Er versteht nicht was eine Abtreibung für mich beeuten würde!! Ich arbeite in einer Kita, sehe jeden Tag Kinder und jeden Tag dieser Gedanke , ey da hätte meins wunderbar rein gepasst! Ich bin halt von natur aus nen "Muttertier"! Auch wenn ich mit der Situation ziemlich überfordert war!

Es würde mir besser gehen wenn er sagen würde, mach was tu willst- ich will damit nichts zu tun haben... Aber fleht mich regelrecht an, es wegmachen zu lassen! Und ich kann nicht nach voll ziehen warum! Eigentlich ist er ne sehr verantwortungsbewusste Person! Ich erkennne ihn zur zeit nicht wieder! Ein weiteres Problem ist das wir vom Dorf kommen! Wenn ich nen Kind kriege, weiß jeder gleich von wem das nur sein kann... Und ich denke dann würde ihn seine Familie in die Vaterrolle zwängen, wovor er so Angst hat!
Es ist hat alles so schwierig, ich fühle mich so als wenn ich ihn mit dem Kind bestrafe... Wenn ich abtreibe- dann für ihn! Dann würde ich ihn abgrundtief hassen... Sicher sagen jetzt viele, ich soll auf ihn scheißen! Aber ich hab halt kein gutes Gefühl dabei, wenn er so tut, als ob ich ihn bestrafe!! Ersagt mir mit Tränen in den Augen ich solle ihm das nicht antun!! Ich lieb ihn ja auch noch, er ist ja nicht nur der Vater meines Kindes...

Vielleicht wisst ihr Rat oder habt ähnliches erlebt! Irgendwo hoffe ich noch das er sich besinnt! Nicht zu mir, aber zu seinem Kind!!

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10. April 2009 um 1:58


"Er sagt, dann kann er sich nen Strick nehmen und sowas alles!"

Hat er auch schon gesagt "Du ruinierst mein Leben!" ??? Das sind scheinbar Standardsprüche, die man von Männern dieser Art zu hören bekommt. Der Vater meines Kindes hat mir zwar nicht mit dem Selbstmord gedroht, aber das habe ich schon von mehreren andere Frauen in ähnlicher Situation gehört. Lass' dich davon nicht beirren.

Ich bin durch eine ganz ähnliche Geschichte durch, allerdings hat er mich verlassen, nicht ich ihn. Er wollte die Abtreibung, ich habe mich nicht beirren lassen, aber ich weiß, wie hart es ist, diese Forderung im Raum stehen zu haben und dadurch verunsichert zu werden. Aber lass' dich nicht abbringen, wenn du es willst und dir zutraust, alleinerziehend zu sein. In ein paar Monaten greifst du dir an den Kopf und sagst dir - Mann, wäre ich dumm gewesen, für jemanden wie ihn das Kind abtreiben zu lassen, er wäre es gar nicht wert gewesen.

Mein Ex hat mir in den letzten Monaten einiges an Problemen zwischen die Füße geworfen, was mir sie Schwangerschaft sehr vermiest hat und es mir schwer gemacht hat, die Schwangerschaft richtig anzunehmen. Ich empfand immer wieder, als wäre es ein "verbotenes Kind", weil er es nicht wollte und ich es aber trotzdem bekomme, weil er sich nicht dagegen wehren konnte. Ich dachte, ich darf es eigentlich nicht haben, es gehört mir nicht, weil er dagegen ist. Es kann schon sein, dass du noch durch einige solcher Phasen gehen wirst, aber du wirst an einen Punkt kommen, an dem du dir sagst - ich bin soooo froh, dass ich mich für das Kind entschieden habe, es ist MEIN Kind, und ich werde wie eine Löwin für es kämpfen.

Mein Ex ging auch durch verschiedene Phasen - Ignoranz, Resignation, Gehässigkeit, Machoverhalten etc. Wir sind in den letzten zwei Monaten langsam etwas mehr auf einen Nenner gekommen, er akzeptiert jetzt etwas mehr, dass er Vater von unserem Kind wird, er freut sich irgendwo wohl sogar mittlerweile darauf. Aber jetzt bin ICH eben so, dass ich mir sage - ich brauche jetzt mal eine ganze Portion Abstand, ich will ein neues Leben aufbauen, vergessen, was passiert ist. Ich werde nächste Woche ein bisschen weiter wegziehen. Und jetzt steht er auf den Barrikaden, sagt, ich würde ihm durch den Umzug das Kind entziehen etc.

Ich hab' mich die Tage wirklich gefragt - wieso HÖRST du dir diesen Mist von ihm eigentlich an? Hat er dir zugehört, als du unter dem gelitten hast, was er dir angetan hat? Er weiß bis heute scheinbar nicht, wie hart das für mich war.

So ändern sich die Zeiten manchmal. Du musst jetzt einfach nur stark sein und die erste Etappe hinter dich bringen, um in die nächste Phase einzusteigen. Das Härteste ist wohl erst einmal die Zeit der Abtreibungsforderung, aber nach der 12. Woche ist die ja denn vorbei. Dann geht es in eine weitere Phase, in der er dich vielleicht mit Ignoranz oder Resignation straft. Im Endeffekt wird er vielleicht aber auch zu dir kommen und doch etwas von dem Kind wissen wollen. Man muss es nur durchhalten und schauen...

Ich wünsche dir jedenfalls alles Gute. Ich bin auch noch nicht über dem Berg, leide noch ein Stück weit, weil ich ihn eben geliebt habe und mir nicht gewünscht hätte, meinem Kind keine Familie bieten zu können. Das trifft mich, aber ich bin optimistisch, dass ich mit meiner Kleinen ein tolles Team bilden werde, und darauf kann man sich dann auch freuen, wenn das Schlimmste überstanden ist. Das wird einem niemand einfach so nehmen können, und der Vater schneidet sich nur selbst ins Fleisch, wenn er es wegwirft.

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10. April 2009 um 18:19

Reitara86
Hallo Reitara86,
Du freust Dich auf dieses Kind, dann bekomme dieses Kind. Denn wenn er Dich jetzt anfleht, das Kind wegmachen zu lassen, dann stehst Du vermutlich auch mit den körperlichen und psychischen Folgen alleine da. (vor-abtreibung.de, Knopf Risko) Für Dich würde es zu einer Verlusterfahrung. Männer meinen tatsächlich häufig,ein Eingriff und die Probleme sind gelöst. Und sie vergessen dabei, daß Mutter und Kind eine unbeschreibliche Einheit sind, und daß für die Mutter, dadurch ihr ganzes Leben auf den Kopf gestellt werden kann. Du bist ein Muttertier, und es geht um Dich. Denn es ist Dein Kind, und es wächst in Dir heran. Und es ist tatsächlich so, wie Du es sagst, Dein Kind ist ein Teil von Dir. Und wer das Kind ablehnt, lehnt damit auch Dich ab. Ich habe den Verdacht, daß sei Drängen nicht so selbstlos ist, wie er es hinstellt. Es geht ihm in Wirklichkeit nicht um Dich. Sondern um seine Ehre im Dorf und villeicht auch noch ein paar Kröten im Monat. Aber den Schuh mußt Du Dir nicht anziehen. Zu einer Zeugung gehören immer 2 Menschen, und aus dieser Verantwortung kann er sich nicht hinausschleichen. Ich würde an Deiner Stelle nicht auf seine finanzielle Unterstützung verzichten. Sie steht Dir zu, und täte Dir bestimmt auch gut. Du kannst sie über das Jugendamt von ihm einfordern.
Es lohnt sich nicht etwas gegen seine eigene Grundüberzeugung, für einen anderen zu tun. Ein Kind auf die Welt zu bringen, hat nicht damit zu tun, einen Mann zu bestrafen. Für ihn wird sich das wenigste ändern. Aber für dein Kind würde es bedeuten, sich nie selbst und die verschiedenen Facetten des Lebens kennenzulernen.
Es kann nicht um den Willen Deines Freundes gehen. Sondern um Dich und Dein Kind. Und es ist gut, daß die Schule und Deine Familie hinter Dir steht. Es gibt einen Satz der heißt:"Einen Partner reißt man sich von der Seite, ein Kind mitten aus dem Herzen.
Wenn ich Deine Zeilen so lese werde ich das Gefühl nicht los, daß er Dich übel unter Druck setzt. Und dazu hat er kein Recht. Setz ihn vor die Türe, er ist Dein nicht wert.
Wenn Du mal mit jemand über die ganze Situation reden magst, kannst Du Dich bei invitare-stifung.de melden.
LG Itemba

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