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Ich bin 16 und schwanger.

5. Februar 2009 um 21:54

Hallo,

Ich bin 16 und in der 6ten Woche schwanger. Eigentlich habe ich mich schon entschieden abzutreiben, da ich noch zu Schule gehe und mich meine Eltern nicht unterstützen würden, geschweigedenn der Vater des Kindes, der sich für nichts verantwortlich fühlt und mir die Schuld gibt. Passiert ist das weil uns beim Sex das Kondom geplatzt ist. Ich bin nicht mit ihm in einer Beziehung und er würde sich nicht um das Kind kümmern und nicht dazu stehen. Ich möchte nicht das mein Kind später ein schlechtes Leben hat nur weil ich eine falsche Entscheidung getroffen habe. Und ich weiß ich würde meinem Kind nichts bieten können, es wird nicht einmal einen Vater haben. Das was gegen eine Abtreibung spricht ist der Gedanke, dass ich ein Kind töte, MEIN Kind. Wenn ich mir vorstelle das meine Mutter mich abgetrieben hätte, ist das natürlich kein schöner Gedanke. Und ich finde jeder hat das recht auf leben verdient. Dazu kommt noch das ich mir denke wer die Verantwortung für sexuelle praktiken übernehmen kann sollte auch mit den kosequenzen rechnen und für sie Verantwortung übernehmen. Aber ich möchte nicht das mein Kind die Strafe für einen Fehler seiner Mutter ist und deswegen ein schlechtes Leben hat. Auch habe ich Verständnis für Paare die keiner Kinder bekommen können und ein Kind, welches sie adoptieren könnten gut behandeln würden und sich total darüber freuen. Aber ich weiß das wenn ich das Kind austragen würde könnte ich es danach nicht mehr weggeben. weil es 9 Monate standig bei mir hatte und gemerkt habe wie es von mir in mir mit mir lebt, was ich jetzt noch nicht spüre. Und dann würde es dieses schlechte Leben haben. Bitte helft mir, was soll ich tuhen, wenn ihr mir ratet es zu behalten dann bitte mit guten Gründen und hilfen wie ich damit klarkommen soll. Ich bin selber noch ein Kind. Und macht mir keine Vorwürfe. Ich habe damit Probleme genug und so eine Entscheidung zu treffen ist so ziemlich das schwerste für mich was es gibt. Ich freu mich über jede helfende Antwort.

Danke

cuppycake <3

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5. Februar 2009 um 22:25

Cuppycake4
Hallo, Cuppycake4,
Du hast Angst vor Vorwürfen. Diese wirst Du von mir nicht zu hören bekommen, denn ich weiß in was für einer elenden Situation Du Dich gerade befindest. Fühle Dich mal von mir gedrückt.
Du nennst eine Menge Gründe, die für das Kind sprechen:
- das, was in Dir heranwächst ist Dein Kind
- jeder hat das Recht auf Leben verdient, auch Dein Kind
- Du bist bereit dafür die Verantwortung zu übernehmen. Damit ist auch die Frage geklärt, ob Du Deinem Kind etwas bieten könntest: Verantwortung ist ein Zeichen von Liebe. Du könntest Deinem Kind eine liebende Mutter sein.Liebe ist eine Kraft die stark macht. Auch wenn die Umgebung zunächst auf Abwehrhaltung geht. Aber das "Ja" der Mutter zum Kind ist das Höchste gut. Bei Deinen Eltern ist noch nicht das letzte Wort gesprochen. Mir sind schon manche Eltern begegnet, die ihrer schwangeren Tochter erst große und böse Steine in den Weg gelegt haben, und als sie dann das Enkelchen zum 1. mal sahen, waren alle Vorwürfe vergessen und sie wurden zu großartigen Helfern.
Klar, die Zeit bis dahin mußt Du irgendwie auch überstehen! Kannst Du Dir ein Leben in einem Mutter-Kind-Haus vorstellen? Je nach Haus werden da unterschiedliche Hilfen angeboten, auch Kinderbdetreuung während der Schul- und Hausaufgabenzeit. Somit könntest Du Schule oder/und Ausbildung fertig machen
- Eine Abtreibung kann für Dich zu einer Verlusterfahrung werden ( vor-abtreibung.de;Knopf Risiko), die Jahre Deines Lebens verändern kann.
- Eine Abtreibung würde Deinem Kind die Möglichkeit nehmen, das Leben kennenzulernen. Auch wenn es vielleicht kein perfektes Leben ist. Aber wer von uns hatte das perfekte Leben. Vermutlich niemand, und trotzdem genießen wir es in vollen Zügen.

Du hast Angst weil Du noch selbst ein halbes Kind bist. Kopf hoch, auch junge Mütter haben ihre Vorteile. Und an dieser Aufgabe könntest Du wachsen und reifen. Ich denke mit etwas Hilfe wäre dies möglich, Du kannst Dich mal bei profemina.de melden um gemeinsam nach einem Weg für Dich mit Kind zu suchen. Denn Du hättest Deinem Kind gegenüber immerhin 16 Jahre Vorsprung.
Du spürst daß eine Adoption für Dich ein schlechtes Leben bedeuten würde. Aber dann gehe ich auch nicht davon aus, daß Du mit einer Abtreibung zurecht kommen würdest.
Laß Dich von der erdrückenden Situation jetzt nicht entmutigen. Denn es ist eine Bestandaufnahme des Jetzt. Aber das Leben ist wie ein Film, es geht weiter und Situationen und Begebenheiten ändern sich.
Ich hoffe ich konnte Dir ein bißchen weiterhelfen - laß mal wieder was von Dir hören.
LG Itemba

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5. Februar 2009 um 23:40

HI
Das ist schon echt ne schwieriege entscheidung und keiner kann sie dir abnehmen.Ich kann dir nur soviel sagen ich habe meinen sohn auch mit 16 bekommen bin mittlerweile 24 und ich habe es keine sekunde bereut,mit dem vater des kindes bin ich auch nicht mehr zusammen gut er kümmert sich noch aber nicht redenswert.Ich hatte aber auch meine ganze familie hinter mir stehen die mir sehr geholfen haben denn mit 16 ein kind zu bekommen ist nicht leicht,weil eigentlich ist man selbst noch ein kind und das leben erst richtig anfängt,aber ganz ehrlich mir hat es an nix gefehlt.
Ich denke auch das deine eltern vllt jetzt noch sagen sie unterstützen dich nicht aber wenn sie erst mal deine schwangerschaft mit bekommen und du dann dein baby zu welt bringst werden sie ein ganz anderes gefühl bekommen das ist bei vielen so.Und wie sieht es eigentlich mit schule bei dir aus bist du noch dabei?? oder schon fertig?falls ja und du willst ausbildung machen es gibt so viele kindergarten mit familiengruppen wo du dein baby hin bringen kannst oder das jugendamt stellt dir ne tagesmutter.Ich will dir da jetzt auch nicht rein reden nur ich denke ich kann da viel zu sagen da ich selbst mit 16 mutter geworden bin.Aber wenn du für dich entscheidest einen abruch zu machen weil du denkst es ist das richtige dann mach es aber du es danach auch noch so fühlst kann dir keiner sagen.Falls du fragen hast kannst du jederzeit wieder schreiben.Lebst du noch zuhause??? ich denke mal ja Hast du du es deinen Eltern überhaupt schon gesagt???Ich denke mal das wäer der erste schritt um überhaupt zu wissen wie sie denken halt mich auf den laufenden
Ganz Lieben Gruss Tamina

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6. Februar 2009 um 7:06

Du bist echt mutig
weil du nicht einfach die Augen zukneifst und sagst: Nur schnell weg damit !

Du machst dir Gedanken über dein Kind und zeigst damit schon mehr Verantwortung als manch ältere Frau, die nur auf ihre Umgebung hört, statt sich mal auf sich selbst zu besinnen. In meinen Augen bist du damit verstandsmäßig schon wesentlich älter als 16 Jahre und warum sollte dir irgendwer hier Vorwürfe machen, nur weil du nicht einfach den leichtestens Weg gehen willst, sondern erst mal abklären, ob er auch für dich der richtige ist?

So wie du schreibst liebst du dein Kind jetzt schon und machst dir sogar Gedanken darum, was es in Zukunft empfinden oder denken könnte, es lebt in deinen Gedanken schon, es spricht mit dir und du antwortest auf Fragen, die es in real noch nicht gestellt hat und vielleicht nie stellen wird.

Kein einziges Kind auf der Welt ist der Meinung, daß die Eltern immer alles richtig machen oder gemacht haben, oder? Jeder kommt irgendwann an den Punkt wo er den Eltern mehr oder weniger deutlich sagt, was er gut oder schlecht an der Erziehung fand und was derjenige selbst bei seinen Kindern nicht machen will. Dadurch haben die Eltern aber nicht schlecht erzogen, sondern einfach nur anders als es das Kind würde - jeder lebt und wächst mit seinen Aufgaben und Möglichkeiten und man lernt ein Leben lang.

Du bist schlau genug, dir Gedanken zu machen, daher denke ich du schaffst auch noch einen Schritt weiter zu gehen und dir Infos zu beschaffen, welche Möglichkeiten sich dir auftun. Viele Organisationen bieten ein Haus des Lebens (wie bereits erwähnt) an, wo junge Frauen ihre Kinder austragen, zur Welt bringen und einige Zeit auch aufziehen können. In manchen Häusern kannst du "nebenbei" sogar noch eine Ausbildung machen, damit du später mit dem Kind nicht ohne Einkommen dastehst.

Heutzutage git es so viele "uneheliche" Kinder, meinst du da echt, daß gerade dein Kind darunter wird leiden müssen? Ich denke nicht - denn solang du es so erziehst , daß es so wird wie du es jetzt schon bist, wird es immer wissen, wie es sich zu eventuellen Sprüchen die kommen äußern kann.

Du machst auf mich einen sehr überlegten und starken Eindruck, egal was andere sagen oder schreiben, ICH bin überzeugt davon, wenn es jemand schaffen kann, dann du !
LG Nicci

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7. Februar 2009 um 3:52


Verzwickte Lage! Du bist erst in der 6. Woche, bitte nutze den Rest der Zeit dir alles genau zu überlegen.
Ein Kind mit 16 ohne Unterstützung aufzuziehen wird schwierig werden. Aber bist du dir sicher, dass deine Eltern nicht zu dir stehen?Dein Freund bzw. seine Eltern werden wohl oder übel zahlen müssen. Aber du brauchst noch jemanden, der dir hilft deine Ausbildung zu beenden. Mach dich mal schlau, ob es diesbezügliche Organisationen gibt.
Auch die Möglichkeit einer Adoption würde ich nicht so schnell vom Tisch fegen. Erkundige dich doch, wie eine offene Adoption vor sich geht. Ich persönlich könnte besser damit leben, dass mein Kind lebt, zwar nicht bei mir ist, aber lebt. Als damit, dass ich ihm die Möglichkeit zu leben genommen habe.
Eine Abtreibung ist sicher nicht der einfachere Weg. Es ist kurzfristig die einfachste Lösung alles ungeschehen zu machen, aber es wird dich immer begleiten und die Frage was wäre wenn ich es doch behalten hätte, wird da sein.
Mein Rat ist eifach: organisiere dir deine Unterstützung! Rede mit Lehrern, Ärzten, Freunden, Eltern usw.
Hoffentlich hilft man dir, ich drücke dir ganz fest beide Daumen. Ein Kind ist nämlich was ganz schönes,
lg
d

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