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... ich bereue es zutiefst ...

1. März 2011 um 11:01

Ich habe gestern mein Kind abgetrieben...
und obwohl ich immer gegen Abtreibung war, hab ich gegen meine eingenen Prinzipien verstoßen..
Ich merke, dass ich mit all dem Hass, den Schuldgefühlen, der Trauer und der Verzweiflung nicht leben kann...
Wie ich nach der Abtreibung in mein Bett gebracht wurde hab ich eine halbe Stunde hysterisch geweint und herumgeschrien: Ich hab mein Kind ermordet und Ich will mein Kind zurück.. diese beiden Sätze hab ich ca. 200mal wiederholt...
Wie seit ihr mit einer Abtreibung umgegangen...??
Kommt man jemals über diesen Schmerz hinweg.. ???
Ich glaub nicht, dass ich jemals in der Lage sein werde, damit klarzukommen....

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1. März 2011 um 11:07

Frage....
... was waren die Gründe für den Abbruch?

Vielleicht hilft es dir, wenn du sie hier nennen kannst. Damit es dir langsam klar wird warum du dich für den Abbruch entschieden hast.

Wenn man solche feste Prinzipien hat, ist so ein Abbruch schwer zu bewältigen.

Fühl dich gedrückt. Liebe Grüße!

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1. März 2011 um 11:12
In Antwort auf schleckschnute

Frage....
... was waren die Gründe für den Abbruch?

Vielleicht hilft es dir, wenn du sie hier nennen kannst. Damit es dir langsam klar wird warum du dich für den Abbruch entschieden hast.

Wenn man solche feste Prinzipien hat, ist so ein Abbruch schwer zu bewältigen.

Fühl dich gedrückt. Liebe Grüße!

...Finanzen...
Ich hab lang und ausgiebig mit meinem Freund diskutiert...
Ich habe bereits eine wundervolle Tochter die im April 2 Jahre wird...
Mein Freund ist 20 und im Moment im dritten Lehrjahr und danach muss er Bundesheer machen... und wenn ich dann in Karenz bin.. wäre das Finanziell ein absolutes Chaos! Ich möchte wenn ich Kinder hab, ihnen auch etwas bieten können... und wenn ich es bekommen hätte, hätten wir vermutlich immer schauen müssen wie wir den nächsten Tag über die Runden kommen...
Dennoch hab ich oft Moment in denen ich an meiner gestrigen Entscheidung zweifel...
Ich weiß nicht ob ich es rückgängig machen würde wenn ich könnte...
Es fehlt mir soooo sehr...

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1. März 2011 um 11:43

Hallo,
Du hast gerade eine traumatische Erfahrung gemacht. Nun schreibst Du Deine Gedanken und Gefühle nieder und hältst Ausschau nach Hilfe. Sich mitzuteilen kann ja schon ein wenig Erleichterung bringen. Aber wenn die Gedanken kreisen, findet man oft nicht mehr alleine raus aus des Gefühlschaos. Du bist schon Mutter und hast Dich zu diesem Schritt entschieden, weil Ihr nicht wußtet, wie es sonst gehen sollte. Schade! Wie geht es Deinem Freund jetzt? Könnt Ihr gut mit einander reden? Hast Du jemanden in Deinem persönlichen Umfeld, dem Du Dich anzuvertrauen kannst?. Vielleicht gibt es ja eine Selbsthilfegruppe in Deiner Nähe. Hast Du schon mal Hilfen nach Schwangerschaftsabbruch gegoogelt? Es gibt Organisationen die Dich gerne begleiten auf dem Weg durch die Trauer und Dir helfen, den Schmerz aufzuarbeiten, damit es wieder hell werden kann in Deinem Leben. Eine persönliche Krise durchzustehen, kostet viel Kraft. Da tut es gut, mit seinem Problem nicht alleine zu bleiben. Du kannst mir auch gerne eine PN schreiben, und ich lasse Dir konkret Tips zukommen, wo Du Dich hinwenden könntest. Viel Puste für Deine Kleine und dass Du eines Tages wieder Frieden findest in Deinem Herzen wünscht Dir Jakutia.

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1. März 2011 um 11:48
In Antwort auf reetta_12339923

...Finanzen...
Ich hab lang und ausgiebig mit meinem Freund diskutiert...
Ich habe bereits eine wundervolle Tochter die im April 2 Jahre wird...
Mein Freund ist 20 und im Moment im dritten Lehrjahr und danach muss er Bundesheer machen... und wenn ich dann in Karenz bin.. wäre das Finanziell ein absolutes Chaos! Ich möchte wenn ich Kinder hab, ihnen auch etwas bieten können... und wenn ich es bekommen hätte, hätten wir vermutlich immer schauen müssen wie wir den nächsten Tag über die Runden kommen...
Dennoch hab ich oft Moment in denen ich an meiner gestrigen Entscheidung zweifel...
Ich weiß nicht ob ich es rückgängig machen würde wenn ich könnte...
Es fehlt mir soooo sehr...

Versuche später...
... es dir doch nochmal ganz klar vorzustellen, wie es wäre wenn du es bekommen hättest und sich alle deine Ängste bewahrheitet hätten.

Dass du gefühlsmäßig nun total durch den Wind bist und es sogar bereust und rückgängig machen willst ist nicht unnormal. Schließlich bist du ja ein Mensch der mehr als Prinzipien hat, nämlich auch Gefühle und Gedanken.

Vielleicht kannst du eine Kerze anzünden oder ein Brief schreiben und dich irgendwie verabschieden.

Wer schaut gerade nach deiner Kleinen? Hast du jemanden?

Liebe Grüße

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1. März 2011 um 11:52

So blöd es klingt
.... aber ein Punkt ist- es war ERST gestern. So wie es klingt in Vollnarkose. Da ist es doch ersteinmal klar dass du einen totalen Schock und eine Verlusterfahrung hast.

Zudem fallen jetzt noch deine Schwangerschaftshormone ab.

Bei mir wars zwei Tage danach auch schlimm. Aber dann ging es wieder.
Dass du nicht aufwachst und sagt:"Toll und jetzt Hallihallo- spricht doch eher für dich."

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1. März 2011 um 22:03

Levi2802
Hallo Levi2802,
Du hast gestern einen Schwangerschaftsabbruch hinter Dich gebracht- und bereust es nun zutiefst. Fühle Dich ganz sanft von mir gedrückt. Du weißt nun nicht wie Du mit dieser Lage zurechtkommen kannst. Gerne darfst Du Dich bei ausweg-pforzheim.de melden, die sind einfühlsam und fit. Bleibe mit Deiner Not nicht alleine.
LG Itemba

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1. März 2011 um 23:55

Es wird wieder bergauf gehen
Die Abtreibung hat sicher dein Leben für immer verändert aber nicht unbedingt zerstört.
Ich habe selbst noch nicht abgetrieben, mich aber sehr mit dem Thema beschäftigt und mit einigen Frauen gesprochen, die abgerieben haben.
Vielen ging es nach der Abtreibung schlechter als vorher. Nach einiger Zeit, offenen Gesprächen und oft auch einer Psychotherapie sind sie aber wieder auf die Beine gekommen.
Es gibt einen Fachausdruck für das, was du gerade durchmachst - Post abortion syndrom.
Leider ist diese Erkrankung noch nicht in den ICD-10 aufgenommen.Du findest aber viele Artikel darüber im Internet und es gibt auch offizielle Studien z.B vom Elliot Institut in den USA .
Ich wünsche dir sehr, dass du Menschen findest, die dich verstehen, ohne dich zu verurteilen, die aber trotzdem die Gefühle die du gerade durchmachst ernst nehmen.
Vielleicht findest du einen Weg dich von deinem Kind zu verabschieden z.B indem du ihm einem Brief schreibst .
Fühl dich in den Arm genommen.

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2. März 2011 um 9:02

Hmmm...
...ich wünsche dir Kraft, es durchzustehen. Las dir Zeit.

Ich hatte in meinem Leben 2 Abbrüche (und bevor jemand fragt: da lagen viele Jahre dazwischen, ein Kind habe ich auch dazwischen bekommen) und hatte solche Schwierigkeiten nicht. Aber ich war mir auch sicher, dass es das richtige ist und es war kein Hauch eines Zweifels dabei.

Vielleich versuchst du dir immer wieder in den Fokus zu rücken, was dich dazu bewogen hat und das genau das der Grund war, so zu Entscheiden. Und es hatte ja einen guten Grund.

Die Umstellung der Hormone dauert ja auch noch 2-3 Wochen und das macht auch viel aus.

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2. März 2011 um 9:36
In Antwort auf jackie_12277674

Hallo,
Du hast gerade eine traumatische Erfahrung gemacht. Nun schreibst Du Deine Gedanken und Gefühle nieder und hältst Ausschau nach Hilfe. Sich mitzuteilen kann ja schon ein wenig Erleichterung bringen. Aber wenn die Gedanken kreisen, findet man oft nicht mehr alleine raus aus des Gefühlschaos. Du bist schon Mutter und hast Dich zu diesem Schritt entschieden, weil Ihr nicht wußtet, wie es sonst gehen sollte. Schade! Wie geht es Deinem Freund jetzt? Könnt Ihr gut mit einander reden? Hast Du jemanden in Deinem persönlichen Umfeld, dem Du Dich anzuvertrauen kannst?. Vielleicht gibt es ja eine Selbsthilfegruppe in Deiner Nähe. Hast Du schon mal Hilfen nach Schwangerschaftsabbruch gegoogelt? Es gibt Organisationen die Dich gerne begleiten auf dem Weg durch die Trauer und Dir helfen, den Schmerz aufzuarbeiten, damit es wieder hell werden kann in Deinem Leben. Eine persönliche Krise durchzustehen, kostet viel Kraft. Da tut es gut, mit seinem Problem nicht alleine zu bleiben. Du kannst mir auch gerne eine PN schreiben, und ich lasse Dir konkret Tips zukommen, wo Du Dich hinwenden könntest. Viel Puste für Deine Kleine und dass Du eines Tages wieder Frieden findest in Deinem Herzen wünscht Dir Jakutia.

Naja
Mein Freund geht mit der ganzen Sache leichter um... Er meint, dass es noch nicht der richtige Zeitpunkt war... womit er ja nicht unrecht hat...
Aber ich versuche es zu vermeiden mit ihm ständig darüber zu reden, da ich ihm nicht auf die Nerven gehen will... ich bin bereits seit ca. einem dreiviertel Jahr in psychologischer Betreuung...
Es wird von Tag zu Tag schwerer für mich...
Dieser ganz Hass, mir selbst gegenüber bringt mich um...
Am Montag ist nicht nur mein Kind gestorben... sondern auch ein riesen Teil von mir....

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2. März 2011 um 9:40

...
Ich habe irgendwo versucht mir diese Gründe immer und immer wieder einzureden... und sie sind in meinen Augen ja auch driftig... aber dafür mein das Leben meines Kindes zu nehmen... Ich habe recht schnell einen Termin für den Abbruch bekommen und somit nicht wirklich realisiert, dass ich jetzt mein Kind aus meinem Leben verbann... für immer.....

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2. März 2011 um 9:43
In Antwort auf schleckschnute

Versuche später...
... es dir doch nochmal ganz klar vorzustellen, wie es wäre wenn du es bekommen hättest und sich alle deine Ängste bewahrheitet hätten.

Dass du gefühlsmäßig nun total durch den Wind bist und es sogar bereust und rückgängig machen willst ist nicht unnormal. Schließlich bist du ja ein Mensch der mehr als Prinzipien hat, nämlich auch Gefühle und Gedanken.

Vielleicht kannst du eine Kerze anzünden oder ein Brief schreiben und dich irgendwie verabschieden.

Wer schaut gerade nach deiner Kleinen? Hast du jemanden?

Liebe Grüße

Abschied
Das alles habe ich bereits getan.. ich habe einen vierseitigen "Abschiedsbrief" an mein Kind geschrieben... dazu eine Kerze angezunden und stundenlang geweint...
Naja Tagsüber is meine Tochter in der Kinderstube wenn ich arbeiten bin und danach hol ich sie ab...
Ich weiß, dass es erst 2 Tage her ist.. aber der Hass und die Wut auf mich selbst wächst von Tag zu Tag immer mehr!!

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2. März 2011 um 10:13
In Antwort auf reetta_12339923

Abschied
Das alles habe ich bereits getan.. ich habe einen vierseitigen "Abschiedsbrief" an mein Kind geschrieben... dazu eine Kerze angezunden und stundenlang geweint...
Naja Tagsüber is meine Tochter in der Kinderstube wenn ich arbeiten bin und danach hol ich sie ab...
Ich weiß, dass es erst 2 Tage her ist.. aber der Hass und die Wut auf mich selbst wächst von Tag zu Tag immer mehr!!

Wow
... habe ich das richtig gelesen? Du hast geschrieben:
ja Tagsüber is meine Tochter in der Kinderstube wenn ich arbeiten bin und danach hol ich sie ab...

Ich hoffe doch sehr, dass du die Tage nach dem Eingriff nicht arbeiten musst und dich nicht so sehr um alles kümmern musst. Hast du keinen der dir hilft?

Da kommen mir ja die Tränen wenn ich mir das vorstelle.

Bist du krank geschrieben? Hast du irgendwelche Unterstützung im Haushalt und beim Kind?
Die brauchst du jetzt nämlich.

Du hörst dich nämlich irgendwie total "alleinegelassen" an.

Ganz liebe Grüße.




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2. März 2011 um 10:48
In Antwort auf schleckschnute

Wow
... habe ich das richtig gelesen? Du hast geschrieben:
ja Tagsüber is meine Tochter in der Kinderstube wenn ich arbeiten bin und danach hol ich sie ab...

Ich hoffe doch sehr, dass du die Tage nach dem Eingriff nicht arbeiten musst und dich nicht so sehr um alles kümmern musst. Hast du keinen der dir hilft?

Da kommen mir ja die Tränen wenn ich mir das vorstelle.

Bist du krank geschrieben? Hast du irgendwelche Unterstützung im Haushalt und beim Kind?
Die brauchst du jetzt nämlich.

Du hörst dich nämlich irgendwie total "alleinegelassen" an.

Ganz liebe Grüße.




Ja
Ja ich hatte am Montag den Eingriff und war ab Dienstag wieder arbeiten.. ich will nicht, dass das in der Arbeit wer mitbekommt...

Naja, ich steh um 5 auf, bring die Kleine in die Kinderstube, dann fahr ich nach Wien in die Arbeit, dann wieder heim, hol die Kleine, bin dann um sechs zu Hause, dann koch ich währendessen räumt mein Freund auf.... usw.

Nein bin nicht krank geschrieben....

Ich fühl mich auch total allein gelassen....

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2. März 2011 um 13:33
In Antwort auf reetta_12339923

Ja
Ja ich hatte am Montag den Eingriff und war ab Dienstag wieder arbeiten.. ich will nicht, dass das in der Arbeit wer mitbekommt...

Naja, ich steh um 5 auf, bring die Kleine in die Kinderstube, dann fahr ich nach Wien in die Arbeit, dann wieder heim, hol die Kleine, bin dann um sechs zu Hause, dann koch ich währendessen räumt mein Freund auf.... usw.

Nein bin nicht krank geschrieben....

Ich fühl mich auch total allein gelassen....

Und dann.... machst du dir Vorwürfe?
Was dir gerade passiert finde ich gelinde gesagt unmenschlich.
Und das nach einem Abbruch.
Wenn ich mich in deine Situation reinfühle (du stehst ja echt alleine da) und deinen Tagesablauf lese, kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen wie du das mit einem zweiten Kind momentan hättest schaffen können.

Dir ist glaube ich auch klar, dass du es mit dem zweiten Kind auch fast alleine hättest durchziehen müssen.
Auf die Finanzen scheint ihr ja auch echt angewiesen zu sein. Du arbeitest ja richtig mit.

Vielleicht hast du emotional nicht richtig gehandelt, wie du es empfindest. Aber von der Verantwortung her für dein Leben und dein Kind finde ich die Entscheidung nicht daneben. Ehrlich nicht.

Wie hätte die Alternative denn ausgesehen? Gedanken hast du dir ja gemacht.

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2. März 2011 um 13:43
In Antwort auf schleckschnute

Und dann.... machst du dir Vorwürfe?
Was dir gerade passiert finde ich gelinde gesagt unmenschlich.
Und das nach einem Abbruch.
Wenn ich mich in deine Situation reinfühle (du stehst ja echt alleine da) und deinen Tagesablauf lese, kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen wie du das mit einem zweiten Kind momentan hättest schaffen können.

Dir ist glaube ich auch klar, dass du es mit dem zweiten Kind auch fast alleine hättest durchziehen müssen.
Auf die Finanzen scheint ihr ja auch echt angewiesen zu sein. Du arbeitest ja richtig mit.

Vielleicht hast du emotional nicht richtig gehandelt, wie du es empfindest. Aber von der Verantwortung her für dein Leben und dein Kind finde ich die Entscheidung nicht daneben. Ehrlich nicht.

Wie hätte die Alternative denn ausgesehen? Gedanken hast du dir ja gemacht.

..Zukunft..
Naja, ich hätte es wie beim ersten Kind gemacht und wäre nach einem halben Jahr wieder Teilzeit arbeiten gegangen.. Finanziell geht es uns jetzt eh nicht sooo schlecht dass wir jeden Euro umdrehen müssen... aber ich möchte meinen Kindern halt ein schönes Leben bieten...
...Momentan versuche ich mir nicht Gedanken darüber zu machen wie es gewesen wäre...
denn das nimmt mich noch ziemlich mit...
Bin eh froh, dass ich gleich den nächsten Tag nach der Abtreibung wieder arbeiten war und nicht allein zu Hause mit meinen Gedanken verbringen musste...

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2. März 2011 um 14:06
In Antwort auf reetta_12339923

..Zukunft..
Naja, ich hätte es wie beim ersten Kind gemacht und wäre nach einem halben Jahr wieder Teilzeit arbeiten gegangen.. Finanziell geht es uns jetzt eh nicht sooo schlecht dass wir jeden Euro umdrehen müssen... aber ich möchte meinen Kindern halt ein schönes Leben bieten...
...Momentan versuche ich mir nicht Gedanken darüber zu machen wie es gewesen wäre...
denn das nimmt mich noch ziemlich mit...
Bin eh froh, dass ich gleich den nächsten Tag nach der Abtreibung wieder arbeiten war und nicht allein zu Hause mit meinen Gedanken verbringen musste...

Ablenkung...
...ist glaube ich nicht das schlechteste. Mein Sohn hatte sooo viel in der Schule zu tun und brauchte meine Hilfe. Das hat mir auch gut getan.
Wer mir jedoch sehr geholfen hat war meine Freundin. Das ist mehr wert als ein Mann.

Ich bin in einer sechsköpfigen Familie aufgewachsen. Ich weiss was es heisst wenig Geld zu haben. Das ist in der heutigen Zeit noch schwerer. So gesehen wären wir für die heutigen Verhältnisse arm. Wir hatten damals schon nix was andere hatten.
Da verstehe ich, dass man seinen Kindern einen gewissen Wohlstand bieten will.
Ein Kumpel, dessen Mutter ganz wenig Geld hatte meinte: Wenn man keine Kohle hat, sollte man sich auch keine Kinder anschaffen.
Man sieht- er hat sehr unter dem Fakt gelitten.

Hast du noch jemand ausser deinen Mann, der davon weiss- mit dem du reden kannst?
Ich denke, das Schreiben hier tut auch ein bisschen gut.

Liebe Grüße!

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2. März 2011 um 14:21
In Antwort auf schleckschnute

Ablenkung...
...ist glaube ich nicht das schlechteste. Mein Sohn hatte sooo viel in der Schule zu tun und brauchte meine Hilfe. Das hat mir auch gut getan.
Wer mir jedoch sehr geholfen hat war meine Freundin. Das ist mehr wert als ein Mann.

Ich bin in einer sechsköpfigen Familie aufgewachsen. Ich weiss was es heisst wenig Geld zu haben. Das ist in der heutigen Zeit noch schwerer. So gesehen wären wir für die heutigen Verhältnisse arm. Wir hatten damals schon nix was andere hatten.
Da verstehe ich, dass man seinen Kindern einen gewissen Wohlstand bieten will.
Ein Kumpel, dessen Mutter ganz wenig Geld hatte meinte: Wenn man keine Kohle hat, sollte man sich auch keine Kinder anschaffen.
Man sieht- er hat sehr unter dem Fakt gelitten.

Hast du noch jemand ausser deinen Mann, der davon weiss- mit dem du reden kannst?
Ich denke, das Schreiben hier tut auch ein bisschen gut.

Liebe Grüße!

...
Meine beste Freundin steht mir bei...
Aber es is schwer ihr mein ganzes Herz auszuschütten, da sie genau das umgekehrte Problem hat...
Sie wünscht sich Kinder kann aber nur schwer welche bekommen..
aber du hast recht, dieses Forum tut mir gut!!!!

liebe Grüße

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2. März 2011 um 20:53
In Antwort auf reetta_12339923

Naja
Mein Freund geht mit der ganzen Sache leichter um... Er meint, dass es noch nicht der richtige Zeitpunkt war... womit er ja nicht unrecht hat...
Aber ich versuche es zu vermeiden mit ihm ständig darüber zu reden, da ich ihm nicht auf die Nerven gehen will... ich bin bereits seit ca. einem dreiviertel Jahr in psychologischer Betreuung...
Es wird von Tag zu Tag schwerer für mich...
Dieser ganz Hass, mir selbst gegenüber bringt mich um...
Am Montag ist nicht nur mein Kind gestorben... sondern auch ein riesen Teil von mir....

Du sprichst
Mir aus der seele. Ich werde nie mehr ganz sein.. Bei mir ist es blad 3 jahre her und es geht mir so schlecht wie an dem einen tag.
Nur war es bei mir so, das mich meine familie dazu gezwungen har. Ich wollte es nie. Ich hab mich so auf das baby gefreut..

Ganz viel kraft wünshe ich dir!!

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2. März 2011 um 22:46
In Antwort auf reetta_12339923

...
Meine beste Freundin steht mir bei...
Aber es is schwer ihr mein ganzes Herz auszuschütten, da sie genau das umgekehrte Problem hat...
Sie wünscht sich Kinder kann aber nur schwer welche bekommen..
aber du hast recht, dieses Forum tut mir gut!!!!

liebe Grüße

Ich bereue zutiefst
Liebe Levi,
das, was du durchmachst ist schlimm. Leider geht es vielen Frauen so - und das vielleicht ein ganzes Leben lang. Ich kenne Frauen, die furchtbar darunter gelitten haben. Allerdings gibt es auch Hilfe. Es gibt Menschen, die schon vielen in einer solchen Situation geholfen haben, das Trauma nach der Abtreibung aufzuarbeiten und dir zu helfen, wieder eine Perspektive für dein Leben zu finden. Ganz speziell für Menschen wie dir gibt es ausweg-pforzheim.de.
Du darfst dich dort jederzeit melden. Man nimmt sich Zeit für dich, versteht dich und trauert mit dir um dein gestorbenes Kind. Versuche es dort einmal.
Liebe Grüße und ich wünsche dir eine gute Nacht.

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20. März 2011 um 0:15

....
ich sage mir selber immer das alles gut wird die menschen um mich herum sagen das alles auch immer... aber es wird einfach nichts besser es wird immer schlimmer.. ich habe mein kind im januar abgetrieben es ging alles so schnell es war der größte fehler den ich machen konnte ich träume jede nacht von meinem baby es tut sehr weh .. ich habe einen 2 jahre alten sohn und wenn ich ihn sehe bricht mir das herz ich erkenne mich selber nicht wieder in meinen handlungen.. ich hoffe aber das ich irgendwann einmal lernen werde mit dem schmerz umzugehen.. aber ich wünschte ich könnte die zeit zurück drehen ...

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20. März 2011 um 19:31
In Antwort auf lacey_11912510

....
ich sage mir selber immer das alles gut wird die menschen um mich herum sagen das alles auch immer... aber es wird einfach nichts besser es wird immer schlimmer.. ich habe mein kind im januar abgetrieben es ging alles so schnell es war der größte fehler den ich machen konnte ich träume jede nacht von meinem baby es tut sehr weh .. ich habe einen 2 jahre alten sohn und wenn ich ihn sehe bricht mir das herz ich erkenne mich selber nicht wieder in meinen handlungen.. ich hoffe aber das ich irgendwann einmal lernen werde mit dem schmerz umzugehen.. aber ich wünschte ich könnte die zeit zurück drehen ...

Serentdipty2103
Hallo Serendipity2103,
Du hast im Januar eine Abtreibung gehabt, und nun versteht Deine Umgebung nicht mehr was Du empfindest. Und das Schlimmste ist, dass Du mit Deiner Not alleine dastehst.
Wenn Du es lernen möchtest mit dem Schmerz umzugehen, rate ich Dir die Abtreibung aufzuarbeiten. Denn Du stehst mit Deinen Erfahrungen nicht alleine da. Gerne darfst Du Dich an ausweg-pforzheim.de wenden, die sind einfühlsam und fit. Sie werden Dich auf diesem schweren Weg begleiten. Damit Dein Weg irgendwann wieder hell und froh sein kann. Dies wird kein leichter Weg, aber ein lohnender Weg. Ein gebrochenes Herz kann sehr schmerzhaft sein. Lass Deine Tränen zu, denn Du hast eine Verlusterfahrung hinter Dir.
LG Itemba

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