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Hoffnungsloses Spermiogramm - und mein Mann steckt den Kopf in den Sand

2. November 2016 um 13:11 Letzte Antwort: 3. November 2016 um 20:48

Hallo Mädels,

gibt es hier Frauen, denen es ähnlich geht wie mir?

Mein Mann hat ein hoffnungsloses Spermiogramm ("Kryptozoospermie" - trotz Zink und Selen und all der Sachen, die der Urologe ihm geraten hat. Mehr als das Ergebnis mitzuteilen, hätte der Urologe wohl nicht gemacht 

Meine Frauenärztin sagte, dass es viele verschiedene Ursache für eine Unfruchtbarkeit gäbe. In manchen Fällen könnten Hormon-Kuren zum Baby verhelfen, in anderen OPs oder Kinderwunsch-Behandlungen - dazu bräuchte es aber erstmal eine gründliche Ursachenforschung. Aber davon will mein Mann NICHTS wissen. Er liest zwar Bücher von Autoren, die dank Kinderwunsch-Klinik Vater geworden sind, aber er selbst steckt den Kopf in den Sand und hofft auf ein Wunder... 

Ich hole Informationen und Adressen ein - und er schlägt mir alles aus der Hand! Er findet tausend Gründe, will keine Hormone, weil..., keine OP, weil..., keine Kinderwunsch-Klinik, weil..., keinen Spendersamen, weil..., keine Adoption, weil... 
Aber sobald ein Kinderwagen unseren Weg kreuzt, geht das Gejammer wieder los - wie unfair es doch sei, dass alle anderen Männer außer ihm Vater würden, selbst die, die gar keine Kinder wollten. Aber wenn ich mit ihm besprechen will, was es für Möglichkeiten gibt, über die er vielleicht doch noch Vater werden könnte, macht er nur die Playstation an und das Gespräch ist beendet 

Wie soll ich damit nur umgehen??? Ich kann das Gejammer nicht mehr hören! Und das er nichts tut, das stinkt mir langsam! Ich kriege langsam Phantasien, mich heimlich vom DHL-Boten schwängern zu lassen und meinem Mann dann zu erzählen, dass sein erhofftes Wunder eingetreten ist... 

Wie seid ihr denn mit so einem Mann umgegangen oder wie würdet ihr mit ihm umgehen?

eine ratlose Schokomurmel

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2. November 2016 um 14:20

Hallo.

Ich kenne so eine Geschichte aus dem Familienkreis. Da liegt es auch am Mann, dass die SS nicht eintritt. Aber sie hoffen auch auf das Wunder ohne Hilfe von Ärzten und Präparaten - und das seit 8 Jahren. Dennoch ist der Druck da und deswegen funktioniert es nicht.

Männer wollen nicht die Loser sein, weswegen es nicht klappt. Gerade die Fruchtbarkeit und Potenz ist für Männer seit je her der Sinn deren Lebens. Wir Frauen sind da anders und können es deshalb nicht verstehen.

Männer brauchen klare Ansagen. Ich würde ihm noch mal ganz bewusst machen - entweder er lässt nachhelfen oder er lässt es und hört dafür aber auch mit dem Gejammere auf.
Die zwei Möglichkeiten gibt es.

Denn auch, wenn man auf das Wunder hofft, muss man vom Wunsch abschalten können. Hat ja schon bei manchen Paaren geholfen. Also entweder kein Wort mehr über Nachwuchs oder nachhelfen lassen.

Wie stark ist der Wunsch bei dir?

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3. November 2016 um 14:23

Hallo Erdberrherz83,

danke für deine Antwort!

Wir warten auch schon seit mehreren Jahren vergeblich auf ein Baby. Mir geht langsam der Vorrat an blinder Hoffnung aus und ich hätte gern eine klare Entscheidung.

Meine Frauenärztin fragte ja vor einiger Zeit, warum wir uns nicht einfach auf die Kinderlosigkeit einstellen und auf Verhütung verzichten (was sollten wir auch verhüten...?) - damit hätte ein Wunder seine Chance, aber wir hätten keinen Druck mehr. Ich könnte mich schon auf ein Leben ohne Kind einstellen unter gewissen Voraussetzungen. Nur mein Mann halt so gar nicht.

Aber vielleicht reden mein Mann und ich wirklich total aneinander vorbei: er kann nicht verstehen, dass mich dieses hin und her zerreißt und ich kann sein spezielles Männer-Thema nicht verstehen 
Ich sollte ihn wohl mal fragen, was dieses Männerding so genau ist...

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3. November 2016 um 14:32

Nun ja...er kann nicht, will sich aber auch nicht mit den Konsequenzen auseinandersetzen. Dabei ist Kryptozoospermie nun wirklich kein absolutes Gehtnicht. Es geht nur wahrscheinlich nicht auf natürlichem Weg.

Was sind denn seine Gründe gegen eine Kinderwunschklinik. Erstmal wird da janur untersucht und dann wird das mögliche weitere Vorgehen besprochen... da passiert ja erstmal garnichts. Und meinem Mann hat das die Angst davor genommen.

Aber mein Mann brauchte auch erst eine klare Ansage von meiner Seite...und die braucht deiner auch. Ich finde er verhält sich da doch etwas bockig.
 

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3. November 2016 um 20:48

Dass vielleicht Angst der Grund für sein Verhalten ist, ist eine gute Idee! Vielleicht fürchtet er solche OPs, wie in den Büchern beschrieben wurden, die mein Mann gelesen hat. Impfungen oder Blutabnahmen sind ja auch so ein Reizthema für ihn.
Ich werde ihn mal ganz direkt fragen, wovor er sich fürchtet...  

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