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Hilfe Nackenfalte!

15. Juli 2008 um 23:32

Hallo Ihr Lieben,

ich habe heute meine Ergebnisse von meinem US der 20. Woche bekommen (wohne in Amerika...da macht ein Techniker den US und der ARzt sagt einem dann hinterher die Ergebnisse). Es wurden alle Organe, Knochen etc. vermessen und es kam heraus, dass alles im absoluten Normbereich liegt.

Allerdings ist die NAckenfalte bei 19+1 mit 5,8mm wohl am oberen Limit. Wir hatten in der 11. Woche damals die Nackenfaltenuntersuchung machen lassen (per US, kein Blut) und damals war sie mit 1mm am unteren Bereich, also super. Nun sind wir sehr irritiert...vor allem weil ich im Internet NICHTS darueber finden kann, wie dick sie in der 20. Woche normalerweise ueberhaupt ist. Auf allen deutschen Seiten steht, dass man den Wert nur zwischen der 11. und 14. Woche ermitteln kann. Wurde das bei Euch in der 20. Woche also gar nicht gemacht??

UNd weiss irgendjemand zufaellig eine Tabelle, wo man die Durchschnittswerte ablesen kann??

Meine Aerztin meinte, wir sollen uns mal keine Sorgen machen, da -- wenn tatsaechlich was nicht stimmt -- auch die anderen Werte abnormal gewesen waeren (also Niere, Herz oder so).

Grr...je mehr man misst, desto verrueckter wird man

Lieben Gruss nach Dtl.!

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16. Juli 2008 um 0:09

Heisst ja...
Trisomie21:
das Down-Syndrom, eine spezielle Genom-Mutation beim Menschen (wikipedia.de)

Man misst also die Nackenfalte immer in Verbindung mit der SSL !!! (Scheitel-Steiss-Länge) -in Deutschland- in der 11.-14. SSW und danach misst der FA ja sowieso immer den Oberschenkel sowie den Kopfdurchmesser des Babys und könnte da auch schon ausschliessen oder erkennen ob es Tisomie21-GEFÄHRDET ist oder nicht!!!
Wenn dort also keine Abnormalitäten gemessen wurden, würde ich mir absolut keine Sorgen machen!!
Eine Nackenfalte bei 19+1 zu messen ist mir nun schleierhaft?? Das ist zu spät! Weiss nich was die in den USA da machen?? Meine FA hatte mir gesagt, dass nach der 14. SSW ungefähr,...das die Nackenfalte da gar nicht mehr sichtbar ist!! Mit keiner Ultraschall-Maschine auf der Welt könnte man sie messen, da sie gar nicht mehr da ist...sie ist weitergewachsen/weggewachsen.....Deswegen muss das Zeitlimit 11.-14SSW eingehalten werden!

Ich weiss nun auch nicht wie alt du bist, aber eigendlich sollte man sich damit ja auch nur ein wenig mehr auseinandersetzen wenn die Schwanger im Alter über 35Jahre ist.
Weiterhin heisst das aber auch nicht, dass ALLE über 35Jährigen gefährdet sind! Es sollte auch hinterfragt werden, ob es das Down Syndrom in der Familie des Vaters oder der Mutter gibt; ob es andere Genetische Krankheiten in den beiden Familien gibt etc.....

Also mach dir da mal keine Sorgen! 19+1, Nackenfalte am oberen Limit...meiner Meinung nach Schwachsinn. Oder da wurde was falsch vom Arzt verstanden!
(Und wenn es denn so wäre...: obers Limit ist ok!! Es ist ja nicht drüber!!!)
also, keine Sorgen machen...die sollten dich damit auch gar nich so jeck machen die Amerikaner...tsssss

Schöne Schwangerschaft dir noch und alles liebe
butterflysmiles

p.s. hab das noch auf: www.wunschkinder.net gefunden

"DIE MESSUNG DER SOGENANNTEN "FETALEN NACKENFALTE"
Viele Frauenärzte und Frauenärztinnen messen heute per Ultraschall die Dicke der Hautfalte im Nacken des Embryos oder Feten, die sogenannte Nackentransparenz" (NT-Test). Das geschieht meist bei der ersten Ultraschall-Screeninguntersuchung , die frühestens in der 10., meist aber um die 12. Schwangerschaftswoche herum vorgesehen ist. Mit der Messung der Hautfalte kann man schon vorgeburtlich einen grossen Teil aller Kinder mit Down-Syndrom oder anderen Entwicklungsstörungen erkennen, weil bei diesen die Nackenfalte im Durchschnitt dicker ist. Manchmal ist ein mit Flüssigkeit gefüllter Zwischenraum zu sehen, eventuell blasig gekammert. Das bezeichnet man dann als Nackenblase", Nackenödem", Hygroma colli" oder die einfache Verdickung der Nackenfalte, wie im Mutterpass, als dorsonuchales Ödem".

Ab einer Dicke von 2,5 mm, spätestens ab 3 mm sollten je nach Schwangerschaftsalter gezielte weitere Untersuchungen erfolgen. Wenn sich kein Anhalt für eine Chromosomenstörung ergibt, sollte eine sehr eingehende Ultraschalluntersuchung um die 20. SSW und 30. SSW herum angeboten werden, möglichst mit einer Echokardiographie. Ob in jedem Fall eines Nackenödems eine Chromosomenuntersuchung durch Chorionbiopsie oder Plazentapunktion oder Amniozentese gerechtfertigt ist, sollte in einer spezialisierten Beratung besprochen werden. Neben Chromosomenanomalien können auch Infektionen, Herzfehler und andere Organfehlbildungen zu einer verdickten Nackenfalte führen.

Je dicker die Nackenfalte ist, umso häufiger wird dann bei diesen Untersuchungen auch eine Ursache gefunden. So ermöglicht die Messung der kindlichen Nackenfalte" um die 11. Schwangerschaftswoche herum ein bessere Risikoeinschätzung als die alleinige Berücksichtigung des Alters der Schwangeren. Beispiel: Das statistische Altersrisiko einer 30jährigen Schwangeren für die Geburt eines Kindes mit Down-Syndrom ist etwa 0,1 Prozent. Wird bei ihrem Kind eine Nackenfalte von 3 mm gemessen, erhöht sich dieses Risiko um das Dreifache auf 0,3 Prozent. Das ist immer noch nicht sehr hoch! Bei einer Dicke von 4 mm liegt es bei ca. 2 Prozent, bei 5 mm schon bei 3 Prozent. Berücksichtigt man alle anderen Entwicklungsstörungen, die mit einem Nackenödem einhergehen, besteht bei einem Ödem von 3,5 mm eine Wahrscheinlichkeit von 30 Prozent, dass bei dem Kind etwas nicht in Ordnung ist.

Also: Wird bei Ihrem Kind eine Verdickung der Nackenregion festgestellt, heisst das noch lange nicht, dass Ihr Kind nicht gesund ist. Es heisst nur, dass ein erhöhtes Risiko für eine Störung besteht. Eine verdickte Nackenfalte hat zum Glück in den meisten Fällen andere, häufig harmlose, Ursachen und bildet sich oft spontan innerhalb kurzer Zeit zurück. Deshalb wird sie im Englischen manchmal auch als Soft Marker" bezeichnet: eine kleinere Auffälligkeit, die zwar einen Verdacht ergibt, der abgeklärt werden sollte, aber noch lange keine Diagnose.

Aussagekräftiger wird die Untersuchung, wenn sie mit einer Blutuntersuchung im ersten Drittel der Schwangerschaft (Bestimmung von PAPP-A und freiem beta- HCG , evtl. zusätzlich unkonjugiertes Östriol und AFP) kombiniert wird. Ausserdem kann nach einer Studie der Arbeitsgruppe um Professor Nicolaides, London, aus dem Jahr 2001 auch das Fehlen oder Vorhandensein des kindlichen Nasenbeins in der 11.-13. SSW in das Ultraschallscreening einbezogen werden: Wir wissen heute, dass bei ungefähr zwei Drittel der Feten mit Trisomie 21 das Nasenbein fehlt."

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16. Juli 2008 um 0:21
In Antwort auf butterflysmiles

Heisst ja...
Trisomie21:
das Down-Syndrom, eine spezielle Genom-Mutation beim Menschen (wikipedia.de)

Man misst also die Nackenfalte immer in Verbindung mit der SSL !!! (Scheitel-Steiss-Länge) -in Deutschland- in der 11.-14. SSW und danach misst der FA ja sowieso immer den Oberschenkel sowie den Kopfdurchmesser des Babys und könnte da auch schon ausschliessen oder erkennen ob es Tisomie21-GEFÄHRDET ist oder nicht!!!
Wenn dort also keine Abnormalitäten gemessen wurden, würde ich mir absolut keine Sorgen machen!!
Eine Nackenfalte bei 19+1 zu messen ist mir nun schleierhaft?? Das ist zu spät! Weiss nich was die in den USA da machen?? Meine FA hatte mir gesagt, dass nach der 14. SSW ungefähr,...das die Nackenfalte da gar nicht mehr sichtbar ist!! Mit keiner Ultraschall-Maschine auf der Welt könnte man sie messen, da sie gar nicht mehr da ist...sie ist weitergewachsen/weggewachsen.....Deswegen muss das Zeitlimit 11.-14SSW eingehalten werden!

Ich weiss nun auch nicht wie alt du bist, aber eigendlich sollte man sich damit ja auch nur ein wenig mehr auseinandersetzen wenn die Schwanger im Alter über 35Jahre ist.
Weiterhin heisst das aber auch nicht, dass ALLE über 35Jährigen gefährdet sind! Es sollte auch hinterfragt werden, ob es das Down Syndrom in der Familie des Vaters oder der Mutter gibt; ob es andere Genetische Krankheiten in den beiden Familien gibt etc.....

Also mach dir da mal keine Sorgen! 19+1, Nackenfalte am oberen Limit...meiner Meinung nach Schwachsinn. Oder da wurde was falsch vom Arzt verstanden!
(Und wenn es denn so wäre...: obers Limit ist ok!! Es ist ja nicht drüber!!!)
also, keine Sorgen machen...die sollten dich damit auch gar nich so jeck machen die Amerikaner...tsssss

Schöne Schwangerschaft dir noch und alles liebe
butterflysmiles

p.s. hab das noch auf: www.wunschkinder.net gefunden

"DIE MESSUNG DER SOGENANNTEN "FETALEN NACKENFALTE"
Viele Frauenärzte und Frauenärztinnen messen heute per Ultraschall die Dicke der Hautfalte im Nacken des Embryos oder Feten, die sogenannte Nackentransparenz" (NT-Test). Das geschieht meist bei der ersten Ultraschall-Screeninguntersuchung , die frühestens in der 10., meist aber um die 12. Schwangerschaftswoche herum vorgesehen ist. Mit der Messung der Hautfalte kann man schon vorgeburtlich einen grossen Teil aller Kinder mit Down-Syndrom oder anderen Entwicklungsstörungen erkennen, weil bei diesen die Nackenfalte im Durchschnitt dicker ist. Manchmal ist ein mit Flüssigkeit gefüllter Zwischenraum zu sehen, eventuell blasig gekammert. Das bezeichnet man dann als Nackenblase", Nackenödem", Hygroma colli" oder die einfache Verdickung der Nackenfalte, wie im Mutterpass, als dorsonuchales Ödem".

Ab einer Dicke von 2,5 mm, spätestens ab 3 mm sollten je nach Schwangerschaftsalter gezielte weitere Untersuchungen erfolgen. Wenn sich kein Anhalt für eine Chromosomenstörung ergibt, sollte eine sehr eingehende Ultraschalluntersuchung um die 20. SSW und 30. SSW herum angeboten werden, möglichst mit einer Echokardiographie. Ob in jedem Fall eines Nackenödems eine Chromosomenuntersuchung durch Chorionbiopsie oder Plazentapunktion oder Amniozentese gerechtfertigt ist, sollte in einer spezialisierten Beratung besprochen werden. Neben Chromosomenanomalien können auch Infektionen, Herzfehler und andere Organfehlbildungen zu einer verdickten Nackenfalte führen.

Je dicker die Nackenfalte ist, umso häufiger wird dann bei diesen Untersuchungen auch eine Ursache gefunden. So ermöglicht die Messung der kindlichen Nackenfalte" um die 11. Schwangerschaftswoche herum ein bessere Risikoeinschätzung als die alleinige Berücksichtigung des Alters der Schwangeren. Beispiel: Das statistische Altersrisiko einer 30jährigen Schwangeren für die Geburt eines Kindes mit Down-Syndrom ist etwa 0,1 Prozent. Wird bei ihrem Kind eine Nackenfalte von 3 mm gemessen, erhöht sich dieses Risiko um das Dreifache auf 0,3 Prozent. Das ist immer noch nicht sehr hoch! Bei einer Dicke von 4 mm liegt es bei ca. 2 Prozent, bei 5 mm schon bei 3 Prozent. Berücksichtigt man alle anderen Entwicklungsstörungen, die mit einem Nackenödem einhergehen, besteht bei einem Ödem von 3,5 mm eine Wahrscheinlichkeit von 30 Prozent, dass bei dem Kind etwas nicht in Ordnung ist.

Also: Wird bei Ihrem Kind eine Verdickung der Nackenregion festgestellt, heisst das noch lange nicht, dass Ihr Kind nicht gesund ist. Es heisst nur, dass ein erhöhtes Risiko für eine Störung besteht. Eine verdickte Nackenfalte hat zum Glück in den meisten Fällen andere, häufig harmlose, Ursachen und bildet sich oft spontan innerhalb kurzer Zeit zurück. Deshalb wird sie im Englischen manchmal auch als Soft Marker" bezeichnet: eine kleinere Auffälligkeit, die zwar einen Verdacht ergibt, der abgeklärt werden sollte, aber noch lange keine Diagnose.

Aussagekräftiger wird die Untersuchung, wenn sie mit einer Blutuntersuchung im ersten Drittel der Schwangerschaft (Bestimmung von PAPP-A und freiem beta- HCG , evtl. zusätzlich unkonjugiertes Östriol und AFP) kombiniert wird. Ausserdem kann nach einer Studie der Arbeitsgruppe um Professor Nicolaides, London, aus dem Jahr 2001 auch das Fehlen oder Vorhandensein des kindlichen Nasenbeins in der 11.-13. SSW in das Ultraschallscreening einbezogen werden: Wir wissen heute, dass bei ungefähr zwei Drittel der Feten mit Trisomie 21 das Nasenbein fehlt."

Danke!!
Danke fuer Deine super ausfuehrliche Antwort. Ja...ich finde das alles auch ein bisschen seltsam. Bei uns ist die Nackenfaltenuntersuchung zwischen der 11. und 14. Woche Pflicht und nicht freiwillig...habe sie also damals machen lassen und es war alles absolut ok. Sogar im unteren Normbereich (1mm). Warum das nun bei der Feindiagnostik (hier auch Pflicht) in der 20. Woche wieder gemessen wurde, verstehe ich auch nicht. Falsch verstanden habe ich es definitiv nicht - die Ergebnisse liegen vor mir Allerdings ist - wie gesagt - alles andere absolut im Normbereich (also Schaedelumfang, das Organscreening etc.) und ich habe auch echt nichts nuetzliches dazu im Netz gefunden...ausser, dass man es nach der 14. Woche nicht mehr messen kann. Echt super seltsam! Habe aber nun mal auf amerikanischen Seiten geschaut, die messen es tatsaechlich alle in der 20. Woche noch mal.

Anyhow: ich bin auch "erst" 29...sollte mir also vielleicht wirklich nicht so ein Kopf machen.

Danke nochmal!!!

Lieben Gruss!

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16. Juli 2008 um 0:21
In Antwort auf butterflysmiles

Heisst ja...
Trisomie21:
das Down-Syndrom, eine spezielle Genom-Mutation beim Menschen (wikipedia.de)

Man misst also die Nackenfalte immer in Verbindung mit der SSL !!! (Scheitel-Steiss-Länge) -in Deutschland- in der 11.-14. SSW und danach misst der FA ja sowieso immer den Oberschenkel sowie den Kopfdurchmesser des Babys und könnte da auch schon ausschliessen oder erkennen ob es Tisomie21-GEFÄHRDET ist oder nicht!!!
Wenn dort also keine Abnormalitäten gemessen wurden, würde ich mir absolut keine Sorgen machen!!
Eine Nackenfalte bei 19+1 zu messen ist mir nun schleierhaft?? Das ist zu spät! Weiss nich was die in den USA da machen?? Meine FA hatte mir gesagt, dass nach der 14. SSW ungefähr,...das die Nackenfalte da gar nicht mehr sichtbar ist!! Mit keiner Ultraschall-Maschine auf der Welt könnte man sie messen, da sie gar nicht mehr da ist...sie ist weitergewachsen/weggewachsen.....Deswegen muss das Zeitlimit 11.-14SSW eingehalten werden!

Ich weiss nun auch nicht wie alt du bist, aber eigendlich sollte man sich damit ja auch nur ein wenig mehr auseinandersetzen wenn die Schwanger im Alter über 35Jahre ist.
Weiterhin heisst das aber auch nicht, dass ALLE über 35Jährigen gefährdet sind! Es sollte auch hinterfragt werden, ob es das Down Syndrom in der Familie des Vaters oder der Mutter gibt; ob es andere Genetische Krankheiten in den beiden Familien gibt etc.....

Also mach dir da mal keine Sorgen! 19+1, Nackenfalte am oberen Limit...meiner Meinung nach Schwachsinn. Oder da wurde was falsch vom Arzt verstanden!
(Und wenn es denn so wäre...: obers Limit ist ok!! Es ist ja nicht drüber!!!)
also, keine Sorgen machen...die sollten dich damit auch gar nich so jeck machen die Amerikaner...tsssss

Schöne Schwangerschaft dir noch und alles liebe
butterflysmiles

p.s. hab das noch auf: www.wunschkinder.net gefunden

"DIE MESSUNG DER SOGENANNTEN "FETALEN NACKENFALTE"
Viele Frauenärzte und Frauenärztinnen messen heute per Ultraschall die Dicke der Hautfalte im Nacken des Embryos oder Feten, die sogenannte Nackentransparenz" (NT-Test). Das geschieht meist bei der ersten Ultraschall-Screeninguntersuchung , die frühestens in der 10., meist aber um die 12. Schwangerschaftswoche herum vorgesehen ist. Mit der Messung der Hautfalte kann man schon vorgeburtlich einen grossen Teil aller Kinder mit Down-Syndrom oder anderen Entwicklungsstörungen erkennen, weil bei diesen die Nackenfalte im Durchschnitt dicker ist. Manchmal ist ein mit Flüssigkeit gefüllter Zwischenraum zu sehen, eventuell blasig gekammert. Das bezeichnet man dann als Nackenblase", Nackenödem", Hygroma colli" oder die einfache Verdickung der Nackenfalte, wie im Mutterpass, als dorsonuchales Ödem".

Ab einer Dicke von 2,5 mm, spätestens ab 3 mm sollten je nach Schwangerschaftsalter gezielte weitere Untersuchungen erfolgen. Wenn sich kein Anhalt für eine Chromosomenstörung ergibt, sollte eine sehr eingehende Ultraschalluntersuchung um die 20. SSW und 30. SSW herum angeboten werden, möglichst mit einer Echokardiographie. Ob in jedem Fall eines Nackenödems eine Chromosomenuntersuchung durch Chorionbiopsie oder Plazentapunktion oder Amniozentese gerechtfertigt ist, sollte in einer spezialisierten Beratung besprochen werden. Neben Chromosomenanomalien können auch Infektionen, Herzfehler und andere Organfehlbildungen zu einer verdickten Nackenfalte führen.

Je dicker die Nackenfalte ist, umso häufiger wird dann bei diesen Untersuchungen auch eine Ursache gefunden. So ermöglicht die Messung der kindlichen Nackenfalte" um die 11. Schwangerschaftswoche herum ein bessere Risikoeinschätzung als die alleinige Berücksichtigung des Alters der Schwangeren. Beispiel: Das statistische Altersrisiko einer 30jährigen Schwangeren für die Geburt eines Kindes mit Down-Syndrom ist etwa 0,1 Prozent. Wird bei ihrem Kind eine Nackenfalte von 3 mm gemessen, erhöht sich dieses Risiko um das Dreifache auf 0,3 Prozent. Das ist immer noch nicht sehr hoch! Bei einer Dicke von 4 mm liegt es bei ca. 2 Prozent, bei 5 mm schon bei 3 Prozent. Berücksichtigt man alle anderen Entwicklungsstörungen, die mit einem Nackenödem einhergehen, besteht bei einem Ödem von 3,5 mm eine Wahrscheinlichkeit von 30 Prozent, dass bei dem Kind etwas nicht in Ordnung ist.

Also: Wird bei Ihrem Kind eine Verdickung der Nackenregion festgestellt, heisst das noch lange nicht, dass Ihr Kind nicht gesund ist. Es heisst nur, dass ein erhöhtes Risiko für eine Störung besteht. Eine verdickte Nackenfalte hat zum Glück in den meisten Fällen andere, häufig harmlose, Ursachen und bildet sich oft spontan innerhalb kurzer Zeit zurück. Deshalb wird sie im Englischen manchmal auch als Soft Marker" bezeichnet: eine kleinere Auffälligkeit, die zwar einen Verdacht ergibt, der abgeklärt werden sollte, aber noch lange keine Diagnose.

Aussagekräftiger wird die Untersuchung, wenn sie mit einer Blutuntersuchung im ersten Drittel der Schwangerschaft (Bestimmung von PAPP-A und freiem beta- HCG , evtl. zusätzlich unkonjugiertes Östriol und AFP) kombiniert wird. Ausserdem kann nach einer Studie der Arbeitsgruppe um Professor Nicolaides, London, aus dem Jahr 2001 auch das Fehlen oder Vorhandensein des kindlichen Nasenbeins in der 11.-13. SSW in das Ultraschallscreening einbezogen werden: Wir wissen heute, dass bei ungefähr zwei Drittel der Feten mit Trisomie 21 das Nasenbein fehlt."

Danke!!
Danke fuer Deine super ausfuehrliche Antwort. Ja...ich finde das alles auch ein bisschen seltsam. Bei uns ist die Nackenfaltenuntersuchung zwischen der 11. und 14. Woche Pflicht und nicht freiwillig...habe sie also damals machen lassen und es war alles absolut ok. Sogar im unteren Normbereich (1mm). Warum das nun bei der Feindiagnostik (hier auch Pflicht) in der 20. Woche wieder gemessen wurde, verstehe ich auch nicht. Falsch verstanden habe ich es definitiv nicht - die Ergebnisse liegen vor mir Allerdings ist - wie gesagt - alles andere absolut im Normbereich (also Schaedelumfang, das Organscreening etc.) und ich habe auch echt nichts nuetzliches dazu im Netz gefunden...ausser, dass man es nach der 14. Woche nicht mehr messen kann. Echt super seltsam! Habe aber nun mal auf amerikanischen Seiten geschaut, die messen es tatsaechlich alle in der 20. Woche noch mal.

Anyhow: ich bin auch "erst" 29...sollte mir also vielleicht wirklich nicht so ein Kopf machen.

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