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Hilfe, ich bin so verzweifelt

14. November 2006 um 15:01

ich möchte mir mal alles von der Seele schreiben, vielleicht hilft mir das, vielleicht helfen mir auch Eure Antworten. Bitte antwortet mir. Ich brauche Hilfe, ich will Antworten auf dieses schmerzhafte "WARUM". Vielleicht hilft es ja auch Euch, was ich von mir erzähle, ich hoffe es. Bei uns ist es jetzt 12 Tage her, dass ich unser Würmchen verlohren habe...

Erstmal zu mir, zu uns: Mein Mann und ich sind seit über 15 Jahren ein Paar. Wir haben uns mit 15 verliebt und sind seit dem durch viele Höhen und Tiefen des Lebens zusammen gegangen, haben dabei aber immer zusammengehalten. 2003 haben wir dann beide unsere erste Liebe geheiratet und haben uns dann auch überlegt, wann wir eine richtige Familie sein möchten. Ich muß dazu sagen, dass meine Eltern geschieden sind und ich massive Probleme hatte meine Selbständigkeit aufzugeben. Ich hatte zwar die Pille schon vor drei Jahren abgesetzt, aber wir haben weiterhin mit Kondomen verhütet. Es gab immer etwas anderes was eigentlich nur mich davon abhielt ein Kind zu bekommen. Erst war es die Renovierung unserer Wohnung, dann Urlaub, dann der Dachbodenausbau um Platz für ein Kind zu schaffen, dann die Angst nicht reif genung zu sein für ein Kind, für soviel Verantwortung. Unsere Eltern, Freunde, Keiner hat mehr daran geglaubt, aber im August diesen Jahres waren mir diese Dinge auf einmal egal. Ich wollte meinem Schatz, der sich so sehr ein Kind wünschte, endlich zeigen, wie sehr ich ihn liebe und so ging ich zum Arzt. Meine Ärztin gab uns grünes Licht und keine drei Wochen später war ich schwanger.

Bevor ich es wußte, hatte ich vermutlich aufgrund von zuviel Stress bei der Arbeit einen leichten Hörsturz. Die Ärzte wollten mir Medikamente geben, aber ich wollte nicht. Ich hab irgendwie gefühlt, dass etwas anders ist, obwohl der Schwangerschaftstest im Krankenhaus noch negativ war. Eine Woche später blieb meine Regel dann aus. Einen Tag später bin ich zum Frauenarzt. Am nächsten Tag beim Ohrenarzt, der mir immernoch Medikamente wegen dem Hörsturz geben wollte, erfuhr ich dann, dass mich mein Gefühl nicht getäuscht hatte. Ich war schwanger. Ich konnte es kaum glauben, dass es so schnell ging, zumal ich mit 16 eine OP an den Eierstöcken (Miyom) hatte und mir die Ärzte sagten, es könne lange dauern...Wir waren überglücklich. Es war unser Wunschkind, unser Zeichen, dass wir uns lieben und zusammen gehören. Mein Schatz war so lieb. Ich war sehr viel müde und mußte mich schonen. Er hat alles für mich gemnacht: geputzt, gekocht, eingekauft... Ich hatte da schon ein richtig schlechtes Gewissen, dass ich nicht auf mich aufgepaßt habe. Als ich dann wieder arbeiten war, hab ich mich zwar etwas "gebremst" was den Stress angeht, aber wohl nicht genug. Heute mache ich mir solche Vorwürfe. Alle Ärzte sagen, es ist nicht meine Schuld. Ich frage mich aber immer, was ich falsch gemacht habe, Ich hab die Schwangerschaftsvitamine genommen, hab gesund gegessen, keinen Tropfen Alkohol getrunken, hab nur noch geduscht, weil ich dachte eine Wanne könnte zu warm sein und dem Würmchen schaden, hab keinen Käse,keinen rohen Fisch, kein Carpaccio mehr gegessen, obwohl ich Heißhunger darauf hatte. Wir sind nicht mehr in die Disco und auch Kneipenbesuche am Wochenende haben wir nicht mehr gemacht. Ich hatte Angst, der Rauch der anderen Leute (wir sind beide Nichtraucher) könnte unserem Würmchen schaden. Kaffee trinke ich sowieso keinen, aber auch auf Tee hab ich verzichtet. Nurnoch Wasser, Milch und Fruchtsäfte habe ich getrunken. Habe verrückter Weise sogar mein heiß geliebtes Handy nur noch selten genutzt. Telefoniert hab ich garnicht mehr damit und SMS hab ich nur noch selten geschrieben, weil ich Angst hatte, die Strahlung ist nicht gut.Ich weiß, ich war vielleicht übervorsichtig, aber ich wollte unserem Würmchen einfach nur einen guten Start ins Leben schenken und trotzdem: Unser Würmchen hat es nicht geschaft. Was hab ich nur falsch gemacht? Das frage ich mich die ganze Zeit. Mache mir Vorwürfe, weil ich auch mal Gedanken daran hatte, was wohl sein wird, wenn mein Leben ein völlig anderes wird durch das Würmchen. Habe meiner bzw. unserer Freiheit hintergergetrauert. Habe gedacht, schade, dass wir nächstes Jahr nicht mehr wegfliegen können in den Urlaub. Ob unser Würmchen das gespürt hat und deshalb es nicht geschaft hat? Ich weiß es nicht. Ich weiß, ich darf so nicht denken, aber irgend eine Antwort auf das Warum muß es doch geben.

Ich hatte von Anfang an die typischen Schwangerschaftsbeschwerden. Eine Woche nach Ausbleiben meiner Regel fing mein Busen an hart und größer zu werden. Morgendliche Übelkeit, nein, den ganzen Tag war mir schlecht, übergeben hab ich mich vor allem bei stärkeren Gerüchen. Hab dadurch fast 2 1/2 Kilo abgenommen, ohne es zu wollen. War es dass was unser Würmchen verhungern hat lassen. Ich weiß, übergeben ist normal und das Würmchen nimmt sich was es braucht aber der Gedanke bleibt. Alle diese Anzeichen waren bis zum 2. November auch noch vorhanden. Warum habe ich nur nichts gemerkt? Als wir am 28. September an meinem Geburtstag zur Kontrolle beim Arzt war, haben mein Mann und ich das Herz schlagen sehen. Es hat uns beide sehr berührt. Von dem Moment an wurde mir so richtig bewußt, dass da etwas in mir wächst. Wir haben angefangen Pläne zu machen, wie es weitergehen soll. Wann wir das Kinderzimmer einrichten, wir haben es allen gesagt. Wir waren so glücklich. Dann hatte ich am 2. November einen neuen Termin. Mein Schatz hat sich extra frei genommen, um bei der Untersuchung dabei zu sein. Ich hatte Angst, weil bei der Untersuchung geklärt werden sollte per Ultaschall und Blutuntersuchung, ob unser Würmchen vielleicht behindert sein könnte. Wir haben vorher darüber gesprochen, was wir machen wenn. Wir waren uns einig, dass wenn unser Würmchen nicht ok ist, wir die Schwangerschaft abbrechen wollen. Ich lag auf der Liege und die Ärztin machte den Ultraschall. Sie sagte nichts und ich fragte im Scherz: Na, ist es nicht mehr da? Hat es sich so gut versteckt? Die Ärztin sagte einen weiteren Moment nichts und sagte dann, dass das kleine Herzchen aufgehört hat zu schlagen. Ich war geschockt. Es dauerte einen Moment, bis ich das was sie mir da sagte realisiert hatte. Ich brach völlig zusammen und schrie nur Nein, dass kann, dass darf nicht sein. Mein Schatz umarmte mich. Ich brauchte glaube ich eine halbe Stunde, bis ich mich wieder beruhigt hatte. Die Ärztin war sehr mitfühlend. Ich wollte kein totes Kind in mir rumtragen. Ich bekam noch am selben Tag einen Termin im Krankenhaus durch die Ärztin. Da wir mit zwei Autos unterwegs waren, fuhr ich erstmal selbst den kurzen Weg wie in Trance nach Hause. Auf dem Weg allein nach Hause habe ich im Auto geschrien, gebrüllt, meinen ganzen Schmerz rausgelassen, bis ich keine Luft mehr bekommen habe. Klingt blöd, hat mir aber irgendwie geholfen. Mein Schatz hat mich zu Hause dann ins andere Auto gesetzt und wir sind ins Krankenhaus. Ich hatte die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben. Mir war doch immer noch schlecht, alles fühlte sich an wie immer. Aber die Ärztin im Krankenhaus hat mich untersucht und schüttelte nur mit dem Kopf. Sie sagte es gäbe keinen Blutfluß mehr und das Herzchen könne auch nicht mehr anfangen zu schlagen, wenn es einmal steht. Die Untersuchung hat nicht wehgetan aber ich fühlte mich wie in einem bösen Traum. Mir wurde freigestellt am nächsten morgen oder noch am selben Nachmittag operieren zu lassen, da ich mich ja wieder übergeben hatte und somit nichts im Magen war. Ich wollte es aber sofort hinter mich bringen, weil ich dachte, dann hört der Schmerz des Verlußtes endlich wieder auf, aber er hält bis jetzt immer noch an. Ich mußte eine Stunde auf mein Zimmer warten und bekam dann ein Zäpfchen und eine Schlaftablette. Ich habe nur gedacht: Warum, warum, warum?? Als ich den Zettel für die Narkose ausfüllen mußte stand da auch die Frage drauf: Sind Sie schwanger? Ja, verdammt nochmal, ja, ich bin schwanger, ich will es sein...Die Ärzte und auch mein Schatz waren so lieb, aber ich war garnicht richtig anwesend. Das Zäpfchen hat nicht weh getan, es wurde nur warm im Bauch und naja, es fühlte sich ein bißchen so an, als ob ich Regelschmerzen bekomme. Ca. 1 Stunde nach dem Zäpfchen holten sie mich ab zum OP. Ich habe garnichts mehr so richtig mitbekommen. Bei mir hat die OP allerdings nicht nur 15 Minuten, wie von anderen Frauen beschrieben, gedauert, sondern 45 Minuten. Der Arzt sagte, es hätte alles normal geklappt. Wäre ja auch nur ein Routineeingriff den er fast jeden Tag macht. Es würde angeblich jeder 2. Frau so gehen. Das würde die Natur so machen...Mein Mann hat auf die Uhr gesehen, gewartet und war an meiner Seite als ich wieder wach wurde. Ich konnte nur weinen. Ich wollte da wieder weg. Als ich richtig wach war nach ca. 1 1/2 Stunden bin ich einfach aufgestanden, hab mich angezogen, die Schwester gerufen zum Tropf ziehen und bin geflüchtet. körperliche Schmerzen hatte keine. Ich hatte wirklich damit gerechnet, aber da war nichts was man nicht aushalten könnte. Nur meine Seele schrie und ich fühlte mich so unsgbar leer und allein. Dieses Gefühl hört einfach nicht auf. Euch ist dass doch auch passiert, hört diese Gefühl irgendwann mal auf ??? Wir fuhren nach Hause. Auf dem Weg hielten wir beim Italiener und holten mein Lieblingsessen: Carpaccio, was ich ja so lange nicht durfte. Mein Mann machte eine Flasche Wein auf. Es hat alles nicht geschmeckt. Ich hatte so lange darauf verzichtet und jetzt, wo ich es wieder essen durfte...Mir wurde schlecht davon. Meine Gedanken kreisten um das Warum und ich hatte das Gefühl, ein schlechtes Gewissen zu haben. Was hätte ich gegeben, wenn ich es immernoch nicht essen dürfte. Ich hasse mich dafür.

Die erste Woche hab ich ununterbrochen geweint. Mit mir war nichts anzufangen. Ich wollte keinen Besuch, war dann aber doch dankbar, dass ich meinen Schmerz nicht nur mit meinem Mann teilen konnte. Jetzt weiß ich zumindest, auf wen ich mich wirklich verlassen kann von meiner Familie und meinen Freunden. Trozdem, ich komme einfach nicht klar. Als ich einen Tag später morgends auf die Toilette ging, habe ich es wirklich real wahrgenommen was passiert ist. Ich bin völlig zusammengebrochen. Es war also doch kein Traum, ich war wach.... Die ersten 2 Tage habe ich geblutet wie ein Schwein. Dann wurde es immer weniger und hat nach 10 Tagen vollständig aufgehört. In meinem Bach zieht es aber immer noch, als ob ich meine Tage bekomme. Die Ärztin meint, dies wäre normal, weil sich alles wieder zusammen zieht. Mein Busen ist inzwischen nicht mehr hart und wird wieder etwas kleiner aber mein Bauch, den ich schon sehr früh bekommen habe, ist immer noch da. Die Ärztin meint, ich solle 3-4 Wochen keinen Sport machen, nicht Baden oder Schwimmen, weil sich sonst etwas entzünden kann. Das Ergebnis der Untersuchung meines Würmchens war schon nach einer Woche bei meiner Äztin. Verstehe garnicht, warum das bei anderen Frauen so lange gedauert hat. Es hat aber nichts ergeben. Das Würmchen war einfach nur ein bißchen zu klein und das kleine Herzchen nicht stark genug. Die Nachgeburt sei etwas klumpig gewesen, was wohl zur Folge hatte, dass das Würmchen vielleicht nicht richtig versorgt wurde.

Laut meiner Ärztin am letzten Donnerstag ist alles soweit ok. Sie sagte, ich solle 4 Wochen keinen Verkehr haben. Danach aber 3 Monate mit Kondom verhüten. Dann könnten wir es wieder versuchen. Ich kann das nicht. Was ist, wenn ich wieder.... Ich habe keine Kraft mehr. Ich sehne mich nach Zärtlichkeit, nach Nähe. Mein Schatz ist da, nimmt mich in den Arm und knuddelt mit mir, aber er ist trotzdem irgendwie weit weg. Ich fühl mich so allein. Er kam dann auf die Idee mir zu zeigen, dass es wirklich viele Frauen gibt, die ihr Kind verlieren. Das ist kein Trost, aber es hilft, nicht mehr so wütend zu sein. Ich denke ich brauche einfach nur Zeit. Wie lange habt ihr gebraucht? Ich bin fast 3 Wochen auf Krankenschein krankgeschrieben, aber ich habe Angst vor dem Moment, wieder arbeiten zu gehen. Mir erscheinen die Probleme mit denen ich mich auf der Arbeit befassen muß (bin im Reklamationsbereich im Service tätig) so sinnlos und nichtig. Ich habe Angst zu "platzen". Ich weiß, es meinen alle nur gut und ich bin ungerecht, aber ich kann die Sprüche einfach nicht mehr hören. Sie sind noch jung (31 ist jung??) und sie wissen jetzt, dass sie Kinder bekommen können. Andere bekommen überhaupt keine. Das nächste Mal wird es klappen und du bekommst noch ein gesundes Würmchen. Reiß dich mal zusammen, das Leben geht weiter....ja blabla aber das hilft mir im Moment nicht wirklich. Ich hab mich jetzt 12 Tage meinem Schmerz und meiner Trauer hingegeben. Ich kann seit dem nicht mehr schlafen. Habe von meiner Ärztin ein starkes Schlafmittel bekommen, das hat aber nicht geholfen. Habe die Dinger nun wieder abgesetzt und hab mir am Samstag mal richtig den Kopf mit Alkohol zugekippt. Ich wußte, das hilft nicht zu vergessen, aber ich habe mal wieder 5 Stunden am Stück geschlafen. Ich hatte am nächsten Tag zwar Kopfschmerzen aber das ist nunmal so wenn man zuviel trinkt. Alkohol ist auch keine Lösung. Jetzt nehme ich Baldriantropfen. Eigendlich glaub ich da nicht dran, aber die beruhigen wirklich ein bißchen. Habe letzte Nacht wieder 5 Stunden geschlafen. Gestern war der erste Tag, an dem ich nicht mehr geweint habe. Ich habe keine Tränen mehr und doch Nachts kommen sie wieder. Jetzt sind sie auch da aber das Schreiben befreit meine Gedanken.

Ich sehe das jetzt alles mit etwas anderen Augen. Ich bin nicht wirklich gläubig, aber irgendwie glaube ich, dass es doch jemanden da oben gibt, Gott?? Ich weiß es nicht. Wäre unser Würmchen krank gewesen, hätte ich es wohl nicht haben wollen. So wurde mir die Entscheidung abgenommen es gehen zu lassen. Ich frage mich zwar immernoch warum, gebe aber die Hoffnung nicht auf, dass wir wirklich irgendwann ein gesundes Würmchen in den Armen halten werden. Nur jetzt kann ich das noch nicht. Wir haben uns überlegt, erstmal kurzfristig, vielleicht noch im Dezember, wenn wir Urlaub bekommen, in den Urlaub zu fahren und im Mai/Juni nochmal wegzufliegen. Zeit heilt alle Wunden sagt man und vielleicht probieren wir es nächstes Jahr nach dem Urlaub noch einmal. Ich weiß es nicht. Ich habe so große Angst davor, dass es wieder passiert, vielleicht noch später passiert...Ich möchte mir garnicht vorstellen, wie es für Frauen sein muß, die ihr Würmchen schon richtig spüren konnten oder die es sogar im Arm halten konnten. Da hab ich nicht die Kraft zu...

Es tut mir leid, dass ich so viel geschrieben hab, aber jetzt geht es mir ein bißchen besser. Ich hoffe, ich konnte mit meinen schmerzlichen Erfahrungen und dem Mitteilen meiner Gefühle Euch auch etwas helfen. Es wäre sehr schön, Antworten zu bekomen von Euch, ob es Euch genauso geht und vor allem, wie Ihr damit fertig werdet. Sagt mir, läßt dieser Schmerz irgendwann wieder nach???Helft mir, gebt mir Antworten, damit ich vielleicht irgendwann zum "normalen" leben wieder zurückkehren kann und wieder "funktioniere" wie man es von mir erwartet. Ich habe Angst vor mir selbst und bekomme diese Warum einfach nicht aus meinem Kopf......Warum?????

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14. November 2006 um 17:00

Liebe Tanja,
ich kann dich so gut verstehen. Bei mir läßt der Schmerz auch nur sehr, sehr langsam nach. Es gibt wohl kein Mittel dagegen.
Bei mir ist es morgen drei Wochen her, dass ich erfahren habe, dass das Herz nicht mehr schlägt.
Ich habe schon einen 3jährigen Sohn. Bei ihm hatte ich eine komplizierte Schwangerschaft mit starken und langanhaltenden Blutungen. Ich hatte damals viel Stress, weil mich sein Vater während der Schwangerschaft verlassen hatte. Nun habe ich seit 3 JAhren einen tollen Mann und wir wollten ein Baby zusammen. Ich habe im Juli die Pille abgesetzt und am 10. August hatte ich einen positiven Test inder HAnd. Wahnsinn, es ging so schnell. Am nächsten Tag abends habe ich Blutungen bekommen, am übernächsten TAg hieß es "Fehlgeburt in der 5. Woche". Wir waren so traurig, aber ich brauchte keine Ausschabung. Der Arzt meinte, wir können es gleich wieder probieren. Genau einen Monat später, am 11. September, hatte ich wieder einen pos. Test!!! Es war wie ein Wunder! Ende September hatte ich den ersten Utraschall, alles war ok. Eine Woche später noch einen Ultraschall: das Herz war zu sehen. Wir waren so glücklich. Vier Wochen später hatte ich den nächsten Termin. Diese 4 Wochen waren sehr lang, immer hatte ich Angst wieder Blutungen zu bekommen. Mir war auch jeden Morgen schlecht. Am 25. Oktober hatte sich mein Freund extra frei genommen, wie bei dir. Wir haben uns so auf den Ultraschall gefreut, aber ich hatte auch Angst davor. Ich habe noch alles vor Augen. Ich auf dem Frauenarztstuhl, mein Freund stand daneben. Die Ärztin macht das Gerät an, Stab in mich rein und da war unser Baby. Ich sah es sofort, kein Herzschlag, keine Bewegung. Ich sah mein Freund an, er hatte es noch nicht verstanden. Nach kurzer Zeit sagte die Ärztin: Leider hat sich ihr Kind
verabschiedet. Ich konnte es nicht glauben. Mein Freund und ich konnten uns die Tränen nicht verkneifen. Danach sind wir gleich in die Klinik. Dort hatte ich noch einen Ultraschall mit einem besseren Gerät. Ich konnteAugen, Arme, Beine, alles sehen. Ich habe mir auch ein schönes Bild geben lassen.Am nächsten Tag um 10 hatte ich die Ausschabung. Es war schrecklich...
Die erste Woche habe ich sehr viel geweint. Ich konnte nix tun. Ich bin noch immer sehr traurig, vor allem abends. Es ist so hart. Manchmal stelle ich mir vor noch schwanger zu sein. Zu Weihnachten hätte ich schon viel Bauch gehabt. Ich zünde jeden Tag eine Kerze an und stelle sie neben das Bild von unserem Herbstbaby. Ich habe das Ultraschallbild von einen Fotograf zu einem richtigen Foto machen lassen.
DAs schlimmste ist, dass alles normal weiter läuft. Mein Freund ist auch sehr leib und verständnisvoll. Doch er hat seinen Weg wiedergefunden, ich noch nicht. Ich möchte mein Baby auch nicht einfach so vergessen und ein Neues machen.
Warum ist es passiert? Ich verstehe es auch nicht, so wie du. Mir ist es jetzt schon zwei mal passiert. Ich weiß nicht, ob ich überhaupt noch ein Baby bekommen will. Und an einen Gott glaube ich auch nicht mehr. Ok, wenn es krank war, dann mußte er es zu sich holen. Aber warum muss ich überall BAbys und Schwangere sehen? Zweimal waren wir in den letzten 2 Wochen essen in einer kleinen Kneipe und was war? Jedesmal sitzt dort eine Familie mit einem kleinen Baby, sie waren höchsten 3 Monate alt. Beim ersten mal mußte ich so sehr weinen, gestern ging es schon besser. Das ist doch so gemein und kann kein Zufall sein.

Ich wünsche dir viel Kraft, die Zeit durchzustehen.

Es ist wirklich hart und ich wein grad schon wieder. Aber ich weiß, dass ich nicht allein bin.
Viele Grüße, Angela.

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14. November 2006 um 18:18
In Antwort auf claire_11881879

Liebe Tanja,
ich kann dich so gut verstehen. Bei mir läßt der Schmerz auch nur sehr, sehr langsam nach. Es gibt wohl kein Mittel dagegen.
Bei mir ist es morgen drei Wochen her, dass ich erfahren habe, dass das Herz nicht mehr schlägt.
Ich habe schon einen 3jährigen Sohn. Bei ihm hatte ich eine komplizierte Schwangerschaft mit starken und langanhaltenden Blutungen. Ich hatte damals viel Stress, weil mich sein Vater während der Schwangerschaft verlassen hatte. Nun habe ich seit 3 JAhren einen tollen Mann und wir wollten ein Baby zusammen. Ich habe im Juli die Pille abgesetzt und am 10. August hatte ich einen positiven Test inder HAnd. Wahnsinn, es ging so schnell. Am nächsten Tag abends habe ich Blutungen bekommen, am übernächsten TAg hieß es "Fehlgeburt in der 5. Woche". Wir waren so traurig, aber ich brauchte keine Ausschabung. Der Arzt meinte, wir können es gleich wieder probieren. Genau einen Monat später, am 11. September, hatte ich wieder einen pos. Test!!! Es war wie ein Wunder! Ende September hatte ich den ersten Utraschall, alles war ok. Eine Woche später noch einen Ultraschall: das Herz war zu sehen. Wir waren so glücklich. Vier Wochen später hatte ich den nächsten Termin. Diese 4 Wochen waren sehr lang, immer hatte ich Angst wieder Blutungen zu bekommen. Mir war auch jeden Morgen schlecht. Am 25. Oktober hatte sich mein Freund extra frei genommen, wie bei dir. Wir haben uns so auf den Ultraschall gefreut, aber ich hatte auch Angst davor. Ich habe noch alles vor Augen. Ich auf dem Frauenarztstuhl, mein Freund stand daneben. Die Ärztin macht das Gerät an, Stab in mich rein und da war unser Baby. Ich sah es sofort, kein Herzschlag, keine Bewegung. Ich sah mein Freund an, er hatte es noch nicht verstanden. Nach kurzer Zeit sagte die Ärztin: Leider hat sich ihr Kind
verabschiedet. Ich konnte es nicht glauben. Mein Freund und ich konnten uns die Tränen nicht verkneifen. Danach sind wir gleich in die Klinik. Dort hatte ich noch einen Ultraschall mit einem besseren Gerät. Ich konnteAugen, Arme, Beine, alles sehen. Ich habe mir auch ein schönes Bild geben lassen.Am nächsten Tag um 10 hatte ich die Ausschabung. Es war schrecklich...
Die erste Woche habe ich sehr viel geweint. Ich konnte nix tun. Ich bin noch immer sehr traurig, vor allem abends. Es ist so hart. Manchmal stelle ich mir vor noch schwanger zu sein. Zu Weihnachten hätte ich schon viel Bauch gehabt. Ich zünde jeden Tag eine Kerze an und stelle sie neben das Bild von unserem Herbstbaby. Ich habe das Ultraschallbild von einen Fotograf zu einem richtigen Foto machen lassen.
DAs schlimmste ist, dass alles normal weiter läuft. Mein Freund ist auch sehr leib und verständnisvoll. Doch er hat seinen Weg wiedergefunden, ich noch nicht. Ich möchte mein Baby auch nicht einfach so vergessen und ein Neues machen.
Warum ist es passiert? Ich verstehe es auch nicht, so wie du. Mir ist es jetzt schon zwei mal passiert. Ich weiß nicht, ob ich überhaupt noch ein Baby bekommen will. Und an einen Gott glaube ich auch nicht mehr. Ok, wenn es krank war, dann mußte er es zu sich holen. Aber warum muss ich überall BAbys und Schwangere sehen? Zweimal waren wir in den letzten 2 Wochen essen in einer kleinen Kneipe und was war? Jedesmal sitzt dort eine Familie mit einem kleinen Baby, sie waren höchsten 3 Monate alt. Beim ersten mal mußte ich so sehr weinen, gestern ging es schon besser. Das ist doch so gemein und kann kein Zufall sein.

Ich wünsche dir viel Kraft, die Zeit durchzustehen.

Es ist wirklich hart und ich wein grad schon wieder. Aber ich weiß, dass ich nicht allein bin.
Viele Grüße, Angela.

Wir dürfen nicht aufgeben
Liebe Angela,

ich hätte nicht gedacht, dass auf meinen langen Text überhaupt jemand antwortet. Aber das Aufschreiben meiner Gefühle hat mir etwas geholfen und auch du hilfst mir jetzt ein bißchen. Ich dachte schon, ich bin irgendwie Verhaltensgestört, weil andere Fauen in Ihren Beiträgen geschrieben haben, sie wollen es gleich wieder versuchen und weil ich permanent heule, wenn ich kleine Kinder im Fernsehen sehe. Bin seit dem noch nicht wieder unter Leute gegangen. Wie sieht denn das aus, wenn ich permanet losheule. Alle sagen nur: wie,du weinst immer noch?Das Leben geht weiter.reiß dich mal zusammen. Warum lassen die mir keine Zeit zum Trauern. Ich weiß selber, dass ich wieder funktionieren muß. Habe heute das erste mal gekocht,obwohl ich keinen Hunger hatte. So langsam kehrt Leben in mich zurück. Aber jedes Mal wenn ich was mache, was ich eigentlich nicht machen dürfte, wenn unser Würmchen noch bei mir wäre, hab ich ein schlechtes gewissen und es schmeckt nicht oder macht keinen Spaß.

In der wievielten Woche warst du?Ich war Anfang der 14. Woche. Der Geburtstag sollte der 14. Mai werden, aber meine Hoffnungen wurden am 2.November zunichte gemacht.Arbeitest du schon wieder?? Du mußt glaube ich noch ein bißchen stärker sein wie ich wegen deinem Sohn. Ich weiß, ich laß mich ganz schön hängen, aber ich pack das einfach nicht.

An Gott hab ich den Moment auch nicht mehr geglaubt, zumindest nicht an seine Güte. Ich war so wütend. Ganz langsam denke ich, er hat es gut gemeint, auch wenn es weh tut. So hat er uns die Entscheidung abgenommen, wenn... und so ein behindertes krankes Kind wäre ja auch nicht das was wir uns wünschen.

Ich war eigendlich immer ein starker aber sehr sensiebler Mensch. Trotzdem hätte nicht gedacht, dass mich das so aus der Bahn wirft. Mein Schatz ist super lieb, aber ich hab n Problem damit, dass er nicht einmal zusammen mit mir geweint hat. Er sagt, er habe auf dem Weg nach Hause geweint, er müsse stark sein für mich. Inzwischen versteht er mich nicht mehr und fragt mich auch schon, Du weinst so viel,wie lange brauchst du noch?? Das weiß ich doch nicht. Wenn ich könnte, würd ich es abstellen, aber ich kann es nicht. Scheiße, weiß ich. Er will es am liebsten gleich wieder versuchen, aber er sagt, er läßt mir alle Zeit die ich brauche.

Was den Zufall betrifft, dass ausgerechnet wir unser Würmchen verloren haben: Wenn es wirklich jede 2te Frau trifft, sollte es vor allem bei dir das nächste Mal klappen, von wegen der Statistik. Vielleicht müssen unsere Körper erstmal üben, keine Ahnung.

Heule zwar auch schon wieder aber, es wäre schön, wenn du dich nochmal meldest. Irgendwie tut mir das hier gut, vor allem weil ich das Gefühl habe, dass ich jemanden gefunden habe, der mich ein bißchen verstehen kann.

Danke im Voraus Tanja

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14. November 2006 um 19:02
In Antwort auf berit_12856420

Wir dürfen nicht aufgeben
Liebe Angela,

ich hätte nicht gedacht, dass auf meinen langen Text überhaupt jemand antwortet. Aber das Aufschreiben meiner Gefühle hat mir etwas geholfen und auch du hilfst mir jetzt ein bißchen. Ich dachte schon, ich bin irgendwie Verhaltensgestört, weil andere Fauen in Ihren Beiträgen geschrieben haben, sie wollen es gleich wieder versuchen und weil ich permanent heule, wenn ich kleine Kinder im Fernsehen sehe. Bin seit dem noch nicht wieder unter Leute gegangen. Wie sieht denn das aus, wenn ich permanet losheule. Alle sagen nur: wie,du weinst immer noch?Das Leben geht weiter.reiß dich mal zusammen. Warum lassen die mir keine Zeit zum Trauern. Ich weiß selber, dass ich wieder funktionieren muß. Habe heute das erste mal gekocht,obwohl ich keinen Hunger hatte. So langsam kehrt Leben in mich zurück. Aber jedes Mal wenn ich was mache, was ich eigentlich nicht machen dürfte, wenn unser Würmchen noch bei mir wäre, hab ich ein schlechtes gewissen und es schmeckt nicht oder macht keinen Spaß.

In der wievielten Woche warst du?Ich war Anfang der 14. Woche. Der Geburtstag sollte der 14. Mai werden, aber meine Hoffnungen wurden am 2.November zunichte gemacht.Arbeitest du schon wieder?? Du mußt glaube ich noch ein bißchen stärker sein wie ich wegen deinem Sohn. Ich weiß, ich laß mich ganz schön hängen, aber ich pack das einfach nicht.

An Gott hab ich den Moment auch nicht mehr geglaubt, zumindest nicht an seine Güte. Ich war so wütend. Ganz langsam denke ich, er hat es gut gemeint, auch wenn es weh tut. So hat er uns die Entscheidung abgenommen, wenn... und so ein behindertes krankes Kind wäre ja auch nicht das was wir uns wünschen.

Ich war eigendlich immer ein starker aber sehr sensiebler Mensch. Trotzdem hätte nicht gedacht, dass mich das so aus der Bahn wirft. Mein Schatz ist super lieb, aber ich hab n Problem damit, dass er nicht einmal zusammen mit mir geweint hat. Er sagt, er habe auf dem Weg nach Hause geweint, er müsse stark sein für mich. Inzwischen versteht er mich nicht mehr und fragt mich auch schon, Du weinst so viel,wie lange brauchst du noch?? Das weiß ich doch nicht. Wenn ich könnte, würd ich es abstellen, aber ich kann es nicht. Scheiße, weiß ich. Er will es am liebsten gleich wieder versuchen, aber er sagt, er läßt mir alle Zeit die ich brauche.

Was den Zufall betrifft, dass ausgerechnet wir unser Würmchen verloren haben: Wenn es wirklich jede 2te Frau trifft, sollte es vor allem bei dir das nächste Mal klappen, von wegen der Statistik. Vielleicht müssen unsere Körper erstmal üben, keine Ahnung.

Heule zwar auch schon wieder aber, es wäre schön, wenn du dich nochmal meldest. Irgendwie tut mir das hier gut, vor allem weil ich das Gefühl habe, dass ich jemanden gefunden habe, der mich ein bißchen verstehen kann.

Danke im Voraus Tanja

Liebe Tanja,
das tut mir sehr leid was dir passiert ist.

Ich habe die schmerzhafte Erfahrung auch gemacht. Am 18.10.06 habe ich bei der Vorsorgeuntersuchung erfahren, das das Herzchen nicht mehr schlägt.
Das war so ein Schock. Mein Geburtstermin wäre der 25.Mai 2007 gewesen. Am 06.11.06 hatte ich dann die Ausschabung, da es nicht auf natürliche Weise abging.

Du hast so rührend geschrieben, musste gleich wieder weinen.
Die erste Woche war die Schlimmste. Langsam geht es besser, aber wenn ich ein Baby oder eine Schwangere sehe, kommt alles wieder hoch. Auch ist es von Tag zu Tag unterschiedlich.
Leider sind viele in meinem Freundeskreis schwanger, ihr ET wäre auch im Mai, das macht mich so verrückt wenn ich sie sehe.

Wir fangen nach der 1. Mens wieder an zu üben, da ich ein Jahr gebraucht habe bis ich endlich Schwanger wurde und dann das.
Am Freitag habe ich die Nachkontrolle, bin dann froh wenn alles vorbei ist.

Alles Gute.

Wir schaffen das schon.

LG Elena

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14. November 2006 um 19:54
In Antwort auf adwoa_11918528

Liebe Tanja,
das tut mir sehr leid was dir passiert ist.

Ich habe die schmerzhafte Erfahrung auch gemacht. Am 18.10.06 habe ich bei der Vorsorgeuntersuchung erfahren, das das Herzchen nicht mehr schlägt.
Das war so ein Schock. Mein Geburtstermin wäre der 25.Mai 2007 gewesen. Am 06.11.06 hatte ich dann die Ausschabung, da es nicht auf natürliche Weise abging.

Du hast so rührend geschrieben, musste gleich wieder weinen.
Die erste Woche war die Schlimmste. Langsam geht es besser, aber wenn ich ein Baby oder eine Schwangere sehe, kommt alles wieder hoch. Auch ist es von Tag zu Tag unterschiedlich.
Leider sind viele in meinem Freundeskreis schwanger, ihr ET wäre auch im Mai, das macht mich so verrückt wenn ich sie sehe.

Wir fangen nach der 1. Mens wieder an zu üben, da ich ein Jahr gebraucht habe bis ich endlich Schwanger wurde und dann das.
Am Freitag habe ich die Nachkontrolle, bin dann froh wenn alles vorbei ist.

Alles Gute.

Wir schaffen das schon.

LG Elena

Liebe Elena,
ich freue mich sehr, dass gerade du mir antwortest. Mein schatz hat mir dieses Forum gezeigt und ich habe deinen Beitrag "Das Herz schlägt nicht mehr" gestern gelesen. Ich habe so geweint, einerseits tut es weh, zu wissen dass du und andere Frauen mein schicksal teilen, aber irgendwie hilft mir das auch. Ich hatte dir auf deinen Beitrag geantwortet nachdem ich mir alles von der Seele geschrieben hatte, aber ich glaube, dass meine Antwort bei dir untergegangen ist. Ich hoffe, wir können uns hier bei meinem Beitrag weiterhin austauschen. Wir waren ja beide ungefähr gleich weit.

Ich war eine Woche nach der OP zur Kontrolle beim Frauenarzt. Sie hat mir nochmal Blut abgenommen und meinte, wenn alles in Ordnung ist, soll ich erst im Januar wiederkommen. Dann hat sie mich noch diese Woche krankgeschrieben. Ich gehe am Donnerstag aber nochmal hin. Irgendwie hab ich noch nicht die Kraft mich mit verärgerten Kunden und "kleinen" Problemen zu befassen. Denke, ich muß mal versuchen unter Menschen zu gehen, aber ich schäme mich so, weil ich immer wieder meine Tränen nicht zurückhalten kann. Auf der anderen Seite würde ich mich gern mit Arbeit etwas ablenken. Dann grübel ich vielleicht nicht mehr so viel über das Warum nach. Ich weiß es noch nicht. Jetzt hat die Ärztin aber auch nochmal angerufen, dass meine Blutwerte nicht in Ordnung sind. Irgendwie sinkt der HCG-Wert nicht wie er soll. Keine Ahnung, aber ich geh ja am Donnerstag nochmal hin.

Ich habe nach 10 Tagen nun endlich aufgehört zu bluten. Zum Schluß waren es nurnoch Schmierblutungen. Trotzdem hab ich immer noch irgendwie Schmerzen. Nicht doll aber doch vorhanden. Fühlt sich so an, als ob ich meine Regel bekomme, aber das geht ja schon seit der OP so. Manchmal denke ich, ich bilde mir das nur ein aber ist trotzdem irgendwie ein komisches Gefühl. Hast du das auch??Du hast geschrieben gehabt, dass du irgendwelche Tropfen (fingen mit M an) genommen hast. Verstehe nicht, warum ich die nicht bekommen habe.

Ich beneide dich für deinen Mut, es gleich wieder zu versuchen. Ich kann das nicht. Aber vielleicht liegt das auch daran, dass wir nicht so lange versucht haben. Trotzdem, ich bin jetzt 31 und denke jetzt schon mal, ob wir nicht schon früher hätten anfangen sollen.Ich weiß, bin noch nicht so alt, aber vielleicht lag es ja auch daran. Keine Ahnung, vielleicht auch Quatsch, weil andere Frauen noch älter sind wie ich, aber ich mache mir Vorwürfe über meine Gedanken und dass ich meiner bzw. unserer Freiheit hintergetrauert habe.

Auf der anderen Seite verstehe ich nicht was ich falsch gemacht habe. Ich war ja schon fast übervorsichtig, zumindest hat mir das mein Umfeld ständig vermittelt. Aber auch das hat meinem Würmchen nichts geholfen. Jeder sagt, ich hab keine Schuld aber irgendetwas muß ich doch falsch gemacht haben. Andere Frauen wollen ihr Kind nicht und machen alles um es zu verlieren, trinken, rauchen,was auch immer und bekommen trotzdem ein gesundes Würmchen. Ich verstehe das einfach nicht.

Aber hierauf werde ich wohl nie, so wie wir alle, eine Antwort bekommen.

Würde mich freuen, wenn du dich nochmal meldest.

Traurige Grüße
Tanja

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14. November 2006 um 20:13

Hallo Tanja
Ich teile deinen Schmerz und deine Trauer. Ich habe auch vor kurzem mein Kind verloren. Ich wußte erst das ich schwanger war, als alles schon passiert war und auch als das kind nicht mehr in meinem Bauch war.
Ich kann dich so gut verstehen. Mein Freund hat sich so sehr ein Kind gewünscht und nun ist er so traurig und so enttäuscht. Ich habe fast 8 Wochen lang nicht bemerkt das ich schwanger war. Und dann hat man mein Kind umgebracht. Ich bin so verzweifelt, ich würde das alles so gerne ungeschehen machen und so tun als wäre nichts passiert.
Ich würde meinem Freund so gerne ein Kid schenken aber ich traue mich nicht es wieder zu versuchen. Ich habe solche Agst das es wieder schief geht und ich das alles noch mal erleben muß. Das will ich auf keinen Fall, aber wir wünschen es uns so sehr.
Mein kompleetes leben ist durcheinander geraten. Meinen Freunden kann ich nicht in die Augen sehen, meine Eltern sehen so traurig aus das ich sie nicht sehen will und mein Freund tut so als wäre nichts passiert aber ich habe ihn Nachts weinen hören.
Ich weiß, das alles irgendwann wieder besser werden wird und ich warte so sehr auf diesen Moment. Ich fühle mich so schuldig.
Ich bin in Behandlung und meine Therapeutin hat mir empfohlen anonym in einem Forum zu schreiben. Es tut gut zu hören das es anderen ähnlich ging und das sie nun wieder glücklicher sind. Das macht mir ein wenig Mut.
Ich wünsche dir alles Gute.

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14. November 2006 um 20:25
In Antwort auf berit_12856420

Liebe Elena,
ich freue mich sehr, dass gerade du mir antwortest. Mein schatz hat mir dieses Forum gezeigt und ich habe deinen Beitrag "Das Herz schlägt nicht mehr" gestern gelesen. Ich habe so geweint, einerseits tut es weh, zu wissen dass du und andere Frauen mein schicksal teilen, aber irgendwie hilft mir das auch. Ich hatte dir auf deinen Beitrag geantwortet nachdem ich mir alles von der Seele geschrieben hatte, aber ich glaube, dass meine Antwort bei dir untergegangen ist. Ich hoffe, wir können uns hier bei meinem Beitrag weiterhin austauschen. Wir waren ja beide ungefähr gleich weit.

Ich war eine Woche nach der OP zur Kontrolle beim Frauenarzt. Sie hat mir nochmal Blut abgenommen und meinte, wenn alles in Ordnung ist, soll ich erst im Januar wiederkommen. Dann hat sie mich noch diese Woche krankgeschrieben. Ich gehe am Donnerstag aber nochmal hin. Irgendwie hab ich noch nicht die Kraft mich mit verärgerten Kunden und "kleinen" Problemen zu befassen. Denke, ich muß mal versuchen unter Menschen zu gehen, aber ich schäme mich so, weil ich immer wieder meine Tränen nicht zurückhalten kann. Auf der anderen Seite würde ich mich gern mit Arbeit etwas ablenken. Dann grübel ich vielleicht nicht mehr so viel über das Warum nach. Ich weiß es noch nicht. Jetzt hat die Ärztin aber auch nochmal angerufen, dass meine Blutwerte nicht in Ordnung sind. Irgendwie sinkt der HCG-Wert nicht wie er soll. Keine Ahnung, aber ich geh ja am Donnerstag nochmal hin.

Ich habe nach 10 Tagen nun endlich aufgehört zu bluten. Zum Schluß waren es nurnoch Schmierblutungen. Trotzdem hab ich immer noch irgendwie Schmerzen. Nicht doll aber doch vorhanden. Fühlt sich so an, als ob ich meine Regel bekomme, aber das geht ja schon seit der OP so. Manchmal denke ich, ich bilde mir das nur ein aber ist trotzdem irgendwie ein komisches Gefühl. Hast du das auch??Du hast geschrieben gehabt, dass du irgendwelche Tropfen (fingen mit M an) genommen hast. Verstehe nicht, warum ich die nicht bekommen habe.

Ich beneide dich für deinen Mut, es gleich wieder zu versuchen. Ich kann das nicht. Aber vielleicht liegt das auch daran, dass wir nicht so lange versucht haben. Trotzdem, ich bin jetzt 31 und denke jetzt schon mal, ob wir nicht schon früher hätten anfangen sollen.Ich weiß, bin noch nicht so alt, aber vielleicht lag es ja auch daran. Keine Ahnung, vielleicht auch Quatsch, weil andere Frauen noch älter sind wie ich, aber ich mache mir Vorwürfe über meine Gedanken und dass ich meiner bzw. unserer Freiheit hintergetrauert habe.

Auf der anderen Seite verstehe ich nicht was ich falsch gemacht habe. Ich war ja schon fast übervorsichtig, zumindest hat mir das mein Umfeld ständig vermittelt. Aber auch das hat meinem Würmchen nichts geholfen. Jeder sagt, ich hab keine Schuld aber irgendetwas muß ich doch falsch gemacht haben. Andere Frauen wollen ihr Kind nicht und machen alles um es zu verlieren, trinken, rauchen,was auch immer und bekommen trotzdem ein gesundes Würmchen. Ich verstehe das einfach nicht.

Aber hierauf werde ich wohl nie, so wie wir alle, eine Antwort bekommen.

Würde mich freuen, wenn du dich nochmal meldest.

Traurige Grüße
Tanja

Liebe Tanja,
ich habe gar nicht gesehen, das du auf meinen Beitrag geantwortet hast, tut mir leid. Werde nachher schauen gehen.

Ich arbeite zur Zeit nicht, bleibe bei meiner Tochter.

Manchmal tut es mir gut unter die Leute zu gehen und manchmal kann ich es nicht ertragen. Diesen Satz "jetzt weisst du wenigsten das du schwanger werden kannst" kann ich nicht ausstehen.

Bei mir hat es nach der OP nur einen Tag geblutet, danach nur noch Schmierblutungen, leider immer noch.
Schmerzen hatte ich zum Glück keine. Tut mir leid, das du welche hast.

Ja, ich musste die ersten Tag Methergin-Tropfen nehmen, damit sich die Gebärmutter schneller zurückbildet.
Keine Ahnung wieso du die nicht nehmen musstest, jeder Arzt behandelt auf seine Weise. Das wird sicher auch nicht schlimm sein, wenn man die Tropfen nicht genommen hat und ich weiss auch nicht ob es geholfen hat. Das kommt erst am Freitag aus.

Ich bin jünger als du (23), bin mit 19 ungewollt schwanger geworden und nun wünschen wir uns ein Geschwisterchen für Chiara.

Ich bin auch so wie du, vorsichtig. Habe nichts getrunken, nicht in die Disco, wegen dem Rauch und war auch mit dem Essen vorsichtig.

Ich verstehe es leider auch nicht warum, leider wird uns das niemand beantworten können.

Traurige Grüsse
Elena

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14. November 2006 um 21:20
In Antwort auf zareen_12670224

Hallo Tanja
Ich teile deinen Schmerz und deine Trauer. Ich habe auch vor kurzem mein Kind verloren. Ich wußte erst das ich schwanger war, als alles schon passiert war und auch als das kind nicht mehr in meinem Bauch war.
Ich kann dich so gut verstehen. Mein Freund hat sich so sehr ein Kind gewünscht und nun ist er so traurig und so enttäuscht. Ich habe fast 8 Wochen lang nicht bemerkt das ich schwanger war. Und dann hat man mein Kind umgebracht. Ich bin so verzweifelt, ich würde das alles so gerne ungeschehen machen und so tun als wäre nichts passiert.
Ich würde meinem Freund so gerne ein Kid schenken aber ich traue mich nicht es wieder zu versuchen. Ich habe solche Agst das es wieder schief geht und ich das alles noch mal erleben muß. Das will ich auf keinen Fall, aber wir wünschen es uns so sehr.
Mein kompleetes leben ist durcheinander geraten. Meinen Freunden kann ich nicht in die Augen sehen, meine Eltern sehen so traurig aus das ich sie nicht sehen will und mein Freund tut so als wäre nichts passiert aber ich habe ihn Nachts weinen hören.
Ich weiß, das alles irgendwann wieder besser werden wird und ich warte so sehr auf diesen Moment. Ich fühle mich so schuldig.
Ich bin in Behandlung und meine Therapeutin hat mir empfohlen anonym in einem Forum zu schreiben. Es tut gut zu hören das es anderen ähnlich ging und das sie nun wieder glücklicher sind. Das macht mir ein wenig Mut.
Ich wünsche dir alles Gute.

Liebe Penny,
erstmal Danke ich Dir für deine Worte. Es hilft mir, dass sich so viele auf meinen Beitrag melden. Ich bin also doch nicht so allein mit meinen Gefühlen.

Du schreibst, dass du bei einer Therapeutin bist. Vielleicht sollte ich das auch machen, aber ich denke mir hilft das hier schon. Weiß nicht, was macht man bei so einer Therapie. Reden? Bekommt man da auch Antworten? Hilft dir das tatsächlich besser damit umzugehen?

Ich weiß nur, dass ich Zeit brauche...es wird jeden Tag etwas besser aber der Schmerz wird wohl nie ganz weggehen. Würde nur gerne wieder leben, ohne ständig rumzuheulen. Habe denke ich auch ein Problem, weil alle zu mir sagen, das Leben geht weiter...Scheiße, (Tschuldigung) weiß ich selber, aber ich muß doch wenigstens ein bißchen Zeit zum Trauern haben, um es zu verarbeiten, wieder normal zu reagieren. Warum versteht das niemand??

Gestern habe habe ich das erste mal nicht den ganzen Tag geheult. Es geht also wieder Berg auf?!

Was meinen Schatz betrifft, er weint nicht. Wir haben darüber gesprochen und er sagt, er denkt positiv. Es war vielleicht nicht gesund.Es hat eben noch nicht sollen sein und wir probieren es einfach nochmal, wenn ich soweit bin. Toll dieses Verständnis, aber ich empfinde das momentan irgendwie nicht angemessen. Frage mich die ganze Zeit, warum weint er nicht. Ich bin ihm nicht böse, aber ich hab da trotzdem ein Problem mit. Auf der anderen Seite können das Männer glaube ich nicht so nachempfinden. Schließlich wissen sie nicht, wie sich das so anfühlt. Wenn man spürt, dass da etwas in einem ist, ein kleines Wunder... Ich ab mein Würmchen noch nicht richtig gespürt (Bewegungen)aber ich wußte es war da. Mir war schon eine Woche nach ausbleiben meiner Regel so schlecht, aber das ist ja wohl auch bei jeder Frau anderst.Selbst wenn ich nicht die Bestätigung vom Arzt bekommen hätte, hätte ich es gewußt. Ich habs irgendwie vorher schon gefühlt, Keine Ahnung.Ich kann Frauen nicht verstehen, die Abtreiben. Selbst wenn ich es nicht von ganzem Herzen gewollt hätte,ich hätte das glaube ich nicht übers Herz gebracht es "wegmachen zu lassen". Diese Leere zu Fühlen wünsche ich keiner Frau.

Dir wünsche ich alles Gute und viel Kraft, hoffe aber auch noch mal was von Dir zu hören...

Traurige Grüße
Tanja

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14. November 2006 um 21:47
In Antwort auf berit_12856420

Liebe Penny,
erstmal Danke ich Dir für deine Worte. Es hilft mir, dass sich so viele auf meinen Beitrag melden. Ich bin also doch nicht so allein mit meinen Gefühlen.

Du schreibst, dass du bei einer Therapeutin bist. Vielleicht sollte ich das auch machen, aber ich denke mir hilft das hier schon. Weiß nicht, was macht man bei so einer Therapie. Reden? Bekommt man da auch Antworten? Hilft dir das tatsächlich besser damit umzugehen?

Ich weiß nur, dass ich Zeit brauche...es wird jeden Tag etwas besser aber der Schmerz wird wohl nie ganz weggehen. Würde nur gerne wieder leben, ohne ständig rumzuheulen. Habe denke ich auch ein Problem, weil alle zu mir sagen, das Leben geht weiter...Scheiße, (Tschuldigung) weiß ich selber, aber ich muß doch wenigstens ein bißchen Zeit zum Trauern haben, um es zu verarbeiten, wieder normal zu reagieren. Warum versteht das niemand??

Gestern habe habe ich das erste mal nicht den ganzen Tag geheult. Es geht also wieder Berg auf?!

Was meinen Schatz betrifft, er weint nicht. Wir haben darüber gesprochen und er sagt, er denkt positiv. Es war vielleicht nicht gesund.Es hat eben noch nicht sollen sein und wir probieren es einfach nochmal, wenn ich soweit bin. Toll dieses Verständnis, aber ich empfinde das momentan irgendwie nicht angemessen. Frage mich die ganze Zeit, warum weint er nicht. Ich bin ihm nicht böse, aber ich hab da trotzdem ein Problem mit. Auf der anderen Seite können das Männer glaube ich nicht so nachempfinden. Schließlich wissen sie nicht, wie sich das so anfühlt. Wenn man spürt, dass da etwas in einem ist, ein kleines Wunder... Ich ab mein Würmchen noch nicht richtig gespürt (Bewegungen)aber ich wußte es war da. Mir war schon eine Woche nach ausbleiben meiner Regel so schlecht, aber das ist ja wohl auch bei jeder Frau anderst.Selbst wenn ich nicht die Bestätigung vom Arzt bekommen hätte, hätte ich es gewußt. Ich habs irgendwie vorher schon gefühlt, Keine Ahnung.Ich kann Frauen nicht verstehen, die Abtreiben. Selbst wenn ich es nicht von ganzem Herzen gewollt hätte,ich hätte das glaube ich nicht übers Herz gebracht es "wegmachen zu lassen". Diese Leere zu Fühlen wünsche ich keiner Frau.

Dir wünsche ich alles Gute und viel Kraft, hoffe aber auch noch mal was von Dir zu hören...

Traurige Grüße
Tanja

Hallo Tanja
Ich bi nicht nur wegen der Fehlgburt in Therapie. Ich habe das Kind verloren weil mir jemand Gewalt zugefügt hat. Mein Baby war gesund. In der Therapie reden wir sehr viel, oder wir gehen spazieren. Ich habe mit der Thrapeutin den Friedhof besucht und sie hat mich bei der Aussage bei der Polizei begleitet. Wir versuchen einfach Lösungen zu finden wie ich damit klar kommen kann. Auch wenn es mir noch sehr schlecht geht, es hat mir doch geholfen. Ich warte nun darauf das es mir besser geht, ganz zu Anfang habe ich fst daran geglaubt das ich nie wieder glücklich sein kann. Um deine Frage zu beantworten: Nein, eine Antwort bekommt man dort nicht.
Ich verstehe wie es dir geht. Ich würde auch gerne wieder so leben, wie es vorher war aber das geht leider nicht. Es läßt sich nicht rückgängig machen, man muß damit leben. Auch wenn es sich blöd anhört, aber das Leben geht weiter, auch ohne mich. Es wartet nicht und ich muß zusehen wie ich wieder hinterher komme.
Ich wäre froh, wenn mein Freund es alles so sehen würde. Ich weiß garnicht ganz sicher wie er es überhaupt sieht. Ich kann ihn nicht fragen ich will nicht sehen müssen wie er weint. Er vermißt das Kind genauso wie ich.
Ich beneide dich um das Glück das du in dir hattest. Du hattest wenn auch nur kurz Zeit es zu geniesse. Ich habe erst von meinem Glück erfahren als es schon vorbei war. Ich hatte keine Gelegenheit glücklich zu sein. Ich weiß, ich versinke im Selbstmitleid aber irgendwie erdrückt es mich.
Ich kann auch nicht verstehen wie jemand abtreiben kann. Wäre das kind krank gewesen hätten wir es getan um dem kind das Leid zu ersparen. Aber unser Kind war gesund.

Wie geht dein Freundeskreis mit dem Thema um? Sind sie für dich da? Ich schäme mich so für das was passiert ist und ich wünschte unsere Freunde hätten nie davon erfahren. Sobald wir im Raum sind traut sich niemand mehr zu lachen oder fröhlich zu sein. Kennst du das?
LG, Penny

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14. November 2006 um 23:08
In Antwort auf zareen_12670224

Hallo Tanja
Ich bi nicht nur wegen der Fehlgburt in Therapie. Ich habe das Kind verloren weil mir jemand Gewalt zugefügt hat. Mein Baby war gesund. In der Therapie reden wir sehr viel, oder wir gehen spazieren. Ich habe mit der Thrapeutin den Friedhof besucht und sie hat mich bei der Aussage bei der Polizei begleitet. Wir versuchen einfach Lösungen zu finden wie ich damit klar kommen kann. Auch wenn es mir noch sehr schlecht geht, es hat mir doch geholfen. Ich warte nun darauf das es mir besser geht, ganz zu Anfang habe ich fst daran geglaubt das ich nie wieder glücklich sein kann. Um deine Frage zu beantworten: Nein, eine Antwort bekommt man dort nicht.
Ich verstehe wie es dir geht. Ich würde auch gerne wieder so leben, wie es vorher war aber das geht leider nicht. Es läßt sich nicht rückgängig machen, man muß damit leben. Auch wenn es sich blöd anhört, aber das Leben geht weiter, auch ohne mich. Es wartet nicht und ich muß zusehen wie ich wieder hinterher komme.
Ich wäre froh, wenn mein Freund es alles so sehen würde. Ich weiß garnicht ganz sicher wie er es überhaupt sieht. Ich kann ihn nicht fragen ich will nicht sehen müssen wie er weint. Er vermißt das Kind genauso wie ich.
Ich beneide dich um das Glück das du in dir hattest. Du hattest wenn auch nur kurz Zeit es zu geniesse. Ich habe erst von meinem Glück erfahren als es schon vorbei war. Ich hatte keine Gelegenheit glücklich zu sein. Ich weiß, ich versinke im Selbstmitleid aber irgendwie erdrückt es mich.
Ich kann auch nicht verstehen wie jemand abtreiben kann. Wäre das kind krank gewesen hätten wir es getan um dem kind das Leid zu ersparen. Aber unser Kind war gesund.

Wie geht dein Freundeskreis mit dem Thema um? Sind sie für dich da? Ich schäme mich so für das was passiert ist und ich wünschte unsere Freunde hätten nie davon erfahren. Sobald wir im Raum sind traut sich niemand mehr zu lachen oder fröhlich zu sein. Kennst du das?
LG, Penny

Liebe Penny,
vorweg möchte ich dir erstmal sagen, dass ich Dich erstmal richtig fest in den Arm nehmen würde, wenn ich dass jetzt könnte. Bei dir liegt die Sache wirklich etwas anders und ich kann deine Gefühle verstehen. Hoffe, du bist inzwischen zumindest körperlich wieder ok. Ich weiß ja nicht was man dir genau angetan hat, aber das ist ja schrecklich. Ich stelle fest, dass man immer nach oben oder unter sehen kann, wenn man will. Es wird immer jemanden geben, dem es besser geht oder dem es schlechter geht als einem selbst.

Auch du benutzt wieder diesen, von mir so verhaßten, Satz: Das Leben geht weiter, aber du gibst ihm eine neue Perspektive. Es geht mit oder ohne einen weiter. Man muß wissen, was mann will und wenn man etwas Zeit (so wie wir gerade) braucht, um darüber nachzudenken was man will, dann sollten Andere einen nicht dazu drängen wieder zu funktionieren, vor allem nicht, wenn sie unsere Gefühle nicht verstehen können. Ich weiß noch nicht wann ich wieder klar komme, aber ich weiß, ich will wieder "leben". Zeit ist das was wir brauchen.

Was deinen Freund betrifft,ich weiß nicht wie sehr ihr Euch liebt und wie lange ihr schon zusammen seid. Was mich und meinen Mann betrift, wir sind schon ewig zusammen. Ich werde oft gefragt, was ist Euer Geheimnis? Wieso funktioniert Eure Beziehung so gut? Ich kann dir nur sagen, es gibt kein Geheimnis! Wir streiten uns, sind auch mal eiversüchtig (in Maßen, nicht wegen Kleinigkeiten), wir lassen uns Freiheiten und vor allem, wir reden. Reden ist das Zauberwort. Wir reden über alles, nicht immer sofort, aber wir reden. Wir sind uns nicht immer einig, aber durch das Reden versuchen wir den anderen zu verstehen und es funktioniert. Du solltest, wenn du wieder die Kraft hast auch mit deinem Freund reden. Ich weiß, dass ist schwer, aber wenn einer erstmal den Anfang macht und der andere sich darauf einläßt, versteht man sich besser. Wenn es paßt, macht euch einen schönen Abend, trinkt und eßt was, macht es Euch gemütlich und fangt an zu reden. Du willst ihn vielleicht nicht weinen sehen, aber manchmal befreit es, zusammen zu weinen. Mir hat das in dieser Situation echt gefehlt. Vielleicht tut es dienem Freund auch gut. Wenn du meinst, du willst es nicht allein tun, dann überlegt doch mal, ob er nicht vielleicht mit zu deiner Therapie geht. Ihm tut das vielleicht auch gut. Er hat vielleicht auch ein Problem damit umzugehen.

Was unseren Freundeskreis oder auch Familie betrifft, kann ich dir keine wirkliche Antwort geben. Die meisten haben mich angerufen oder habe ich angerufen um ihnen mitzuteilen was passiert ist, bevor sie es von wem anders hören. Ich war bis jetzt noch nicht wieder unter Leuten, weil ich mir mit der Heulerei selber doof vorkomme, aber ich kanns einfach nicht abstellen. Die, die mich besucht haben, waren lieb, haben zum Teil mit mir geweint und versuchen dann einfach vom Thema abzulenken. Frei nach dem Motto: Das Leben geht weiter...Sie wollen mich ablenken, was auch manchmal funktioniert, aber ich falle im Moment noch schnell wieder in Heulattaken zurück. Gegen Ende dieser Woche werd ich mal versuchen wieder unter Leute zu gehen. Das ist das Ziel auf das ich nun schrittweise hinarbeite, damit ich wieder arbeiten gehen kann. Mal sehen... Dass die Menschen verstummen liegt daran, dass sie selbst nich wissen, was sie dir sagen sollen. Es tut ihnen leid und sie wissen, sie können dir nicht helfen. Aber dass sie dir damit nochmehr Probleme machen ist ihnen nicht bewust. Laß ihnen Zeit, wie sie auch dir Zeit lassen sollten. Irgendwann werden Sie es vergessen, verdrängen, was auch immer. Ich habe jetzt gemerkt, es hilft mir mich mitzuteilen, meine Gefühle rauszulassen, auch wenn ich mal austicke, so wie meiner Schwiegermutter gegenüber vorgestern. Sie war die 3te die mich fragte: Wie gehts Dir? Ich hab gebrüllt, was wollt ihr denn alle hören? Mir gehts prima, das Leben ist toll und alles ist in Ordnung? Tat mir dann gleich wieder leid. Hab mich dann heute dafür entschuldigt. Ich war ungerecht. Auch ich lasse mich hängen im Moment, aber ein gewisses Maß an Selbstmitleid sollte jedem gestattet sein.

Wenn du wen zum Reden brauchst, oder zum Schreiben, ich bin gern für dich da. Mir hilfst du auch. Vielleicht können wir uns gegenseitig ein bißchen helfen und die Zeit, die vergeht, die macht dann noch den Rest. Hoffe ich jedenfals.

Liebe Grüße
Tanja

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14. November 2006 um 23:26
In Antwort auf adwoa_11918528

Liebe Tanja,
ich habe gar nicht gesehen, das du auf meinen Beitrag geantwortet hast, tut mir leid. Werde nachher schauen gehen.

Ich arbeite zur Zeit nicht, bleibe bei meiner Tochter.

Manchmal tut es mir gut unter die Leute zu gehen und manchmal kann ich es nicht ertragen. Diesen Satz "jetzt weisst du wenigsten das du schwanger werden kannst" kann ich nicht ausstehen.

Bei mir hat es nach der OP nur einen Tag geblutet, danach nur noch Schmierblutungen, leider immer noch.
Schmerzen hatte ich zum Glück keine. Tut mir leid, das du welche hast.

Ja, ich musste die ersten Tag Methergin-Tropfen nehmen, damit sich die Gebärmutter schneller zurückbildet.
Keine Ahnung wieso du die nicht nehmen musstest, jeder Arzt behandelt auf seine Weise. Das wird sicher auch nicht schlimm sein, wenn man die Tropfen nicht genommen hat und ich weiss auch nicht ob es geholfen hat. Das kommt erst am Freitag aus.

Ich bin jünger als du (23), bin mit 19 ungewollt schwanger geworden und nun wünschen wir uns ein Geschwisterchen für Chiara.

Ich bin auch so wie du, vorsichtig. Habe nichts getrunken, nicht in die Disco, wegen dem Rauch und war auch mit dem Essen vorsichtig.

Ich verstehe es leider auch nicht warum, leider wird uns das niemand beantworten können.

Traurige Grüsse
Elena

Liebe Elena,
die Frage warum, wird uns wohl wirklich keiner beantworten können, aber ich habe jetzt festgestellt, dass ich das nächste Mal, wenn ich wieder die Kraft dazu habe, nicht mehr ganz so übervorsichtig seinen werde. Es bringt sowieso nichts. Meine Ärztin hat gesagt, die ersten Monate kann man selbst nichts beeinflussen. Es gibt nur Empfehlungen, aber nichts was wirklich belegt ist. Ich habe viel gelesen, vielleicht zuviel. Eine Schwangerschaft sollte unbeschwert sein. Wenn man sich gut fühlt und glücklich ist, dann tut das auch dem Würmchen gut. Wenn ich das nächste Mal in die Disco will oder in die Kneipe, dann werden wir gehen. Ich glaube, der Körper sagt einem schon, wenn es reicht. Ich weiß, ich rede jetzt und wenns soweit ist, dann macht mans sowieso wieder anderst, aber mal sehen.

Ein Freund, der ist schon über 50 hat mir gesagt, seine Frau hätte auch schon 2 Fehlgeburten gehabt im 4.und im 5. Monat. Eine Zeitangabe gibt es also nicht. Mann kann das Würmchen auch noch verlieren, wenn es schon auf der Welt ist. Seine Frau Hat jetz 2 gesunde Kinder von 8 und 4 Jahren. Das läßt doch hoffen.Die Angst wird bleiben, das weiß ich, aber wenn man es nicht versucht, dann kann man das wovor man Angst hat,sein ganzes Leben vor sich herschieben. Zeit ist das, was ich, was wir alle brauchen. Ihr macht mir alle Mut und ich werde es ganz bestimmt auch wieder versuchen...aber nicht so schnell.

Ich danke Dir!!!

Liebe Grüße
Tanja

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15. November 2006 um 12:47
In Antwort auf berit_12856420

Wir dürfen nicht aufgeben
Liebe Angela,

ich hätte nicht gedacht, dass auf meinen langen Text überhaupt jemand antwortet. Aber das Aufschreiben meiner Gefühle hat mir etwas geholfen und auch du hilfst mir jetzt ein bißchen. Ich dachte schon, ich bin irgendwie Verhaltensgestört, weil andere Fauen in Ihren Beiträgen geschrieben haben, sie wollen es gleich wieder versuchen und weil ich permanent heule, wenn ich kleine Kinder im Fernsehen sehe. Bin seit dem noch nicht wieder unter Leute gegangen. Wie sieht denn das aus, wenn ich permanet losheule. Alle sagen nur: wie,du weinst immer noch?Das Leben geht weiter.reiß dich mal zusammen. Warum lassen die mir keine Zeit zum Trauern. Ich weiß selber, dass ich wieder funktionieren muß. Habe heute das erste mal gekocht,obwohl ich keinen Hunger hatte. So langsam kehrt Leben in mich zurück. Aber jedes Mal wenn ich was mache, was ich eigentlich nicht machen dürfte, wenn unser Würmchen noch bei mir wäre, hab ich ein schlechtes gewissen und es schmeckt nicht oder macht keinen Spaß.

In der wievielten Woche warst du?Ich war Anfang der 14. Woche. Der Geburtstag sollte der 14. Mai werden, aber meine Hoffnungen wurden am 2.November zunichte gemacht.Arbeitest du schon wieder?? Du mußt glaube ich noch ein bißchen stärker sein wie ich wegen deinem Sohn. Ich weiß, ich laß mich ganz schön hängen, aber ich pack das einfach nicht.

An Gott hab ich den Moment auch nicht mehr geglaubt, zumindest nicht an seine Güte. Ich war so wütend. Ganz langsam denke ich, er hat es gut gemeint, auch wenn es weh tut. So hat er uns die Entscheidung abgenommen, wenn... und so ein behindertes krankes Kind wäre ja auch nicht das was wir uns wünschen.

Ich war eigendlich immer ein starker aber sehr sensiebler Mensch. Trotzdem hätte nicht gedacht, dass mich das so aus der Bahn wirft. Mein Schatz ist super lieb, aber ich hab n Problem damit, dass er nicht einmal zusammen mit mir geweint hat. Er sagt, er habe auf dem Weg nach Hause geweint, er müsse stark sein für mich. Inzwischen versteht er mich nicht mehr und fragt mich auch schon, Du weinst so viel,wie lange brauchst du noch?? Das weiß ich doch nicht. Wenn ich könnte, würd ich es abstellen, aber ich kann es nicht. Scheiße, weiß ich. Er will es am liebsten gleich wieder versuchen, aber er sagt, er läßt mir alle Zeit die ich brauche.

Was den Zufall betrifft, dass ausgerechnet wir unser Würmchen verloren haben: Wenn es wirklich jede 2te Frau trifft, sollte es vor allem bei dir das nächste Mal klappen, von wegen der Statistik. Vielleicht müssen unsere Körper erstmal üben, keine Ahnung.

Heule zwar auch schon wieder aber, es wäre schön, wenn du dich nochmal meldest. Irgendwie tut mir das hier gut, vor allem weil ich das Gefühl habe, dass ich jemanden gefunden habe, der mich ein bißchen verstehen kann.

Danke im Voraus Tanja

Liebe Tanja,
ich denke man sollte sich soviel Zeit wie möglich zum trauern nehmen. Ich weine auch noch jeden Tag, vor allem wenn ich Babys und Schwangere sehe oder ein trauriges Lied im Radio höre, aber es ist weniger geworden. Nimm dir die Zeit und laß dich deswegen nicht bereden. Ich trauere auch noch, obwohl mein Freund auch wieder besser drauf ist. Aber er sagt auch, dass ich mir die Zeit dafür nehmen soll. Jedoch hat er mittlerweile Angst, dass ich aus der Trauer nicht mehr herauskomme. Aber ich denke schon. Ein bißchen überlege ich auch schon nur eine Regel zu warten. Ich möchte sogern ein Baby. Aber ich möchte auch warten um mein Herbstbaby nicht einfach so zu vergessen und ein Neues zu machen.

Ich war Ende 10. Woche etwa nach dem Ultraschallgerät. Ich weiß es nicht ganz genau, weil ich ja vorher schon eine Fehlgeburt hatte und deswegen keine Regel ab der man das Alter des Babys errechnen kann. Nach der Blutung durch die erste Fg wäre ich auch Anfang 14. gewesen. Naja.
Ich könnte auf alle Fälle nicht auf Arbeit gehen und mich mit irgendwelchen Nichtigkeiten beschäftigen. Ich bin den ganzen Tag zu Hause, aber ich habe in 3 Wochen Diplomprüfungen von meinem Studium. Eigentlich müßte ich den ganzen Tag lernen, aber mehr als 2-3 Stunden kann ich mich net konzentrieren.
Alles Gute und viel Kraft für dich. Sei gedrückt.
Angela

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15. November 2006 um 13:49
In Antwort auf claire_11881879

Liebe Tanja,
ich denke man sollte sich soviel Zeit wie möglich zum trauern nehmen. Ich weine auch noch jeden Tag, vor allem wenn ich Babys und Schwangere sehe oder ein trauriges Lied im Radio höre, aber es ist weniger geworden. Nimm dir die Zeit und laß dich deswegen nicht bereden. Ich trauere auch noch, obwohl mein Freund auch wieder besser drauf ist. Aber er sagt auch, dass ich mir die Zeit dafür nehmen soll. Jedoch hat er mittlerweile Angst, dass ich aus der Trauer nicht mehr herauskomme. Aber ich denke schon. Ein bißchen überlege ich auch schon nur eine Regel zu warten. Ich möchte sogern ein Baby. Aber ich möchte auch warten um mein Herbstbaby nicht einfach so zu vergessen und ein Neues zu machen.

Ich war Ende 10. Woche etwa nach dem Ultraschallgerät. Ich weiß es nicht ganz genau, weil ich ja vorher schon eine Fehlgeburt hatte und deswegen keine Regel ab der man das Alter des Babys errechnen kann. Nach der Blutung durch die erste Fg wäre ich auch Anfang 14. gewesen. Naja.
Ich könnte auf alle Fälle nicht auf Arbeit gehen und mich mit irgendwelchen Nichtigkeiten beschäftigen. Ich bin den ganzen Tag zu Hause, aber ich habe in 3 Wochen Diplomprüfungen von meinem Studium. Eigentlich müßte ich den ganzen Tag lernen, aber mehr als 2-3 Stunden kann ich mich net konzentrieren.
Alles Gute und viel Kraft für dich. Sei gedrückt.
Angela

Liebe Angela,
Danke für diene Antwort. Du gehst offensichtlich schon den Weg, auf den ich jetzt langsam gehen möchte. Du versuchst dich zu konzentrieren was dir wichtig ist. Du hast sicher hart für deine Diplomarbeit gearbeitet und ich für meinen Job auch. Es wäre schlimm, wenn wir das hart erarbeitete einfach wegschmeißen würden. Ich weiß selbst, es ist schwer, aber wir müssen uns auch Zeit geben. Trotzdem ich bin nicht der Mensch der aufgibt. Ich kämpfe an das was ich glaube und für das was ich will, ich habe noch nie aufgegeben. Ich habe mich aber auch noch nie so hängen lassen wie jetzt. Ich weiß ich muß wieder aufstehen und das hier hilft mir dabei. Hab mir vorgenommen, jeden Tag ein kleines bißchen mehr... Ich hab jetzt angefangen, die Wohnung sauber zu machen. Das lenkt mich ab.

Rege mich gerade innerlich sehr auf, weil ich auf SAT1 ne Talkshow nebenbei laufen habe. Thema, keine Ahnung, aber die Frauen poppen wahllos durch die Gegend und treiben dann einfach ab und halten das für das Selbstverständlichste der Welt. Wieso kommen die mit dem Verlust so klar? Kann man so Gefühlskalt sein?? Ich weiß, das kommt immer auf die persönliche Situation an, aber ich könnte nie ein gesundes Würmchen einfach so wegmachen lassen. Was denken die sich eigendlich dabei?? Bei mir kommt die Wut wieder hoch, warum gerade solche Frauen gesunde Kinder bekommen, die eigentlich garkein Würmchen wollen.

Ich weiß nicht, ob ich eine gute Mutter gewesen wäre, aber ich habe mein Würmchen vom ersten Tag an geliebt, auch wenn ich Zweifel hatte, ob ich das alles schaffe. Jetzt, wo ich es nicht mehr schaffen muß, jetzt weiß ich, ich hätte es geschafft.

Wie alle immer sagen, das Leben geht weiter, aber man selbst entscheidet wie und was man daraus macht.

Ich will jetzt erstmal wieder mit mir klarkommen und vor allem wieder arbeiten gehen. Ich verdiene zwar nicht viel, aber mein Job ist mir wichtig und macht mir trotz allem Spaß. Ich wäre zwar auch gern mindestens 3 Jahre zu Hause geblieben für mein Würmchen, aber es hat jetzt eben nicht sollen sein. Arbeit lenkt ab und bringt das Geld, was man zum Leben braucht. Eins weiß ich, wenn ich zurückgefunden habe ins Leben, will ich Leben, mir was gönnen. Ich denke, wir fahren fahren vielleicht wirklich mal kurzfristig in den Urlaub, wenn wir denn Urlaub bekommen. Oder ich mache, wenn ich wieder arbeite einfach mal eine Kurzerholung in der Sauna mit Massage und hinterher schön Essen gehen. Abschalten...

Ich stelle mir das so schön vor, habe aber Angst vor dem Moment, wenn ich etwas mache und mich das alles wieder einholt. Was wenn wir Essen gehen und neben mir auch eine Familie mit Baby ist? Man, dass wäre so peinlich für mich einfach loszuheulen. Genau wie mein Abgang aus dem Krankenhaus. Ich wollte einfach nur weg. Peinlich, aber manchmal setzt wohl einfach das Hirn mal aus.

Ich wünsche Dir jedenfalls viel Kraft. Ich weiß nicht, ob ich in Deiner Situation es geleich wieder versuchen würde. Ich denke aber nicht, dass du dein anderes Würmchen gleich wieder vergessen würdest. Ich denke aber, es ist sinnvoll sich erstmal auf eine Sache zu konzentrieren. Ich würde an deiner Stelle erstmal deine Diplomarbeit fertig machen und dann mit neuer Kraft mich auf ein neues Würmchen konzentrieren. Ich mache mir selbst Vorwürfe, weil ich so viel Stress auf der Arbeit hatte und man sagt, stress kann auch zu einer Fehlgeburt führen. Mein Körper hat mir ja durch den Hörsturz gezeigt, dass er überfordert ist. Ich habe mich ja zurückgenommen, aber es hat wohl nicht gereicht. Auf der anderen Seite wissen manche Frauen garnicht in den ersten Monaten, dass sie Schwanger sind, haben Stress und bekommen trotzdem ein gesundes Kind. Ich sage immer allen, keiner hat Schuld aber ich selber mache mir auch Vorwürfe. Verrückt irgendwie,oder??

Du mußt selbst wissen, was du tust. Laß dich auf jeden Fall nicht verunsichern von anderen. Nur du weißt, was für dich gut oder nichtgut ist. Ich bin da, wenn du wen brauchst zum reden. Du hilfst mir auch. Es ist schon, für andere da sein zu können und obwohl man selbst seine Kraft verloren hat, trotzdem anderen vielleicht etwas helfen zu können. Das Gefühl, dass man gebraucht wird gibt neue Kraft. Zumindest geht es mir so.

Danke fürs zuhören, bzw. lesen. Ich weiß, ich hab wieder nen Roman geschrieben, aber reden könnte ich so nicht, auch wenn ich sonst auch viel rede, aber so kann ich meine Gefühle wirklich rauslassen und es geht mir besser.

Hoffe, wir hören wieder von einander

Liebe Grüße
Tanja

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15. November 2006 um 22:02
In Antwort auf berit_12856420

Liebe Elena,
die Frage warum, wird uns wohl wirklich keiner beantworten können, aber ich habe jetzt festgestellt, dass ich das nächste Mal, wenn ich wieder die Kraft dazu habe, nicht mehr ganz so übervorsichtig seinen werde. Es bringt sowieso nichts. Meine Ärztin hat gesagt, die ersten Monate kann man selbst nichts beeinflussen. Es gibt nur Empfehlungen, aber nichts was wirklich belegt ist. Ich habe viel gelesen, vielleicht zuviel. Eine Schwangerschaft sollte unbeschwert sein. Wenn man sich gut fühlt und glücklich ist, dann tut das auch dem Würmchen gut. Wenn ich das nächste Mal in die Disco will oder in die Kneipe, dann werden wir gehen. Ich glaube, der Körper sagt einem schon, wenn es reicht. Ich weiß, ich rede jetzt und wenns soweit ist, dann macht mans sowieso wieder anderst, aber mal sehen.

Ein Freund, der ist schon über 50 hat mir gesagt, seine Frau hätte auch schon 2 Fehlgeburten gehabt im 4.und im 5. Monat. Eine Zeitangabe gibt es also nicht. Mann kann das Würmchen auch noch verlieren, wenn es schon auf der Welt ist. Seine Frau Hat jetz 2 gesunde Kinder von 8 und 4 Jahren. Das läßt doch hoffen.Die Angst wird bleiben, das weiß ich, aber wenn man es nicht versucht, dann kann man das wovor man Angst hat,sein ganzes Leben vor sich herschieben. Zeit ist das, was ich, was wir alle brauchen. Ihr macht mir alle Mut und ich werde es ganz bestimmt auch wieder versuchen...aber nicht so schnell.

Ich danke Dir!!!

Liebe Grüße
Tanja

='(
hey ich versteh dich nur zu gut bei mir ist es jetzt schon eine weile her, dass ich meinen kleinen engel verloren habe (24.7.06) aber auch jetzt geht es mir nicht wirklich besser, ich versuche es nach außenhin nicht mehr zu zeign aber vorallem nachts weine ich immer noch sehr oft und kann oft nicht schlafen, manchmal träume ich aber auch, dass ich noch schwanger bin, dann wach ich auf fühle meinen bauch und falle wieder in ein tiefes, schwarzes loch... ich weiß einfach nicht mehr weiter... vll. geht es mir besser wenn ich eines tages wirklich ein baby in den armen halten darf, mein baby... aber ich denke die nächste schwangeschaft wird der reinste horror weil ich ya in dieser schon so übervorsichtig und ängstlich war, genau wie du... und ich denke, dass ich immer noch trauern werde, falls ich ein kind bekomme denn ich habe meinen kleinen schatz wirklich über alles geliebt als wäre er schon auf der welt gewessn!!!! es tut so weh...
wenn du willst kannst du ya mal meinen bericht lesen er heißt "innere leere"
muss ziemlich weit unten sein
und hier habe ich noch ein gedicht, dass ich selbst geschriebn hab, aber es ist english ich hoffe ihr versteht es alle...
(achya es heißt Lil P' weil mein freund und ich es immer so genannt haben, da man, als ich das erste
mal beim FA wa, nur einen kleinen punkt gesehen hat... also unser little point =) )


IN LOVIN MEMORY OF LIL P'...

my little star where did you go
why did you leave me
please let me know
what did i do wrong
fo you not to belong
to me anymore...
my child let me know where did you go
i wished i could hold you
one single touch
Lord please help me
this pain is too much
aint no words fo this emptyness inside
i keep askin myself
am i eva gon be alright???
>>>love always ur mom<<<



ich wünsch dir und allen anderen frauen die unser schicksal teilen ganz viel kraft und neuen mut!!!!

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16. November 2006 um 1:48
In Antwort auf blackbuddafly

='(
hey ich versteh dich nur zu gut bei mir ist es jetzt schon eine weile her, dass ich meinen kleinen engel verloren habe (24.7.06) aber auch jetzt geht es mir nicht wirklich besser, ich versuche es nach außenhin nicht mehr zu zeign aber vorallem nachts weine ich immer noch sehr oft und kann oft nicht schlafen, manchmal träume ich aber auch, dass ich noch schwanger bin, dann wach ich auf fühle meinen bauch und falle wieder in ein tiefes, schwarzes loch... ich weiß einfach nicht mehr weiter... vll. geht es mir besser wenn ich eines tages wirklich ein baby in den armen halten darf, mein baby... aber ich denke die nächste schwangeschaft wird der reinste horror weil ich ya in dieser schon so übervorsichtig und ängstlich war, genau wie du... und ich denke, dass ich immer noch trauern werde, falls ich ein kind bekomme denn ich habe meinen kleinen schatz wirklich über alles geliebt als wäre er schon auf der welt gewessn!!!! es tut so weh...
wenn du willst kannst du ya mal meinen bericht lesen er heißt "innere leere"
muss ziemlich weit unten sein
und hier habe ich noch ein gedicht, dass ich selbst geschriebn hab, aber es ist english ich hoffe ihr versteht es alle...
(achya es heißt Lil P' weil mein freund und ich es immer so genannt haben, da man, als ich das erste
mal beim FA wa, nur einen kleinen punkt gesehen hat... also unser little point =) )


IN LOVIN MEMORY OF LIL P'...

my little star where did you go
why did you leave me
please let me know
what did i do wrong
fo you not to belong
to me anymore...
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Lord please help me
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i keep askin myself
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Schlafen...
Hallo Du,

ja schlafen würde ich auch gern mal wieder richtig. Wie man an der Uhrzeit sieht, klappt es heute mal wieder nicht. Habe mich zwar hingelegt und es versucht, aber...
Bin nachdem mein Schatz wieder eingeschlafen ist heimlich wieder aus dem Schlafzimmer ins Wohnzimmer umgezogen. Ich hab heute den ganzen Tag nicht geweint (schon mal ein Fortschritt) und ich habe das erste Mal wieder gelacht als ein Freund anrief um mich aufzubauen...Ich dachte, es geht Berg auf. Als wir ins Bett sind und mein Schatz eingeschlafen ist, hat es mich wieder eingeholt.Mein Schatz ist von meiner Heulerei wach geworden und dann die Frage: Warum weinst du denn jetzt? Ich glaube wirklich Männer können das nicht verstehen. Er ist zwar unheimlich lieb und macht alles für mich, aber irgendwie ist er trotzdem weit weg. Verrückt?! Trotzdem, ohne ihn würde es garnicht gehen, da würde ich mich glaube ich noch mehr hängen lassen, obwohl mehr geht garnicht mehr. Muß für dich ziehmlich hart sein, so ganz ohne deinen Schatz. Wann kommt er den wieder zurück?

Habe heute schon mal wieder ein bißchen die Wohnung sauber gemacht. Bin aber nicht wirklich voran gekommen, erst als mein Schatz nach Hause kam und ich mich versucht habe ihm zu liebe etwas zusammen zu reißen. Alle drängen mich dazu wieder zu arbeiten. War heute schon fast so weit, dass ich überlegt habe Montag wieder loszugehen. Glaube aber jetzt doch, das wäre zu schnell. Ich weiß noch nicht was ich mache. Ist heute 14 Tage her, dass ich unser Würmchen verlohren hab. Ich war so am Boden, dass ich bis heute nicht unter Menschen war. Hab mir vorgenommen, heute Abend mit meinem Schatz Lebensmittel einkaufen zu gehen. Mal sehen, wie es mir danach geht...

Deinen Beitrag habe ich gelesen. Immer der gleiche Horror. Ich weiß nicht was schlimmer ist, wenn es sich vorher so ankündigt und man sich die ganze Zeit Hoffnung macht oder es ohne Vorwarnung an den Kopf geschmissen zu bekommen.

Ich hab vorher immer gedacht, wenn man es verliert, dann blutet man heftig und fertig. Dann solls eben nicht sein. Man merkt aber noch nichts von dem Würmchen, dann ist das ja nicht so schlimm, hab ich gedacht, und nach der 11. oder 12. Woche kann das nicht mehr passieren, dann sieht man bei den Untersuchungen nurnoch, ob es vielleicht behindert ist... Ich hab von Anfang an jedes Mal wenn ich auf die Toilette bin nachgesehen, ob ich vielleicht blute aber nichts. Ich war doch schon in der 14ten Woche. Meinem Würmchen hätte doch eigendlich garnichts mehr passieren dürfen. Jetzt weiß ich, dass es anders ist. Man kann sein Würmchen immer verlieren...

Ich will meinem Schatz ein Würmchen schenken, was er sich ja so sehr wünscht, aber ich kann das in nächster Zeit einfach nicht. Ich weiß, die Angst beim nächsten Mal wird unerträglich. Vielleicht muß man die einfach verdrängen. Schätze aber, dass ich erst wieder etwas ruhiger werde, wenn ich beim nächsten mal über die 14te Woche drüber weg bin. Jetzt muß ich erstmal wieder mit mir klar kommen, bevor ich dazu bereit bin, mich nochmal evtl. auf so einen Horror einzulassen.

Dein Gedicht verstehe ich. Ich spreche zwar nicht gut Englisch, aber dazu reicht mein Schulenglsich (ist schon ein bißchen her) grade noch so aus. Es ist wunderschön. Drückt auch meine Gefühle aus... und wieder die Frage Warum??? Mal sehen, was uns das zukünftige Leben so bringt...Eine Antwort denke ich jedenfalls nicht.

Dir alles Gute und bis bald!!?

Liebe Grüße
Tanja

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16. November 2006 um 18:33
In Antwort auf berit_12856420

Liebe Penny,
vorweg möchte ich dir erstmal sagen, dass ich Dich erstmal richtig fest in den Arm nehmen würde, wenn ich dass jetzt könnte. Bei dir liegt die Sache wirklich etwas anders und ich kann deine Gefühle verstehen. Hoffe, du bist inzwischen zumindest körperlich wieder ok. Ich weiß ja nicht was man dir genau angetan hat, aber das ist ja schrecklich. Ich stelle fest, dass man immer nach oben oder unter sehen kann, wenn man will. Es wird immer jemanden geben, dem es besser geht oder dem es schlechter geht als einem selbst.

Auch du benutzt wieder diesen, von mir so verhaßten, Satz: Das Leben geht weiter, aber du gibst ihm eine neue Perspektive. Es geht mit oder ohne einen weiter. Man muß wissen, was mann will und wenn man etwas Zeit (so wie wir gerade) braucht, um darüber nachzudenken was man will, dann sollten Andere einen nicht dazu drängen wieder zu funktionieren, vor allem nicht, wenn sie unsere Gefühle nicht verstehen können. Ich weiß noch nicht wann ich wieder klar komme, aber ich weiß, ich will wieder "leben". Zeit ist das was wir brauchen.

Was deinen Freund betrifft,ich weiß nicht wie sehr ihr Euch liebt und wie lange ihr schon zusammen seid. Was mich und meinen Mann betrift, wir sind schon ewig zusammen. Ich werde oft gefragt, was ist Euer Geheimnis? Wieso funktioniert Eure Beziehung so gut? Ich kann dir nur sagen, es gibt kein Geheimnis! Wir streiten uns, sind auch mal eiversüchtig (in Maßen, nicht wegen Kleinigkeiten), wir lassen uns Freiheiten und vor allem, wir reden. Reden ist das Zauberwort. Wir reden über alles, nicht immer sofort, aber wir reden. Wir sind uns nicht immer einig, aber durch das Reden versuchen wir den anderen zu verstehen und es funktioniert. Du solltest, wenn du wieder die Kraft hast auch mit deinem Freund reden. Ich weiß, dass ist schwer, aber wenn einer erstmal den Anfang macht und der andere sich darauf einläßt, versteht man sich besser. Wenn es paßt, macht euch einen schönen Abend, trinkt und eßt was, macht es Euch gemütlich und fangt an zu reden. Du willst ihn vielleicht nicht weinen sehen, aber manchmal befreit es, zusammen zu weinen. Mir hat das in dieser Situation echt gefehlt. Vielleicht tut es dienem Freund auch gut. Wenn du meinst, du willst es nicht allein tun, dann überlegt doch mal, ob er nicht vielleicht mit zu deiner Therapie geht. Ihm tut das vielleicht auch gut. Er hat vielleicht auch ein Problem damit umzugehen.

Was unseren Freundeskreis oder auch Familie betrifft, kann ich dir keine wirkliche Antwort geben. Die meisten haben mich angerufen oder habe ich angerufen um ihnen mitzuteilen was passiert ist, bevor sie es von wem anders hören. Ich war bis jetzt noch nicht wieder unter Leuten, weil ich mir mit der Heulerei selber doof vorkomme, aber ich kanns einfach nicht abstellen. Die, die mich besucht haben, waren lieb, haben zum Teil mit mir geweint und versuchen dann einfach vom Thema abzulenken. Frei nach dem Motto: Das Leben geht weiter...Sie wollen mich ablenken, was auch manchmal funktioniert, aber ich falle im Moment noch schnell wieder in Heulattaken zurück. Gegen Ende dieser Woche werd ich mal versuchen wieder unter Leute zu gehen. Das ist das Ziel auf das ich nun schrittweise hinarbeite, damit ich wieder arbeiten gehen kann. Mal sehen... Dass die Menschen verstummen liegt daran, dass sie selbst nich wissen, was sie dir sagen sollen. Es tut ihnen leid und sie wissen, sie können dir nicht helfen. Aber dass sie dir damit nochmehr Probleme machen ist ihnen nicht bewust. Laß ihnen Zeit, wie sie auch dir Zeit lassen sollten. Irgendwann werden Sie es vergessen, verdrängen, was auch immer. Ich habe jetzt gemerkt, es hilft mir mich mitzuteilen, meine Gefühle rauszulassen, auch wenn ich mal austicke, so wie meiner Schwiegermutter gegenüber vorgestern. Sie war die 3te die mich fragte: Wie gehts Dir? Ich hab gebrüllt, was wollt ihr denn alle hören? Mir gehts prima, das Leben ist toll und alles ist in Ordnung? Tat mir dann gleich wieder leid. Hab mich dann heute dafür entschuldigt. Ich war ungerecht. Auch ich lasse mich hängen im Moment, aber ein gewisses Maß an Selbstmitleid sollte jedem gestattet sein.

Wenn du wen zum Reden brauchst, oder zum Schreiben, ich bin gern für dich da. Mir hilfst du auch. Vielleicht können wir uns gegenseitig ein bißchen helfen und die Zeit, die vergeht, die macht dann noch den Rest. Hoffe ich jedenfals.

Liebe Grüße
Tanja

Hallo Tanja
Ich finde es auch sehr erleichternt hier mit "Gleichgesinnten" zu schreiben. Ich weiß, das du gerade an genau der selben Stelle verletzt bin wie ich, irgendwie habe ich das gefühl du verstehst mich besser, auch wenn ich dich garnicht kenne. Dafür erst mal danke.
Zu meiner Beziehung: wir lieben uns von ganzen Herzen. Wir sind seit 3Jahren ein Paar und seit 1,5 Jahren leben wir auch wirklich zusammen. Ich bin aus NRW, er aus Ba-Wü, ich bin zu ihm gezogen und es klappt ohne größere Probleme. Eigentlich reden wir über wirklich alles, aber irgendwie traue ich mich nicht. Ich will mich die Wunde neu aufreißen. Mein Freund ist Sportler und nun beginnt die Winter-Saison. Er ist weit hinter seinem Plan hinter her und muß noch viel aufholen. es ist wichtig das er einen klaren Kopf behält (oder besser: bekommt) und er trainiert nun auch wieder. Das soll er auch. Die Therapeutin hat für mich nun den Befruchtungs-Termin ausgerechnet. Es muß in Norwegen passiert sein und irgendwie tut es mir gut das ich nun etwas habe was mich an das Kind erinnert. In Norwegen hat mein Freund mir einen Heiratsantrag gemacht und ich habe nun den Ring, den er mir geschenkt hat. Das soll meine Erinnerung an das Kind sein. Von der Hochzeit ist momentan erst mal keine Rede mehr, da ist mir einfach nicht nach.
Was das weinen angeht: ich hab Angst davor ihn so zu sehen.
Heute bin ich ganz viel draußen gewesen, mit dem Hund. Das tat mir echt gut. Ich kann zwar immr noch nicht so gut laufen (Fuß verdreht gehabt) aber es ging erstaunlich gut und ich war über 3 Stunden unterwegs.

Darf ich dich was fragen? Hast du noch Blutungen? Ich habe von Zeit zu Zeit immer noch ein klein wenig. Ich hoffe, das es bald ganz aufhört.
LG, Penny

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16. November 2006 um 22:08
In Antwort auf zareen_12670224

Hallo Tanja
Ich finde es auch sehr erleichternt hier mit "Gleichgesinnten" zu schreiben. Ich weiß, das du gerade an genau der selben Stelle verletzt bin wie ich, irgendwie habe ich das gefühl du verstehst mich besser, auch wenn ich dich garnicht kenne. Dafür erst mal danke.
Zu meiner Beziehung: wir lieben uns von ganzen Herzen. Wir sind seit 3Jahren ein Paar und seit 1,5 Jahren leben wir auch wirklich zusammen. Ich bin aus NRW, er aus Ba-Wü, ich bin zu ihm gezogen und es klappt ohne größere Probleme. Eigentlich reden wir über wirklich alles, aber irgendwie traue ich mich nicht. Ich will mich die Wunde neu aufreißen. Mein Freund ist Sportler und nun beginnt die Winter-Saison. Er ist weit hinter seinem Plan hinter her und muß noch viel aufholen. es ist wichtig das er einen klaren Kopf behält (oder besser: bekommt) und er trainiert nun auch wieder. Das soll er auch. Die Therapeutin hat für mich nun den Befruchtungs-Termin ausgerechnet. Es muß in Norwegen passiert sein und irgendwie tut es mir gut das ich nun etwas habe was mich an das Kind erinnert. In Norwegen hat mein Freund mir einen Heiratsantrag gemacht und ich habe nun den Ring, den er mir geschenkt hat. Das soll meine Erinnerung an das Kind sein. Von der Hochzeit ist momentan erst mal keine Rede mehr, da ist mir einfach nicht nach.
Was das weinen angeht: ich hab Angst davor ihn so zu sehen.
Heute bin ich ganz viel draußen gewesen, mit dem Hund. Das tat mir echt gut. Ich kann zwar immr noch nicht so gut laufen (Fuß verdreht gehabt) aber es ging erstaunlich gut und ich war über 3 Stunden unterwegs.

Darf ich dich was fragen? Hast du noch Blutungen? Ich habe von Zeit zu Zeit immer noch ein klein wenig. Ich hoffe, das es bald ganz aufhört.
LG, Penny

Liebe Penny,
freue mich sehr, dass du mir wieder antwortest. Du brauchst dich aber nicht für mein Verständnis zu bedanken. Du hilfst mir auch. Es ist schön helfen zu können, auch wenn es nicht viel ist. Mir gibt es Kraft wenn ich für andere da sein kann und ich wieder etwas von diesen Menschen zurückbekomme und Kraft brauche ich jetzt, weil ich zur Zeit nicht wirklich viel davon habe...

Ich versuche mich immer in andere reinzuversetzen, vielleicht empfindest du es deswegen so, dass ich dich verstehe. Mein Mann meint immer, ich bin zu verständnisvoll und zu weich. Ich denke leider immer an das Gute im Menschen und gebe dadurch oft zuviel von mir Preis. Dadurch kann mann mich sehr verletzen, wenn man es darauf anlegt. Ich bin zwar nachtragend, kann aber keinem lange böse sein. Mein Mann schüttelt dann immer nur mit dem Kopf. Er ist bei uns der ruhigere Part aber wir ergänzen uns und bilden eine Einheit.

Wie gesagt, reden ist bei uns das Zauberwort, auch wenn er manchmal lieber mir zuhört und dann nurnoch ein kurzes Statement abgibt. Er hat zur Zeit nur einen Zeitvertrag, der Ende November ausläuft. Die sind zwar sehr zufrieden mit ihm, aber er hat immernoch kein Bescheit bekommen, ob er dort weiter arbeiten kann. Er hat zur Zeit also auch Probleme und ich bin nicht wirklich für ihn da. Im Gegenteil, zur Zeit putzt, kocht und geht er für mich Einkaufen, obwohl er Überstunden macht und dann darf er sich auch noch von mir Vorwürfe anhören, dass er nicht genung Zeit für mich hat und er irgendwie so weit weg ist. Im Nachhinein tut es mir leid und ich sage tausendmal am Tag, dass ich ihm dankbar bin und ich ihn nicht verlieren möchte. Ich verstehe mich manchmal selbst nicht. Trotzdem, wir reden drüber. Wenn du nicht mit deinem Schatz sprichst und ihr es beide verdrängt, dann holt euch das wieder ein irgendwann. Ich kann meinen Schatz auch nicht weinen sehen und trotzdem, mir hätte es wahrscheinlich mehr geholfen, wenn er ein mal mit mir zusammen geweint hätte. Er hat das soweit schon verarbeitet, sagt er. Er versteht mich und meine Trauer, kann aber nicht verstehen, dass ich im Moment nicht mit meinem Leben klar komme. Er sagt, er denkt an die Zukunft und dass es jeden Tag ein bißchen Bergauf geht. Das was ich zu negativ denke, gleicht er mit seinem Optimismus wieder aus. Ich hab ihn gefragt, ob er ein Problem damit hat, dass ich ihm alle meine Gefühle so mitteile und seine Antwort war: Ich liebe dich und möchte, dass es dir gut geht. Wenn du mit mir darüber reden willst, dann hilft mir das auch dich zu verstehen. Liebe Penny, ich weiß, ich gebe dir hier kluge Ratschläge, die nicht immer so einfach sind. Wir haben lange gebraucht zusammen so weit zu kommen, aber wir vertrauen uns und das wir beim erstbesten Problem nicht das Handtuch schmeißen, sondern drüber reden, das schweißt uns nur noch enger zusammen und dass seit über 15 Jahren....
Du mußt es selbst wissen, ob und wann du dazu bereit bist mit deinem Schatz zu reden, aber ich würde es an deiner stelle machen. Jeder hat eine andere Art mit Trauer umzugehen. Mein Schatz stürzt sich in Arbeit und meint, dass würde mir auch gut tun. Trotzdem versteht er mich. Ich hab ihm erklärt, dass ich noch etwas Zeit brauche.Ich könnte mir wirklich denken, ihm geht es vielleicht auch besser damit. Er will dir vielleicht nicht weh tun und redet deshalb nicht darüber. Mein Mann ist ja genauso. Er wartet in der Regel bis ich anfange, zumindest wenns um meine Probleme geht. Wir Frauen sind eben doch das stärkere Geschlecht.

Was das Aufreißen der Wunde betrifft...Wenn etwas aufplatzt, werden in der Regel die Ränder sauber abgeschnitten und der Riß Stich für Stich wieder zugenäht...wenn man das gut macht, sieht mann nur noch eine kleine Naht, aber das Lieblingsstück ist wieder hergestellt. Weißt du was ich damit meine?????

Ich muß mir jetzt auch mal wieder was von der Seele schreiben. Hatte mir ja vorgenommen, jeden Tag wieder ein bißchen weiter zurück aus dem Tal der Tränen zu finden. Hatte heute aber nen heftigen Rückschlag. Eigendlich wollte ich mir heute beim Arzt nur ne neue Krankschreibung bis Mitte der nächsten Woche holen und endlich wieder arbeiten gehen, auch wegen der Ablenkung aber meine Ärztin hat mich die ganze nächste Woche noch Krankgeschrieben. Sie meinte, so wie ich aussehe, würde sie mir raten, noch ein bißchen zu warten. Dabei hab ich mich heute echt ausgehfein gemacht. Leider lassen sich Blässe, rote Augen und dunkle Ringe unter den Augen nicht wirklich verstecken. Naja und als ich dann aus der Praxis bin kam mir ne Schwangere mit ner richtigen Kugel entgegen. Schei... hab ich nen Heulkrampf bekommen. Wollte ja eigendlich heute mal wieder mit meinem Schatz einkaufen gehen, aber das hat mir deutlich gezeigt, dass ich noch nicht soweit bin unter Menschen zu gehen. Heute Abend hat mich mein Schatz dann doch überredet mitzugehen. Auf dem Weg kam uns dann ein Auto entgegen und es hätte fast gekracht. Ich war am Brüllen, aber mein Schatz meinte nur, da war doch noch Platz.War also offensichtlich nicht so, wie ich es empfunden habe...Ich war so fertig, dass er mit mir wieder nach hause gefahren ist. Kaum aus dem Auto raus,hab ich mich dann zu allem Überfluß auch noch übergeben. Mein Schatz ist also wieder allein Einkaufen gewesen und ich hab auf der Couch gelegen und gegrübelt, ob ich langsam Gefühlskrank werde oder verrückt bin. Hoffendlich hört das bald auf.

Das mit der Erinnerung und deinem Ring ist ein schöner Gedanke. Ich habe normalerweise immer ein Ziehen im Bauch bevor ich meinen Eisprung habe (bin gtespannt, ob das auch weiterhin so ist)Daher wußte ich, wann es passiert ist. Vorher haben wir auch nicht so oft miteinander geschlafen aber da wir beide das kleine Würmchen wirklich wollten, haben wir fast jeden Tag miteinander geschlafen. Ist eben doch was anderes ohne Kondom, weil man immer und überall wenn man Lust hat und ohne aufzupassen... Jetzt fühl ich mich irgendwie so weit weg von meinem Schatz. Meine Ärztin meinte aber, wir sollen 3-4 Wochen damit warten wieder zusammen zu schlafen. Ich sehne mich nach seiner Nähe aber habe auch irgendwie Angst davor. Naja heute sind 14 Tage vorbei. Mal sehen.

Klar, darfst mich fast alles fragen, aber ob du ne Antwort bekommst Warn Scherz... (Stelle fest, mein Humor kehrt langsam zurück) Ich habe nach der OP 2 Tage geblutet wie ein Schwein, danach wurde es immer weniger. Zum Schluß waren es nur noch Schmierblutungen, die aussahen wie altes Blut. Nach 10 Tagen wars dann endlich ganz weg und die letzen 4 Tage hat es auch nicht wieder angefangen. Habe aber immernoch so ein Ziehen im Bauch wie als ob ich meine Regel bekomme. Das hört aber hoffe ich auch bald auf, weil es nervt und mich ständig erinnert...

So höre jetzt lieber auf, sonst magst du meinen "Roman" bestimmt nicht mehr lesen. Mir gehts jetzt wieder etwas besser. Hoffe du meldest dich wieder. Ich warte drauf...

Liebe Grüße
Tanja

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21. November 2006 um 17:23

Liebe Tanja!!!
Dein Beitrag hat mich so berührt-es war, als ob du meine Erlebnisse aufgeschrieben hättest. Es tut mir so leid für dich!!!!!! Ich habe es genauso erlebt-wie einen schlechten Traum oder einen Film, der mir mir nichts zu tun hat. Bei mir ist es morgen eine Woche, seit ich das Würmchen verloren habe und ich bin nur am Weinen und frage mich auch ständig-warum? Ich denke auch die ganze Zeit wie du, dass ich etwas falsch gemacht habe. Obwohl alle sagen, die Natur hat es so gewollt und ich hätte keine Schuld, kann ich das nicht glauben und denke, man will mich nut trösten. Ich habe so einen großen Schmerz in mir, der nicht aufhören will. Ich kann dich so gut verstehen! Ich grüble die ganze Zeit, ob ich vielleicht doch was Falsches gegessen habe, obwohl ich mich auch gesund ernährt habe. Am Abend vor diesem schrecklichen Tag, als ich erfahren habe, dass das Würmchen nicht mehr lebt, war ich tanzen und habe mich überanstrengt und dann abends habe ich mich noch mit meinem Mann gestritten und ihm vorgeworfen, dass er unser Kleines nicht genug lieben würde, weil er zu wenig über es spricht. Ich bereue es so sehr, dass ich so was Schreckliches gesagt habe-vielleicht hat das Würmchen das mitbekommen und wollte nicht mehr!
Letzten Mittwoch habe ich leichte Blutungen bekommen und bin in die Praxis gefahren. Ich habe mir schon Sorgen gemacht, aber irgendwie gehofft, dass alles in Ordnung sein wird. Die Ärztin hat nachgeschaut und gesagt, es sei nicht schlimm mit Blutungen, da wäre nur ein Polyp am Gebärmutterhals, das blutet und hätte mit dem Kind nichts zu tun. Dann hat sie Ultraschall gemacht und ich sah das Würmchen-schon ein richtiges kleines Kind mit Armchen und Beinchen (war 10. Woche). Ich sagte zur FA-es ist schon so gewachsen. Dann sah ich plötzlich, dass dar Herzschlag nicht zu sehen war. Ich fragte-aber warum schlägt das Herz nicht. FA guckte besorgt, sagte nichts und versuchte, Herzschlag zu sehen. Dann segte sie, das Herzchen schlägt nicht mehr. Ich konnte es nicht glauben-habe geweint, aber noch gehofft. Sie hat noch am anderen Gerät geschaut-das Gleiche. Das Kleine ist antweder an diesem Tag oder am Tag davor gestorben. Ich hab nur noch geweint.Hab meinen Mann auf der Arbei angerufen, konnte nichts sagen und habe nur geweint.Er weinte auch. Meine Schwester hat mich dann abgeholt. Mit einem Schlag war ich vom Glück in Trauer, Verzweiflung, Leere und Schuldgefühle abgestürzt. Ich habe am Freitag eine AS machen lassen-war allein, mein Mann konnte nicht von der Arbeit weg.Konnte es immer noch nicht fassen, hatte noch alle Schwangerschaftsanzeichen gehabt. Jetzt ist die schlimmste Woche meines Lebens fast vorbei. Ich fühle mich leer, weine sehr oft.
Wir haben uns auch schon ausgemalt, was wir kaufen und wohin stellen. Haben uns Kinderwagen usw. angeschaut.
Bei mir war es ähnlich wie bei dir-ich habe das Kinderkriegen auch immer verschoben. Wegen Urlaub hauptsächlich. Jetzt weiß ich, wie unwichtig alles andere ist und, dass wir sehr viel Zeit verloren haben.
Ich muß nächste Woche Mittwoch zur Nachkontrolle, hoffe, dass alles in Ordnung ist. Habe auch noch Blutungen und Unterleibsziehen. Hoffe, dass das in Ordnung ist.
Ich würde auch gerne wiisen, wie lange es dauert, bis der Schmerz etwas nachläßt. Wie geht es dir inzwischen? Ich versuche auch, weiterzuleben, Dinge, die anstehen zu erledigen. Es hilft auch etwas. Vielleicht ist es gut, dass du wieder arbeiten gehst. Du kannst dich einbißchen ablenken. Mir hilft das auch. Ich bin dankbar, dass ich etwas zu tun habe, um nicht in ein dunkles Loch zu fallen.
Immer noch frage ich mich, warum es passieren mußte und ob ich das nicht hätte irgendwie verhindern können.
Liebe Tanja! Ich drücke dich ganz fest und fühle mit dir. Du hast mir wie aus der Seele gesprochen. Entschuldige auch meinen langen Beitrag, aber ich hatte das Bedürfnis das zu schreiben. Würde mich sehr freuen, von dir zu hören.
Traurige Grüße, Katja

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23. November 2006 um 16:08
In Antwort auf amalia_12707388

Liebe Tanja!!!
Dein Beitrag hat mich so berührt-es war, als ob du meine Erlebnisse aufgeschrieben hättest. Es tut mir so leid für dich!!!!!! Ich habe es genauso erlebt-wie einen schlechten Traum oder einen Film, der mir mir nichts zu tun hat. Bei mir ist es morgen eine Woche, seit ich das Würmchen verloren habe und ich bin nur am Weinen und frage mich auch ständig-warum? Ich denke auch die ganze Zeit wie du, dass ich etwas falsch gemacht habe. Obwohl alle sagen, die Natur hat es so gewollt und ich hätte keine Schuld, kann ich das nicht glauben und denke, man will mich nut trösten. Ich habe so einen großen Schmerz in mir, der nicht aufhören will. Ich kann dich so gut verstehen! Ich grüble die ganze Zeit, ob ich vielleicht doch was Falsches gegessen habe, obwohl ich mich auch gesund ernährt habe. Am Abend vor diesem schrecklichen Tag, als ich erfahren habe, dass das Würmchen nicht mehr lebt, war ich tanzen und habe mich überanstrengt und dann abends habe ich mich noch mit meinem Mann gestritten und ihm vorgeworfen, dass er unser Kleines nicht genug lieben würde, weil er zu wenig über es spricht. Ich bereue es so sehr, dass ich so was Schreckliches gesagt habe-vielleicht hat das Würmchen das mitbekommen und wollte nicht mehr!
Letzten Mittwoch habe ich leichte Blutungen bekommen und bin in die Praxis gefahren. Ich habe mir schon Sorgen gemacht, aber irgendwie gehofft, dass alles in Ordnung sein wird. Die Ärztin hat nachgeschaut und gesagt, es sei nicht schlimm mit Blutungen, da wäre nur ein Polyp am Gebärmutterhals, das blutet und hätte mit dem Kind nichts zu tun. Dann hat sie Ultraschall gemacht und ich sah das Würmchen-schon ein richtiges kleines Kind mit Armchen und Beinchen (war 10. Woche). Ich sagte zur FA-es ist schon so gewachsen. Dann sah ich plötzlich, dass dar Herzschlag nicht zu sehen war. Ich fragte-aber warum schlägt das Herz nicht. FA guckte besorgt, sagte nichts und versuchte, Herzschlag zu sehen. Dann segte sie, das Herzchen schlägt nicht mehr. Ich konnte es nicht glauben-habe geweint, aber noch gehofft. Sie hat noch am anderen Gerät geschaut-das Gleiche. Das Kleine ist antweder an diesem Tag oder am Tag davor gestorben. Ich hab nur noch geweint.Hab meinen Mann auf der Arbei angerufen, konnte nichts sagen und habe nur geweint.Er weinte auch. Meine Schwester hat mich dann abgeholt. Mit einem Schlag war ich vom Glück in Trauer, Verzweiflung, Leere und Schuldgefühle abgestürzt. Ich habe am Freitag eine AS machen lassen-war allein, mein Mann konnte nicht von der Arbeit weg.Konnte es immer noch nicht fassen, hatte noch alle Schwangerschaftsanzeichen gehabt. Jetzt ist die schlimmste Woche meines Lebens fast vorbei. Ich fühle mich leer, weine sehr oft.
Wir haben uns auch schon ausgemalt, was wir kaufen und wohin stellen. Haben uns Kinderwagen usw. angeschaut.
Bei mir war es ähnlich wie bei dir-ich habe das Kinderkriegen auch immer verschoben. Wegen Urlaub hauptsächlich. Jetzt weiß ich, wie unwichtig alles andere ist und, dass wir sehr viel Zeit verloren haben.
Ich muß nächste Woche Mittwoch zur Nachkontrolle, hoffe, dass alles in Ordnung ist. Habe auch noch Blutungen und Unterleibsziehen. Hoffe, dass das in Ordnung ist.
Ich würde auch gerne wiisen, wie lange es dauert, bis der Schmerz etwas nachläßt. Wie geht es dir inzwischen? Ich versuche auch, weiterzuleben, Dinge, die anstehen zu erledigen. Es hilft auch etwas. Vielleicht ist es gut, dass du wieder arbeiten gehst. Du kannst dich einbißchen ablenken. Mir hilft das auch. Ich bin dankbar, dass ich etwas zu tun habe, um nicht in ein dunkles Loch zu fallen.
Immer noch frage ich mich, warum es passieren mußte und ob ich das nicht hätte irgendwie verhindern können.
Liebe Tanja! Ich drücke dich ganz fest und fühle mit dir. Du hast mir wie aus der Seele gesprochen. Entschuldige auch meinen langen Beitrag, aber ich hatte das Bedürfnis das zu schreiben. Würde mich sehr freuen, von dir zu hören.
Traurige Grüße, Katja

Liebe Katja,
freue mich sehr über deine Antwort, egal ob sie nun lang oder kurz ist. Wenn du meine Antworten verfolgt hast, weißt du, dass ich mich nicht kurzfassen kann oder vielmehr im Moment nicht will. Ich schreibe mir alles von der Seele was mich bedrückt und mir geht es besser wenn ich weiß, dass da irgendwo Menschen sind die mich verstehen, aber auch vielleicht die Dinge etwas anderst sehen wie ich. Das hilft mir nachzudenken. Ich fühle mich hier aufgehoben und verstanden. Jeder der meinen Beitrag und die Antworten liest, kann selbst entscheiden, ob er meine "kleinen Romane" zuende liest oder vielleicht sogar darauf antwortet. Das tut mir gut und ich hoffe anderen damit auch ein bißchen Kraft zu geben. So bekomme ich auch wieder Kraft zurück.Ich fühle mich hier etwas aufgehoben und frei meine Gefühle rauszulassen. Das kann ich in meinem Umfeld nicht. Ich spreche zwar viel mit meinem Mann und er hat viel Verständnis für mich, aber in meinem restlichen Umfeld sind so viele, die mich nicht verstehen. Sie haben mich alle gern und meinen es nur gut aber immer diese Phrasen: Das Leben geht weiter..., nächstes Mal klappt es bestimmt..., bla bla. Ich kanns nicht mehr hören, nein ich wills nicht mehr hören. Ich weiß, sie wollen mich nur trösten, aber sie machen genau das Falsche. Inzwischen habe selbst ich manchmal die Gedanken, dass mit mir vielleicht was nicht stimmt, nur weil ich noch nicht wieder richtig funktioniere, wie andere es von mir erwarten.

Eine Freundin hat mich gestern besucht. Sie hat gesagt: Mensch, ich kenne dich nun schon so lange und du bist doch für mich immer eine starke Persönlichkeit gewesen. Dich so zu sehen tut mir weh. ich hätte nicht gedacht, dass dich sowas so aus der Bahn schmeißen könnte. (Die hat mich die letzten 14 Tage nicht gesehen, mir gehts doch schon wieder besser) und toll, was ist "sowas"? Nur weil ich im Moment nicht klarkomme, heißt das nicht das ich aufgebe. Ich brauche nur etwas Zeit, aber das versteht in meinem Umfeld keiner. Glaube manchmal wirklich ich bin schon verrückt oder gefühlsgestört. Ich war gestern nochmal beim Arzt zum Blutabnehmen. Sie sagt, jeder Mensch ist anderst. Der eine geht nach ein paar Tagen wieder arbeiten, um sich abzulenken und es zu vergessen. Die holt das aber meistens irgendwann wieder ein. Andere wiederum lassen sich Zeit zum Trauern, lassen ihre Gefühle raus, reden (ich schreibe) und verarbeiten es. Wie schnell das geht, ist bei jedem unterschiedlich und dann gibt es noch die, die garnicht mehr klarkommen, sich einigeln, abkapseln und richtig krank werden.

Meine Ärztin sagt, jeder erlebt Trauer anderst und man muß sie nicht verstecken, so wie es in der Gesellschaft allgemein üblich ist. Sie sagte: Wenn man durch eine Straße geht und man könnte in die Köpfe der Menschen sehen, die an einem vorübergehen, würde man in jedem in irgendeiner Form Trauer, Glück, Zufriedenheit oder Unausgeglichenheit feststellen, aber keiner zeigt es nach Außen, weil wir dann so verletzbar sind. Sie sagte: Laß deine Trauer raus, egal ob du weinst, schreist, still bist, schreibst oder was auch immer aber verarbeite es. Erst dann wird es dir besser gehen und den Rest macht die Zeit...

Ich habe das Gefühl, sie hat recht. Die erste Woche habe ich ununterbrochen geweint, habe nicht geschlafen, nicht gegessen, hatte nur dieses Warum im Kopf. Ende der zweiten Woche habe ich nurnoch abundzu geweint, aber habe gegrübelt, was ich denn nur falsch gemacht habe. Heute ist es drei Wochen her und langsam ist mit mir wieder was anzufangen. Als ich gestern Abend mit einem alten Freund telefoniert habe, sagte der: Mensch, du hörst dich ja schon wieder besser an, du findest wohl langsam ins Leben zurück. Ja, mir geht es etwas besser, weil ich langsam lerne es zu akzeptieren, dass es vielleicht besser war für unser schwaches vielleicht krankes kleines Würmchen und vielleicht sogar für uns. Diese Sichtweise braucht aber Zeit.

Als ich letzte Woche beim Arzt raus bin und mir ne Schwangere entgegenkam, hab ich nen Heulkrampf bekommen. Ich habe den Moment nichts gedacht. Ich war nicht eiversüchtig (vielleicht ein bißchen) aber ich habe den Moment nur meinen Verlust gesehen. Gestern war ich das erste Mal mit meinem Schatz einkaufen. (Ich gebe zu, ich habe erstmal allein am Fehrnseher trainiert Schwangere und Babys anzusehen) Ich habe gestern auch eine Frau mit einem ganz kleinen Würmchen gesehen, aber ich habe nicht geweint. Ich bin zwar einen Moment stehengeblieben und habe die zwei angeglotzt, aber es tat nicht mehr weh, weil ich mir immer eingeredet habe, dass ich mich für die Frau freuen muß, der es gestattet ist ein kleines gesundes Wunder auf die Welt gebracht zu haben.

Liebe Katja, ich weiß nicht, wie alt du bist. Ich bin jetzt 31 und habe seit dem ich 30 bin immer gesagt, jetzt ist mein Verfallsdatum abgelaufen. (Was ja auch in gewisser Weise stimmt.) Trotzdem ich würde mein Leben jedes Mal, bis auf kleine Ausnahmen, wieder so leben, wie ich es getan habe. Ich würde auch mit dem Kinderkriegen wieder so lange warten, weil ich mich vorher einfach noch nicht dazu bereit gefühlt habe, einem Kind alles zu geben, Mutter zu sein und ein völlig anderes aber auch schönes Leben zu führen. Wenn es vorher passiert wäre, hätte ich es sicher auch geschafft ein Kind großzuziehen und ich hätte mein Würmchen dann sicher auch nicht mehr hergeben wollen, aber ich kann die jungen Mädchen, die 15/16 Jahre sind nicht verstehen, die sagen sie wollten bewust ein Kind. Die schmeißen in meinen Augen ihre Jugend weg. Ich bin stolz auf mein Abitur, meine Arbeit, meinen Mann, auf das was ich gesehen und erlebt habe. Den richtigen Augenblick gibt es nie aber nach über 15 Jahren an der Seite meines Mannes war ich nun bereit dazu mein bisheriges Leben zu ändern und meinem Schatz den größten Liebesbeweis zu geben und ihm ein Kind zu schenken. Ich kann hierüber aber im Moment nicht nochmal nachdenken. Ich brauche jetzt Zeit um mit mir wieder klar zu kommen und erst dann werden wir einen neuen Versuch starten. Ich wäre nicht die Tanja die ich war, wenn ich nicht für das kämpfen würde an das ich glaube.

Die Ärztin wollte mich noch die ganze nächste Woche krankschreiben, aber ich werde am nächsten Donnerstag wieder arbeiten gehen. Das mein Schatz bei mir war die letzten Tage, hat mir geholfen mich wieder etwas zusammenzureißen. Gestern war ich das erste mal wieder richtig unter Menschen und die Ablenkung hat mir gutgetan. Ich bin allerdings dankbar dafür, dass mir die Ärztin Zeit soviel Zeit läßt. Den ganzen Tag arbeiten, sitzen, sich konzentrieren fällt mir noch schwer, (trainere zu Hause,mache Papiere, lese und schreibe am Computer, räume auf...), aber auch das wird von Tag zu Tag besser. Ich denke aber, ich brrauche noch ein paar Tage, um auch mit verärgerten Kunden mit Reklamationen wieder umgehen zu können. Ich habe die Hoffnung nicht aufgegeben, wieder fast die gleiche Tanja zu werden wie vorher. Ich muß, ich will...

Auch Du wirst es sicher irgendwann schaffen wieder nach vorn zu sehen. Tue dir selbst einen Gefallen und mach dir keine Vorwürfe. Du kannst wirklich nichts dafür, sonst würde es nicht jeder 2ten Frau (Aussage des Arztes im Krankenhaus) so gehen wie uns. Man hat keinen Einfluß darauf, egal was man macht oder nicht macht. Das ist mir inzwischen bewustgeworden. Selbst wenn wir etwas gemerkt hätten, was hätten denn die Ärzte in diesem Stadium schon machen können? Nichts, also hör auf dir darüber Gedanken zu machen. Ich weiß, das ist schwieriger als es sich anhört, aber es ist richtig.

Ich habe die ersten 10 Tage Blutungen gehabt. Ich denke weil ich fast den ganzen Tag gelegen habe, haben die Blutungen bei mir so früh aufgehört. Das Ziehen im Bauch ist laut meiner Ärztin normal, weil sich ja alles wieder zusammenziehen muß innendrin. Bei mir hält dieses Ziehen immernoch an. Meine Ärztin meint, durch den seelischen Schmerz konzentriere ich mich zusehr auf meinen Bauch. Mag sein, aber der ist immer noch ziemlich dick. Zumindest bekomme ich meine normalen Hosen im Stehen wieder zu, nur hinsetzen trau ich mich noch nicht wirklich damit, aber auch dass kommt hoffendlich bald. Glaub mir, es wird alles besser. Den Schmerz wird man sicher nie ganz vergessen, aber man lernt damit zu leben. Nimm dir soviel Zeit wie du brauchst. Auch wenn ich mich von allen Seiten bedrängt fühle wieder zu funktionieren, ich nehme mir die Zeit um es wirklich zu verarbeiten und wieder die Kraft zu haben normal zu leben und es vielleicht nochmal zu versuchen...

Wir schaffen das!!! Fühl auch du dich von mir umarmt!!

Bis bald!?!
Tanja

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25. November 2006 um 12:56
In Antwort auf berit_12856420

Liebe Katja,
freue mich sehr über deine Antwort, egal ob sie nun lang oder kurz ist. Wenn du meine Antworten verfolgt hast, weißt du, dass ich mich nicht kurzfassen kann oder vielmehr im Moment nicht will. Ich schreibe mir alles von der Seele was mich bedrückt und mir geht es besser wenn ich weiß, dass da irgendwo Menschen sind die mich verstehen, aber auch vielleicht die Dinge etwas anderst sehen wie ich. Das hilft mir nachzudenken. Ich fühle mich hier aufgehoben und verstanden. Jeder der meinen Beitrag und die Antworten liest, kann selbst entscheiden, ob er meine "kleinen Romane" zuende liest oder vielleicht sogar darauf antwortet. Das tut mir gut und ich hoffe anderen damit auch ein bißchen Kraft zu geben. So bekomme ich auch wieder Kraft zurück.Ich fühle mich hier etwas aufgehoben und frei meine Gefühle rauszulassen. Das kann ich in meinem Umfeld nicht. Ich spreche zwar viel mit meinem Mann und er hat viel Verständnis für mich, aber in meinem restlichen Umfeld sind so viele, die mich nicht verstehen. Sie haben mich alle gern und meinen es nur gut aber immer diese Phrasen: Das Leben geht weiter..., nächstes Mal klappt es bestimmt..., bla bla. Ich kanns nicht mehr hören, nein ich wills nicht mehr hören. Ich weiß, sie wollen mich nur trösten, aber sie machen genau das Falsche. Inzwischen habe selbst ich manchmal die Gedanken, dass mit mir vielleicht was nicht stimmt, nur weil ich noch nicht wieder richtig funktioniere, wie andere es von mir erwarten.

Eine Freundin hat mich gestern besucht. Sie hat gesagt: Mensch, ich kenne dich nun schon so lange und du bist doch für mich immer eine starke Persönlichkeit gewesen. Dich so zu sehen tut mir weh. ich hätte nicht gedacht, dass dich sowas so aus der Bahn schmeißen könnte. (Die hat mich die letzten 14 Tage nicht gesehen, mir gehts doch schon wieder besser) und toll, was ist "sowas"? Nur weil ich im Moment nicht klarkomme, heißt das nicht das ich aufgebe. Ich brauche nur etwas Zeit, aber das versteht in meinem Umfeld keiner. Glaube manchmal wirklich ich bin schon verrückt oder gefühlsgestört. Ich war gestern nochmal beim Arzt zum Blutabnehmen. Sie sagt, jeder Mensch ist anderst. Der eine geht nach ein paar Tagen wieder arbeiten, um sich abzulenken und es zu vergessen. Die holt das aber meistens irgendwann wieder ein. Andere wiederum lassen sich Zeit zum Trauern, lassen ihre Gefühle raus, reden (ich schreibe) und verarbeiten es. Wie schnell das geht, ist bei jedem unterschiedlich und dann gibt es noch die, die garnicht mehr klarkommen, sich einigeln, abkapseln und richtig krank werden.

Meine Ärztin sagt, jeder erlebt Trauer anderst und man muß sie nicht verstecken, so wie es in der Gesellschaft allgemein üblich ist. Sie sagte: Wenn man durch eine Straße geht und man könnte in die Köpfe der Menschen sehen, die an einem vorübergehen, würde man in jedem in irgendeiner Form Trauer, Glück, Zufriedenheit oder Unausgeglichenheit feststellen, aber keiner zeigt es nach Außen, weil wir dann so verletzbar sind. Sie sagte: Laß deine Trauer raus, egal ob du weinst, schreist, still bist, schreibst oder was auch immer aber verarbeite es. Erst dann wird es dir besser gehen und den Rest macht die Zeit...

Ich habe das Gefühl, sie hat recht. Die erste Woche habe ich ununterbrochen geweint, habe nicht geschlafen, nicht gegessen, hatte nur dieses Warum im Kopf. Ende der zweiten Woche habe ich nurnoch abundzu geweint, aber habe gegrübelt, was ich denn nur falsch gemacht habe. Heute ist es drei Wochen her und langsam ist mit mir wieder was anzufangen. Als ich gestern Abend mit einem alten Freund telefoniert habe, sagte der: Mensch, du hörst dich ja schon wieder besser an, du findest wohl langsam ins Leben zurück. Ja, mir geht es etwas besser, weil ich langsam lerne es zu akzeptieren, dass es vielleicht besser war für unser schwaches vielleicht krankes kleines Würmchen und vielleicht sogar für uns. Diese Sichtweise braucht aber Zeit.

Als ich letzte Woche beim Arzt raus bin und mir ne Schwangere entgegenkam, hab ich nen Heulkrampf bekommen. Ich habe den Moment nichts gedacht. Ich war nicht eiversüchtig (vielleicht ein bißchen) aber ich habe den Moment nur meinen Verlust gesehen. Gestern war ich das erste Mal mit meinem Schatz einkaufen. (Ich gebe zu, ich habe erstmal allein am Fehrnseher trainiert Schwangere und Babys anzusehen) Ich habe gestern auch eine Frau mit einem ganz kleinen Würmchen gesehen, aber ich habe nicht geweint. Ich bin zwar einen Moment stehengeblieben und habe die zwei angeglotzt, aber es tat nicht mehr weh, weil ich mir immer eingeredet habe, dass ich mich für die Frau freuen muß, der es gestattet ist ein kleines gesundes Wunder auf die Welt gebracht zu haben.

Liebe Katja, ich weiß nicht, wie alt du bist. Ich bin jetzt 31 und habe seit dem ich 30 bin immer gesagt, jetzt ist mein Verfallsdatum abgelaufen. (Was ja auch in gewisser Weise stimmt.) Trotzdem ich würde mein Leben jedes Mal, bis auf kleine Ausnahmen, wieder so leben, wie ich es getan habe. Ich würde auch mit dem Kinderkriegen wieder so lange warten, weil ich mich vorher einfach noch nicht dazu bereit gefühlt habe, einem Kind alles zu geben, Mutter zu sein und ein völlig anderes aber auch schönes Leben zu führen. Wenn es vorher passiert wäre, hätte ich es sicher auch geschafft ein Kind großzuziehen und ich hätte mein Würmchen dann sicher auch nicht mehr hergeben wollen, aber ich kann die jungen Mädchen, die 15/16 Jahre sind nicht verstehen, die sagen sie wollten bewust ein Kind. Die schmeißen in meinen Augen ihre Jugend weg. Ich bin stolz auf mein Abitur, meine Arbeit, meinen Mann, auf das was ich gesehen und erlebt habe. Den richtigen Augenblick gibt es nie aber nach über 15 Jahren an der Seite meines Mannes war ich nun bereit dazu mein bisheriges Leben zu ändern und meinem Schatz den größten Liebesbeweis zu geben und ihm ein Kind zu schenken. Ich kann hierüber aber im Moment nicht nochmal nachdenken. Ich brauche jetzt Zeit um mit mir wieder klar zu kommen und erst dann werden wir einen neuen Versuch starten. Ich wäre nicht die Tanja die ich war, wenn ich nicht für das kämpfen würde an das ich glaube.

Die Ärztin wollte mich noch die ganze nächste Woche krankschreiben, aber ich werde am nächsten Donnerstag wieder arbeiten gehen. Das mein Schatz bei mir war die letzten Tage, hat mir geholfen mich wieder etwas zusammenzureißen. Gestern war ich das erste mal wieder richtig unter Menschen und die Ablenkung hat mir gutgetan. Ich bin allerdings dankbar dafür, dass mir die Ärztin Zeit soviel Zeit läßt. Den ganzen Tag arbeiten, sitzen, sich konzentrieren fällt mir noch schwer, (trainere zu Hause,mache Papiere, lese und schreibe am Computer, räume auf...), aber auch das wird von Tag zu Tag besser. Ich denke aber, ich brrauche noch ein paar Tage, um auch mit verärgerten Kunden mit Reklamationen wieder umgehen zu können. Ich habe die Hoffnung nicht aufgegeben, wieder fast die gleiche Tanja zu werden wie vorher. Ich muß, ich will...

Auch Du wirst es sicher irgendwann schaffen wieder nach vorn zu sehen. Tue dir selbst einen Gefallen und mach dir keine Vorwürfe. Du kannst wirklich nichts dafür, sonst würde es nicht jeder 2ten Frau (Aussage des Arztes im Krankenhaus) so gehen wie uns. Man hat keinen Einfluß darauf, egal was man macht oder nicht macht. Das ist mir inzwischen bewustgeworden. Selbst wenn wir etwas gemerkt hätten, was hätten denn die Ärzte in diesem Stadium schon machen können? Nichts, also hör auf dir darüber Gedanken zu machen. Ich weiß, das ist schwieriger als es sich anhört, aber es ist richtig.

Ich habe die ersten 10 Tage Blutungen gehabt. Ich denke weil ich fast den ganzen Tag gelegen habe, haben die Blutungen bei mir so früh aufgehört. Das Ziehen im Bauch ist laut meiner Ärztin normal, weil sich ja alles wieder zusammenziehen muß innendrin. Bei mir hält dieses Ziehen immernoch an. Meine Ärztin meint, durch den seelischen Schmerz konzentriere ich mich zusehr auf meinen Bauch. Mag sein, aber der ist immer noch ziemlich dick. Zumindest bekomme ich meine normalen Hosen im Stehen wieder zu, nur hinsetzen trau ich mich noch nicht wirklich damit, aber auch dass kommt hoffendlich bald. Glaub mir, es wird alles besser. Den Schmerz wird man sicher nie ganz vergessen, aber man lernt damit zu leben. Nimm dir soviel Zeit wie du brauchst. Auch wenn ich mich von allen Seiten bedrängt fühle wieder zu funktionieren, ich nehme mir die Zeit um es wirklich zu verarbeiten und wieder die Kraft zu haben normal zu leben und es vielleicht nochmal zu versuchen...

Wir schaffen das!!! Fühl auch du dich von mir umarmt!!

Bis bald!?!
Tanja

Hallo liebe Tanja!
Danke für die liebe Antwort. Mir geht es wie dir-das Forum ist so wichtig für mich und ich weiß nicht, wie ich das alles ohne Forum überständen hätte. Das hilft mir sehr! Wir sind wirklich alle in derselben Situation und trauern um unsere Kleinen.
Du hast Recht-jeder verarbeitet diese Situation auf seine Art. Ich bin eigentlich ein Mensch, der sich abkapselt, wenn etwas passiert. Aber diesmal (vielleicht weil der Schmerz so groß war) habe ich mich nach anderen Menschen und einer Aufgabe gesehnt. Ich bin von Anfang an, arbeiten gegangen und habe dennoch getrauert. Habe auch die 1. Woche die ganze Zeit geweint, wenn ich allein war. Jetzt ist es besser geworden, ich weine ab und zu und kann auch etwas besser schlafen.
Ich versuche auch, normal zu reagieren, wenn ich Schwangere oder Babys sehe, aber ich denke dabei auch immer an unseren Verlust. Ich hoffe, dass es mit der Zeit besser wird. Wahrscheinlich stimmt es, dass man nichts dafür kann, dass das Kleine nicht mehr lebt.Man macht sich aber trotzdem Vorwürfe, weil man ja für das Würmchen verantwortlich gewesen ist. Ich bin 28 und habe so gehofft, das wir jetzt unser 1. Kind bekommen, doch es sollte nicht sein.
Liebe Tanja! Es ist schön, dass du nichts bereust und alles nochmal genauso machen würdest. Das ist ein gutes Gefühl. Ich weiß jetzt, dass ich hätte schon früher an das Kinderkriegen denken müssen und es nicht immer verschieben und denken-erst mal zu zweit das Leben genießen. Mein Mann wollte ja schon die ganze Zeit Kinder haben. Ich war diejenige, die gesagt hat-lass uns noch warten.
Ich hoffe, dass es bei uns jetzt wieder bergauf gehen wird und dass wir uns langsam wieder dem Leben öffnen können. Es ist sehr gut, dass du dir Zeit zum Trauern genommen hast. Aber es ist auch bestimmt gut, dass du jetzt wieder mit dem Arbeiten anfängst. Es hilft wirklich! Die Kollegen und die gewohnte Umgebung geben Kraft und helfen zur Normalität zurückzufinden.
Ich umarme dich und hoffe wieder bald von dir zu hören.
Liebe Grüße, Katja

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27. November 2006 um 15:26
In Antwort auf amalia_12707388

Hallo liebe Tanja!
Danke für die liebe Antwort. Mir geht es wie dir-das Forum ist so wichtig für mich und ich weiß nicht, wie ich das alles ohne Forum überständen hätte. Das hilft mir sehr! Wir sind wirklich alle in derselben Situation und trauern um unsere Kleinen.
Du hast Recht-jeder verarbeitet diese Situation auf seine Art. Ich bin eigentlich ein Mensch, der sich abkapselt, wenn etwas passiert. Aber diesmal (vielleicht weil der Schmerz so groß war) habe ich mich nach anderen Menschen und einer Aufgabe gesehnt. Ich bin von Anfang an, arbeiten gegangen und habe dennoch getrauert. Habe auch die 1. Woche die ganze Zeit geweint, wenn ich allein war. Jetzt ist es besser geworden, ich weine ab und zu und kann auch etwas besser schlafen.
Ich versuche auch, normal zu reagieren, wenn ich Schwangere oder Babys sehe, aber ich denke dabei auch immer an unseren Verlust. Ich hoffe, dass es mit der Zeit besser wird. Wahrscheinlich stimmt es, dass man nichts dafür kann, dass das Kleine nicht mehr lebt.Man macht sich aber trotzdem Vorwürfe, weil man ja für das Würmchen verantwortlich gewesen ist. Ich bin 28 und habe so gehofft, das wir jetzt unser 1. Kind bekommen, doch es sollte nicht sein.
Liebe Tanja! Es ist schön, dass du nichts bereust und alles nochmal genauso machen würdest. Das ist ein gutes Gefühl. Ich weiß jetzt, dass ich hätte schon früher an das Kinderkriegen denken müssen und es nicht immer verschieben und denken-erst mal zu zweit das Leben genießen. Mein Mann wollte ja schon die ganze Zeit Kinder haben. Ich war diejenige, die gesagt hat-lass uns noch warten.
Ich hoffe, dass es bei uns jetzt wieder bergauf gehen wird und dass wir uns langsam wieder dem Leben öffnen können. Es ist sehr gut, dass du dir Zeit zum Trauern genommen hast. Aber es ist auch bestimmt gut, dass du jetzt wieder mit dem Arbeiten anfängst. Es hilft wirklich! Die Kollegen und die gewohnte Umgebung geben Kraft und helfen zur Normalität zurückzufinden.
Ich umarme dich und hoffe wieder bald von dir zu hören.
Liebe Grüße, Katja

Liebe Katja,
dies ist nun der zweite Versuch dir zu antworten. Die Seite hat nach dem Abschicken irgendwie nicht funktioniert. Nur das du dich nicht wunderst, wenn du evt. zweimal eine ähnliche Antwort von mir bekommst. Kenne mich mit dem Internet und dem Computer eben nicht so gut aus.

Erstmal möchte ich dir Danken, weil du mir geantwortet hast und ich nun "schwarz auf weiß" habe, dass ich vielleicht doch nicht so verhaltensgestört bin, wie ich manchmal denke. Ich bewundere dich für deine Kraft gleich wieder zu arbeiten. Ich konnte in den ersten 14 Tagen nicht einen klaren Gedanken fassen und habe fast ununterbrochen geweint. Jetzt sind etwas mehr als 3 Wochen vergangen und ich fange langsam wieder an zu funktionieren. Das mit der Konzentration klappt wieder ganz gut und ich kann inzwischen sogar über meinen Verlust sprechen, ohne gleich wieder in Tränen auszubrechen. Das ist für mich wichtig, wenn ich wieder arbeiten oder unter Leute gehe. Es spricht einen ja jeder darauf an...
Die Tränen kommen jetzt fast nurnoch Nachts. Mein Schatz hat mich gestern Nacht aufgeweckt, weil ich mich im Schlaf zusammengekrümmtund gewimmert habe. Als ich dann wach wurde hab ich wieder ne heftige Heulattake gehabt. Verarbeite das Ganze wohl jetzt im Schlaf. Trotzdem, man soll ja alles positiv sehen. Zumindest kann ich wieder schlafen. Die Schlaflosigkeit war die letzten Wochen das schlimmste für mich.

Gestern hat mich das erste Mal eine liebe Kollegin angrufen. Sie sagte, es täte allen sehr leid und es wären alle sehr geschockt gewesen und es würden sich alle freuen, wenn ich endlich wieder komme. Ich weiß zwar nicht ob das stimmt, aber es tut gut gebraucht zu werden. Es wäre wohl sehr viel Arbeit da. Meine Vertretung hätte gemerkt, dass man das alleine nicht schaffen kann und sie vertreten mich im Moment zum Teil manchmal sogar zu dritt. Ich habe mir Vorwürfe gemacht, dass ich unser Würmchen vielleicht deshalb verloren habe, aber alle Ärzte meinten, ich hätte es nicht beeinflussen können. Trotzdem, ich muß jetzt mal ein bißchen vielleicht einen "halben Gang runterschalten". Denn der leichte Hörsturz, den ich zu Anfang der Schwangerschaft hatte, kam ja auch von zuviel Stress. Zumindest haben sie jetzt gemerkt, dass es zuviel Arbeit für eine Person ist und vielleicht bekomme ich ja jetzt etwas Unterstützung. Mal sehen... Auf jeden Fall freue ich mich darauf am Donnerstag endlich wieder arbeiten zu gehen. Du hast bestimmt recht, Arbeit war bisher auch für mich immer die beste Medizin. Diesmal ist es wohl die Zeit...

Liebe Katja, tu dir selbst einen Gefallen und hör auf mit dem "Ich hätte schon früher ans Kinderkriegen denken sollen!" Ich weiß nicht wie lange du mit deinem Schatz zusammen bist. Bei uns hat ja bald keiner mehr dran geglaubt, vor allem nicht meine Eltern und Schwiegereltern, dass wir überhaupt mal ein Kind wollen. Ich bin jetzt mit meinem Schatz zusammen seit ich 15 Jahre war. Auch ich habe diese Gedanken gehabt nachdem ich unser Würmchen verloren habe, weil auch ich immer die jenige war, die noch warten wollte und selbst während der Schwangerschaft manchmal den "alten Zeiten" ein kleines bißchen hinterhergetrauert habe, obwohl ich mich so sehr auf unser Wunschkind gefreut habe. Wenn es nach meinem Mann gegangen wäre, wäre unser Kind vielleicht schon 7 oder 8 Jahre alt. Trotzdem ist mein Schatz der Meinung, dass die Zweisamkeit für uns gut und wichtig war. Er ist so süß und läßt mir jetzt die Zeit die ich brauche. Wir haben uns auf jeden Fall vorgenommen, nächstes Jahr im Juni nochmal wegzufliegen in den Urlaub und richtig abzuschalten. Ich möchte erstmal wieder richtig Kraft sammeln und meinem Körper und vor allem meiner Seele Zeit geben, bevor wir es nochmal versuchen. Ich möchte nicht daran zerbrechen, wenn es vielleicht nochmal passiert...
Es gibt Frauen die sogar mit 40 Jahren erst ihr erstes gesundes Kind auf die Welt bringen. Was ich dir damit sagen will: Wir, du und ich, haben beide noch viel Zeit und du noch mehr wie ich. Ich bin schließlich schon 31 Jahre. Trotzdem, ich finde das nicht falsch so lange gewartet zu haben. Was hätten wir wohl alles schönes verpaßt? Den richtigen Zeitpunkt gibt es nicht aber man muß sich denke ich bereit fühlen, wenn man wirklich ein Wunschkind möchte und keinen "Unfall". Wenn es früher passiert wäre, wäre ich sicher auch glücklich gewesen und würde mein Würmchen nicht missen wollen, aber so kann ich zurückblicken und sagen: es war gut so! Mach dir also bitte keine Vorwürfe, dass du zu spät "angefangen" hast.

Ich hoffe, irgendwann hören wir beide von einander, dass wir ein gesundes Würmchen in den Armen halten und vorher wäre es trotzdem schön wieder bald was von dir zu hören bzw. lesen. Fühl dich von mir umarmt.

Bis bald!?
Tanja

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27. November 2006 um 17:33
In Antwort auf berit_12856420

Liebe Angela,
Danke für diene Antwort. Du gehst offensichtlich schon den Weg, auf den ich jetzt langsam gehen möchte. Du versuchst dich zu konzentrieren was dir wichtig ist. Du hast sicher hart für deine Diplomarbeit gearbeitet und ich für meinen Job auch. Es wäre schlimm, wenn wir das hart erarbeitete einfach wegschmeißen würden. Ich weiß selbst, es ist schwer, aber wir müssen uns auch Zeit geben. Trotzdem ich bin nicht der Mensch der aufgibt. Ich kämpfe an das was ich glaube und für das was ich will, ich habe noch nie aufgegeben. Ich habe mich aber auch noch nie so hängen lassen wie jetzt. Ich weiß ich muß wieder aufstehen und das hier hilft mir dabei. Hab mir vorgenommen, jeden Tag ein kleines bißchen mehr... Ich hab jetzt angefangen, die Wohnung sauber zu machen. Das lenkt mich ab.

Rege mich gerade innerlich sehr auf, weil ich auf SAT1 ne Talkshow nebenbei laufen habe. Thema, keine Ahnung, aber die Frauen poppen wahllos durch die Gegend und treiben dann einfach ab und halten das für das Selbstverständlichste der Welt. Wieso kommen die mit dem Verlust so klar? Kann man so Gefühlskalt sein?? Ich weiß, das kommt immer auf die persönliche Situation an, aber ich könnte nie ein gesundes Würmchen einfach so wegmachen lassen. Was denken die sich eigendlich dabei?? Bei mir kommt die Wut wieder hoch, warum gerade solche Frauen gesunde Kinder bekommen, die eigentlich garkein Würmchen wollen.

Ich weiß nicht, ob ich eine gute Mutter gewesen wäre, aber ich habe mein Würmchen vom ersten Tag an geliebt, auch wenn ich Zweifel hatte, ob ich das alles schaffe. Jetzt, wo ich es nicht mehr schaffen muß, jetzt weiß ich, ich hätte es geschafft.

Wie alle immer sagen, das Leben geht weiter, aber man selbst entscheidet wie und was man daraus macht.

Ich will jetzt erstmal wieder mit mir klarkommen und vor allem wieder arbeiten gehen. Ich verdiene zwar nicht viel, aber mein Job ist mir wichtig und macht mir trotz allem Spaß. Ich wäre zwar auch gern mindestens 3 Jahre zu Hause geblieben für mein Würmchen, aber es hat jetzt eben nicht sollen sein. Arbeit lenkt ab und bringt das Geld, was man zum Leben braucht. Eins weiß ich, wenn ich zurückgefunden habe ins Leben, will ich Leben, mir was gönnen. Ich denke, wir fahren fahren vielleicht wirklich mal kurzfristig in den Urlaub, wenn wir denn Urlaub bekommen. Oder ich mache, wenn ich wieder arbeite einfach mal eine Kurzerholung in der Sauna mit Massage und hinterher schön Essen gehen. Abschalten...

Ich stelle mir das so schön vor, habe aber Angst vor dem Moment, wenn ich etwas mache und mich das alles wieder einholt. Was wenn wir Essen gehen und neben mir auch eine Familie mit Baby ist? Man, dass wäre so peinlich für mich einfach loszuheulen. Genau wie mein Abgang aus dem Krankenhaus. Ich wollte einfach nur weg. Peinlich, aber manchmal setzt wohl einfach das Hirn mal aus.

Ich wünsche Dir jedenfalls viel Kraft. Ich weiß nicht, ob ich in Deiner Situation es geleich wieder versuchen würde. Ich denke aber nicht, dass du dein anderes Würmchen gleich wieder vergessen würdest. Ich denke aber, es ist sinnvoll sich erstmal auf eine Sache zu konzentrieren. Ich würde an deiner Stelle erstmal deine Diplomarbeit fertig machen und dann mit neuer Kraft mich auf ein neues Würmchen konzentrieren. Ich mache mir selbst Vorwürfe, weil ich so viel Stress auf der Arbeit hatte und man sagt, stress kann auch zu einer Fehlgeburt führen. Mein Körper hat mir ja durch den Hörsturz gezeigt, dass er überfordert ist. Ich habe mich ja zurückgenommen, aber es hat wohl nicht gereicht. Auf der anderen Seite wissen manche Frauen garnicht in den ersten Monaten, dass sie Schwanger sind, haben Stress und bekommen trotzdem ein gesundes Kind. Ich sage immer allen, keiner hat Schuld aber ich selber mache mir auch Vorwürfe. Verrückt irgendwie,oder??

Du mußt selbst wissen, was du tust. Laß dich auf jeden Fall nicht verunsichern von anderen. Nur du weißt, was für dich gut oder nichtgut ist. Ich bin da, wenn du wen brauchst zum reden. Du hilfst mir auch. Es ist schon, für andere da sein zu können und obwohl man selbst seine Kraft verloren hat, trotzdem anderen vielleicht etwas helfen zu können. Das Gefühl, dass man gebraucht wird gibt neue Kraft. Zumindest geht es mir so.

Danke fürs zuhören, bzw. lesen. Ich weiß, ich hab wieder nen Roman geschrieben, aber reden könnte ich so nicht, auch wenn ich sonst auch viel rede, aber so kann ich meine Gefühle wirklich rauslassen und es geht mir besser.

Hoffe, wir hören wieder von einander

Liebe Grüße
Tanja

Liebe Tanja,
wollt mal fragen wie es dir geht? Ich hoffe etwas besser. Ich war heute zur Nachuntersuchung. Ist alles in Ordnung. Ich habe sogar gestern oder heute meinen Eisprun gehabt. Konnte die Ärztin auf dem Ultraschall sehen.
Außerdem habe ich das Ergebnis der genetischen Untersuchung bekommen. Unser Baby hatte einen Chromosomendeffekt. Wir haben nun Anfang Januar einen Termin zur humangenetischen Beratung. Mal sehen was daraus kommt. Obwohl es auch nix ändert. Wir probieren es nach meiner nächsten Regel trotzdem wieder. Weißt du einen Grund warum du die Fg hattest? Oder hast du was untersuchen lassen?

Ich bin trotzdem noch oft traurig. Ich habe heute Zwillinge gesehen, die grad mal 2 Woche alt sind. Das tat echt weh... Naja. Wir haben wenigstens ein schönes Bild von unserm Baby wo man alles sieht, Körper, Arme, Beine, Augen.

Viele liebe Grüße, Angela.

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27. November 2006 um 21:56

Verstehe Dich so gut
liebe Tanja, das kannst Du mir glauben. Ich hatte am Freitag die AS und am Mittwoch war es definitiv klar, dass mein Kleiner nicht mehr lebt ... Die Woche davor war die Hölle. Was habe ich zu ihm geredet, ich gesagt, komm, wachse, Du kriegst alles, was Du möchtest, bitte bitte, wachse. Hab ihm alles gezeigt, alles erklärt, die Oma, den Opa, Bäume, Orte, Speisen - alles. Dachte, wer weiß, wenn er das alles hört, dann möchte er es sicher auch sehen ....
aber laut US weiß ich, er muss bereits in der 4. oder 5. Woche gestorben sein. Mich macht das so wahnsinnig fertig und ich suche auch beständig nach Gründen.
Was mich am meisten umtreibt, am 20. wollte mein Freund mit mir Schluss machen, da wußte ich noch nichts von der SS, hatte wie Du Dir denken kannst, stress ohne Ende. War nur am Weinen, hab nmichts gegessen ... war es also das?
Hat er gespürt, oh bitte, da will ich nicht hin? Was soll ich da? 2 Tage später hat mein Freund sich entschuldigt - war es da schon zu spät?????
Ich hoffe sehr, der Befund kann mir sagen, warum. Wenn es ein medizinischer Grund ist, ein Fehler, dann kann ich damit vielleicht besser leben als wenn ich mich immer fragen müsste, habe ich Schuld?
Wie geht es Dir denn jetzt?
Ist es schon besser? Kannst Du wieder arbeiten ohne zu patzen? Wobei patzen nach einer solchen Erfahrung wohl ohnehin ein falsches Wort ist. Wer steckt das alles denn einfach so weg?
Ich hoffe und wünsche, Dir geht es schon wieder besser und wenn Du erneut schwanger wirst, dass dann alles gut geht.
LG Kathy

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28. November 2006 um 14:01
In Antwort auf berit_12856420

Liebe Katja,
dies ist nun der zweite Versuch dir zu antworten. Die Seite hat nach dem Abschicken irgendwie nicht funktioniert. Nur das du dich nicht wunderst, wenn du evt. zweimal eine ähnliche Antwort von mir bekommst. Kenne mich mit dem Internet und dem Computer eben nicht so gut aus.

Erstmal möchte ich dir Danken, weil du mir geantwortet hast und ich nun "schwarz auf weiß" habe, dass ich vielleicht doch nicht so verhaltensgestört bin, wie ich manchmal denke. Ich bewundere dich für deine Kraft gleich wieder zu arbeiten. Ich konnte in den ersten 14 Tagen nicht einen klaren Gedanken fassen und habe fast ununterbrochen geweint. Jetzt sind etwas mehr als 3 Wochen vergangen und ich fange langsam wieder an zu funktionieren. Das mit der Konzentration klappt wieder ganz gut und ich kann inzwischen sogar über meinen Verlust sprechen, ohne gleich wieder in Tränen auszubrechen. Das ist für mich wichtig, wenn ich wieder arbeiten oder unter Leute gehe. Es spricht einen ja jeder darauf an...
Die Tränen kommen jetzt fast nurnoch Nachts. Mein Schatz hat mich gestern Nacht aufgeweckt, weil ich mich im Schlaf zusammengekrümmtund gewimmert habe. Als ich dann wach wurde hab ich wieder ne heftige Heulattake gehabt. Verarbeite das Ganze wohl jetzt im Schlaf. Trotzdem, man soll ja alles positiv sehen. Zumindest kann ich wieder schlafen. Die Schlaflosigkeit war die letzten Wochen das schlimmste für mich.

Gestern hat mich das erste Mal eine liebe Kollegin angrufen. Sie sagte, es täte allen sehr leid und es wären alle sehr geschockt gewesen und es würden sich alle freuen, wenn ich endlich wieder komme. Ich weiß zwar nicht ob das stimmt, aber es tut gut gebraucht zu werden. Es wäre wohl sehr viel Arbeit da. Meine Vertretung hätte gemerkt, dass man das alleine nicht schaffen kann und sie vertreten mich im Moment zum Teil manchmal sogar zu dritt. Ich habe mir Vorwürfe gemacht, dass ich unser Würmchen vielleicht deshalb verloren habe, aber alle Ärzte meinten, ich hätte es nicht beeinflussen können. Trotzdem, ich muß jetzt mal ein bißchen vielleicht einen "halben Gang runterschalten". Denn der leichte Hörsturz, den ich zu Anfang der Schwangerschaft hatte, kam ja auch von zuviel Stress. Zumindest haben sie jetzt gemerkt, dass es zuviel Arbeit für eine Person ist und vielleicht bekomme ich ja jetzt etwas Unterstützung. Mal sehen... Auf jeden Fall freue ich mich darauf am Donnerstag endlich wieder arbeiten zu gehen. Du hast bestimmt recht, Arbeit war bisher auch für mich immer die beste Medizin. Diesmal ist es wohl die Zeit...

Liebe Katja, tu dir selbst einen Gefallen und hör auf mit dem "Ich hätte schon früher ans Kinderkriegen denken sollen!" Ich weiß nicht wie lange du mit deinem Schatz zusammen bist. Bei uns hat ja bald keiner mehr dran geglaubt, vor allem nicht meine Eltern und Schwiegereltern, dass wir überhaupt mal ein Kind wollen. Ich bin jetzt mit meinem Schatz zusammen seit ich 15 Jahre war. Auch ich habe diese Gedanken gehabt nachdem ich unser Würmchen verloren habe, weil auch ich immer die jenige war, die noch warten wollte und selbst während der Schwangerschaft manchmal den "alten Zeiten" ein kleines bißchen hinterhergetrauert habe, obwohl ich mich so sehr auf unser Wunschkind gefreut habe. Wenn es nach meinem Mann gegangen wäre, wäre unser Kind vielleicht schon 7 oder 8 Jahre alt. Trotzdem ist mein Schatz der Meinung, dass die Zweisamkeit für uns gut und wichtig war. Er ist so süß und läßt mir jetzt die Zeit die ich brauche. Wir haben uns auf jeden Fall vorgenommen, nächstes Jahr im Juni nochmal wegzufliegen in den Urlaub und richtig abzuschalten. Ich möchte erstmal wieder richtig Kraft sammeln und meinem Körper und vor allem meiner Seele Zeit geben, bevor wir es nochmal versuchen. Ich möchte nicht daran zerbrechen, wenn es vielleicht nochmal passiert...
Es gibt Frauen die sogar mit 40 Jahren erst ihr erstes gesundes Kind auf die Welt bringen. Was ich dir damit sagen will: Wir, du und ich, haben beide noch viel Zeit und du noch mehr wie ich. Ich bin schließlich schon 31 Jahre. Trotzdem, ich finde das nicht falsch so lange gewartet zu haben. Was hätten wir wohl alles schönes verpaßt? Den richtigen Zeitpunkt gibt es nicht aber man muß sich denke ich bereit fühlen, wenn man wirklich ein Wunschkind möchte und keinen "Unfall". Wenn es früher passiert wäre, wäre ich sicher auch glücklich gewesen und würde mein Würmchen nicht missen wollen, aber so kann ich zurückblicken und sagen: es war gut so! Mach dir also bitte keine Vorwürfe, dass du zu spät "angefangen" hast.

Ich hoffe, irgendwann hören wir beide von einander, dass wir ein gesundes Würmchen in den Armen halten und vorher wäre es trotzdem schön wieder bald was von dir zu hören bzw. lesen. Fühl dich von mir umarmt.

Bis bald!?
Tanja

Liebe Tanja,
ich möchte dir auch danken, dass du mir geantwortet hast und dir sagen, dass deine Antworten mir viel Kraft geben und sehr oft genau das wiederspiegeln, was ich selber fühle oder denke.
Ich freue mich sehr, dass du übermorgen mit der Arbeit anfängst. Hab keine Angst davor-es wird dir bestimmt gut tun und dich ablenken. Dann mußt du auch an etwas anderes, als nur an den schmerzlichen Verlust denken, bist wieder für etwas verantwortlich und das wird dir Kraft geben. Ich glaube auch, dass du jetzt nicht so viel Stress haben wirst, wie vorher, weil ja alle einsehen mußten, dass du allein so viel Arbeit erledigen mußtest, dass 1 Person dich gar nicht vertreten konnte. Außerdem werden die Kollegen jetzt bestimmt Rücksicht nehmen und dir eine nette Atmosphäre schaffen.
Liebe Tanja! Danke für deine Unterstützung-du hast Recht. Ich werde versuchen, nicht mehr zu denken-hätten wir doch früher mit dem Kinderkriegen angefangen. Ich werde nach vorne schauen und hoffen für dich, für mich und alle, die in diesem Forum sind, dass das nächste Mal alles gut wird. Ich habe natürlich auch Angst davor, dass wider etwas Schlimmes passieren könnte, aber ich glaube, ich möchte nicht lange warten, weil ich jetzt verstanden habe, dass ein Würmchen so ein großes Glück ist, das ich nicht missen möchte. Ich finde es aber gut, dass du für dich sagst-ich lasse mir Zeit, damit der Körper und die Seele sich erholen können und erst dann... Das wird bestimmt auch deinem nächsten Würmchen gut tun, wenn du seelisch und physisch wieder erholt bist. Ein Urlaub wird sicherlich dir und deinem Schatz gut tun.
Morgen muß ich zu meiner FA zur 1. Untersuchung nach der AS. Ich hoffe, dass alles in Ordnung sein wird und vielleicht sagt sie mir auch, was der Grund dafür, dass das Würmchen nicht mehr lebt, sein könnte. Ich habe auch Angst, dass alles wieder hochkommt, wenn ich wieder in der Praxis bin. In einer Woche hätten mein Schatz und ich unsere nächste Vorsorgeuntersuchung gehabt. Es wäre so schön gewesen! Ich habe heute auch darüber nachgedacht, dass vor einem Monat wir gemeinsam in der Praxis waren und das Würmchen am Monitor beobachtet haben und dann, 2 Wochen später hatte ich im selben Raum die AS gehabt. In demselben Raum so viel Glück und dann so viel Schmerz und Trauer!
Liebe Tanja! Entschuldige bitte diese Übergänge von ruhig zu traurig, aber so geht es mir jetzt immer seit ich das erfahren habe. Mal bin ich ganz normal und im nächsten Augenblick weine ich.
Ich hoffe auch, dass wir schon bald unsere Würmchen in den Armen halten dürfen und würde mich sehr über eine Antwort von dir freuen. Ich umarme dich.

Liebe Grüße, Katja

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28. November 2006 um 18:40
In Antwort auf claire_11881879

Liebe Tanja,
wollt mal fragen wie es dir geht? Ich hoffe etwas besser. Ich war heute zur Nachuntersuchung. Ist alles in Ordnung. Ich habe sogar gestern oder heute meinen Eisprun gehabt. Konnte die Ärztin auf dem Ultraschall sehen.
Außerdem habe ich das Ergebnis der genetischen Untersuchung bekommen. Unser Baby hatte einen Chromosomendeffekt. Wir haben nun Anfang Januar einen Termin zur humangenetischen Beratung. Mal sehen was daraus kommt. Obwohl es auch nix ändert. Wir probieren es nach meiner nächsten Regel trotzdem wieder. Weißt du einen Grund warum du die Fg hattest? Oder hast du was untersuchen lassen?

Ich bin trotzdem noch oft traurig. Ich habe heute Zwillinge gesehen, die grad mal 2 Woche alt sind. Das tat echt weh... Naja. Wir haben wenigstens ein schönes Bild von unserm Baby wo man alles sieht, Körper, Arme, Beine, Augen.

Viele liebe Grüße, Angela.

Hallo Angela,
freue mich sehr, dass du dich mal wieder bei mir meldest und das bei dir soweit alles ok ist.

Ja, mir geht es von Tag zu Tag wieder etwas besser. Inzwischen kann ich mich wieder auf eine Sache konzentrieren. Meine Ärztin wollte mich zwar noch die ganze Woche krankschreiben, aber ich gehe am Donnerstag wieder los. Denke Arbeit lenkt mich ab.
Laut einer lieben Kollegin, die mich am Sonntag das erste Mal danach angerufen hat, freuen sich alle, dass ich wieder komme. Weiß zwar nicht ob das stimmt, aber es ist ein schönes Gefühl gebraucht zu werden. Bin jedenfalls gespannt, was mich erwartet. Habe mir aber vorgenommen, einen "halben Gang" runterzuschalten, damit ich nicht gleich wieder nen Hörsturz bekomme, so wie am Anfang meiner Schwangerschaft. Ich habe mir die letzte Zeit auch Vorwürfe gemacht, weil ich soviel Stress hatte und ich unser Würmchen vielleicht deshalb verloren habe, aber alle Arzte meinten, ich hätte es nicht beeinflussen können. Auf jeden Fall hat meine Vertretung jetzt gemerkt, dass meine Arbeit allein nicht mehr zu schaffen ist. Laut meiner Kollegin, vertreten die mich Phasenweise sogar zu dritt. Bin ja mal gespannt, ob ich jetzt ein bißchen Hilfe bekomme. Mal sehen... aber die Arbeit macht mir ja trotz allem sehr viel Spaß.

Verstehe garnicht, warum alle nach erst so spät ihre Nachuntersuchung hatten. Meine Ärztin hat mich eine Woche nach der Operation nochmal mit Ultraschall untersucht und meinte dann, dass ich erst im Mitte Januar erneut zur Nachuntersuchung kommen soll. Mußte jetzt nur noch zwischendurch im Abstand von 14 Tagen zum Blutabnehmen weil mein HCG-Wert nich so runterging, wie normal. Am Freitag hat sie mich dann nochmal angerufen, ich solle nochmal nächste Woche kommen, weil mein HCG-Wert zwar von ursprünglich über 900 auf irgendwas knapp 30 gesunken ist, das aber immernoch nicht genug ist. Was auch immer das zu bedeuten hat.

Warum das kleine Herzchen aufgehört hat zu schlagen weiß ich nicht. Alle Ärzte haben gesagt, die Natur sortiert aus, es gäbe keinen Grund. Ich hätte nichts beeinflussen können. Bei dem Untersuchungsergebnis, was meine Ärztin schon nach einer Woche vorlag, kam nur raus, dass die Nachgeburt wohl etwas klumpig gewesen sei, wodurch das Würmchen wohl nicht richtig versorgt wurde. Sowas könne laut meiner Ärztin mal passieren. Vielleicht war es ja auch ein Gendefekt. Ich weiß es nicht. Ich will es inzwischen auch nicht mehr wissen, weil ich es sowieso nicht beeinflussen kann. Wenn wir es irgendwann nochmal versuchen, können wir es beim nächsten mal auch wieder nicht ändern, wenn es nochmal passiert...Inzwischen schlafen wir wieder zusammen, aber mit Verhütung. Es ist ein schönes Gefühl meinem Schatz wieder so nah zu sein. Klingt doof, aber jetzt fühl ich mich nicht mehr so leer.
Du schreibst, ihr wartet bis du deine Regel bekommen hast und probiert dann wieder. Darf ich dich fragen, ob ihr schon wieder miteinander geschlafen habt? Meine Ärztin meinte ja wir sollen 3-4 Wochen warten. Wir hatten es irgendwann nach etwas über 14 Tagen mal versucht, aber ich konnte einfach nicht. Jetzt am Wochenende hat sich dann wieder ne Situation ergeben...es war ein unbeschreiblich schönes Gefühl wieder so nah bei meinem Schatz zu sein. Ich hatte soviel Angst davor, aber es tat nicht weh. Klingt doof, aber jetzt fühl ich mich irgendwie nicht mehr so leer. Ging dir das auch so?
Meine Regel müßte ich rein theoretisch dieses Wochenende bekommen, wenn sie normal käme und der Tag der Operation der erste Tag des Zyklus war. Habe aber diesmal nicht wie sonst meinen Eisprung gespürt. Mal sehen wie das weitergeht.

Was hat dir die Ärztin gesagt, wie lange du nicht Baden oder Schwimmen darfst? Hab meine Vergessen zu fragen. Ich verzichte schon seit ich schwanger war darauf. Erst wegen dem Würmchen und jetzt aus Angst vor Entzündungen. Hab da mal sowas gehört... Duschen ist zwar auch ok, aber es geht eben nichts über eine entspannende heiße Badewanne.

Hoffe ich höre bald mal wieder was von dir. Fühl dich von mir umarmt.

Bis bald!?
Tanja

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28. November 2006 um 23:06
In Antwort auf amalia_12707388

Liebe Tanja,
ich möchte dir auch danken, dass du mir geantwortet hast und dir sagen, dass deine Antworten mir viel Kraft geben und sehr oft genau das wiederspiegeln, was ich selber fühle oder denke.
Ich freue mich sehr, dass du übermorgen mit der Arbeit anfängst. Hab keine Angst davor-es wird dir bestimmt gut tun und dich ablenken. Dann mußt du auch an etwas anderes, als nur an den schmerzlichen Verlust denken, bist wieder für etwas verantwortlich und das wird dir Kraft geben. Ich glaube auch, dass du jetzt nicht so viel Stress haben wirst, wie vorher, weil ja alle einsehen mußten, dass du allein so viel Arbeit erledigen mußtest, dass 1 Person dich gar nicht vertreten konnte. Außerdem werden die Kollegen jetzt bestimmt Rücksicht nehmen und dir eine nette Atmosphäre schaffen.
Liebe Tanja! Danke für deine Unterstützung-du hast Recht. Ich werde versuchen, nicht mehr zu denken-hätten wir doch früher mit dem Kinderkriegen angefangen. Ich werde nach vorne schauen und hoffen für dich, für mich und alle, die in diesem Forum sind, dass das nächste Mal alles gut wird. Ich habe natürlich auch Angst davor, dass wider etwas Schlimmes passieren könnte, aber ich glaube, ich möchte nicht lange warten, weil ich jetzt verstanden habe, dass ein Würmchen so ein großes Glück ist, das ich nicht missen möchte. Ich finde es aber gut, dass du für dich sagst-ich lasse mir Zeit, damit der Körper und die Seele sich erholen können und erst dann... Das wird bestimmt auch deinem nächsten Würmchen gut tun, wenn du seelisch und physisch wieder erholt bist. Ein Urlaub wird sicherlich dir und deinem Schatz gut tun.
Morgen muß ich zu meiner FA zur 1. Untersuchung nach der AS. Ich hoffe, dass alles in Ordnung sein wird und vielleicht sagt sie mir auch, was der Grund dafür, dass das Würmchen nicht mehr lebt, sein könnte. Ich habe auch Angst, dass alles wieder hochkommt, wenn ich wieder in der Praxis bin. In einer Woche hätten mein Schatz und ich unsere nächste Vorsorgeuntersuchung gehabt. Es wäre so schön gewesen! Ich habe heute auch darüber nachgedacht, dass vor einem Monat wir gemeinsam in der Praxis waren und das Würmchen am Monitor beobachtet haben und dann, 2 Wochen später hatte ich im selben Raum die AS gehabt. In demselben Raum so viel Glück und dann so viel Schmerz und Trauer!
Liebe Tanja! Entschuldige bitte diese Übergänge von ruhig zu traurig, aber so geht es mir jetzt immer seit ich das erfahren habe. Mal bin ich ganz normal und im nächsten Augenblick weine ich.
Ich hoffe auch, dass wir schon bald unsere Würmchen in den Armen halten dürfen und würde mich sehr über eine Antwort von dir freuen. Ich umarme dich.

Liebe Grüße, Katja

Hallo Katja,
erstmal Danke für deine lieben Worte. Du machst mir Mut, dass ich das am Donnerstag meinen ersten Arbeitstag überstehe. Du hast recht, Ich freue mich zwar sehr darauf, habe aber auch ein bißchen Angst, dass mein Chef vielleicht nicht mit mir zufrieden ist, wenn ich ein bißchen kürzer trete. Ich arbeite schon seit über 8 Jahren in der Firma und er war jedenfalls nicht sehr begeistert gewesen, dass ich schwanger geworden bin.

Was das Warten für den nächsten Versuch betrifft, weiß ich nicht wie lange wir warten. Im Moment mag ich einfach nicht darüber nachdenken. Ich verstehe die Frauen, die sagen, sie wollen es gleich wieder versuchen. Schön, wenn sie die Kraft haben. Ich hätte auch gern gleich einen neuen Versuch gestartet, aber ich habe noch zuviel Trauer und Angst in mir. Vielleicht denke ich in ein paar Wochen anderst, aber ich glaube der Gedanke nächstes Jahr im Juni nochmal wegzufliegen gibt mir im Moment einfach mehr Kraft. Ich brauche einfach noch Zeit, vor allem weil es ja nächstesmal wieder passieren kann...

Wie lange war das jetzt bei dir her? Wenn ich mich richtig erinnere auch fast 3 Wochen. Ich verstehe garnicht, das meine Ärztin bei mir schon nach einer Woche die Abschlußuntersuchung gemacht hat, obwohl ich noch Blutungen hatte. Sie sagte, ich müsse erst Mitte Januar wiederkommen zur Kontrolle, also nach fast 3 Monaten. Ich muß jetzt nurnoch zum Blutabnehemen wegen dem HCG-Wert, der bei mir sehr langsam sinkt. Sie meinte, sie müsse nur noch das beobachten. Habe auch immernoch so ein Ziehen im Bauch als ob ich meine Regel bekomme. Hoffe, das hört bald auf.

Weiß nicht, ob ich dich das fragen darf, aber hast du eigendlich schon wieder mit deinem Schatz geschlafen?Meine Ärztin hatte gesagt, wir müssen ca. 3-4 Wochen warten aber hier haben so viele geschrieben, sie hätten von den Ärzten gesagt bekommen, sie dürften sobald die Blutungen aufhören und das war bei mir ja nach 10 Tagen schon soweit. Nach ca. 14 Tagen haben wir es das erste Mal versucht. Ich wollte wirklich, aber ich konnte es einfach nicht. Letztes Wochenende hat sich dann wieder ne Situation ergeben (wir verhüten aber) und es war wirklich ein schönes Gefühl meinem Schatz wieder so nah zu sein. Es hat auch nicht wehgetan. Klingt sicher doof, aber irgendwie habe ich jetzt das Gefühl nicht mehr so leer zu sein. Ging dir das auch so?

Die "Höhen und Tiefen" die du hast, sind denke ich normal. Geht mir auch so. Obwohl ich glaube, bei mir ist es jetzt nicht mehr ganz so extrem, weil ich dank meiner Ärztin die Zeit hatte alles richtig zu verarbeiten und ich brauche auch jetzt noch Zeit, um wieder fast die Gleiche zu werden, wie vorher. Vielleicht hättest auch du dir etwas mehr Zeit lassen sollen, was das Arbeiten betrifft, aber nur du kannst wissen, was für dich gut oder schlecht ist. Auf jeden Fall solltest du dir Zeit nehmen zu trauern. Laß alles raus und sprich vor allem mit deinem Schatz. Ich merke, die Zeit heilt meine Wunde. Die "Narbe" wird zwar immer zu sehen sein, aber sie reißt dann nicht mehr auf hoffe ich. Weißt du, wie ich das meine? Jetzt nehme ich erstmal meine Arbeit in Angriff und dann den letzten Schritt wieder Freude an Ausflügen, Feiern, Partys zu haben. Davor graut mir am meisten, weil ich keine Lust habe zu lächeln, wenn ich mich nicht danach fühle (ist im Moment einfach noch der Fall), nur um keinem die Stimmung zu versauen. Im Moment hab ich jedenfalls alles abgesagt, aber ich weiß, ich muß alleine meinem Schatz zu liebe wieder anfangen zu leben. War ja die letzten drei Wochen nur ein "Schatten".

Eine Frage hab ich noch. Was hat dein Arzt gesagt, wann du wieder in die Badewanne darfst. Duschen ist zwar auch schön, aber es geht nichts über eine heiße Wanne. Hab mich bis jetzt noch nicht getraut. Verzichte schon auf meine heißgeliebte Wanne seit ich schwanger war, aus Angst es könnte für das Würmchen zu warm sein und jetzt aus Angst es könnte sich was entzünden. Hab völlig vergessen meine Ärztin zu fragen. Muß mir eben das nächste Mal doch wieder einen Zettel machen, bevor ich zum Arzt gehe, damit ich nichts vergesse was ich fragen wollte.

Wäre schön, bald wieder was von dir zu hören. Fühl dich umarmt.

Bis Bald!?
Tanja

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28. November 2006 um 23:34
In Antwort auf serina_12954758

Verstehe Dich so gut
liebe Tanja, das kannst Du mir glauben. Ich hatte am Freitag die AS und am Mittwoch war es definitiv klar, dass mein Kleiner nicht mehr lebt ... Die Woche davor war die Hölle. Was habe ich zu ihm geredet, ich gesagt, komm, wachse, Du kriegst alles, was Du möchtest, bitte bitte, wachse. Hab ihm alles gezeigt, alles erklärt, die Oma, den Opa, Bäume, Orte, Speisen - alles. Dachte, wer weiß, wenn er das alles hört, dann möchte er es sicher auch sehen ....
aber laut US weiß ich, er muss bereits in der 4. oder 5. Woche gestorben sein. Mich macht das so wahnsinnig fertig und ich suche auch beständig nach Gründen.
Was mich am meisten umtreibt, am 20. wollte mein Freund mit mir Schluss machen, da wußte ich noch nichts von der SS, hatte wie Du Dir denken kannst, stress ohne Ende. War nur am Weinen, hab nmichts gegessen ... war es also das?
Hat er gespürt, oh bitte, da will ich nicht hin? Was soll ich da? 2 Tage später hat mein Freund sich entschuldigt - war es da schon zu spät?????
Ich hoffe sehr, der Befund kann mir sagen, warum. Wenn es ein medizinischer Grund ist, ein Fehler, dann kann ich damit vielleicht besser leben als wenn ich mich immer fragen müsste, habe ich Schuld?
Wie geht es Dir denn jetzt?
Ist es schon besser? Kannst Du wieder arbeiten ohne zu patzen? Wobei patzen nach einer solchen Erfahrung wohl ohnehin ein falsches Wort ist. Wer steckt das alles denn einfach so weg?
Ich hoffe und wünsche, Dir geht es schon wieder besser und wenn Du erneut schwanger wirst, dass dann alles gut geht.
LG Kathy

Hallo Kathy,
dass du auch meine Erfahrungen teilst, so wie die meisten anderen hier im Forum, tut mir sehr leid. Soetwas sollte keine Frau durchmachen müssen.

Mir geht es inzwischen wieder besser, auch wenn der Schmerz wohl nie ganz verschwinden wird. Es klingt doof und ich wollte es die ersten 14 Tage garnicht hören, aber die Zeit heilt tatsächlich die Wunden... Jeder Mensch ist anderst und jeder trauert auf seine Weise. Ich war die ersten 14 Tage zu garnichts in der Lage. Inzwischen kehre ich Schritt für Schritt ins normale Leben zurück. Ich weiß, ich höre mich bescheuert an, vor allem in den Ohren der Frauen, die gleich wieder gearbeitet und funktioniert haben. Die Kraft dieser Frauen bewundere ich. Ich konnte es nicht. Mich hat das alles so aus der Bahn geschmissen, dass hätte ich selbst nicht von mir gedacht. Meine Ärztin wollte mich noch die ganze Woche krankschreiben aber ich gehe Donnerstag, nach fast 4 Wochen wieder Arbeiten. Mal sehen wie es klappt, aber ich denke ich schaffe das jetzt wieder. Ich habe diese Zeit einfach gebraucht um wieder klarzukommen. Das Alleinsein, ausruhen, Besuche meiner Freunde oder die langen Telefonate mit ihnen, das Spatzierengehen (wenn auch meistens nur im Dunkeln um keinem zu begegnen), die Umarmungen von meinem Schatz und dass er für mich da war, die "kleinen Schritte" die ich machen konnte um langsam wieder zu funktionieren, all das hat mir geholfen meinen Verlust besser zu verkraften. Zumal ich die ersten 14 Tage abgesehen von der Seele auch körperlich nicht in Ordnung war. Ich hatte Schmerzen, weniger als ich befürchtet hatte vor der Operation,aber ich konnte nicht lange Sitzen. Durch das viele Liegen hab ich vielleicht nicht so lange geblutet(nur 10 Tage) wie andere hier im Forum. Aber das Ziehen, als ob ich meine Regel bekomme, ist immernoch da. Meine Ärztin meinte, das sei normal weil sich alles wieder zusammenziehen muß und ich war ja schon in der 14. Woche. Trotzdem,ich blicke jetzt langsam wieder positiv in die Zukunft, auch wenn ich zwischendurch mal wieder nen kleinen Durchhänger habe. Ich denke, noch einige Zeit und ich funktioniere wieder normal und so wie man es von mir erwartet. Arbeiten, Einkaufen,... all das was so zum Wochenablauf dazugehört wird wieder klappen. Im Moment habe ich nur noch Horror vor lustigen Zusammentreffen mit Freunden. Ich möchte eigendlich am liebsten alleinsein oder zu zweit mit meinem Schatz. Alle wollen aber, dass ich auf Geburtstagspartys und Weihnachtsfeiern gehe oder kleine Ausflüge mitmache, auch wegen der Ablenkung. Ich mag nicht! Habe bis jetzt alles und jedem abgesagt, die was mit mir unternehmen wollten um mich abzulenken... aber ich weiß, ich muß irgendwann wieder anfangen zu leben. Ich hasse es zu lächeln, obwohl ich eigendlich lieber wo anderst wäre, nur um keinem die Stimmung zu versauen. Ich weiß, ich brauche einfach nur noch ein bißchen Zeit um wieder fröhlich sein und jeden Quatsch mitmachen zu können.
Was ich dir damit sagen wollte, weil es bei dir der Verlust noch ganz frisch ist, Nimm dir die Zeit die du brauchst und laß dich von keinem drängen. Gib dir Zeit zum Trauern...Weine, schreie, schreibe,was auch immer, lass dich auch mal hängen,aber gib dich nicht auf. Versuche in kleinen Schritten in deinen Alltag zurückzukehren. Laut meiner Ärztin liege ich im "Mittelfeld". Es gibt Menschen die verkraften es schneller oder langsamer. Finde auf jeden Fall einen Weg um es zu verarbeiten und verdränge es nicht, sonst holt dich das irgendwann wieder ein. Mir hilft das Forum hier, weil ich alles schreiben kann was in mir Vorgeht in dem Bewustsein vielleicht anderen Frauen die meine "kleinen Romane" lesen etwas helfen zu können.


Nun zu Dir: Ich hoffe, es geht auch dir bald wieder besser. Ich hoffe, dein Freund ist jetzt bei dir oder du hast jemand anderes, einen Freund oder eine Freundin oder deine Eltern die an deiner Seite sind und dir neue Kraft geben. Ich hätte das ohne meinen Schatz nicht durchgestanden. Uns hat das alles nur noch enger zusammengeschweißt. Mach auch deinem Freund keine Vorwürfe, die macht er sich, denke ich, von alleine. Ich weiß, es ist schwer, weil ich mir auch die selben Vorwürfe gemacht und zum Teil auch noch mache, wie jede andere Frau, die ihr Würmchen verloren hat. Hör auf damit dir die Schuld zu geben!!! Das sage ich jetzt nicht nur zu dir sondern auch zu mir selbst. Es hat keiner Schuld. Die Ärzte haben zu mir gesagt, es passiert fast jeder 2. Frau. Die Natur sortiert aus. Am Anfang war das für mich nur leere Worte, aber jetzt habe ich verstanden, dass es vielleicht gut so ist. Wir alle hätten uns kein krankes oder behindertes Kind gewünscht. Am Anfang konnte ich auch noch nicht so denken aber inzwischen denke ich es ist vielleicht wirklich gut so und mein Körper hat funktioniert um unserem Würmchen spätere Leiden zu ersparen. Die ärztlichen Befunde haben nichts ergeben. Vielleicht war es ein Gendefekt. Ich weiß es nicht und will es auch nicht mehr wissen, da ich es sowieso nicht beeinflussen kann, egal was ich mache oder nicht mache während der Schwangerschaft.Wir können das alle nicht. Ich lerne langsam zu akzeptieren, dass es vielleicht besser so war. Es ändert nichts an dem Wunsch meinem Schatz irgendwann ein kleines Würmchen schenken zu wollen. Wir werden es irgendwann wieder versuchen. Ich brauche nur etwas Zeit um wieder die Kraft und den Mut zu haben es noch einmal zu versuchen und auch die Kraft wieder zu haben, falls es nochmal passiert, nicht daran zu zerbrechen. Wann das sein wird weiß ich noch nicht, aber ich glaube an mich. Was ist mit den Frauen, die einen Unfall hatten, rauchen, Alkohol trinken oder was auch immer und trotzdem gesunde Kinder zur Welt bringen? Also mach dir keine Vorwürfe!!!

Gib dir einfach ein bißchen Zeit und nimm dir vor allem soviel Zeit wie du brauchst, um wieder zu leben. Zumindest ist das die Erfahrung die ich gemacht habe und ich denke, dass hat mir gutgetan. Glaube mir, auch dir wird es irgendwann besser gehen. Es wäre schön, wenn auch du dich mal wieder bei mir meldest. Fühl dich umarmt.

Bis Bald!?
Tanja

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29. November 2006 um 11:16
In Antwort auf berit_12856420

Hallo Angela,
freue mich sehr, dass du dich mal wieder bei mir meldest und das bei dir soweit alles ok ist.

Ja, mir geht es von Tag zu Tag wieder etwas besser. Inzwischen kann ich mich wieder auf eine Sache konzentrieren. Meine Ärztin wollte mich zwar noch die ganze Woche krankschreiben, aber ich gehe am Donnerstag wieder los. Denke Arbeit lenkt mich ab.
Laut einer lieben Kollegin, die mich am Sonntag das erste Mal danach angerufen hat, freuen sich alle, dass ich wieder komme. Weiß zwar nicht ob das stimmt, aber es ist ein schönes Gefühl gebraucht zu werden. Bin jedenfalls gespannt, was mich erwartet. Habe mir aber vorgenommen, einen "halben Gang" runterzuschalten, damit ich nicht gleich wieder nen Hörsturz bekomme, so wie am Anfang meiner Schwangerschaft. Ich habe mir die letzte Zeit auch Vorwürfe gemacht, weil ich soviel Stress hatte und ich unser Würmchen vielleicht deshalb verloren habe, aber alle Arzte meinten, ich hätte es nicht beeinflussen können. Auf jeden Fall hat meine Vertretung jetzt gemerkt, dass meine Arbeit allein nicht mehr zu schaffen ist. Laut meiner Kollegin, vertreten die mich Phasenweise sogar zu dritt. Bin ja mal gespannt, ob ich jetzt ein bißchen Hilfe bekomme. Mal sehen... aber die Arbeit macht mir ja trotz allem sehr viel Spaß.

Verstehe garnicht, warum alle nach erst so spät ihre Nachuntersuchung hatten. Meine Ärztin hat mich eine Woche nach der Operation nochmal mit Ultraschall untersucht und meinte dann, dass ich erst im Mitte Januar erneut zur Nachuntersuchung kommen soll. Mußte jetzt nur noch zwischendurch im Abstand von 14 Tagen zum Blutabnehmen weil mein HCG-Wert nich so runterging, wie normal. Am Freitag hat sie mich dann nochmal angerufen, ich solle nochmal nächste Woche kommen, weil mein HCG-Wert zwar von ursprünglich über 900 auf irgendwas knapp 30 gesunken ist, das aber immernoch nicht genug ist. Was auch immer das zu bedeuten hat.

Warum das kleine Herzchen aufgehört hat zu schlagen weiß ich nicht. Alle Ärzte haben gesagt, die Natur sortiert aus, es gäbe keinen Grund. Ich hätte nichts beeinflussen können. Bei dem Untersuchungsergebnis, was meine Ärztin schon nach einer Woche vorlag, kam nur raus, dass die Nachgeburt wohl etwas klumpig gewesen sei, wodurch das Würmchen wohl nicht richtig versorgt wurde. Sowas könne laut meiner Ärztin mal passieren. Vielleicht war es ja auch ein Gendefekt. Ich weiß es nicht. Ich will es inzwischen auch nicht mehr wissen, weil ich es sowieso nicht beeinflussen kann. Wenn wir es irgendwann nochmal versuchen, können wir es beim nächsten mal auch wieder nicht ändern, wenn es nochmal passiert...Inzwischen schlafen wir wieder zusammen, aber mit Verhütung. Es ist ein schönes Gefühl meinem Schatz wieder so nah zu sein. Klingt doof, aber jetzt fühl ich mich nicht mehr so leer.
Du schreibst, ihr wartet bis du deine Regel bekommen hast und probiert dann wieder. Darf ich dich fragen, ob ihr schon wieder miteinander geschlafen habt? Meine Ärztin meinte ja wir sollen 3-4 Wochen warten. Wir hatten es irgendwann nach etwas über 14 Tagen mal versucht, aber ich konnte einfach nicht. Jetzt am Wochenende hat sich dann wieder ne Situation ergeben...es war ein unbeschreiblich schönes Gefühl wieder so nah bei meinem Schatz zu sein. Ich hatte soviel Angst davor, aber es tat nicht weh. Klingt doof, aber jetzt fühl ich mich irgendwie nicht mehr so leer. Ging dir das auch so?
Meine Regel müßte ich rein theoretisch dieses Wochenende bekommen, wenn sie normal käme und der Tag der Operation der erste Tag des Zyklus war. Habe aber diesmal nicht wie sonst meinen Eisprung gespürt. Mal sehen wie das weitergeht.

Was hat dir die Ärztin gesagt, wie lange du nicht Baden oder Schwimmen darfst? Hab meine Vergessen zu fragen. Ich verzichte schon seit ich schwanger war darauf. Erst wegen dem Würmchen und jetzt aus Angst vor Entzündungen. Hab da mal sowas gehört... Duschen ist zwar auch ok, aber es geht eben nichts über eine entspannende heiße Badewanne.

Hoffe ich höre bald mal wieder was von dir. Fühl dich von mir umarmt.

Bis bald!?
Tanja

Hallo meine Liebe,
hab leider net viel Zeit, deswegen kurz zu deinen Fragen.
Mein Arzt meinte, man sollte 2 Wochen nach der Ausschabung nicht miteinander schlafen wg der Gefahr einer Entzündung. Wir haben es aber schon nach 5 Tagen getan. Es war schön und ich habe die Nähe auch gebraucht. Wir verhüten nur mit Kondomen, was ich aber nicht so toll find. Immer das warten bis es "übergestülpt" ist und dann muß man ja immer aufpassen, dass es nicht runterrutscht... Ich hatte vorgestern Eisprung (habe ich gemerkt) und da hatten wir 2 Tage keinen Sex, damit wirklich nix passiert).
Ich warte viell doch 2 Regeln ab. Wir haben erst am 10.1. den Termin für die genet. Untersuchung. Ich möchte erst wissen, was daraus kommt. Obwohl es auch nix ändert. Naja, mal sehen.
Ich habe eine Woche nicht gebaden. Jetzt aber wieder einmal die Woche. Es geht doch nix über ein schönes warmes Bad...
Bei mir hat sich nichts entzündet oder so und mir geht es auch so gut, zumindestens körperlich. Gestern war ich wieder ganz traurig. Wir haben unsere Weihnachtssachen aufgebaut (ich komm aus dem Erzgebirge, wo man alles mit Geschnitztem und Räuchermänneln "dekoriert")und da kamm es mir wieder hoch. Ich hatte mir immer vorgestellt, dass ich zu Weihnachten schon Bauch habe und mein Baby spüre. Naja.

Viele Grüße, Angela.

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29. November 2006 um 19:42
In Antwort auf berit_12856420

Hallo Katja,
erstmal Danke für deine lieben Worte. Du machst mir Mut, dass ich das am Donnerstag meinen ersten Arbeitstag überstehe. Du hast recht, Ich freue mich zwar sehr darauf, habe aber auch ein bißchen Angst, dass mein Chef vielleicht nicht mit mir zufrieden ist, wenn ich ein bißchen kürzer trete. Ich arbeite schon seit über 8 Jahren in der Firma und er war jedenfalls nicht sehr begeistert gewesen, dass ich schwanger geworden bin.

Was das Warten für den nächsten Versuch betrifft, weiß ich nicht wie lange wir warten. Im Moment mag ich einfach nicht darüber nachdenken. Ich verstehe die Frauen, die sagen, sie wollen es gleich wieder versuchen. Schön, wenn sie die Kraft haben. Ich hätte auch gern gleich einen neuen Versuch gestartet, aber ich habe noch zuviel Trauer und Angst in mir. Vielleicht denke ich in ein paar Wochen anderst, aber ich glaube der Gedanke nächstes Jahr im Juni nochmal wegzufliegen gibt mir im Moment einfach mehr Kraft. Ich brauche einfach noch Zeit, vor allem weil es ja nächstesmal wieder passieren kann...

Wie lange war das jetzt bei dir her? Wenn ich mich richtig erinnere auch fast 3 Wochen. Ich verstehe garnicht, das meine Ärztin bei mir schon nach einer Woche die Abschlußuntersuchung gemacht hat, obwohl ich noch Blutungen hatte. Sie sagte, ich müsse erst Mitte Januar wiederkommen zur Kontrolle, also nach fast 3 Monaten. Ich muß jetzt nurnoch zum Blutabnehemen wegen dem HCG-Wert, der bei mir sehr langsam sinkt. Sie meinte, sie müsse nur noch das beobachten. Habe auch immernoch so ein Ziehen im Bauch als ob ich meine Regel bekomme. Hoffe, das hört bald auf.

Weiß nicht, ob ich dich das fragen darf, aber hast du eigendlich schon wieder mit deinem Schatz geschlafen?Meine Ärztin hatte gesagt, wir müssen ca. 3-4 Wochen warten aber hier haben so viele geschrieben, sie hätten von den Ärzten gesagt bekommen, sie dürften sobald die Blutungen aufhören und das war bei mir ja nach 10 Tagen schon soweit. Nach ca. 14 Tagen haben wir es das erste Mal versucht. Ich wollte wirklich, aber ich konnte es einfach nicht. Letztes Wochenende hat sich dann wieder ne Situation ergeben (wir verhüten aber) und es war wirklich ein schönes Gefühl meinem Schatz wieder so nah zu sein. Es hat auch nicht wehgetan. Klingt sicher doof, aber irgendwie habe ich jetzt das Gefühl nicht mehr so leer zu sein. Ging dir das auch so?

Die "Höhen und Tiefen" die du hast, sind denke ich normal. Geht mir auch so. Obwohl ich glaube, bei mir ist es jetzt nicht mehr ganz so extrem, weil ich dank meiner Ärztin die Zeit hatte alles richtig zu verarbeiten und ich brauche auch jetzt noch Zeit, um wieder fast die Gleiche zu werden, wie vorher. Vielleicht hättest auch du dir etwas mehr Zeit lassen sollen, was das Arbeiten betrifft, aber nur du kannst wissen, was für dich gut oder schlecht ist. Auf jeden Fall solltest du dir Zeit nehmen zu trauern. Laß alles raus und sprich vor allem mit deinem Schatz. Ich merke, die Zeit heilt meine Wunde. Die "Narbe" wird zwar immer zu sehen sein, aber sie reißt dann nicht mehr auf hoffe ich. Weißt du, wie ich das meine? Jetzt nehme ich erstmal meine Arbeit in Angriff und dann den letzten Schritt wieder Freude an Ausflügen, Feiern, Partys zu haben. Davor graut mir am meisten, weil ich keine Lust habe zu lächeln, wenn ich mich nicht danach fühle (ist im Moment einfach noch der Fall), nur um keinem die Stimmung zu versauen. Im Moment hab ich jedenfalls alles abgesagt, aber ich weiß, ich muß alleine meinem Schatz zu liebe wieder anfangen zu leben. War ja die letzten drei Wochen nur ein "Schatten".

Eine Frage hab ich noch. Was hat dein Arzt gesagt, wann du wieder in die Badewanne darfst. Duschen ist zwar auch schön, aber es geht nichts über eine heiße Wanne. Hab mich bis jetzt noch nicht getraut. Verzichte schon auf meine heißgeliebte Wanne seit ich schwanger war, aus Angst es könnte für das Würmchen zu warm sein und jetzt aus Angst es könnte sich was entzünden. Hab völlig vergessen meine Ärztin zu fragen. Muß mir eben das nächste Mal doch wieder einen Zettel machen, bevor ich zum Arzt gehe, damit ich nichts vergesse was ich fragen wollte.

Wäre schön, bald wieder was von dir zu hören. Fühl dich umarmt.

Bis Bald!?
Tanja

Liebe Tanja,
danke schön für die liebe Antwort. Bei mir sind es heute genau zwei Wochen, seit ich von meiner FA erfahren habe, dass das Herzchen nicht mehr schlägt. Ich habe einerseits das Gefühl, es sind schon Monate seitdem vergangen und andererseits ist die "Narbe" wie du sagst noch sehr frisch. Ich war heute zur Kontrolle nach der AS, die ich vor 1,5 Wochen hatte bei meiner FA und es kam alles wieder hoch. Ich war die ganze Zeit fast am Weinen. Und du weißt wie die Ärzte sind-immer sachlich. Das beruhigt einerseits, gibt aber auch keinen Trost. Ich habe so gehofft, dass bei mir alles in Ordnung sein wird-ich habe schon fast seit 1 Woche keine Blutungen mehr, aber wie du ein Ziehen im Unterleib und ab und zu Schmerzen-mal links, mal rechts unten. Sie sagte, die Schleimhaut wäre noch nicht so wie sie sein sollte und ich soll jetzt Tropfen nehmen und in 2 Wochen wiederkommen. Ich bin jetzt irgendwie wieder an einem Tiefpunkt deswegen. Ich habe so gehofft, dass sich jetzt alles wenigstens etwas normalisiert und ich nicht mehr zu diesen Untersuchungen muß.
Ich habe bis jetzt leider auch nicht mit meinem Schatz geschlafen (natürlich kannst du das fragen), obwohl ich das gerne möchte. Und jetzt muß ich diese Tropfen nehmen und darf noch 2 Wochen kein GV haben. Wollte auch wegen Badewanne nachfragen (habe genau wie du seit meiner Schwangerschaft nicht mehr gebadet, obwohl ich das so liebe. Zuerst wegen Würmchen und dann auch aus Angst vor Entzündungen). Habe aber gar nicht mehr gefragt, weil ich denke, dass ich auch damit 2 Wochen warten muß. Was mich auch sehr frustriert, ist, dass meine FA obwohl sie gesagt hat, dass eine Fehlgeburt jeder 2. Frau passiert, mir geraten hat, dass mein Schatz und ich uns untersuchen lassen sollten. Wegen Gerinnung, Beim Urologen und beim Speziallisten für Genetik. Ich weiß einfach nicht, was ich jetzt machen soll. Ich wollte so sehr, dass mein Leben wieder normal läuft, dass wir jetzt an gar keine Ärzte und Untersuchungen mehr denken müßten und es einfach bald wieder probieren würden. Andererseits habe ich natürlich große Angst, dass so etwas wieder passiert und da könnten die Untersuchungen ja vielleicht vorher Klarheit schaffen, ob alles in Ordnung ist oder nicht.
Liebe Tanja! Ich weiß nicht, was ich machen soll. Was würdest du mir raten? Was würdest du machen? Hast du vielleicht auch daran gedacht, dich untersuchen zu lassen und hat deine Ärztin dir das angeboten? Ich wäre dir sehr für einen Ratschlag dankbar!
Ich umarme dich. Hoffe bald wieder von dir zu hören. Liebe Grüße, Katja

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29. November 2006 um 22:55
In Antwort auf claire_11881879

Hallo meine Liebe,
hab leider net viel Zeit, deswegen kurz zu deinen Fragen.
Mein Arzt meinte, man sollte 2 Wochen nach der Ausschabung nicht miteinander schlafen wg der Gefahr einer Entzündung. Wir haben es aber schon nach 5 Tagen getan. Es war schön und ich habe die Nähe auch gebraucht. Wir verhüten nur mit Kondomen, was ich aber nicht so toll find. Immer das warten bis es "übergestülpt" ist und dann muß man ja immer aufpassen, dass es nicht runterrutscht... Ich hatte vorgestern Eisprung (habe ich gemerkt) und da hatten wir 2 Tage keinen Sex, damit wirklich nix passiert).
Ich warte viell doch 2 Regeln ab. Wir haben erst am 10.1. den Termin für die genet. Untersuchung. Ich möchte erst wissen, was daraus kommt. Obwohl es auch nix ändert. Naja, mal sehen.
Ich habe eine Woche nicht gebaden. Jetzt aber wieder einmal die Woche. Es geht doch nix über ein schönes warmes Bad...
Bei mir hat sich nichts entzündet oder so und mir geht es auch so gut, zumindestens körperlich. Gestern war ich wieder ganz traurig. Wir haben unsere Weihnachtssachen aufgebaut (ich komm aus dem Erzgebirge, wo man alles mit Geschnitztem und Räuchermänneln "dekoriert")und da kamm es mir wieder hoch. Ich hatte mir immer vorgestellt, dass ich zu Weihnachten schon Bauch habe und mein Baby spüre. Naja.

Viele Grüße, Angela.

Liebe Angela,
erstmal danke für deine Antwort, totz dass du keine Zeit hattest. Ab morgen fängt bei mir wieder der Alltag an. Ich gehe nach fast 4 Wochen wieder arbeiten. Dann ist meine Zeit auch wieder knapp und ich kann dann nicht mehr so oft hierherkommen, aber ich melde mich auch auf jedenfall bei Dir. Bin ja von Natur aus neugierig. Möchte schließlich wissen, wie es auch bei Dir weitergeht. Hoffe wir schreiben uns irgendwann mal, dass wir ein gesundes Würmchen in den Armen halten. Bei mir wird es aber sicher etwas länger dauern. Das "Üben" ist bei uns beiden erstmal bis auf weiteres auf Eis gelegt. Ich mag jetzt noch nicht über einen neuen Versuch nachdenken, vor allem wenns dann wieder schiefgehen sollte...

Du hast recht! Es geht nichts über eine heiße Badewanne. Habe in unserem Bad, was ziemlich klein ist, ganz viele Kerzenständer verteilt und auch an die Wände angebracht. Habe dann immer das Licht ausgemacht und im Kerzenlicht gebadet. Leise Musik angemacht, mir ne Gesichtsmaske und ne Haarkurpackung verpaßt und dann bei einem Glas Sekt bald ne 3/4 Stunde nur genossen. Ah,...BALD!!

Das mit den Kondomen stimmt. Ist, wenn man sonst keine braucht etwas umständlich, aber uns hat das nach einiger Zeit nicht mehr gestört. Ich hatte ja nach der Hochzeitsreise 2003 schon die Pille abgesetzt. Danach hab ich dann immer nen anderen Grund gefunden, noch etwas zu warten...naja und so lange verhüten wir schon so. Inzwischen stört mich das garnicht mehr. Aber stimmt schon, ohne ist schöner, weil man immer und überall zu jeder Zeit und vor allem ohne Aufpassen... Dabei fällt mir gerade ein, wir waren einkaufen und wir haben die Dinger vergessen. Muß ich eben morgen nochmal los, sonst haben wir spätestens morgen ein Problem.

Das Einkaufen hat heute gut geklappt, obwohl ich so viele Babys wie noch nie gesehen habe. Nur als wir dann Bekannte getroffen haben, die noch nichts wußten, hab ich wieder mit den Tränen gekämpft. Dachte eigendlich, ich wäre über diese Phase jetzt drüberweg. Jetzt hab ich vor morgen doch wieder etwas Angst. Mich sprechen bestimmt alle Kollegen darauf an. Scheiße (Tschuldigung) ich will vor denen nicht heulen. Hab auch ein bißchen Angst vor dem Stress und verärgerten Kunden (bin immernoch so schnell auf die Palme zu bringen wegen Kleinigkeiten), aber vielleicht tut mir Arbeit wirklich gut und lenkt mich ein bißchen ab.

Die selben Gedanken wie du habe ich auch. Meine Elten meinen, sie lenken mich ab, wenn wir zusammen Weihnachten feiern. Hoffe ich versaue denen nicht das Fest, weil ich dann ständig daran denke, dass ich dann schon ne Kugel vor mir hergeschoben hätte.

Hoffe, ich überstehe den Tag morgen irgendwie. Fühl dich auf jeden Fall von mir gedrückt.

Bis Bald!?
Tanja

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1. Dezember 2006 um 23:21
In Antwort auf amalia_12707388

Liebe Tanja,
danke schön für die liebe Antwort. Bei mir sind es heute genau zwei Wochen, seit ich von meiner FA erfahren habe, dass das Herzchen nicht mehr schlägt. Ich habe einerseits das Gefühl, es sind schon Monate seitdem vergangen und andererseits ist die "Narbe" wie du sagst noch sehr frisch. Ich war heute zur Kontrolle nach der AS, die ich vor 1,5 Wochen hatte bei meiner FA und es kam alles wieder hoch. Ich war die ganze Zeit fast am Weinen. Und du weißt wie die Ärzte sind-immer sachlich. Das beruhigt einerseits, gibt aber auch keinen Trost. Ich habe so gehofft, dass bei mir alles in Ordnung sein wird-ich habe schon fast seit 1 Woche keine Blutungen mehr, aber wie du ein Ziehen im Unterleib und ab und zu Schmerzen-mal links, mal rechts unten. Sie sagte, die Schleimhaut wäre noch nicht so wie sie sein sollte und ich soll jetzt Tropfen nehmen und in 2 Wochen wiederkommen. Ich bin jetzt irgendwie wieder an einem Tiefpunkt deswegen. Ich habe so gehofft, dass sich jetzt alles wenigstens etwas normalisiert und ich nicht mehr zu diesen Untersuchungen muß.
Ich habe bis jetzt leider auch nicht mit meinem Schatz geschlafen (natürlich kannst du das fragen), obwohl ich das gerne möchte. Und jetzt muß ich diese Tropfen nehmen und darf noch 2 Wochen kein GV haben. Wollte auch wegen Badewanne nachfragen (habe genau wie du seit meiner Schwangerschaft nicht mehr gebadet, obwohl ich das so liebe. Zuerst wegen Würmchen und dann auch aus Angst vor Entzündungen). Habe aber gar nicht mehr gefragt, weil ich denke, dass ich auch damit 2 Wochen warten muß. Was mich auch sehr frustriert, ist, dass meine FA obwohl sie gesagt hat, dass eine Fehlgeburt jeder 2. Frau passiert, mir geraten hat, dass mein Schatz und ich uns untersuchen lassen sollten. Wegen Gerinnung, Beim Urologen und beim Speziallisten für Genetik. Ich weiß einfach nicht, was ich jetzt machen soll. Ich wollte so sehr, dass mein Leben wieder normal läuft, dass wir jetzt an gar keine Ärzte und Untersuchungen mehr denken müßten und es einfach bald wieder probieren würden. Andererseits habe ich natürlich große Angst, dass so etwas wieder passiert und da könnten die Untersuchungen ja vielleicht vorher Klarheit schaffen, ob alles in Ordnung ist oder nicht.
Liebe Tanja! Ich weiß nicht, was ich machen soll. Was würdest du mir raten? Was würdest du machen? Hast du vielleicht auch daran gedacht, dich untersuchen zu lassen und hat deine Ärztin dir das angeboten? Ich wäre dir sehr für einen Ratschlag dankbar!
Ich umarme dich. Hoffe bald wieder von dir zu hören. Liebe Grüße, Katja

Hallo Katja,
hier bin ich wieder... Hätte dir schon geantwortet, aber war bis jetzt noch nicht wieder hier...

Gestern war ja mein erster Arbeitstag. Es war ok. Da ich sowieso fast allein auf der Etage sitze,(die hatten mich Anfang Mai in den Keller umquariert) war das mit dem anquatschen nicht so schlimm, wie ich befürchtet hatte. Muß aber auch sagen, dass ich mich nicht wie üblich zum Mittagessen mit meiner Abteilung getroffen hab. Hab eben keinen Hunger und ernähre mich zur Zeit fast nur von Schokolade. Jedenfalls haben mich die meisten in Ruhe gelassen. Viele wissen sowieso nicht, was sie sagen sollen... Allerdings war meine liebe Kollegin, mit der ich mir halbtags das Büro teile und die mich jetzt vollzeit vertreten hat gestern nicht da. Die haben uns jetzt noch eine Auzubildene mitrein gesetzt als Hilfe.War irgendwie ein komisches Gefühl von der Arbeit zu bekommen, obwohl das normalerweise umgekehrt ist. Zumindest mußte ich nicht mit Kunden telefonieren. Habe mich erstmal auf das Beantworten der Kundenbeschwerden per E-Mail beschränkt. Das hat Phasenweise auch ganz gut geklappt. War dann gestern so kaputt, dass ich mehr oder weniger gleich ins Bett gefallen bin, als ich dann endlich zu Hause war.
Heute hatte ich nen herben Rückschlag. Bin voll optimistisch aufgestanden heute morgen, aber irgendwie hab ich schon auf dem Weg zur Arbeit auf der Autobahn ne Heulattake bekommen. Glaube wirklich langsam ich spinne. Auf der Arbeit gings dann. Zumindest mußte ich nicht mit verärgerten Kunden telefonnieren. Meine Kollegin hatte wohl auch die Befürchtung, dass ich nen Kunden "rundmachen" könnte. Gestern hatte mein Chef ja zu mir gesagt, dass er sich freut, dass ich so schnell wieder da bin. Es wäre ja genügend Arbeit da. Heute kurz nach dem Mittag hatte ich dann wieder so ne Phase, war voll am Heulen. Ausgerechnet dann stand mein Chef in der Tür. Man, war mir das peinlich!! Habe dann gleich gesagt: Sorry, bin heute irgendwie mein Geld nicht wert! Er meinte darauf: Ist schon o.k. Zumindest gibt er mir fairer Weise ein bißchen Zeit wieder zu funktionieren.

Es baut einen ja irgendwie auf, wenn man dann mit den Kollegen in den Filialen telefoniert und gesagt bekommt: "schön, dass Sie wieder da sind, bei Ihnen läuft das doch irgendwie anders, besser! Aber wenn man dann von vielen Kollegen hört: "Wie hören Sie sich denn an? Sind Sie heute nicht gut drauf, Sie klingen so traurig?!" (Scheiße, man muß es ja nicht jedem erzählen...) Dann ist das echt n herber Rückschlag. Traurig, ich dachte echt, ich hätte mich inzwischen wieder soweit unter Kontrolle, dass man es mir zumindest am Telefon nicht anmerkt, dass ich ständig kurz vorm Heulen bin. Habe dann ne ganze Stunde am Stück nicht mehr aufhören können zu Heulen. Der Personalleiter, ein ganz Lieber, kam dann zu mir,hat mich in sein Büro geholt nach nebenan und hat mich wieder etwas aufgebaut. Er sagt, sie würden mir alle helfen und ich solle mich melden, wenn es zuviel Arbeit ist. Man, warum hab ich mich nicht unter Kontrolle? Das bin doch nicht ich! Sonst bin ich doch wie ein Baum und nichts kann mich umhauen. Warum kann ich zumindest nach Außehin nicht normal funktionieren und mal lächeln? Hoffendlich legt sich das nächste Woche wieder. So kann das jedenfalls auf Dauer nicht weitergehen!!!! Gehst du eigendlich schon wieder arbeiten? Ja, arbeiten hilft, aber ich kann dir trotzdem nur den Tipp geben, versuch es erst, wenn du dich bereit fühlst und laß dir Zeit. Die 4 Wochen hab ich echt gebraucht. Du siehst ja, komme immernoch nicht klar. Glaube wirklich langsam, ich gehöre in die "Klapse"!

So, jetzt genug ausgeheult und zu deiner Frage. Meine Ärztin meinte auch, es passiert jeder 2. Frau. Es könnte durchaus nochmal passieren, wie das so ist mit nem "6er im Lotto". Ich merke zwar mein Kinderwunsch ist jetzt noch größer wie vorher, aber ich kann das jetzt einfach noch nicht. Ich bewundere die meisten anderen Frauen hier, die die Kraft haben, es gleich nochmal zu versuchen.Ich habe einfach nicht die Kraft und will nicht daran zerbrechen, wenn es nochmal passieren sollte. Wenn ich jetzt schon so bescheuert bin und meine Gefühle nicht im Griff habe, wie soll es mir dann beim nächsten Mal gehen...? Probieren werden wir es aber auf jeden Fall irgendwann nochmal.
Meine Ärztin hat mir nur das Untersuchungsergebnis mitgeteilt, was nach der Operation gemacht wurde. Woran es jetzt lag, konnte sie mir auch nicht sagen. Das Einzige was sie gesagt hat, dass keine Probleme mit der Blutverträglichkeit (Gerinnung) vorhanden waren. Das wäre in sofern wichtig, weil das beim nächsten Mal vorab behandelt werden kann. Von weiteren Untersuchungen hat sie nicht gesprochen. Ihre Aussage war, dass man hier in der Regel erst nach der 3. Fehlgeburt tätig wird. Wundert mich, dass man so lange wartet, aber wenn dir dein Arzt das Angeboten hat, würde ich es vielleicht machen...obwohl, ich glaube das ändert nichts! Zum einen gibt es genauso wie es die Möglichkeit gibt, dass etwas schief geht, die Möglichkeit, dass alles prima funktioniert. Weiß sowieso nicht was bei so einer genetischen Beratung rauskommen soll. Frei nach dem Motto: Sie und Ihr Mann passen nicht genetisch zueinander und dürfen keine Kinder kriegen oder was. Ist doch Quatsch!! Es ändert in sofern nichts, da mich das nicht davon abhlten würde es nochmal zu versuchen. Wie beim Lottospielen (mach ich überigens nicht, weil ich sowieso nicht gewinne)kann man auch im negativsten Fall Glück haben. Ich denke solche Untersuchungen sind ganz gut um sich zu beruhigen und trotzdem kann auch während einer Schwangerschaft oder bei der Geburt oder hinterher noch was schiefgehen und man verliert sein geliebtes Würmchen. Ich will dich um gotteswillen nicht runterziehen, aber die Möglichkeit ist da. Trotzdem sollten wir alle positiv in die Zukunft schauen. Wenn du meinst es hilft dir Antworten auf deine Fragen zu finden, dann mach es wenn du es schon angeboten bekommst. Ich für meinen Teil denke, ich renne jetzt nicht von einem Arzt zum anderen sondern konzentriere mich darauf wieder normal zu werden und wieder fast die gleiche Tanja zu werden wie vorher. Ganz wird mir das wohl nicht gelingen, aber ich hoffe fast. Zeit ist hier mal wieder das Zauberwort. Der Rest wird sich dann von allein ergeben. Wie haben die Ärzte im Krankenhaus zu mir gesagt: Seien Sie froh, jetzt wissen Sie wenigstens, dass Sie schwanger werden können. Andere Paare können überhaupt keine Kinder bekommen. Das hat den Moment echt banal geklungen, aber jetzt weiß ich, die haben recht. Ich führe mir immer vor Augen, dass man immer nach oben oder unten sehen kann. Es gibt immer etwas schlimmeres oder etwas besseres als man selbst erlebt hat. Ich weiß, ich schwinge hier mal wieder kluge Reden, komme selbst aber nicht mit mir klar.

Hoffe, ich habe meine Gefühle bald wieder unter Kontrolle. Jetzt muß ich erstmal dieses Wochenende überstehen. Sonntag wird der Horror (mit Eltern, Schwiegerelten und meinem Schatz nach Berlin mit ner alten Dampflock und dann auf den Weihnachtsmarkt). Ich will nicht, aber ich weiß, ich muß irgendwann mal wieder anfangen zu leben. Vielleicht lenkt mich das ja wirklich ab...Trotzdem, ich will nicht!!!Melde mich wieder, wenn ich das Wochenende gefühlstechnisch überlebt habe.

Ich hoffe dir in meinem "Roman" alle Fragen beantwortet und dir ein bißchen geholfen zu haben. Mir gehts jetzt auf jedenfall wieder etwas besser, nachdem ich mir alles von der Seele schreiben konnte. Also, fühl dich von mir umarmt. Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende.

Bis Bald!?
Tanja

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2. Dezember 2006 um 11:07
In Antwort auf berit_12856420

Hallo Katja,
hier bin ich wieder... Hätte dir schon geantwortet, aber war bis jetzt noch nicht wieder hier...

Gestern war ja mein erster Arbeitstag. Es war ok. Da ich sowieso fast allein auf der Etage sitze,(die hatten mich Anfang Mai in den Keller umquariert) war das mit dem anquatschen nicht so schlimm, wie ich befürchtet hatte. Muß aber auch sagen, dass ich mich nicht wie üblich zum Mittagessen mit meiner Abteilung getroffen hab. Hab eben keinen Hunger und ernähre mich zur Zeit fast nur von Schokolade. Jedenfalls haben mich die meisten in Ruhe gelassen. Viele wissen sowieso nicht, was sie sagen sollen... Allerdings war meine liebe Kollegin, mit der ich mir halbtags das Büro teile und die mich jetzt vollzeit vertreten hat gestern nicht da. Die haben uns jetzt noch eine Auzubildene mitrein gesetzt als Hilfe.War irgendwie ein komisches Gefühl von der Arbeit zu bekommen, obwohl das normalerweise umgekehrt ist. Zumindest mußte ich nicht mit Kunden telefonieren. Habe mich erstmal auf das Beantworten der Kundenbeschwerden per E-Mail beschränkt. Das hat Phasenweise auch ganz gut geklappt. War dann gestern so kaputt, dass ich mehr oder weniger gleich ins Bett gefallen bin, als ich dann endlich zu Hause war.
Heute hatte ich nen herben Rückschlag. Bin voll optimistisch aufgestanden heute morgen, aber irgendwie hab ich schon auf dem Weg zur Arbeit auf der Autobahn ne Heulattake bekommen. Glaube wirklich langsam ich spinne. Auf der Arbeit gings dann. Zumindest mußte ich nicht mit verärgerten Kunden telefonnieren. Meine Kollegin hatte wohl auch die Befürchtung, dass ich nen Kunden "rundmachen" könnte. Gestern hatte mein Chef ja zu mir gesagt, dass er sich freut, dass ich so schnell wieder da bin. Es wäre ja genügend Arbeit da. Heute kurz nach dem Mittag hatte ich dann wieder so ne Phase, war voll am Heulen. Ausgerechnet dann stand mein Chef in der Tür. Man, war mir das peinlich!! Habe dann gleich gesagt: Sorry, bin heute irgendwie mein Geld nicht wert! Er meinte darauf: Ist schon o.k. Zumindest gibt er mir fairer Weise ein bißchen Zeit wieder zu funktionieren.

Es baut einen ja irgendwie auf, wenn man dann mit den Kollegen in den Filialen telefoniert und gesagt bekommt: "schön, dass Sie wieder da sind, bei Ihnen läuft das doch irgendwie anders, besser! Aber wenn man dann von vielen Kollegen hört: "Wie hören Sie sich denn an? Sind Sie heute nicht gut drauf, Sie klingen so traurig?!" (Scheiße, man muß es ja nicht jedem erzählen...) Dann ist das echt n herber Rückschlag. Traurig, ich dachte echt, ich hätte mich inzwischen wieder soweit unter Kontrolle, dass man es mir zumindest am Telefon nicht anmerkt, dass ich ständig kurz vorm Heulen bin. Habe dann ne ganze Stunde am Stück nicht mehr aufhören können zu Heulen. Der Personalleiter, ein ganz Lieber, kam dann zu mir,hat mich in sein Büro geholt nach nebenan und hat mich wieder etwas aufgebaut. Er sagt, sie würden mir alle helfen und ich solle mich melden, wenn es zuviel Arbeit ist. Man, warum hab ich mich nicht unter Kontrolle? Das bin doch nicht ich! Sonst bin ich doch wie ein Baum und nichts kann mich umhauen. Warum kann ich zumindest nach Außehin nicht normal funktionieren und mal lächeln? Hoffendlich legt sich das nächste Woche wieder. So kann das jedenfalls auf Dauer nicht weitergehen!!!! Gehst du eigendlich schon wieder arbeiten? Ja, arbeiten hilft, aber ich kann dir trotzdem nur den Tipp geben, versuch es erst, wenn du dich bereit fühlst und laß dir Zeit. Die 4 Wochen hab ich echt gebraucht. Du siehst ja, komme immernoch nicht klar. Glaube wirklich langsam, ich gehöre in die "Klapse"!

So, jetzt genug ausgeheult und zu deiner Frage. Meine Ärztin meinte auch, es passiert jeder 2. Frau. Es könnte durchaus nochmal passieren, wie das so ist mit nem "6er im Lotto". Ich merke zwar mein Kinderwunsch ist jetzt noch größer wie vorher, aber ich kann das jetzt einfach noch nicht. Ich bewundere die meisten anderen Frauen hier, die die Kraft haben, es gleich nochmal zu versuchen.Ich habe einfach nicht die Kraft und will nicht daran zerbrechen, wenn es nochmal passieren sollte. Wenn ich jetzt schon so bescheuert bin und meine Gefühle nicht im Griff habe, wie soll es mir dann beim nächsten Mal gehen...? Probieren werden wir es aber auf jeden Fall irgendwann nochmal.
Meine Ärztin hat mir nur das Untersuchungsergebnis mitgeteilt, was nach der Operation gemacht wurde. Woran es jetzt lag, konnte sie mir auch nicht sagen. Das Einzige was sie gesagt hat, dass keine Probleme mit der Blutverträglichkeit (Gerinnung) vorhanden waren. Das wäre in sofern wichtig, weil das beim nächsten Mal vorab behandelt werden kann. Von weiteren Untersuchungen hat sie nicht gesprochen. Ihre Aussage war, dass man hier in der Regel erst nach der 3. Fehlgeburt tätig wird. Wundert mich, dass man so lange wartet, aber wenn dir dein Arzt das Angeboten hat, würde ich es vielleicht machen...obwohl, ich glaube das ändert nichts! Zum einen gibt es genauso wie es die Möglichkeit gibt, dass etwas schief geht, die Möglichkeit, dass alles prima funktioniert. Weiß sowieso nicht was bei so einer genetischen Beratung rauskommen soll. Frei nach dem Motto: Sie und Ihr Mann passen nicht genetisch zueinander und dürfen keine Kinder kriegen oder was. Ist doch Quatsch!! Es ändert in sofern nichts, da mich das nicht davon abhlten würde es nochmal zu versuchen. Wie beim Lottospielen (mach ich überigens nicht, weil ich sowieso nicht gewinne)kann man auch im negativsten Fall Glück haben. Ich denke solche Untersuchungen sind ganz gut um sich zu beruhigen und trotzdem kann auch während einer Schwangerschaft oder bei der Geburt oder hinterher noch was schiefgehen und man verliert sein geliebtes Würmchen. Ich will dich um gotteswillen nicht runterziehen, aber die Möglichkeit ist da. Trotzdem sollten wir alle positiv in die Zukunft schauen. Wenn du meinst es hilft dir Antworten auf deine Fragen zu finden, dann mach es wenn du es schon angeboten bekommst. Ich für meinen Teil denke, ich renne jetzt nicht von einem Arzt zum anderen sondern konzentriere mich darauf wieder normal zu werden und wieder fast die gleiche Tanja zu werden wie vorher. Ganz wird mir das wohl nicht gelingen, aber ich hoffe fast. Zeit ist hier mal wieder das Zauberwort. Der Rest wird sich dann von allein ergeben. Wie haben die Ärzte im Krankenhaus zu mir gesagt: Seien Sie froh, jetzt wissen Sie wenigstens, dass Sie schwanger werden können. Andere Paare können überhaupt keine Kinder bekommen. Das hat den Moment echt banal geklungen, aber jetzt weiß ich, die haben recht. Ich führe mir immer vor Augen, dass man immer nach oben oder unten sehen kann. Es gibt immer etwas schlimmeres oder etwas besseres als man selbst erlebt hat. Ich weiß, ich schwinge hier mal wieder kluge Reden, komme selbst aber nicht mit mir klar.

Hoffe, ich habe meine Gefühle bald wieder unter Kontrolle. Jetzt muß ich erstmal dieses Wochenende überstehen. Sonntag wird der Horror (mit Eltern, Schwiegerelten und meinem Schatz nach Berlin mit ner alten Dampflock und dann auf den Weihnachtsmarkt). Ich will nicht, aber ich weiß, ich muß irgendwann mal wieder anfangen zu leben. Vielleicht lenkt mich das ja wirklich ab...Trotzdem, ich will nicht!!!Melde mich wieder, wenn ich das Wochenende gefühlstechnisch überlebt habe.

Ich hoffe dir in meinem "Roman" alle Fragen beantwortet und dir ein bißchen geholfen zu haben. Mir gehts jetzt auf jedenfall wieder etwas besser, nachdem ich mir alles von der Seele schreiben konnte. Also, fühl dich von mir umarmt. Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende.

Bis Bald!?
Tanja

Liebe Tanja!
Danke für deine liebe Antwort. Ich wollte dich auch nicht drängen, mir zu antworten. Wollte nur sichergehen, dass du meine Antwort gekriegt hast, weil man hier so langsam den Überblick verliert, je mehr Beiträge erscheinen. Ich bin trotzdem sehr froh, dass du mir geantwortet hast und dankbar für die Ratschläge.
Die gleichen Gedanken gehen mir auch durch den Kopf-einerseits, wenn meine FÄ diese Untersuchungen anbietet, sollte man vielleicht die Gelegenheit nutzen und nachher beruhigt sein. Und wenn, wie du richtig sagst, es sich herausstellt-wir passen nicht zusammen und dürfen keine Kinder haben?Würden wir es nicht wieder probieren?Auf jeden Fall! Was sollen uns diese Untersuchungen jetzt bringen? Ich habe vor allem überhaupt keine Kraft, jetzt zu verschiedenen Ärzten zu gehen und Untersuchungen machen zu lassen. Ich will genau wie du zur Normalität zurückkehren. Ich will versuchen, mit meinem Schatz so normal wie möglich zu leben. Wie bisher-geht natürlich nicht mehr, aber zumindest ein normales Leben zu führen, meine Mens abzuwarten und es dann wieder versuchen (wenn bei mir bei der nächsten Kontrolle alles in Ordnung sein wird).
Liebe Tanja! Laß dich bitte von dem Rückschlag auf der Arbeit nicht entmutigen. Ich bin immer noch der Meinung, dass Arbeit eine gute Medizin ist. Du weißt ja, ich bin von Anfang an arbeiten gegangen. Diese Rückschläge sind auch ganz normal-du warst ja auch sehr lange nicht da und hast nur 2 Tage bis jetzt gearbeitet. Ich weiß-du willst nicht lächeln, du hast keine Lust, dich mit den Kollegen über irgendeinen Quatsch zu unterhalten, weil du selbst so ein Kummer hast. Ich hatte das alles auch erlebt und erlebe immer noch. Aber es wird besser! Glaub mir. Du wirst dich ablenken können. Du wirst froh sein, eine Aufgabe zu haben. Und der Trauer schadet die Arbeit auch nicht. Du hast ja deine freie Zeit dafür, deine Gedanken und deinen Schatz.
Ich hatte gestern auch so einen Tiefpunkt (hab ich dir schon geschrieben). Es kam alles wieder hoch. Ich habe den ganzen Tag an unser Würmchen gedacht. Sogar heute Nacht hab ich die ganze Zeit so schlecht geträumt und im Traum geweint. Heute muß ich wieder arbeiten und ich hoffe, dass es mich ablenken wird.
Was deinen Ausflug nach Berlin betrifft, so ist es vielleicht eine gute Idee von deiner Familie. Ich kann dich gut verstehen, dass du gar keine Lust hast. Aber vielleicht wird es ja trotzdem nett? Ich hoffe jedenfalls, dass du dich etwas ablenken kannst und später berichten, wie es war.
Wünsche dir ein sehr schönes Wochenende in Berlin und würde mich freuen, bald wieder von dir zu hören.
Ich umarme dich. Liebe Grüße, Katja

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