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Hilfe, frisch schwanger & Ehekrise

28. Oktober 2016 um 22:55 Letzte Antwort: 2. November 2016 um 10:33

Wir sind seit 8 Jahren verheiratet und gesamt schon 15 Jahre zusammen. Mein Mann war immer ein wunderbarer, liebevoller Partner.
Anfang diesen Jahres stellte sich bei ihm eine Art Midlife Crisis ein - bilderbuchartig mit platonischer (was ich ihm bis heute glaube) Verliebtheit in eine 20jährige, Unzufriedenheit mit sich und der Welt, permanentem Sport- und Diätdrang. 

Um das wie zwei Erwachsene zu lösen (wir geben beide unserer Beziehung eine Chance, wir sind beste Freunde und Partner) sind wir beide zur Paartherapie - die auch zu funktionieren schien. Wir hatten einen guten Sommer und einen prima Herbst. Ich dachte, wir wären da durch. 
Zumal wir die letzten Monate immer vom Kinderhaben / Schwanger werden gesprochen haben UND seit drei Monaten "geübt" haben.

Und trotz unseres Alters (er 41 / ich 37) hat es nach zwei Monaten sofort geklappt. Was uns beide etwas überfordert aber ihn volle Skansen wieder in die Krise gestürzt hat.

Jetzt sitze ich hier in der 5. Woche mit einer eigentlich guten Ehe, die wieder ein Scherbenhaufen zu werden droht und weiß nicht weiter. Ich habe tierisch Angst alleine durch die Schwangerschaft zu gehen oder als Alleinerziehende Mutter zu enden.

Andererseits ist es ein Glück in meinem Alter ein Kind zu erwarten. Und ich weiß, dass ich das ihm (und mir) nie verzeihen könnte, das Kind nicht zu bekommen.

War jemand in einer ähnlichen Situation oder kann mir irgendwas raten? Ich verzweifle gerade an der Situation und dem Timing - wo man sich doch in so einer Situation eher freuen sollte ...

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29. Oktober 2016 um 16:18

Er hat sich Ende letzten Jahres ganz klassisch auf Dienstreise in eine 24, asiatische Kollegin verguckt - ohne dass etwas passiert wäre. Mit der Zeit haben die beiden sich wohl gut verstanden (wieder ohne das etwas passiert ist) und er merkt, dass er sie mit Ihrer Art in seinem Leben haben will. Sie hat aber auch einen Partner und weiß gar nichts von den Qualen meines Mannes.
Er kommt nicht damit klar, dass man sich in langen Beziehungen auch mal fremdverlieben kann OHNE dass es gleich in Betrug und Scheidung enden muss.

Dazu kommt dann Diät, er möchte Vegetarier werden, Sport, etc..

Wir dachten eigentlich wir wären da durch, die letzten 4,5 Monate haben sich wieder super angefühlt und wir waren beide froh über die zweite Chance. Sonst hätten wir auch nie mit dem Kinderwunsch angefangen ...

Jetzt hat er sie wiedergesehen und die Gefühle sind wieder hochgekommen und ein paar Tage später stehe ich mit dem Schwangerschaftstest vor ihm ...

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29. Oktober 2016 um 18:57

Wir dachten beide das seit sei Februar durch.
Und wir hätten im Sommer die Biege bekommen. Sonst wäre es nie zum Kinderwunsch gekommen ...

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29. Oktober 2016 um 21:03
In Antwort auf meriel_879347

Wir sind seit 8 Jahren verheiratet und gesamt schon 15 Jahre zusammen. Mein Mann war immer ein wunderbarer, liebevoller Partner.
Anfang diesen Jahres stellte sich bei ihm eine Art Midlife Crisis ein - bilderbuchartig mit platonischer (was ich ihm bis heute glaube) Verliebtheit in eine 20jährige, Unzufriedenheit mit sich und der Welt, permanentem Sport- und Diätdrang. 

Um das wie zwei Erwachsene zu lösen (wir geben beide unserer Beziehung eine Chance, wir sind beste Freunde und Partner) sind wir beide zur Paartherapie - die auch zu funktionieren schien. Wir hatten einen guten Sommer und einen prima Herbst. Ich dachte, wir wären da durch. 
Zumal wir die letzten Monate immer vom Kinderhaben / Schwanger werden gesprochen haben UND seit drei Monaten "geübt" haben.

Und trotz unseres Alters (er 41 / ich 37) hat es nach zwei Monaten sofort geklappt. Was uns beide etwas überfordert aber ihn volle Skansen wieder in die Krise gestürzt hat.

Jetzt sitze ich hier in der 5. Woche mit einer eigentlich guten Ehe, die wieder ein Scherbenhaufen zu werden droht und weiß nicht weiter. Ich habe tierisch Angst alleine durch die Schwangerschaft zu gehen oder als Alleinerziehende Mutter zu enden.

Andererseits ist es ein Glück in meinem Alter ein Kind zu erwarten. Und ich weiß, dass ich das ihm (und mir) nie verzeihen könnte, das Kind nicht zu bekommen.

War jemand in einer ähnlichen Situation oder kann mir irgendwas raten? Ich verzweifle gerade an der Situation und dem Timing - wo man sich doch in so einer Situation eher freuen sollte ...

Die Schwangerschaft, wo man sich immer nur freut, gibt es nur im Bilderbuch. Denn man merkt ja, wie sich der Körper verändert, und man weiß, nichts ist mehr wie es einmal sein wird. Dass Du Dich in dieser Situation nach einer stabilen Ehebeziehung sehnst als Fundament ist verständlich. Hast Du Deine Ängste in der Paartherapie schon angesprochen? Wenn nicht wäre dies sicher wichtig.

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29. Oktober 2016 um 21:45

Mit dem letzten Absatz sprichst du mir aus dem Herzen. Wenn ich könnte, würde ich ihn auf Psychopharmaka setzen - ich habe das Gefühl er hat eher eine leichte Depression (kenne die Symptome etwas von meiner Mom). Aber dazu müsste er erstmal zum Psychologen und das macht er nicht. Er hat unglaublich Schwierigkeiten sich die Schwäche gerade einzugestehen - ich gehe entspannter mit seiner "Verliebtheit" oder emotionaler Untreue um als er.
Er ist so ein 100%, schwarz oder weiß Typ. Kompromisse gerade moralischer Art sind für Ihn schwierig.

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30. Oktober 2016 um 20:34

Genau das habe ich auch getan, mit der nächten Frau endete meine Ehe dann. Er nahm die Kinder im Alter von 5/8/10 Jahren dann mit und ich blieb ganz alleine.
Vielleicht aht sie Glück und kann da Kind wenigstens behalten. Sie sollte sich Hilfe holen im Freundeskreis/Familie, am besten schon während der Schwangerschaft.

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31. Oktober 2016 um 13:09
In Antwort auf meriel_879347

Mit dem letzten Absatz sprichst du mir aus dem Herzen. Wenn ich könnte, würde ich ihn auf Psychopharmaka setzen - ich habe das Gefühl er hat eher eine leichte Depression (kenne die Symptome etwas von meiner Mom). Aber dazu müsste er erstmal zum Psychologen und das macht er nicht. Er hat unglaublich Schwierigkeiten sich die Schwäche gerade einzugestehen - ich gehe entspannter mit seiner "Verliebtheit" oder emotionaler Untreue um als er.
Er ist so ein 100%, schwarz oder weiß Typ. Kompromisse gerade moralischer Art sind für Ihn schwierig.

Wow
erstmal möchte ich dir zu deiner geduld und deinem verständnis für deinen mann beglückwünschen. da muss eine sehr starke liebe deinerseits sein. ich frage mich nur wo sein verständnis bzw. rücksichtnahme dir gegenüber abgeblieben ist?? ich bin der meinung, dass es eine zumutung ist wie er sich verhält. er sollte sich mal schnellstmöglich klar werden was er will und dann auch handeln. natürlich wäre es schöner ( und einfacher) er würde wieder klar kommen und sich mit dir auf euren nachwuchs freuen. aber dieses " in der luft hängen" kann doch so nicht weiter gehen, oder? mein ratschlag: denke mehr an dich ( inkl. baby) und mache ihm klar das die situation im moment sehr belastend ist für dich. ich wünsche dir alles gute und viel kraft. glaub an dich!

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31. Oktober 2016 um 13:27
In Antwort auf meriel_879347

Wir sind seit 8 Jahren verheiratet und gesamt schon 15 Jahre zusammen. Mein Mann war immer ein wunderbarer, liebevoller Partner.
Anfang diesen Jahres stellte sich bei ihm eine Art Midlife Crisis ein - bilderbuchartig mit platonischer (was ich ihm bis heute glaube) Verliebtheit in eine 20jährige, Unzufriedenheit mit sich und der Welt, permanentem Sport- und Diätdrang. 

Um das wie zwei Erwachsene zu lösen (wir geben beide unserer Beziehung eine Chance, wir sind beste Freunde und Partner) sind wir beide zur Paartherapie - die auch zu funktionieren schien. Wir hatten einen guten Sommer und einen prima Herbst. Ich dachte, wir wären da durch. 
Zumal wir die letzten Monate immer vom Kinderhaben / Schwanger werden gesprochen haben UND seit drei Monaten "geübt" haben.

Und trotz unseres Alters (er 41 / ich 37) hat es nach zwei Monaten sofort geklappt. Was uns beide etwas überfordert aber ihn volle Skansen wieder in die Krise gestürzt hat.

Jetzt sitze ich hier in der 5. Woche mit einer eigentlich guten Ehe, die wieder ein Scherbenhaufen zu werden droht und weiß nicht weiter. Ich habe tierisch Angst alleine durch die Schwangerschaft zu gehen oder als Alleinerziehende Mutter zu enden.

Andererseits ist es ein Glück in meinem Alter ein Kind zu erwarten. Und ich weiß, dass ich das ihm (und mir) nie verzeihen könnte, das Kind nicht zu bekommen.

War jemand in einer ähnlichen Situation oder kann mir irgendwas raten? Ich verzweifle gerade an der Situation und dem Timing - wo man sich doch in so einer Situation eher freuen sollte ...

Hallo Jackrabbit,

ich glaube, dass das, was du gerade empfindest, deine Angst und Sorge, ganz ganz normal ist. Dein Mann ist emotional ziemlich schwankend und das bewegt gleichzeitig auch dich. Besonders jetzt in der Schwangerschaft... welch ein Wunder, dass es so schnell geklappt hat, oder? Wenngleich auch herausfordernd J
Habt ihr am Wochenende nochmal Zeit gehabt, um weiter über alles zu reden? Von dem was du beschreibst, steht ihr doch auf einer festen Basis, auch wenn einer mal wackelt... kannst du ihm ehrlich sagen, wovor DU Angst hast? Und was DU jetzt gerade einfach brauchst? Bleibt auf jeden Fall im Gespräch.
Das wünsche ich dir von ganzem Herzen.

Ganz herzliche Sonnengrüße,
Seerose
 

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31. Oktober 2016 um 22:24
In Antwort auf seerose45

Hallo Jackrabbit,

ich glaube, dass das, was du gerade empfindest, deine Angst und Sorge, ganz ganz normal ist. Dein Mann ist emotional ziemlich schwankend und das bewegt gleichzeitig auch dich. Besonders jetzt in der Schwangerschaft... welch ein Wunder, dass es so schnell geklappt hat, oder? Wenngleich auch herausfordernd J
Habt ihr am Wochenende nochmal Zeit gehabt, um weiter über alles zu reden? Von dem was du beschreibst, steht ihr doch auf einer festen Basis, auch wenn einer mal wackelt... kannst du ihm ehrlich sagen, wovor DU Angst hast? Und was DU jetzt gerade einfach brauchst? Bleibt auf jeden Fall im Gespräch.
Das wünsche ich dir von ganzem Herzen.

Ganz herzliche Sonnengrüße,
Seerose
 

Liebe Seerosen, Danke für die aufmunternden Worte. Wir reden, diskutieren zum Glück sehr viel - da hat die Therapie im Frühjahr wirklich was gebracht. Ich kenne jetzt seinen Standpunkt, er meinen. Wir haben uns jetzt einen Termin gesetzt, an dem jeder für sich eine Entscheidung trifft wie es für ihn weitergehen soll. Es steht denke ich 50/50 für Trennung oder Durchziehen.
Ich nutze die Zeit um mich "abzusichern" für den Fall, dass ich ab Dezember alleine mit dem Wurm bin. Zum Glück habe ich prima Freundinnen, die sind wirklich unglaublich toll.

Er soll die Zeit nutzen sich klar zu werden ob er mit mir weiterleben möchte und ob er das Kind will oder nicht. Die Zeit gebe Ihnen ihm auch um den Druck etwas zurück zu fahren. 

Drückt mir die Daumen!

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31. Oktober 2016 um 22:26

Ich finde Kompromisse sind der Kitt in einer guten Beziehung. Und nach so vielen gemeinsamen Jahren sollte man nicht zu vorschnell handeln.

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1. November 2016 um 12:03

Das ist wirklich mies von ihm. Ehrlichg esagt, wenn sich jemand in eine andere Frau/anderen Mann verguckt, stimmt etwas an der Beziehung nicht. Das hätte er kommunizieren müssen. Alleinerziehend sind keine tollen Aussichten, mache deinem mann kalr, ob er wirklich alles wegwerfen will.

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1. November 2016 um 12:06

Ehrlich gesagt: ich glaube, icgh wäre in deienr Situation sehr emotional und knallhart und würde sagen, dass es seine Schuld sei, wenn du aufgrund Stress bedingt durch die Krise das Kind verlierst. Ich würde ihm sogar damit droehn, das alleinige Sorgeercht ohne Besuchsrecht durchzudrücken.

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1. November 2016 um 12:23
In Antwort auf summersunshine85

Ehrlich gesagt: ich glaube, icgh wäre in deienr Situation sehr emotional und knallhart und würde sagen, dass es seine Schuld sei, wenn du aufgrund Stress bedingt durch die Krise das Kind verlierst. Ich würde ihm sogar damit droehn, das alleinige Sorgeercht ohne Besuchsrecht durchzudrücken.

Im Moment bin ich noch nicht knallhart - die Frist gebe ich ihm und mir. Aus Respekt, aus der der Liebe die zwischen uns war (und wieder sein kann) und weil ich weiß, dass er eigendlich nicht der Mensch ist, den er da gerade für sich spielt.

Je länger ich mich aber mit der neuen Situation auseinandersetze, desto klarer wird auch für mich, wie mein Weg aussehen kann / wird.

Sollte er sich gegen mich und das Kind entscheiden, kann er sofort gehen und (un)glücklich werden. Dann wird es auch Nullkontakt geben, ohne Kompromisse.

Sollte er sich für mich, aber gegen das Kind entscheiden, denke ich, dass ich ihn vor die Tür setzen werde. Vielleicht mit der Option sich innerhalb der nächsten 7 Monate Gedanken zu machen ob er die Vaterrolle für sich annehmen kann. Die Tür lasse ich zumindest einen spaltbreit offen.

Ich habe mir so etwas nie gewünscht. Und mir wirklich lange Jahre viel Zeit gelassen mich mit einem Kind so zu binden. Bis 30, 35 war mir nichtmal klar, ob ich Kinder haben möchte.
Aber irgendwann muss man sich mal entscheiden. Er kann noch lange Jahre mit anderen Frauen Kinder haben. Ich nicht. Ich bin jetzt schwanger und bereit mich dem notfalls allein zu stellen.

Drohungen halte ich ich übrigens nicht für ein probates Mittel - das verhärtet die Fronten nur. Ich habe ihm aber schon vor Augen gehalten, was sich in seinem Leben ändern wird, wenn er das so durchzieht.

Ich habe unglaublich enge Freunde, die beste Familie der Welt, ein gutes soziales Sicherheitsnetz. Ich sitze dann vielleicht total gestresst mit einem Baby da - aber nicht allein.
Er wird erstmal allein sein, ich glaube kaum, dass jemand in seinem / unserem Umfeld zu ihm stehen wird. Wahrscheinlich nicht einmal seine Familie zu 100%.
 

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1. November 2016 um 12:37
In Antwort auf meriel_879347

Im Moment bin ich noch nicht knallhart - die Frist gebe ich ihm und mir. Aus Respekt, aus der der Liebe die zwischen uns war (und wieder sein kann) und weil ich weiß, dass er eigendlich nicht der Mensch ist, den er da gerade für sich spielt.

Je länger ich mich aber mit der neuen Situation auseinandersetze, desto klarer wird auch für mich, wie mein Weg aussehen kann / wird.

Sollte er sich gegen mich und das Kind entscheiden, kann er sofort gehen und (un)glücklich werden. Dann wird es auch Nullkontakt geben, ohne Kompromisse.

Sollte er sich für mich, aber gegen das Kind entscheiden, denke ich, dass ich ihn vor die Tür setzen werde. Vielleicht mit der Option sich innerhalb der nächsten 7 Monate Gedanken zu machen ob er die Vaterrolle für sich annehmen kann. Die Tür lasse ich zumindest einen spaltbreit offen.

Ich habe mir so etwas nie gewünscht. Und mir wirklich lange Jahre viel Zeit gelassen mich mit einem Kind so zu binden. Bis 30, 35 war mir nichtmal klar, ob ich Kinder haben möchte.
Aber irgendwann muss man sich mal entscheiden. Er kann noch lange Jahre mit anderen Frauen Kinder haben. Ich nicht. Ich bin jetzt schwanger und bereit mich dem notfalls allein zu stellen.

Drohungen halte ich ich übrigens nicht für ein probates Mittel - das verhärtet die Fronten nur. Ich habe ihm aber schon vor Augen gehalten, was sich in seinem Leben ändern wird, wenn er das so durchzieht.

Ich habe unglaublich enge Freunde, die beste Familie der Welt, ein gutes soziales Sicherheitsnetz. Ich sitze dann vielleicht total gestresst mit einem Baby da - aber nicht allein.
Er wird erstmal allein sein, ich glaube kaum, dass jemand in seinem / unserem Umfeld zu ihm stehen wird. Wahrscheinlich nicht einmal seine Familie zu 100%.
 

Wer Kinder will, muss Verantwortung übernehmen und das tut er nicht. So etwas kann man vielleicht tun, wenn man keine Kinder hat, bzw kein Kind im Kommen ist.

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1. November 2016 um 12:50
In Antwort auf summersunshine85

Wer Kinder will, muss Verantwortung übernehmen und das tut er nicht. So etwas kann man vielleicht tun, wenn man keine Kinder hat, bzw kein Kind im Kommen ist.

Ich glaube genau das ist gerade eines seiner Probleme - (noch mehr) Verantwortung übernehmen zu müssen.

Das ist ein typisches Midlife Crisis Thema, er fühlt sich fremdbestimmt, unter Druck immer nur das zu machen was andere von ihm wollen. Er meint er hätte "sich verloren" - wobei ich glaube, dass er noch nie ganz "bei sich war". Jetzt kommt da dieses für ihn total abstrakte Ding "Schwangerschaft" und übt in seinen Augen noch mehr Druck aus. Selbst wenn das alles geplant war, jetzt fühlt er sich überrannt.

Der Witz ist, ich kann das für ihn sogar nachvollziehen - deswegen gerade meine für andere vielleicht nicht nachvollziehbare Toleranz (ich hatte so eine Phase einige Jahre früher) - ABER jeder erwachsene Mensch muss Entscheidungen treffen, wenn sich Umstände ändern. Entweder er nimmt jetzt die Verantwortung an oder nicht. Das steht ihm offen.

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1. November 2016 um 12:51

Das heisst übrigens nicht, dass ich ihn in Schutz nehme. Ich kann seine Gefühle und Situation nur nachempfinden.

Je nachdem wie er sich entscheidet, wird das Konsequenzen haben. Und wenn er raus aus meinem Leben ist, ist er raus.


 

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1. November 2016 um 13:48
In Antwort auf summersunshine85

Ehrlich gesagt: ich glaube, icgh wäre in deienr Situation sehr emotional und knallhart und würde sagen, dass es seine Schuld sei, wenn du aufgrund Stress bedingt durch die Krise das Kind verlierst. Ich würde ihm sogar damit droehn, das alleinige Sorgeercht ohne Besuchsrecht durchzudrücken.

@ summersunshine: Schon "witzig", dass du den Beitrag vorher damit anfängst, dass es "echt mies" von ihm sei.
Es geht um eine Jahre lange Beziehung und darum, dass jemand grad anscheinend nicht ganz sicher ist wo unten und oben ist.
Da zu drohe und mit präventiven Anschuldigungen um sich zu werfen hat noch nie irgendeine Situation verbessert, entspannt oder irgendwas dergleichen. Es ist auch einfach so weit weg von allem was mit Augenhöhe zu tun hat.

@ jackrabbit: Du klingst wie eine Frau die weiß was sie will, ein bestmögliches soziales Umfeld hat und verhältnismäßig sehr (!) klug und umsichtig überdenkst wie so die Optionen sind, was du kannst und möchtest. Das liest sich echt toll. Natürlich würde ich dir für dich wünschen, dass dein Mann seine Prioritäten noch rechtzeitig umsortiert, aber sogar wenn nicht, wird dein Baby ganz sicher eine großartige Familie haben!

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1. November 2016 um 14:12
In Antwort auf soncherie

@ summersunshine: Schon "witzig", dass du den Beitrag vorher damit anfängst, dass es "echt mies" von ihm sei.
Es geht um eine Jahre lange Beziehung und darum, dass jemand grad anscheinend nicht ganz sicher ist wo unten und oben ist.
Da zu drohe und mit präventiven Anschuldigungen um sich zu werfen hat noch nie irgendeine Situation verbessert, entspannt oder irgendwas dergleichen. Es ist auch einfach so weit weg von allem was mit Augenhöhe zu tun hat.

@ jackrabbit: Du klingst wie eine Frau die weiß was sie will, ein bestmögliches soziales Umfeld hat und verhältnismäßig sehr (!) klug und umsichtig überdenkst wie so die Optionen sind, was du kannst und möchtest. Das liest sich echt toll. Natürlich würde ich dir für dich wünschen, dass dein Mann seine Prioritäten noch rechtzeitig umsortiert, aber sogar wenn nicht, wird dein Baby ganz sicher eine großartige Familie haben!

Soncherie, Vielen Dank für das tolle Feedback .

Mir schlottern natürlich trotzdem ordentlich die Knie, zumal im Falle einer Trennung bei uns auch eine Menge finanzielle Konsequenzen dranhängen. Die Zeiten mit finanzieller Unbeschwertheit sind dann echt passe, aber auch das wird zu wuppen sein. Ich verdiene zum Glück immer noch besser als viele andere Frauen - leider nicht ganz so viel wie mein Mann. Aber mit Unterhalt etc. wird das auch zu stemmen sein. Rein vom Stresslevel mit meinem Job wird es eine Katastrophe, aber ich hatte bis jetzt ein wirklich unbesorgtes Leben und kann da eigendlich mehr als dankbar für sein. Dann halt jetzt anders.

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1. November 2016 um 14:39

hallo!

ich würde einfach mit der paartherapie weitermachen... wenn es euch doch geholfen hat.

außerdem kann ich nur wie viele schon schreiben bestätigen, dass es im 1. LJ des Kindes und vor allem kurz nach der Geburt noch härter wird... zumal einfach nach einer Geburt das ***Leben eine Zeit lang auf Eis liegt... (bei uns war es so... man mag einfach nicht, und wenn man einen dammschnitt und scheidenriss hatte möchte man doch lieber erstmal drauf verzichten). das kann für den Mann dann schon hart werden. und die schlaflosen nächte, jeder ist gereizt... 
man stellt sich sowas immer so schön vor. nur manche männer kommen sich da erstmal überfordert vor und wissen nicht was sie tun können. wenn man da nicht 100% zusammenhält, dann kann das ganz schnell schiefgehen. 

ich will dir da keinen floh ins ohr setzten oder dir schlecht zureden. ich würde mit ihm offen darüber reden und ihn fragen, was er jetzt machen möchte. ob er eine therapie will oder wie es weitergehen soll und kann. 

Du wirst bestimmt eine tolle fürsorgliche Mutter sein! Mit oder ohne Mann! Da bin ich mir sicher. 

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1. November 2016 um 17:47

Das jemand etwas tut, was wirklich uncool ist, ist doch trotzdem noch lange kein Freifahrtschein jemandem um die Ohren zu hauen, dass er im Falle einer eintretenden Fehlgeburt Schuld sein wird!

Das kann auch gerne durch beliebige andere Dinge ersetzt werden. In meinem Kosmos begegnet man Menschen mit etwas Anstand. Auch dann, wenn sie doofe Dinge tun. Natürlich können einem selbst auch doofe Dinge passieren, aber man muss ja nicht vorsätzlich kindisch werden.

Plus: Stell dir mal vor nach so einer Ansage kommt es tatsächlich zu einer FG, aber aus völlig anderen Gründen (will ich niemandem wünschen, kommt aber halt vor). Dann stehste da und hast was wirklich richtig derbe danebenes ausgelöst.

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1. November 2016 um 17:56
In Antwort auf summersunshine85

Ehrlich gesagt: ich glaube, icgh wäre in deienr Situation sehr emotional und knallhart und würde sagen, dass es seine Schuld sei, wenn du aufgrund Stress bedingt durch die Krise das Kind verlierst. Ich würde ihm sogar damit droehn, das alleinige Sorgeercht ohne Besuchsrecht durchzudrücken.

Ja wahnsinn, damit wird er sich erst recht mit der Situation abfinden... 

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1. November 2016 um 18:06

Nein, natürlich ist es nicht "okay".

Aber ich billige ihm etwas Bedenkzeit zu. Um sich zu fangen und zu justieren. Wenn er mit etwas Ruhe und Nachdenken immer noch zu seiner Entscheidung steht, dann habe ich alles Recht der Welt auf ihn einzuprügeln (sinnbildlich gesprochen).

Natürlich fühle ich mich im Moment Scheisse, von Ihm allein gelassen und bin stinksauer ABER die Krise in der er steckt ist nicht von Pappe, er macht das nicht mit irgendeiner Absicht. Im Gegenteil, ihm ist sehr, sehr bewusst was für ein Schlechter Ehemann (seine Worte) er gerade ist.

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1. November 2016 um 18:12
In Antwort auf soncherie

Das jemand etwas tut, was wirklich uncool ist, ist doch trotzdem noch lange kein Freifahrtschein jemandem um die Ohren zu hauen, dass er im Falle einer eintretenden Fehlgeburt Schuld sein wird!

Das kann auch gerne durch beliebige andere Dinge ersetzt werden. In meinem Kosmos begegnet man Menschen mit etwas Anstand. Auch dann, wenn sie doofe Dinge tun. Natürlich können einem selbst auch doofe Dinge passieren, aber man muss ja nicht vorsätzlich kindisch werden.

Plus: Stell dir mal vor nach so einer Ansage kommt es tatsächlich zu einer FG, aber aus völlig anderen Gründen (will ich niemandem wünschen, kommt aber halt vor). Dann stehste da und hast was wirklich richtig derbe danebenes ausgelöst.

Dann hätte ich ein extrem schlechtes Gewissen und Schuldgefühle ausgelöst. Entschuldigung, wenn jemand mir so etwas antun würde, hätte er das mehr als verdient...

Ich würde sogar so weit gehen und versuchen, mit der netten Asiatin Kontakt aufzunehmen und ihr zu erklären, dass der Mann mit mir verheiratet ist und ich ein Baby von ihm erwarte, der sich in sie verliebt hat. Dann wird sie hoffentlich die Finger von ihm lassen.

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1. November 2016 um 18:25
In Antwort auf summersunshine85

Dann hätte ich ein extrem schlechtes Gewissen und Schuldgefühle ausgelöst. Entschuldigung, wenn jemand mir so etwas antun würde, hätte er das mehr als verdient...

Ich würde sogar so weit gehen und versuchen, mit der netten Asiatin Kontakt aufzunehmen und ihr zu erklären, dass der Mann mit mir verheiratet ist und ich ein Baby von ihm erwarte, der sich in sie verliebt hat. Dann wird sie hoffentlich die Finger von ihm lassen.

Das ist in der Tat etwas das ich überlege zu tun.

Allerdings erwarte ich mir da nicht wirklich viel von. Mit Anfang 20 war ich auch schon mal das "Mädchen" auf der anderen Seite des Tisches, die der verzweifelten Frau gegenüber saß. In dem Alter ist man meistens viel zu leichtfertig mit Beziehungen (sowohl eigenen als auch den von Anderen) als dass sich da sowas wie Erkenntnis einstellen könnte.

Und mein Argument war auch, "wenn man in eine Beziehung einbrechen kann stimmt da irgendwas nicht". Gut 15 Jahre später und mit etwas mehr "Leben" hinter mir, denke ich da übrigens deutlich anders.

Keine Beziehung kann beiden Partnern JEDES Bedürfniss erfüllen. Und auch da geht es am Ende um Kompromisse. Und im Prinzip muss er jetzt für sich entscheiden, ob er bereit ist da zurückzustecken ja oder nein.

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1. November 2016 um 18:29
In Antwort auf summersunshine85

Dann hätte ich ein extrem schlechtes Gewissen und Schuldgefühle ausgelöst. Entschuldigung, wenn jemand mir so etwas antun würde, hätte er das mehr als verdient...

Ich würde sogar so weit gehen und versuchen, mit der netten Asiatin Kontakt aufzunehmen und ihr zu erklären, dass der Mann mit mir verheiratet ist und ich ein Baby von ihm erwarte, der sich in sie verliebt hat. Dann wird sie hoffentlich die Finger von ihm lassen.

... im Übrigen hatte sie ihre Finger nicht mal in seiner Nähe. Wie ich meinen Mann verstanden habe, ahnt sie nicht mal was von dem ganzen Drama.

Sie sind nur befreundet und er befürchtet, dass er sich in sie verliebt hat. SOWAS kann passieren. Die Frage ist, ob man dem nachgeht. Menschen sind keine nackten Affen, wir haben einen Verstand, den wir benutzen können.

Und genau das erwarte ich auch von ihm.

 

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1. November 2016 um 22:06

Ganz ehrkich... Ich würde abwarten und ihn erstmal "ausspinnen" lassen. Vielkeicht brwucht er noch seine Zeit, um sich an den Gedanken "Ich werde Papa" zu gewöhnen. Du bist erst in der 5. Woche und musst nichts überstürzen. Wenn er so in 10, 12 Wochen immer noch so eine Phase hat, kannst dubweiterschauen. Aber derzeit würde ich nichts weiter tun. Ihm auch nucht drohen, Vorwürfe machen oder ewig seine Schwärmereien vorhalten, nach dem Motto "Willst du gelten, mach dich selten".

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2. November 2016 um 10:33
In Antwort auf meriel_879347

Das ist in der Tat etwas das ich überlege zu tun.

Allerdings erwarte ich mir da nicht wirklich viel von. Mit Anfang 20 war ich auch schon mal das "Mädchen" auf der anderen Seite des Tisches, die der verzweifelten Frau gegenüber saß. In dem Alter ist man meistens viel zu leichtfertig mit Beziehungen (sowohl eigenen als auch den von Anderen) als dass sich da sowas wie Erkenntnis einstellen könnte.

Und mein Argument war auch, "wenn man in eine Beziehung einbrechen kann stimmt da irgendwas nicht". Gut 15 Jahre später und mit etwas mehr "Leben" hinter mir, denke ich da übrigens deutlich anders.

Keine Beziehung kann beiden Partnern JEDES Bedürfniss erfüllen. Und auch da geht es am Ende um Kompromisse. Und im Prinzip muss er jetzt für sich entscheiden, ob er bereit ist da zurückzustecken ja oder nein.

Hey Jackrabbit,

aber wirklich Beim Lesen deiner Worte dachte auch ich: Wow, wie du bei allem für dich und auch für euch, nach einer Lösung suchst. Ohne dich dabei, deinen Mann oder jetzt auch dein Kleines im Bauch zu „übergehen“- das finde ich sehr strak! Wie gut, dass du so einen guten Freunde-Background hast. Gleichzeitig hört es sich an, dass du echt Hoffnung hast, dass ihr auch die Krise momentan gemeinsam packen werdet. Und ich glaube, dazu hast du auch allen Grund! Bleib dran!
Klar, ich drücke dir auf jeden Fall alle Daumen, die ich habe

Und schicke dir ganz liebe Grüße,
Seerose

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