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Herz sagt ja, Verstand sagt nein

17. März 2017 um 14:42

Hallo, erstmal danke an alle, die sich die Zeit nehmen und das lesen

Mein Freund und ich (25) leben seit 6 Monaten in Asien (er ist hier beruflich verdienstet, ich mache seither Freiwilligenarbeit an einer NGO) Ich habe die letzten 3 Jahre mit Kalender verhütet, was bisher immer gut geklappt hat. Als ich nun jedoch 2 Wochen überfällig war, hatte ich schon den leisen Verdacht ...und als ich dann beim Niesen ganz deutlich einen Schmerz im unteren Bauch hatte, war ich mir plötzlich so sicher schwanger zu sein...

Mein Freund berruhigte mich (er meinte, es sei nur wegen Stress, vielleicht eine kommende Magenkrippe...) Doch beim Gynäkologen und 2 positiven Urintests hat sich dann herausgestellt, dass ich mit meinem Bauchgefühl richtig lag (Ich hatte auch richtig Angst hier zum Gynäkologen zu gehen, im Nachhinein muss ich gestehen, die ärtzin hier ist mir sogar lieber, als meine in Deutschland) Nach dem Abtasten stellte sie eine Schwellung fest und schickte mich zum Ultraschall, nur um Sicherzugehen es ist keine Eileiterschwangerschaft etc. Beim gestrigen Ultraschall die Nachricht: sie haben ein gesundes Baby, 6 SSW und 2 Tage. Allerdings war das alles so rein gar nicht geplant, ich fühle mich noch immer wie in einem Traum.

Mein Freund hat mich zu allen Tests begleitet und steht mir liebevoll bei. Er meint jedoch, er ist nicht bereit Vater zu sein und hat Angst, dass er dann in drei Jahren keine Kraft mehr hat (für beruf, familie und Privatleben) und ich dann allein mit dem Kind da stehe. Er meint er habe so viele junge Familien gesehen, derren Träume geplatzt sind, er will nicht dass wir dann auch so ein Fall werden. Er ist nicht nur mein Lebenspartner, sondern auch mein bester Freund und ich verstehe und respektiere seine Ansichten sehr. Ich konnte mir vor 3 wochen auch nicht vorstellen Mama zu werden. Aber da jetzt plötzlich eine kleine Erbse in meinem Bauch sitzt und meine Hormone seit den letzten 4 Tagen komplett verrückt spielen, kenne ich mich gerade selbst nicht so ganz aus. Ich wollte mich vorest eigentlich auf Studium/ Karriere/ Freiwilligenarbeit konzentrieren und hatte seit langen den Wunsch Kids zu adoptieren (sobald ich die 30 erreiche) Aber hausfrau zu werden ist bestimmt nicht mein Lebenstraum und mit 25 fühle ich mich doch sehr jung ein Kind auf die Welt zu bringen.

Ich habe mir deshalb gedacht abzutreiben, was auch hier bis zur 9. Woche mit der Pille möglich ist (ich muss also nicht einmal nach D fliegen) Aber umso ernster ich mich mit diesem Gedanken beschäftige, umso mehr weine ich und kann einfach nicht mehr aufhören. Wie werde ich eine Abtreibung jemals verarbeiten? Herz sagt Kind, Verstand sagt nein. Da ich mir wirklich noch sehr unklar über diese Entscheidung bin, will ich noch nicht meine Familie miteinbeziehen und mich deshalb hier im Forum austauschen. Ich bin mir bewusst, dass am Ende nur ich allein diese Entscheidung treffen kann, aber ich musste mir das Alles einmal von der Seele schreiben. Da es nun die 6 Woche ist, rennt mir auch ein bisschen die Zeit davon.

Danke im Voraus an alle die einen Ratschlag für mich haben oder ihre eigene Erfahrung zu dem Thema mit mir teilen können.

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17. März 2017 um 15:10
In Antwort auf lunablueeye

Hallo, erstmal danke an alle, die sich die Zeit nehmen und das lesen ♥

Mein Freund und ich (25) leben seit 6 Monaten in Asien (er ist hier beruflich verdienstet, ich mache seither Freiwilligenarbeit an einer NGO) Ich habe die letzten 3 Jahre mit Kalender verhütet, was bisher immer gut geklappt hat. Als ich nun jedoch 2 Wochen überfällig war, hatte ich schon den leisen Verdacht ...und als ich dann beim Niesen ganz deutlich einen Schmerz im unteren Bauch hatte, war ich mir plötzlich so sicher schwanger zu sein...  

Mein Freund berruhigte mich (er meinte, es sei nur wegen Stress, vielleicht eine kommende Magenkrippe...) Doch beim Gynäkologen und 2 positiven Urintests hat sich dann herausgestellt, dass ich mit meinem Bauchgefühl richtig lag (Ich hatte auch richtig Angst hier zum Gynäkologen zu gehen, im Nachhinein muss ich gestehen, die ärtzin hier ist mir sogar lieber, als meine in Deutschland) Nach dem Abtasten stellte sie eine Schwellung fest und schickte mich zum Ultraschall, nur um Sicherzugehen es ist keine Eileiterschwangerschaft etc. Beim gestrigen Ultraschall die Nachricht: sie haben ein gesundes Baby, 6 SSW und 2 Tage. Allerdings war das alles so rein gar nicht geplant, ich fühle mich noch immer wie in einem Traum.  

Mein Freund hat mich zu allen Tests begleitet und steht mir liebevoll bei. Er meint jedoch, er ist nicht bereit Vater zu sein und hat Angst, dass er dann in drei Jahren keine Kraft mehr hat (für beruf, familie und Privatleben) und ich dann allein mit dem Kind da stehe. Er meint er habe so viele junge Familien gesehen, derren Träume geplatzt sind, er will nicht dass wir dann auch so ein Fall werden. Er ist nicht nur mein Lebenspartner, sondern auch mein bester Freund und ich verstehe und respektiere seine Ansichten sehr. Ich konnte mir vor 3 wochen auch nicht vorstellen Mama zu werden. Aber da jetzt plötzlich eine kleine Erbse in meinem Bauch sitzt und meine Hormone seit den letzten 4 Tagen komplett verrückt spielen, kenne ich mich gerade selbst nicht so ganz aus. Ich wollte mich vorest eigentlich auf Studium/ Karriere/ Freiwilligenarbeit konzentrieren und hatte seit langen den Wunsch Kids zu adoptieren (sobald ich die 30 erreiche) Aber hausfrau zu werden ist bestimmt nicht mein Lebenstraum und mit 25 fühle ich mich doch sehr jung ein Kind auf die Welt zu bringen. 

Ich habe mir deshalb gedacht abzutreiben, was auch hier bis zur 9. Woche mit der Pille möglich ist (ich muss also nicht einmal nach D fliegen) Aber umso ernster ich mich mit diesem Gedanken beschäftige, umso mehr weine ich und kann einfach nicht mehr aufhören. Wie werde ich eine Abtreibung jemals verarbeiten? Herz sagt Kind, Verstand sagt nein. Da ich mir wirklich noch sehr unklar über diese Entscheidung bin, will ich noch nicht meine Familie miteinbeziehen und mich deshalb hier im Forum austauschen. Ich bin mir bewusst, dass am Ende nur ich allein diese Entscheidung treffen kann, aber ich musste mir das Alles einmal von der Seele schreiben. Da es nun die 6 Woche ist, rennt mir auch ein bisschen die Zeit davon.

Danke im Voraus an alle die einen Ratschlag für mich haben oder ihre eigene Erfahrung zu dem Thema mit mir teilen können. 
 

Hallo erstmal

Fühl dich erstmal gedrückt.
Ich bin zwar noch keine Mama, aber ich rate dir ab in deinem Alter abzutreiben. Ich habe auch Karriere gemacht. Habe alles erreicht was ich wollte, immer mit dem Gedanken Ü 30 erst Kinder zu bekommen. Ja und nun bin ich fast 33 und es klappt nicht. Das zum Thema "Planen". Jetzt plötzlich würde ich auf die Karriere "scheissen" und könnte ich jetzt wählen, würde ich lieber mit 25 schwanger werden.
Wenn du eine abgeschlossene Ausbildung in der Tasche hast und ihr Geld genug zur Verfügung habt, würde ich keinen Gedanken mehr daran verlieren abzutreiben an deiner Stelle. Mit Kind iist doch das Leben nicht vorbei. So ein Quatsch. 

Stell dir vor, du treibst ab und vergönnst diesem Baby das Leben. Irgendwann wirst du dir Vorwürfe machen. Woher nimmst du dir das Recht abzutreiben?! Denkst du dem Kind wird es bei dir schlecht gehen? Ich denke umso "schwangerer" duw rist desto mehr freust du dich. Du redest schon jetzt von "kleiner Erbse"....also bitte bekomm`das Kind!

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17. März 2017 um 16:56
In Antwort auf lunablueeye

Hallo, erstmal danke an alle, die sich die Zeit nehmen und das lesen ♥

Mein Freund und ich (25) leben seit 6 Monaten in Asien (er ist hier beruflich verdienstet, ich mache seither Freiwilligenarbeit an einer NGO) Ich habe die letzten 3 Jahre mit Kalender verhütet, was bisher immer gut geklappt hat. Als ich nun jedoch 2 Wochen überfällig war, hatte ich schon den leisen Verdacht ...und als ich dann beim Niesen ganz deutlich einen Schmerz im unteren Bauch hatte, war ich mir plötzlich so sicher schwanger zu sein...  

Mein Freund berruhigte mich (er meinte, es sei nur wegen Stress, vielleicht eine kommende Magenkrippe...) Doch beim Gynäkologen und 2 positiven Urintests hat sich dann herausgestellt, dass ich mit meinem Bauchgefühl richtig lag (Ich hatte auch richtig Angst hier zum Gynäkologen zu gehen, im Nachhinein muss ich gestehen, die ärtzin hier ist mir sogar lieber, als meine in Deutschland) Nach dem Abtasten stellte sie eine Schwellung fest und schickte mich zum Ultraschall, nur um Sicherzugehen es ist keine Eileiterschwangerschaft etc. Beim gestrigen Ultraschall die Nachricht: sie haben ein gesundes Baby, 6 SSW und 2 Tage. Allerdings war das alles so rein gar nicht geplant, ich fühle mich noch immer wie in einem Traum.  

Mein Freund hat mich zu allen Tests begleitet und steht mir liebevoll bei. Er meint jedoch, er ist nicht bereit Vater zu sein und hat Angst, dass er dann in drei Jahren keine Kraft mehr hat (für beruf, familie und Privatleben) und ich dann allein mit dem Kind da stehe. Er meint er habe so viele junge Familien gesehen, derren Träume geplatzt sind, er will nicht dass wir dann auch so ein Fall werden. Er ist nicht nur mein Lebenspartner, sondern auch mein bester Freund und ich verstehe und respektiere seine Ansichten sehr. Ich konnte mir vor 3 wochen auch nicht vorstellen Mama zu werden. Aber da jetzt plötzlich eine kleine Erbse in meinem Bauch sitzt und meine Hormone seit den letzten 4 Tagen komplett verrückt spielen, kenne ich mich gerade selbst nicht so ganz aus. Ich wollte mich vorest eigentlich auf Studium/ Karriere/ Freiwilligenarbeit konzentrieren und hatte seit langen den Wunsch Kids zu adoptieren (sobald ich die 30 erreiche) Aber hausfrau zu werden ist bestimmt nicht mein Lebenstraum und mit 25 fühle ich mich doch sehr jung ein Kind auf die Welt zu bringen. 

Ich habe mir deshalb gedacht abzutreiben, was auch hier bis zur 9. Woche mit der Pille möglich ist (ich muss also nicht einmal nach D fliegen) Aber umso ernster ich mich mit diesem Gedanken beschäftige, umso mehr weine ich und kann einfach nicht mehr aufhören. Wie werde ich eine Abtreibung jemals verarbeiten? Herz sagt Kind, Verstand sagt nein. Da ich mir wirklich noch sehr unklar über diese Entscheidung bin, will ich noch nicht meine Familie miteinbeziehen und mich deshalb hier im Forum austauschen. Ich bin mir bewusst, dass am Ende nur ich allein diese Entscheidung treffen kann, aber ich musste mir das Alles einmal von der Seele schreiben. Da es nun die 6 Woche ist, rennt mir auch ein bisschen die Zeit davon.

Danke im Voraus an alle die einen Ratschlag für mich haben oder ihre eigene Erfahrung zu dem Thema mit mir teilen können. 
 

...
Finde die meinung von deinem freund sehr komisch. Ab dem satz wäre für mich klar das er nicht der partner fürs leben sein wird wenn ich mich nicjt auf ihn verlassen kann und angst haben muss bald mit nem kind verlassen zu werden.
Ich bin 24 und habe 2 Töchter. Ich werde wieder nach einem Jahr arbeiten gehen, mutter zu sein bedeutet nicht nur haushalt und kinder versorgen sondern man ist auch noch frau und mit kinder hört das leben nicht auf. Es wird tage geben da kann man nicht mehr. Aber so ein baby ist was wundervolles.
Außerdem hast dir die frage selbst beantwortet ob du das verkraften kannst, wenn dein herz ja sagt!
Adoption ist was schönes und auch das wäre mal mein wunsch gewesen. Ein kind zu sich zu nehmen das es vllt nicht so schön hat.
Aber ein eigenes kind - ist und bleibt eben was ganz besonderes.

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17. März 2017 um 17:05

Aber nurbweil du ein Kind bekommst musst du doch nicht auf eeig Hausfrau sein und beruflich alles vergessen. Also wirklich... Ihr macht euch Probleme die eigentlich keine sind, ihr seid nämlich nicht DIE ANDEREN. Deswegen Abtreiben würde euch sicher unglücklich machen.

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17. März 2017 um 17:41

Hallo, ich bin neu hier und habe deinen Post zufällig entdeckt. Ich bin mit 22 durch einen Unfall schwanger geworden, der Vater war nie wirklich da und ich war lange alleine mit meinem Sohn, hatte aber immer die Unterstützung der Familie. 14 Jahre später bin ich jetzt wieder in einer Partnerschaft und wir planen Baby (was ein riesen Unterschied zu damals ist und auch nicht mehr so gut klappt). Lange Rede kurzer Sinn: Ich finde jede Schwangerschaft ist ein Geschenk. Es kommen so viele Faktoren zusammen und ich habe es nie bereut mein Kind zu bekommen. Natürlich ist es eine Umstellung mit Kind und "anstrengender", aber es lohnt sich. Es kommt soviel zurück! Und es gibt so viele tolle Geschichten von Familien mit Kindern die ihren ungewöhnlichen (nicht der Norm entsprechenden) Traum mit Kindern leben. Die zB durch die Welt reisen mit Kindern, vor der Schulpflicht ist das auch alles kein Problem und auch danach gibt es Lösungen. Auch kann man Karriere mit Kind vereinbaren. Man muss einfach ein bisschen aus dem Rahmen denken und sich von Standards (Kind kriegen = Hausfrau und Mutter sein).

Ich kenne dich nicht und möchte auch nicht für dich entscheiden (müssen), aber in diesem Fall wäre ich für Herz und Kind.

Ich wünsche dir, dass du die - für dich/euch - richtige Entscheidung triffst.

Liebe Grüße und alles Gute!
 

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17. März 2017 um 20:26
In Antwort auf lunablueeye

Hallo, erstmal danke an alle, die sich die Zeit nehmen und das lesen ♥

Mein Freund und ich (25) leben seit 6 Monaten in Asien (er ist hier beruflich verdienstet, ich mache seither Freiwilligenarbeit an einer NGO) Ich habe die letzten 3 Jahre mit Kalender verhütet, was bisher immer gut geklappt hat. Als ich nun jedoch 2 Wochen überfällig war, hatte ich schon den leisen Verdacht ...und als ich dann beim Niesen ganz deutlich einen Schmerz im unteren Bauch hatte, war ich mir plötzlich so sicher schwanger zu sein...  

Mein Freund berruhigte mich (er meinte, es sei nur wegen Stress, vielleicht eine kommende Magenkrippe...) Doch beim Gynäkologen und 2 positiven Urintests hat sich dann herausgestellt, dass ich mit meinem Bauchgefühl richtig lag (Ich hatte auch richtig Angst hier zum Gynäkologen zu gehen, im Nachhinein muss ich gestehen, die ärtzin hier ist mir sogar lieber, als meine in Deutschland) Nach dem Abtasten stellte sie eine Schwellung fest und schickte mich zum Ultraschall, nur um Sicherzugehen es ist keine Eileiterschwangerschaft etc. Beim gestrigen Ultraschall die Nachricht: sie haben ein gesundes Baby, 6 SSW und 2 Tage. Allerdings war das alles so rein gar nicht geplant, ich fühle mich noch immer wie in einem Traum.  

Mein Freund hat mich zu allen Tests begleitet und steht mir liebevoll bei. Er meint jedoch, er ist nicht bereit Vater zu sein und hat Angst, dass er dann in drei Jahren keine Kraft mehr hat (für beruf, familie und Privatleben) und ich dann allein mit dem Kind da stehe. Er meint er habe so viele junge Familien gesehen, derren Träume geplatzt sind, er will nicht dass wir dann auch so ein Fall werden. Er ist nicht nur mein Lebenspartner, sondern auch mein bester Freund und ich verstehe und respektiere seine Ansichten sehr. Ich konnte mir vor 3 wochen auch nicht vorstellen Mama zu werden. Aber da jetzt plötzlich eine kleine Erbse in meinem Bauch sitzt und meine Hormone seit den letzten 4 Tagen komplett verrückt spielen, kenne ich mich gerade selbst nicht so ganz aus. Ich wollte mich vorest eigentlich auf Studium/ Karriere/ Freiwilligenarbeit konzentrieren und hatte seit langen den Wunsch Kids zu adoptieren (sobald ich die 30 erreiche) Aber hausfrau zu werden ist bestimmt nicht mein Lebenstraum und mit 25 fühle ich mich doch sehr jung ein Kind auf die Welt zu bringen. 

Ich habe mir deshalb gedacht abzutreiben, was auch hier bis zur 9. Woche mit der Pille möglich ist (ich muss also nicht einmal nach D fliegen) Aber umso ernster ich mich mit diesem Gedanken beschäftige, umso mehr weine ich und kann einfach nicht mehr aufhören. Wie werde ich eine Abtreibung jemals verarbeiten? Herz sagt Kind, Verstand sagt nein. Da ich mir wirklich noch sehr unklar über diese Entscheidung bin, will ich noch nicht meine Familie miteinbeziehen und mich deshalb hier im Forum austauschen. Ich bin mir bewusst, dass am Ende nur ich allein diese Entscheidung treffen kann, aber ich musste mir das Alles einmal von der Seele schreiben. Da es nun die 6 Woche ist, rennt mir auch ein bisschen die Zeit davon.

Danke im Voraus an alle die einen Ratschlag für mich haben oder ihre eigene Erfahrung zu dem Thema mit mir teilen können. 
 

Liebe Lunablueeye,
erstmal ganz liebe Grüße in die Ferne - so ein Forum hat doch echt was Gutes: du kannst dich aus Asien und in deiner Muttersprache austauschen  Wenn’s um sowas persönliches geht, ist das immer noch am leichtesten. Die kleine Erbse in deinem Bauch und die Hormone bringen dich ziemlich durcheinander. Deinen Freund auch. Du hast so gar nicht damit gerechnet - es braucht Zeit, bis sich alles gesetzt hat. Schwanger zu sein ist ein so besonderes Erleben für eine Frau und beim ersten nochmal mehr. Frau darf erstmal ankommen. Und dann bist du noch im Ausland, fern von der Familie und Freunden. Kein Wunder, dass deine Gedanken Karussell fahren. An eine Abtreibung denkst du auch. Hast aber Bedenken, dass du sie nicht verarbeiten könntest. Herz und Verstand lassen sich hier nicht so einfach trennen, denke ich. Eine Schwangerschaft erlebt man als ganze Frau und ein bisschen bleibt es auch ein Geheimnis, was sich alles in uns abspielt. Die Tränen irritieren dich vielleicht, können anfangs aber auch dazugehören. Später wird man wieder stabiler   Hab doch Geduld mit dir (und deinem Freund) - und gesteh dir zu, dass du erstmal neben dir stehst.
Deine Vorstellungen hattest du schon - später mal Kinder adoptieren vielleicht, nicht Hausfrau sein (ich denke, du meinst damit, dass du neben Familie gerne noch was Anderes tun möchtest). Diese Wünsche und Vorstellungen darfst du auch jetzt bei der Schwangerschaft in deine Überlegungen mit einbeziehen und überlegen, wie du sie leben kannst. Frauen sind da ganz unterschiedlich. Die einen sind glücklich allein mit der Familie, mit den Kindern. Andere brauchen einfach neben der Familie noch etwas anderes zu tun, damit sie ausgefüllt und zufrieden sind. Es lohnt sich, den eigenen Weg rauszufinden.
Wie lange plant ihr, in Asien zu bleiben? 3 Jahre? Freiwilligenarbeit in Asien ist bestimmt eine Herausforderung und ein Abenteuer. Wie sind eure äußeren Umstände? Was wäre für dich vorstellbar?
Wahrscheinlich ist bei dir schon Nacht - liebe Abendgrüße aus der Heimat, wenn du aus Deutschland kommst.
Herzlich, Cristina

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17. März 2017 um 21:27
In Antwort auf lunablueeye

Hallo, erstmal danke an alle, die sich die Zeit nehmen und das lesen ♥

Mein Freund und ich (25) leben seit 6 Monaten in Asien (er ist hier beruflich verdienstet, ich mache seither Freiwilligenarbeit an einer NGO) Ich habe die letzten 3 Jahre mit Kalender verhütet, was bisher immer gut geklappt hat. Als ich nun jedoch 2 Wochen überfällig war, hatte ich schon den leisen Verdacht ...und als ich dann beim Niesen ganz deutlich einen Schmerz im unteren Bauch hatte, war ich mir plötzlich so sicher schwanger zu sein...  

Mein Freund berruhigte mich (er meinte, es sei nur wegen Stress, vielleicht eine kommende Magenkrippe...) Doch beim Gynäkologen und 2 positiven Urintests hat sich dann herausgestellt, dass ich mit meinem Bauchgefühl richtig lag (Ich hatte auch richtig Angst hier zum Gynäkologen zu gehen, im Nachhinein muss ich gestehen, die ärtzin hier ist mir sogar lieber, als meine in Deutschland) Nach dem Abtasten stellte sie eine Schwellung fest und schickte mich zum Ultraschall, nur um Sicherzugehen es ist keine Eileiterschwangerschaft etc. Beim gestrigen Ultraschall die Nachricht: sie haben ein gesundes Baby, 6 SSW und 2 Tage. Allerdings war das alles so rein gar nicht geplant, ich fühle mich noch immer wie in einem Traum.  

Mein Freund hat mich zu allen Tests begleitet und steht mir liebevoll bei. Er meint jedoch, er ist nicht bereit Vater zu sein und hat Angst, dass er dann in drei Jahren keine Kraft mehr hat (für beruf, familie und Privatleben) und ich dann allein mit dem Kind da stehe. Er meint er habe so viele junge Familien gesehen, derren Träume geplatzt sind, er will nicht dass wir dann auch so ein Fall werden. Er ist nicht nur mein Lebenspartner, sondern auch mein bester Freund und ich verstehe und respektiere seine Ansichten sehr. Ich konnte mir vor 3 wochen auch nicht vorstellen Mama zu werden. Aber da jetzt plötzlich eine kleine Erbse in meinem Bauch sitzt und meine Hormone seit den letzten 4 Tagen komplett verrückt spielen, kenne ich mich gerade selbst nicht so ganz aus. Ich wollte mich vorest eigentlich auf Studium/ Karriere/ Freiwilligenarbeit konzentrieren und hatte seit langen den Wunsch Kids zu adoptieren (sobald ich die 30 erreiche) Aber hausfrau zu werden ist bestimmt nicht mein Lebenstraum und mit 25 fühle ich mich doch sehr jung ein Kind auf die Welt zu bringen. 

Ich habe mir deshalb gedacht abzutreiben, was auch hier bis zur 9. Woche mit der Pille möglich ist (ich muss also nicht einmal nach D fliegen) Aber umso ernster ich mich mit diesem Gedanken beschäftige, umso mehr weine ich und kann einfach nicht mehr aufhören. Wie werde ich eine Abtreibung jemals verarbeiten? Herz sagt Kind, Verstand sagt nein. Da ich mir wirklich noch sehr unklar über diese Entscheidung bin, will ich noch nicht meine Familie miteinbeziehen und mich deshalb hier im Forum austauschen. Ich bin mir bewusst, dass am Ende nur ich allein diese Entscheidung treffen kann, aber ich musste mir das Alles einmal von der Seele schreiben. Da es nun die 6 Woche ist, rennt mir auch ein bisschen die Zeit davon.

Danke im Voraus an alle die einen Ratschlag für mich haben oder ihre eigene Erfahrung zu dem Thema mit mir teilen können. 
 

Hallo Lunabluuey,
es ist gut, dass Du Dir das alles von der Seele schreibst, dazu ist das Forum da.
Bei Dir streiten Herz und Verstand gegeneinander. Höre auf Dein Herz. Denn die logischen Argumente des Verstandes zählen anschließend wenig, wenn das Herz weh tut. Das Herz hat seine Gründe wovon der Verstand nichts weiß. Wenn Dich jetzt schon der Gedanke an eine Abtreibung zum Weinen bringt, wie soll dies dann anschließend sein?
Du nennst Dein Kind schon liebevoll "Kleine Erbse". Diese Liebe ist es, die Dir hilft Dein Lebensplan umzuschreiben, und doch nachher das Gefühl zu haben, dass Du  weißt für wen Du zurückgesteckt hast. Weil Du plötzlich merkst, dass Du für diese Person,die wichtigste Person auf der Welt bist. Männer brauchen manchmal länger sich mit einer Schwangerschaft anzufreunden, aber sie sind nachher keine schlechteren Väter.
VLG Yankho

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17. März 2017 um 22:31

Bekomm das Kind, wenn dein Herz "ja" sagt. Du könntest ansonsten später psychische Probleme durch eine "halbherzige" Abtreibung bekommen....

In welchem Land seid ihr denn, gibt's dort gute Hygienestandards? 

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18. März 2017 um 0:09

Wenn du es bekommen möchtest,dann solltest du dich nicht zur Abtreibung überreden lassen .wenn das Herz ja sagt, dann hast du dich bereits entschieden ...

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18. März 2017 um 7:20

Wie oben geschrieben, ich bin 25 und habe eigentlich geplant so mit 30 Kinder zu adoptieren.

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18. März 2017 um 7:41
In Antwort auf lunablueeye

Hallo, erstmal danke an alle, die sich die Zeit nehmen und das lesen ♥

Mein Freund und ich (25) leben seit 6 Monaten in Asien (er ist hier beruflich verdienstet, ich mache seither Freiwilligenarbeit an einer NGO) Ich habe die letzten 3 Jahre mit Kalender verhütet, was bisher immer gut geklappt hat. Als ich nun jedoch 2 Wochen überfällig war, hatte ich schon den leisen Verdacht ...und als ich dann beim Niesen ganz deutlich einen Schmerz im unteren Bauch hatte, war ich mir plötzlich so sicher schwanger zu sein...  

Mein Freund berruhigte mich (er meinte, es sei nur wegen Stress, vielleicht eine kommende Magenkrippe...) Doch beim Gynäkologen und 2 positiven Urintests hat sich dann herausgestellt, dass ich mit meinem Bauchgefühl richtig lag (Ich hatte auch richtig Angst hier zum Gynäkologen zu gehen, im Nachhinein muss ich gestehen, die ärtzin hier ist mir sogar lieber, als meine in Deutschland) Nach dem Abtasten stellte sie eine Schwellung fest und schickte mich zum Ultraschall, nur um Sicherzugehen es ist keine Eileiterschwangerschaft etc. Beim gestrigen Ultraschall die Nachricht: sie haben ein gesundes Baby, 6 SSW und 2 Tage. Allerdings war das alles so rein gar nicht geplant, ich fühle mich noch immer wie in einem Traum.  

Mein Freund hat mich zu allen Tests begleitet und steht mir liebevoll bei. Er meint jedoch, er ist nicht bereit Vater zu sein und hat Angst, dass er dann in drei Jahren keine Kraft mehr hat (für beruf, familie und Privatleben) und ich dann allein mit dem Kind da stehe. Er meint er habe so viele junge Familien gesehen, derren Träume geplatzt sind, er will nicht dass wir dann auch so ein Fall werden. Er ist nicht nur mein Lebenspartner, sondern auch mein bester Freund und ich verstehe und respektiere seine Ansichten sehr. Ich konnte mir vor 3 wochen auch nicht vorstellen Mama zu werden. Aber da jetzt plötzlich eine kleine Erbse in meinem Bauch sitzt und meine Hormone seit den letzten 4 Tagen komplett verrückt spielen, kenne ich mich gerade selbst nicht so ganz aus. Ich wollte mich vorest eigentlich auf Studium/ Karriere/ Freiwilligenarbeit konzentrieren und hatte seit langen den Wunsch Kids zu adoptieren (sobald ich die 30 erreiche) Aber hausfrau zu werden ist bestimmt nicht mein Lebenstraum und mit 25 fühle ich mich doch sehr jung ein Kind auf die Welt zu bringen. 

Ich habe mir deshalb gedacht abzutreiben, was auch hier bis zur 9. Woche mit der Pille möglich ist (ich muss also nicht einmal nach D fliegen) Aber umso ernster ich mich mit diesem Gedanken beschäftige, umso mehr weine ich und kann einfach nicht mehr aufhören. Wie werde ich eine Abtreibung jemals verarbeiten? Herz sagt Kind, Verstand sagt nein. Da ich mir wirklich noch sehr unklar über diese Entscheidung bin, will ich noch nicht meine Familie miteinbeziehen und mich deshalb hier im Forum austauschen. Ich bin mir bewusst, dass am Ende nur ich allein diese Entscheidung treffen kann, aber ich musste mir das Alles einmal von der Seele schreiben. Da es nun die 6 Woche ist, rennt mir auch ein bisschen die Zeit davon.

Danke im Voraus an alle die einen Ratschlag für mich haben oder ihre eigene Erfahrung zu dem Thema mit mir teilen können. 
 

Danke für diese zahlreichen Antworten,
ich werde versuchen hier auf die Fragen und Beiträge einzugehen

Mein Freund sagt immer wieder ich muss für mich selbst entscheiden und egal wie ich mich am Ende entscheide, er wird mich unterstützen sogut er kann. Er hat beruflich sehr viel Verantwortung, ich kann durchaus verstehen, dass jede zusätzliche Verantwortung gerade sehr erschreckend auf ihn wirkt. Ich denke wir müssen beide noch in dieser Situation ankommen.

Mein Freund und ich beschäftigen uns intensiv mit den Fragen: Wenn wir das Kind bekommen, können wir ihm ein glückliches, gesundes und stabiles Umfeld bieten? Wie würde der Alltag in 3 Jahren aussehen? Mein Partner reist berufsbedingt viel, ich lebe auch ungern zulange am selben Fleck. Wie können wir diesen Lebenstil mit einem Kind vereinbaren? Ist unsere Beziehung stark genug um Eltern zu sein? Bin ich stark genug um eine Mama zu sein?

Sowohl ich, als auch mein Freund haben beide eine schwierige Kindheit hinter uns. Wir wünschen uns nicht, dass dann dasselbe Schicksal unserem Kind bevorstehen würde. Sowohl ich, als er haben in der Kindheit Gewalt erlebt, ich habe 3 Jahre im Internat gelebt. Trotz Aufarbeitung habe ich mich in den letzten Jahren nie so ganz glücklich gefühlt und leide immer wieder an Depressionen. Ich denke die Basis für ein glückliches Kind ist, dass die Mama glücklich ist. Solange die Mutter wirklich glücklich ist, dann ist alles okay. Doch das bin ich leider nicht und ich finde es auch dem Baby gegenüber nicht fair, darauf zu vertrauen, dass es all mein Glück mit sich bringen wird. 

Habe heute auch eine Mail and ProFamilia geschickt um dort auch ein bisschen Unterstützung zu bekommen und nach Rat zu fragen. 
 

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18. März 2017 um 8:39

Danke für diese Zeilen

"Hast du schon mal über die Möglichkeit nachgedacht, dein Kind zur Pflege zu geben oder zur Adoption?" Oh, das würde für mich wirklich nicht in Frage kommen. 


 

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18. März 2017 um 9:04

Würden dich eine Abtreibung und ihre Folgen denn glücklicher machen? Unterschâtze die psychische Komponente dabei nicht.m.

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18. März 2017 um 10:03
In Antwort auf lunablueeye

Danke für diese zahlreichen Antworten,
ich werde versuchen hier auf die Fragen und Beiträge einzugehen

Mein Freund sagt immer wieder ich muss für mich selbst entscheiden und egal wie ich mich am Ende entscheide, er wird mich unterstützen sogut er kann. Er hat beruflich sehr viel Verantwortung, ich kann durchaus verstehen, dass jede zusätzliche Verantwortung gerade sehr erschreckend auf ihn wirkt. Ich denke wir müssen beide noch in dieser Situation ankommen.

Mein Freund und ich beschäftigen uns intensiv mit den Fragen: Wenn wir das Kind bekommen, können wir ihm ein glückliches, gesundes und stabiles Umfeld bieten? Wie würde der Alltag in 3 Jahren aussehen? Mein Partner reist berufsbedingt viel, ich lebe auch ungern zulange am selben Fleck. Wie können wir diesen Lebenstil mit einem Kind vereinbaren? Ist unsere Beziehung stark genug um Eltern zu sein? Bin ich stark genug um eine Mama zu sein?

Sowohl ich, als auch mein Freund haben beide eine schwierige Kindheit hinter uns. Wir wünschen uns nicht, dass dann dasselbe Schicksal unserem Kind bevorstehen würde. Sowohl ich, als er haben in der Kindheit Gewalt erlebt, ich habe 3 Jahre im Internat gelebt. Trotz Aufarbeitung habe ich mich in den letzten Jahren nie so ganz glücklich gefühlt und leide immer wieder an Depressionen. Ich denke die Basis für ein glückliches Kind ist, dass die Mama glücklich ist. Solange die Mutter wirklich glücklich ist, dann ist alles okay. Doch das bin ich leider nicht und ich finde es auch dem Baby gegenüber nicht fair, darauf zu vertrauen, dass es all mein Glück mit sich bringen wird. 

Habe heute auch eine Mail and ProFamilia geschickt um dort auch ein bisschen Unterstützung zu bekommen und nach Rat zu fragen. 
 

Du kannst auch mit Kind mobil und glücklich sein. Das bin ich auch und bestimmt viele weitere Mütter auch.
Man muss seine Ziele eben mit Sinn und Verstand wählen, um sein Kind nicht in Gefahr zu bringen....


Wenn du zu Depressionen neigst, solltest du dir eine Abtreibung noch genauer überlegen... Kannst du mit den Folgen leben?

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18. März 2017 um 10:34
In Antwort auf morticia0186

Würden dich eine Abtreibung und ihre Folgen denn glücklicher machen? Unterschâtze die psychische Komponente dabei nicht.m.

Würden dich eine Abtreibung und ihre Folgen denn glücklicher machen?

-Nein, natürlich nicht, huch, was für eine Frage,.... Und die Nachfolgen einer Abtreibung sind dann bestimmt unglaublich schwierig für mich. 

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18. März 2017 um 17:01
In Antwort auf lunablueeye

Würden dich eine Abtreibung und ihre Folgen denn glücklicher machen?

-Nein, natürlich nicht, huch, was für eine Frage,.... Und die Nachfolgen einer Abtreibung sind dann bestimmt unglaublich schwierig für mich. 

Naja, dein Argument gegen das Kind lautet "Es würde mich unglücklich machen" So oder so wird es natürlich nicht leicht für dich. 

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18. März 2017 um 17:28

Du möchtest Kinder adoptieren, aber dein eigenes lieber umbringen? Weil es 5 Jahre zu früh kommt?

Du sagst du möchtest in 5 Jahren Kinder adoptieren.  Hast du dich damit mal ernsthaft auseinander gesetzt.  Es ist nämlich nicht so einfach zu adoptieren wie man denkt. Das ist  meist ein Jahre langer Prozess.  Du und dein partner werden genau psychologisch geprüft. Wie willst du da deine abtreibung erklären. Kinder gehen meist nur an verheiratete Paare in ein sehr stabiles Umfeld. Also auch dann ist kein umher reisen mehr drin. 

Dein Plan hört sich für mich naiv und daher geträumt an. Lass den Gedanken weck andere Kinder adoptieren zu wollen sondern beschäftige dich lieber jetzt mit deinen eigenen Kind was in dir ist. 

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20. März 2017 um 18:23
In Antwort auf lunablueeye

Danke für diese zahlreichen Antworten,
ich werde versuchen hier auf die Fragen und Beiträge einzugehen

Mein Freund sagt immer wieder ich muss für mich selbst entscheiden und egal wie ich mich am Ende entscheide, er wird mich unterstützen sogut er kann. Er hat beruflich sehr viel Verantwortung, ich kann durchaus verstehen, dass jede zusätzliche Verantwortung gerade sehr erschreckend auf ihn wirkt. Ich denke wir müssen beide noch in dieser Situation ankommen.

Mein Freund und ich beschäftigen uns intensiv mit den Fragen: Wenn wir das Kind bekommen, können wir ihm ein glückliches, gesundes und stabiles Umfeld bieten? Wie würde der Alltag in 3 Jahren aussehen? Mein Partner reist berufsbedingt viel, ich lebe auch ungern zulange am selben Fleck. Wie können wir diesen Lebenstil mit einem Kind vereinbaren? Ist unsere Beziehung stark genug um Eltern zu sein? Bin ich stark genug um eine Mama zu sein?

Sowohl ich, als auch mein Freund haben beide eine schwierige Kindheit hinter uns. Wir wünschen uns nicht, dass dann dasselbe Schicksal unserem Kind bevorstehen würde. Sowohl ich, als er haben in der Kindheit Gewalt erlebt, ich habe 3 Jahre im Internat gelebt. Trotz Aufarbeitung habe ich mich in den letzten Jahren nie so ganz glücklich gefühlt und leide immer wieder an Depressionen. Ich denke die Basis für ein glückliches Kind ist, dass die Mama glücklich ist. Solange die Mutter wirklich glücklich ist, dann ist alles okay. Doch das bin ich leider nicht und ich finde es auch dem Baby gegenüber nicht fair, darauf zu vertrauen, dass es all mein Glück mit sich bringen wird. 

Habe heute auch eine Mail and ProFamilia geschickt um dort auch ein bisschen Unterstützung zu bekommen und nach Rat zu fragen. 
 

Hallo liebe lunablueeye,
wie geht es dir inzwischen?! Zustimmen möchte ich dir sehr, dass ihr noch in der neuen Situation ankommen dürft. Solche Gedanken und sogar Ängste kennen auch Frauen, die ihr Kind nicht unerwartet bekommen. Du bist also in guter Gesellschaft. Die Hormone bringen einen als Frau in den ersten Schwangerschaftswochen oft ganz schön durcheinander. Das hast du bestimmt schon öfter mal gehört oder hier in den Foren gelesen. Die Unsicherheiten kommen auch, denke ich, oft von bestimmten Vorstellungen darüber, wie man glaubt, dass es sein sollte oder von Beobachtungen im Bekanntenkreis. Jetzt seid ihr im Ausland mit wieder einer anderen Kultur - es darf dauern, lasst euch Zeit und lasst euch nicht durch eine Frist unter Druck bringen
Du stellst dir euren Alltag als Familie vor. Ein glückliches und gesundes Umfeld und Stabilität sind dir wichtig. Das willst du anders gestalten als du und dein Freund es erlebt haben. Das ehrt euch beide und allein damit, dass du das vor Augen hast, setzt du schon andere und gute Vorzeichen. Familienleben ist immer Wachstum und man reift mit den Jahren. So, wie du auch durch alle Schwierigkeiten durch zur jungen Frau gereift bist. Wie gehst du mit den depressiven Phasen um? Wie kommst du durch? Als Kind hast du schwierige Zeiten durchgestanden. Trotzdem und mit alledem hast du dein Leben gebaut und bist eine lebenstüchtige junge Frau geworden. Respekt! Du hast schon viele neue Wege eingeschlagen. Hab’ Mut für weitere!
Inzwischen ist schon wieder Nacht bei dir und du schläfst hoffentlich gut oder noch nicht ganz.
Wenn du magst, schreib doch wieder.
Alles, alles Liebe dir und viele Grüße von Cristina
 

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20. März 2017 um 18:53

Liebe Luna,

diese schwere Entscheidung kann dir leider niemand abnehmen. Ich finde es aber gut, dass du den Weg hierhin gefunden hast und auch, dass du profamilia kontaktiert hast.
"
Nun möchte ich kurz zu dieser Aussage Stellung nehmen: ""Hast du schon mal über die Möglichkeit nachgedacht, dein Kind zur Pflege zu geben oder zur Adoption?" "Oh, das würde für mich wirklich nicht in Frage kommen. ""

Ich selbst wurde als Baby zur Adoption frei gegeben. Ich vermute, dass dieser Schritt meiner leiblichen Mutter mit Sicherheit nicht leicht gefallen ist. Sie wird ihre Gründe gehabt haben. Glaube mir, ich bin ihr unendlich dankbar für ihre Entscheidung. Hätte sie sich nicht für die Adoption entschieden, sondern abgetrieben, wäre ich jetzt nicht hier und würde auch nicht selbst bald ein Kind bekommen. Ich hatte absolutes Glück, dass ich als Säugling, unmittelbar nach der Geburt zu meinen liebevollen Eltern kam, sie selbst konnten keine "eigenen" Kinder bekommen und waren überglücklich, das sie mich großziehen durften. Wir haben so ein inniges Verhältnis zueinander, was besser nicht sein könnte.

Was ich dir damit erklären möchte ist, dass es doch eine Überlegung für dich sein sollte, das Kind zur Adoption frei zu geben, falls es dir wirklich nicht möglich ist, es zu behalten. Das Kind wird es mit Sicherheit irgendwann verstehen, zumal es heute auch die Möglichkeit der offenen Adoption gibt, bei der du weißt, wer dein Kind aufnimmt und du bei Wunsch auch Kontakt haben kannst.

Ich hoffe, dass du gute Ratschläge bekommst und die richtige Entscheidung triffst, bei der es oft am besten ist auf sein Herz zu hören

Alles Liebe in die Ferne
Summi

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20. März 2017 um 18:53
In Antwort auf lunablueeye

Hallo, erstmal danke an alle, die sich die Zeit nehmen und das lesen ♥

Mein Freund und ich (25) leben seit 6 Monaten in Asien (er ist hier beruflich verdienstet, ich mache seither Freiwilligenarbeit an einer NGO) Ich habe die letzten 3 Jahre mit Kalender verhütet, was bisher immer gut geklappt hat. Als ich nun jedoch 2 Wochen überfällig war, hatte ich schon den leisen Verdacht ...und als ich dann beim Niesen ganz deutlich einen Schmerz im unteren Bauch hatte, war ich mir plötzlich so sicher schwanger zu sein...  

Mein Freund berruhigte mich (er meinte, es sei nur wegen Stress, vielleicht eine kommende Magenkrippe...) Doch beim Gynäkologen und 2 positiven Urintests hat sich dann herausgestellt, dass ich mit meinem Bauchgefühl richtig lag (Ich hatte auch richtig Angst hier zum Gynäkologen zu gehen, im Nachhinein muss ich gestehen, die ärtzin hier ist mir sogar lieber, als meine in Deutschland) Nach dem Abtasten stellte sie eine Schwellung fest und schickte mich zum Ultraschall, nur um Sicherzugehen es ist keine Eileiterschwangerschaft etc. Beim gestrigen Ultraschall die Nachricht: sie haben ein gesundes Baby, 6 SSW und 2 Tage. Allerdings war das alles so rein gar nicht geplant, ich fühle mich noch immer wie in einem Traum.  

Mein Freund hat mich zu allen Tests begleitet und steht mir liebevoll bei. Er meint jedoch, er ist nicht bereit Vater zu sein und hat Angst, dass er dann in drei Jahren keine Kraft mehr hat (für beruf, familie und Privatleben) und ich dann allein mit dem Kind da stehe. Er meint er habe so viele junge Familien gesehen, derren Träume geplatzt sind, er will nicht dass wir dann auch so ein Fall werden. Er ist nicht nur mein Lebenspartner, sondern auch mein bester Freund und ich verstehe und respektiere seine Ansichten sehr. Ich konnte mir vor 3 wochen auch nicht vorstellen Mama zu werden. Aber da jetzt plötzlich eine kleine Erbse in meinem Bauch sitzt und meine Hormone seit den letzten 4 Tagen komplett verrückt spielen, kenne ich mich gerade selbst nicht so ganz aus. Ich wollte mich vorest eigentlich auf Studium/ Karriere/ Freiwilligenarbeit konzentrieren und hatte seit langen den Wunsch Kids zu adoptieren (sobald ich die 30 erreiche) Aber hausfrau zu werden ist bestimmt nicht mein Lebenstraum und mit 25 fühle ich mich doch sehr jung ein Kind auf die Welt zu bringen. 

Ich habe mir deshalb gedacht abzutreiben, was auch hier bis zur 9. Woche mit der Pille möglich ist (ich muss also nicht einmal nach D fliegen) Aber umso ernster ich mich mit diesem Gedanken beschäftige, umso mehr weine ich und kann einfach nicht mehr aufhören. Wie werde ich eine Abtreibung jemals verarbeiten? Herz sagt Kind, Verstand sagt nein. Da ich mir wirklich noch sehr unklar über diese Entscheidung bin, will ich noch nicht meine Familie miteinbeziehen und mich deshalb hier im Forum austauschen. Ich bin mir bewusst, dass am Ende nur ich allein diese Entscheidung treffen kann, aber ich musste mir das Alles einmal von der Seele schreiben. Da es nun die 6 Woche ist, rennt mir auch ein bisschen die Zeit davon.

Danke im Voraus an alle die einen Ratschlag für mich haben oder ihre eigene Erfahrung zu dem Thema mit mir teilen können. 
 

Ich würde dir raten es zu behalten, so wie du schreibst wird dich eine Abtreibung fertig machen. Natürlich ist es wichtig Kindern Stabilität zu geben aber gerade wenn es so klein ist, könnt ihr doch verreisen und in ein 3 Jahren "sesshaft" werden. 
Ich kann ehrlich gesagt aber auch nicht verstehen wie man so "unsicher" verhütet, wenn man eigentlich noch keine Kinde möchte? Gerade dann sollte man doppelt und dreifach aufpassen.
Hör auf dich und dein Herz. Alles liebe.

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21. März 2017 um 15:18

Liebe Luna, eine Abtreibung haelt keine Beziehung aus..bzw. Abtreibung ist so ein schwarzes Loch, dass man spaeter durch den Partner immer daran erinnert wird, dies kann eine Beziehung nicht tragen. Wenn dein Partner schon jetzt voraussagt, dass er ev in drei Jahren, wenn der kleine Wirbelwind sein Leben durcheinanderbringt, es nicht organisiert bekommt, dann brauchst du auch momentan niemanden, um deine Entscheidung zu treffen, die eigentlich eh schon gefallen ist. 
Diese Beziehung hat bereits ein Ablaufdatum, auch wenn niemand dies wollte..das nennt man die äusseren Umstaende.
Mit Kalender verhüten..tsts..das Wuermchen ist nun da.
Nur fuer dich.
sw

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