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Heparin in der Schwangerschaft? Thromboserisikopatient

7. Februar 2007 um 19:04

Hallo,

ich habe da mal eine Frage.
Ich war heute bei meiner Frauenärztin.
Die sagte mir dass ich wenn ich einmal ein Kind möchte die ganze Schwangerschaft über Heparin spritzen sollte.
Ich bin nicht sicher ob das so stimmt.
Ist das nicht gefährlich für das Kind?

Ich bin Risikopatientin und hatte vor 1 Jahr eine tiefe Beinvenenthrombose.
Ich habe damals auch gespritzt und Tabletten genommen. Die Behandlung ist zu Ende und mir geht es wieder ganz gut.
Ein abschliessender Bluttest wurde auch gemacht auf eine genetische Veranlagung.Es war alles ok.

Nun meine Frage könnt Ihr mir helfen?
Ich habe auch gelesen dass das Heparin evtl. schädlich sein kann?
Hat jem. damit Erfahrungen?
Im Net steht dass die Heparingabe bei Schwangeren noch nicht genügend erforscht ist!

Naja ich plane ja im Moment noch kein Kind, aber alles in allem ist das echt mies alles, denn die Pille darf ich ja auch nicht mehr nehmen evtl. die Cerazette? Dazu gibt es auch keine Erfahrungen!!!

Danke für Eure Meinungen schonmal!

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27. Februar 2007 um 12:24

Bin auch risikobehaftet...
Hallo Leckerli,

ich selbst hatte noch keine Thrombose, habe allerdings ein stark erhöhtes Risiko von meinem Vater mitbekommen. Dies wurde vor ca. 4 Jahren durch einen speziellen Bluttest entdeckt. Anstatt der Pille hat mir meine Frauenärztin eine Hormonspirale gelegt, weil die Hormonbelastung wohl deutlich geringer ist als bei der Pille. Letztes Jahr ließ ich mir die Spirale ziehen und bin jetzt im 5. Monat schwanger. Die Heparin-Spritzen lehne ich ab, weil ich panische Angst habe vor Spritzen aller Art. Meine FA hat das entsprechend dokumentiert, damit ist sie aus dem SChneider. Stattdessen nehme ich jeden Tag eine "ASS 100"-Schmerztablette, die auch blutverdünnend wirkt und trage diese todschicken Kompressionsstrümpfe..... Damit komm' ich ganz gut klar und ich kann meine Schwangerschaft auf jeden Fall anders erleben als mit täglicher Heparingabe.

Liebe Grüße,
Julimama

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2. März 2007 um 10:31

Hallo,
ich muss seit Anfang der Woche auch täglich Heparin spritzen und zwar bis 6 Wochen nach der Entbindung. Ich selbst hatte noch keine Thrombose, es gab aber einen schweren Fall in der Familie. Und da ich schon eine FG hatte und eine Blutuntersuchung grenzwertig war, hat mir meine FÄ das angeraten. Ich vertraue ihr da auch, habe nämlich in der Packungsbeilage der Spritzen auch gelesen "nicht genügend erforscht" und fragte noch mal bei ihr nach, sie hat mich aber beruhigt.

Liebe Grüße
Ines 24+6

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5. März 2007 um 21:30

Hatte
2003 eine Knie-OP.Es entwickelte sich eine tiefe Venenthrombose im besagten Bein,der Arzt hatte meine Beschwerden anfangs nicht für voll genommen.Effekt war, kam mit Blaulicht ins KHS musste liegen, liegen, liegen und wurde als Bluter eingestellt und bekam stützstrumpf.Nach 1/2 Jahr wurde Heparin abgesetzt und ich war kein Bluter mehr, muss das aber jetzt immer angeben. Jetzt bin ich in der 26+4.ssw und meine FÄ hat mir lediglich neue stützstrümpfe verordnet aber mit dem Hinweis, verstärkt auf Anzeichen zu achten. Bis jetzt läuft alles super und ich denke das wird es auch bleiben. Man kann vorsichtig sein und es trifft einen trotzdem. Die Veranlagung ist bei mir gegeben aber wenn ich aufpasse ist es gut. Heparin in SS halte ich nicht so gut und das wird auch nur im äussersten Notfall gemacht. LG ilo 26+4.ssw

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1. April 2009 um 14:00

Keine Probleme
Hallo, ist zwar ein alter Thread, aber kommt in der Suchmaschine immer noch, daher möchte ich auch nach zwei Jahren noch was hinzufügen.
Bei mir wurde nach 5FG endlich Faktor V Leiden festgestellt und bei der nächsten SS habe ich ab dem Moment des positiven SSTests Heparin gespritzt. Das ist heute wirklich unproblematisch und hat keine schädlichen Auswirkungen für Mama oder Kind. Beipackzettel am besten nicht lesen und einfach den Ärzten vertrauen. Unser Kleiner ist jetzt strahlende 4 Monate alt und das tägliche Spritzen ist vergessen! Ohne Behandlung hätte das Risiko einer erneuten FG bei ca 90% gelegen!
Übrigens: Kompressionsstrümpfe helfen bei einer Schwangerschaft vielleicht der Thrombosevorbeugung in den Venen der Mutter, aber hier geht es ja um die gute Versorgung und Durchblutung der Plazenta, da sind Strümpfe irgendwie unsinnig.

Die Behandlung mit Heparin hat in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gemacht, keine Sorge, man wird auch nicht zum Bluter. Eine regelmäßige Kontrolle des Blutbildes ist wichtig, das weiss aber jeder gute FA.

Bei Gerinnungsstörungen wie Faktor V liegt die Chance einer erfolgreichen SS ohne Behandlung nur bei 50%.

Alles Gute und Viel Glück!
MaY

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12. August 2009 um 20:27

Heparin
Heparin in der Schwangerschaft ist nicht gefährlich. Falls die Plazenta schlecht durchblutet wird gibt man sogar extra Heparin. Das heparin brauchst Du während der Schwangerschaft auch da das Risiko für Blutgerinsel steigt. Du darfst nur keine Blutverdünnung in Tablettenform nehmen, wie z.B. marcumar, Falithrom etc. Die sind Plazentagängig (im gegensatz zu heparin) und führen zur Blutverdünnung beim kind so das es zu schweren Blutungen und daher zu schweren Mißbildungen kommen kann.

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Ich verabschiede mich mal
Von: just0611
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12. August 2009 um 20:09
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