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Hausgeburt/Geburtshaus als Erstgebärende?

15. November 2010 um 12:24 Letzte Antwort: 19. April 2011 um 16:18

Hallo, ihr Lieben!

Ich muß zugeben, daß ich wohl etwas zu weit in die Zukunft blicke, aber:
Mein Lebensgefährte und ich haben uns jetzt endlich gemeinsam dazu entschlossen, unseren kleinen 2-Personen-Haushalt zu erweitern und haben vor 3 Monaten sämtliche Verhütungen abgesetzt.

Noch bin ich nicht schwanger, zumindest weiß ich es noch nicht und mache mir jetzt schon Gedanken, wo ich, wenn ich schwanger werden sollte, mein Kind zur Welt bringe.

Ich bin kein Freund von Krankenhäusern, zumal ich der Meinung bin, daß mir bei einer Woche Krankenhausaufenthalt auch keiner zeigen und/oder vorleben kann, wie ich daheim mit meinem Baby umgehe.

Ich habe mich ein bißchen über Geburtshäuser und Hebammenservices für Hausgeburten informiert und kann mir das persönlich gut vorstellen.
Lange Gespräche mit meiner Mutter haben mich eigentlich noch darin bestärkt, mein Kind nach der Geburt direkt mit nach Hause nehmen zu können, oder es direkt dort zu kriegen.

Auch weiß ich nicht, wie ich mich bei der Geburt fühlen werde, weshalb ich auch keine PDA möchte. (Meine Schwester hat gute Erfahrungen mit pflanzlichen Schmerzmitteln und Akupunktur während der Geburt meines Neffen gemacht) Ich möchte, je nachdem wie es mir gerade in den Sinn kommt, in die Wanne klettern, mich ans Seil hängen oder auf nem Ball sitzen... Mit PDA eher schlecht.

Nun aber mein Problem:
Ich habe eine Hebamme telefonisch kontaktiert und ihr meine Gedanken erläutert.
Sie sagte, sofern eine Schwangerschaft problemlos verläuft, keine Mehrlinge zu erwarten sind und ich nicht unbedingt auf eine PDA bestehe, sei es "eigentlich" kein Problem; ABER (ich zitiere) "als Erstgebärende wäre das Krankenhaus wohl die bessere Alternative"

Wie seht ihr das?
Gibt es hier Frauen, die ihr erstes Kind daheim oder im Geburtshaus bekommen haben?
Würdet ihr es weiterempfehlen oder beim 2. Kind lieber in Krankenhaus?

Klar, es kann ja auch sein, daß ich Probleme in der Schwangerschaft kriege, oder ich plötzlich 2 Minis im Bauch hab, aber ich bin optimistisch...

Wäre schön, hier ein paar Erfahrungsberichte lesen zu können!

Danke!!!

Annele

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15. November 2010 um 17:27

Mutig
Hi, ich kann dir zwar keine Antwort auf deine Frage geben, da ich noch kein Kind habe (starten Ende Dezember/Januar mit'm üben ) Jedoch finde ich deine Entscheidung sehr mutig.

Ich habe mich auch schon vorab mit den verschiedenen Möglichkeiten der Entbindung auseinander gesetzt und finde Geburtshäuse toll. Aber das blöde ist, dass man dort auf jeden Fall keine PDA bekommen kann. Ich hätte Angst diese Entscheidung vorab (ohne zu wissen was Wehen überhaupt sind) zu treffen, da ich mir die Wehen echt schrecklich vorstelle.

Ich finde deine Entscheidung mutig, vor allem auch, weil du auf deine eigenen Kräfte vertraust.

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16. November 2010 um 20:20
In Antwort auf pirmin_12312140

Mutig
Hi, ich kann dir zwar keine Antwort auf deine Frage geben, da ich noch kein Kind habe (starten Ende Dezember/Januar mit'm üben ) Jedoch finde ich deine Entscheidung sehr mutig.

Ich habe mich auch schon vorab mit den verschiedenen Möglichkeiten der Entbindung auseinander gesetzt und finde Geburtshäuse toll. Aber das blöde ist, dass man dort auf jeden Fall keine PDA bekommen kann. Ich hätte Angst diese Entscheidung vorab (ohne zu wissen was Wehen überhaupt sind) zu treffen, da ich mir die Wehen echt schrecklich vorstelle.

Ich finde deine Entscheidung mutig, vor allem auch, weil du auf deine eigenen Kräfte vertraust.

Wehen
Na klar mache ich mir Gedanken um die Wehen und bestimmt werde ich die Wehen nicht einfach weggrinsen können und ja, bestimmt wird das sehr schmerzhaft, aber warum vorher schon verrückt machen?

Ich freue mich auf eine Schwangerschaft und die Geburt.

Es gibt hier so unendlich viele Meinungen; für die eine war es das Schönste, für die andere der blanke Horror...
Ich werde es auf mich zukommen lassen und mir mein eigenes Urteil bilden (müssen).

Ich danke dir, denisha, für das Kompliment
und dir skadiru für deine Worte!

Ich weiß gar nicht, ob meine Entscheidung so mutig ist, mich noch vor einer Schwangerschaft und evtl. Risiken gegen eine PDA zu entscheiden; ich weiß halt nicht, was auf mich zukommt und möchte, wie ich schon geschrieben habe, in meiner Bewegungsfreiheit nicht eingeschränkt sein, wenn ich Lust drauf hab, währenddessen rumzulaufen und planschen zu gehen!

Vielleicht gibt es hier ja doch noch ein paar andere Meinungen!?

...ich bin gespannt!

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20. November 2010 um 18:28

Ich hatte eine Hausgeburt
Hallo Annele,

mein Sohn kam vor 3 Monaten zu Hause zur Welt und ich bin überglücklich mit meiner Entscheidung. Eigentlich wollte ich ins Geburtshaus, da ich totale Panik vor Krankenhäusern habe und Geburten meiner Meinung nach nicht ins Krankenhaus gehören. Außer es gibt schon Probleme während der Schwangerschaft oder während der Geburt. Früher sind die Kinder schließlich auch zu Hause geboren worden. Außerdem braucht man während der Geburt keinen Arzt, was auch von einem Arzt bei einer Kreißsaalbesichtigung bestätigt wurde, weil er gesagt hat, dass er nur während der Geburt reinschaut, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Solange alles in Ordnung ist, wird er nicht bei der Geburt dabei sein. Diese Aussage hat mich nochmal in meiner Entscheidung bestätigt ins Geburtshaus zu gehen.
Ich finde es gut, dass Du Dir jetzt schon Gedanken über die Geburt machst, da es bei uns im Geburtshaus so war, dass man sich schon direkt zum Anfang der Schwangerschaft melden musste, da jeden Monat nur eine begrenzte Anzahl von Schwangeren aufgenommen wird.
Natürlich muss man sich darüber im Klaren sein, dass man im Geburtshaus oder zu Hause keine PDA erhalten kann, aber dies war für mich auch überhaupt kein Thema, da ich mich im Vorfeld schon sehr gut damit auseinander gesetzt habe, dass eine Geburt schmerzhaft ist. Ich habe für mich festgestellt, dass ich während der Geburt trotz der Schmerzen so entspannt war, dass ich über eine PDA überhaupt nicht nachdenken musste. Ich glaube, dass ich eher zu eine PDA tendiert hätte, wenn ich im Krankenhaus gewesen wäre, da man dort einfach keine Ruhe hat. Wenn dann während der Geburt auch noch ein Schichtwechsel der Hebamme dazwischenkommt und man sich erst noch neu kennenlernen muss, dann ist es, glaube ich, ganz vorbei. Falls Du Dich für eine Krankenhausgeburt entscheidend solltest, dann empfehle ich Dir, eine Beleghebamme zu suchen, die während der Geburt die ganze Zeit bei Dir ist und die Du schon während der Schwangerschaft kennengelernt hast.
Meine Entscheidung zur Hausgeburt ist übrigens während der Geburt gefallen, da ich mich zu Hause so wohl gefühlt habe und nicht noch den Weg bis zum Geburtshaus auf mich nehmen wollte. Meine Hebamme hat immer alles für die Hausgeburt im Auto, so dass schnell noch das Wohnzimmer vorbereitet werden konnte. Es war meine erste Geburt und ich bin überglücklich zu Hause geblieben zu sein.

Auf jeden Fall rate ich Dir, Dich nicht von anderen in Deiner Entscheidung beeinflussen zu lassen, denn Du musst für Dich entscheiden, was Du für Dich am Besten hältst: Du wirst das Kind bekommen und nicht die Anderen.
Hebammen haben so unterschiedliche Meinungen für eine Hausgeburt beim ersten Kind. Meine Hebamme war absolut dafür und hat mich deshalb auch bei meiner spontanen Entscheidung unterstützt.

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14. Dezember 2010 um 8:50
In Antwort auf pirmin_12312140

Mutig
Hi, ich kann dir zwar keine Antwort auf deine Frage geben, da ich noch kein Kind habe (starten Ende Dezember/Januar mit'm üben ) Jedoch finde ich deine Entscheidung sehr mutig.

Ich habe mich auch schon vorab mit den verschiedenen Möglichkeiten der Entbindung auseinander gesetzt und finde Geburtshäuse toll. Aber das blöde ist, dass man dort auf jeden Fall keine PDA bekommen kann. Ich hätte Angst diese Entscheidung vorab (ohne zu wissen was Wehen überhaupt sind) zu treffen, da ich mir die Wehen echt schrecklich vorstelle.

Ich finde deine Entscheidung mutig, vor allem auch, weil du auf deine eigenen Kräfte vertraust.

In unserem Geburtshaus
kann man sich eine PDA geben lassen. Das KH ist 5 Minuten mit dem Auto entfernt, dann kommt ein Anästhesist "rüber" und gibt dir die PDA. Meist sind die Geburtszentren in der Nähe eines KH, deshalb schätze ich, dass wir hier nicht die einzigen sind. Einfach mal anrufen und nachfragen.

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19. April 2011 um 16:18

Ich bin dafür
Hallo,

deine Anfrage ist zwar schon etwas älter, aber vielleicht ja noch aktuell. Bist du mittlerweile schwanger geworden?

Ich bin in der 20. SSW, das erste Mal. Mir geht es ganz genauso wie dir, ich meine auch, eine Geburt im Geburtshaus oder zuhause ist viel besser. Kann das natürlich noch nicht aus eigener Erfahrung bestätigen.
Aber was ich immer höre/lese, wie oft eingeleitet wird oder KS gemacht oder sonstwas - nee, da krieg ich die Krise. Ich denke, viele Komplikationen ergeben sich überhaupt erst aus der KKH-Situation, daraus, dass sie die Frauen nicht in Ruhe lassen.

Ich will auch unbedingt vorher wissen, wer dabei ist und die Leute kennen, und nicht wenn es ernst wird auf irgendjemand unbekanntes treffen. Schon gar nicht wechselnde Hebammen.

Außerdem will ich keinen Mann (außer meinen eigenen) dabei haben. Ich finde das ist Frauensache und geht keinen was an, der nicht dazugehört, schließlich macht man da lange Zeit die Beine breit.

Also werde ich, wenn nichts dazwischenkonnt, im GH entbinden. Zum Glück gibt es in Leipzig 2 davon. Mittlerweile könnte ich es mir sogar zuhause vorstellen.
Kannst dich ja mal melden, falls das Thema noch aktuell oder sogar noch aktueller geworden ist.
Gruß, eska

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