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Hat jemand erfahrung mit einer spätabtreibung?

29. September 2010 um 2:26 Letzte Antwort: 30. September 2010 um 9:32

hallo zusammen, ich habe ein riesen großes problem, bin im moment total verzweifelt und weiß auch nicht mehr, was ich noch machen soll... vielleicht kann mir hier ja jemand mit einem sinnvollen erfahrungsbericht weiter helfen.

meine situation ist folgende: ich bin 21 jahre alt, wollte gerade mein studium beginngen und bin in der 10. woche ungewollt schwanger. in diesem 10 wochen habe ich jetzt schon die unterschiedlichsten phasen durchgemacht... meine erste reaktion auf die schwangerschaft war, ich bekomm das kind auf jeden fall, irgentwie werd ich das schon gebacken bekommen und eine abtreibung kommt nicht in frage. dann hat mich der erzeuger des kindes ziemlich doof sitzen gelassen, was mich ziemlich fertig gemacht hat und meine nächste reaktion war, ich treibe das kind auf jeden fall ab, als allein erziehende studentin schaff ich das sowieso nicht. dann folgten natürlich beratungsgespräche mit pro familia, familie und freunden und letztendlich habe ich mich dann doch für das kind entschieden, es mitlerweile sogar akzeptiert und ich kann mich auch schon wirklich drauf freuen...

dann kam jetzt der schock: ich bin mit dem cytomegalie virus infiziert, von dem ich vorher noch nie was gehört habe, der auch für mich völlig ungefährlich ist, aber meinem ungeborenen kind erheblichen schaden zufügen kann. es gibt auch nicht wirklich eine behandlung für den virus, bloß eine noch nicht ganz abgeschlossen versuchs-studie die noch sehr umstritten ist. mein problem bei der ganzen sache ist, dass mein kind nur zu etwa 50 prozent ebenfalls mit dem virus infiziert ist und man das erst frühestens ab der 16. meistens aber erst ab der 20. ssw feststellen kann. der arzt meinte, falls das kind infiziert ist, ist es höchst wahrscheinlich, dass es behindert wird und das unter umständen schwerst. da ich noch in der frühschwangerschaft bin ist aber bei einer infektion mit sehr schwerwiegenden behinderungen zu rechnen.

Normalerweise würde ich wahrscheinlich niemals ein kind abtreiben, auch wenn ich wüsste, dass es behindert wird, aber im moment befinde ich mich halt in der denkbar ungünstigsten situation als alleinerziehende studentin! mit einem behinderten kind seh ich für mich nur 2 wege: entweder ich ich entscheide mich für mein studium und für meine karriere und gebe das kind schon als baby (vielleicht nur unter der woche) in ein heim, was absolut nicht meine art ist und mir wahrscheinlich das herz zerreißen würde oder ich behalte das kind bei mir und renne von therapie zu therapie und kann höchst wahrscheinlich mein studium dabei vergessen womit dann auch alle chancen auf einen beruf vertan sind und wir hauptsächlich von sozialhilfe leben werde.... beides für mich totale horrorvorstellungen! daher steht für mich eigentlich fest, dass ich ein behindertes kind nicht bekommen kann, so schlimm das auch klingen mag...

und jetzt steh ich natürlich vor der riesen entscheidung, soll ich das kind jetzt schon abtreiben (10 ssw) obwohl ich noch nicht weiß ob ich dann vielleicht ein komplett gesundes kind abtreibe (wie gesagt, 50/50 chance), was aber für meinen körperlichen zustand viel einfacher wäre und dem kind (im falle einer behinderung) auch viel leit ersparen würde oder treibe ich es erst ab wenn mir einer sicher sagt, dass mein kind behindert wird, also unter umständen erst in der 20. ssw?
und da kommt jetzt meine eigentliche frage: hat jemand mit so einer späten abtreibung erfahrungen? wie viel bekommt das kind schon mit und wie läuft so eine abtreibung überhaupt ab?

diese entscheidungen die ich jetzt treffen muss sind wohl die schlimmsten, die eine frau überhaupt durchmachen kann und deshalb möchte ich wirklich darum bitten, dass leute die davon keine ahnung haben, noch nie in so einer situation gesteckt haben und einfach mal so aus prinzip gegen abtreibungen sind, sich überhaupt garnicht erst zu diesem artikel äußern! Es geht mir schon so schlecht genug in der ganzen situation und ich will nur einige informationen darüber haben wie andere frauen in meiner stituation entschieden haben oder was für erfahrungen sie mit eine spätabtreibung gemacht haben...

besten dank schon mal im vorraus!

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29. September 2010 um 8:31

Hallo du
ich hab deinen text gelesen und es tut mir totalleid, ich kann mir vorstellen wie zerrissen du bist ich schwanke ja selbst beim lesen, abtreiben oder nicht, die Entscheidung hier fällt total schwer weil es immer auf eine 50/50 Chance rausläuft.

ich selber hatte keine Spätabtreibung, aber von meiner Mutter weiß ich dass deren Kind im 7. Monat im bauch starb und sie es *normal* auf die Welt bringen musste.

danach bekam sie 2 gesunde Kinder .

Von dem Virus den du hast habe ich auch noch nie was gehört, aber ich habe jetzt bei Wiki darüber gelesen udn das bestätigt ziemlich genau was du da sagst.

Die Schäden für das Kind können enorm sein und wenn man in der medizin von 50 % spricht ist das verdammt hoch.

Verstehe ich das richtig dass du wenn du den Infekt einmal durchgemacht hast danach immun bist ?

eine medizinische Indikation liegt bei Infekt der Mutter noch nicht vor erst wenn per Ultraschall Schäden am Fötus festgestellt sind, d.h. wenn du jetzt abtreibst dann auf eigenen Wunsch.

was meint denn der Arzt ? der wird sich wohl auch zurückhalten nehme ich an, raten kann ich dir nur schwer was zu was tendierst du denn ?

glg

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29. September 2010 um 10:48

Spätabbruch
Hallo Topfblume231,

Du stehst in der Tat vor einer sehr, sehr schweren Entscheidung.

Sollte sich im Laufe der nächsten Wochen tatsächlich herausstellen, dass Dein Kind krank ist, dann beiß für Dein Kind in den sauren Apfel und beende besser die Schwangerschaft. Bedenke aber, dass aber der 20 SSW ein Spätabbruch dazu führen kann, dass das Kind lebend zur Welt kommt. Das ist dann auch für die Ärzte ein Problem. Besprich das unbedingt, so hart, wie es ist, detailliert mit den Fachärzten. Nur die Gewissheit, was mit Dir und dem Kind geschieht, hilft Dir weiter.

Ich habe auch studiert und viele junge Frauen mit Kindern in meinem Studiengang gehabt. Studium mit einem gesunden Kind ist machbar, wenn man ein gutes Organisationstalent hat.
Ein Studium mit einem schwer kranken Kind - da hätte ich auch meine Zweifel. Du könntest Dich gar nicht ruhig auf das Studieren konzentrieren, weil Du mit einem kranken Kind noch vorsichtiger bist und für das Kind, wie Du schon schriebst, alle möglichen Therapien (evtl. Physiotherapie, Logopädie, Arztbesuche etc.) in Anspruch nehmen würdest.

Das ist auch gut so! Wenn Du einmal den Weg gehst und ein krankes Kind hast, dann tut man als Mutter das Beste für sein Kind und steckt seine eigenen Bedürfnisse weit, weit zurück.

Doch wenn Du noch die Wahl hast (so, wie ich z.B., dann überlegst Du, was das Beste für Dein Kind ist). Unsere Entscheidung trafen wir bewusst für unser Kind.
Zu sehen, wie Dein Kind Jahr für Jahr abbaut und dem Tod immer näher kommt, während andere Kinder selben Alters herumtoben, ein unbeschwertes Leben leben dürfen... das wollten wir unserem kleinen Sohn ersparen,... deshalb haben wir...

leider vor 11 Tagen unseren kleinen erbkranken Jungen in der 15. SSW zur Welt gebracht.

Ich bin froh, dass er nicht im Bauch durch Absaugung (unter Vollnarkose) starb. Da er schon recht groß war und die Schwangerschaft schon weit für einen operativen Abbruch fortgeschritten war, verlor unser kleiner Wunschengel durch Einleitung einer Geburt auf dem Weg in die Welt sein Leben.

Die Kleinen sind noch viel zu zart, weich und zerbrechlich. Es war sicher eine harte Tortur für ihn. Ich möchte darüber gar nicht nachdenken, wie es um ihn geschah, als das Fruchtwasser immer weniger wurde und ihn meine Gebärmutter in den Geburtskanal zwang. Ich war nur am Weinen, die Schmerzen waren mir egal, ich weinte, weil wir ihn uns so sehr gewünscht hatten und so sehr die Daumen drückten, dass er nicht an dieser schrecklichen Erbkrankheit (Muskeldystrophie Duchenne) leiden wird, würden wir die Schwangerschaft fortführen.

Die Chancen der Schwangerschaft standen gut. 25%, dass es ein krankes Kind sein würde und 75%, dass es ein gesundes, wenn u.a. auch übertragendes Kind sein würde.

Die Trauer ist da, die Gewissheit eine richtige Entscheidung getroffen zu haben auch. Wir denken ganz oft an den Kleinen. Die Ärzte und Schwestern waren überaus sensibel, standen oft bei mir und nahmen sich die Zeit für mich und dem Papa.

Der Kleine wird in einem Sammelgrab auf dem Friedhof seine letzte Ruhe finden und mit anderen "stillen Kindern" (weil sie nie weinten und lachten) zusammen sein.

Ich wünsche Dir viel Glück und viel, viel Kraft!!!

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29. September 2010 um 10:58

Ich habe leider Erfahrung damit
ich hatte selbst eine Spätabtreibung hinter mir, mein kind war schwerstbehindert und wir haben uns dafür entschieden
(ich habe hier auch schon gepostet, falls du es lesen magst)

eine spätabtreibung ist keine leichte entscheidung, auch mußt Du dich beraten lassen und dazwischen müssen mind 3 tage vergehen. spätabtreibung muß begründet sein, sprich du brauchst eine klinik, die dies macht. dies gibt es nicht in jeder stadt, meist in größeren städten und je nach bundesland. in bayern z.b. sehr streng.
man darf nicht abtreiben, "nur weil" das kind schwerstbehindert sein wird, sondern die frau z.b. die psyche muß gefährdet sein. es ist ein irrtum, daß viele denken, kind ist behindert, spätabtreibung möglich. es ist die lage der frau ausschlaggebend, wenn man nicht in der lage ist die ss weiter durchzuführen, weil psychische probleme, selbstmord-
gefähret etc...allerdings die ärzte verstehen einen schon, und normal gibt es wohl keine größeren schwierigkeiten, da ein schwerstbehindertes kind für die ärzte oft auch "kein lebenswertes"leben führen kann.
du mußt das kind normal gebären, ich dachte auch, oh gott, aber im nachhinhein ist es besser, es ist schonender und für die psyche auch gut.
du mußt ins krankenhaus und je nachdem in welcher woche du bist, kriegst du evlt. eine spritze, fetozid, damit das kind nicht lebend auf die welt kommt, dies ist sonst ein problem für die ärzte, da dann weitere lebensmaßnahmen gemacht werden müssen.


geh bitte jetzt schon mal zu einer beratungsstelle,
ich wünsch dir alles gute, nur du allein mußt die entscheidung treffen oder mit dem kindsvater.

keiner kann dir die entscheidung abnehmen, es ist schwer, ich weiß.

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29. September 2010 um 12:48

Liebe topfblume,
dein erzählen und dein banges fragen berührt mich sehr!
du hast schon einige turbulente wochen hinter dir, die dich sicher viel kraft gekostet haben. und endlich durch - türmt sich nun ein neuer berg vor dir auf .... es wundert mich nicht, dass du jetzt verzweifelt bist.
persönliche erfahrungen kann ich dir nicht weitergeben. es hilft vielleicht auch nur begrenzt, denn bei jeder frau und jedem kind ist wieder etwas anders.

so sorgfältig wie du nachdenkst und alles angehst, finde ich, darfst du dir auch eine sorgfältige begleitung durch die kommende zeit gönnen. es wird ja nicht mit einem tag alles klar werden. und ich kann mir vorstellen, dass du immer wieder mal beistand und denkhilfen und emotionalen halt brauchen wirst. profemina.de ist eine beratungsstelle, die genau das leistet. Und darüberhinaus auch alle notwendigen medinzinischen informationen und abklärungen mit dir abwägt. ich kann dir diese stelle sehr empfehlen, weil du mit all deinen gefühlen und gedanken, so wechselhaft sie sein mögen, immer ernst genommen wirst!

du hast mein volles mitgefühl und ich hoffe und wünsche dir viel kraft für die kommende zeit und helles licht am ende des tunnels!!

liebe grüße von catie

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29. September 2010 um 14:04

Columbin
Hast du schon mal über die Möglichkeit der Freigabe zur Adoption nachgedacht?

ich kann es echt nicht mehr hören. du hast bei jeder frau die gleiche leier. daran merkt man, dass du gar nicht auf die einzelne person eingehst. der frau geht es schlecht und du interessierst dich nur dafür dein Programm hier runterzuspulen.

Ein Kind wegen einer Behinderung abtreiben - das tut jedem Humanisten im Herzen weh.

Stimmt solche humansiten wie du stehen wahrscheinlich drauf, wenn sich ein anderer mensch quälen muß. und damit meine ich nicht nur die mütter

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29. September 2010 um 14:19


Hallo Topfblume,

ich kann nicht aus eigener Erfahrung sprechen, wohl aber von den Erfahrungen anderer Frauen berichten. Es ist sehr gut, in einer solchen Notsituation erfahrene Profis an seiner Seite zu haben.

Eine solche Profi-Adresse ist die Katharina-Kasper Siftung.
Dort wirst Du in jedem Fall ernst genommen, beraten und begleitet - egal, ob Du Dich jetzt oder später zum Abbruch entscheidest oder es doch austragen möchtest.

www.katharina-kasper-stiftung.de

Ich wünsche Dir gute Berater und eine Entscheidung, von der Du später sagen kannst, es war die Richtige.

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29. September 2010 um 14:38

Danke für die Antworten...
ich weiß natürlich immernoch nicht für was ich mich entscheiden werde, aber die berichte von euch waren schon mal sehr aufschlussreich!

hier noch mal ein paar sachen zur erklärung:

@lea: genau, wenn man einmal mit dem virus infiziert ist, ist man danach immun, genauso wie bei windpocken, röteln oder und sowas. man kann den virus dann zwar noch an weitere kinder weitervererben aber das stellt wohl keine gefahr mehr für das ungeborene da, sondern es bekommt dann auch einfach den virus ohne irgentwelche krankheitsanzeichen zu haben. mein arzt sagte, allein hier in deutschland sind sowieso schon zwischen 40 und 60% der bevölkerung mit dem virus infiziert, was keiner merk, weil er ja keine auswirkungen hat. und wirklich nur bei erstinfektionen in der schwangerschaft gibts probleme!
also ich kann jeder frau, die ein kind bekommen will nur dazu raten, sich vor der schwangerschaft testen zu lassen! wenn ihr sowieso schon cmv habt, dann ist alles gut und es besteht keine gefahr fürs kind und wenn ihrs nicht habt, dann wisst ihr zumindest, dass besondere vorsicht geboten ist, weil sich der virus über alle körperflüssigkeiten überträgt.

@34annett und cerignola:
es tut mir sehr leid was euch passiert ist, ich kann eure trauer sehr gut verstehen, bin ja im moment in fast der gleichen situation
dass das kind nach so einer abtreibung ein eigenes kleines grab bekommt beruhigt mich auch schon mal sehr. der gedanke, dass der kleine körper dann einfach auf dem müll landet ist nämlich auch nicht so einfach...
dass die geburt sehr schlimm und belastend war glaub ich dir, aber ich denk mir, dass wär sie auch bei einer späteren "richtigen" geburt geworden, wenn dann noch konkrete zukunftsängste eine rolle spielen und man sich garnicht richtig auf das kleine freuen kann...

zu cerignola noch mal: ich werde im moment in der uniklinik in bonn behandelt, die sind ziemlich kompetent und haben auch erfahrung mit dem thema. die ärtze da sagen mir zwar natürlich auch nicht was ich machen soll aber haben mir eingentlich schon zugesichert, dass ich das kind auch in der 20. ssw noch abtreiben darf, sogar auch wenn es "nur" infiziert ist und noch keine anzeichen einer behinderung erkennbar sind. und ich denke mal dass auch meine situation als alleinerziehende studentin ohne irgenteine finazielle sicherung und so weiter mit einem behinderten kind aussichtslos ist und mir daher die ärzte keine spätabtreibung verbieten werden.
also ich denke das hauptproblem wird meine psyche und meine ethischen vorstellungen sein. rein theoretisch und logisch betrachtet ist ja eine abtreibung die einfachste und sinnvollste lösung für mich in meiner situation, dessen bin ich mir schon bewusst... aber wie kann ich das verkraften! und vor allem in der 20. woche, wenn es schon ein kleines fast fertiges baby und kein empryo mehr ist... darüber mach ich mir halt die größten sorgen... ob es dann nicht vielleicht schon besser ist, das ganze jetzt hinter mich zu bringen, wo der empryo noch so unausgebiltet ist und definitiv nichts davon mitkriegen würde...

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29. September 2010 um 14:46

Oh mein Gott
Hallo topfblume.

Oh mein Gott, was ist nur mit der Welt los, das sie so was zu läßt.
Normal bin ich total gegen abtreibung außer in gewissen härtefällen und du gehörst defenitiv dazu. Was aber nicht heißen soll das du abtreiben sollst, wie schon gesagt wurde es ist eure entscheidung.

Und mal zu den anderen die dagegen sind, habt ihr so was schon mal durchgemacht???
Ich glaube nicht, also was gibt euch das recht sowas zu schreiben zumal es Topfblume wirklich schlecht geht und ich voll mit heulen könnte. Ihr seid sowas von unsensibel und einfach nur du.. wenn ihr nicht an die folgen denken könnt sondern nur an eure meinung fest hält. Stellt euch mal vor das kind ist schwerstbehindert was hat dann das für ein leben ist dieses leben LEBENSWERT???

Also haltet die klappe und versteht mal.

So ärger ist weg, jetzt zu dem eigentlichen problem.
Es tut mir wirklich verdammt leid das du so eine ss hast, ich selber bin jetzt auch in der 12ten woche und hab auch risiko weil ich schon fg hatte. Was sagt deine Familie dazu???

Wenn der kindsvater sich davon gemacht hat, denke ich nicht das du dich mit ihm beratschlagen wirst oder???

Wenn ich du wäre würde ich erstmal abwarten was raus kommt und wenn dann der fall eintreten würde was man nicht hofft, würde ich auch einen abbruch machen auch wenn es verdammt schwer fällt aber denk in dieser situation an euch. Deine Familie steht hoffentlich hinter dir.

Dieser Virus ist der immer im körper?? ich meine wäre das bei jeder ss so???

ich drück dich gaaaaaaaaaaaaanz fest und denk an dich, laß und bitte hören wies weitergeht.

Ganz liebe grüße

gitti

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29. September 2010 um 15:03

@irkema
"Mitgefühl ist leider für viele ein Fremdwort"

Frauen die abtreiben sollen dann Mitgefühl mit ihrem Baby haben? Nein, sonst würden sie ja nicht abtreiben. Sonst würden sie denken, Nein ich treibe nicht ab, ich mache das für mein Baby und ich mache alles für den kleinen Knopf.. aber nein, sie wollen ja nichts aufgeben für jemand anderen.. naja..

Ja, eine Mutter hat auch ein schlagendes Herz, aber die Mutter hat auch ein Hirn. Und so schlau sollte sie sein,dass sie wissen müsste, dass man aus Geschlechtverkehr schwanger werden kann. Wenn man wirklich auf Nummer sicher gehen will, soll man die Beine zusammen behalten oder doppelt verhüten, und wenn es wirklich einmal passieren sollte, dann kann man eine Alternative finden, als etwas dem Baby anzutun. Aber viele, denken nur an sich und wollen ja nicht mehr daran denken müssen.

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29. September 2010 um 15:50
In Antwort auf

@irkema
"Mitgefühl ist leider für viele ein Fremdwort"

Frauen die abtreiben sollen dann Mitgefühl mit ihrem Baby haben? Nein, sonst würden sie ja nicht abtreiben. Sonst würden sie denken, Nein ich treibe nicht ab, ich mache das für mein Baby und ich mache alles für den kleinen Knopf.. aber nein, sie wollen ja nichts aufgeben für jemand anderen.. naja..

Ja, eine Mutter hat auch ein schlagendes Herz, aber die Mutter hat auch ein Hirn. Und so schlau sollte sie sein,dass sie wissen müsste, dass man aus Geschlechtverkehr schwanger werden kann. Wenn man wirklich auf Nummer sicher gehen will, soll man die Beine zusammen behalten oder doppelt verhüten, und wenn es wirklich einmal passieren sollte, dann kann man eine Alternative finden, als etwas dem Baby anzutun. Aber viele, denken nur an sich und wollen ja nicht mehr daran denken müssen.

@maca
was hat dein cooler spruch: "wer kein kind will, soll die beine zusammen lassen "mit topfblume zu tun?

sorry maca aber der ging mal komplett daneben

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29. September 2010 um 16:27
In Antwort auf

@maca
was hat dein cooler spruch: "wer kein kind will, soll die beine zusammen lassen "mit topfblume zu tun?

sorry maca aber der ging mal komplett daneben

Cooler spruch??


Ich habe nicht "topfblume" geschrieben sondern der, die oben stand "imeka" oder so und ich habe nicht von behinderung gesprochen. Zuerst lesen, dann urteilen!

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29. September 2010 um 16:40
In Antwort auf

Danke für die Antworten...
ich weiß natürlich immernoch nicht für was ich mich entscheiden werde, aber die berichte von euch waren schon mal sehr aufschlussreich!

hier noch mal ein paar sachen zur erklärung:

@lea: genau, wenn man einmal mit dem virus infiziert ist, ist man danach immun, genauso wie bei windpocken, röteln oder und sowas. man kann den virus dann zwar noch an weitere kinder weitervererben aber das stellt wohl keine gefahr mehr für das ungeborene da, sondern es bekommt dann auch einfach den virus ohne irgentwelche krankheitsanzeichen zu haben. mein arzt sagte, allein hier in deutschland sind sowieso schon zwischen 40 und 60% der bevölkerung mit dem virus infiziert, was keiner merk, weil er ja keine auswirkungen hat. und wirklich nur bei erstinfektionen in der schwangerschaft gibts probleme!
also ich kann jeder frau, die ein kind bekommen will nur dazu raten, sich vor der schwangerschaft testen zu lassen! wenn ihr sowieso schon cmv habt, dann ist alles gut und es besteht keine gefahr fürs kind und wenn ihrs nicht habt, dann wisst ihr zumindest, dass besondere vorsicht geboten ist, weil sich der virus über alle körperflüssigkeiten überträgt.

@34annett und cerignola:
es tut mir sehr leid was euch passiert ist, ich kann eure trauer sehr gut verstehen, bin ja im moment in fast der gleichen situation
dass das kind nach so einer abtreibung ein eigenes kleines grab bekommt beruhigt mich auch schon mal sehr. der gedanke, dass der kleine körper dann einfach auf dem müll landet ist nämlich auch nicht so einfach...
dass die geburt sehr schlimm und belastend war glaub ich dir, aber ich denk mir, dass wär sie auch bei einer späteren "richtigen" geburt geworden, wenn dann noch konkrete zukunftsängste eine rolle spielen und man sich garnicht richtig auf das kleine freuen kann...

zu cerignola noch mal: ich werde im moment in der uniklinik in bonn behandelt, die sind ziemlich kompetent und haben auch erfahrung mit dem thema. die ärtze da sagen mir zwar natürlich auch nicht was ich machen soll aber haben mir eingentlich schon zugesichert, dass ich das kind auch in der 20. ssw noch abtreiben darf, sogar auch wenn es "nur" infiziert ist und noch keine anzeichen einer behinderung erkennbar sind. und ich denke mal dass auch meine situation als alleinerziehende studentin ohne irgenteine finazielle sicherung und so weiter mit einem behinderten kind aussichtslos ist und mir daher die ärzte keine spätabtreibung verbieten werden.
also ich denke das hauptproblem wird meine psyche und meine ethischen vorstellungen sein. rein theoretisch und logisch betrachtet ist ja eine abtreibung die einfachste und sinnvollste lösung für mich in meiner situation, dessen bin ich mir schon bewusst... aber wie kann ich das verkraften! und vor allem in der 20. woche, wenn es schon ein kleines fast fertiges baby und kein empryo mehr ist... darüber mach ich mir halt die größten sorgen... ob es dann nicht vielleicht schon besser ist, das ganze jetzt hinter mich zu bringen, wo der empryo noch so unausgebiltet ist und definitiv nichts davon mitkriegen würde...

Ich
glaube nicht dass ein Fötus mit 20 Wochen schon etwas mitbekommt, aber ein behindertes Kind muss sein ganzes Leben mit den Folgen des Infekts leben.

Die medizinische Indikation einer Spätabtreibung kommt ja nicht von ungefähr sondern Ärzte haben diesen katalog ausgearbeitet und nicht ohne grund bietet man dir diese Möglichkeit an.

ist es ethisch einen menshcen mit schweren missbildungen zur welt zu bringen der Schmerzen , Operationen über sich ergehen lassen muss ?

Wir können nicht sagen was die Zukunft bringen wird, und das ist auch gut so,ich würde anhand der fakten die mir die Ärzte auf den Tisch legen entscheiden, die prenatale diagnostik ist heute schon sehr weit, sollte der Fötus infiziert sein und mir die Ärzte zu einer Abtreibung raten würde ich das auch tun.

aber ich bin nicht du, die entscheidung kann dir keiner abnehmen, aber du kannst den ärzten vertrauen dadurch wird dir ein Stück last abgenommen , gerade in so einer Situation sollte man die Entscheidung vom Fachpersonal mittragen lassen. .

ich hoffe dass du bei den 50 % bist wo alles gut geht, und wenn nicht wünsche ich dir alles alles gute, viel kraft und Stärke.

lg

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29. September 2010 um 16:58
In Antwort auf

Cooler spruch??


Ich habe nicht "topfblume" geschrieben sondern der, die oben stand "imeka" oder so und ich habe nicht von behinderung gesprochen. Zuerst lesen, dann urteilen!

Ähm
ich weiß, dass du imeka geschrieben hast.
sie hat sich in ihrem beitrag über das wenige mitgefühl für topfblume bezogen, deswegen habe ich richtig gelesen und erst danach geurteilt

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29. September 2010 um 17:39

Meine Frage wäre
wie diagnostiziert man bei einem Embryo diesen Virus?
Mit Feindiagnostik der Organe oder mit einer Fruchtwasseranalyse und Gewebezellen.
Oder vllt. könnte man bei dir jetzt schon !!! eine Chorionzottenbiopsie machen und dann feststellen, wieweit der Embryo behindert ist und vom Virus infiziert ist.Das Ergebnis dieser Untersuchung ist innerhalb von 2 Tagen da.
Was wäre denn für eine Behinderung mit dem Virus bei einem Neugeborenen zu erwarten?
Also ein schwerst behinderes Kind ob geistig oder körperlich würde ich als alleinerziehende mir auch nicht zumuten wollen.Da wären wohl die meisten Frauen, egal in welcher sozialen Lage und schicht überfordert.Eine Spätabtreibung ist wie in deinem Falle nachvollziehbar.
Jedoch würde ich es mir nie verzeihen ein gesundes Baby die Chance für ein normales Leben aus purer Angst abzutreiben.
Mein Rat an dich ...abwarten, den nächsmöglichen Früherkennungstermin der Feindiagnostik wahrzunehmen und auf eine wirklich 100% Ergebnis zu warten.Dann kannst du auch besser abschließen ,wenn es eben behindert wäre.
Auf die 50% gesund würde ich mal optimistisch hoffen .
Eine Op zur Abtreibung müßtest du ja sowieso machen und ob du jetzt in der 12.Woche oder 16 Woche abtreibst, das sind 4-5 Wochen ,aber es entscheidet über ein ganzes Leben.Was sind da ein paar Wochen ,oder sehe ich das so falsch?

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29. September 2010 um 18:42
In Antwort auf

Meine Frage wäre
wie diagnostiziert man bei einem Embryo diesen Virus?
Mit Feindiagnostik der Organe oder mit einer Fruchtwasseranalyse und Gewebezellen.
Oder vllt. könnte man bei dir jetzt schon !!! eine Chorionzottenbiopsie machen und dann feststellen, wieweit der Embryo behindert ist und vom Virus infiziert ist.Das Ergebnis dieser Untersuchung ist innerhalb von 2 Tagen da.
Was wäre denn für eine Behinderung mit dem Virus bei einem Neugeborenen zu erwarten?
Also ein schwerst behinderes Kind ob geistig oder körperlich würde ich als alleinerziehende mir auch nicht zumuten wollen.Da wären wohl die meisten Frauen, egal in welcher sozialen Lage und schicht überfordert.Eine Spätabtreibung ist wie in deinem Falle nachvollziehbar.
Jedoch würde ich es mir nie verzeihen ein gesundes Baby die Chance für ein normales Leben aus purer Angst abzutreiben.
Mein Rat an dich ...abwarten, den nächsmöglichen Früherkennungstermin der Feindiagnostik wahrzunehmen und auf eine wirklich 100% Ergebnis zu warten.Dann kannst du auch besser abschließen ,wenn es eben behindert wäre.
Auf die 50% gesund würde ich mal optimistisch hoffen .
Eine Op zur Abtreibung müßtest du ja sowieso machen und ob du jetzt in der 12.Woche oder 16 Woche abtreibst, das sind 4-5 Wochen ,aber es entscheidet über ein ganzes Leben.Was sind da ein paar Wochen ,oder sehe ich das so falsch?

@ granin
man kann den Virus bei einem embryo leider erst genau diagnostizieren, wenn er einen eigenen stoffwechsel entwickelt hat, also ungefähr ab der 16. ssw. da der virus sich über alle körperflüssigkeiten überträgt ist er dann im urin des empryos nachweisbar und das kann man dann mit einer fruchtwasseranalyse feststellen. allerdings ist die inkubationszeit von dem virus nicht bekannt und das kann heißen, dass bei der fruchtwasseruntersuchung in der 16. ssw das ergebnis noch negativ ist und dann irgentwann später erst positiv wird. der arzt sagt aber, dass man den virus in der regel 10 wochen nach infizierung nachweisen können müsste und das wäre bei mir dann spätestens die 20. ssw.
Sehr schwere körperliche missbildungen kann man allerdings in der relgel auch schon ab der 13. ssw auf dem ultraschall sehen, aber das sei eher sehr selten und die missbildungen müssen dann auch schon so extrem sein, dass das kind wahrscheinlich sowieso überhauptnicht lebensfähig wäre.
Weil man über den Virus noch sehr wenig weiß und über seine genauen auswirkungen, kann auch leider sehr wenig über die spätere behinderung des kindes sagen. meistens wird das nerven system angegriffen, was dann zu epilepsie oder irgentwelchen spastischen behinderungen führen kann, oder das gehirn und die sinnesorgane sind wohl ziemlich oft betroffen. Also mein Arzt meinte, dass oft die Kinder "nur" einen seh- oder hörschaden haben, aber das kann mir halt keiner genau sagen und das risiko ist einfach zu groß. allgemein lässt sich aber sagen, dass die folgen für das kind drastischer werden, wenn die mutter in der frühschwangerschaft infiziert wird, als wenn das ganze irgentwann im späteren schwangerschaftsverlauf passiert!

"Eine Op zur Abtreibung müßtest du ja sowieso machen" kann man so leicht leider nicht sagen. ab einem gewissen zeitpunkt ist eine operative abtreibung nicht mehr möglich und dann wird eine geburt eingeleitet, die natürlich mit wehen und unter vollem bewusstsein stattfindet und das kind dann stirbt, weil es noch zu klein ist. Das wäre natürlich für mich um einiges belastender als einfach jetzt unter vollnarkose eine abtreibung durchführen zu lassen. aber darum gehts mir noch nicht mal wirklich, ich würde das schon irgentwie verkraften, aber es kommt ja noch dazu dass das kind dann schon ziemlich fertige sinnesorgane hat und das ganze wohl irgentwie wahrnehmen wird. es hat vermutlich auch schon ein nervensytem und kann schmerz empfinden... ich weiß es aber nicht so genau. das ist aber auf jeden fall das schlimmste für mich, dass das kleine kind diese schreckliche tortur durchmachen muss, die natürlich auch immer grauenvoller wird, je länger ich mit der abtreibung warte!
aber ich muss dir völlig recht geben, wenn du sagst, dass du dir nie verzeihen könntest das baby mit einer chance auf ein normales leben aus purer angst anbzutreiben... das kann ich wahrscheinlich auch nicht! aber es ist halt nicht nur die angst um mich und meine zukunft sonder noch viel mehr die angst um das kind. mein logischer verstand sagt mir, dass ich definitiv kein behindertes kind bekommen kann, dann könnt ich mir und meinem lebensstil nicht mehr gerecht werden und dem kind schon mal sowieso nicht! aber andererseits ist da halt noch die ganz große frage, was bekommt das kind mit, wenn ich es erst so spät abtreiben lasse und welchen qualen wird es dann ausgesetzt? das ist halt meine größte angst und der ganze riesen konflikt und eine 50 prozentige wahrscheinlichkeit, dass das kind was hat ist in meinen augen schon echt viel!

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29. September 2010 um 20:18

Topfblume321
Hallo Topfblume321,
dass Dich das ganze unendlich umtreibt, kommt aus allen Deinen Zeilen heraus.
Ich denke Dir kann an dieser Stelle "Beratung und Begleitung für Eltern nach Diagnose" von der Kinderklinik der Universitätsklinik in Mainz weiterhelfen.. Du findest sie in der Langenbeckstr. 1, 55101 Mainz. Dort hilft Dir Dipl. Soz. Päd. Claudia Langanki gerne weiter.
Es ist logisch, dass Du gerade keine Vorwürfe brauchst, denn Du steckst in einer notvollen Situation.
LG Itemba

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29. September 2010 um 20:45
In Antwort auf

Ähm
ich weiß, dass du imeka geschrieben hast.
sie hat sich in ihrem beitrag über das wenige mitgefühl für topfblume bezogen, deswegen habe ich richtig gelesen und erst danach geurteilt

Ja
und ich habe aber nicht von "topfblume" geschriben, sondern, von dem, was ich von Abtreibung halte und, dass ich finde, das eine Frau, die abtreibt auch nicht viel Mitgefühl für ihr Kind hat. Es ging ja schliesslich um Mitgefühl .

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29. September 2010 um 20:50
In Antwort auf

Ja
und ich habe aber nicht von "topfblume" geschriben, sondern, von dem, was ich von Abtreibung halte und, dass ich finde, das eine Frau, die abtreibt auch nicht viel Mitgefühl für ihr Kind hat. Es ging ja schliesslich um Mitgefühl .

Es ging
aber in dem beitrag von ikemda nicht um andere "normale" abtreibungen, sondern um diesen speziellen fall von topfblume und nicht um eine umfrage: was halten sie von abtreibungen. ist doch ganz einfach, oder?

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29. September 2010 um 20:55
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Es ging
aber in dem beitrag von ikemda nicht um andere "normale" abtreibungen, sondern um diesen speziellen fall von topfblume und nicht um eine umfrage: was halten sie von abtreibungen. ist doch ganz einfach, oder?

Ja
sie hat geschrieben, dass man mehr Mitgefühl haben sollte. Ich habe geschrieben, dass man mit Babys die abgetrieben werden auch Mitgefühl haben sollte! das ist doch auch einfach oder?

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29. September 2010 um 21:25
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Ja
sie hat geschrieben, dass man mehr Mitgefühl haben sollte. Ich habe geschrieben, dass man mit Babys die abgetrieben werden auch Mitgefühl haben sollte! das ist doch auch einfach oder?

Ja
langsam habe ich das gefühl, wir reden aneinander vorbei.

richtig, sie schrieb man solle mehr mitgefühl haben, aber damit meinte sie mehr mitgefühl für die te. oder siehst du das anders??? man kann nicht eine "normale" abtreibung mit dieser speziellen thematik hier vergleichen.
sorry ich finde ne grundsatzdiskussion über ssa sollten in solch einem thread einfach nicht stattfinden. alleine schon aus respekt und "mitgefühl" für die te

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29. September 2010 um 21:34
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Ja
langsam habe ich das gefühl, wir reden aneinander vorbei.

richtig, sie schrieb man solle mehr mitgefühl haben, aber damit meinte sie mehr mitgefühl für die te. oder siehst du das anders??? man kann nicht eine "normale" abtreibung mit dieser speziellen thematik hier vergleichen.
sorry ich finde ne grundsatzdiskussion über ssa sollten in solch einem thread einfach nicht stattfinden. alleine schon aus respekt und "mitgefühl" für die te

...
für mich ist abtreibung =abtreibung... ja es ist eine andere situation...aber ich bin gegen abtreibung, weil ich denke, dass keine Frau egal wie wo was, das Recht hat zu entscheiden, ob das Kind sterben oder leben soll.. darum habe ich das geschrieben.
Aber eben, da kann man lange diskutieren und es wird nie aufhören, dass hier immer wieder Leute gegeneinander stossen, denn z.B du bist für Abtreibung und ich dagegen.

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29. September 2010 um 21:43
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...
für mich ist abtreibung =abtreibung... ja es ist eine andere situation...aber ich bin gegen abtreibung, weil ich denke, dass keine Frau egal wie wo was, das Recht hat zu entscheiden, ob das Kind sterben oder leben soll.. darum habe ich das geschrieben.
Aber eben, da kann man lange diskutieren und es wird nie aufhören, dass hier immer wieder Leute gegeneinander stossen, denn z.B du bist für Abtreibung und ich dagegen.

Weißt du
wenn wir alle gleich wären (gleiches aussehen, gleiche stimme, gleiche vorlieben, gleiche meinungen, etc) wäre die welt ziemlich öde und langweilig. ich finde diskussionen gut, eher gesagt : ich liebe sie.

in einem anderen thread sehr gerne, doch wie bereits erwähnt, finde ich nicht, dass dies der richtige ort bzw. zeitpunkt ist. hier geht es nicht darum ob ich pro-choice bin und du pro-life, sondern um eine frau welche in einer äusserst bexxxxx situation ist und die wir beide nicht mit ihr tauschen wollen würden.

dafür sollte jeder verständnis und respekt haben. nicht nur du, sondern einfach alle.

in diesem sinne freue ich mich auf eine diskussion in einem anderen thread mit dir und wünsche noch nen schönen abend

simone

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29. September 2010 um 23:21
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@ granin
man kann den Virus bei einem embryo leider erst genau diagnostizieren, wenn er einen eigenen stoffwechsel entwickelt hat, also ungefähr ab der 16. ssw. da der virus sich über alle körperflüssigkeiten überträgt ist er dann im urin des empryos nachweisbar und das kann man dann mit einer fruchtwasseranalyse feststellen. allerdings ist die inkubationszeit von dem virus nicht bekannt und das kann heißen, dass bei der fruchtwasseruntersuchung in der 16. ssw das ergebnis noch negativ ist und dann irgentwann später erst positiv wird. der arzt sagt aber, dass man den virus in der regel 10 wochen nach infizierung nachweisen können müsste und das wäre bei mir dann spätestens die 20. ssw.
Sehr schwere körperliche missbildungen kann man allerdings in der relgel auch schon ab der 13. ssw auf dem ultraschall sehen, aber das sei eher sehr selten und die missbildungen müssen dann auch schon so extrem sein, dass das kind wahrscheinlich sowieso überhauptnicht lebensfähig wäre.
Weil man über den Virus noch sehr wenig weiß und über seine genauen auswirkungen, kann auch leider sehr wenig über die spätere behinderung des kindes sagen. meistens wird das nerven system angegriffen, was dann zu epilepsie oder irgentwelchen spastischen behinderungen führen kann, oder das gehirn und die sinnesorgane sind wohl ziemlich oft betroffen. Also mein Arzt meinte, dass oft die Kinder "nur" einen seh- oder hörschaden haben, aber das kann mir halt keiner genau sagen und das risiko ist einfach zu groß. allgemein lässt sich aber sagen, dass die folgen für das kind drastischer werden, wenn die mutter in der frühschwangerschaft infiziert wird, als wenn das ganze irgentwann im späteren schwangerschaftsverlauf passiert!

"Eine Op zur Abtreibung müßtest du ja sowieso machen" kann man so leicht leider nicht sagen. ab einem gewissen zeitpunkt ist eine operative abtreibung nicht mehr möglich und dann wird eine geburt eingeleitet, die natürlich mit wehen und unter vollem bewusstsein stattfindet und das kind dann stirbt, weil es noch zu klein ist. Das wäre natürlich für mich um einiges belastender als einfach jetzt unter vollnarkose eine abtreibung durchführen zu lassen. aber darum gehts mir noch nicht mal wirklich, ich würde das schon irgentwie verkraften, aber es kommt ja noch dazu dass das kind dann schon ziemlich fertige sinnesorgane hat und das ganze wohl irgentwie wahrnehmen wird. es hat vermutlich auch schon ein nervensytem und kann schmerz empfinden... ich weiß es aber nicht so genau. das ist aber auf jeden fall das schlimmste für mich, dass das kleine kind diese schreckliche tortur durchmachen muss, die natürlich auch immer grauenvoller wird, je länger ich mit der abtreibung warte!
aber ich muss dir völlig recht geben, wenn du sagst, dass du dir nie verzeihen könntest das baby mit einer chance auf ein normales leben aus purer angst anbzutreiben... das kann ich wahrscheinlich auch nicht! aber es ist halt nicht nur die angst um mich und meine zukunft sonder noch viel mehr die angst um das kind. mein logischer verstand sagt mir, dass ich definitiv kein behindertes kind bekommen kann, dann könnt ich mir und meinem lebensstil nicht mehr gerecht werden und dem kind schon mal sowieso nicht! aber andererseits ist da halt noch die ganz große frage, was bekommt das kind mit, wenn ich es erst so spät abtreiben lasse und welchen qualen wird es dann ausgesetzt? das ist halt meine größte angst und der ganze riesen konflikt und eine 50 prozentige wahrscheinlichkeit, dass das kind was hat ist in meinen augen schon echt viel!

Topfblume ,da muß ich dir widersprechen.
Eine Abtreibung wird für das Kind nicht grauenvoller je länger du wartest.Das sehen wir vlt. so .
Eine "normale" Abtreibung finde ich grauenvoller,wo Embryo in Stücke zerrissen wird und abgesaugt wird.Das wird gemacht, um die Frau zu schonen und weil man glaubt !! dass der Embryo nichts merkt (Was wissen wir aber wirklich???)
Bei einem Spätabbruch wird der Fetus vorher getötet mittels einer Herzspritze.
Eine Einschläferung eines Tieres ist das gleiche! Es klingt nur so harmlos = Einschlafen!
Der tote Fetus mußt du dann normal entbinden ,das ist so.
Kannst du drehen wie wenden, eine 50% Wahrscheinlichkeit das es nicht infiziert ist doch geanausoviel!
Selbst wenn es nur 1% gesund wäre, würde ich keine vorschnelle Abtreibung machen.
Das was wirklich schlimm ist ,ist die Ungewissheit und das elende Warten auf ein Ergebnis. Das ist schlimm und grausam .Das kann ich nachvollziehen. Das muß die Hölle für dich sein,diese Ungewissheit.

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30. September 2010 um 9:26

Alles Gute
schön, daß Du in guter Behandlung bist, Bonn hat einen sehr guten Ruf.
Ja, eine stille Geburt ist nicht einfach, dennoch war es in meinem Fall auf jedenfall richtig,aufgrund schwerstbehinder. Mein Kind war auch schon 27 cm lang und unter 500 Gramm, dennoch wurde es auch normal beerdigt, sowas gibt es zum Glück heute, früher wohl nicht.
Dennoch denkt man viel nach, da es bei uns ein absolutes Wunschkind war und mein Mann und ich es geplant hatten.

Ich wünsche Dir viel Kraft, egal für was Du dich entscheidest, ich denke, kein Weg wird leicht sein.

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30. September 2010 um 9:32

Adoption!
Die Adoption von schwerstbehinderten ist fast aussichtslos, ich weiß es, den ich habe eine Spätabtreibung wegen schwerstbehinderung hinter mir und in der Beratung wurde ich darauf hingewiesen, austragen und zur Adoption.
Fakt ist, daß die meisten im heim landen uind zu tote gepflegt werden.
Du hast dies alles noch nie durchmachen müssen, sei froh.

stell dir mal die psyche vor, man weiß kind schwerstbehindert, ist hochschwanger, alle lächeln einen an, weil die denken glückliche mami und in echt schwerstbehindert und gibt man kind weg....
dann doch lieber das kind vorher ziehen lassen, für mich ist es nicht lebenswert, schwer körperlich und geistig behindert.

du hetzt hier nur um und hast selbst keine ahnung davon

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