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Hat es jemand von Euch, der sich gegen Atreibung entschieden hat später bereut?

23. Mai 2009 um 0:32 Letzte Antwort: 26. Mai 2009 um 8:55

Hallo,

gibt es hier vielleicht auch welsche, die den Kampf um die richtige Entscheidung anders Entschieden haben und es dann bereut haben? Mich würde interressieren wie es dann ist, wenn mann nicht mehr zurück kann und überfordert ist. Mann hatte ja seine Gründe für eine Abtreibung. Gibt es jemand der sich aus welchen Gründen auch immer dann für die Schwangerschaft und fürs Kind entschieden hat und es nun bereut, weil die Gründe die damals für die Abtreibung standen ja immer noch da sind, der andere Weg aber gewählt wurde?

Kann mir da jemand seine Erfahrungen berichten?

lg BlueSonny

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24. Mai 2009 um 10:49

Keine Reue?
Nun mal ganz davon abgesehen, dass ich von Abtreibungen nichts halte un jeder bestimmt seine/ihre Gründe hat.
Aber warum in Gottes Namen werdet ihr dann schwanger, wenn ihr so oder so keine KInder möchtet.
Ich meine wir leben in einer Zeit, in der Verhütung doch kein Tabuthema ist.
Dann verhütet man doch, oder?
Ne Schwangerschaft fällt ja auch nicht einfach vom Himmel.
Nur um jetzt malm "Frieden" zu schaffen, ich möchte mich nicht in eure Angelegenheiten einmischen, aber warum erst Nachsorge und nicht schon Vorsorge?

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24. Mai 2009 um 20:18

Richtige Entscheidung!
ich bin heute hier, weil mich die Trauer über meine bereits 13 Jahre zurückliegende Abtreibung ausgerechnet heute regelrecht "übermannt" hat. Ich bin heute stolze Mutter einer fast vierjährigen Tochter und kann mir ein Leben ohne meinen Sonnenschein nicht mehr vorstellen.
Vor 13 Jahren (ich war Anfang 20) war ich mit einem Nichtsnutz von Freund zusammen, der mich nach einer Feier (ich war sehr betrunken) mehr oder minder zum Sex ohne Verhütung gezwungen hat. Er hat gewußt, dass ich nicht verhüte u. bis zu dem Zeitpunkt haben wir Kondome benutzt. In der besagten Nacht hat er mich festgehalten, bis er "fertig" war. Nach seinem Kommentar "jetzt bist Du sicher schwanger", habe ich ihn verlassen und nie wieder gesehen. Nach Ausbleiben der Regel u. einem positiven Schwangerschaftstest, bin ich zum Frauenarzt gegangen, der mir die Schwangerschaft in der 08-10. Woche bestätigte. Nach langen Gesprächen mit meinen Eltern und Freunden, habe ich mich entschieden dieses Kind nicht zu bekommen. Ich hätte nicht ertragen, dieses Kind zu bekommen, welches nicht gewünscht war. Ich konnte mir nicht vorstellen, diesem Kind gegenüber in der Schwangerschaft oder später mütterliche, liebende Gefühle zu entwickeln. Diese Entscheidung habe ich lange nicht bereut u. bis heute habe ich nur selten an dieses Kind gedacht. Heute jedoch haben mich diese Verlust-Gefühle einfach überrannt. Ich habe mir zum ersten Mal in den ganzen Jahren Bilder von abgetriebenen Föten angesehen. Auch die Frage, ob dieses Kind evtl. die Abtreibung "erlebt" hat, läßt mich nicht los. Erst jetzt spüre ich den Verlust und habe zum ersten Mal Zweifel an meiner Entscheidung. Ich kann nicht sagen, wo ich diese Gefühle all die Jahre "vergraben" habe bzw. wie ich damit zurecht gekommen bin. Trotz dieser Gefühle, soll dies keine Entscheidungshilfe für die Frauen sein, die sich gerade mit der Frage "Abtreibung oder nicht" beschäftigen. Es soll lediglich sensibilisieren, welche Folgen ein solcher Eingriff auch nach Jahren noch haben kann. Ob Dir persönlich mit dieser Geschichte geholfen ist, kann ich auch nicht beurteilen. Die Gründe, einen Abbruch vorzunehmen, sind so vielfältig, wie die Frauen, die diese Entscheidung treffen. Es sollte nur keinesfalls überstürzt und unüberlegt entschieden werden. Ich für meinen Teil habe nie darüber nachgedacht, mein Kind zur Adoption freizugeben. Sich irgendwann zu fragen, was aus dem Kind geworden ist, das man sich nicht gewünscht hat, hätte mich vielleicht verrückt gemacht. Allerdings hätte das Kind so eine Chance zu leben gehabt, die ich ihm auf diese Weise genommen habe. Die Zerissenheit ist gross.
Gruss
Anna

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25. Mai 2009 um 7:51

Wie war das noch einmal, Anna?
IRONIE OFF, oder?
Ich weiß selbst, dass das Leben kein Wunschkonzert ist, ok? Ich habe mehr durchgemacht als du oder irgendeine andere hier drin! Aber du willst mir doch nicht allen Ernstes weiß machen, dass Jede hier drin (!) sich zum Sex ohne Gummi hat zwingen lassen, vergewaltigt worden ist oder meint, man kann erst schwanger werden, wenn man 21 ist. Oder wie? Das sind sicherlich minimale 5%! Was ist das Bitte schön für eine Meinung?
Man weiß doch, ob man die Pille genommen hat, man weiß doch ob das Kondom gerissen ist, warum rennen alle erst zum Arzt, wenn es zu spät ist? Wenn es schon so weit ist? Das geht nicht in mein Hirn.
Weißt du woran es liegt. Weil die Menschen heutzutage nicht mehr die Konsequenzen für ihr Handeln übernehmen müssen.
"Was? Kein Gummi? Dann kann ich wenn es schief geht ja immer noch abtreiben, oder!"
Das ist doch nicht verständlich. Kannst du mir sonst sagen warum jede hier drin rumheult, ich bin ungewollt schwanger?
Ich wollte eigentlich auch kein Kind, aber mein Schatz und ich haben es darauf angelegt. Ich weiß wir sind noch jung, aber uns ist nie was Schöneres passiert.
ICH WEIß DAS ICH DIE PILLE NICHT GENOMMEN HABE UND ICH WEIß AUCH DAS WIR TROTZ ALLEM KEIN KONDOM BENUTZ HABEN!
Und keiner braucht mir hier zu erzählen, dass man es nicht merkt, wenn etwas "schief geht", oder. Dann geht man doch gleich zum Arzt. Und nicht erst nach sechs Wochen.

Und mein Schatz, keiner hat hier erzählt, dass nur die Frau sich um die Verhütung zu sorgen hat. Ich habe gefragt, "warum verhütet ihr nicht?", zum Sex gehören schließlich zwei.

Und noch was: Geht es um Geschichten, in denen die Frau zum Sex gezwungen worden ist, bin ich sensibilisiert, ok?
Da mache ich niemandem einen Vorwurf. Ich könnte auch kein KInd lieben, bei dem mir, jedes Mal, wenn ich es anschaue, der schlimmste Moment meines Lebens unter die Nase gehaöten wird.
Aber gaaaaaaanz ehrlich, das ist nur ein kleiner Teil, oder?
Schwanger wird man nur, durch Unachtsamkeit, Dummheit oder weil man es so wollte.
Und Unfälle passieren vielleicht, aber dann kann man immer noch die Pille danach nehmen. Wenigstens so weit könnte man denken.

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25. Mai 2009 um 7:54

UND...
Das mit Männern in der gehobenen Position ist wohl ein schlechter Scherz, also daran liegts vielleicht bei 10 von 10000 FRauen. Schon mal auf den Kalender geguckt? Wir schreiben das Jahr 2009, es ist verboten worden, FRauen zu unterdrücken.

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25. Mai 2009 um 11:33

Sorry, Anna!
Ich wollte definitiv keinen angreifen, du hast recht, dass hängt alles mit unserer Gesellschaft zusammen. Die macht aus uns was wir sind. Ich spreche aus Erfahrung, die Dunkelziffer ist hoch, das weiß ich. Aber warum in Gottes Willen wehrt sich dann Keine(r)? Es macht mich fertig, wenn ich 13-jährige hochschwanger durchs Schwimmbad stolzieren sehe, dass kann doch dann kein Leben mehr sein. Ich verurteile Abtreibungen, das ist wahr, aber es gibt auch eine andere Sicht der Dinge, das stimmt.
Vielleicht rege ich mich auf, weil ich weiß, wie es ist.
Ich war 15 als mich ein 39-jähriger vergewaltigte, REsultat: schwanger! Ganz toll habe ich mich gefühl...
Und? Keiner hat hingesehen, keiner wollte mir helfen. Sogar meine damals beste Freundin hat zugeschaut...
War ganz klar, dass ich abtreiben werde und in solcher Hinsicht verstehe ich das sehr gut, da kann ich "andere" in ähnlichen Situationen nur ermunter, sich nicht unterkriegen zu lassen.
Entschuldige mich, falls ich mich scheiße oder unausgewählt ausgedrückt habe, ich rege mcih nur auf.
Und ich sehe das Forum nicht als Realität, aber irgendwo muss man doch mal mit Aufklärung anfangen, oder?
Ich muss ehrlich sein: Pille und Antibiotikum... Vor 5 Jahren war das auch noch ein Fremdwort, heutzutage kann sich jeder die Pille holen, wird nicht ausreichend aufgeklärt und meint dann, das wird schon.
Du hast ja recht.
Ich bin nur froh, dass ich jetzt einen Mann gefunden habe, dem ich vertrauen kann und den ich liebe, obwohl ich erst 21 bin.
Ich möchte meine Familie niemals missen müssen

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26. Mai 2009 um 8:55

Du hast ja recht!
Vor einigen Jahren, war ein Mädchen bei uns auf der Schule, ich glaube 13 war sie. Ihr Freund genauso alt und sie war natürlich hochschwanger. Alle was ich dann noch mitbekommen hatte, war, dass die Oma Zuhause blieb, damit die Tochter ihre Schule fertig machen konnte.
Ich würd das echt nicht ertragen. Ich bin auch während des vorletzten Schuljahres schwanger geworden, hab aber trotz allem, alles so hingenudelt, dass ich mein Abi noch geschafft habe (*stolz-bin*). Ich hab vor allem viel Zuhause gelernt, meine Freundinnen haben mir viel geholfen, dann ging das. Jetzt bin ich erst einmal Zuhause, bis Januar 2010 und dann gehts weiter. Hab schon eine Teilzeitausbildung gefunden, d.h. Schnecki ist vormitags in der KiTa und ich arbeiten, und danach hole ich sie wieder. Das wird nicht einfach, das ist mir klar, aber meinen Schulabschluss hab ich ja uch schon hingekriegt !
Ich weiß noch wie mich damals alle runter gezogen hatten, da ging es dann nicht darum, du kannst es nicht behalten, sondern du MUSST es weg machen lassen. Das wollte ich nicht. Selbst meine beste Freundin hat mich anfangs gaaaaar nicht unterstützt, das tat weh.
Da konnte ich mit meinen (schon) 19 Jahren kaum stand halten.
Und wie geht es dann einer 13-jährigen?
Die steht doch wirklich vor einem gr0ßen Problem.
Während sie Windeln wechselt, fangen ihre Freunde dann an, abends weg zu gehen. Ich kenne das, am Anfang habe ich es auch vermisst, ganz selten zumindest.
Ich finde, erst Hörner abstoßen, dann Mama werden. Wenn man möchte...
Jetzt ist ja alles ein bißchen einfacher, Schnecki ist schon etwas größer und schläft ab und zu auch bei der Tante, dann dürfen Papa und Mama so einmal alle 4-6 Wochen auch mal weggehen. Und was ich nie gedacht hätte, es reicht, ich vermiss meinen Schatz dann manchmal schon soooooo sehr, adss ich am LIebsten heim mag.
Ich wünschte mir nur, dass nicht so viele junge Mädchen schwanger werden würden, wenn sie es gar nicht wollen. Das macht mich traurig, schließlich geht es da um ein kleines Menschenleben. Und um das Leben der Mama, dass sie noch gar nicht richtig genossen hat (das hört sich irgendwie doof an)!

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