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hallo ihr lieben

23. Januar um 20:22 Letzte Antwort: 24. Januar um 19:18

hallo zusammen,
ich habe schon seit ewigkeiten hier soviel mitgelesen und mich heute mal selber neu angemeldet um meinen ersten beitrag hier einzustellen.

wir überlegen sehr intensiv uns eines pflegekindes anzunehmen. wir sind ein glückliches paar seit sehr vielen jahren. alle 14 tage  und die hälfte aller ferien kommt der sohn meines partners zu uns. der kleine mann ist 8. leider haben wir nie kinder bekommen- waren bei ärzten und diese meinten es sei alles ok mit uns- halt schicksal... eine künstliche befruchtung lehnten wir ab.

adoption wurde abgelehnt weil wir nicht verheiratet sind uns gesagt wurde wir sind zu alt. ich bald 37 und er bald 49.

gleich vorab: wir möchtren kein kind nehmen wo die mutter drum kämpft und wir es wieder verlieren könnten. wir möchten auch keine familie zerstören wo es richtig wäre das kind zur leiblichen familie zurück zu bringen. dafür gibt es ja kurzeitpflege und diese würden wir nicht übernehmen.

wir dachten daran einem kind ein zu hause und eine familie zu schenken wo feststeht das die eltern kein interesse haben an ihrem kind oder es wirklich einen grund gibt das diese kleine maus niemals zurück kann. mein herz würde auch daran zerberechen einn kind zu verlieren und mein bonussohn würde sowas auch schlecht verkraften- so wie jedes kind, wenn es ein geschwistechen verliert.

daher dachten wir an das alter von 4-8 jahren. die allermeisten wollen ja babys und die grösseren haben selten die chance familie erleben und fühlen zu dürfen.

hat jemand erfahrungen als pflegefamilie und würde diese mit mir teilen?


-ich weiss man muss gespräche und ne schulung zur eignung machen, gesundheitstest, polizeiliches führungszeugnis, mein zu hause wird überprüft....

doch emotional- kann man denn sich ein kind vermitteln lassen, welches dann auch sicher bleibt?
wieviel mitentscheidung haben pflegeeltern?


ich würde mich soooo sehr freuen wenn viele mir schreiben und mit erfahrungen, tipps usw helfen.

eines noch: ich möchte keine anschuldigungen hören, dass wir einer mutter das kind klauen wollen- sowas würden wir nie unterstützen! wir wollen ein kind wo einfach klar ist das die mutter niemals vollzeitmutter sein kann oder will. sowas kann man ja in vorgesprächen mit den leiblichen eltern vorab durchaus klären.

es grüsst lieb aus berlin eine aufgeregte - hoffentlich- bald pflegemama




 

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23. Januar um 20:37
Beste Antwort

Hallo. 
elterpflegeschulung muss man machen, es werden Gespräche geführt. Wichtig ist,dass beide Partner 100% einverstanden sind. 
es gibt viele kinder, die auch langfristig ein Schönes zuhause suchen. 
Als kleinen Denkanstoß, die kinder, die Pflegefamilien suchen sind eigentliche alle beeinträchtigt, auf die eine oder andere Weise. Sogar schon die Babys, weil sich die Mütter während der SS nicht angemessen verhalten haben. 
wenn euch das bewusst ist und ihr, auch mit erhöhtem betreuungsbedarf, zurecht kommt, dann informiert euch beim JA und gebt einem Kind ein schönes  zuhause. 

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23. Januar um 20:52
In Antwort auf lalindi

Hallo. 
elterpflegeschulung muss man machen, es werden Gespräche geführt. Wichtig ist,dass beide Partner 100% einverstanden sind. 
es gibt viele kinder, die auch langfristig ein Schönes zuhause suchen. 
Als kleinen Denkanstoß, die kinder, die Pflegefamilien suchen sind eigentliche alle beeinträchtigt, auf die eine oder andere Weise. Sogar schon die Babys, weil sich die Mütter während der SS nicht angemessen verhalten haben. 
wenn euch das bewusst ist und ihr, auch mit erhöhtem betreuungsbedarf, zurecht kommt, dann informiert euch beim JA und gebt einem Kind ein schönes  zuhause. 

Lieben Dank für deine Antwort. Ich habe halt schon lesen dürfen von Kinderklau durch Pflegeeltern. Deswegen war ich dich sehr verunsichert. 

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23. Januar um 20:57
Beste Antwort
In Antwort auf sternchenberlin

Lieben Dank für deine Antwort. Ich habe halt schon lesen dürfen von Kinderklau durch Pflegeeltern. Deswegen war ich dich sehr verunsichert. 

Das ist Blödsinn... 
das Amt nimmt keinem ohne Grund sein Kind weg, nicht im heutigen Deutschland. 
gibt viele kinder, die ein Schönes zuhause suchen. 
meine Freundin hat grade erst wieder eine zwölfjährige aufgenommen, die schon mal 1,5 Jahre im Heim war. 
nach anfänglicher
schüchternheit beginnen jetzt die 'Problemchen'.  Dessen muss man sich halt bewusst sein. Diese kinder haben schon viel durch. 

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23. Januar um 21:16

Ich habe etwas Erfahrung mit meinen Bonus Kind sammeln dürfen. Der ist durch verschiedene Dinge schon sehr belastet. Wir haben uns über die Jahre hinweg hart eine Bindung erkämpft mit viel liebe, Geduld und Einfühlungsvermögen. Doch er hat eine Mama und einen Papa die sich kümmern. Jetzt wollte ich gern dauerhaft unsere Familie durch ein Pflegekind erweitern. Ich gebe zu das ich sicher auch das Mutter Glück spüren möchte. Unser kleiner würde auch gerne eine Schwester oder einen Bruder haben. Aber wieviel Einfluss haben die leiblichen Eltern wirklich ? Ständige Kontakte oder nur zb einmal die Woche ? Man möchte ja auch selber noch Familienleben aufrecht erhalten.  Gibt es überhaupt Pflegekinder wo die Eltern diese nicht mehr wollen? Oder ist es immer nur eine Frage der Zeit wo die Kinder einen dann wieder genommen werden ? Darf man nach einer eingewöhnungszeit wieder arbeiten gehen? Soviele fragen 🙂

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24. Januar um 9:05

Hallo!
Ich bin eine "Pflege-Schwester", also meine Eltern haben irgendwann, aber da war ich schon älter, meinen Pflege-Bruder bei sich aufgenommen, als er ungefähr 3 war.

Es gibt viele schöne Momente - aber es ist eben auch nicht leicht. Über eines muss man sich bewusst sein: Es hat meistens Gründe, warum die Kinder aus ihren Familien raus genommen werden - und vieles, was man in den ersten Jahren kaputt macht, ist sehr, sehr schwer wieder aufzuholen.
Die Kinder sind oft Bindungs-gestört, es braucht sehr lange, Jahre, bis sie eine Vertrauenvolle Beziehung aufbauen. 

Oft sind sie, auch wenn normal Intelligent, in der Entwicklung verzögert (wie gesagt, die ersten Jahre sind oft entscheidend) , machen in der Schule Probleme (andere Eltern sind da leider auch alles andere als Tolerant und verbieten den "Umgang mit dem Pfelgekind...) -
und man darf vor allem nicht erwarten, dass die Kinder einem dafür "dankbar" sind, dass man sie aufgenommen hat (zumindest nicht vor dem Erwachsenen-Alter)
Ich kenne kein Pflegekind, dass nicht irgendwelche Probleme hat. Was nicht heisst, dass sie es "nicht schaffen" - aber sie haben es einfach deutlich schwerer! 


Zum Thema "Kind wegnehmen" : In den meistenn Fällen ist es berechtigt. Klar, gibt es Ausnhamen, die in den Medien hoch gekocht werden - aber, oft sind die Familien schon unter Beobachtung, und die meisten Pflegekinder kommen zu recht aus den Familien raus. 

Und es gibt Fälle, wo es wahrscheinlich ist, dass die Kinder für immer in der Pflegefailie bleiben - aber auch da gibt es Ausnhamen. Aber die Jugendämter und Träger-Vereine kennen in der Regel die Sachlage recht gut und können dazu auch auskunft gebeben. 

Und es kann auch passieren, dass die Kinder irgendwann zu ihren Eltern wollen - so mit 14/15 kommt das oft vor, weil sie eben bei den Pflege-Eltern Grenzen bekommen, was den Leiblichen Egal ist - dann wird es immer sehr schwer, viel Streit (ist uns erspart geblieben, aber man bekommt ja automatiscfh Kontakt zu anderen Familien) 

Kontakt zu der leiblichen Mutter ist auch so eine Sache - auch wenn das Kind (wie mein Pflegebruder)  bei den Pflegeeltern bleibt, veruscht man, Regelmäßig Kontakt herzustellen - weil man sagt, dass es für die Psyche und Entwicklung besser ist.
Wie oft kommt drauf an, bei uns war es einmal im Monat - was die leibliche Mutter oft hat ausfallen lassen, was für meinen Pflegebruder immer ein Schlag ins Gesicht war... (fühlt sich halt ungewollt) 

Seine Mutter hat übriegens recht schnell eingesehen, dass er es bei uns besser hat (sie war Psychisch Krank) - und wenn das Kind ein paar Jahre da ist, und eine Bindung zu den Pflegeeltern hat, versucht das  Jugendamt, die Kinder bei den Pflegeeltern zu halten - wiel es für das Kind besser ist.

 

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24. Januar um 19:18

Erstmal lieben Dank für alles die tollen und ehrlichen Antworten. Ich hoffe es melden sich noch recht viele. 

ich möchte mir einfach ein realistisches Bild machen bevor ich all zu naiv und blauäugig beim Jugendamt sitze und das erste Gespräch führe. 
lg 

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