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Großer Kinderwunsch, Ausbildung, Zukunftsplanung

10. Februar 2016 um 23:39 Letzte Antwort: 14. Februar 2016 um 2:05

Hallo liebe Leute

Aus aktuellem Anlass habe ich beschlossen mir einen Account zuzulegen und um Rat zu fragen.

Und zwar bin ich Anfang 20, glücklich verheiratet und im 2. Lehrjahr im Einzelhandel. vor 1,5 Jahren hatte ich im 6. Monat eine stille Geburt. Auch mein Mann ist in Ausbildung, allerdings erst im 1. Jahr und zum Erzieher.

Wir hatten ursprünglich den Plan: Ich mache meine Ausbildung (Sommer 2017 fertig) und sobald es auf das Ende zugeht wollten wir schwanger werden und eine Familie gründen. Sobald mein Mann fertig wäre (2018) würde er in Teilzeit arbeiten und ich in Vollzeit und er kümmert sich dann hauptsächlich um die Kinder. Soviel zu der Theorie...

Nur ist es leider so, dass ich mir schon lange sehr stark ein Kind wünsche und noch 1 Jahr warten für mich sehr lange ist. Eigentlich wollte ich mich halt voll in die Ausbildung stürzen, einfach Vollgas geben und mich damit ablenken. Allerdings haben sich bei mir in der Ausbildung immer mehr Probleme ergeben, die mich stark belasten und auch an sich an dem Berufsfeld grundsätzlich zweifeln lassen, nicht nur in meinem Betrieb.

Ich habe Probleme mit meiner Chefin (wo sie für mich einfach verbal auch Grenzen überschritten hat - sie wurde nicht ausfällig, aber es ging mir einfach zu weit), meine Berufsschule unterfordert mich massiv (ich mache einfach nichts und trotzdem lege ich top Leistungen hin), mit meinen Kollegen werde ich nicht warm (ich bin höflich, aber weiß keinen Gesprächsstoff - ebenfalls etwas was meine Chefin bemängelt), der Job an sich ist mir einfach zu stumpf und der einzige Bereich der wirklich fordernd ist umfasst nur einen kleinen Teil meiner Ausbildung offiziell (!), dort wird einem dann aber direkt auch viel zu viel aufgebürdet, meiner Meinung nach. Das ist es in der Kurzfassung, aber die Probleme sind einfach sehr viel umfassender und vielschichtiger und einfach auch privater, dass ich es nicht groß ausführen möchte.

Jetzt habe ich mich orientiert und habe für mich festgestellt, dass ein Mathematikstudium mich nicht nur viel mehr interessieren und fordern würde, sondern auch inhaltlich Tests gemacht und ganz so falsch läge ich damit auch talentmäßig nicht (etwas was mein Mathelehrer früher schon gerne betont hat).

Da hat sich mir aber die Frage mit dem Kinderwunsch gestellt und wie ich das vereinbaren kann, zumal ich lieber gestern als morgen ein Kind möchte und auch teilweise beim Gedanken auf meine Arbeit zu müssen anfangen muss zu weinen, eine Übernahme oder woanders in dem Job arbeiten schließe ich für mich aus. Ich habe gehirnt und folgenden Plan für mich gemacht:

Wir versuchen schwanger zu werden/ werden schwanger und das jetzt, bzw ab April/ Mai/ Juni. Ich gehe in Mutterschutz und setze ein Jahr aus und habe Zeit für mein Kind. Während dieser Zeit wollte ich auch an der Uni anfragen, damit ich in einige Vorlesungen hineinschnuppern kann und sehe was mich erwartet. Ich steige ein Jahr später wieder ein und mache die letzten Monate zum Abschluss, damit habe ich es am Ende auch durchgezogen. Den Jahrgang unter mir kenne ich auch bereits zum Großteil, also würde ich auch nicht in eine fremde Klasse kommen. Nach den Prüfungen hätte ich 2-3 Monate Lehrlauf wo ich mich nochmal intensiv inhaltlich auf das Studium vorbereiten kann und mein Mann ist mit mir fertig. ab Oktober 2018 würde ich dann studieren und mein Mann würde mir nach Möglichkeit und Bedarf den Rücken freihalten (und alle Stricke reißen würden: Unser Kind hätte auch eifrige Omas die sich sehr freuen würden zu helfen).
Also so ganz grob für euch.

Ich habe das mit meinem Mann besprochen und er findet das durchaus machbar für mich (er kennt mich ja etwas ) und das ganze auch gut durchdacht und er wünscht sich eben auch sehr ein Kind und hat dem deswegen zugestimmt. Den genauen Zeitpunkt verhandeln wir allerdings noch.

Natürlich weiß ich, dass es zu Gerede kommen wird und es nicht total super einfach wird, aber das ist das was ich mir von Herzen wünsche und was mich glücklich machen würde. Und klar ist das nicht unbedingt die coolste für meine Chefin und meine Kollegen, aber solange ich nicht auf mich schaue und auf mein Glück tut es ja im Prinzip niemand sonst und irgendwen stößt man dann halt mal vor den Kopf. Außerdem habe ich das Gefühl, dass wenn ich mich weiter so durchhangel wie bisher ich viel eher dazu tendieren würde, dann doch in den nächsten Monaten noch abzubrechen, was eigentlich ja auch nicht in meinem Sinn ist wieder ohne alles dazustehen....

Nun zu meiner Frage:
Hat jemand Erfahrung damit? (Also auch zeitlich ungefähr, dass es dann nur noch wenige Monate zur Prüfung waren)
Kann mir jemand davon berichten und auch einfach Vor- & Nachteile ausführen, auch mit einem Fazit ob sie es nochmal machen würde oder niemals wieder o.ä.?

Meine Güte war das ein Roman

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11. Februar 2016 um 11:40

Niemand?
Da war mein Text wohl doch arg lang... Eigentlich habe ich mich echt bemüht ihn so kurz wie möglich zu halten

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11. Februar 2016 um 12:49

Hi
ja ein kleiner Roman ich war nicht in der gleichen Situation aber vielleicht kann ich dir doch etwas Mut machen.. bin auch erst 20 ich bin mit 17 schwanger geworden im Abschlussjahrgang. eigentlich hätte unser Sohn im Juli kommen sollen, somit hätte ich im Juni normal meine Abschlussprüfungen machen können.. aufgrund einiger Komplikationen kam unser kleiner dann schon Anfang Mai und musste 5 Wochen auf der neo bleiben. ich war zwar jeden Tag bei ihm aber habe die Wochen und auch die nächsten genutzt um zu lernen und im September die Nachholprüfungen zu schreiben. alles hat geklappt, mein Abschluss ist nicht der beste, aber ich habe ihn gemacht. ein Jahr danach habe ich eine Lehre angefangen. aber ich war nach der Komplikationsreichen SS einfach körperlich noch nicht Fit genug.. und es gab einige probleme im betrieb. also hab ich geschmissen. hab dann das ein oder andere Praktikum gemacht ohne Erfolg. irgendwann haben wir beschlossen "scheiß drauf, jetzt ist unser Sohn noch klein, warum nicht gleich das geschwisterchen? warum in ein paar Jahren nochmal mit einem Kleinkind anfangen?" also haben wir wieder gebastelt und ich wurde gleich wieder schwanger. endete leider in einer FG. dann hatten wir ein Haus gekauft, beschlossen erstmal umzubauen und es dann nochmal zu versuchen. jetzt wurde ich ein bischen früher schwanger als geplant, aber das ist kein Problem weil wir bald fertig sind. wenn der kleine Wurm dann nächstes Jahr ein Jahr alt ist geht er halbtags in die Kita und ich fange eine Ausbildung an (bin dann 22). wir sehen das total positiv. in 10 Jahren wenn ich 30 bin und andere Frauen gerade ihre Kinder bekommen sind unsere schon 10 und 12. da können sie auch beruhigt mal ein Wochenende bei omi bleiben und wir können was unternehmen.. wir können die besten Jahre unseres Lebens nochmal voll und ganz genießen. wenn es eurem Wunsch entspricht jetzt ein Kind zu bekommen dann erfüllt euch diesen. die meisten Dinge ergeben sich dann von alleine. manchmal geht das Herz eben über den Verstand und das ist auch gut so

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11. Februar 2016 um 15:07

Danke für die Rückmeldungen
bittexeinmalxzwei:
Glaub mir ich habe das mehrmals durchgerechnet und mein Mann und ich sind sehr sparsame Menschen, legen auch aktuell einiges von unserem Geld zur Seite und mein Mann hat auch so noch Geld auf der Seite, sollte es wirklich vorne und hinten nicht reichen.
Aber laut meinen Rechnungen (wo ich aber auch Ausgaben gerne höher setze und Einnahmen niedriger) würden wir das definitiv schaffen und das auch nicht so mega schlecht.
Die Seite ist auf jeden Fall nicht der Punkt.

lyredana:
Ganz vielen lieben Dank für das Rücken stärken!
Es tut sehr gut zu lesen, dass es möglich ist.
Mir geht es dadurch, dass ich auf keinen Fall mehr in dem Bereich arbeiten möchte (maximal auf geringfügiger Basis) auch nicht darum den Glanzabschluss hinzulegen, sondern es zu beenden, damit da kein Abbruch im Lebenslauf ist.

Meine Eltern haben mich und meine Geschwister halt auch sehr jung bekommen (und im Studium) und es trotzdem geschafft. Ausserdem sagen sie selber, dass sie viel von uns hatten und wir von ihnen. Ich habe mich auch nie vernachlässigt gefühlt und immer alles was ich brauchte. Deswegen wollte ich einfach auch immer jung Kinder haben.

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11. Februar 2016 um 16:37

Hey
Ich hab zwar nicht studiert und habe es nicht vor aber ich bin zum ende meiner Ausbildung schwanger geworden. Habe dann mit Bravour meine Prüfungen bestanden und einige Monate später kam dann mein Sohn jetzt bin ich erstmal in Elternzeit und genieße die zeit mit meinem Kind bevor ich wieder an Arbeit denke

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11. Februar 2016 um 20:35

Wenn du Abi hast und es dir zutraust, Mathematik zu studieren,
Warum zum ... machst du eine Ausbildung im Einzelhandel? Schlechte arbeitszeiten, mieses Gehalt etc.?

Dein Plan klingt machbar, wenn man bereit ist sich anzustrengen. Ich finde im Studium hat man schon Zeit für kinder und der finanzielle Druck ist bei euch ja gar nicht da - ihr seid es ja gewohnt rel. Wenig zu haben aus der Lehre...

Lg

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12. Februar 2016 um 11:58

EIn erneutes Dankeschön
bittexeinmalxzwei
Vielen Dank für die Rückmeldung mit der Vereinbarkeit. Wie gesagt, mein Mann hat vor mir da so viel wie möglich abzunehmen. Und eben, ich will einfach nicht mehr ewig warten.

xoxoklioxoxo
Naja, das war schon so ein Prozess bis ich dazu gekommen bin, dass zum einen der Einzelhandel mir nicht so viel Spaß macht wie gedacht und zum anderen, dass ICH mir dieses Studium auch zutraue und nicht nur die anderen. Ansonsten wäre ich diesen Umweg auch gar nicht gegangen
Und ich bin definitiv bereit mich dafür anzustrengen! Da besteht gar kein Zweifel

alex25595
Hast du denn ein Jahr ausgesetzt oder direkt durchgezogen? Und warst du zur Zeit der Prüfungen im Mutterschutz?

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12. Februar 2016 um 18:41

Ich hatte
Es echt gut "gelegt" mit meiner ss. Ich wurde Anfang des Jahres schwanger, Mitte des Jahres hatte ich meine letzte Prüfung und am Ende des Jahres kam mein Sonnenschein zur Welt
Und ich würde es immer wieder so machen

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13. Februar 2016 um 8:07

Willst du ein Jahr in Elternzeit gehen?
Ehrlich gesagt, ich würde nicht aussetzen und dann erst die Ausbildung fertig machen. Das wären ja zwei Jahre...

Ich würde dir raten, jetzt in der Schwangerschaft das zweite Lehrjahr fertig zu machen. Im Einzelhandel hast du dann ja einen ersten Abschluss (Verkäuferin). Danach gehst du idealerweise in Elternzeit oder arbeitest eben noch etwas, bis du in Elternzeit kannst und fängst nach einem Jahr mit dem Studium an.

Iverschwende doch kein weiteres Jahr für eine Ausbildung, die du nicht willst und die dir auch nichts bringt, da du in dem Beruf nicht arbeiten willst.

Vllt. Legt dein man nach dem erzeiherabschluss auch noch ein Studium nach - dann könnt ihr zusammen gehen

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14. Februar 2016 um 2:05
In Antwort auf xoxoklioxoxo

Willst du ein Jahr in Elternzeit gehen?
Ehrlich gesagt, ich würde nicht aussetzen und dann erst die Ausbildung fertig machen. Das wären ja zwei Jahre...

Ich würde dir raten, jetzt in der Schwangerschaft das zweite Lehrjahr fertig zu machen. Im Einzelhandel hast du dann ja einen ersten Abschluss (Verkäuferin). Danach gehst du idealerweise in Elternzeit oder arbeitest eben noch etwas, bis du in Elternzeit kannst und fängst nach einem Jahr mit dem Studium an.

Iverschwende doch kein weiteres Jahr für eine Ausbildung, die du nicht willst und die dir auch nichts bringt, da du in dem Beruf nicht arbeiten willst.

Vllt. Legt dein man nach dem erzeiherabschluss auch noch ein Studium nach - dann könnt ihr zusammen gehen

Im Ansatz
ist das eine gute Idee, aber ich habe nicht "automatisch" den Abschluss zum Verkäufer und dadurch, dass ich nicht den "Kaufmann im EInzelhandel" mache kann ich auch nicht nach 2 Jahren eine Prüfung machen. Wenn ich hier nach 2 Jahren die Ausbildung beenden will stehe ich ohne alles da.

Mein Mann wird aber definitiv kein Studium ranhängen Er will zum einen auf keinen Fall studieren und zum anderen ist er absolut glücklich in diesem Beruf

Und den Abschluss mache ich eh nur um etwas durchgezogen zu haben und an sich grundsätzlich etwas zu haben. Wenn ich ehrlich bin und es könnte würde ich bereits meine Kündigung schreiben...
Die Arbeit und Ausbildung an sich tun mir einfach überhaupt nicht gut. Ich schlafe schlecht, mir geht es physisch nicht gut und psychisch erst recht nicht - wenn ich nur daran denke wann ich wieder zur Arbeit muss will ich am liebsten losheulen...

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