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Gewissenskonflikt meiner Frau

12. Januar 2016 um 10:19

Hallo!
Ich hole mal ein wenig weiter aus....
Wir haben unsere Planungen bereits vor der Hochzeit auf zwei Kinder ausgelegt. So ist es dann auch nach der Hochzeit gekommen. So weit so gut. Vor zwei Jahren hat meine Frau den Wunsch nach einem dritten Kind geäußert. Ich wollte das nie.
Vor einigen Wochen haben wir dann eigentlich das Thema ''abgehakt''. Nun ist es doch zum ''Unfall'' gekommen.
Meine Frau kam selbst mit der Idee des Abbruchs, den wir dann gestern durchgeführt haben.
Nun macht sie sich schwere Vorwürfe und schaut mich nicht mehr richtig an.
Mir ist klar, dass ich die treibende Kraft beim Abbruch war, jetzt weiß ich aber nicht, wie ich sie aufbauen kann.

Habt ihr eine Idee?

Vielen Dank!

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12. Januar 2016 um 10:38

Dich dafür
"Mir ist klar, dass ich die treibende Kraft beim Abbruch war, jetzt weiß ich aber nicht, wie ich sie aufbauen kann."
entschuldigen, dass du die treibende Kraft beim Abbruch war, Reue ausdrücken, dass das falsch war, und ihr zu sichern, dass deine Liebe zu ihr so groß ist, dass von deiner Seite her kein Nein zu einem eurer Kinder kommen wird, egal wie viele es auch sein mögen.

Der Vollständigkeit halber die Nachfrage:
"Wir haben unsere Planungen bereits vor der Hochzeit auf zwei Kinder ausgelegt. So ist es dann auch nach der Hochzeit gekommen."
Hochzeit in welcher Form, bei welchen Institutionen, etc.?

Ggf. kann nämlich dein Verhalten ein Bruch des bei Eheschließung gegebenen Versprechens gewesen sein (aber da kommts halt drauf an, obs eine rein zivile Eheschließung war oder noch irgendwas adneres).

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12. Januar 2016 um 11:12
In Antwort auf carn

Dich dafür
"Mir ist klar, dass ich die treibende Kraft beim Abbruch war, jetzt weiß ich aber nicht, wie ich sie aufbauen kann."
entschuldigen, dass du die treibende Kraft beim Abbruch war, Reue ausdrücken, dass das falsch war, und ihr zu sichern, dass deine Liebe zu ihr so groß ist, dass von deiner Seite her kein Nein zu einem eurer Kinder kommen wird, egal wie viele es auch sein mögen.

Der Vollständigkeit halber die Nachfrage:
"Wir haben unsere Planungen bereits vor der Hochzeit auf zwei Kinder ausgelegt. So ist es dann auch nach der Hochzeit gekommen."
Hochzeit in welcher Form, bei welchen Institutionen, etc.?

Ggf. kann nämlich dein Verhalten ein Bruch des bei Eheschließung gegebenen Versprechens gewesen sein (aber da kommts halt drauf an, obs eine rein zivile Eheschließung war oder noch irgendwas adneres).

Hochzeitsinstiutionen
Wir haben standesamtlich und katholisch geheiratet.

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12. Januar 2016 um 11:52
In Antwort auf kareem_12880402

Hochzeitsinstiutionen
Wir haben standesamtlich und katholisch geheiratet.

Dann hast
"katholisch geheiratet."

entweder nicht richtig dein Versprechen im Sinne einer katholischen Ehe gegeben (wobei das natürlich oft vorkommt, dass katholisch geheiratet wird, aber das Versprechen dabei nicht in dem Sinne gemeint ist) oder du hast es gebrochen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Eherecht_der_katholischen_Kirche#Wesen_und_Eigenschaften_der_Ehe
"Die katholische Kirche betrachtet die Ehe als eine sich aus der Natur des Menschen ergebende Einrichtung (Institution), deren Wesen und Eigenschaften sich aus der personalen Liebe zwischen Mann und Frau und ihrer grundsätzlichen Offenheit für Kinder ergeben."

http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_P5B.HTM

"Die eheliche Liebe hat etwas Totales an sich, das alle Dimensionen der Person umfaßt: Sie betrifft Leib und Instinkt, die Kraft des Gefühls und der Affektivität, das Verlangen von Geist und Willen; sie ist auf eine zutiefst personale Einheit hingeordnet, die über das leibliche Einswerden hinaus dazu hinführt, ein Herz und eine Seele zu werden; sie fordert Unauflöslichkeit und Treue in der endgültigen gegenseitigen Hingabe und ist offen für die Fruchtbarkeit."

"Offenheit für Kinder" und "offen für die Fruchtbarkeit" ist nicht damit vereinbar, dass der Mann die treibende Kraft beim Abbruch war. Insofern das Eheversprechen also so gemeint war, wie es die RKK gerne hätte, war dein Verhalten wohl ein schwerer Bruch dieses Versprechens, ähnlich schwer, wie wenn du fremd gegangen wärst. Wenn deine Frau das so oder ähnlich empfindet, dann wäre es verständlich, warum sie dich anschweigt.



Überhaupt deine Frau auf das 2-Kind-Ziel festzulegen war falsch, schon bereits unabhängig von der RKK;denn Schwangerschaften ergeben sich auch bei Verhütung gelegentlich, wobei die unerwartete Schwangerschaft in völlig unvorherbarer Weise von den Frauen aufgenommen wird; es kommt vor, dass eine Frau, die definitiv sagt, ihre Familienplanung sei abgeschlossen, bei Anblick des positiven Tests bereits geistig mit der Namensfindung und der Neuanschaffung bereits weggegebener Babysachen beschäftigt ist und sich wahnsinnig freut; wenn man dann als Mann auf dem vorherigen Ziel beharrt, zwingt man die Frau dazu, sich gegen ihre liebende und fürsorgliche Seite und gegen die Liebe zu dem weiteren Kind zu entscheiden, was man der Frau, die man liebt, niemals zumuten sollte.



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12. Januar 2016 um 17:12

Du solltest ihr Zeit geben.
Sowas verdaut man nicht so leicht. Das sie den Blickkontakt mit dir meidet ist in solch einer Situation ganz normal. Immer hin du warst der Vater und du wolltest das Kind nicht. Nach dem was du schreibst würde ich sagen das sie sich schuldig fühlt einen Fehler begangen zu haben und das sie dir wohl teils die schuld dafür gibt. Viele die eine Abtreibung hinter sich haben schämen sich auch dafür. Wie hast du ihr den gesagt das du das Kind nicht möchtest? Sagen wir mal so, es ist okey wen du sagst du möchtest das Kind nicht. Das ist dein gutes recht. Auch wen du mit der Mutter verheiratet bist aber wen du sie dazu gedrängt haben solltest, wäre das echt scheiße von dir.

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12. Januar 2016 um 21:13

In der selben situation
Hallo, ich wurde im Sommer 2014 ungeplant schwanger und für mich stand vom ersten Moment an fest, daß ich das Kind behalten werde. Auch mein Freund drängte mich zu einem Abbruch. Ich fragte ihn was er tut, wenn ich mich für das Kind entscheiden würde. Das wusste er nicht. Ich habe bereits einen Sohn aus erster Ehe und hatte Angst ihn zu verlieren und mit zwei Kindern alleine zu stehen. Es ist jetzt fast zwei Jahre her und ich leide. Diese Entscheidung zerreißt mich heute noch schlimmer wie damals jeden Tag. Dazu kommt, das ich mir noch nie so sehr ein zweites Kind gewünscht habe wie jetzt. Wahrscheinlich um dieses Loch zu füllen, was das ungeborene Kind durch meine falsche Entscheidung hinterlassen hat. Nur mein Freund steht mir nicht bei. Er nimmt mich nicht in den Arm und fragt sich, was er tun könnte, damit es mir besser geht. Seine Probleme sind mir dem Abbruch gelöst und meine fangen erst an. Das finde ich schön, das du das machst. ich hoffe ihr findet eine Lösung und werdet mir der Entscheidung fertig und findet zueinander

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15. Januar 2016 um 13:26

Ich würde sie einfach in Ruhe lassen
und warten bis sie auf mich zukommt. Generell kann man einen anderen nicht "aufbauen"...das muss jeder schon selbst tun. Was du tun kannst, ist dich vermehrt um eure beiden Kinder zu kümmern und sie da etwas entlasten.

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15. Januar 2016 um 14:30

Hi
Das wird schwer, wen eine Frau innerlich nun das Kind immer sieht und das was sie tat nun anzweifelt
Nun geh zu ihr und entschuldige dich zeig reue für die Tat, sie wird dich nun als das Böse ansehen , schließlich ist das Psychisch das schlimmste was eine Frau durch leben kann , sie sieht eure anderen Kinder und wird nun den Gedanken nicht mehr los wie hät es ausgesehen usw
Wen du Pech hast wird sie dich verlassen
oder Depressiv.
Bitte um Vergebung

Aber sag nicht so ist das besser, das könnte falsch herum laufen .
Vil redet ihr darüber ob das mit 2 Kindern nur doch eher eine schlechte Idee war , den nun wird sie immer angst haben es könnte was passieren oder lass dich sterlesieren um ihr diese Angst zu nehmen
schließlich muss sie diesen Eingriff durch machen und nun Angst davor haben das es jeh wieder passiert ,w as bedeutet das sie dich nie mehr anfassen wird , also entweder du klärst ab wen es nochmal passiert kann sie es behalten oder steri!!

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