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Geplanter Hausbau und Kinderwunsch

7. Juli um 21:59

Hallo zusammen,

ich hoffe ich finde hier im Forum ein paar Ratschläge bzw. Tipps mit meiner Situation umzugehen.

Ich bin aktuell Mitte 27 und wünsche mir ein Kind mit meinem Freund. Klar haben wir schon über Kinder gesprochen, aber er will erst ein Haus bauen. Für mich war das ok, weil eine ss und Hausbau doch eine enorme Doppelbelastung wäre. Ich habe ihm aber auch mitgeteilt das ich mir bis 30 ein Kind wünsche und das ist für ihn in Ordnung, da wir ursprünglich gepant hatten 2020 zu bauen. Der Kinderwunsch ist natürlich weiterhin bei mir präsent, aber ich will ihn natürlich nicht drängen.

Nur leider klappt der Plan nun nicht so wie gedacht und Baubeginn wäre erst ca. Anfang 2021 machbar. Wir wollen ein Fertighaus bauen lassen und nur wenig (z. B. Fußboden verlegen und Malerarbeiten) in Eigenleistung übernehmen. Meine Eltern wohnen auch direkt neben dem Baugrund und würden uns natürlich unterstützen.

Ich habe daraufhin das Thema Kind noch mal angeschnitten, aber mein Freund will erst das Haus bauen und dann wegen Kinder schauen. Das würde für mich natürlich bedeuten noch gute 2 bis 2,5 Jahre zu warten bis wir an einem Kind arbeiten würden und dann ist es ja auch immer die Frage ob es gleich klappt.

Klar macht es Sinn erst das eine Projekt abzuschließen und dann das nächste anzufangen, aber ich kann den Wunsch ja nicht einfach abstellen. Mein Gefühl sagt mir eher er will auf den "perfekten" Zeitpunkt warten, aber den gibt es ja nicht wirklich. Wahrscheinlich werde ich noch Jahre warten müssen, bis es seiner Meinung nach passen würde.

Habt ihr vielleicht Tipps wie ich am besten mit dem Thema umgehen soll? Ich habe halt auch den Gedanken, dass jetzt eine ss auch passen würde, da ich dann während dem Bau in Elternzeit wäre und meine Mutter auch mal zwischendurch auf das Kind aufpassen könnte, wenn Termine anstehen.

Wie seht ihr das? Habt ihr Tipps oder Erfahrungswerte für mich?

Liebe Grüße und schon mal vielen Dank
Sandy

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7. Juli um 23:40

Hm, schwierig, ich kann dir nur von Erfahrungswerten berichten.

Wir haben eine 3,5jährige Tochter und einen bald 1-jährigen Sohn.
Als unsere Tochter 1,5 Jahre alt war, kauften wir ein altes Haus mit sehr guter Bausubstanz, das wir kernsanieren wollten.
Wir hatten auch nicht geplant, dass Kinder & Hausbau zusammenfallen - aber da wir bereits sechs Jahre lang nach einem bezahlbaren Objekt gesucht hatten (wohnen in der teuersten Region Deutschlands) ging es nicht anders.

Erst nachdem wir mit der Arbeit begonnen hatten erkannten wir, wie aufwendig die ganze Geschichte ist.
Theoretisch wäre alles einfach gewesen und hätte schnell gehen können... hätte. In der Praxis, mit den Handwerkern, sieht alles ganz anders aus.
Ganz zu schweigen davon, dass gute Handwerker SEHR schwer zu bekommen sind. (Das gilt übrigens auch für die Fertighausbauer! Da kommt die Handwerkerleistung auch nicht aus der Steckdose, und wenn die Fertighausbau-Firmen gerade Engpässe haben, geht am Bau nichts vorwärts!)

Unterdessen bekamen wir mitten in der Sanierung noch ein Kind - und was soll ich sagen: Das Haus ist immer noch nicht fertig.
Wir hoffen, dass wir in diesem Oktober einziehen können.

Wir wollten es selbst nie glauben, aber leider ist es keine Übertreibung - Mit kleinen Kindern kommt man in den ersten Jahren wirklich zu nichts mehr.
Gemeinsam planen, überlegen, Dinge organisieren... Fehlanzeige!

Die ersten Jahre sind so intensiv... ich würde niemals noch einmal diese Doppelbelastung eingehen.


Nun magst du sagen, ihr plant ja ein Fertighaus.
Nun... Freunde von uns - gleiche Kinder-Konstellation, größere Tochter 4,5, kleinere Tochter fast zwei, bauen ein Fertighaus!
Beim großen Fertighausbauer mit K.
Seit zwei Jahren!

Die sind nun auch seit zwei Jahren am Rotieren, werden hingehalten, müssen planen, machen tun... obwohl sie eigentlich keine Eigenleistung erbringen wollten!
Aber dann war im Vertrag eben kleingedruckt, dass sie Erdarbeiten + Keller in Eigenleistung erbringen müssen (auch extra bezahlen, versteht sich) und und und.

Es ist ganz unglaublich, was sie mit dem Fertighaus erlebt haben... wenn ihr wirklich ein Fertighaus bauen wollt, kann ich euch nur empfehlen 

a) viel Zeit einplanen
b) keinen Vertrag ohne einen Anwalt unterschreiben
c) mit den Kindern wirklich bis nach dem Hausbau warten!

Und, ganz wichtig - informiert euch über den Fertighausanbieter so gründlich ihr könnt, lest alles nach, was ihr finden könnt, jeden Erfahrungsbericht, Zeitungsartikel, usw. Wählt den Anbieter/Bauträger wirklich sorgfältig aus.

Alles Gute!
 

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8. Juli um 3:28

"Nur Streichen und Fußboden verlegen." - Unterschätzt das mal nicht. Wir haben diese beiden Punkte auch selbst gemacht und das war ganz schön anstrengend neben Vollzeitjobs und noch ohne Kinder das rechtzeitig fertig zu kriegen. Mit dem Üben haben wir erst nach dem Einzug angefangen. Und dazu muss man sagen, dass bei uns recht viel glatt gelaufen ist mit den Handwerkern und so ...

Anders sieht es aus, wenn ihr es euch leisten könnt, diese Arbeiten auch zu beauftragen. Dann wäre ich absolut dafür, den Hausbau in die Elternzeit zu legen. Es ist nämlich echt viel Wert, wenn man möglichst häufig zu Zeiten wo die Handwerker arbeiten am Bau sein kann. Fragen stellen, Fragen beantworten, Fotos machen, ... Baby ins Tragetuch und täglich einen Spaziergang über die Baustelle und die neue Nachbarschaft erkunden.

Aber schwanger oder mit Baby kannst du dir streichen und Fußboden verlegen definitiv abschminken.

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8. Juli um 13:51

auch angenommen du würdest zuerst das kind bekommen und danach bauen

was glaubst du zuviel du kommst wenn du ein kleines kind hast?

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8. Juli um 18:19

Mit Kind kommt man wirklich erstmal zu gar nichts.
Wenn man 2 Paar junge Großeltern hat, die kräftig mithelfen geht es - wir hatten diesen Luxus nicht, und ich würde wirklich niemals wieder mit Kindern bauen.

Klar, wenn alles super reibungslos und glatt läuft etc. und man vielleicht familiäre Unterstützung in Form eines Architekten/Bauleiters oder Handwerkern in der Familie hat, die immer nach dem rechten schauen, mag es auch gehen.

Grundsätzlich würde ich mit dem, was ich heute weiß, solche Projekte immer vorher durchziehen oder sehr weit nach hinten verschieben bis die Kinder wenigstens im Kindergarten sind.

Wir wollten es auch nicht glauben - und wie hart es wirklich werden würde, hatten wir gnadenlos unterschätzt.
Ok, wir sind auch nicht mehr 27...
(Waren beim 1. Kind 33, beim Hauskauf 35 - und jetzt, wo das Haus fertig wird 37. Klar, da möchte man natürlich nicht mehr fünf bis zehn Jahre warten.)

Aber mit 27 würde ich das Ganze doch einigermaßen planen -
was ich nicht ganz verstanden habe... warum genau müsst ihr dann 2,5 Jahre warten, bis ihr den Kinderwunsch realisiert...?

Ein Hausbau, der gut läuft, muss wirklich nicht 2,5 Jahre dauern - das geht auch in einem bis 1,5 Jahren, und ihr müsst ja auch nicht bis zur Einweihungsparty mit dem Hibbeln warten, wenn das Ende wirklich absehbar ist und alles sehr gut läuft, könnte man ja theoretisch auch schon anfangen.

Im Idealfall ist man in den ersten 5 Monaten der Schwangerschaft ja auch nicht völlig außer Gefecht gesetzt.
Klar kann in einer Schwangerschaft immer alles passieren, aber so darf man ja auch nicht denken - so gesehen könnte man sich ja auch täglich Arme oder Beine brechen, etc. pp.

Ich wünsche euch, dass ihr für euch den richtigen Weg findet!
Viel Erfolg!

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9. Juli um 10:11

Wir haben unser Haus erst gekauft, als die Kinder 4/5 waren und das war richtig so. In dem alter sind sie aus dem gröbsten raus, sie sind verstandiger und man kann sie auch leichter zu den Großeltern abgeben, wenn man mal anpacken muss. 

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9. Juli um 10:53

Wir kauften unser Haus und 6 Wochen später war ich schwanger. Wir konnten aber gleich drin wohnen (4 Wochen renovierten wir). Es folgten noch zwei Kinder.. als wir 10 Jahre drin wohnten war das Haus abbezahlt. Seit zwei Jahren arbeite ich auch wieder etwas mehr als halbe Teilzeit. 
Aber ein Haus bauen ist nochmal eine andere Hausnummer. 
Als ich mit Kind 2 in der 36.ssw war, war Kind 1 knapp 2 1/2 und tapezieren ging problemlos. Man kann schon was schaffen, schwanger und mit Kleinkind. Auch arbeitete ich 3 Monate im zweiten Trimester der Schwangerschaft...

Schwierige Entscheidung, die ihr zwei treffen müsst, eigentlich kann euch da keiner rein reden, das ist individuell. Aber dein Mann und du, ihr müsst euch einig werden. 

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