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Gedichte die ich schrieb um den Verlust unseres Babys zu verarbeiten

10. November 2002 um 9:06

Der Himmel die Erde und Du

Am 2.4.2001 zogst Du in die kleine Wohnung in meinem Bauch und kamst auf die Erde.

DU wuchst in meniem Bauch - in Deiner kleinen Wohnung - um nach 9 Monaten das Licht der Welt zu erblicken - auf der Erde.

Und dann, Dir gefiel die Wohnung nicht, Du wolltest keine 9 Monate in meinem Bauch wohnen, Du warst zu schwach - Dein kleines Herzchen blieb einfach stehen und Du verließt die Erde.

Große Trauer erfüllte uns, in mir ließt Du eine Leere zurück, als Du am 24. 6. 2001 um 13:58 das Licht der Welt - viel zu früh - erblicktest; ABER Du warst nicht mehr da, Du hast die Erde nicht mehr wirklich kennengelernt - Du bist bereits in den Himmel gezogen!

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10. November 2002 um 9:09

Liebeskummer?!?
Aslich anfing wegzugehen, lernte ich viele Leute kennen. Ich verliebte mich und oft blieb meine Liebe unerwiedert. Tagelang saß ich in meinem Zimmer eingeschlossen und weinte. Ich dachte die Wunden würden nie heilen.

Dann kam der Tag, an dem ich meinen Mann kennen und lieben lernte. Nach knapp einem Jahr heirateten wir und wünschten uns ein Baby. Endlich im April 2001 wurde unser Wunsch erhört und wir erfuhren, daß ich schwanger sei. Leider war die Zeit des Glücks nur von kurzer Dauer, denn in der 17. SSW wurde mein Baby auf die Welt geholt - das kleine Herz schlug nicht mehr!

Der Schmerz der meinen Körper durchbohrte war beinahe unerträglich und ich wünschte ich wäre wieder 18 und hätte nur Liebeskummer!

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10. November 2002 um 9:14

Auf der Suche
vor vielen Jahren war ich auf der Suche nach meinem Glück.

Ich war auf der Suche nach der großen Liebe mit der ich mein Leben teilen wollte.

Ich war auf der Suche nach einem Mann, der der Vater meiner Kinder werden sollte.

Und dann, am Freitag, den 13. August 1999 fand ich mein Glück, meine Liebe und den Mann, der der Vater meiner Kinder werden sollte.

Heute bin ich mit genau dem Mann verheiratet und seit Anfang April 2001 schien unser Glück perfekt - wir erwarteten ein Baby!

Jetzt müsste man denken, dass meine Suche zu Ende ist, aber genau jetzt fange ich von neuem an zu suchen.

Ich suche die Antwort auf das "Warum", ich suche mein Lachen und meine Innere Ruhe wieder.

All das hab ich verloren, als uns das Schicksal unser Glück zerstörte - das kleine Herz unseres Babies hörte einfach auf zu schlagen!

Und so beginne ich wieder zu suchen!

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10. November 2002 um 9:20

Verlieben, verloren, vergessen, verzeihen,...
Ein Lied, Worte, eine Beziehung?

VERLIEBEN - ein Wort in einem Lied von Wolfgang Petry. Ein Wort das den Beginn einer Freundschaft, einer Beziehung oder einer Ehe beschreibt. Ein Wort, das Glück und Schmerz, Kummer und Leid, Lachen und Weinen, Vertrauen und Angst so nah zusammenführt, daß man es kaum auseinanderhalten kann.

VERLOREN - ein Wort in einem Lied von Wolfgang Petry. Ein Wort, das das Ende einer Beziehung, aber oft auch gleichzeitig den Neuanfang beschreibt.

VERGESSEN - ein Wort in einem Lied von Wolfgang Petry. Ein Wort das einem oft geraten wird, doch es ist schwer es in das Leben mit einzubeziehen. GTrotzdem ist es wichtig damit eine Beziehung wirklich funktioniert.

VERZEIHEN - ein Wort in einem Lied von Wolfgang Petry. Ein Wort, das man oft in die Tatg umsetzen muß, um sich nach einem Streit wieder zu versöhnen; um Fehler des anderen zu akzeptieren und einfach zu vergeben!

Verlieben, verloren, vergessen, verzeihn - das sind alles Worte in einem Lied von Wolfgang Petry. Doch diese 4 Worte beschreiben den Verlauf eines ganzen Lebens. Man verliebt sich, man muß dann den Partner loslassen - man glaubt verloren zu haben - um festzustellen, daß er einem genhört. Man muß Streit und Krieg vergessen können um wieder in Ruhe zu leben. Aber vor allem muß man vieles verzeihen können um ein lebenlang glücklich zu sein.

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10. November 2002 um 9:27

Das Leben, der Tod und ich
Vor beinahe 25 Jahren erblickte ich das Licht der Welt. Ich wuchs in einem Haus mit meinen Eltern, meiner Oma und einem Hund auf. Ich war ein glückliches Kind! Als ich 6 war, kam meine kleine Schwester zur WElt und ich fing an zu lernen auf eigenen Füssen zu stehen.

Oft hörte ich auch hier in meinen jungen Jahren schon der sei gestorben oder die sei tod. TOD was das wohl heissen mag? Ich konnte mir darunter nicht viel vorstellen. Und plötzlich hiess es meine Uroma sei tod. Wir gingen zur Beerdigung, ich weinte und dann wars vorbei. 1 Jahr später wurde mein Onke zu Grabe getragen und ich mußte zu Hause bleiben - ich habe nie verstanden warum. Dann 1992 - es war im September - wurde mir gesagt:"Dein Opa ist tod!" Er war ein kranker Mann, arbeitete aber wann und wo er nur konnte. Er half mir oft, als Kind war ich oft bei ihm - und jetzt war er ienfach weg. Es kam mir vor als hätte er einen Teil meiner Kindheit mitgenommen. Dann Ostern 1999 erlitt meine Taufpatin eine Gehirnblutung und verließ uns. Sie hatte NIE etwas und plötzlich war sie nicht mehr da. Hier merkte ich zum 1. Mal wie nahe das Leben und der Tod beisammen sind. Aber dennoch waren es Schmerzen die vergingen.
Und dann im Juni 2001 - ich war Anfang 5. Monats schwanger - stellte der Arzt fest, daß das Herz unseres kleinen Sohnes stehengeblieben war. Ich hatte ein Lebewesen in meinem Bauch, das Tod war und ich war am Ende. Und von diesem Augenblick an habe ich endgültig begriffen, dass das Leben und der Tod immer Hand in Hand mit mir durch meine Zeit auf der Erde gehen!! Und der Schmerz über den Verlust wird immer bleiben!

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10. November 2002 um 17:05
In Antwort auf schneebaerchen

Liebeskummer?!?
Aslich anfing wegzugehen, lernte ich viele Leute kennen. Ich verliebte mich und oft blieb meine Liebe unerwiedert. Tagelang saß ich in meinem Zimmer eingeschlossen und weinte. Ich dachte die Wunden würden nie heilen.

Dann kam der Tag, an dem ich meinen Mann kennen und lieben lernte. Nach knapp einem Jahr heirateten wir und wünschten uns ein Baby. Endlich im April 2001 wurde unser Wunsch erhört und wir erfuhren, daß ich schwanger sei. Leider war die Zeit des Glücks nur von kurzer Dauer, denn in der 17. SSW wurde mein Baby auf die Welt geholt - das kleine Herz schlug nicht mehr!

Der Schmerz der meinen Körper durchbohrte war beinahe unerträglich und ich wünschte ich wäre wieder 18 und hätte nur Liebeskummer!

Es ist schlimm, wenn das Leben mit dem Tod beginnt

Als der Stein vom Feuerstrahl angeschlagen wurde, wunderte er sich sehr und sagte mit strenger Stimme zu ihm: "Welcher Wahn treibt dich, mich zu quälen? Tu mir nicht länger weh, denn du irrst dich in mir: niemand tat ich etwas zu Leide."
Darauf antwortete der Feuerstrahl: "Bist du geduldig, so sollst du sehen, welch ein Wunderbares aus dir hervorgeht."
Auf diese Worte gab sich der Stein zufrieden, erduldete geduldig die Schläge und ward gewahr, wie aus ihm das wunderbare Feuer entsprang.

Liebes Schneebarchen, Deine Beiträge haben mich total gerührt und mir fehlen einfach die richtigen Worte, die mein Mitgefühl ausdrücken.
Ich glaube, dass Du Dir mit Deinen Gedichten den Schmerz von der Seele schreiben kannst, damit Du wieder offen und zugänglich für neue Dinge bist.
Ich wünsche Dir und Deinem Mann viel Kraft.
Alles Liebe, Mutsch

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18. November 2002 um 10:33
In Antwort auf sheine_12176134

Es ist schlimm, wenn das Leben mit dem Tod beginnt

Als der Stein vom Feuerstrahl angeschlagen wurde, wunderte er sich sehr und sagte mit strenger Stimme zu ihm: "Welcher Wahn treibt dich, mich zu quälen? Tu mir nicht länger weh, denn du irrst dich in mir: niemand tat ich etwas zu Leide."
Darauf antwortete der Feuerstrahl: "Bist du geduldig, so sollst du sehen, welch ein Wunderbares aus dir hervorgeht."
Auf diese Worte gab sich der Stein zufrieden, erduldete geduldig die Schläge und ward gewahr, wie aus ihm das wunderbare Feuer entsprang.

Liebes Schneebarchen, Deine Beiträge haben mich total gerührt und mir fehlen einfach die richtigen Worte, die mein Mitgefühl ausdrücken.
Ich glaube, dass Du Dir mit Deinen Gedichten den Schmerz von der Seele schreiben kannst, damit Du wieder offen und zugänglich für neue Dinge bist.
Ich wünsche Dir und Deinem Mann viel Kraft.
Alles Liebe, Mutsch

Danke
dass Dir meine Gedichte gefallen! Damit habe ich schnell meinen Schmerz überwunden gehabt. Ich habe heuer am 11. Juni 2002 eine gesunde Tochter - allerdings 4 Wochen zu früh - zur Welt gebracht. Heute ist sie so gewachsen und hat so zugenommen, dass man gar nichts mehr merkt, dass sie zu früh kam. sie ist eine echt harte Nuss. Sie war auch nicht im Brutkasten - nur immer 4 Stunden wegen der Gelbsucht da kam sie unters UV Licht aber sonst war sie immer bei mir!

Lg.Schneebaerchen

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