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Geburtshaus vs. Krankenhaus

6. August 2014 um 13:00 Letzte Antwort: 25. August 2014 um 18:58

Hallo ihr Lieben,

mich würde mal interessieren, welche Vor- bzw. Nachteile ihr darin seht, im Geburtshaus oder im Krankenhaus zu entbinden.
Da ich ja nun während der Schwangerschaft Kortison nehme, schwanke ich doch schon sehr und kann mich nicht entscheiden.... der Kleinen geht es sehr gut und es läuft bisher auch alles unproblematisch (die Hälfte ist fast geschafft).

Schön finde ich am Geburtshaus, dass meine Stammhebamme und eine Weitere die ganze Zeit dabei sein werden. Im Krankenhaus sieht das, glaub ich anders aus oder?

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7. August 2014 um 19:30

Wie weit bist Du denn?
Viele Krankenhäuser haben auch Beleghebammen die Dich bei der Entbindung begleiten können, die sind aber schnell ausgebucht, muss man sich zeitig drum kümmern.

Schau Dir am besten das Krankenhaus und Geburtshaus an und entscheide dann, was Dir eher zusagt. Besprich aber mit dem Geburtshaus, ob Du aufgrund der Erkrankung, weswegen Du Kortison nimmst, dort entbinden kannst. Manche Erkrankungen können ein Ausschlussgrund für eine ausserklinische Geburt sein.

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7. August 2014 um 20:08
In Antwort auf waldmeisterin1

Wie weit bist Du denn?
Viele Krankenhäuser haben auch Beleghebammen die Dich bei der Entbindung begleiten können, die sind aber schnell ausgebucht, muss man sich zeitig drum kümmern.

Schau Dir am besten das Krankenhaus und Geburtshaus an und entscheide dann, was Dir eher zusagt. Besprich aber mit dem Geburtshaus, ob Du aufgrund der Erkrankung, weswegen Du Kortison nimmst, dort entbinden kannst. Manche Erkrankungen können ein Ausschlussgrund für eine ausserklinische Geburt sein.

Eine Hebamme habe ich schon..
und die kommt aus dem Geburtshaus. Sie meint, dass es kein Problem für mich wäre, dort zu entbinden. Die Kleine entwickelt sich gut und ich bin sonst auch fit.
Ich bin in der 19 + 5 SSW.
Ist garnicht so einfach sich zu entscheiden. Nächste Woche schauen wir uns den Kreißsaal im Krankenhaus an und nächsten Monat das Geburtshaus.

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8. August 2014 um 19:50

Vielen Dank
Für die Tipps...ich werde mich nächste Woche mal im Krankenhaus umschauen...vielleicht fällt dann ja schon meine Entscheidung?! Ich habe schon Angst vor den Schmerzen, weiss aber, dass es bei meiner Hebamme auch Schmerzmittel geben würde und sie meinte, dass durch die stetige, intensive Begleitung kaum eine Mutter Schmerzmittel verlangen würde. Aber du hast schon Recht, dass ein Notfallnetz gleich vor Ort wäre... Ich muss nochmal in mich gehen...

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10. August 2014 um 19:34

Oh man...
..das klingt sehr furchteinflößend! Dann scheint ja das einzig Positive an einer Entbindung im Krankenhaus,dass Schmerzmittel, sprich PDA,schnell in Reichweite zu haben?! Habe auch schon oft von der Massenabfertigung gehört, da zu wenig Hebammen vor Ort waren.
Kann man seine Hebamme nicht einfach mit ins Krankenhaus nehmen, ist sowas nicht möglich?

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12. August 2014 um 13:06

Hausgeburtserfahrung
Hi Milka,

ich habe meine Große hier zuhause entbunden und möchte nun auch Nr. 2 hier bekommen, da es ein tolles Erlebnis war.

Es stimmt, hätte man mir unter den Wehen eine PDA angeboten, hätte ich sie genommen, ABER nötig war es dann tatsächlich nicht. So blöd es klingt, aber man überlebt es halt auch einfach gut ohne. Der Körper ist ja dafür ausgelegt und eine PDA hat eben auch Begleiterscheinungen. Ich war dann froh, dass ich diese Option gar nicht gehabt habe. Versteh aber wirklich jeden, der sie machen lässt.

Unsere Hebamme war auch aus einem Geburtshaus und ich fühlte mich bei ihr auch ohne Krankenhaus absolut sicher. Aber da musst du deinem Gefühl vertrauen. Das ist das Wichtigste. Wenn du dich unwohl fühlst (egal, ob im KH oder im GH), geht mit der Geburt oft nicht viel. Ist ja klar, die Natur hat halt auch einen Notausschalter für Gefahrensituationen.

Ich habe mich sehr bewusst gegen das KH entschieden und das waren die Vorteile:
- 1zu1 Betreuung unter der ganzen Geburt
- es waren nur Personen da, die ich da haben wollte/denen ich vertraue
- RUHE und Zeit
- Niemand drängt mir etwas auf/Selbstbestimmung
- Kein ungemütlicher Klinikraum nach der Geburt, sondern ins eigene Bett kuscheln
(und für mich bei Hausgeburt: Nicht ins Auto müssen )

Letztlich musst du selber wissen, wie unsicher du dich abseits der Ärzte fühlst. Ich würds immer wieder machen

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12. August 2014 um 19:10

Es wird immer schwerer. ..
...mich zu entscheiden. Morgen schauen wir uns den Kreißsaal im möglichen Krankenhaus, indem ich gebären würde, an.Ich bin gespannt, was für Eindrücke ich von den Gegebenheiten und vom Personal mitnehme?!
Da ich ja bereits eine Hebamme aus dem möglichen Endbindungsort, dem Geburtshaus, habe...kann und will ich mir auch keine Beleghebamme nehmen.Dachte, man könnte jede mitnehmen? !
Nächsten Monat wird dann das Geburtshaus besichtigt. Wobei ich sagen muss, dass ich einen sehr guten und vertrauenswürdigen Eindruck von meiner Hebamme habe und mir eine Geburt bei ihr sehr gut vostellen kann.

Ein entspannter Ort zum gebären, sowie der Strand oder das eigene Heim, klingt sehr verlockend. Ich habe nur aufgrund meiner Krankheit und der Kortisoneinnahme Angst, dass der Weg zum KH zu weit wäre. .. Vom Geburtshaus wären es nur fünf Minuten zur nächsten Klinik...

Da ich ja aufgrund meiner Krankheit ( morbus krohn) schon viele und starke Schmerzen durchmachen musste, könnte es ja auch sein, dass die Schmerzen auch ohne PDA auszuhalten sind?! Aber ich frage mich auch, was ist, wenn nicht?! Sind die Schmerzen unter einer PDA denn ganz weg?

Meine Mutter rät mir übrigens, im KH zu gebären, falls doch was mit mir oder dem Kind ist.... Mein Mann lässt mich entscheiden. ..und ich bin nur verunsichert. ...

Tut mir leid fürs Gejammere.... und danke für eure lieben Ratschläge und Erfahrungen! !

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12. August 2014 um 20:00

Häh?
Sorry, aber das ist nur deine Meinung. Ich habe außerklinisch entbunden und DEFINITIV kein bisschen ökig (meine Tochter ist gegen alles geimpft, ich esse gern mal bei McDoof und glaube weder an Homöopathie o.ä.). Das sind ganz schon

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12. August 2014 um 20:11
In Antwort auf sisel_12107120

Häh?
Sorry, aber das ist nur deine Meinung. Ich habe außerklinisch entbunden und DEFINITIV kein bisschen ökig (meine Tochter ist gegen alles geimpft, ich esse gern mal bei McDoof und glaube weder an Homöopathie o.ä.). Das sind ganz schon

...
...ups PC-Absturz

Das sind schon ganz schön üble Vorurteile. Es gibt tausend Gründe auch beim ersten Kind außerklinisch zu entbinden und du weiß nicht, welche Komplikationen bei diesen dramatischen Geschichten Zuhause oder im Geburtshaus vielleicht gar nicht zustande gekommen wären. Dort wird wesentlich weniger in die natürlichen Abläufe eingegriffen und die Entspannung ermöglicht vieles.

Wie häufig ich von Bekannten gehört habe: "Hätte ich zuhause entbunden, wäre ich gestorben!", aber jetzt mal ernsthaft. Auch als es noch keine Krankenhäuser, Hygiene, CTGs o.ä. gegeben hat und Frauen noch in Lehmhäusern gebaren, ist nicht jede 3. Frau gestorben. Außerklinische Geburten sind NICHT UNSICHERER bei einer gesunden Schwangerschaft. Das weiß man, weil seit 10 Jahren jede außerklinische Geburt statistisch erfasst wird!

http://www.quag.de/quag/publikationen.htm

Ganz unabhänhig davon, dass jeder selbst entscheiden muss und seine eigene Meinung haben darf, sollte man keine Fehlinfos verbreiten, wenn man keine Ahnung hat!

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12. August 2014 um 20:18
In Antwort auf karel_12542866

Es wird immer schwerer. ..
...mich zu entscheiden. Morgen schauen wir uns den Kreißsaal im möglichen Krankenhaus, indem ich gebären würde, an.Ich bin gespannt, was für Eindrücke ich von den Gegebenheiten und vom Personal mitnehme?!
Da ich ja bereits eine Hebamme aus dem möglichen Endbindungsort, dem Geburtshaus, habe...kann und will ich mir auch keine Beleghebamme nehmen.Dachte, man könnte jede mitnehmen? !
Nächsten Monat wird dann das Geburtshaus besichtigt. Wobei ich sagen muss, dass ich einen sehr guten und vertrauenswürdigen Eindruck von meiner Hebamme habe und mir eine Geburt bei ihr sehr gut vostellen kann.

Ein entspannter Ort zum gebären, sowie der Strand oder das eigene Heim, klingt sehr verlockend. Ich habe nur aufgrund meiner Krankheit und der Kortisoneinnahme Angst, dass der Weg zum KH zu weit wäre. .. Vom Geburtshaus wären es nur fünf Minuten zur nächsten Klinik...

Da ich ja aufgrund meiner Krankheit ( morbus krohn) schon viele und starke Schmerzen durchmachen musste, könnte es ja auch sein, dass die Schmerzen auch ohne PDA auszuhalten sind?! Aber ich frage mich auch, was ist, wenn nicht?! Sind die Schmerzen unter einer PDA denn ganz weg?

Meine Mutter rät mir übrigens, im KH zu gebären, falls doch was mit mir oder dem Kind ist.... Mein Mann lässt mich entscheiden. ..und ich bin nur verunsichert. ...

Tut mir leid fürs Gejammere.... und danke für eure lieben Ratschläge und Erfahrungen! !

Jaja, die Älteren
Von älteren Frauen (meine Mutter hat mich auch daheim entbunden, was soll ich sagen. In meiner Familie bekommt man viele Kinder und vertraut dem Körper ) habe ich mir übelste Anfeindungen wegen meiner Hausgeburtsplänen anhören müssen. Diese Generation vertraut halt oft dem Gott in weiß. Die wirklichen "Fachmänner" sind aber, auch im Krankenhaus die Hebammen. Und im Krankenhaus können Dinge schief laufen, die woanders nciht vorkommen: Krankenhauskeime, nervige Zimmernachbarin usw.

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13. August 2014 um 19:03

Ich werfe nochmal
ein paar Argumente für das eine oer andere in den Raum und wünsche Dir viel Glück bei Deiner Entscheidungsfindung! Entscheide letztendlich nach Deinem Bauchgefühl.

Geburtshaus:
+ Dir wird mehr Zeit gegeben, ohne dass eingegriffen wird
+ statistisch gesehen weniger Geburtsverletzungen und geringeres Kaiserschnitt-Risiko
+ vertrautes Personal und 1:1 - Betreuung
- evtl. eine Verlegung nötig, wenn während oder nach der Geburt Komplikationen auftreten
- falls in dem Moment gewünscht, stehen weniger Mittel zur Schmerzlinderung bereit
- keine Entbindung möglich bei Unvorhergesehem wie z.B. Beckenendlage oder wenn sich das Kind sehr früh auf den Weg macht (blöd wenn man sich mental auf GH vorbereitet hat)
- vermutlich fällt eine Rufbereitschaftspauschale an

Klinik:
+ medizinische Versorgung vor Ort möglich und keine Verlegung nötig, falls doch ärztliche Hilfe benötigt wird
+ freie Wahl ambulante Geburt oder noch ein paar Tage stationärer Aufenthalt, etwa wenn stark geschwächt von der Geburt
- Gefahr von Krankenhauskeimen
- evtl. schlechte Personaldecke wenn Du entbindest und keine vertraute Geburtshelferin
- Gefahr von unnötiger Intervention

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13. August 2014 um 21:47

Danke!
Für die guten Tipps und Erfahrungen.
Komme gerade von der Kreißsaalbesichtigung aus dem KH....ich glaube, ich habe mich entschieden. Wenn ich einen akuten Schub meiner Krankheit hab,ist es besser,wenn ich in ärztlicher Nähe bin und was auch fürs KH sprach/ sprichtie Untersuchungen, die nach der Geburt mit dem Baby gemacht werden ( am 2/3 Tag nach der Entbindung) können gleich vor Ort gemacht werden, ohne lästiges Losfahren zu einem Kinderarzt! Ich glaube für mich persönlich ist das KH das Beste..

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19. August 2014 um 12:42

Geburtshaus vs Krankenhaus
Genau, im Krankenhaus kann es sein, dass dich durch den Schichtwechsel unterschiedliche Hebammen während der Geburt begleiten. Ansonsten sind im Krankenhaus natürlich immer Ärzte da, falls etwas passieren sollte. Manchen Frauen ist diese Sicherheit sehr wichtig. Im Geburtshaus ist die Geburt selbstbestimmter, eine Hebamme, die du kennst begleitet dich vor, während und nach der Geburt und du kannst schon wenige Stunden nach der Entbindung wieder nach Hause gehen, wenn soweit alles gut ist.

Liebe Grüße
Annie

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23. August 2014 um 8:54

@linalang
Erstmal einen guten Kinderarzt finden, der hierher kommt.Unser nächster sitzt im KH und das ne halbe Stunde entfernt von hier. ..

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24. August 2014 um 9:31

Lolly...
..wann sollte es denn eigentlich soweit sein? *daumendrück*

Hier im Norden kommt auch kein Arzt nach Hause...

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25. August 2014 um 18:58

Geburtshaus vs. Krankenhaus
Ich bin jetzt mit meinem 4 Kind Schwanger. Meine ersten 3 habe ich alle im Krankenhaus bekommen und auch das vierte wird im Krankenhaus zur Welt kommen. Alle meine Schwangerschaften waren komplett Komplikations frei, das heißt allerdings noch lange nicht, das die Geburt es auch wird. Bei meiner Mittleren, wäre es wohl auch ohne Probleme im Geburtshaus gegangen. Aber meine beiden Söhne, wären im schlimmsten fall bei der Geburt gestorben. Mein Ältester wurde, per Notkaiserschnitt geholt. Nach ca.36 Stunden Wehen. Der Muttermund öffnete sich nicht weiter und dann gingen seine Herzschläge von 180 auf 80 runter. Ich hatte die Wahl, entweder Notkaiserschnitt, oder die sehr hohe Gefahr, das er bei der Geburt stirbt. Also wer Stimmt dem Kaiserschnitt nicht zu. Und ich wollte niemals nen Kaiserschnitt. 4 Stunden Nach dem Kaiserschnitt, war mein großer bereits so Gelb, das er direkt unters UV Licht musste.

Bei meinem Jüngsten gings dann noch so grade eben ohne. Naja, während der Austreibungs Phase, waren plötzlich seine Herztöne Komplett weg. Ich hab nur gemerkt, das alle nervös wurden, auf meine Frage was los sei, bekam ich nur die antwort es ist alles ok ich soll mich nur auf die Geburt Konzentrieren. Dann kam die Ärztig mit aufs Bett und hat bei der Nächsten Wehe mitgeholfen (also am Bauch den kleinen nach unten mit raus geschoben). Der Kopf musste halt raus. Als der Kopf da war wurde festgestellt, das die Nabelschnur so eng um den Hals gewickelt war, das sie den kleinen regelrecht strangulierte. Die Hebamme, hat dann schon direkt die Nabelschnur etwas lockern können und sie mit einem Finger dazwischen vom Hals weg gehalten, damit der kleine Luft bekommt. Auch ein paar Tage nach der Geburt war der kleine noch leicht blau um den Mund.

Ich gehe nur ins Krankenhaus mit einer Säuglingsstation, weil man nie weiss, was alles Passiert. Ich hatte bei jeder Geburt einen Schichtwechsel. Obwohl die zweite nur 4 Stunden und die dritte nur 3 Stunden dauerte. Das war aber für mich nicht schlimm. Ich habe meinen Mann und meine Mutter dabei, da brauch keine Hebamme versuchen IHREN Kopf durch zu setzten. Wenn ich nicht liegen will will ich nicht liegen.

Grade bei meiner ersten Schwangerschaft hatte ich auch sehr lange überlegt ins Geburtshaus zu gehen, im end efekt bin ich froh das ich es nicht getan habe. Wie gesagt, wenn die Geburt ohne Komplikationen verläuft, und man das vorher wüsste, würde ich auch ins Geburtshaus gehen. Aber nach allem was ich inzwischen durch habe ist es für mich Persönlich keine alternative mehr.

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