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Geburtshaus im Allgemeinen - und Rosenheim im Speziellen

11. April 2007 um 15:05

Hallo Ihr Lieben,

gibt es hier jemanden der im Geburtshaus Rosenheim entbunden hat oder entbinden will? Ich war mir von Anfang an sehr sicher, dass ich ins GH möchte und als ich zum Inofabend dort war hat sich dieser Wunsch noch verfestigt. Ich habe auch schon das Aufnahmegespräch mit der Hebamme geführt, die mich nach der Geburt betreuen wird.

Mein Mann steht voll hinter mir und nach anfänglicher Skepsis auch unsere Familien. Aber mit je mehr Leuten ich darüber spreche, desto mehr raten mir aber davon ab. Nicht weil das GH in Rosenheim einen schlechten Ruf hätte (ganz im Gegenteil !!!), sondern weil GH halt grundsätzlich etwas anderes als eine Klinik ist. Ich höre immer wieder:

"Es ist doch Dein erstes Kind"
"Du hast doch überhaupt keine Erfahrung mit Stillen und Babypflege"
"Der medizinische Standard in der Klinik ist doch viel höher, dort ist es doch viel sicherer"
"Eine ambulante Geburt ist doch voll der Stress"

Die Klinik in Rosenheim hat einen sehr guten Ruf und wurde erst vor Kurzem als zweitbeste deutsche Klinik im Bereich Frühgeborenenversorgung ausgzeichnet. Klar ist dort die Versorgung viel besser, aber für eine normale Geburt wie sie bei mir zu erwarten ist, brauche ich die ganze Technik doch gar nicht. Mir ist eine natürliche Geburt wichtig, ich möchte nicht in diese Krankenhausroutine geraten und ich denke nicht, dass ich im GH ein unnötiges Risiko eingehe. Wenn im Vorfeld irgendwelche Probleme auftauchen, darf ich sowieso nicht ins GH und wenn es Komplikationen gibt - die Klinik ist 500 m entfernt.

Kann mir jemand aus seiner Erfahrung berichten?

Liebe Grüße
Julimami76
SSW27

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11. April 2007 um 15:46

Ich gehe noch einen Schritt weiter
und bleibe Zuhause! Was um alles in der Welt sollte gegen ein Geburtshaus sprechen, wenn alles ok ist? Lass dich bloss nicht in den ach so perfekten Überwachungswahn ziehen!!! Ich habe im Krankenhaus und Zuhause entbunden und behaupte, in diesem Fall mitreden zu können. Im Krankenhaus bekommen meistens nicht die Frauen das Kind sondern die Ärzte und Hebammen! Im GH und Zuhause geht man ganz und gar auf dich und deine Bedürfnisse und nach der Geburt auf die des Kindes ein. Kein Klinikstress, keine Ärzte, die dich von vorn bis hinten verkabeln, keiner, der sofort nach dem Schlupf am Kind rumfummelt, sondern die Hauptakteure erst mal in Ruhe läßt. Und meistens auch niemand, der sofort nach der Schere greift, um den armen Wurm sofort abzunabeln. Das ist nämlich der größte Quatsch, den Ärzte sich einfallen lassen haben und nur bei einem Kaiserschnitt nötig. Ansonsten kann der kleine Zwerg dank Nabelschnurversorgung ganz langsam und vorsichtig seine neue Welt erkunden, ohne sofort "Selbstversorger" zu sein. Ein gnadenloser Vorteil im Gegensatz zu den "planmäßigen" Entbindungen: pressen, ziehen, Kind abrubbeln, absaugen, sofort abnabeln, checken, usw. Ich würde inzwischen jeden erschlagen, der mir direkt nach der Geburt meinen Zwerg anfummelt oder an die Nabelschnur geht. Diese Art von friedlicher Entbindung muß man allerdings wohl erst mal selbst erlebt haben, denn beim 1. Kind habe ich mir auch noch vorschreiben lassen, was ich tun und lassen soll....
Es gibt z.B. von Leboyer (Geburt ohne Gewalt) und Odent (Die sanfte Geburt)ganz tolle Bücher, die einem eine andere Art von Geburt aufzeigen (natürlich nicht in der Klinik!). Ich kann nur sagen - genial! Mein Zwerg wird (so alles ok ist) gemütlich Zuhause im Planschbecken geboren werden. Ich habe das Glück, eine Hebamme gefunden zu haben, die so eine Haus-/Wassergeburt begleitet und mich machen läßt.
Und das Argument, sich anschließend noch einige Tage in der Klinik zu erholen gilt für mich auch nicht. Kinderkriegen ist doch kein Urlaub im "Hotel Krankenhaus" mit anschließender Kur und Fullservice! Womöglich noch den Zwerg nachts abgeben, damit Mama durchschlafen kann und irgendeine Schwester füttert den Wurm mit Kunstfutter!!!!! Grrrrrrrrrrrr.....
Aber auch solche Leute gibt es - leider. Dafür habe ich allerdings kein Verständnis! Sollte Frau Zuhause oder nach einer GH-Entbindung wirklich Unterstützung brauchen, kann man diese bei der Krankenkasse beantragen. Bevor ich mich jetzt weiter in Rage schreibe, sage ich nur noch, dass du mit deiner Einstellung auf dem richtigen Weg bist und dir von niemandem reinreden lassen solltest. Du bist schließlich nicht krank, also was willst du im Krankenhaus?

Kugelige Grüße,
Stademama

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12. April 2007 um 8:38
In Antwort auf lizzie_11968442

Ich gehe noch einen Schritt weiter
und bleibe Zuhause! Was um alles in der Welt sollte gegen ein Geburtshaus sprechen, wenn alles ok ist? Lass dich bloss nicht in den ach so perfekten Überwachungswahn ziehen!!! Ich habe im Krankenhaus und Zuhause entbunden und behaupte, in diesem Fall mitreden zu können. Im Krankenhaus bekommen meistens nicht die Frauen das Kind sondern die Ärzte und Hebammen! Im GH und Zuhause geht man ganz und gar auf dich und deine Bedürfnisse und nach der Geburt auf die des Kindes ein. Kein Klinikstress, keine Ärzte, die dich von vorn bis hinten verkabeln, keiner, der sofort nach dem Schlupf am Kind rumfummelt, sondern die Hauptakteure erst mal in Ruhe läßt. Und meistens auch niemand, der sofort nach der Schere greift, um den armen Wurm sofort abzunabeln. Das ist nämlich der größte Quatsch, den Ärzte sich einfallen lassen haben und nur bei einem Kaiserschnitt nötig. Ansonsten kann der kleine Zwerg dank Nabelschnurversorgung ganz langsam und vorsichtig seine neue Welt erkunden, ohne sofort "Selbstversorger" zu sein. Ein gnadenloser Vorteil im Gegensatz zu den "planmäßigen" Entbindungen: pressen, ziehen, Kind abrubbeln, absaugen, sofort abnabeln, checken, usw. Ich würde inzwischen jeden erschlagen, der mir direkt nach der Geburt meinen Zwerg anfummelt oder an die Nabelschnur geht. Diese Art von friedlicher Entbindung muß man allerdings wohl erst mal selbst erlebt haben, denn beim 1. Kind habe ich mir auch noch vorschreiben lassen, was ich tun und lassen soll....
Es gibt z.B. von Leboyer (Geburt ohne Gewalt) und Odent (Die sanfte Geburt)ganz tolle Bücher, die einem eine andere Art von Geburt aufzeigen (natürlich nicht in der Klinik!). Ich kann nur sagen - genial! Mein Zwerg wird (so alles ok ist) gemütlich Zuhause im Planschbecken geboren werden. Ich habe das Glück, eine Hebamme gefunden zu haben, die so eine Haus-/Wassergeburt begleitet und mich machen läßt.
Und das Argument, sich anschließend noch einige Tage in der Klinik zu erholen gilt für mich auch nicht. Kinderkriegen ist doch kein Urlaub im "Hotel Krankenhaus" mit anschließender Kur und Fullservice! Womöglich noch den Zwerg nachts abgeben, damit Mama durchschlafen kann und irgendeine Schwester füttert den Wurm mit Kunstfutter!!!!! Grrrrrrrrrrrr.....
Aber auch solche Leute gibt es - leider. Dafür habe ich allerdings kein Verständnis! Sollte Frau Zuhause oder nach einer GH-Entbindung wirklich Unterstützung brauchen, kann man diese bei der Krankenkasse beantragen. Bevor ich mich jetzt weiter in Rage schreibe, sage ich nur noch, dass du mit deiner Einstellung auf dem richtigen Weg bist und dir von niemandem reinreden lassen solltest. Du bist schließlich nicht krank, also was willst du im Krankenhaus?

Kugelige Grüße,
Stademama

Liebe Stademama,
vielen Dank für Deine aufbauende Nachricht. Deine Einstellung finde ich absolut bewundernswert und Du sprichst mir in einigen Punkten absolut aus dem Herzen.

Auf jeden Fall fühle ich mich dadurch bestätigt, dass ich nicht total daneben liege und ich werde in Zukunft auf meine innere Stimme hören.

Liebe Grüße
Julimami76

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12. April 2007 um 8:54
In Antwort auf muna_12919818

Liebe Stademama,
vielen Dank für Deine aufbauende Nachricht. Deine Einstellung finde ich absolut bewundernswert und Du sprichst mir in einigen Punkten absolut aus dem Herzen.

Auf jeden Fall fühle ich mich dadurch bestätigt, dass ich nicht total daneben liege und ich werde in Zukunft auf meine innere Stimme hören.

Liebe Grüße
Julimami76

Guten Morgen
also, bei mir ist es auch meine erste Geburt und ich werde auch in einem GH entbinden, da ich auf Krankenhäuser "allergisch" reagiere. Wer kann einen besser unterstützen als Hebammen? Ganz ehrlich, eine Geburt sollte eine ganz natürliche Sache sein und wenn dann noch Ärzte um einen herum rennen, Geräte ständig piepen und man nicht weiß, ob nach dem Schichtwechsel noch die selbe Hebamme zur Verfügung steht, wie soll man da entspannt in die Geburt gehen.
Eine gute Bekannte hat letztes Jahr ihr erstes Baby im GH zur Welt gebracht und es war für sie eine ganz großartige Erfahrung. Alles ist total komplikationslos verlaufen und hat nur 5 stdn. gedauert. Und wenn mal was sein sollte, dann stehen die GHs ja in Kontakt mit nahgelegenen Kliniken, man ist ja nicht völlig auf sich gestellt.
Und was das stillen und so angeht, da können einem die Hebammen mit sicherheit auch helfen.
Für mich stellen GHs eine super Möglichkeit dar, die man auf jeden Fall nutzen sollte.

Lg, MS.Snuffles

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