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Geburtsbericht (vorsicht lang und nichts für schwache Nerven)

5. September 2012 um 10:02

Die kleine ist gewickelt und satt und meine beiden großen sind in der Schule und Kindergarten.
So jetzt habe ich mal Zeit den Geburtsbericht meiner kleinen Maya Melina zu schreiben!

Ich habe am 13.01.2012 positiv getestet und der ET wäre am 14.09.2012 gewesen.
Seit der 25sten SSW hatte ich leichte Wehen, und eine SsDiabetis. War also nicht so ganz einfach.

Am 03.09.2012 platzte die Fruchtblase gegen 15 Uhr. Ich rief meine Eltern an und bestellte sie in meine Wohnung. Ich habe meine beiden Großen Matt und Manou bescheid gesagt, das ihre kleine Schwester unterwegs ist
Ich ging schnell unter die Dusche und Matt öffnete meinen Eltern die Türe. Ich zog mich an und meine Mutter machte sich mit mir auf den Weg ins Krankenhaus.
ich sag euch jedes Schlagloch hab ich gespürt.
Im KKH angekommen: MuMu 5 cm Ich hüpfte gradezu in den Kreissaal. Bei dem Tempo konnte es nicht mehr lange dauern. Schon früh merkte ich das etwas nicht stimmt, das der Druck des Köpfchens irgendwie in die falsche Richtung ging.
Um 20 Uhr war mein MuMu bei 7 cm und in den nächsten 3 Stunden erweiterte es sich um EINEN weiteren. Ich konnte nicht mehr, ehrlich.
Ich bin hart im Nehmen und mein Ehrgeiz dieses Kind spontan zu entbinden bestärkte mich immer wieder auch die nächste Wehe zu überstehen. Irgendwann hatte ich aber keine Kraft mehr die Wehen zu veratmen und die Schmerzen überollten mich.
Diagnose: Sternengucker mit regelwidriger Schädellage....er drückte mit seiner Stirn auf den MuMu
Unter der Geburt hat die Kleine sich in die falsche Richtung gedreht und im Becken verkeilt. X Mal wurde reingefühlt gefaßt, beurteilt....ich sag euch diese Hilflosigkeit war das Schlimmste. Es wurde Blut von ihrem Kopf genommen und eine PDA gelegt um mir und ihm Ruhe zu geben. Wir hofften das sie sich nochmal löste und wieder dreht.....aussichtslos

Da ich auch kaum noch Fruchtwasser hatte schmerzte jede Wehe noch mehr... Man glaubt gar nicht was das dämpft. Um 23 Uhr eröffnete man mir das es kaum noch Alternativen gab.....es würde eine Zangen- oder Glockengeburt sein. Selbst wenn wir sie in den Geburtskanal bekämen müsste er sich nochmal drehen, das Risiko das wir beide draufgehen würden war zu groß.
Ich willigte unter Tränen ein. Der ganze harte Kampf war umsonst......ich weinte und wurde alleine gelassen. Dann mußte ich die ganzen Blätter noch unterschreiben
(wie blöd, war ich doch eh nicht mehr Herr meiner geistigen Sinne)...
dann ging alles sehr schnell, die Tür ging auf ich wurde fertig gemacht. Im OP bat ich um eine neue PDA, bzw. Spinale...denn die PDA hatte mich kaum betäubt. Man vergaß mir dann Wehenhemmer zu geben und so musste ich weiter jede Presswehe aushalten, auch als ich mich krumm machen musste wegen der Spinale. Ich emfand es auf dem OP Tisch sehr beengend und war völlig stoned. Der Arzt konnte nicht glauben das die PDA nicht saß und war erst zu überzeugen als ich ihm meine Füße ins Gesicht streckte. Es war fürchterlich.....das einzige was mich erleichtern ließ, war...als die Schmerzen durch die Spinale nachließen.

Endlich...kurze Zeit später war der Druck im Bauch weg.

Meine kleine M.aya M.ilena hat am 04.09.2012 um 0:23 das Licht der Welt erblickt.
Sie ist 48cm groß und wiegt 2890g. Sie hat blaue neugierige Augen und rabenschwarze Haare.

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5. September 2012 um 10:39

...
War ne notop. Saugglocke hatte zu hohes Risiko.

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