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Geburtsbericht von unserem Tristan Daniel... lang!!!

22. Mai 2010 um 19:54

ich würde ja nun gerne anfangen mit, "es war endlich der Tag" aber nein... der Tag war schon lange hinter uns und waren Sonntags bei ET+7 schon im Krankenhaus um die einleitung zu besprechen... den ganzen Montag über tat sich wie so viele Tage zuvor natürlich nichts...also weiter mit wehenfördernden Maßnahmen, Zimt, Baden und was sonst so dazugehört und an diesem Abend habe ich mir auch ein kleines Gläschen Sekt gegönnt... Trotz allem, tat sich weiterhin nichts und wir gingen ins bett...
ich schlief gerade ein, als ich plötzlich merkte, wie schwallartig meine hose immer nasser wurde es war 0.30 Uhr... ich stürmte ins bad... kam zurück zu meinem mann und meinte nur, "keine panik... ich geh nun duschen und mach mich fertig und dann fahren wir ins krankenhaus...die blase ist gesprungen"
Um ca 1.00 Uhr kamen wir im Krankenhaus an und wurden erstmal stundenlang untersucht.. FB geplatzt und keine wehen in sicht... um 3 uhr kamen wir endlich auf unser zimmer und die ersten wehen waren zu spüren, was eine schlaflose nacht zur folge hatte... um 5.30 Uhr wurden wir schon wieder zum ctg und zur untersuchung geholt... wehen waren da, aber leider ohne wirkung, also haben die ärzte sich für eine einleitung entschieden damit begann der schlimme Teil...
um 7.00 Uhr die ersten Tabletten und prombt wurden aus meinen eh schon schmerzhaften wehen, fast durchgehend 5 min wehen, die ni bewirkten... die nächsten 12 stunden verbrachte ich mit Atmen, ctg schreiben, laufen und der hoffnung das es vorwärts geht, aber die schlimmsten befürchtungen wurden wahr, bei jeder untersuchung war der Muttermund niht weiter offen als bereits am morgen...
Due Wehen wurden immer unerträglucher und erst abends um 19 Uhr die erste erleichternde Nachricht Muttermund 5cm offen... meine Nerven und Kraft wurden immer mehr geraubt...von der müdigkeit ganz zu schweigen, mittlerweile war mnein Tag bereits 36 stunden lang...
um 21 Uhr ging ich in die badewanne, was mir einige minuten schmerzfreiere wehen einbrachte, was jedoch ncht lnge hielt und in windeseile wurde ich von der heftigkeit wieder eingeholt...
um 23uhr der nächste schock... 7 cm offen... ich verzweifelte immer mehr, brach immer häufiger zusammen und flehte die hebamme um eine PDA an... der anästisist kam und fragt mich nicht, was er mir alles erzählte... ich merkte nur noch,m wie mein mann versuchte mich in die richtungen zu bewegen wo mich die ärzte haben wollten und ich immer lauter mitteilte, wann wehen kamen... die DA war gesetzt und was soll ich sagen, die erleichterung, die hoffnung einige minuten schlafen zu können schwanden... 4 spritzen und die wehen waren immer noch so erbarmungslos...
mittlerweile war es 1 Uhr, muttermund bei 8cm, ich bewegungsunfähig sämtlichen kräften beraubt... die wehen hatten glaube ich keine pausen mehr... aber ab diesem zeitüunkt fing es an besser zu laufen... der muttermund öffnete sich immer schneller um 2 uhr setzten die Presswehen ein... die ärztin und hebamme versuchten mich mit engelszungen in andere lagen zu bringen, erstmal ohne erfolg... egal was wir versuchten, ich konnte mich einfach nicht mehr bewegen und meine welt bestand darin zu flehen, dass jemand das kind aus mir holt und es aus mir zu quetschen, komme was wolle...

am 19.05.2010 um 3.15 Uhr haben wir es dann endlich geschafft und unser sohn war mit 55cm, 3710 gramm und 36cm kopfumfang endlich auf der Welt und war endlich in meinen Armen...

Egal wie schlimm dieses Erlebnis für mich auch war, wie Schmerzhaft und auch wie sehr einen das danach aus der bahn wirft... um nichts auf der Welt möchte ich meinen Sohn auch nur noch eine Sekunde missen... schon in so kurzer Zeit hat er mir alles Glück der Welt geschenkt und ich würde weit schlimmeres für ihn durchstehen... auch mein mann und ich wurden noch weiter zusammen geschweißt...

ich wünsche allen schwangeren eine schöne und kurze Geburt und dass ihr bald eure Lieblinge im Arm haltet... es ist einfach unglaublich...

LG
Nellchen mit Tristan im Arm 3 Tage alt

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