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Geburtsbericht mira - der schönste tag in meinem leben

21. Dezember 2013 um 7:46 Letzte Antwort: 23. Dezember 2013 um 21:17



Wie versprochen schreib ich nun endlich den Geburtsbericht unserer kleinen Maus!
Am Freitag, den 13.12.13 (bei 35 6)
bin ich morgens aufgewacht, musste auf Toilette (wie so oft) und tappte im Halbschlaf aufs Klo. Plötzlich platschte Wasser auf den Boden und ich bin total erschrocken und dachte jetzt sei ich auch noch inkontinent. Es dauerte eine Weile, bis ich merkte, dass es richtig lief und erst da registrierte ich was los war. Mein Mann fragte aus dem Schlafzimmer ob alles ok sei und ich sagte nur "Nein, mir ist die Blase gesprungen" Er war sofort hellwach und fragte was wir jetzt machen. Dank gofem und uuuunzähliger gelesener Geburtsberichte wusste ich, dass keine Hektik sein musste. Ich sagte "Tja unsere Maus kommt ganz sicher in den nächsten 3 Tagen, ich geh erstmal Duschen, dann Ruf ich die Hebi an".
Unter der Dusche registriere ich erst richtig was das grad bedeutet! Unser Mäuschen wird noch vor Weihnachten kommen und das, wo wir erst Mitte Januar mit ihr gerechnet haben. Meine Gefühlslage schwankte zwischen Schock und wahnsinniger Vorfreude endlich mein erstes Kind in den Armen halten zu können.
Mein Mann fuhr noch zur Arbeit um dort Bescheid zu geben und ich rief die Hebi an.
Sie sagte ich solle um 8 und KH kommen, falls nicht schon vorher Wehen einsetzen. Ich war eigtl echt entspannt und hab noch den Rest meiner Kliniktasche gepackt und danach noch Wäsche abgehangen.
Um kurz vor 8 ging es dann endlich los, auf dem Klinikparkplatz merkte ich, dass die Vorlage lächerlich für den Schwall Fruchtwasser war, der gerade kam und so watschelte ich gen Eingang.
Unsere Hebi begrüßte uns um 8 Uhr im Kreißsaal und machte zunächst einen Test ob es sich auch wirklich um Fruchtwasser handle bei der Flüssigkeit. Für nen Augenblick trieb es mir die Schamesröte ins Gesicht, wenn ich mir vorstellte ich hätte sämtlichen What's app Gruppen nen Fehlalarm geschickt und war doch nur inkontinent
Aber der Test bestätigte sich. Das CTG zeigte bereits ganz leichte Wehen an, aber ich merkte davon noch nichts.
Die Hebamme meinte ich solle mein Zimmer beziehen und wenn mein Körper nicht innerhalb von 24 Std selbst Wehen produziert, dann müsse ich eingeleitet werden. Sie käme mittags um 3 nochmal um nach mir zu sehen.
Kaum bezogen wir das Zimmer bekam ich Schmerzen! Und zwar ziemlich. Mein Mann machte den Vorschlag noch ein wenig rumzulaufen, kaum waren wir unten wollte ich wieder hoch, die Schmerzen waren echt heftig und ich fand sie nur im Liegen halbwegs erträglich!
Mein Mann fühlte sich da schon etwas hilflos und er tat mir leid, wusste aber auch nicht was ich ihm sagen konnte. Wie immer Zimmer angekommen schauten wir mal auf die Uhr wie der Wehenabstand war. Alle anderthalb Minute kam eine. Das war gegen 10 Uhr. Ich hatte keine Ahnung ob das oft ist oder nicht, entschied mich aber die Hebi mal per what's app zu informieren. Ich schrieb den Abstand, sie antwortete "los in den Kreißsaal, bin sofort wieder da".
Dort wieder CTG was regelmäßige, recht heftige Wehen anzeigte. Es ging nun also los. Allerdings Gebärmutterhals immernoch bei 3cm und MuMu gerade mal fingerdurchlässig. oh Mann!
Ich durfte in die Wanne um mich zu entspannen. Das tat mir auch total gut und in den Wehenpausen redeten die Hebamme, mein Mann und ich total viel über Gott und die Welt, während einer Wehe war ich wie weggetreten und registrierte gar nicht wenn jmd redete. Das war leider eine Tatsache die mein Mann bis zum Schluss nicht verstand
Nach der Wanne ging es wieder aufs Bett, die Wehen wurden immer noch heftiger, dachte nicht dass eine Steigerung noch möglich war. Unter Wehen macht man eigenartige Sachen einmal z.B. musste ich in den Pausen liegen und Kraft tanken, während der Wehe ging ich auf alle viere und machte nen Katzenbuckel.
So wehte ich noch ein paar Std vor mich hin, bis die Hebi meinte; dass ich schon zu verkrampft sei, mich vor Schmerzen nicht mehr entspannen könne, denn MuMu war immer noch bei 3 cm obwohl die Wehen so stark waren (das hab ich jetzt von der vielen Reiterei...leider nen sehr straffen Beckenboden).
Sie schlug eine PDA vor, obwohl ich eigtl keine wollte. Zu dem Zeitpunkt war mir schon alles egal und ich war froh über den Vorschlag. Sie versprach die PDA nur gaaaanz leicht einstellen zu lassen, einfach das die Schmerzen erträglich werden und ich mich entspannen kann, aber so, dass ich in jedem Fall noch rumlaufen kann usw.
Als die PDA saß waren die Schmerzen so schnell gelindert, dass ich die Anästhesisten als "meine Helden des Tages" bezeichnete Im Nachhinein tuts mir für die Hebamme leid
Plötzlich war alles so viel erträglicher und ich meinte dass ich jetzt sogar was essen könne. Die Hebamme war begeistert und wollte mir mein Essen aufs Zimmer holen gehen. Auch mein Mann war nicht mehr so hilflos weil ich wieder reden und lachen konnte und er kam zu mir und wir scherzten und die Stimmung war entspannt. Gerade als die Hebi loswollte zum Essen holen, verspürte ich den Drang auf Toilette und fragte ob ich gehen dürfe. Sie würde hellhörig und fragte wie der Drang sich bemerkbar machte. Sie dann nur "dann geht es wohl jetzt los" tatsächlich war der Mumu nun 10 cm und ich durfte bei jeder Wehe mitpressen. Gigantisch was der Körper da nochmal für Kräfte mobil macht.
Mittlerweile war noch eine Kinderärztin dazugekommen, die mir sagte wie ich pressen müsse und obwohl sie total lieb und nett war, hätte ich sie ich dem Moment verfluchen können! Ich gab doch schon alles und sie meinte es reicht noch nicht?! "Los, sie müssen länger und kräftiger pressen, sonst wird das nichts Frau F." Ich wimmerte so ein bisschen rum, dass ich das niemals schaffen werden und sie spornten mich an damit, dass man schon die Haare sehen konnte. Und plötzlich spürte ich wie ich noch mehr Kraft bekam und das Köpfchen war da. Ich fasste es sofort an und war überwältigt. Musste dann auf die nächste Wehe warten für den Rest, die kam und kam aber nicht; deshalb hat unser Mäuschen ein wenig festgesteckt und war zu Anfang ganz Blau im Gesicht. Jetzt sieht man es nur noch etwas an den Augen, wie ein Hämatom, aber geht wieder weg.
Dann hieß es noch einmal pressen und das Mäuschen war da.
Ich heulte sofort los vor Freude und Erleichterung und sofort waren alle Schmerzen vergessen. Sie legten mir das Würmchen auf die Brust und sie begann sofort zu saugen und mein Mann und ich waren die glücklichsten Menschen der Welt. Er küsste mich und sagte mir wie toll ich das alles gemeistert hätte und ich war so erleichtert, dass es eine normale Geburt war, und es war wirklich mit Abstand das tollste, emotionalste und einzigartigste was ich bisher in meinem Leben erlebt und gefühlt habe.
Ich würde das sofort nochmal erleben wollen. Eine Geburt ist das tollste was man erleben kann

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21. Dezember 2013 um 13:28


Ich liebe Geburtsberichte !

Alles, alles Gute Dir und Deiner neuen Familie

LG Nadine

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21. Dezember 2013 um 14:22


Glückwunsch und schöne kuschelzeit.. Wie schwer war die maus?

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21. Dezember 2013 um 21:27

Wow...
Wunderschön *-*

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21. Dezember 2013 um 21:28
In Antwort auf comgan_12318918


Glückwunsch und schöne kuschelzeit.. Wie schwer war die maus?

Sie wog...
2480 gramm

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23. Dezember 2013 um 21:17


Wunderschöner Bericht!
Danke dafür!

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