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Geburtsbericht meines Prinzen (lang)

8. April 2012 um 15:37

Hallo ihr Lieben,

auch ich komme jetzt in den Genuss meinen Geburtsbericht zu veröffentlichen Irgendwie ein komisches Gefühl und doch so toll!

Meine Schwangerschaft war eigentlich eine Bilderbuchschwangerschaft - keine Übelkeit - kein Zipp und kein Zapp. Anfangs war noch eine zweite Fruchhöhle zu sehen, die sich jedoch nicht weiter entwickelte und es blieb bei meinem einen Prinzen In der 21. SSW wurde eine Schwangerschaftsdiabetes festgestellt, die ich auch mit Hilfe einer Ernährungsumstellung nicht gebändigt bekommen habe und später Inuslin spritzen musste - und das nicht zu knapp.

Ansonsten verlief alles problemlos weiter, bis die Ärzte anfingen mich zu verunsichern, dass mein Sohn zu groß und zu schwer würde. Vom Frauenarzt wurde ich zur Feindiagnostik geschickt, wieder zurück zum FA und alle waren sich einig "Oh, sie bekommen aber ein großes kräftiges Kind, es wird mind. 55 cm bei der Geburt haben und die 4 kg auch übersteigen".
Das wurde alles als hoch dramatisch dargestellt und langsam aber sicher wurde ich immer unsicherer und bekam Angst vor der Geburt.
Dann kam der Tag an dem meine Ärztin mir mitteilte, dass sie einen Kaiserschnitt für angemessen hielt auf Grund der Größe und des Gewichts meines Prinzen. Dies äußerste sie schon ziemlich früh und mit dieser Empfehlung bin ich auch zur Geburtsplanung ins Krankenhaus gegangen - ich erhielt den Sectio-Termin für den 4.4.2012.

Je näher der Tag kam, desto ängstlicher wurde ich, denn ein Kaiserschnitt war so ungefähr das letzte was ich wollte!

Da ich auf Grund des Verdachts einer Gestose alle zwei Tage zur Kontrolle ins Krankenhaus musste, war ich auch am Freitag, den 30.03.2012 wie gewohnt zur Kontrolle dort. Als ich das Krankenhaus verlassen habe, verspürte ich erneut den Drang zur Toilette zu müssen, obwohl ich kurz vorher gerade erst zur Toilette gegangen war.

Zu Hause rein, rannte ich nur zur Toilette - aber da lief es schon und ich dachte mir nur "Ach verdammt, jetzt kannst du es gar nicht mehr halten". Es war nicht viel was ich verloren hatte, aber ich war mir sicher es war Urin! (ja natürlich^^ - armes dummes Mädel*lach*)

Kurz drauf wusste ich nicht mehr wie ich sitzen soll, mir tat der Steiß ein wenig weh. Mir war gar nicht aufgefallen, dass ich in regelmäßigen Abständen so rumwibbelte. Als ich jedoch von Meiner Mutter darauf hingewiesen wurde, stellten wir 7-Minuten-Abstände fest. Ich verspürte immer mehr ein Ziehen welches immer kräftiger wurde und ich auch langsam anfing zu veratmen. Ziemlich schnell wurden aus den 7-Minuten-Abständen dann 3-Minuten-Abstände und ich sagte zu meiner Mutter und meinem Freund, dass ich doch nochmal ins Krankenhaus möchte zur Kontrolle.

Gesagt getan - wir ins Krankenhaus und auf dem CTG waren deutlich die Wehen verzeichnet. Bei der Untersuchung wurde festgestellt, dass der Muttermund schon auf 5 cm war und mir wurde die Frage gestellt ob ich den KS haben möchte oder doch spontan entbinden möchte. Ich entschied mich dazu, es spontan zu versuchen.

Es ging ab in den Kreißsaal. Ans CTG angeschlossen - alles war super. Die Wehen kamen mittlerweile im 2 minuten-Abstand. Es wurd immer schmerzhafter und ich muss sagen, das veratmen fiel mir immer schwerer. Letztendlich entschied ich mich auch für die PDA. Diese konnte mir auch gerade noch gelegt werden, denn innerhalb von zwei weiteren stunden war der MuMu komplett offen.
Nachdem ich die PDA gelegt bekommen habe, wurden meine Wehen allerdings immer schwächer bis ich letztendlich keine einzige Wehe mehr hatte.
Folglich wurde ich dann an den Wehentropf angeschlossen - erfolglos. Es kamen nur zwischendurch leichte Wehen. Bei der Untersuchung wurde dann festgestellt, das mein Sohn wieder zurückgerutscht war und sich gedreht hat. Zudem wurde festgestellt beim Abtasten meines Beckens, dass er nicht dadurch passt, durch eine vorgewachsene "Wulst", durch die er sich nicht durchdrücken konnte.

Letztendlich wurde dann gegen 1:30 Uhr der Geburtsstillstand festgestellt und der kleine Mann musste doch per Kaiserschnitt geholt werden.

So erblickte mein kleiner Sohn L.ouis C.onstantin am 31.03.2012 um 02:19 Uhr das Licht der Welt.

Da ich die PDA im OP nicht so gut vertragen habe durch eine Überdosierung, wurde ich danach auf die Intensivstation verlegt für weitere 3 Stunden. Erst dann erhielt ich meinen Sohn in die Arme.

Ich für mich muss sagen, dass der KS keine schöne Erfahrung war. Weder die OP an sich, noch die Zeit danach - meinen Sohn erst so spät in den Armen zu halten und die Tatsache das man sich nur eingeschränkt bewegen kann und nicht voll einsatzfähig ist. Aber ich bin froh, dass mein Sohn wohl auf ist. das ist die Hauptsache!

Niemals hätt ich gedacht, dass man solche Gefühle entwickeln kann. Er ist wunderschön und ein absolut lieber Prinz.

So, genug Berichterstattung



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8. April 2012 um 15:43


Super geschrieben, ich freu mich, dass du deinen kleinen Prinzen jetzt bei dir im Arm hast.

Ich gestehe ich finde das auch toll, dass du es erst normal versuchen wolltest. Ich wünsche mir das für mich auch sooo sehr!

Schade, dass dann doch nicht geklappt hat....aber gut letztendlich geht es immer um das Wohl unserer Kleinen und dann nimmt man sowas auch in Kauf.

Hast du denn noch Schmerzen in der Narbe?

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8. April 2012 um 15:51

Herzlichen glueckwunsch!!!
Wie schwer war den dein Prinz nun? Hatten die FAs recht ? Oder lagen sie daneben?

Lg

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8. April 2012 um 16:00

Achja
das wichtigste vergessen...

Er war 50 cm und wog 3450 gramm,ku von 33 cm - also nix riesenbaby!!!

@emsig ja ich ha immernoch schmerzen. Aber ist schon wesentlich besser als vorher. aber sie liegt bei mir genau in der bauchfalte und ich muss besonders drauf achten das sie trocken liegt und ja-sie ist aber leicht gerötet.

@jessy ich hoffe für dich wirds eine schönere erfahrung. vllt wars auch einfach die enttäuschung mit..das es nicht funktioniert hat..

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8. April 2012 um 18:24

Bin
Richtif richtig wütend gewesen,dass so eine panik gemacht wurde.
erst die letzte ärztin im krankenhaus hatte mir gesagt das er doch gar nicht so groß ist.

Mal davon ab,bin ich eh der meinung,dass es keinen grund gibt so ne panik zu schieben auch wenn das kind größer ist..

Ich soll noch ne bewertung der feindiagnostik abgeben-also dazu werde ich eh noch meinen senf dazugeben - es sind ja alles nur schätzwerte..das weiß ich ja auch - aber n ks ist wirklich nicht das gelbe vom ei und wenn es zu vermeiden ist-sollte es vermieden werden.

der geburtsstillstand hätte so oder so stattgefunden. und ich bin froh,dass die geburt natürlich begonnen hat-mein prinz hat sich die zeit ausgesucht.

hätte ich den geplanten ks gehabt - ich hätt mich sooo aufgeregt.

Die geburt ist wirklich so was schönes...hach..

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8. April 2012 um 20:18

Danke
er kam mit 50 cm und 3450 gramm, ku 33 cm. mein riesen-baby!!

achja...egal..hauptsache er ist da. und ich bin wahnsinnig in ihn verliebt

Da liegen unsere beiden gar nicht so weit auseinander...*hihi*

Wie klappt das bei euch mit dem Stillen und so zu Hause?
Sind deine Schmerzen jetzt eigentlich komplett weg?

Drück dich

Anni + Baby Louis (9Tage )

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8. April 2012 um 20:48


Hier auch nochmal herzlichen glückwunsch zu deunem Prinzen <3 er is sooooo ein süsses kerlchen
Jetz weiss ich auch endlich mal wie du hier heisst
Lg und alles gute Nicole mit Jamie Alexander inside (et-40)

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8. April 2012 um 21:16

Jaaa
ein kleiner Mini...

Ja das ist wirklich stressig, nicht wahr?! hatte einen Tag im KH richtig viel Besuch und bin irgendwann gegangen mit ihm, denn ich hab vorher extra gesagt gehabt ich will keinen Besuch. Aber ging natürlich ein Lauffeuer rum und alle standen an einem Tag da - das war richtig heftig und der Kleine war unheimlich am weinen.

Schade, dass die Symphyseschmerzen noch schlimmer geworden sind Wann fängst du mit der Rückbildung an? Muss morgen mal meine Hebi fragen wann man damit anfängt..

Wir sind seit Mittwoch zu Hause. Die wollten mich ursprünglich Dienstag schon gehen lassen - wär aber eh Abends geworden und dann bin ich noch eine Nacht geblieben (hatte eh niemanden mit auf dem Zimmer) und dann am Mittwoch mit ihm nach Hause Es klappt alles wunderbar und er ist hier viel viel ruhiger als im Krankenhaus.

Ein richtiges Prachtexemplar, was kaum weint, schreit oder sonst was macht, er meldet sich nur zwei Mal nachts - alles gut...und er entwickelt sich prächtig - Hebi ist auch ganz begeistert!

Bei uns klappt es mit dem Stillen nur leider nicht so gut - aber wir arbeiten dran...solange pumpe ich noch ab und muss immer mit der Flasche nachfüttern - aber immerhin ist es meine Milch und ich denke wir schaffen das noch voll zu stillen

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