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Geburtsbericht meiner Minipüppi

1. Dezember 2012 um 17:49

Achtung sehr lang... aber war mir für mich einfach wichtig alles festzuhalten...

Geburtsbericht unserer Neele-Philine

Mein eigentlicher ET war ja der 17.10.2012. Lange habe ich gewartet, dass sich bei mir mal was tut hinsichtlich Senkwehen... Ja gewartet habe ich umsonst... Ich hatte keine Senkwehen, aber bereits über eine Woche vor ET war mein Mumu schon 2 cm geöffnet. Cool und das ohne, dass ich überhaupt was gespürt habe.
Die Tage gingen ins Land und jeder hat getippt, dass unsere Kleine sich früher auf den Weg macht, aber ich hatte irgendwie im Gefühl, dass es noch dauert und habe jeden Tag meinen Nestbautrieb und Putzfimmel voll ausgelebt, denn nun konnte es ja doch jederzeit soweit sein. Am Montag den 15.10. hatten Schatzi und ich noch einen lustigen Fernsehabend mit Bauer sucht Frau. Irgendwie beschlich mich dabei schon ein Gefühl... Ich kann es nicht beschreiben, aber ich bin mit einem anderen Gefühl ins Bett als sonst. Warum wurde mir klar als ich ziemlich genau um 3 Uhr nachts von Schmerzen im Unterleib geweckt wurde. Wow sollte es nun soweit sein? Sind das tatsächlich Wehen? Ich schaute auf die Uhr... Die Wehen kamen auf die Minute genau alle 7 8 Minuten, aber wirklich schmerzhaft waren sie nicht. Oh man.... Naja ich noch gewartet bis 5:30 Uhr und dann mal ab in die Badewanne und schauen was passiert. Ok nach dem Baden Wehen immer noch da und plötzlich im 5-Minuten-Takt. Was nun? Genau, erstmal noch was frühstücken , dann die letzten Sachen gepackt und sind dann gegen 8:30 Uhr ins Krankenhaus. Wehen waren da immer noch alle 5 Minuten, aber gut aushaltbar. Wohl gemerkt wusste ich zu dem Zeitpunkt auch noch nicht, wie sich richtige Geburtswehen anfühlen... woher auch!? Auf dem Weg ins Krankenhaus merkte ich schon, dass die Wehen weniger werden und vor dem Kreissaal angekommen wie peinlich Wehen weg... Einfach weg! Aber eine super freundliche Hebamme hat mich in Empfang genommen und gesagt ich solle mir keine Gedanken machen, dass passiert wohl vielen Frauen. Gut - naja immerhin bin ich nicht die Einzigste etwas blöd kam ich mir trotzdem vor. Naja am CTG waren vereinzelt ein paar Wehen. Dann wurde nochmal Ultraschall gemacht. Unsere kleine Püppi wurde auf ca. 3300 g geschätzt und Versorgung war noch super. Mir wurde dann freigestellt zu bleiben oder nochmal nach Hause zu fahren. Was für ne Frage... Weil ich ja Krankenhaus so liebe habe ich ohne zu zögern die Variante nach Hause gewählt. Und was passiert als ich zu Hause zur Türe rein komme? Wehen!!! Wow dachte ich Körper du veräppelst mich. Schatzi ist dann arbeiten gefahren und ich habe mich erst mal hingelegt, da ich ziemlich k.o. war von der Nacht. Abends war dann der letzte Abend meines Geburtsvorbereitungskurses. Dachte ich mir, gut dann nehme ich den auch noch mit und habe dann zwischen diversen Yogaübungen fleißig Wehen veratmet. Naja das ganze rumwehen zog sich dann bis Mittwoch morgen (mein ET) , da hatte ich einen Frauenarzttermin. Dort am CTG genau eine Wehe ach ja besser als nix wa!? Ich der Ärztin von den letzten Tagen berichtet, sie mich untersucht und welch Wunder ich habe mir die Wehen nicht eingebildet nein die Wehen waren echt und haben tatsächlich etwas gebracht Mumu auf 4 bis 5 cm dehnbar! Juhu! Gut nächsten Termin gemacht für Freitag. Ob wir uns da wohl nochmal sehen werden dacht ich mir. Die Ärztin jedenfalls hat nicht damit gerechnet. Den restlichen Mittwoch wurden meine Wehen dann immer weniger, bis sie dann Donnerstag morgen ganz weg waren. Na toll! Aber zum Glück kam dann meine Hebamme zur Akupunktur vorbei. Diesmal nicht nur Nadeln zur Geburtsvorbereitung (Nadeln in Beinen und kleinen Zeh), sondern auch in Händen und Schulter und noch irgendwo!? Ich habs vergessen... Außerdem hat sie mir das Rezept für einen Wehencocktail gegeben. Eigentlich soll man den erst trinken, wenn man kurz vor der Einleitung steht, da mein Befund aber schon so geburtsreif war durfte ich jetzt schon bzw. Freitag morgen. Den Rest des Tages war ich dann einfach nur unendlich k.o von den letzten Tagen und habe viel geschlafen bis zum späten Nachmittag. Dachte mir dann, dass ich mir mal rein vorsorglich die Zutaten zum Wehencocktail besorgen werde und spontan entscheide, ob ich es trinke oder nicht. Ich also auf Schatzi gewartet, der gegen 17:30 Uhr von der Arbeit kam. Und was passiert genau da? Wehen!!! Aber was für welche ganz anders als bisher. Toll dachte ich dass wird wieder eine schlaflose Nacht und ich war doch eh schon so fertig von den Tagen vorher... Wir sind dann trotzdem kurz los um noch etwas einzukaufen und die Sachen für den Wehencocktail zu besorgen. Ich konnte dafür dann aber schon gar nicht mehr aus dem Auto aussteigen, weil die Wehen direkt wieder im 10-Minuten-Takt kamen und ich diese schon dolle veratmen musste. Hätte es dann doch nicht so prickelnd gefunden im Geschäft Wehen zu veratmen, also hat Schatzi alle Besorgungen gemacht und ich bin brav im Auto sitzen geblieben. An allen Ampeln an den wir halten mussten schoss mir durch den Kopf, lass jetzt bitte keine Wehe kommen und den neben uns an der Ampel hier her gucken... Aber hat alles ganz gut geklappt. Zu Hause habe ich dann noch lecker Spaghetti Bolognese gekocht, während Schatzi nochmal schnell zu seinen Eltern gefahren ist um etwas zu erledigen. Wehen am Herd lassen sich übrigens ganz gut veratmen. Den Rest des Abends habe ich dann auf meinem tollen Gymnastikball Wehen veratmet. Irgendwann waren wir dann so müde das wir ins Bett sind. Puh aber natürlich war an schlafen nicht zu denken. Mensch und ich war doch soooo müde und die Wehen im Liegen aber einfach nur schrecklich. Also irgendwann wieder aufgestanden und eine Runde nach der anderen durch die Wohnung gedreht und ab und an mal auf die Couch gesetzt. Wehen kamen dann so zwischen 7 und 10 Minuten. Naja irgendwann hatte ich aber keine Lust mehr und wir haben uns wieder ins Bett gelegt. Irgendwann war ich dann auch so müde, dass ich immer zwischen den Wehen kurz eingenickt bin. Aber was soll ich sagen!? Erholsam ist anders... So hat sich das ganze wieder bis morgens gezogen und die Wehen kamen immer mal mit kürzeren Abständen. Ins Krankenhaus wollte ich aber noch nicht. Um 10 Uhr hatte ich einen Termin beim Frauenarzt. Dort hat mein Freund dann erst mal angerufen (an telefonieren war zu dem Zeitpunkt für mich schon nicht mehr zu denken!!) und gefragt, ob wir überhaupt nochmal vorbei kommen sollen oder doch lieber direkt Richtung Krankenhaus. Wir sollten erst nochmal zur Praxis kommen, nicht das wir nochmal umsonst fahren. Gesagt getan ich die nächste Wehe noch bei uns in der Wohnung abgewartet und dann flott durch den Flur ins Auto und da kam auch schon die nächste Wehe. Autsch und im Sitzen waren die Wehen genauso bescheiden wie im Liegen. Bei der Praxis angekommen wieder das gleiche Spiel. Wehe abgewartet und dann schnell in die Praxis... Und da war auch schon die nächste Wehe. Auf dem CTG konnte man die Wehen dann auch schon schön sehen. Endlich!!! Dann wurde ich noch untersucht und der Mumu war nun 5 cm geöffnet. Die Ärztin meinte ich müsse auf jeden Fall heute noch ins Krankenhaus, stellte mir aber frei erst nochmal nach Hause zu gehen und schlug mir vor, dass sie so gegen 14:30 Uhr nochmal bei uns zu Hause vorbei kommt um mich zu untersuchen. Sie wohnt direkt bei uns um die Ecke. Natürlich habe ich keine Minute gezögert und das Angebot angenommen. Wir also wieder nach Hause und ich bin zum Entspannen in die Badewanne. Gegen 12:30 Uhr habe ich mich dann über meinen Gymnastikball gebeugt und da weiter Wehen veratmet und die wurden so langsam aber sicher immer heftiger. Mein Freund war das ganze dann doch nicht mehr so geheuer, so dass er dann kurz vor 14 Uhr die Ärztin anrief und fragte, ob wir noch auf sie warten sollen. Sie schickte uns aber direkt ins Krankenhaus, da mich die Wehen nun in immer kürzeren Abständen überrollten. Um 14:30 Uhr waren wir dann im Krankenhaus und dort wurde ich dann ans CTG gehangen und untersucht. Und Mumu bei 7 cm. Wow da hab ich mich echt gefreut. Die Ärztin und Hebamme waren begeistert und meinten ich hätte tolle Vorarbeit geleistet. Als sie die Wehen auf dem CTG sahen fragen sie mich, ob ich was gegen die Schmerzen wollte. Nein wollte ich aber nicht, weil die Wehen für mich noch gut aushaltbar waren und ich sie gut veratmen konnte. Als ein Kreissaal frei wurde bin ich dann dahin umgezogen. Das war so gegen 15:30 Uhr. An dem Tag hatten die Hebammen alle Hände voll zu tun da. Ich dann fleißig meine Wehen im Stehen weiter veratmet. Das ging echt gut. Immer wieder wurde ich gefragt, ob ich nicht doch was gegen die Schmerzen wollte, aber ich empfand die Wehen noch immer als ok. Dann wurde ich wieder untersucht. Mumu nun bei 8 cm. Die Hebamme schlug mir vor einen Einlauf zu machen, damit sich der Mumu weiter öffnet. Yeah, auf den Vorschlag hab ich eigentlich schon die ganze Zeit gewartet, da ich nicht unbedingt vor hatte denen aufs Bett zu kacken. Gut den Einlauf bekommen und dann ab auf Toilette. Die Hebamme wollte eigentlich immer mal wieder nach mir schauen, aber das hat sie wohl vor lauter Stress vergessen!? Ich also dann da auf Toilette fleißig ausgekackt und nebenbei immer die Wehen veratmet, welche nun wohlgemerkt schon im Minutentakt kamen. Irgendwann bin ich dann tatsächlich weg gekommen von der Toilette und wieder in den Kreissaal zu meinem Freund und dann kamen die Wehen durch den Einlauf in so einer Wucht, dass ich echt dachte mir zerreißt es alles. Ich brauchte was gegen die Schmerzen. Entweder Tropf oder PDA. Tropf kam gar nicht in Frage für mich, da ich wusste das eine Nebemwirkung davon Kotzerei ist. Und ich wollte alles nur nicht während der Geburt brechen müssen. Also blieb nur die PDA. Die Hebamme meinte es dauert ca. eine halbe Stunde, sie beeilen sich und sie kümmert sich um alles. Puh ich konnte nicht mehr. Nach ca. 10 Minuten habe ich meinen Freund geschickt und gesagt ich brauche jetzt was und die sollen sich gefälligst beeilen. Er zu der Hebamme und dann kam sie um mich nochmals zu untersuchen... Ergebnis: Mumu 10 cm geöffnet und keine PDA mehr möglich! Na herzlichen Glückwunsch! Ich dann ab aufs Kreisbett in den Vierfüßlerstand und Becken gekreist. Bei den Wehen sollte ich dann langsam versuchen mit zu pressen, aber die kleine Maus wollte einfach nicht nach unter rutschen als Presswehen veratmen und veratmen und veratmen. Man war ich froh über den Einlauf, bei den Presswehen denkt man ja echt da kommt alles hinten raus. Irgendwann sollte ich mich dann auf die Seite legen und immer wieder leicht mit schieben... Dann kam ein Arzt und schaute sich das Ganze an. Er machte dann die Hebamme zur Sau. Von wegen was denen einfallen würde mich mit pressen zu lassen, die Kleine wäre noch viel zu weit oben und das würden vielleicht Frauen schaffen, die schon ein Kind haben, aber nicht ich als Erstgebärende. Was!??? Gut also weiter Lokomotivatmung und Presswehen veratmen. So langsam verließ mich die Kraft und ich konnte nicht mehr... ich wollte nur noch mein Baby kuscheln. Der Kleinen wurde es aber dann wohl zuviel und die Herztöne fielen immer wieder ab. Ich kann nicht sagen wie lange ich Presswehen veratmet habe, es kam mir jedenfalls ewig vor und waren mindestens 2 Stunden. Nach jeder Wehe musste ich dann ganz schnell wieder tief einatmen damit die Kleine genug Sauerstoff bekommt. Es war einfach alles nur noch anstrengend. Irgendwann kam dann zu der Hebamme und Hebammenschülerin wieder der Arzt. Mir wurde ein Tuch über den Bauch gespannt. Hierzu muss ich sagen, dass ich das alles nur noch so wie in Trance mit bekommen habe, da ich einfach mit meinen Kräften am Ende war. Nach dem das Tuch da war, kam noch der Obersrzt und setzte sich vor mich. Da sah ich nur noch die Schere in seiner Hand und wusste schon was jetzt kommt... Er meinte ich solle sagen, wenn eine Wehe kommt. Zum reden war ich aber schon nicht mehr fähig, da die Wehen in so kurzen Abständen kamen. Und so kam auch die nächste Wehe und ich dachte in dem Moment nur schneide damit mein Baby endlich da raus kommt und das tat er auch, zeitgleich presste ich und der andere Arzt drückte auf meinem Bauch. Und dann schrie die Hebamme nur noch nicht weiter drücken und da war die Kleine auch schon raus geschossen... Und dann lag sie da auf meinem Bauch schaute mich mit Ihren wundervollen Augen an und begrüßte mich mit einem süßen Hatschi. Die Gefühle in diesem Moment waren einfach unbeschreiblich. Es war mit Abstand der emotionalste und schönste Moment im Leben von meinem Freund und mir. Der stolze Papa durfte dann noch die Nabelschnur durch schneiden. Um mich herum brach dann jedoch etwas Hektik aus, da ich soviel Blut verlor und im ersten Moment keiner wusste, ob es nun von dem Schnitt oder der Gebärmutter kam. Es kam aber zum Glück nur von dem Schnitt, welcher dann noch genäht wurde während ich mit meiner süßen Maus kuschelte, sie ununterbrochen anschaute und sie endlich genießen konnte. Neben dem Dammschnitt hatte ich auch noch einen kleinen Scheidenriss, der ebenfalls genäht werden musste.

Unsere kleine N.eele-P.hiline wurde am 19.10.2012 nach 28 Stunden Wehen um 21:52 Uhr
mit 52 cm, 2950 g und 34,5 cm KU geboren.

Sie macht uns zu den glücklichsten Menschen der Welt und verzaubert uns jeden Tag aufs Neue.

Vielen für eure Aufmerksamkeit.

Oktobermami mit Ihrem Sonnenschein heute schon 43 Tage alt

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1. Dezember 2012 um 18:07

Wow
toller geburtsbericht.aber 28std wehen ich habe 6 std gebraucht und war schon halbtot
super

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1. Dezember 2012 um 19:04

Herzlichen
Glückwunsch und eine ganz schöne Zeit mit Deiner Maus! Mein kleiner kam am 16.10.12 zur Welt

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2. Dezember 2012 um 9:28


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Möglichkeit einer Schwangerschaft oder doch nur Stress ?
Von: mamie_11985338
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2. Dezember 2012 um 2:40
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