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Geburtsbericht (Hausgeburt)

5. Juli 2013 um 17:23 Letzte Antwort: 5. Juli 2013 um 17:41

Ich hatte mit meinem dritten Kind eine wunderschöne, entspannte Hausgeburt und möchte dieses Erlebnis hier teilen. Mein ET war der 7.06., aber da ich bei den anderen beiden Kindern auch über Termin gegeangen bin, hat niemand damit gerechnet, dass unser drittes Kind pünktlich kommt.

Am Donnerstag (13.06.) war ich total genervt, weil ich nachts mal wieder wegen Wehen nicht schlafen konnte und trotzdem nichts richtig voranging. Deshalb habe ich die Hebamme gebeten, mal nach mir zu sehen und sie hat mir dann eine Eipollösung gemacht und gesagt, dass ich es ruhig mal mit einem Wehencocktail versuchen kann (bei ET+7 kann man ja ruhig auch mal ein bisschen nachhelfen). Da ich abends aber ausnahmsweise keine Wehen hatte, habe ich erstmal geschlafen und den Cocktail dann irgendwann nachts um eins getrunken.
Freitag (14.06.) habe ich morgens dann ganz unregelmäßig Wehen bekommen und es hat schön im Rücken gezogen. Da wusste ich, dass es bald losgeht. Habe dann meine Kinder fertig gemacht und zur Tagesmutter und in den Kindergarten gebracht mit Wehen alle 10-15min. Eigentlich sollte ich zum CTG in die Hebammenpraxis, aber da die Wehen beim Autofahren echt blöd waren, habe ich der Hebamme gesagt, dass sie doch im Laufe des Vormittags lieber zu mir kommen soll.
Dann war ich zu Hause, habe gefrühstückt, gelesen, im Internet gesurft und zwischendurch immer mal ne Wehe gehabt. So gegen 10.45 Uhr habe ich meinen Mann angerufen, dass er jetzt bald mal von der Arbeit kommen soll.
Um 12 Uhr habe ich wirklich regelmäßige und auch schon etwas fiesere Wehen bekommen und bin dann in die Badewanne gegangen. Dann kam auch die Hebamme und war ganz erstaunt, dass die Geburt schon losgeht. Untersuchung hat ergeben, dass der MuMu 3cm auf ist, aber alles noch recht fest. Da ich noch echt entspannt war und die Wehen "nur" alle 5 min kamen, ist sie dann gegen viertel nach 12 weggefahren, um ihre Hausgeburtssachen zu holen (hat sie bei warmem Wetter nicht im Auto...). Bei mir wurden die Wehenabstände plötzlich ganz kurz und ich habe schon ein bischen Angst bekommen, dass es nun stundenlang so heftig weitergeht. Aber ziemlich bald musste ich dann pinkeln und etwas AA und bin aus der Wanne raus. Da wusste ich auch, dass der Kopf schon so richtig drückt. Auf dem Klo kam dann auch etwas Blut und ich hab mir schon gedacht, dass der MuMu nun vollständig ist. Dann habe ich noch 3-4 fiese Wehen im Stehen am Waschbecken veratmet und mich dann vor die Wanne gehockt. Da musste ich bei den Wehen schon leicht mitschieben. Gegen 13.10 Uhr kam dann auch die Hebamme wieder und wollte noch Herztöne vom Baby kontrollieren, aber dann kam auch schon das Köpfchen und bei der nächsten Wehe (also sofort, ich hatte ja kaum Pausen) der Körper. Mein Söhnchen hatte eine Glückshaube und kam in der Fruchtblase, das sah sehr lustig aus. Er hatte bei der Geburt 3680g und 54cm und wiegt heute schon fast 1kg mehr.
Nach der Geburt sind wir gleich ins Bett und haben gekuschelt. Die Plazenta kam auch nach 20 Minuten. Ich habe mich zu Hause total wohl gefühlt und war auch (im Gegensatz zu den vorherigen KKH-Geburten) überhaupt nicht unsicher. Das war wunderschön so. Ich habe die ganze Zeit genau gewusst und gefühlt, was passiert und was das Beste für mich ist. Selbst wenn die Hebamme nicht mehr gekommen wäre, wäre das kein Problem gewesen.
Nur nachher war ich froh, dass sie da war, denn ich habe sehr starke Nachblutungen bekommen und sie hat dafür gesorgt, dass sich das Blut nicht staut und ich nicht umkippe...

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5. Juli 2013 um 17:41

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