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Geburtsbericht Giulia-Louisa ( Notkaiserschnitt)

21. Januar 2012 um 15:15 Letzte Antwort: 22. Januar 2012 um 13:17

Sooo, nachdem ich hier sämtliche Geburtsberichte gelesen habe, möchte ich meinen natürlich auch veröffentlichen, auch wenn er nicht so schön ist.
Das hilft mir auch, ein bisschen zu verarbeiten.
Mein ausgerechneter ET ist der 31.12.gewesen. Über diesen Termin war ich drüber, so das engmaschigere Termine beim FA anstanden. Bei ET+9 entschied dieser dann, das am nächsten Tag im KH eingeleitet werden soll.
Ich hab schon richtig Panik geschoben, da ich einiges über Einleitungen gelesen habe und ahnte, das es etwas schmerzhafter werden könnte als auf natürlichem Wege.
Meine Kurze hat sich scheinbar auch erschreckt, denn ich wurde am nächsten morgen um 8 Uhr mit Wehen wach und hab mich tierisch gefreut, das es von allein losgeht.
Ich hab trotzdem im KH angerufen und sollte mich im Laufe des Vormittags auf den Weg machen zwecks CTG. Das ging alles sehr schnell, so das Schatz und ich noch spätstücken gehen konnten und ich danach zu Hause noch in Ruhe duschen und mich fertig machen konnte.
Gegen 16 Uhr kamen die Wehen alle 10-15 Minuten und ich ahnte schon in welche Richtung das schmerztechnisch gehen würde. Musste schon ordentlich veratmen und auch stehenbleiben während dessen... Auaaaa
Bis um ca.21 Uhr hab ich von Schmerzzäpfchen über Badewanne und Pezziball alles ausprobiert. Ab 19 Uhr ungefähr kamen die Wehen alle 3-5 Minuten und ich dachte ich sterbe. Ich hab vor lauter Schmerz alles vollgekotzt, sorry und nach einer PDA geschrien. Die hab ich dann gegen 23 Uhr auch bekommen. Die Mumu-Untersuchung bis dahin ergab den Befund fingerkuppendurchlässig..
Der Plan war, mich die Nacht schlafen zu lassen und am nächsten morgen mit Tropf weiter zu machen.
Mit schlafen war dann leider nichts, da die PDA nur halbseitig gewirkt hat und ich körperlich fix-und fertig war und Schüttelfrost bekam.
Irgendwann wurden die Herztöne von der Kleinen extrem schlecht, so das die FÄin entschied eine Blutprobe aus ihrem Köpfchen zu entnehmen. Dafür muss die Fruchtblase aufgestochen werden, und es könnte sein, das damit die Geburt ausgelöst wird, ob mein Mann verständigt werden soll, der zwischenzeitlich wieder nach Hause gefahren ist, um ein Stündchen zu schlafen...
Die Untersuchung sei schmerzhaft, da der MuMu geburtsunreif ist und die PDA nur halbseitig wirkte, sagte sie zu mir.
Ich bestand darauf, die PDA-Dosis erhöhen zu lassen, so das ich während dieser langandauernden Untersuchung wirklich nichts mehr spürte. Es war ungefähr 4 Uhr morgens
Ausser das die FÄin immer hektischer wurde und nachdem sie ihre Probe hatte in einem Affenzahn ins Labor ist und in nicht mal 3 Minuten wieder zurück war.
Hier begann mein eigentlicher Alptraum...Es war war eine Szenerie wie in einem schlechten Film.
Kaum im Kreissaal, drückt sie einen Alarmknopf, es ertönt eine Art Sirene. Sie schreit: Wir müssen hier eine NotSectio machen. Zu mir: Sie müssen ganz schnell rüber auf die OP-Liege. Auf einmal 10 Menschen um mich herum, die mich in einem Tempo über den Flur schieben, mir währenddessen eine OP-Haube überziehen, meinen Mann, der zu mir wollte, abwimmeln, ihm und mir sagen, wir müssten Verständnis haben, wenn jetzt kein Aufklärungsgespräch stattfindet....Ich hab so eine Angst gehabt...meinen Mann nicht mehr sehen zu können, mein Baby nicht lebend im Arm zu halten....es war schrecklich...Ich konnte ihn nur hilflos ansehen und mich wegrollen lassen...
Im OP angekommen, werd ich wieder umgelegt, ein Anästhesist drückt mich nach hinten und mir eine Sauerstoffmaske ins Gesicht. Ich bekam Panik, weil ich mich übergeben musste. Er darauf hin zu mir: Nein, Frau R., sie werden sich jetzt nicht übergeben, sie werden schlafen und wir versprechen das ihnen und ihrem Baby nix passiert. An meinem Arm spürte ich jmd.rumfummeln und sah die Spritze...und war weg.....
Um 5.15 morgens im Aufwachraum sah ich dann meinen Mann mit unserer Tochter im Arm und war so erleichtert, das ich erstmal ne Runde heulen musste.
Sie wurde mir zum Kuscheln in die Arme gelegt und hat nach 20 Minuten auch gleich die Brust genommen...
Giulia-Louisa kam am 11.01.2012 bei ET+11 um 04.44 Uhr mit 3280g und 49cm auf die Welt...
lg, mammita mit Giulia-Louisa, jetzt schon 10 Tage alt...

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21. Januar 2012 um 15:20

Re
ach du scheisse was en horror...aber zum glück ist alles gut gegangen
herlichen glückwunsch

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21. Januar 2012 um 17:02

Verdammt
da werden mir doch glatt die äuglein nass. Tut mir leid dass du etwas unsensible ärzte hattest. wie kann man ne werdenden Mutter nur so in Panik versetzen.

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21. Januar 2012 um 17:06

O süsse
tut mir leid das du so was durchgemacht hast...

musste sogar zum schluss etwas

ende gut alles gut

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21. Januar 2012 um 17:31


Ich habe geheult wie ein schlosshund......

schön das es euch gut geht!!!!

Aber was ist denn da nun passiert das es soweit und so extrem schnell passiert ist???

LG Fay & Babygirl inside (33 ssw)

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21. Januar 2012 um 17:47

Ach du scheiße
mensch das klingt schlechter wie in nem schlechten horrorfilm und dir ists wirklich passiert;( tut mir sehr leid für dich
warum wurde denn so entschieden, wenn ich fragen darf?

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21. Januar 2012 um 17:54

Ohjeh
ich bin sprachlos! mensch, was ihr durchmachen musstet... wahnsinn!!! Ich kann mir vorstellen, dass du total angst hattest, dass deiner kleinen maus was passiert. ich hab ja schon panik gehabt, als bei Fabians Geburt kurz die Herztöne schlechter wurden. Und das war weniger als eine Minute.... und die haben mir direkt wehenhemmer gegeben, dann wurden sie sofort wieder besser... puuhhh... ich wünsche euch nochmal alles alles gute!!!!!! Genießt euer kleines Wunder!!
Liebe Grüße
Seegurki und Fabian

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21. Januar 2012 um 17:54

Danke...
Euch erstmal fuer eure Anteilnahme. Mittlerweile gehts uns gut. die kleine Maus ist fit,munter,trinkt gut. ich bin psychisch noch etwas angeschlagen aber sonst ok.... APGAR lag bei 6/8/10. Die 6 wohl etwas durch die Vollnarkose bedingt. NabelschnurPH 7,36,also ganz gut eigentlich. sie haben den NKS mit zu hohen Herztoenen ( 190) und Verd.a. Amnioninfektsyndrom begruendet, was aber letztendlich nicht der Fall war. ausserdem war sie minimal uebersaeuert ( Azidose). Das hat die MBU/ BGA ergeben ( Mikroblutuntersuchung/ Blutgasanalyse).
Lg.. mammita

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21. Januar 2012 um 17:58
In Antwort auf tessie_12824963

Danke...
Euch erstmal fuer eure Anteilnahme. Mittlerweile gehts uns gut. die kleine Maus ist fit,munter,trinkt gut. ich bin psychisch noch etwas angeschlagen aber sonst ok.... APGAR lag bei 6/8/10. Die 6 wohl etwas durch die Vollnarkose bedingt. NabelschnurPH 7,36,also ganz gut eigentlich. sie haben den NKS mit zu hohen Herztoenen ( 190) und Verd.a. Amnioninfektsyndrom begruendet, was aber letztendlich nicht der Fall war. ausserdem war sie minimal uebersaeuert ( Azidose). Das hat die MBU/ BGA ergeben ( Mikroblutuntersuchung/ Blutgasanalyse).
Lg.. mammita

P.s.
Genaue Diagnose lautete: kindlicher Distress

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22. Januar 2012 um 12:27

Aber jetzt ist alles gut
Oje, das klingt alles echt übel, aber ich bin froh, dass doch alles gut ausgegangen ist. Hoffentlich hast du dich gut erholt und alles bald verarbeitet!

Liebe Grüße
Murmel

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22. Januar 2012 um 13:17

herzlichen glückwunsch
und eine schöne Kennenlernzeit!!!

Ich habe den Bericht mit Anspannung gelesen, Wahnsinn, was es alles gibt...
Gott sei Dank seid ihr wohl auf!

Klar ist das kein "schöner" Bericht, aber ich bin auch immer dankbar, sowas zu lesen-man ist sozusagen auf alles vorbereitet und weiss, wenn alles glatt läuft, die Geburt des eigenen Kindes noch mehr zu schätzen, so geht es mir zumindest.

Lg und alles Guuuuute!!!!

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