Forum / Schwangerschaft & Kinderwunsch

Ganz alleine ins Krankenhaus? und Wie schmerzhaft ist eine Geburt?

Letzte Nachricht: 5. Februar um 16:44
D
donny_26757249
15.01.22 um 18:13

Hallo, ich habe 2 Fragen. Ich bin ganz alleine ohne Familie oder Vater des Kindes. Ich bin im 5. Monat schwanger. Wer von euch war bei der Geburt alleine? Also die Anreise alleine gemacht, und den Rest. Wie fühlt sich das an? Habt ihre blöde Kommentare von den Krankenschwestern bekommen?

Und eine zweite Frage: Wie schmerzhaft ist eine Geburt? 
LG 

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E
eunike_26685349
15.01.22 um 19:58

Ich kann wiedergeben was meine Frau mir berichtet hat und was wir erlebt haben: 
die Anreise ins KH ist mit einem Partner oder anderen helfenden Personen natürlich leichter. Wenn du einen Kaiserschnitt bekommst kannst du die Anreise natürlich planen. Da du aber nach schmerzen fragst gehe ich davon aus es ist eine natürliche geburt geplant. In diesem Falle denke ich wirst du, sobald die Wehen einsetzen einen Krankenwagen rufen müssen da du selbst sicher nicht autofahren oder sen öpnv verwenden oder gar zu fuss gehen können wirst. Das ist aber kein Problem. Bekannte von uns haben kein Auto und das ganze auch mit einem Krankenwagen erledigt.
Im KH habe ich noch nicht gehört, dass eine der Hebammen blöde Kommentare abgibt. Besuche das Kh vorher und lass dir die Räume zeigen (geht aktuell auch oft online) 
was die schmerzen angeht hat meine Frau mir berichtet (nach 2 natürlichen Geburten ohne jegliche Schmerzmittel oder ähnliches) dass die Schmerzeb natürlich sehr stark werden können. Zur not gibt es aber schmerzstillende massnahmen. 
Ich hoffe das hilft dir ein wenig.

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N
nadyaf
15.01.22 um 21:21

Hallo,

wenn dies deine erste Geburt ist, kann ich dir nur raten deine eigene Hebamme mitzubringen. Die dich dann durch die ganze Geburt begleitet. Du solltest auch einen Geburtsvorbereitungskurs besuchen. Dann lernst du auch gleich deine Hebamme kennen...
 

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D
dezi_25964752
16.01.22 um 8:33

Ich habe meine erste Tochter alleine zur Welt gebracht (kam 4 Wochen zu früh und Papa war zufällig selbsz in einer anderen Klinik. Blöd gelaufen). Anreise war per Krankenwagen, das ging noch, da hätte er eh nicht mitkommem dürfen. Im Krankenhaus waren auch alle total nett und mir hat während der Geburt auch mein Partner kaum gefehlt, weil ich so auf mich und das Baby konzentriert war, so im Tunnel, dass mich weitere anwesende Personen nur gestört hätten.
derzeit ist es denk ich auch nichts ungewöhnliches, alleine zu entbinden, und man braucht keine blöden Kommentare fürchten...

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W
witnessinadaydream
20.01.22 um 22:19

Guten Abend! 
Das ist sicher nicht einfach für dich und du hast es dir bestimmt anders vorgestellt. Aber wenn du es geschafft hast, kannst du gleich doppelt stolz auf dich sein! 
Wie dir schon geraten wurde, wäre ein Geburtsvorbereitungskurs bestimmt nicht schlecht. 

Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass du dir blöde Kommentare anhören musst (obwohl der Mensch natürlich voller Überraschungen steckt), das sind doch Profis dort und das kommt sicher häufiger vor.

Ich war zwar bei der Entbindung nicht alleine und kann dir deine erste Frage nicht wirklich beantworten, aber mein Mann war im Vorfeld jetzt auch nicht gerade hilfreich; die meiste Zeit im Krankenhaus war ich alleine und das war wirklich okay. Die Hebammen und das ganze Team machen das ja täglich und du bist bestimmt gut aufgehoben. 

Was die Schmerzen betrifft: man sagt, jede Geburt ist anders und jeder nimmt die Schmerzen anders wahr. Ich habe sogar von Leuten gehört, die behaupten, man kann die Schmerzen fast vollständig wegatmen. Ich halte das für utopisch, aber gut! 

Wenn du dich ein bisschen austauschen magst, kannst du mir gerne eine PN schreiben! 

Mach dir auf jeden Fall nicht so viele Gedanken! Sooo hilfreich ist es auch nicht, jemanden dabei zu haben. Das schaffst du schon

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anni97
anni97
22.01.22 um 7:43

Hallo! Zu den Schmerzen kann man pauschal nichts sagen, das empfindet jeder anders. Ich sage mal so, man kann es sich vorher nicht ansatzweise vorstellen wie es wirklich ist, aber es ist zu schaffen ❤️. 
Hast du vielleicht eine beste Freundin die dich begleiten kann? Das wäre ja auch noch eine Möglichkeit .

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H
huldah_26814222
22.01.22 um 14:25

Ich war bei der Geburt meines Sohnes alleine. 
Ich wurde damals von der Rettung ins Krankenhaus gebracht. Heimgefahren sind wir dann mit dem Taxi. 
Blöde Kommentare gab es nicht und ich habe mich auch nicht alleine gefühlt. 
Mir stand damals die ganze Zeit ein junger Pfleger zur Seite der sich intensiv um mich gekümmert hat. 

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M
mausbeer
03.02.22 um 18:38

Hey Donny,

wie schmerzhaft eine Schwangerschaft ist, kann ich nicht beurteilen, da ich selbst noch keine Kinder habe. Ich bin schwanger und mein ET soll Anfang April sein. Mein Lebensgefährte möchte mich, wenn es trotz der Coronalage möglich ist begleiten. Ich kann Dir empfehlen einen Geburtsvorbereitungskurs zu machen. Ich habe nun die Hälfte der Kurszeit geschafft und habe wertvolle Tipps bekommen. 

Ein Zuckerschlecken wird es wohl nicht werden, aber mit den Tipps bestimmt erträglicher. Außerdem kannst Du auch Schmerzmittel unter der Geburt bekommen



 

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R
rongela
05.02.22 um 16:44

Hi!
Also, was die Schmerzen angeht, ist das immer eine Frage des persönlichen Empfindens. Du wirst von "das Schlimmste was ich je ertragen musste" bis hin zu "etwa wie Periodeschmerzen" alles zu hören bekommen. Das sagt dir natürlich nicht, wie DU es empfinden wird. 
Von meiner Warte aus: Ich bin nicht sonderlich schmerzempfindlich. Ich hatte einen Kaiserschnitt und eine natürliche Geburt. 
Der Kaiserschnitt war für mich der Horror und die Schmerzen echt schlimm. Allerdings bekam ich auch kein Schmerzmittel im Krankenhaus, wurde am nächsten Morgen schon aus dem Bett gejagt (KS war um 18 Uhr, um 8 Uhr am nächsten Morgen musste ich aufstehen) wobei mir die Narbe gerissen ist. 
Die natürliche Geburt war im Gegensatz dazu ein Sparziergang für mich - trotz Wehensturm. Die Eröffnungsphase war sehr unangenehm, aber erträglich. Es war halt wie starke Periodenkrämpfe. Am schlimmsten war für mich der Übergang zur Austreibungsphase - aber auch in erster Linie, weil ich nicht wusste was los ist. Mich überkamen Krämofe die sich eher anfühlten, als müsste ich mich übergeben. Ich war zu dem Zeitpunkt alleine im Zimmer (Hebamme war nebenan, weil sie 6 Geburten gleichzeitig betreute). Aber das waren nur 3 oder 4 Minuten. 
Die Geburt selbst, empfand ich eigentlich gar nicht als sonderlich schmerzhaft - einfach nur extrem anstrengend. 
Auf einer Schmerzskala muss ich sagen, kann man das alles im mittleren Bereich verorten. Es ist eher kräftezehrend und ich bin nur froh, dass es bei mir nicht lange dauerte. 
Ich war bei der natürlichen Geburt die erste Zeit alleine. Ich war schon im Krankenhaus (auf dem Zimmer) und mein Mann wurde nach Hause geschickt, weil die Besuchszeit zuende war. Er hatte über 1 Stunde fahrt. Kurz nachdem er losgefahren war, ging es los. Da passenderweise sein Handy leer war, erreichte ich ihn erst, als er Zuhause angekommen war und dann musste er ja auch über eine Stunde wieder zurück fahren (Geburt dauerte insgesamt etwa 4 Stunden). 
Wie gesagt, die Hebamme war auch nicht da, weil sie 6 Geburten gleichzeitig hatte und ich saß alleine im Kreißsaal. Ich bekam einen Wehensturm (zwischen den einzelnen Wehen nur 1-2 Sekunden Pause), das war schon heftig und ich bekam echt Panik. Ich habe dann den Notrufknopf gedrückt und dann kam die Hebamme kurz rein. Sie zeigte mir dann Entspannungübungen und dann ging es wieder. Muttermund war noch nicht sehr weit (5cm) und daher ging sie wieder und meinte, das dauert noch. 
Allerdings dauerte es da nicht mehr sehr lange, 20 Minuten später war der Muttermund komplett offen und da ich dachte es dauert noch, haben mich dann die Presswehen echt überfordert. Dann kam mein Mann und dann auch die Hebamme.
Ab da hätte ich aber ehrlich gesagt, auch meinen Mann nicht mehr gebraucht. Ich habe gar nicht mehr mitbekommen, dass er überhaupt rein gekommen ist, weil ich da gedanklich total abgeschaltet hatte. 
In der Eröffnungsphase hätte ich ihn schon gerne an meiner Seite gehabt. Aber Frau schafft das auch so

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