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Frühschwanger und trotzdem schon Angst vor Geburt...

20. März 2016 um 0:41 Letzte Antwort: 20. März 2016 um 3:25

Hallo meine Lieben!

Ich suche Mädels zum Austauschen, wie sie mit der Situation umgegangen sind. Ich habe bereits einen Sohn, der mich sehr glücklich macht, sodass wir uns für ein zweites Kind entschieden haben. Wahrscheinlich hat es geklappt,wenn wir Glück haben sehen wir beim nächsten Termin schon das Herzlein schlagen

Trotzdem ist meine Stimmung seit Tagen wie durch eine Wolke getrübt. Der größte Unterschied zur 1. SS ist nämlich, dass mir bereits jetzt täglich meine Kaiserschnittarbe weh tut. Sie sticht und schmerzt, obwohl ja der Bauch erst ganz langsam wächst.
Meine erste Geburt war sehr schrecklich für mich. Einerseits wegen der Schmerzen, andererseits auch psychisch. Nach stundenlangen Wehen wurde ein Kaiserschnitt durchgeführt, bei dem es Komplikationen gab. Naja, die Schmerzen der Wehen und der Narbe selbst wären ja ok gewesen aber das NACHHER Möchte nicht mehr drauf eingehen, das ist auch nicht der Sinn dieses Posts, aber die Folgen der Komplikationen haben den Traum der ersten Zeit mit Baby bei mir zum Albtraum werden lassen...

Ich habe jetzt schon Angst vor einer Wiederholung. Ich versuchte, darüber mit anderen zu reden. Es kam meist folgender Trost:
"Sei froh, dass du einen Kaiserschnitt hattest, eine normale Geburt tut nämlich viel mehr weh"

Naja solche Kommentare haben mein Selbstbewusstsein sehr gedrückt. Denn, wenn ich schon bei nen "simplen" Kaiserschnitt über Schmerzen jammere, wie sollte ich dann je im Leben eine Spontangeburt überstehen?!?

Ich wünsche mir Erfahrungsberichte von Müttern, die beides hatten. Ich eine Spontangeburt wirklich um Welten schlimmer als ein KS, oder kommt es eher auf die Geburt per se drauf an?

Ich erkenne mich manchmal selbst nicht mehr... Ich ging angstfrei in die Geburt, freute mich sogar über die Wehen und dass der Muttermund so gut aufging, als der Kaiserschnitt vonstatten ging blieb ich auch einigermaßen ruhig... dann kamen diese furchtbaren Schmerzen, tagelange Isolation und demütigende Behandlung des Personals... naja und heute fühle ich mich als Versagerin, die nicht imstande war, ihr Kind auf die Welt zu bringen

Geht es jemanden so ähnlich? Wie habt ihr die 2. Schwangerschaft "überlebt"?

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20. März 2016 um 3:25

Hallo
Ich hatte eine schlimme normale Entbindung mit einer furchtbaren Hebamme. Wäre nicht nach 12 stunden Schichtwechsel gewesen, wäre es zum ks gekommen. Ich war seit 6 im Kreißsaal und gg 11/12 so fertig (lag seit dem Vortag ab 15 Uhr durch Einleitung in Wehen von 5-10min-abständen), dass ich um PDA bettelte.
Bekam ich nicht (Geburt tut nun mal weh, beschweren Sie sich bei Gott) irgendwann war ich weg im Delirium. Um 16/17 Uhr rum kam sie an und meinte, sie hätten entschieden, dass nun PDA gemacht wird. Ich hab geheult. So lange gekämpft ohne, und nun doch. Kam mir auch vor wie ein Versager und die Hebamme ließ auch keinen Zweifel daran. Die zeit dazwischen hätte mir erspart. Beim Schichtwechsel kam eine nette Hebamme und gg 21 Uhr kam mein Zwerg auf die Welt.
Hatte vorher auch keine Angst vor der Geburt.

Mein Plan für ein 2. Kind ist, dass ich schon während der ss eine Hebamme habe, mit der ich über meine ängste reden kann. Weiterhin Spiel ich mit dem Gedanken, eine beleghebamme zu suchen. Die richtigen Leute an deiner Seite sind entscheidend.

Es gibt auch vereine und Gruppen gegen Gewalt in der Geburtshilfe. Weiß aus dem Kopf nicht mehr, wie sie heißen

Du bist kein Versager. Trotz diesem Erlebnis bist du wieder schwanger geworden. Das ist sehr mutig. Alles Gute.

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