Forum / Schwangerschaft & Kinderwunsch

Frühabort in der 6.SSW…

Letzte Nachricht: 22. Oktober um 9:41
U
user2004266166
19.10.21 um 6:31

Hallo, 

das ist mein erster Beitrag. Ich suche hier Hilfe, vielleicht auch Aufmunterung und Unterstützung. Vielleicht gibt es hier ein paar Frauen, die auch sowas erlebt haben und mir Tipps geben können, was ich z.B. mit dem Frauenarzt abklären kann etc. 

Also, zum Thema: Letzte Woche habe ich einen Schwangerschaftstest gemacht, der sehr eindeutig positiv war. Endlich, denn seit langem versuchen mein Mann und ich ein Kind zu bekommen. Gestern dann die Ernüchterung: Starke Blutung...bin dann zum Frauenarzt, der mir dann per Ultraschall bestätigte, dass sich keine Schwangerschaft gebildet hat. Mir wurde Blut genommen, nächsten Montag dann nochmal, damit der Abort bestätigt werden kann. 
Ich fühl mich einfach so schlecht und von meinem Körper betrogen, auf den ich mich sonst immer verlassen konnte. 
Ich bin so unendlich traurig, wir haben uns so sehr gefreut...
Gerade in dieser frühen Schwangerschaft merken wohl viele Frauen das gar nicht & so ein Frühabort kommt wohl auch recht häufig vor, aber das hilft mir gerade leider nicht. Der Kinderwunsch ist da, aber jetzt schwingt die Angst mit, dass es wieder passiert. 

Gibt es hier jemanden, der Ähnliches erfahren hat? Wie seid ihr damit umgegangen, was hat euch geholfen? Was kann man bzgl. Kinderwunsch mit dem Frauenarzt abklären? Wäre euch um jede Unterstützung dankbar. 

Wünsche euch noch einen schönen Tag! 

Alles Liebe, Laura

 

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U
user1895597843
19.10.21 um 6:50

Hey,
Im August ging es mir ähnlich. Dick positiv getestet. Frauenarzt im Urlaub. Gut, dachte ich, dauert ja sowieso noch, bis man was sieht, also mache ich dann nach dem Urlaub einen Termin.
Ein paar Tage später dann kam aufs einmal ein Schwall Blut. Ich rief im Krankenhaus an und sie meinte, ich soll vorsichtshalber kommen.
Blut genommen, HCG lag bei unglaublichen 5000.
Am nächsten Tag dann Ultraschall und man konnte schön 2 Fruchthöhlen sehen. War also alles intakt. Musste dann 2 Tage liegen bis sie Blutung komplett weg war und konnte wieder nach Hause. Dann der Termin beim Frauenarzt. Wieder beide Fruchthöhlen, nach wie vor leer. Nicht ungewöhnlich zu der Zeit. Eine Woche später das selbe. FA war schon leicht beunruhigt aber alles noch im Rahmen. Abends dann wieder eine starke Blutung. Nächsten Tag wieder zum FA. Blut wurde genommen und dann Dir traurige Gewissheit, dass das HCG nur langsam steigt. 2 Tage später nochmal Bluttest und es war gefallen.
Ich hatte meine Zwillinge verloren...
es war Donnerstag. Freitag Gespräch im Krankenhaus und Montag dann Ausschabung. Es war das schlimmste Wochenende meines Lebens. Ich hätte auch auf den Abgang warten können aber mein Sohn hatte Schuleinführung am Wochenende drauf und ich wollte es einfach nur hinter mir haben und nicht riskieren, dass es genau da passiert.
Die ersten Tage waren mein Mann und ich sehr deprimiert. Aber es hat geholfen, dass wir drüber geredet haben und auch beschlossen haben, es aus jeden Fall weiter zu probieren. Am 1.10. hatte ich dann meine Regel wieder normal und es ist unser 1. Zyklus nach der Ausschabung. Heute bin ich Eisprung + 7 und wer weiß, vielleicht hat es ja schon wieder geklappt.
Wichtig ist, es ist niemandem seine Schuld, was passiert ist, auch, wenn man darüber nachdenkt, was vielleicht der Auslöser war. Aber in so frühem Stadium ist es meist eine Chromosomenstörung die man nicht hätte beeinflussen können.
ich wünsche dir viel Kraft.
Wenn du seelischen Beistand brauchst, kann ich dir gerne meine Handynummer geben. Ich hätte mir so jemanden auch gewünscht, der das schon erlebt hatte.

Abklären kannst du da erstmal nichts. Du kannst vielleicht mal deine Schilddrüsenwerte checken lassen.
wie lange habt ihr schon probiert?

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P
princess_90
19.10.21 um 6:59

Das ist Übriges mein Account, nicht der user...., irgendwas klappte mit dem einloggen nicht. falls du mir schreiben möchtest über telegram: @Prinzi90

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katha213
katha213
19.10.21 um 20:03

Hallo,

Tut mir sehr leid, was du gerade durchmachen musst. 
Mir ging es im Mai sehr ähnlich. Da war ich auch gerade in der 6ten ssw und habe auf einmal starke Blutungen bekommen und Unterleibskrämpfe. Weil die Schmerzen wirklich ungewöhnlich stark waren sind wir vorsichtshalber ins kh gefahren. 

Dort wurde ich erst garnicht ernst genommen. Es war Pfingstsonntag und nur eine Vertretungsärztin war da. Die hat mich mehrmals gefragt ob ich denn nicht einfach meine Tage habe und wann denn meine letzte Mens war. Beides könnte ich nicht zu ihrer Zufriedenheit beantworten, da ich zu der Zeit noch gestillt habe und keinen regelmäßigen Zyklus hatte. 

Sie hat dann US gemacht und nur eine sehr undeutlich eine Fruchthöhle sehen können. Blut wurde mir auch abgenommen. Auf das Ergebnis habe ich dann über 2 Stunden warten müssen. Als der hcg Wert bestimmt war hat sie mir dann auch endlich geglaubt das ich schwanger bin/war.
Mir wurde dann nur gesagt es wird sowieso nicht ls mehr und ich soll in 2 Tagen zur Kontrolle zum FA.

Ich habe das ganze auch nur sowie in Trance wahrgenommen irgendwie. Auch auf der Fahrt zum FA habe ich nur gezittert und irgendwie doch noch gehofft obwohl ich da immer noch geblutet habe. 
Der FA konnte die FG aber dann auch nur bestätigen. 

Wir haben dann einen Zyklus abgewartet und es dann wieder versucht. Es heißt ja immer, dass es nach einer FG bei 3/4 in den ersten 3 Monaten wieder klappt, also sehr schnell geht weil der Körper schon aufs ss sein eingestellt ist. 
Das kann ich dir auch nur bestätigen. Bei uns hat es dann gleich wieder geklappt und jetzt bin ich auch schon über die kritische Zeit hinaus. 

Ich hoffe das macht dir etwas Mut, auch wenn das aktuell wahrscheinlich nur ein schwacher Trost ist. Ich wünsche dir, dass es auch bei euch schnell wieder klappt und du die ersten Wochen dann ohne zu viele Sorgen überstehen darfst! 

GLG 

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U
user2004266166
21.10.21 um 12:53

Hallo, 

da bin ich wieder. Brauchte die paar Tage, um das alles zu verarbeiten. Habe am Dienstag nochmal das Blutergebnis beim FA erfragt. Dort wurde mir bestätigt, dass ich schwanger bin/war. Das war für mich der Tag erstmal gelaufen.

Hab eure Antworten gelesen...und danke, dass ihr eure Erfahrungen mit mir geteilt habt, das hat mir tatsächlich geholfen. Es reicht tatsächlich auch, wenn man weiß, dass man nicht alleine ist.

Wir werden es nach wie vor versuchen und vielleicht klappt es ja bald schon.  

Muss jetzt am Montag nochmal zum FA zur weiteren Blutabnahme, damit der Abort bestätigt werden kann. 

Danke für eure Worte! Einen schönen Tag euch  

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M
mangolina
22.10.21 um 9:41

Hallo,
Mir tut dein Verlust sehr leid und ich sende dir ein mein Beileid. Leider gibt es nichts, was wirklich hilft, außer der Austausch (finde ich....)
Ich habe leider auch in der 6. SSW einen Abort gehabt. Meine Geschichte dazu:

Ich bin Anfang 30, habe beruflich endlich Fuß gefasst und bin seit 9 Jahren glücklich vergeben. Im Mai/Juni war ich plötzlich überfällig. Es war aber verdammt viel los bei uns (Umzug, beruflicher Perspektivwechsel bei meinem Partner, ein Schicksalsschalg in der Familie). 
Da so viel los war, habe ich mir nicht viel dabei gedacht, dass mein Zyklus (der sonst regelmäßig wie ein Uhrwerk tickt) nicht zuverlässig war. Als ich eine Woche überfällig war, bestand mein Partner so langsam auf einen Test. Mein Körper signalisierte mir aber bereits tagelang meine nahende Periode (Spannung in den Brüsten, Unterleibsschmerzen). Ich machte ihn und war geschockt: SCHWANGER 1-2. (Clearblue digital)
Kurze Zeit später dachte ich: Krass! Wir werden Eltern und es fühlte sich verdammt richtig an (Sonntag).
Ich hatte weiterhin Schmerzen und mir ging es permanent schlecht (Anfang der 6 ssw). Donnerstags war ich bei meiner Gyn, die sah für die 6. Woche nicht unbedingt begeistert aus. Da wir aber eigentlich verhütet hatten (Außer ab ca. 1 Woche vor NMT), dachte ich, dass sich mein Eisprung verschoben hat. Daraufhin habe ich Progesteron verschrieben bekommen. 
Zwei Tage nach dem Besuch startete eine Blutung an Tag 5+6 inklusive Krämpfen und Gewebe. Danach weinte ich nur noch. Einen ganzen Tag lag ich im Bett und habe mir die Seele aus dem Leib geheult. Das ganze ist natürlich an einem WE passiert und ich bin nicht zum Arzt gegangen, weil ich mir dachte, dass da eh nichts mehr zu machen sei.

Heute weiß ich: dieser infernale Heulkrampf lag unter Anderem an dem Hormonsturz (der Körper schüttet so "happy"-Hormone aus, wenn er schwanger ist, wewnn er es nicht ist, ist es wie ein kalter Entzug). 
Ich habe den Fehler gemacht und habe mich danach nicht Krankschreiben und ich brauchte sehr lange um wieder klar zu kommen. Letztendlich hatte der Abort noch 8 Wochen später immer wieder ein heftiges emotionales Comeback.
Ich versuchte diverse Strategien um mit dem Verlust klar zu kommen.
-Erst war ich sauer, dass mein Körper seinen Zyklus um 2 Wochen verschoben hat (Was sich als nicht haltbar herausstellte, weil ich wohl schon, als ich getestet habe mitten im stillen Abort steckte).
-Dann wollte ich Schwangere und glückliche Familien hassen (klappt aber auch nicht, weil man natürlich jedem das Glück von Herzen gönnt)
-Dann habe ich gedacht: vielleicht war es einfach "Pech" und es kann einfach immer mal passieren,
....

Heute hoffe ich einfach, dass ich es akzeptieren kann. Meine Gyn meint auch, dass es so unendlich viele frühe Aborte gibt, weil die Diagnostik immer genauer wird. Früher war der Zyklus halt nicht regelmäßig!?! Tröstet trotzdem nicht.
Ebenso weiß ich jetzt, dass ich mir eine Familie wünsche und dass eine Schwangerschaft deutlich komplizierter ist als gedacht

Sorry für den langen Text. Genau heute bin ich übrigens wieder an Tag 5+6 (vermutlich ist der Text deswegen so lang geworden). Und geklappt hatte es erst wieder als ich den krampfhaft gewordenen Kinderwunsch ad Akta gelegt habe und mich nicht nur auf eine Bruthenne reduziert habe. Der Wunsch ist essenziell, aber nicht alles im Leben
Ich hoffe, dass ich dieses mal länger das Pünktchen in mir behalten darf.

Ich wünsche dir alles erdenklich Gute und viel Kraft für die nächste Zeit 
 

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