Home / Forum / Schwangerschaft & Kinderwunsch / Freitag zur Ausschabung

Freitag zur Ausschabung

20. Juni 2007 um 10:26

Ich war gestern beim Arzt gewesen. Dieser mir schon letzte Woche angedeutet, das etwas nicht passt. Aber ich habe sehr gehofft, das sich alles zum Guten wenden wird. Leider hat sich das kleine Mäuschen nicht so entwickelt, wie es sein sollte. Die Fruchthülle die normalerweise kreisförmig ist, ist oval und das ist ein Anzeichen, das mit meiner Schwangerschaft etwas nicht passt. Weiterhin bin ich ja in der 7. SSW und da müßte der FA das Herz schlagen sehen, was auch nicht der Fall ist. Ich kenne es von meiner Schwangerschaft mit Luca, da war ich damals in der 8. SSW und da sah der Kleine aus wie ein kleines "Seepferdchen". Der FA meinte, das wahrscheinlich ein genetischer Defekt vorliegt und die Mutter Natur es dann so bestimmt, das sich nichts weiter entwickelt. Am Donnerstag muß ich um halb drei wieder zum FA, da wird nochmals sicherheitshalber Ultraschall gemacht und dann wird die Narkose besprochen. Werde am Freitag eine Ausschabung bekommen... Es wird dann eingeschickt um zu sehen, woran es liegt. Habe mich bereits im Internet erkundigt, wie das dann abläuft, was ich dazu nicht verstehen kann ist, das ich normalerweise Blutungen haben müßte, sonst steht drin das es quasi wie ein Abbruch ist. Weiterhin werde ich noch eine Anti-D-Spritze bekommen (ok, hatte ich bereits zwei bei Luca bekommen), weil ich rhesus 0 negativ bin. Bin fix und fertig!
Hatte mich so sehr auf das kleine Wesen gefreut! Niedergeschlagen und verzweifelt ist gar kein Ausdruck, wie ich mich fühle. Mein Mann ist total sachlich, ihm merkt man nicht an, das es ihn irgendwie betrifft. Habe ihn auch angesprochen darauf und er meinte, das er sich doch nicht so ausdrücken könnte. Werde ihn auf jeden Fall am Donnerstag zum FA mitnehmen.
Einerseits sage ich, ok, es sollte anscheinend noch nicht sein, aber warum hat der da oben mich dann schwanger werden lassen??? Hätte es nicht noch dauern können und nicht gleich beim ersten Mal klappen sollen? Bevor ich nochmals so etwas durchmache, möchte ich lieber 6 Monate oder 12 Monate probieren und ein gesundes Kind zur Welt bringen. Wahrscheinlich wäre das Kind dann behindert gewesen, wenn der FA meint, es kann ein Gendefekt sein. Ich nehme den Hut ab vor den Eltern die sich für ein behindertes Kind entscheiden, diesen Mut habe ich mit Sicherheit nicht.
Bin hin- und hergerissen mit meinen Gefühlen.
Weiß auch noch nicht ob wir dann gleich wieder "loslegen" und von Neuem beginnen, muß erst einmal Freitag abwarten, wie alles verläuft. Habe auch ziemlich große Angst davor, vor der OP, das der FA etwas verletzt, das ich eventuell keine Kinder mehr bekommen könnte.

Wie sind Eure Erfahrungen mit einer Ausschabung gewesen? Habe hier drinnen ein bißchen reingelesen und man sollte nix schwer heben? Das wird allerdings nicht gerade leicht werden, unser kleiner Sohn wiegt schon etwas über 13 kg.
Finde auch diese Zeit bis Freitag sehr sehr lange hin... Und die Meinungen der FÄ gehen anscheinend sehr weit auseinander, das nach der AS wieder gestartet werden kann. Weiß auch nicht, ob ich mich nach diesem Eingriff dann wieder gleich bereit fühle ein Kind zu bekommen. Ist bereits meine zweite FG. Hatte im September 2003 bereits eine FG, allerdings ohne Ausschabung, nur Blutungen. Durch diese Blutungen ist alles "gereinigt" worden, da kam ich um die AS herum. 2005 ist der Kleine geboren, alles problemlos. Was ich jetzt allerdings nicht verstehen kann: habe ja keine Blutungen, der FA will dennoch eine AS vornehmen (das wäre dann ja wie ein SS-Abbruch anzusehen, oder?).

Liebe Grüße
Silvana

Mehr lesen

20. Juni 2007 um 12:48

Zwei Themen
hier ist nochmal kihumo.
Da sprichst Du was ganz Wichtiges an: der Mann an deiner Seite- jetzt.
Bei mir ist es so mit meinem Mann: er hat die ganze Bandbreite von Gefühlen gehabt. Vom ersten Schreck, ich werde Vater, bis riesiger Freude und toller Stimmung... dann auch wieder abwartend bis zur Erstuntersuchung und geschockt als die Meldung kam, Verzweiflung, Trauer und Angst, dass mir etwas passiert...
Einfach die ganze Ladung Gefühle. Das hat er mir gesagt, weil ich ihn direkt darauf angesprochen habe. Sonst hätten wir nicht geredet und das, habe ich gehört, soll ja überhaupt nicht gut sein.
Über seine Gefühle zu reden fällt ihm nicht so leicht und er meint, wenn er es einmal gesagt habe, wäre es doch genug. Ich kann und will darüber öfter sprechen, weil ich es dadurch besser verarbeite. Und ich muss es mit ihm besprechen und ich werde es auch weiterhin machen. Ich denke, er muss mitbekommen, wie es mir geht und wie ich seine "Rolle" empfinde, was ich mir von ihm wünsche. Für ihn ist die ganze Situation wie eine unbeeinflussbare Rutschpartie, das macht ihm Angst und er sucht nach Halt. Ich möchte die Balance wieder herstellen und gut auf seine Gefühle mir gegenüber lauschen. Dann geht es unserer Beziehung besser.
Gestern habe ich ihn gefragt, ob er sich in die Arbeit flüchtet. Ob es ihn belastet, wenn er nach Hause kommt und eine heulende deprimierte Frau vor sich hat. Er meinte dazu:
Klar, er kann es ja körperlich nicht empfinden. (Also entsteht daher mehr Abstand zw. uns) Er flüchtet nicht, aber er trauert auch weniger tief als ich. Er will mir nichts vormachen und in den Trauerkanon einstimmen, weil er es nicht derart fühlt. Er versucht, nach vorne zu blicken und die positiven Seiten zu entdecken.
Meine Interpretation: Er möchte mir das Gefühl geben, das alles in Ordnung ist. Daher ist mein Mann etwas "sachlicher". Er gibt mir dadurch einfach was von seiner Kraft.
Schlimm ist für ihn, wenn ich ihm sage, dass ich mir allein vorkomme und er daran nichts ändern kann, weil er ja arbeiten gehen muss. Er kommt sich dann irgendwie "falsch" vor. Als mache er nichts richtig. Das ist ein belastendes Gefühl für ihn.
Und ich will ihm das nicht vermitteln, dass ich von ihm MEHR erwarte, z.B. das er mehr Gefühle zeigt, sich noch mehr um mich kümmert, etc.
Wir haben uns gegenseitig bestätigt, dass alles richtig ist mit uns und wir wohl gegenseitig mehr Geduld füreinander aufbringen müssen. Es war sehr schön. Seit diesem Gespräch bin ich viel besser gelaunt. Es war ein richtig wichtiges Gespräch. Danach waren wir beide viel lockerer und entspannter. Das tat gut.

Noch keine Blutungen: Du hattest Glück, dass die erste FG gut ausgeblutet ist. Es kann auch zu einer Infektion kommen, wenn der Fetus nicht operativ entfernt wird. Das habe ich gehört. Besser ist die As.

Stimmt: Es ist wie ein SS-Abbruch anzusehen- nur mit dem Unterschied und der ist ja ganz wichtig: Der Embryo/Fetus ist tot und er kann in diesem Zustand deiner Gesundheit schaden. Ich würde das nicht gleichsetzen.

Zu Deiner Sicherheit: Frage doch mal den FA, wieviele AS er bereits erfolgreich gemacht hat. In der Klinik hieß es: da gibt es eine Assistenz-ärztin, die an die 100 As gemacht hat und den Oberarzt, der mehr als 1000 As gemacht hat. Ich wollte dann lieber vom Oberarzt behandelt werden und meldete dies. Es war meine erste Frage direkt nach der OP, wer es gemacht hat. Die Antwort der Schwester beruhigte mich sehr.

Übrigens heute ist mein 5. Tag nach der OP und es blutet nicht mehr. Es hat auch nur sehr leicht geblutet. Es zieht noch etwas im Unterleib, heute bilde ich mir ein, es seien normale Periodenschmerzen, dann ist es leichter auszuhalten.
Noch was wichtiges: Ich habe keine einzige Schmerztablette nach der As gebraucht. Das finde ich erstaunlich. Auf einer Skala von 1 bis 10 ist mein Schmerz eher im Bereich 1-2 angesiedelt. Die Schwächung körperlich und psychisch empfinde ich viel schlimmer.
Unterstützend zur Heilung:
Ich nehme Schüßler-Salze Ferrum D3 und Arnika. Täglich 2 Tabletten Propolis und Gelee Royal und Aloe Vera trinke ich dreimal am Tag ein Schnapsglas. Ich glaube Arnika ist für die Wundheilung und das kann man auch schon vor der OP nehmen. Aber sicher bin ich nicht. Ich hatte zuerst gar nicht daran gedacht. Und das Forum hier ist gut für meine Psyche- wenn ich es wohldosiert anwende.
Mit dem Heben bin ich sehr vorsichtig. Muss auch beruflich immer etwas heben, werde meine Kollegen einfach mit einspannen. Lass Dir helfen solange du noch Schmerzen hast oder dich einfach nur zu schwach fühlst. Ich fühle mich noch schwach. Spaziergänge gehen nur langsam und begrenzt.
Es gibt auch von der Kasse Unterstützung im Haushalt und bei kleinen Kindern habe ich mal in einer Stiftung Warentest zum Thema 'welche Krankenkasse ist die beste' gelesen.
LG Kihumo

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

20. Juni 2007 um 13:35

Hi Silvana
Tut mir sehr leid, dass dir das nun auch passiert ist. Ich kann dir nur soviel sagen, ich habe das 2 Mal erlebt. Mein FA hat gemeint ich brauche nicht zu verhüten was ich dann auch nicht gemacht habe, hat jeweils 3 Monate gedaudert bis es wieder geklappt hat und jetzt bin ich Anfang 13W. Ich hoffe mal aller guten Dinge sind drei... Du musst aber natürlich für dich selber entscheiden ab wann du dich bereit fühlst es wieder zu probieren. Mir hat der Arzt gesagt, dass wenn man keine AS macht, früher oder später Blutungen auftreten werden aber dann kommt vielleicht nicht alles sauber raus und du musst trotzdem zur AS deshalb ist es besser es von Anfang an richtig zu machen. Mir hätte der Gedanke auch nicht gefallen dass ich länger auf Blutungen warten muss, ich wollte es wenn schon schnell hinter mich bringen. Die AS ist auch nur ein kleiner Eingriff und du wirst nicht gross was spüren ausser ein bisschen Bauchschmerzen gegen die gibts Medis und ein paar Tage Blutungen. Das psychische ist ein ganz anderes Kapitel und jeder geht anders damit um. Gib deinem Mann etwas Zeit, warscheinlich hat er es noch gar nicht realisiert. Es ist aber schon wichtig, dass er versteht, dass du ihn jetzt dringend brauchst aber das wird schon. Werde fest an dich denken, wenn du magst schau doch mal in den Chat rein, werde für heute abend mal eine Zeit im Forum angeben.
LG
Niski

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

21. Juni 2007 um 9:39
In Antwort auf jenna_12500597

Zwei Themen
hier ist nochmal kihumo.
Da sprichst Du was ganz Wichtiges an: der Mann an deiner Seite- jetzt.
Bei mir ist es so mit meinem Mann: er hat die ganze Bandbreite von Gefühlen gehabt. Vom ersten Schreck, ich werde Vater, bis riesiger Freude und toller Stimmung... dann auch wieder abwartend bis zur Erstuntersuchung und geschockt als die Meldung kam, Verzweiflung, Trauer und Angst, dass mir etwas passiert...
Einfach die ganze Ladung Gefühle. Das hat er mir gesagt, weil ich ihn direkt darauf angesprochen habe. Sonst hätten wir nicht geredet und das, habe ich gehört, soll ja überhaupt nicht gut sein.
Über seine Gefühle zu reden fällt ihm nicht so leicht und er meint, wenn er es einmal gesagt habe, wäre es doch genug. Ich kann und will darüber öfter sprechen, weil ich es dadurch besser verarbeite. Und ich muss es mit ihm besprechen und ich werde es auch weiterhin machen. Ich denke, er muss mitbekommen, wie es mir geht und wie ich seine "Rolle" empfinde, was ich mir von ihm wünsche. Für ihn ist die ganze Situation wie eine unbeeinflussbare Rutschpartie, das macht ihm Angst und er sucht nach Halt. Ich möchte die Balance wieder herstellen und gut auf seine Gefühle mir gegenüber lauschen. Dann geht es unserer Beziehung besser.
Gestern habe ich ihn gefragt, ob er sich in die Arbeit flüchtet. Ob es ihn belastet, wenn er nach Hause kommt und eine heulende deprimierte Frau vor sich hat. Er meinte dazu:
Klar, er kann es ja körperlich nicht empfinden. (Also entsteht daher mehr Abstand zw. uns) Er flüchtet nicht, aber er trauert auch weniger tief als ich. Er will mir nichts vormachen und in den Trauerkanon einstimmen, weil er es nicht derart fühlt. Er versucht, nach vorne zu blicken und die positiven Seiten zu entdecken.
Meine Interpretation: Er möchte mir das Gefühl geben, das alles in Ordnung ist. Daher ist mein Mann etwas "sachlicher". Er gibt mir dadurch einfach was von seiner Kraft.
Schlimm ist für ihn, wenn ich ihm sage, dass ich mir allein vorkomme und er daran nichts ändern kann, weil er ja arbeiten gehen muss. Er kommt sich dann irgendwie "falsch" vor. Als mache er nichts richtig. Das ist ein belastendes Gefühl für ihn.
Und ich will ihm das nicht vermitteln, dass ich von ihm MEHR erwarte, z.B. das er mehr Gefühle zeigt, sich noch mehr um mich kümmert, etc.
Wir haben uns gegenseitig bestätigt, dass alles richtig ist mit uns und wir wohl gegenseitig mehr Geduld füreinander aufbringen müssen. Es war sehr schön. Seit diesem Gespräch bin ich viel besser gelaunt. Es war ein richtig wichtiges Gespräch. Danach waren wir beide viel lockerer und entspannter. Das tat gut.

Noch keine Blutungen: Du hattest Glück, dass die erste FG gut ausgeblutet ist. Es kann auch zu einer Infektion kommen, wenn der Fetus nicht operativ entfernt wird. Das habe ich gehört. Besser ist die As.

Stimmt: Es ist wie ein SS-Abbruch anzusehen- nur mit dem Unterschied und der ist ja ganz wichtig: Der Embryo/Fetus ist tot und er kann in diesem Zustand deiner Gesundheit schaden. Ich würde das nicht gleichsetzen.

Zu Deiner Sicherheit: Frage doch mal den FA, wieviele AS er bereits erfolgreich gemacht hat. In der Klinik hieß es: da gibt es eine Assistenz-ärztin, die an die 100 As gemacht hat und den Oberarzt, der mehr als 1000 As gemacht hat. Ich wollte dann lieber vom Oberarzt behandelt werden und meldete dies. Es war meine erste Frage direkt nach der OP, wer es gemacht hat. Die Antwort der Schwester beruhigte mich sehr.

Übrigens heute ist mein 5. Tag nach der OP und es blutet nicht mehr. Es hat auch nur sehr leicht geblutet. Es zieht noch etwas im Unterleib, heute bilde ich mir ein, es seien normale Periodenschmerzen, dann ist es leichter auszuhalten.
Noch was wichtiges: Ich habe keine einzige Schmerztablette nach der As gebraucht. Das finde ich erstaunlich. Auf einer Skala von 1 bis 10 ist mein Schmerz eher im Bereich 1-2 angesiedelt. Die Schwächung körperlich und psychisch empfinde ich viel schlimmer.
Unterstützend zur Heilung:
Ich nehme Schüßler-Salze Ferrum D3 und Arnika. Täglich 2 Tabletten Propolis und Gelee Royal und Aloe Vera trinke ich dreimal am Tag ein Schnapsglas. Ich glaube Arnika ist für die Wundheilung und das kann man auch schon vor der OP nehmen. Aber sicher bin ich nicht. Ich hatte zuerst gar nicht daran gedacht. Und das Forum hier ist gut für meine Psyche- wenn ich es wohldosiert anwende.
Mit dem Heben bin ich sehr vorsichtig. Muss auch beruflich immer etwas heben, werde meine Kollegen einfach mit einspannen. Lass Dir helfen solange du noch Schmerzen hast oder dich einfach nur zu schwach fühlst. Ich fühle mich noch schwach. Spaziergänge gehen nur langsam und begrenzt.
Es gibt auch von der Kasse Unterstützung im Haushalt und bei kleinen Kindern habe ich mal in einer Stiftung Warentest zum Thema 'welche Krankenkasse ist die beste' gelesen.
LG Kihumo

Alles Gute
Ich wünsche dir viel Glück für morgen. Hoffe du überstehst alles gut.

Liebe Grüße Laura

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

21. Juni 2007 um 10:47
In Antwort auf fizza_12434752

Alles Gute
Ich wünsche dir viel Glück für morgen. Hoffe du überstehst alles gut.

Liebe Grüße Laura

Danke Niski, Kihumo und Laura
für Eure tröstenden Worte!

Ich weiß, das ich so etwas nicht als Einzige durchmache. Es gibt sehr viele Frauen, die diesen Eingriff gut überstanden haben und schwanger geworden sind daraufhin. Viel Glück in Deiner Schwangerschaft und eine wunderschöne Kugelzeit Niski!!!
Gestern war ein schlimmer Tag für mich gewesen. Habe es erst richtig realisiert, was passieren wird. Heute nehme ich mir Zeit zum Abschied und werde noch den Hausputz erledigen (wer weiß, wann ich wieder richtig dazu komme). Heute nachmittag ist nochmals FA-Termin angesagt, wo alles besprochen wird, wie es abläuft und die Narkose. Irgendwie finde ich das die Nächte immer schlimmer werden momentan. Wache ständig auf und denke darüber nach. Es wird Zeit das der Eingriff vorgenommen wird. Habe mir auch fest vorgenommen, das ich mich nicht hängen lasse und das werde ich auch nicht!

Viele liebe Grüße und Euch alles, alles Gute!

Silvana

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

21. Juni 2007 um 22:10

Ich drücke dir die Daumen!
Hallo Silvana,

auch ich hatte schon eine FG, allerdings auch mit "nur" Blutungen, also ohne AS und ich denke ganz fest an Dich! Du, bzw.Ihr schafft das schon!!!! Gebt Euch gegenseitig Kraft und Liebe und seid füreinander da, dann fühlt man sich danach nicht alleingelassen! Es wird schon alles gut gehen!
Und was ich Dir noch zu den Risiken sagen kann: Klar, es gibt immer welche, bei jedem Eingriff, aber oft wird man durch die ganzen schlimmen Berichte nur vollkommen verunsichert und bekommt noch mehr Angst (ist ja wie wenn man schwanger ist, wenn man dann mit irgendwelchen Leuten über die Geburt redet hört man immer so ne Sachen wie: "Oh je das tut schrecklich weh..." "Ich lag ewig in den Wehen..." usw...) also lass Dir keine Angst machen!!!Und ein guter Arzt gibt dir auf jede Deiner Fragen Antworten, denn es gibt keine dummen Fragen!!!
Das Wichtigste ist, dass Du einen liebevollen Freund/Mann hast der zu Dir hält! Alles andere schaffst Du schon!
Ich drücke Dir ganz fest die Daumen und wünsche alles Gute!!!
Liebe Grüße, Mirja

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

22. Juni 2007 um 13:36

Es war nicht so schlimm gewesen
Bin um 12 Uhr heute wieder entlassen worden aus der Klinik. Mußte um 7.30 Uhr drinnen sein, der FA machte nochmals Ultraschall um sicher zu gehen, das seine Diagnose richtig war. Die Eizelle sah total oval heute früh aus... Dann kam ich in ein Zimmer mit noch einer, die hat das Gleiche gehabt, ebenfalls in der 7. SSW. Wir beiden waren schon den Tränen sehr sehr nahe gewesen. Ich kam als erstes dran. Der Eingriff dauerte 15 Minuten, danach wachte ich sofort wieder auf und mußte noch eine Stunde im Aufwachraum zur Beobachtung bleiben. Meine Zimmergenossin kam eine halbe Stunde später nach mir rein und wir durften uns unterhalten. Dann kam ich in unser Zimmer wieder und durfte etwas warten. Aufs Töpfchen mußte ich dann gehen und durfte mich wieder anziehen, die Kanüle wurde wieder gezogen. Mit der anderen habe ich mich sehr gut unterhalten, wir haben hier aus meinem Dorf eine gemeinsame Bekannte, das ist unsere Nachbarin. Habe sie zu uns eingeladen und auch gesagt, später werden wir beide hier auf dem Balkon sitzen mit hübschen Kugelbäuchlein und können darüber "lachen", wie es das Schicksal mit uns gemeint hat! Irgendwie war es und ist es noch sehr komisch: vor der OP waren wir beide fix und fertig - jetzt sind wir froh, das der Eingriff vorbei ist, das es draußen ist, anscheinend sind die ganzen Hormone auch mit herausgekommen... Irgendetwas werden die uns schon gegeben haben, das wir so ein "Leck-mich-am-Arsch-Gefühl" haben. Habe dann noch eine Anti-D-Prophylaxe-Spritze bekommen und dann durfte ich heim. Schmerzen habe ich überhaupt keine.
Hatte sehr große Angst vor dem Eingriff, aber ich fand es sehr wichtig, das ich mich damit befasst habe, wie es abläuft, das man nicht alleine diesen Vorfall hat, das man nicht Schuld ist, das es so gekommen ist. Wer weiß wozu dies gut gewesen ist. Denke daraus lernt man und man wird stärker im Leben!!!

Liebe Grüße
Silvana

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

22. Juni 2007 um 14:28
In Antwort auf estada_12655120

Es war nicht so schlimm gewesen
Bin um 12 Uhr heute wieder entlassen worden aus der Klinik. Mußte um 7.30 Uhr drinnen sein, der FA machte nochmals Ultraschall um sicher zu gehen, das seine Diagnose richtig war. Die Eizelle sah total oval heute früh aus... Dann kam ich in ein Zimmer mit noch einer, die hat das Gleiche gehabt, ebenfalls in der 7. SSW. Wir beiden waren schon den Tränen sehr sehr nahe gewesen. Ich kam als erstes dran. Der Eingriff dauerte 15 Minuten, danach wachte ich sofort wieder auf und mußte noch eine Stunde im Aufwachraum zur Beobachtung bleiben. Meine Zimmergenossin kam eine halbe Stunde später nach mir rein und wir durften uns unterhalten. Dann kam ich in unser Zimmer wieder und durfte etwas warten. Aufs Töpfchen mußte ich dann gehen und durfte mich wieder anziehen, die Kanüle wurde wieder gezogen. Mit der anderen habe ich mich sehr gut unterhalten, wir haben hier aus meinem Dorf eine gemeinsame Bekannte, das ist unsere Nachbarin. Habe sie zu uns eingeladen und auch gesagt, später werden wir beide hier auf dem Balkon sitzen mit hübschen Kugelbäuchlein und können darüber "lachen", wie es das Schicksal mit uns gemeint hat! Irgendwie war es und ist es noch sehr komisch: vor der OP waren wir beide fix und fertig - jetzt sind wir froh, das der Eingriff vorbei ist, das es draußen ist, anscheinend sind die ganzen Hormone auch mit herausgekommen... Irgendetwas werden die uns schon gegeben haben, das wir so ein "Leck-mich-am-Arsch-Gefühl" haben. Habe dann noch eine Anti-D-Prophylaxe-Spritze bekommen und dann durfte ich heim. Schmerzen habe ich überhaupt keine.
Hatte sehr große Angst vor dem Eingriff, aber ich fand es sehr wichtig, das ich mich damit befasst habe, wie es abläuft, das man nicht alleine diesen Vorfall hat, das man nicht Schuld ist, das es so gekommen ist. Wer weiß wozu dies gut gewesen ist. Denke daraus lernt man und man wird stärker im Leben!!!

Liebe Grüße
Silvana

Abschied
Liebe Silvana,

da ich leider Routine auf diesem Gebiet habe, habe ich noch eine kleine Hilfe für dich. Ich konnte meinen Mann dadurch ein wenig mehr in die Trauerarbeit mit einbeziehen, indem wir für uns alleine wie ein kleines Abschiedsfest gemacht haben. Wir gingen zusammen essen und dachten dabei an dieses Kind. Mir kommen leider Jahre später immer noch die Tränen. Auch am Tag, als der ET gewesen wäre, machten wir das noch einmal. Ebenso half es mir, dem Kind einen Namen zu geben und einmal am Tag, ihm alles mögliche zu erzählen. Das letzte Mal hatte ich das Glück keine Ausschabung zu bekommen. Ich durfte auch den Wurm behalten. Es wurde keine histologische Untersuchung gemacht. So habe ich es im garten unter einem Baum begraben und bin lange Zeit täglich dort gestanden.
Männer sind oft nicht in der Lage, ihre Gefühle zu äußern. Allerdings glaube ich, dass sie wirklich nicht ganz nachempfinden können, wie es uns Frauen dabei geht. Ich hatte immer so ein Gefühl dieses Kindes von Anfang an. Und plötzlich war es weg. Ich war wieder allein. Diese Gefühl kennen Männer nicht.

Alles Gute.
Deine Heike

http://hometown.aol.de/learohse/Heike_S_Mayer.html

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Diskussionen dieses Nutzers
Wir machen deinen Tag bunter!
instagram