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Folgeschwangerschaft - Blasensprung SSW18

27. Juni 2016 um 9:11 Letzte Antwort: 28. Juni 2016 um 22:02

Hallo zusammen ,

ich erzähle mal von unserer Geschichte

Wir haben kurz vor Weihnachten 2015 erfahren, dass meine Frau schwanger ist, wir haben uns natürlich sehr gefreut. Beim zweiten Versuch hat es schon geklappt

In der 13 Woche hatte meine Frau früh morgens Ausfluss, sie dachte zuerst es sei Blut( mittlerweile denkt Sie es war Fruchtwasser), 1 Stunde später hatte sie dann aber wirklich sehr starke Blutungen und dachte sofort das sie das Kind verloren hat. Natürlich sind wir sofort ins Krankenhaus. Das Kind lebte und meine Frau hatte ein Hämatom. Die Ärzte machten uns gleich klar, dass es kritisch ist und redeten schon von einer eventuellen Ausschabung Meine Frau musste 1 Nacht im Krankenhaus bleiben und hatte strikte Bettruhe, am Tag danach wurde wieder US gemacht, gleiches Ergebnis wie am Vortag. Unser Baby lebte. Meine Frau wurde dann entlassen und hatte 1 Woche strikte Bettruhe welche sie natürlich auch eingehalten hat. Ende der Woche hatten wir wieder einen US Termin, das Hämatom hat sich verkleinert und unsere Erleichterung war riesig. Meine Frau wurde dennoch weitere 2 Wochen krankgeschrieben damit sie sich ausruhen kann..
Sie hatte aber weiterhin immer noch dunklen Ausfluss, sollte wohl vom Hämatom kommen..

Dann Sonntag Nachmittag (18+3) , meine Frau hatte auf einmal sehr starken Ausfluss. Schwallartig. Wir sind sofort ins Krankenhaus, die schreckliche Nachricht Fruchtblase ist geplatzt.
Man gab uns keine Chance. In den nächsten Stunden würden die Wehen eintreten, das passiere allerdings nicht. Nach einigen Tage hoffen und bangen hatten wir keine Chance, wir haben gehofft, dass sich wieder Fruchtwasser bildet, aber immer wieder verlor sie dieses. Unsere Leni lag komplett im trockenen und so mussten wir nach 5 Tagen die Geburt einleiten
Es war so schrecklich, als würde man den Boden unter den Füßen verlieren

Im Krankenhaus wurde auch ein Abstrich gemacht, aber es war alles in Ordnung. Keine Infektion.

Ihr Frauenarzt sagte bei der Nachuntersuchung das sich herausstellte das die Plazenta mehrere Infarkte (Plazentainsuffizenz) hatte. Aber man könne nicht sagen woher diese kamen, ob diese von dem Blasensprung oder vom Hämatom kamen, oder ob der Blasensprung sogar wegen den Infarkten kam

Auf Nachfrage ob man vor dem nächsten Versuch weitere Untersuchen machen sollte/müsste, meinte der FA nur , dass man sowas erst nach der 3-4 Fehlgeburt macht, da es leider einfach zum Leben dazu gehört und doch häufiger vorkommt als man denktEigentlich sollte das auch ein guter Arzt sein, hat auch schon Jahre im Krankenhaus gearbeitet.. Im Krankenhaus sagte man uns auch, dass man nicht sagen könne warum so etwas passiert und es einfach eine Laune der Natur sein. Wir können es nach 3 Monaten wieder probieren

Wir haben auch überlegt ob wir den FA wechseln, nicht weil wir ihm eine Schuld geben sondern weil es schwer fällt wieder in diese Praxis zu gehen, aber haben uns jetzt entschieden das nicht zu tun, auch weil dieser jetzt die ganze Vorgeschichte kennt..


Wir sind jetzt an einem Punkt an dem wir es wieder probieren wollen. Die Geburt ist jetzt 14 Wochen her, meine Frau hat sofort regelmäßig ihre Periode bekommen. Am Mittwoch hat sie nochmals einen Kontrolltermin beim FA, sollte dieser grünes Licht geben, wollen wir es wieder probieren.


Aber was meint Ihr? Muss man wirklich keine weiteren Untersuchen machen und kann man wirklich nicht feststellen was der Grund für die Infarkte in der Plazenta waren?

Wir haben natürlich Angst, dass uns nochmal so etwas passiert!
Wir haben jetzt gelesen das so etwas evtl. mit Gerinnungsstörungen zu tun haben könnte, ich habe aber auch gelesen das man sowas erst nach mehreren Fehlgeburten überprüft.. Aber kann der Arzt da nicht vorsorglich was geben? Habe gelesen das manche Frauen vorsorglich blutverdünnende Tabletten (ASS100) bekommen..
Klar wir werden es nochmal ansprechen, aber er meinte ja beim letzten mal schon das man erst nach mehreren Fehlgeburten weitere Untersuchungen angeht

Würde man solche Gerinnungstest vor oder dann während der Schwangerschaft machen müssen?


Am Anfang der Schwangerschaft hatte meine Frau ständig Ausfluss, der FA meinte daraufhin das vllt. etwas noch nicht komplett dicht ist , wir hatten dann auch Sexverbot die ganze Zeit.
Kann es vllt. sein das die Fruchtblase von Anfang an nicht komplett richtig verschlossen war ?

Wie würdet Ihr weitervorgehen ? Der FA und die Ärzte im Krankenhaus sagten das es einfach zum Leben gehört und eine Laune der Natur ist, aber natürlich hat man jetzt Angst das gleiche nochmal zum erleben

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28. Juni 2016 um 22:02

Gerinnungsstörung
Erstmal mein tiefes Mitgefühl, dass ihr sowas schlimmes durchmachen musstet Grad wenn man schon so weit ist, ist eine Fehlgeburt umso heftiger...

Zu deiner Frage: ich hatte 2 frühe FGs (7./10.SSW) und war danach in einer Abortsprechstunde und KiWu Klinik und dort wurde ein Faktor V Leiden festgestellt, das zu den FGs geführt haben könnte (zusammen mit einer Gelbkörperschwäche). In meiner 3.SS habe ich ab Eisprung Utrogest und ab positiven SST Heparin spritzen müssen (inkl. regelmäßigen Kontrollen in der Gerinnungsambulanz während der SS). Und heute ist das "Ergebnis" schon über 7 Monate alt

Alles Gute und viel Kraft für euch,
Hanni

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