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Finanzielle Unterstützungen trotz Arbeit, Studium und Kind?

19. März um 21:30

Hey ihr lieben.
ich habe mal eine Frage an euch.
Zunächst: wir haben einen Kinderwunsch!😍
Zurzeit Arbeite ich und mache gleichzeitig ein Studium. Aufgrund meines Einkommens bekomme ich ja für mein Studium schon keine finanzielle Unterstützungen mehr was auch absolut kein Problem darstellt.
Kennt sich jemand mit dem Thema an sich aus und bekommt man trotz Arbeit weitere finanzielle Unterstützungen wenn man im Studium ist und/oder zusätzlich ein Kind bekommt?

(kurze Erklärung zum Titel, hier geht es nicht darum, ob man Arbeit, Studium und Kind unter einen Hut bringen kann oder ob das nun stressig oder nicht wird. Es soll auch absolut nicht den Anschein erwecken, ich wäre auf Geld aus 😂 das ist mir nämlich während des Schreibens aufgefallen. Würde das so sein würde ich auch keine Schwangerschaft planen 😂👍🏽)

LG

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19. März um 22:07

Hab auch mit Kind studiert, nebenher gearbeitet und keine finanzielle Unterstützung bekommen bis auf Kinder- und Elterngeld. Dadurch, dass man verdient, fällt man fast überall raus. Ich konnte mich dank meiner Mutter und später Stipendium gut über Wasser halten. Aber rein vom finanziellen her ist es besser, erst das Studium abzuschließen und danach mind. ein Jahr voll zu arbeiten, damit man ein besseres Elterngeld bekommt.

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19. März um 22:14

Danke für deine schnelle Antwort auf meine Frage.

okay dann wird das wohl bei mir das selbe sein. 
Arbeite seit 2017 und mache gerade ein Fernstudium, habe allerdings nicht voll gearbeitet sondern immer nur 75%. Möchte das allerdings auch weiterführen (erstmal).
hattest du damals noch einen Partner oder warst du alleine da du von deiner Mutter Unterstützung hattest?

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19. März um 22:21
In Antwort auf worldofbutterflies

Danke für deine schnelle Antwort auf meine Frage.

okay dann wird das wohl bei mir das selbe sein. 
Arbeite seit 2017 und mache gerade ein Fernstudium, habe allerdings nicht voll gearbeitet sondern immer nur 75%. Möchte das allerdings auch weiterführen (erstmal).
hattest du damals noch einen Partner oder warst du alleine da du von deiner Mutter Unterstützung hattest?

Zu Beginn des Studiums hatte ich noch einen Mann, im Laufe des Studiums habe ich mich dann getrennt. Meine Mutter hat mich aber von Beginn an unterstützt.
Voll arbeiten wäre halt besser, weil du am Ende mehr Ausgangseinkommen für die Berechnung des EGs hast. Das könntest du dir schonmal vorab ausrechnen. Bei einem Fernstudium hat man ja sowieso kaum Fördermöglichkeiten, das ist schon sehr speziell. Evtl gibt es an deiner Fernhochschule Beratungsstellen, die dir gezielter helfen können?

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20. März um 19:25

Hallo worldofbutterflies,

zu deiner Situation. Wenn du ein Kind haben möchtest, dann ist das auch zu diesem Zeitpunkt voll okay. Du gehst 30 Std arbeiten und das Elterngeld wird nicht vollstädnig zur Deckung des Lebensunetrhalts ausreichen. Das ist nicht schlimm, denn in der Elterngeldzeit hast du Anspruch darauf, dass man dein EG durch ALG II jedenfalls auf diesen Status anhebt. Und sind wir mal ehrlich, wer bekommt schon 1800 Euro EG, wenn EG 65 % des Nettoeinkommens der letzten 12 Monate ist. Ich nicht und auch alle Frauen, die ich kenne nicht und wir gehen alle arbeiten, manche vor den Kindern sogar voll, aber bspw eine Friseurin bekommt niemals 1800 Euro netto im Normalfall. Wenn dein Partner nichts verdient oder nur wenig und ihr zu zweit bzw dann zu dritt den Regelsatz ALG II nicht zur Verfügung habt, dann hast du Anspruch auf Aufstockung. Das musst du dann beantragen, wenn du das EG beantragst.
Darüber hinaus hast du bei wenig Einkommen Anspruch auf Wohngeld. Das ist zwar nicht sehr viel, aber 100 Euro sind 100 Euro.
Darüber hinaus kannst du dich an die Diakonie, sowie an Pro Famila wenden und um Unterstützung zur Erstausstattung fragen. Die prüfen dann, ob ihr berechtigt seid.

Wie du siehst, wird man auch als Geringverdiener bzw in der Elternzeit, wenn das EG durch das bescheidene Netto mau ist, nicht alleine gelassen. Und nach einem Jahr kannst du dann ja wieder durchstarten. Vlt wäre es für dich auch eine Option das Elterngeld z.B. die ersten 6 Monate voll zu beziehen und dann auf Elterngeld plus zu gehen. Das bedeutet. dass du nur das hälftige Elterngeld beziehst, dafür aber dann noch weitere 12 Monate (also 6 Monate aufgeteilt) und dazuverdienst. Wenn ich die Dame am Telefon richtig verstanden habe, ist dies sogar bis zur Maximalgrenze des EG also 1800 Euro möglich.

Ich hoffe, dass ich dir weiterhelfen konnte und wüsnche dir, dass du eine für dich angenehme Entscheidung treffen kannst.

LG Mutti, die 3 Kinder im Studium bekommen hat und nun noch ein 4. und es im Studium viel entspannter fand.

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20. März um 19:49
In Antwort auf muttimal4

Hallo worldofbutterflies,

zu deiner Situation. Wenn du ein Kind haben möchtest, dann ist das auch zu diesem Zeitpunkt voll okay. Du gehst 30 Std arbeiten und das Elterngeld wird nicht vollstädnig zur Deckung des Lebensunetrhalts ausreichen. Das ist nicht schlimm, denn in der Elterngeldzeit hast du Anspruch darauf, dass man dein EG durch ALG II jedenfalls auf diesen Status anhebt. Und sind wir mal ehrlich, wer bekommt schon 1800 Euro EG, wenn EG 65 % des Nettoeinkommens der letzten 12 Monate ist. Ich nicht und auch alle Frauen, die ich kenne nicht und wir gehen alle arbeiten, manche vor den Kindern sogar voll, aber bspw eine Friseurin bekommt niemals 1800 Euro netto im Normalfall. Wenn dein Partner nichts verdient oder nur wenig und ihr zu zweit bzw dann zu dritt den Regelsatz ALG II nicht zur Verfügung habt, dann hast du Anspruch auf Aufstockung. Das musst du dann beantragen, wenn du das EG beantragst.
Darüber hinaus hast du bei wenig Einkommen Anspruch auf Wohngeld. Das ist zwar nicht sehr viel, aber 100 Euro sind 100 Euro.
Darüber hinaus kannst du dich an die Diakonie, sowie an Pro Famila wenden und um Unterstützung zur Erstausstattung fragen. Die prüfen dann, ob ihr berechtigt seid.

Wie du siehst, wird man auch als Geringverdiener bzw in der Elternzeit, wenn das EG durch das bescheidene Netto mau ist, nicht alleine gelassen. Und nach einem Jahr kannst du dann ja wieder durchstarten. Vlt wäre es für dich auch eine Option das Elterngeld z.B. die ersten 6 Monate voll zu beziehen und dann auf Elterngeld plus zu gehen. Das bedeutet. dass du nur das hälftige Elterngeld beziehst, dafür aber dann noch weitere 12 Monate (also 6 Monate aufgeteilt) und dazuverdienst. Wenn ich die Dame am Telefon richtig verstanden habe, ist dies sogar bis zur Maximalgrenze des EG also 1800 Euro möglich.

Ich hoffe, dass ich dir weiterhelfen konnte und wüsnche dir, dass du eine für dich angenehme Entscheidung treffen kannst.

LG Mutti, die 3 Kinder im Studium bekommen hat und nun noch ein 4. und es im Studium viel entspannter fand.

Ich hab beim 2. Kind den vollen Satz EG bekommen und beim 3. nur einen Tick weniger 🙈🙈
Je nach Job und Verdienst lohnt sich das schon. 

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20. März um 20:58
In Antwort auf wonderwoman80

Ich hab beim 2. Kind den vollen Satz EG bekommen und beim 3. nur einen Tick weniger 🙈🙈
Je nach Job und Verdienst lohnt sich das schon. 

Dann hast du aber auch finanziell einen sehr guten Job. Es ist aber nicht die Regel den vollen Satz zu bekommen. Wie beschrieben kenne ich leider nur Frauen, die vor dem ersten Kind vollzeit gearbeitet haben und hinterher echt in die Röhre guckten. Das ist schade und daran sollte man politisch arbeiten. Aber daher habe ich die mir bekannten Möglichkeiten aufgezeigt. Denn leider sieht es beim Elterngeld mittlerweile so aus, als ob nur noch Besserverdiener priveligiert sind, Kinder zu haben.
Aber ich freue mich für dich, dass du finanziell so gut dastehst. Ich persönlich könnte uns nicht über die Runde bringen. Dafür sorgt meine bessere Hälfte.

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20. März um 23:45

Ich werde auch den vollen Satz Elterngeld bekommen.

Das Elterngeld plus ist übrigens bei 900€ gedeckelt. Trotzdem kann es sich lohnen, gerade wenn man Teilzeit arbeitet, da man es doppelt so lange bekommt und die Abzüge für den Teilzeit-Verdienst dabei weniger stark ins Gewicht fallen als beim Basiselterngeld.

Falls dein Arbeitgeber und deine Uni das mitmachen, überleg dir doch, ob es sich lohnt jetzt auf Vollzeit Arbeit zu gehen und die Semesterwochenstunden entsprechend zu reduzieren. Dann kriegst du hinterher mehr Elterngeld und wirst mit dem Studium halt etwas später fertig, oder holst dann während der Elterngeld-Phase im Studium wieder etwas auf und arbeitest entsprechend weniger, da du dann mehr Elterngeld kriegst (es zählt ja die Differenz zwischen altem und neuem Netto, also weniger Arbeiten = mehr Elterngeld, bis zum Deckel halt).

 

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