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Fehlgeburt - still und heimlich

3. November 2017 um 11:11 Letzte Antwort: 6. November 2017 um 11:01

Hallo, ich würde Euch auch gerne meine Geschichte erzählen. Am 11. September hatte ich einen positiven Bluttest. Positiv nach so vielen Versuchen, Tränen und vielen Jahren! Der Weg bis hierhin war nicht einfach, letztendlich hat uns eine Insemniation zum großen Glück verholfen. Kurze Zeit später konnte man beim FA dann auch den Herzschlag sehen, das war in der 7. Woche. Man sagt, damit wäre dann schon ein großer Teil des Weges geschafft. Heute - 4,5 Wochen nach Feststellung des Herzschlages - kam dann der große Schlag: unser kleiner Schatz hat sich nicht weiterentwickelt, kein Herzschlag mehr, 1 cm klein. Es traf mich irgendwie nicht ganz unerwartet, ich weiß nicht warum, aber mein Bauchgefühl war schon komisch. Umso härter war es für meinen Mann, der immer so großartig positiv denkt. Nun habe ich am Montag einen Termin zur Vorstellung im Krankenhaus wegen einer Ausschabung. Schon allein das Wort klingt so gruselig, das es mir Angst macht. Und das was danach kommt, macht mir noch mehr Angst. Schaffe ich das nochmal? Im Dezember werde ich 40, es wäre mein erstes Kind.
Wir hatten uns extra entschieden, keine Nackenfaltenmessung oder andere Pränatal-Diagnostik zu machen, weil wir beide der Meinung sind, dass die Natur das schon regelt. Aber jetzt das allerliebste Wunschkind tot in meinem Bauch zu tragen macht mich fertig. Es gibt sicher einen guten Grund. warum der kleine Schatz nicht mehr lebt. Aber ich bin gerade so schrecklich traurig und leer und weiß überhaupt nicht weiter.
 

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6. November 2017 um 11:01

Liebe Mieze.... 

leider gibt es nicht die richtigen Worte dafür. 
Das einzige was ich dir sagen kann, dass es mir wahnsinnig leid tut Es ist furchtbar sein Kind gehen lassen zu müssen. 
Auch ich hatte eine FG mit Ausschabung. Ich habe soviel geweint bis in den OP. Die Ärzte und Helfer sagten immer wieder : keine Angst!  Es gut nicht weh.Es ist gleich vorbei.... 
Dabei verstand keiner, dass ich keine angst hatte- sondern der schmerz ganz woanders liegt.
Das sage ich dir nicht um dir Angst zu machen - sondern um dir zu sagen, dass du unbedingt verarbeiten sollst.  (Nicht still und heimlich) .... Empfehlen kann ich Dir eine Hebamme die Trauer Begleitung anbietet. Ich brauchte nur 3 Termine und konnte mit den Tipps gut leben. Verkriech dich nur nicht. 

Und - natürlich wirst du es nochmal schaffen.  Dein Körper hat es einmal geschafft und wird es wieder schaffen. 
In der Familie haben wir Drillinge mit 42 Jahren  (nach icsi) ... 

Ich wünsche Dir von Herzen, dass du bald ein Wunder austragen darfst. Fühl dich gedrückt. Wenn du dich austauschen oder berichten magst - schreib mir gerne... 

viele Grüsse 
Denise 

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