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Fehlgeburt nach vorzeitigem blasensprung

2. September 2008 um 18:09

hallo ihr,

da ich noch mit keinem sprechen kann, mein mann erst in ca 2 wochen bei mir sein kann und ich doch den drang habe meine geschichte zu erzählen werde ich den schlimmsten tag meines bisherigen lebens hier aufschreiben...

Ich habe erst vor 2 tagen, am 31.8. meinen kleinen amarú verloren...
Die Schwangerschaft war von Anfang an keine "traum"schwangerschaft da ich in der 14.ssw Blutungen hatte wegen einer Lösung eines Stückes der Plazenta, was jedoch nach 10 Tagen Bettruhe alles wieder in Ordnung war.
Dann hat es angefangen mit leichten schmerzen und einem harten bauch wobei jedoch alle meinten dass wäre nichts schlimmes...Ich hab es dann auch geglaubt jedoch in der ganzen zeit Angst gehabt und Sorgen.
Dann nach einem langen Flug bekam ich in der 18.ssw bei der Zwischenladung Schmierblutungen und dann in Deutschland angekommen bin ich auch sofort ins Krnakenhaus gekommen wo jedoch keine Ursache festgestellt werden konnte.
Meinem Baby ging es die ganze Zeit über richtig gut,hat sich jedesmal bei den Ultraschallen bewegt und alles schien in Ordnung.
Nachdem ich nun eine Woche im Krankenhaus mit Bettruhe lag und sich de Blutung von allein besserte wurde ich entlassen obwohl immer noch etwas Blut,jedoch altes kam...ich wurde dann noch einmal von meiner frauenärztin untersucht,die mir Blut abnahm einen abstrich machte etc und meinte dass ich nach 2 wochen wiederkomme sollte.
Nachdem eine woche vergangen war und immernoch ganz leicht blut kam, hielt ich es nicht mehr aus und verlegte den termin vor.

in der praxis meinte minte ärztin dass alles normal gewesen sei mit meinen werten, nur einige kolibakterien in meiner scheide gefunden worden.sie gab mir ein antibiokum und gab mir noch eine überweisung für eine feindiagnostik um sicher zu gehen, dass alles in ordnung sei mit dem baby.

Nun nahm ich brav meine Antibiotika und auch bei der Feindiagnostik war alles normal...meinem sohn ging es super und alles sah gut aus

Dann am abend fing der Horror an...Ich bekam Unterleibsschmerzen und hatte schon das Gefühl es seien wehen jedoch dachte ich mir,heute war alles etwas aufregend,ich habe mich wahrscheinlich nur verausgabt und ausserdem war bei der feindiagnostik alles in butter.
am nächsten morgen merkte ich dann den blasenprung und bi sofort ins krankenhaus wo dieses dann bestätigt wurde jedoch war mein kleiner noch voll von Fruchtwasser umspült und es ging ihm gut...nach 2 Tagn strenger bettruhe und unaufhörlichem Fruchtwasserabgang wurde dann in einem ultraschall festgestellt, dass meine fruchtblase fast leer war und mein baby sich nicht mehr gut bewegen konnte.trotzdem merke ich noch tritte und ihm ging es gut.
daher hatte ich die Hoffnung, dass er es schaffen würde noch ein paar wochen durchzuhalten,ich war ja nun schon in der 22.woche, aber die ärzte meinten die chace dass er es schaffen würde seien sehr gering und auch wenn er es schaffen würde er mit sicherheit behnderungen davontragen wegen des bewegungsangels und damit entstehenden gelenkschäden und die nicht weiter trainierte lunge, da er kein fruchtwasser mehr schlucken konnte...ich war am boden zerstört denn ihn zu spühren,zu wissen, dass er gesund war und zu wissen, dass ich alles richtig gemacht habe während der schwangerschaft8mit dem rauchen aufgehört,keine partys mehr,mich geschohnt und gesund gegessen) hat mich fertig gemacht.

ich sollte nun entscheiden ob die ärzte die Geburt einleiten sollten oder ich warten wolle,dass mein körper alles von selber macht, was jedoch wochen hätte dauern können und die chanchen für ein überleben von meinem kind nicht viel gestiegen wären...soetwas entscheiden zu müssen wünsche ich niemandem.
ich wurde von diesem leid befreit denn ein paar stunden nach dem gespräch mit den ärzten fingen die Wehen von selber an...
sein lebensunfähiges kind gebären zu müssen,noch die letzten zarten tritte zu spühren und dieser ganze schmerz wie bei einer "normalen" geburt waren so schrecklich,nicht in worte zu fassen... als ich ihn dann ein paar stunden später sah, war es ein so gemischtes gefühl... er ist so hübsch,so perfekt und hat alles dran, wieso darf ich ihm nicht die welt zeigen,mit ihm auf den spielplatz gehen oder kuscheln...
zum glück sah man ihm keine strapazen an oder dass er sich gequält hat...ich bin mir sicher, dass er keine schmerzen hatte.

jetzt nach einiger zeit zum überlegen frage ich mich, warum meine frauenärztin mir nicht sofort bescheid gegeben hat wegen der bakterien,wieso konnte man nicht mit einem anruf mir bescheid sagen um schon vorher mit dem antibiotika hätte anfangen können...

mein mann, der leider erst in ca 2 wochen nach deutschland kommen kann und ich haben nun einen schutzengel...

amarú, es ist ungerecht doch ich danke dir für die zeit und gefühle die ich nie vorher für jemanden entfunden habe...




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2. September 2008 um 18:43

Es ist schrecklich,
ihr tut mir sooo leid! ich hoffe...ach irgentwie klingt alles was ich sagen oder schreiben will blöd! gut da du es dir von der seele schreibst.

L.G
susi

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9. Oktober 2008 um 1:06

tut mir sehr leid für dich
Hallo, erstmal tut es mir sehr leid für dich. ich habe mir deine geschichte durchgelesen und bei mir war es ziemlich ähnlich.
ich habe mein kind am 28.09.2008 tot auf die welt bringen müssen.

ich habe im dritten monat erfahren dass ich schwanger bin hab sofort mit rauchen aufgehört, keine party mehr kein alkohol gesundes essen. ich habe die ganze zeit über blutungen gehabt bin sehr oft zu meiner FA doch diese hat gemeint es wäre normal und das haben viele schwangere. dann hab ich den arzt gewechselt weil ich ihr nicht getraut habe und immer noch blutungen hatte. der andere arzt hat auch gemeint es ist nicht schlimm es wäre außen an der gebärmutter und dem kind geht es auch gut. irgendwann morgens ( 21. ssw) wachte ich auf und habe starke blutungen gehabt es war sehr flüssig. niemals hätte ich an einen blasensprung gedacht. ich bin dann ins KH und dort haben sie mich erstmal ein tag da behalten aber sie haben nichts genause gesagt wegen der blutung. ein tag später hat mich ein der arzt nochmal untersucht und hat festgestellt dass fast kein fruchtwasser mehr vorhanden ist aver dem baby ginge es noch gut. antibiotika hab ich auch bekommen doch es hat nicht angeschlagen und sie mussten mir ein anderes geben doch die CAP werte sind gestiegen. die ärzte sagten mir ich muss liegen bleiben und auf jeden fall 2 wochen warten früher können sie nichts machen. er hat gemeint es könnte auch sein dass meine fruchtblase sich wieder schliéßt. ich habe es so sehr gehofft! eines morgens hab ich dann schmerzen bekommen, mein bauch ist hart geworden und die schmerzmittel haben auch nicht mehr geholfen. sie brachten mich zum ultraschall, der herzschlag war ab und zu nicht da und in der nächsten sekunde viel zu schnell. sie brachten mich in den kreissaal. ich konnte nicht glauben was passierte. zum glück war ich voll gepumpt mit schmerzmittel sonst hätte ich diesen gedanken nicht ertragen können. es ging nicht lange. eine stunde hatte ich wehen alle zwei min kamen sie und dann nur noch alle 30 sekunden. 3 presswehen hatte ich und dann war es schon da. ich konnte es nicht übers herz bringen mein totes baby in den arm zu nehmen. danach hatte ich eine ausschabung. es ging alles viel zu schnell.

ich kann dich wirklich verstehen. diesen schmerz zu vergessen ist wirklich schwer.

wir müssen versuchen es zu verarbeiten.

hast du dir psychologische hilfe gesucht? ich weiß nicht ob ich das machen soll aber mir geht es im moment nicht gut, ich wache nachts auf und sehe dinge an meiner decke die nicht da sind. ich habe angstattacken und ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll. ich wohne alleine, mein freund ist verheiratet und wohnt mit seiner frau und zwei kindern zusammen....

wenn du möchtest kannst du mir gerne antworten, würde mich freuen.


LG Andri

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