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Fehlgeburt mit Cytotec: Ein Erfahrungsbericht (long)

18. April 2015 um 14:26

Es ist seltsam, wie wenig offizielle Informationen es zu dem Thema "Eingeleitete Fehlgeburt" gibt. Trotz umfangreicher Internetrecherche habe ich die wichtigsten Infos lediglich aus einzelnen Fetzen der hunderten von persönlichen Erfahrungsberichten anderer Frauen herausgezogen. Vielleicht wird auch dieser Bericht der ein oder anderen Frau helfen können, die sich in gleicher oder zumindest ähnlicher Situation wieder findet, zwischen den gleichen Entscheidungen oder einfach nur vor großen Fragezeichen steht wie ich stand.

Im letzten Jahr erlitt ich in meiner ersten Schwangerschaft in der 6. SSW eine Missed Abortion, die erst in der 8. Woche festgestellt wurde. Der Schock saß tief, das Wissen war gering, die Hörigkeit vor Ärzten dagegen hoch. Ich wollte nicht mit etwas Totem in meinem Körper herumlaufen und so ließ ich mich schnell auf eine Ausschabung in einer Tagesklinik ein. Durchgeführt von einer FÄ, die ich zwar ganz sympathisch fand, von der ich aber überhaupt nichts wusste und bei der ich vorher nie gewesen war. Als ich in den OP kam, fing ich an zu weinen. Die kalten Kacheln, die Frauen in den grünen Kitteln, das alles fühlte sich nicht richtig an. Unmittelbar, bevor die Narkose gesetzt wurde, liefen mir Tränen über die Wangen, dann schlief ich sofort ein. Ich wachte auf von meinem eigenen Geschrei vor Krämpfen. Dabei war die OP schon vorbei und ich lag im Aufwachraum. Die Schwestern meinten, das sei ungewöhnlich und wahrscheinlich psychisch, doch heute glaube ich, war das die Cytotec, die ich vor der OP einnehmen musste und verspätet jene starken Krämpfe auslöste. Das dauerte nur wenige Minuten, dann war alles vorbei und ich war nur gerädert. Die nächste Periode kam nach etwa fünf Wochen und alles fühlte sich zumindest körperlich ok an. Nach über einem halben Jahr wurde ich wieder schwanger. Auch hier wurde Anfang der 8. SSW festgestellt, dass die Entwicklung eher der 6. SSW entsprechen würde. Nach Blutabnahmen im 48-Stunden-Takt war nach einer Woche klar, dass es vorbei war. Ich war diesmal gefasster und vorbereiteter. Ich erlaubte mir keine Trauer, sondern appellierte an meine Vernunft, nun pragmatisch an die Sache heranzugehen. Schließlich musste die Sache ja irgendwie über die Bühne gebracht werden und das ohne Einschränkungen für künftige erfolgreiche Schwangerschaften und Geburten. Fünf verschiedene Ärzte rieten mir zu einer Ausschabung, doch das wollte ich nicht. Nicht innerhalb eines Jahres zum zweiten Mal, nicht vor dem ersten Kind. Ich hatte es diesmal nicht eilig, denn ich betrachtete den Zustand nüchtern als eine fruchtlose Zellansammlung und nicht als totes Baby in meinem Bauch. Aber so mancher Arzt war anderer Meinung und teilte mir mit, ich sei verantwortungslos, könnte mir eine Blutvergiftung hinzuziehen, die Ausschabung müsste jetzt sofort (!) an Ort und Stelle gemacht werden, sonst ..... sonst was?. Ich war dieses Jahr eine andere und widerlegte die Angstmacherei mit fachlichen Argumenten zur Verwunderung und sofortigem Schweigen meines Gegenübers in weiß. Natürlich wollte ich diesen Zustand auch am liebsten beendet haben und nicht noch eventuelle vier Wochen warten bis Mutter Natur sich einschaltet. Ein medikamentöser Abbruch erschien mir daher am besten, aber hier stieß ich auf taube Ohren.

Ich war verwundert, wie viel bewusst oder unbewusst falsche Informationen mitgeteilt wurden, in jedem Falle mit einer Absolution mitgeteilt wurde, dass in diesem Stadion ich war mittlerweile in der 11. SSW auf keinen Fall alles abgehen würde und ich eh nach all diesen Qualen nochmal zur OP kommen müsste. Ich vereinbarte also einen OP-Termin im Krankenhaus und musste Standardformulare unterschreiben, dass Verwachsungen oder andere Komplikationen zu künftiger Unfruchtbarkeit führen könnten, selbst die Gebärmutter könnte im absoluten Extremfall während der OP entfernt werden. Das sei dem Oberarzt zwar noch nie passiert und er hätte davon auch noch nie gehört, aber unterschreiben müsste man das trotzdem. Ich unterschrieb. Und sagte die OP einen Tag später ab. Diese Entscheidung sollte ich nicht bereuen. Ich konnte mir Cytotec besorgen und leitete meine eigene Fehlgeburt ein. Wer direkte Worte und unverblümte Beschreibungen nicht vertragen kann, bitte aufhören zu lesen. Ich hatte keine Ahnung wie eine Fehlgeburt aussehen würde und worauf ich hätte achten sollen. Mir hätte es geholfen zu wissen, was auf mich zukommen kann.
20:00 Uhr: Ich nahm zwei Cytotec oral und zwei vaginal ein.
22:00 Uhr: Kopfschmerzen, leichte Krämpfe in der Bauchgegend.
00:00 Uhr: Die Krämpfe werden stärker.
04:00 Uhr: Das erste Blut tritt aus. Ich lege eine Binde ein.
05:00 Uhr: ich nehme weitere zwei Cytotec vaginal ein. Immer wieder stärker werdende Krämpfe.
12:00 Uhr: Die Blutungen werden stärker, die Schmerzen auch. Ich kauere auf dem Boden im Badezimmer, stöhne und wimmere. Es wird so schlimm, dass ich realisiere, dass das Wehen sein müssen. Ich setze mich auf die Toilette, da ich immer stärker blute. Ohne Unterbrechung spüre ich Wehen und als ich glaube, das nicht mehr aushalten zu können, plumpst unvermittelt ein Stück aus mir heraus. Es sah aus wie ein großes Stück glitschige Leber. Später sollte ich erfahren, dass das die Fruchthöhle war. Just in diesem Moment sind auch die Schmerzen weg. K.o.m.p.l.e.t.t. weg.
13:00 Uhr: Ich hab hier und da noch ein Ziehen, habe aber keine Schmerzen. Ich nehme zwei weitere Cytotec ein. Bis zum nächsten Tag bekomme ich wieder Krämpfe, aber bei weitem nicht so schlimm wie am Tag zuvor. Was ich noch nicht checke, es sind quasi die Nachwehen. Um 09:00 Uhr kommt ein ca. 8 cm großes Stück Gewebe heraus, welches wie Fleisch aussieht: der Mutterkuchen.

Da es die zweite Fehlgeburt innerhalb eines Jahres war, wollte ich das Material histologisch und genetisch untersuchen lassen. Durch bestimmte Vorbereitungen ist es mir gelungen, Fruchthöhle und Mutterkuchen sauber aufzufangen, in bestimmte Behälter umzufüllen und ins Labor zu bringen. Im Leben hätte ich nicht gedacht, zu so etwas in der Lage zu sein, aber es geht und ist wesentlich weniger schlimm oder kompliziert als angenommen.

Fazit: Die von mir selbst eingeleitete Fehlgeburt war nach nicht einmal zwei Tagen komplett ausgestanden. Nun blutet es nur noch nach. Am dritten Tag war ich beim Gyn und laut Ultraschall war nichts mehr zu sehen, so dass ich nicht die von vielen Ärzten prophezeite Trotzdem-Ausschabung machen musste. Ich bin als Frau so stolz auf mich, dass ich das körperlich alleine geschafft habe. Ich fühle mich stark und gleichzeitig sanft, weil nicht irgendjemand blind in mir geschabt hat und weil ich nicht Angst haben muss, dass dabei doch was schiefgegangen ist. Jede Frau sollte selbst entscheiden, was für sie und in welcher Situation das richtige ist. Informiert euch gründlich und wägt es ab ohne, euch von jemanden drängen zu lassen. Ihr schafft das.

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10. Mai 2016 um 16:56

Fehlgeburt mit cytotec
Hi ,
Ich hab da eine Frage geht sowas auch mit drei cytotec Tabletten ? Bin ich der 14. Woche und kein Arzt operiert mich, Holland ist weit weg und kostet alles insgesamt 1000 die ich bar nicht habe.
Liebe Grüße Alena

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19. April 2015 um 9:28

Hallo,
Sehr interessant, was du da beschreibst.
Ich selbst hatte zwei mal innerhalb eines Jahres eine Ausschabung, wo ich vorher auch je zwei cytotec vaginal bekommen habe, damit sich du muttermund öffnet.
Die schlugen bei mir jedes mal so gut an, dass ich glaube, alles Gewebe und was dazu gehörte, schön vorher verloren zu haben.
Meine Frage, du beschreibst, wie die dirvon den Ärzten immer wieder zur Ausschabung geraten wurde. Woher hast du denn die cytotec bekommen?? Kann mir kaum vorstellen, dass die dir dann jemand einfach so gegeben hat?!

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19. April 2015 um 10:52

Vielen Dank
Es tut mir leid, dass Du das zwei Mal erleben musstest! Vielen Dank für diesen ausführlichen Bericht. Allerdings würde ich wirklich davon abraten, so was ohne ärztliche Rücksprache zu machen.
Ich selbst war Freitag auch auf der Suche nach einer Art Erfahrungsbericht und habe auch nur spärliche Informationen im Internet gefunden. Ich füge meinen einfach hier mit an:

Meine erste FG war im Dezember 2014. Es war vermutlich eine Partialmole. Meine FÄ hat es in ihrer überaus Einfühlsamen Art (Ironie) so formuliert: "Ich habe so etwas noch nie gesehen, aber intakt ist Ihre Schwangerschaft nicht!" Wir waren geschockt. Von einem natürlichen Abgang war nie die Rede, ich wurde direkt ins Krankenhaus geschickt zu AS. Klar, dass man sich in dieser Situation wenig eigene Gedanken dazu macht. Erste Schwangerschaft gleich eine FG. Der Termin war ambulant, man gab mir zwei Cytotec mit, die ich zwei Stunden vor dem Termin einnehmen sollte. Während ich vorbereitet wurde, sind mir immer wieder Tränen über die Wange gelaufen. Im OP bekam ich dann Panik, fing an zu weinen kurz bevor die Narkose wirkte. Ich erinnere mich, dass ich furchtbar geweint habe, als die Wirkung nach lies und ich gerade noch so im Dämmerschlaf war. Ich schlief schwanger ein und wachte unschwanger auf, das war einfach zu viel für mich. Dann diese Krämpfe (vermutlich vom Cytotec) und die starke Blutung, über die ich wirklich erschrocken war. Mit so viel Blut hatte ich nicht gerechnet! Ich hatte wirklich eine Weile mit dieser Erfahrung zu kämpfen und habe das meiner neuen FÄ (!) auch so beschrieben. Es war klar: nie wieder! Nach 6 Wochen kam dann endlich wieder die reguläre Mens.
Ende März war ich dann wieder schwanger. Meine Vorsicht löste sich nach dem ersten Termin bei 5+1, als ich eine normale FH sah. Ein paar Tage später an Ostersonntag bekam ich ... wir sind ins KH, da waren es plötzlich zwei FH. Am 17.4. hatte ich dann meinen Termin zur 1. VU. Eine FH hatte sich bereits zurück entwickelt, die zweite war bei 6+2 stehen geblieben und war 8 Tage zurück. Es gab keinen Herzschlag und im Doppler konnte man keine Durchblutung des Gewebes erkennen. Es war klar, dass es keine Hoffnung gibt. Meine FÄ schlug mir drei Varianten vor:
1. AS
2. auf den natürlichen Abgang warten
3. Abgang medikamentös auslösen
In meiner Verzweiflung wählte ich im ersten Moment das was ich schon kannte, die AS. Nach etwa 20 Minuten (ich war noch in der Praxis) habe ich es mir noch anders überlegt und wollte die Medikamente. Meine Ärztin gab mir 10 Cytotec Tabletten mit, ihre Handynummer (es war ja Freitag) und lies mich eine Einwilligung zum Off-Label-Use unterschreiben. Dort war beschrieben was Cytotec ist, wofür es sonst genutzt wird und das es u.a. in den USA schon üblich ist, damit Aborte auszulösen.In Deutschland hat es keinen Zulassung dafür, so genutzt zu werden. Die beschriebenen Nebenwirkung waren weit weniger beängstigend als die von z.B. Paracetamol. Es kann u.a. zu Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Kopfschmerzen kommen.
Um 10:00 habe ich zwei Cytotec vaginal eingeführt.
Ab ca. 13:30 bemerkte ich zunehmendes Ziehen in UB
Um 15:00 setzte die Blutung ein, die Schmerzen um Unterbauch waren mittelstark. Nach einem Telefonat mit meiner FÄ nahm ich zwei weitere Cytotec oral ein. Gegen die Schmerzen nahm ich ein Buscopan Zäpfchen.
Etwa 16:30 fühlt ich einen stärkeren Druck im UB und ging zur Toilette. Ich presste eine größere Menge Gewebe heraus. Die Beschreibung "großes Stück glitschige Leber" trifft es ganz gut. Die Schmerzen wurden besser.
Ca. 17:00 hatte ich noch einmal so ein Druckgefühl, beim Aufstehen fühlte ich, dass etwas raus gekommen war. Auf der Toilette fand ich noch mal ein großes Stück Gewebe in meiner Binde zusammen mit den Resten der Cytotec.
Um 20:30 rief ich erneut meine FÄ an. Ich solle noch zwei Cytotec oral zur Nacht einnehmen und am morgen um 9:30 anrufen. Die Prognose sei aber, dass ich das Schlimmste durch hätte.
Ich nahm um 22:00 zwei Cytotec, sowie eine Buscopan Tablette oral. Die Nacht verlief gut. Ich wurde zwei oder drei Mal wach, hatte allerdings keine Schmerzen. Ich wollte zwar aufstehen, die Binde wechseln, konnte aber nicht, war zu müde! Am morgen stellte ich fest, dass ich überraschend wenig geblutet habe über Nacht. Bis zu dem Telefonat war die Blutung etwa so stark, wie sonst am zweiten Tag der Mens. Meine FÄ bestellte mich dann am Montag (also für morgen) in die Praxis um zu prüfen, ob alles raus ist. Die restlichen 4 Cytotec soll ich dann unbedingt mitbringen.
Abends wurde die Blutung minimal stärker und heute ist sie wieder wie gestern morgen.
Ich bin sehr froh, dass meine FÄ mir diese Möglichkeit vorgeschlagen hat. Es ist für mich die beste Option gewesen, weil ich beim Prozess des Aborts bewusst dabei war war und nicht einfach unschwanger aufgewacht bin. Das macht es jetzt zwar nicht unbedingt leichter, aber das Gefühl ist ein anderes. Nun hoffe ich, dass alles vollständig abgegangen ist und mir die AS erspart bleibt.

Es gibt Ärzte, die das so machen. Telefoniert etwas rum, dann findet sich sicher jemand. Es gibt einem schon Sicherheit, wenn man angeleitet wird. Wir haben bei jedem Telefonat ein weiteres vereinbart, so dass ich mich immer betreut gefühlt habe.

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19. April 2015 um 11:29

Cytotec vom Arzt mitbekommen
Es tut mir leid, falls ich Missverständnisse ausgelöst habe. Als ich sagte, ich hätte mir die Cytotec besorgt, meinte ich nichts Illegales. Ich habe letztlich einen Arzt gefunden, der es mir ohne viel zu erklären mitgegeben hat. Da die Geschichte eh schon so lang war, habe ich vielleicht an der falschen Stelle gespart. Das war auch der gleiche Arzt, der zwei Tage später das Ultraschall gemacht hat und der mir sogar die jeweils mit Kochsalzlösung und Formalin gefüllten Plastikbecher zum Auffangen des Materials mitgegeben hatte, damit ich es überprüfen lassen kann. Also es ist richtig, nicht aufgeben, kämpft für eure Entscheidung. Irgendwo ist immer ein Weg.

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10. Mai 2016 um 16:56

Fehlgeburt mit cytotec
Hi ,
Ich hab da eine Frage geht sowas auch mit drei cytotec Tabletten ? Bin ich der 14. Woche und kein Arzt operiert mich, Holland ist weit weg und kostet alles insgesamt 1000 die ich bar nicht habe.
Liebe Grüße Alena

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10. Mai 2016 um 18:31

Abtreiben
Oh Fehlgeburt oder Abtreibung , ich kann fragen was ich möchte. Und ja ich entscheide selbst über mein Leben und Körper! Und ganz bestimmt werde ich kein Kind für fremde Menschen austragen. Den Gefallen tue ich niemanden.

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10. Mai 2016 um 19:03
In Antwort auf alena8822

Abtreiben
Oh Fehlgeburt oder Abtreibung , ich kann fragen was ich möchte. Und ja ich entscheide selbst über mein Leben und Körper! Und ganz bestimmt werde ich kein Kind für fremde Menschen austragen. Den Gefallen tue ich niemanden.

...
Ne, schon klar. Es ist unfassbar rücksichtslos, hier so was zu fragen, wo alle tottraurig sind, weil sie ihr Wunschkind verloren haben.
Keine Ahnung ob ich hoffen soll, dass du dein Kind noch los wirst oder nicht. Egal wie es kommt, gut wird es das in deinem Körper bestimmt nicht haben!

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11. Mai 2016 um 6:01

Abtreibung
Ich bin neu hier deswegen habe ich keine Ahnung muss erstmal hier durchblicken. Wenn ich es gewusst hätte Würd ich nicht darunter schreiben.

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4. Januar 2017 um 23:43

Liebe Icanyoucan, 
ich weiss nicht, ob Du noch im Forum aktiv bist, aber ich möchte Dir herzlich für Deinen ehrlichen Bericht danken.
Habe heute meine erste AS erlitten und wünschte, ich hätte Deinen Bericht vorher gelesen. Ich fühlte mich nämlich -zumindest vom ersten Arzt völlig unmöglich und unzureichend beraten und behandelt. Er hatte - in Vertretung - den Tod meines Embryos festgestellt und als ich am nächsten Tag mit Blutungen zu ihm kam, hat er mich nicht einmal untersucht, sondern gesagt, wenn wir 'Glück' hätten, würde sich das alleine erledigen. Ansonsten sollten wir dann eben zur AS kommen. Es gab keine weiteren Erklärungen, wir baten ihn um eine sofortige Ausschabung, denn ich hatte große Angst vor einem natürlich Abgang, was wir ihm auch gesagt haben. Er ist nicht darauf eingegangen und sagte, nur er habe heute keine Zeit, ich könne mich aber an eine andere Klinik wenden. Er hat keine Hebammenbegleitung (für einen natürlichen Abruch) oder Alternativen (medikamentöser Abgang) erwähnt und war grundsätzlich einfach teilnahmslos. Wir sind dann in eine andere Klinik gefahren, wo wir sehr gut behandelt wurden. Tatsächlich kam es - vermutlich ausgelöst durch Cytotex - noch im KH zu einem natürlichen Abgang (verbunden mit schlimmen Schmerzen, aber ich war ja im KH), eine AS würde trotzdem vorgenommen, da nicht alles abging. Ich war aber durch die Ärzte dort zumindest vorbereitet und konnte dann auch damit umgehen. Der vorherige Arzt hatte mir die Tablette -ohne weitere Erklärung- mit nach Hause geben wollen. Wenn ich mir vorstelle, die Fehlgeburt wäre zu Hause erfolgt, bekomme ich das kalte Grauen, denn ich wusste einfach nichts darüber, war nicht aufgeklärt und wäre völlig überfordert gewesen. 
Hmm, eigentlch wollte ich Dir nur danken, jetzt habe ich doch so viel geschrieben, es ist eben alles noch sehr frisch und wir sind sehr traurig. Vielleicht kann es ja auch anderen Betroffen helfen zu wissen, dass frau nicht allein ist und das man IMMER den Arzt wechseln kann und sollte (wenn es zeitlich möglich ist) wenn man sich unzureichend behandelt fühlt! Alles Gute, aleachim

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5. Januar 2017 um 21:26
In Antwort auf aleachim09

Liebe Icanyoucan, 
ich weiss nicht, ob Du noch im Forum aktiv bist, aber ich möchte Dir herzlich für Deinen ehrlichen Bericht danken.
Habe heute meine erste AS erlitten und wünschte, ich hätte Deinen Bericht vorher gelesen. Ich fühlte mich nämlich -zumindest vom ersten Arzt völlig unmöglich und unzureichend beraten und behandelt. Er hatte - in Vertretung - den Tod meines Embryos festgestellt und als ich am nächsten Tag mit Blutungen zu ihm kam, hat er mich nicht einmal untersucht, sondern gesagt, wenn wir 'Glück' hätten, würde sich das alleine erledigen. Ansonsten sollten wir dann eben zur AS kommen. Es gab keine weiteren Erklärungen, wir baten ihn um eine sofortige Ausschabung, denn ich hatte große Angst vor einem natürlich Abgang, was wir ihm auch gesagt haben. Er ist nicht darauf eingegangen und sagte, nur er habe heute keine Zeit, ich könne mich aber an eine andere Klinik wenden. Er hat keine Hebammenbegleitung (für einen natürlichen Abruch) oder Alternativen (medikamentöser Abgang) erwähnt und war grundsätzlich einfach teilnahmslos. Wir sind dann in eine andere Klinik gefahren, wo wir sehr gut behandelt wurden. Tatsächlich kam es - vermutlich ausgelöst durch Cytotex - noch im KH zu einem natürlichen Abgang (verbunden mit schlimmen Schmerzen, aber ich war ja im KH), eine AS würde trotzdem vorgenommen, da nicht alles abging. Ich war aber durch die Ärzte dort zumindest vorbereitet und konnte dann auch damit umgehen. Der vorherige Arzt hatte mir die Tablette -ohne weitere Erklärung- mit nach Hause geben wollen. Wenn ich mir vorstelle, die Fehlgeburt wäre zu Hause erfolgt, bekomme ich das kalte Grauen, denn ich wusste einfach nichts darüber, war nicht aufgeklärt und wäre völlig überfordert gewesen. 
Hmm, eigentlch wollte ich Dir nur danken, jetzt habe ich doch so viel geschrieben, es ist eben alles noch sehr frisch und wir sind sehr traurig. Vielleicht kann es ja auch anderen Betroffen helfen zu wissen, dass frau nicht allein ist und das man IMMER den Arzt wechseln kann und sollte (wenn es zeitlich möglich ist) wenn man sich unzureichend behandelt fühlt! Alles Gute, aleachim

Hallo Zusammen 
ich bin in der 8SSW bis zur 6SSW war alles Gut. Mein Arzt konnte auch schon Herzschläge sehen, leider wurde heute nichts mehr gesehen. Nun mache ich dies schon zum 6 mal durch. Die ersten 3 verlor ich vor der 6 SSW. Hatte eine Ausschabung und hatte vorher Cytotex 1 oral genommen. Ich musste ins Spital und dann ging es schnell Vollnarkose und am nächsten Tag nach Hause. Leider hatte der damalige Arzt sehr viel Ausgeschabt, dass ich fast 5 Jahre gewartet habe bis ich wieder Schwanger wurde. Letztes Jahr beim 5 mal in der 9 SSW hat mein Arzt mir die Cytotex verschrieben 4 vaginal nach ca. 6 Stunden nach Einführung gings los Blut Schmerzen und Krämpfe. Leider kam nicht alles raus und ich musste zwei Tage später nochmals die Cytotex 2 Stk vaginal einführen. Dann nach 2 Tagen kam der Mutterkuchen raus leider aber immer noch nicht alles teils Gewebe blieb drin und ich musste wieder ins Spital für die Ausschabung. Das war für mich das schlimmste solange warten ging über 1 Woche die Prozedur. Nun vier Monate später bin ich wieder am gleichen Punkt ich warte ich bis es heute losgeht. Ich denke noch ca. 2 Stunden dann sollte ich es überstanden haben. Ich habe um 16 Uhr wieder Cytotex 4 Stk eingeführt. Mein Partner hält zu mir und unterstützt mich.
Wollte nur das loswerden es hilft mir darüber zu schreiben.

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7. März 2017 um 8:56
In Antwort auf monbe3

Hallo Zusammen 
ich bin in der 8SSW bis zur 6SSW war alles Gut. Mein Arzt konnte auch schon Herzschläge sehen, leider wurde heute nichts mehr gesehen. Nun mache ich dies schon zum 6 mal durch. Die ersten 3 verlor ich vor der 6 SSW. Hatte eine Ausschabung und hatte vorher Cytotex 1 oral genommen. Ich musste ins Spital und dann ging es schnell Vollnarkose und am nächsten Tag nach Hause. Leider hatte der damalige Arzt sehr viel Ausgeschabt, dass ich fast 5 Jahre gewartet habe bis ich wieder Schwanger wurde. Letztes Jahr beim 5 mal in der 9 SSW hat mein Arzt mir die Cytotex verschrieben 4 vaginal nach ca. 6 Stunden nach Einführung gings los Blut Schmerzen und Krämpfe. Leider kam nicht alles raus und ich musste zwei Tage später nochmals die Cytotex 2 Stk vaginal einführen. Dann nach 2 Tagen kam der Mutterkuchen raus leider aber immer noch nicht alles teils Gewebe blieb drin und ich musste wieder ins Spital für die Ausschabung. Das war für mich das schlimmste solange warten ging über 1 Woche die Prozedur. Nun vier Monate später bin ich wieder am gleichen Punkt ich warte ich bis es heute losgeht. Ich denke noch ca. 2 Stunden dann sollte ich es überstanden haben. Ich habe um 16 Uhr wieder Cytotex 4 Stk eingeführt. Mein Partner hält zu mir und unterstützt mich.
Wollte nur das loswerden es hilft mir darüber zu schreiben.

Hallo monbe3,
ich kann mir kaum vorstellen wie es dir gehen muss, das 6 mal durchzustehen. Das tut mir sehr leid für dich. Jetzt sind ja einige Wochen vergangen und ich hoffe dir geht es jetzt wieder besser.Ich erlebe gerade die zweite Fehlgeburt in Folge eingeleitet mit Cytotec und bin jetzt schon völlig am Ende. Beim ersten Mal konnte ich das Ganze gefasster aufnehmen, nun schockiert es mich, dass direkt in Folge das Gleiche nochmal passiert. Beide Male wurde in der 8. SSW ein lebloser Embryo entwicklungsverzögert und ein viel zu großer Dottersack festgestellt. Wir hoffen auf das nächste Mal...
Ich denke an alle die ähnliches erleben

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7. März 2017 um 9:26

Hallo Ihr lieben,
gerade habe ich diesen Artikel gefunden und mir kommen die Tränen.
Ich selber habe 1 Tochter bekommen dannach einen natürlichen Abgang gehabt bei 5+0, wurde wieder schwanger. Missed Abortion bei 7+3 ich sollte auch zur Ausschabung alternative hat man mir auch gar keine angeboten ich war unerfahren, habe der Ärztin geglaubt und eingewilligt.
danach wurde ich wieder schwanger und hab mein 2.Kind bekommen.
nach dieser SS hatte ich wieder keine Weiterentwicklung ab ca 6+, sollte wieder zur AS, nein hab ich gedacht diesmal nicht es muss so gehen... Kannte ja Cytotec auch schon von der ersten AS. Mir wollte man sie aber nicht geben als ich nach diesem Medikamentösen Abgang fragte.
Also hab ich gewartet Woche für Woche es waren dann 4 Wochen und es hat sich nichts getan. Auch eine Zeit die einen fertig macht. Man will ja eigentl abschließen und wieder von vorne starten aufgeben wollte ich nie.
Also hab ich der AS wieder zugestimmt.
Mein Glück war immer schnell wieder schwanger zu werden.
Also wieder schwanger geworden das 6x und 2 Kinder hatte ich.
Diesmal wieder MA bei 8+3. Diesmal wollte ich nicht warten und habe die AS 2 Tage später gehabt innerhalb von 4,5 Monaten. Ich wollte nicht wieder so viele Wochen vergehen lassen. Hätte mir jemand Cytotec gegeben hätte ich es gerne so probiert.

Ich wurde wieder schwanger jetzt das 7x und wie es aussieht geht es diesmal gut. Bin momentan 12+6 hatte zwar schon Blutungen aber alles ist normal entwickelt....

Ich möchte nur sagen bitte gebt nie auf.
Ich habe 2 Töchter und 4 Fehlgeburten........

icanyoucan: Schön das du diesen Arzt gefunden hast der dich bei deiner Entscheidung unterstützt hat. Ich glaube da hattest du richtig Glück.
Wie geht es dir heute? Ich hoffe sehr das es wieder geklappt hat oder Ihr weitere Untersuchungen machen konntet.

Auch die anderen Schicksale berühren mich sehr.
Man merkt aber auch immer wieder das man nicht alleine ist. Es trifft sooo viele.

 

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7. März 2017 um 11:23
In Antwort auf steinchen2013

Hallo monbe3,
ich kann mir kaum vorstellen wie es dir gehen muss, das 6 mal durchzustehen. Das tut mir sehr leid für dich. Jetzt sind ja einige Wochen vergangen und ich hoffe dir geht es jetzt wieder besser.Ich erlebe gerade die zweite Fehlgeburt in Folge eingeleitet mit Cytotec und bin jetzt schon völlig am Ende. Beim ersten Mal konnte ich das Ganze gefasster aufnehmen, nun schockiert es mich, dass direkt in Folge das Gleiche nochmal passiert. Beide Male wurde in der 8. SSW ein lebloser Embryo entwicklungsverzögert und ein viel zu großer Dottersack festgestellt. Wir hoffen auf das nächste Mal...
Ich denke an alle die ähnliches erleben

Hai
Mittlerweile ist alles wieder im Normalen Bereich.
Ich habe jetzt meine Menz zum 1. mal wieder nach dem Eingriff. Wir mein Partner und ich haben uns jetzt intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt. Unser Arzt ist sehr intensiv daran uns diverse Möglichkeiten aufzuzeigen. Leider ist die Ursache dass es nicht klappt nicht herauszufinden. Wir machen nun einen Gentest und schauen dann weiter was dieser Aussagt.
besten dank für Eure Antworten die Helfen sehr. Da man nicht gerade mit jedem darüber offen reden kann und es doch sehr nahe geht.

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20. August 2018 um 22:23

Liebe monbe3,
ich hatte vor ein paar Stunden 4 Cytotec und habe Erfahrungsberichte gesucht. Ich wünsche mir von Herzen, dass ihr mittlerweile Erfolg hattet!
Würde mich über eine Antwort freuen.
Alles Liebe
 

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20. August 2018 um 22:24
In Antwort auf monbe3

Hallo Zusammen 
ich bin in der 8SSW bis zur 6SSW war alles Gut. Mein Arzt konnte auch schon Herzschläge sehen, leider wurde heute nichts mehr gesehen. Nun mache ich dies schon zum 6 mal durch. Die ersten 3 verlor ich vor der 6 SSW. Hatte eine Ausschabung und hatte vorher Cytotex 1 oral genommen. Ich musste ins Spital und dann ging es schnell Vollnarkose und am nächsten Tag nach Hause. Leider hatte der damalige Arzt sehr viel Ausgeschabt, dass ich fast 5 Jahre gewartet habe bis ich wieder Schwanger wurde. Letztes Jahr beim 5 mal in der 9 SSW hat mein Arzt mir die Cytotex verschrieben 4 vaginal nach ca. 6 Stunden nach Einführung gings los Blut Schmerzen und Krämpfe. Leider kam nicht alles raus und ich musste zwei Tage später nochmals die Cytotex 2 Stk vaginal einführen. Dann nach 2 Tagen kam der Mutterkuchen raus leider aber immer noch nicht alles teils Gewebe blieb drin und ich musste wieder ins Spital für die Ausschabung. Das war für mich das schlimmste solange warten ging über 1 Woche die Prozedur. Nun vier Monate später bin ich wieder am gleichen Punkt ich warte ich bis es heute losgeht. Ich denke noch ca. 2 Stunden dann sollte ich es überstanden haben. Ich habe um 16 Uhr wieder Cytotex 4 Stk eingeführt. Mein Partner hält zu mir und unterstützt mich.
Wollte nur das loswerden es hilft mir darüber zu schreiben.

Liebe monbe3,ich hatte vor ein paar Stunden 4 Cytotec und habe Erfahrungsberichte gesucht. Ich wünsche mir von Herzen, dass ihr mittlerweile Erfolg hattet!Würde mich über eine Antwort freuen.Alles Liebe

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26. August 2018 um 20:12
In Antwort auf shinypants

Liebe monbe3,ich hatte vor ein paar Stunden 4 Cytotec und habe Erfahrungsberichte gesucht. Ich wünsche mir von Herzen, dass ihr mittlerweile Erfolg hattet!Würde mich über eine Antwort freuen.Alles Liebe

Hallo shinypants! 
wie geht es dir? Ist alles gut gegangen?
ich habe gestern meine Fehlgeburt eingeleitet nach einem MA. Mein Arzt ist so ein verständnisvoller, einfühlsamer mensch!
er hat mir zwar auch erst ne AS empfohlen mich aber bei der medikamentösen einleitung unterstützt. Ich bekam 3 cytotec.
Wäre nett was von dir zu hören. 
LG

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19. Februar um 17:00

Hallo zusammen...

Ich bin echt erstaunt, wie wenig im internet über dieses Thema zu finden ist. 
Ich bekam letzten Donnerstag die traurige Nachricht, dass das Herzlein unseres kleinen Wunders nicht mehr schlägt bei 9+4. 
Ich wurde weiterverwiesen zu einem Arzt, der auch AS durchführt, da meiner dies nicht mehr tut. Ich war also gestern (18.2.) bei ihm und er kontrollierte nochmals im US, den Stand der SS. Unser kleines Engelchen war auf eine Grösse von 7+4 geschrumpft und obwohl es für mich schon klar war, tat es weh, dies erneut sehen zu müssen.
Ich begann also gestern um 1200 Uhr mit 4 Tableten à je 200 (800) vaginal eingeführt. Bereits 20 Minuten später begannen die leichten Krämpfe, die innert 3 Stunden wehenartig wurden. Ich schied bereits in der ersten Stunde etwas etwas glitschiges aus und 2 Stunden später nochmals. Dazwischen hatte ich kleine Gewebestückchen bemerkt aber nichts mehr „grosses“. Gegen 20 Uhr hörte die Blutung bereits wieder auf. Es floss am Anfang recht viel. Wie bei einer starken Mens. Nun einen Tag später, 21 Stunden nach der letzten Blutung. Habe ich immerno keine weiteren Blutungen. Ich fief beim Arzt an und dieser will mich nun morgen wiedersehen, da es sein könnte, dass es nicht geklappt hat? Hier lese ich nur von tagelangend Blutungen. Hat jemand Ähnliche Erfahrungen gemacht?

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19. Februar um 20:06
In Antwort auf user31198

Hallo zusammen...

Ich bin echt erstaunt, wie wenig im internet über dieses Thema zu finden ist. 
Ich bekam letzten Donnerstag die traurige Nachricht, dass das Herzlein unseres kleinen Wunders nicht mehr schlägt bei 9+4. 
Ich wurde weiterverwiesen zu einem Arzt, der auch AS durchführt, da meiner dies nicht mehr tut. Ich war also gestern (18.2.) bei ihm und er kontrollierte nochmals im US, den Stand der SS. Unser kleines Engelchen war auf eine Grösse von 7+4 geschrumpft und obwohl es für mich schon klar war, tat es weh, dies erneut sehen zu müssen.
Ich begann also gestern um 1200 Uhr mit 4 Tableten à je 200 (800) vaginal eingeführt. Bereits 20 Minuten später begannen die leichten Krämpfe, die innert 3 Stunden wehenartig wurden. Ich schied bereits in der ersten Stunde etwas etwas glitschiges aus und 2 Stunden später nochmals. Dazwischen hatte ich kleine Gewebestückchen bemerkt aber nichts mehr „grosses“. Gegen 20 Uhr hörte die Blutung bereits wieder auf. Es floss am Anfang recht viel. Wie bei einer starken Mens. Nun einen Tag später, 21 Stunden nach der letzten Blutung. Habe ich immerno keine weiteren Blutungen. Ich fief beim Arzt an und dieser will mich nun morgen wiedersehen, da es sein könnte, dass es nicht geklappt hat? Hier lese ich nur von tagelangend Blutungen. Hat jemand Ähnliche Erfahrungen gemacht?

Hallo 
dies kann gut möglich sein, dass evtl. nicht alles raus gekommen ist. Je nach Fall probiert man es nochmals mit den Tabletten oder wenn nur noch wenig drin geblieben ist, kann evtl bei der nächsten Regel der Rest ausgeschieden werden. Bei mir war es so, dass ich persönlich nichts totes mehr in mir haben wollte und auch nicht warten wollte. Es ist ja dann nicht sicher ob dann alles ausgeschieden wird. Also haben ich mich für eine weitere Ausschabung entschieden.

 

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19. Februar um 20:07
In Antwort auf user31198

Hallo zusammen...

Ich bin echt erstaunt, wie wenig im internet über dieses Thema zu finden ist. 
Ich bekam letzten Donnerstag die traurige Nachricht, dass das Herzlein unseres kleinen Wunders nicht mehr schlägt bei 9+4. 
Ich wurde weiterverwiesen zu einem Arzt, der auch AS durchführt, da meiner dies nicht mehr tut. Ich war also gestern (18.2.) bei ihm und er kontrollierte nochmals im US, den Stand der SS. Unser kleines Engelchen war auf eine Grösse von 7+4 geschrumpft und obwohl es für mich schon klar war, tat es weh, dies erneut sehen zu müssen.
Ich begann also gestern um 1200 Uhr mit 4 Tableten à je 200 (800) vaginal eingeführt. Bereits 20 Minuten später begannen die leichten Krämpfe, die innert 3 Stunden wehenartig wurden. Ich schied bereits in der ersten Stunde etwas etwas glitschiges aus und 2 Stunden später nochmals. Dazwischen hatte ich kleine Gewebestückchen bemerkt aber nichts mehr „grosses“. Gegen 20 Uhr hörte die Blutung bereits wieder auf. Es floss am Anfang recht viel. Wie bei einer starken Mens. Nun einen Tag später, 21 Stunden nach der letzten Blutung. Habe ich immerno keine weiteren Blutungen. Ich fief beim Arzt an und dieser will mich nun morgen wiedersehen, da es sein könnte, dass es nicht geklappt hat? Hier lese ich nur von tagelangend Blutungen. Hat jemand Ähnliche Erfahrungen gemacht?

Übrigens es ist kein einfaches Thema viele haben Mühe darüber zu sprechen. Aus diesem Grund findet man nicht viel zu diesem Thema.

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19. Februar um 20:11
In Antwort auf shinypants

Liebe monbe3,
ich hatte vor ein paar Stunden 4 Cytotec und habe Erfahrungsberichte gesucht. Ich wünsche mir von Herzen, dass ihr mittlerweile Erfolg hattet!
Würde mich über eine Antwort freuen.
Alles Liebe
 

Hai
nein wir sind immer noch Kinderlos 
leider klappt es nicht auf natürlichem Weg und eine Adaption kommt nicht in Frage da wir nun über 40ig sind

es gibt ja schon noch andere Wege aber leider ist es sehr Teuer und wir müssen zuerst sparen

 

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20. Februar um 10:51
In Antwort auf judas_12065171

Es ist seltsam, wie wenig offizielle Informationen es zu dem Thema "Eingeleitete Fehlgeburt" gibt. Trotz umfangreicher Internetrecherche habe ich die wichtigsten Infos lediglich aus einzelnen Fetzen der hunderten von persönlichen Erfahrungsberichten anderer Frauen herausgezogen. Vielleicht wird auch dieser Bericht der ein oder anderen Frau helfen können, die sich in gleicher oder zumindest ähnlicher Situation wieder findet, zwischen den gleichen Entscheidungen oder einfach nur vor großen Fragezeichen steht wie ich stand.

Im letzten Jahr erlitt ich in meiner ersten Schwangerschaft in der 6. SSW eine Missed Abortion, die erst in der 8. Woche festgestellt wurde. Der Schock saß tief, das Wissen war gering, die Hörigkeit vor Ärzten dagegen hoch. Ich wollte nicht mit etwas Totem in meinem Körper herumlaufen und so ließ ich mich schnell auf eine Ausschabung in einer Tagesklinik ein. Durchgeführt von einer FÄ, die ich zwar ganz sympathisch fand, von der ich aber überhaupt nichts wusste und bei der ich vorher nie gewesen war. Als ich in den OP kam, fing ich an zu weinen. Die kalten Kacheln, die Frauen in den grünen Kitteln, das alles fühlte sich nicht richtig an. Unmittelbar, bevor die Narkose gesetzt wurde, liefen mir Tränen über die Wangen, dann schlief ich sofort ein. Ich wachte auf von meinem eigenen Geschrei vor Krämpfen. Dabei war die OP schon vorbei und ich lag im Aufwachraum. Die Schwestern meinten, das sei ungewöhnlich und wahrscheinlich psychisch, doch heute glaube ich, war das die Cytotec, die ich vor der OP einnehmen musste und verspätet jene starken Krämpfe auslöste. Das dauerte nur wenige Minuten, dann war alles vorbei und ich war nur gerädert. Die nächste Periode kam nach etwa fünf Wochen und alles fühlte sich zumindest körperlich ok an. Nach über einem halben Jahr wurde ich wieder schwanger. Auch hier wurde Anfang der 8. SSW festgestellt, dass die Entwicklung eher der 6. SSW entsprechen würde. Nach Blutabnahmen im 48-Stunden-Takt war nach einer Woche klar, dass es vorbei war. Ich war diesmal gefasster und vorbereiteter. Ich erlaubte mir keine Trauer, sondern appellierte an meine Vernunft, nun pragmatisch an die Sache heranzugehen. Schließlich musste die Sache ja irgendwie über die Bühne gebracht werden und das ohne Einschränkungen für künftige erfolgreiche Schwangerschaften und Geburten. Fünf verschiedene Ärzte rieten mir zu einer Ausschabung, doch das wollte ich nicht. Nicht innerhalb eines Jahres zum zweiten Mal, nicht vor dem ersten Kind. Ich hatte es diesmal nicht eilig, denn ich betrachtete den Zustand nüchtern als eine fruchtlose Zellansammlung und nicht als totes Baby in meinem Bauch. Aber so mancher Arzt war anderer Meinung und teilte mir mit, ich sei verantwortungslos, könnte mir eine Blutvergiftung hinzuziehen, die Ausschabung müsste jetzt sofort (!) an Ort und Stelle gemacht werden, sonst ..... sonst was?. Ich war dieses Jahr eine andere und widerlegte die Angstmacherei mit fachlichen Argumenten zur Verwunderung und sofortigem Schweigen meines Gegenübers in weiß. Natürlich wollte ich diesen Zustand auch am liebsten beendet haben und nicht noch eventuelle vier Wochen warten bis Mutter Natur sich einschaltet. Ein medikamentöser Abbruch erschien mir daher am besten, aber hier stieß ich auf taube Ohren.

Ich war verwundert, wie viel bewusst oder unbewusst falsche Informationen mitgeteilt wurden, in jedem Falle mit einer Absolution mitgeteilt wurde, dass in diesem Stadion ich war mittlerweile in der 11. SSW auf keinen Fall alles abgehen würde und ich eh nach all diesen Qualen nochmal zur OP kommen müsste. Ich vereinbarte also einen OP-Termin im Krankenhaus und musste Standardformulare unterschreiben, dass Verwachsungen oder andere Komplikationen zu künftiger Unfruchtbarkeit führen könnten, selbst die Gebärmutter könnte im absoluten Extremfall während der OP entfernt werden. Das sei dem Oberarzt zwar noch nie passiert und er hätte davon auch noch nie gehört, aber unterschreiben müsste man das trotzdem. Ich unterschrieb. Und sagte die OP einen Tag später ab. Diese Entscheidung sollte ich nicht bereuen. Ich konnte mir Cytotec besorgen und leitete meine eigene Fehlgeburt ein. Wer direkte Worte und unverblümte Beschreibungen nicht vertragen kann, bitte aufhören zu lesen. Ich hatte keine Ahnung wie eine Fehlgeburt aussehen würde und worauf ich hätte achten sollen. Mir hätte es geholfen zu wissen, was auf mich zukommen kann.
20:00 Uhr: Ich nahm zwei Cytotec oral und zwei vaginal ein.
22:00 Uhr: Kopfschmerzen, leichte Krämpfe in der Bauchgegend.
00:00 Uhr: Die Krämpfe werden stärker.
04:00 Uhr: Das erste Blut tritt aus. Ich lege eine Binde ein.
05:00 Uhr: ich nehme weitere zwei Cytotec vaginal ein. Immer wieder stärker werdende Krämpfe.
12:00 Uhr: Die Blutungen werden stärker, die Schmerzen auch. Ich kauere auf dem Boden im Badezimmer, stöhne und wimmere. Es wird so schlimm, dass ich realisiere, dass das Wehen sein müssen. Ich setze mich auf die Toilette, da ich immer stärker blute. Ohne Unterbrechung spüre ich Wehen und als ich glaube, das nicht mehr aushalten zu können, plumpst unvermittelt ein Stück aus mir heraus. Es sah aus wie ein großes Stück glitschige Leber. Später sollte ich erfahren, dass das die Fruchthöhle war. Just in diesem Moment sind auch die Schmerzen weg. K.o.m.p.l.e.t.t. weg.
13:00 Uhr: Ich hab hier und da noch ein Ziehen, habe aber keine Schmerzen. Ich nehme zwei weitere Cytotec ein. Bis zum nächsten Tag bekomme ich wieder Krämpfe, aber bei weitem nicht so schlimm wie am Tag zuvor. Was ich noch nicht checke, es sind quasi die Nachwehen. Um 09:00 Uhr kommt ein ca. 8 cm großes Stück Gewebe heraus, welches wie Fleisch aussieht: der Mutterkuchen.

Da es die zweite Fehlgeburt innerhalb eines Jahres war, wollte ich das Material histologisch und genetisch untersuchen lassen. Durch bestimmte Vorbereitungen ist es mir gelungen, Fruchthöhle und Mutterkuchen sauber aufzufangen, in bestimmte Behälter umzufüllen und ins Labor zu bringen. Im Leben hätte ich nicht gedacht, zu so etwas in der Lage zu sein, aber es geht und ist wesentlich weniger schlimm oder kompliziert als angenommen.

Fazit: Die von mir selbst eingeleitete Fehlgeburt war nach nicht einmal zwei Tagen komplett ausgestanden. Nun blutet es nur noch nach. Am dritten Tag war ich beim Gyn und laut Ultraschall war nichts mehr zu sehen, so dass ich nicht die von vielen Ärzten prophezeite Trotzdem-Ausschabung machen musste. Ich bin als Frau so stolz auf mich, dass ich das körperlich alleine geschafft habe. Ich fühle mich stark und gleichzeitig sanft, weil nicht irgendjemand blind in mir geschabt hat und weil ich nicht Angst haben muss, dass dabei doch was schiefgegangen ist. Jede Frau sollte selbst entscheiden, was für sie und in welcher Situation das richtige ist. Informiert euch gründlich und wägt es ab ohne, euch von jemanden drängen zu lassen. Ihr schafft das.

Wie krass, dass bei dir ein "8cm großes Stück" rauskam. Ich hatte auch eine natürliche FG in der 6 ssw. Da sind die Würmchen doch erst 0,5 cm groß. Bei mir war da auch nur Blut, mit Schleim und manchmal etwas Gewebe. Meine Gyn hat mir erklärt, dass es auch noch keine wirkliche Plazenta gibt. Das Embryo werde wohl vom Dottersach ernährt....

Hört sich echt krass an bei dir.

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4. April um 16:58
In Antwort auf judas_12065171

Es ist seltsam, wie wenig offizielle Informationen es zu dem Thema "Eingeleitete Fehlgeburt" gibt. Trotz umfangreicher Internetrecherche habe ich die wichtigsten Infos lediglich aus einzelnen Fetzen der hunderten von persönlichen Erfahrungsberichten anderer Frauen herausgezogen. Vielleicht wird auch dieser Bericht der ein oder anderen Frau helfen können, die sich in gleicher oder zumindest ähnlicher Situation wieder findet, zwischen den gleichen Entscheidungen oder einfach nur vor großen Fragezeichen steht wie ich stand.

Im letzten Jahr erlitt ich in meiner ersten Schwangerschaft in der 6. SSW eine Missed Abortion, die erst in der 8. Woche festgestellt wurde. Der Schock saß tief, das Wissen war gering, die Hörigkeit vor Ärzten dagegen hoch. Ich wollte nicht mit etwas Totem in meinem Körper herumlaufen und so ließ ich mich schnell auf eine Ausschabung in einer Tagesklinik ein. Durchgeführt von einer FÄ, die ich zwar ganz sympathisch fand, von der ich aber überhaupt nichts wusste und bei der ich vorher nie gewesen war. Als ich in den OP kam, fing ich an zu weinen. Die kalten Kacheln, die Frauen in den grünen Kitteln, das alles fühlte sich nicht richtig an. Unmittelbar, bevor die Narkose gesetzt wurde, liefen mir Tränen über die Wangen, dann schlief ich sofort ein. Ich wachte auf von meinem eigenen Geschrei vor Krämpfen. Dabei war die OP schon vorbei und ich lag im Aufwachraum. Die Schwestern meinten, das sei ungewöhnlich und wahrscheinlich psychisch, doch heute glaube ich, war das die Cytotec, die ich vor der OP einnehmen musste und verspätet jene starken Krämpfe auslöste. Das dauerte nur wenige Minuten, dann war alles vorbei und ich war nur gerädert. Die nächste Periode kam nach etwa fünf Wochen und alles fühlte sich zumindest körperlich ok an. Nach über einem halben Jahr wurde ich wieder schwanger. Auch hier wurde Anfang der 8. SSW festgestellt, dass die Entwicklung eher der 6. SSW entsprechen würde. Nach Blutabnahmen im 48-Stunden-Takt war nach einer Woche klar, dass es vorbei war. Ich war diesmal gefasster und vorbereiteter. Ich erlaubte mir keine Trauer, sondern appellierte an meine Vernunft, nun pragmatisch an die Sache heranzugehen. Schließlich musste die Sache ja irgendwie über die Bühne gebracht werden und das ohne Einschränkungen für künftige erfolgreiche Schwangerschaften und Geburten. Fünf verschiedene Ärzte rieten mir zu einer Ausschabung, doch das wollte ich nicht. Nicht innerhalb eines Jahres zum zweiten Mal, nicht vor dem ersten Kind. Ich hatte es diesmal nicht eilig, denn ich betrachtete den Zustand nüchtern als eine fruchtlose Zellansammlung und nicht als totes Baby in meinem Bauch. Aber so mancher Arzt war anderer Meinung und teilte mir mit, ich sei verantwortungslos, könnte mir eine Blutvergiftung hinzuziehen, die Ausschabung müsste jetzt sofort (!) an Ort und Stelle gemacht werden, sonst ..... sonst was?. Ich war dieses Jahr eine andere und widerlegte die Angstmacherei mit fachlichen Argumenten zur Verwunderung und sofortigem Schweigen meines Gegenübers in weiß. Natürlich wollte ich diesen Zustand auch am liebsten beendet haben und nicht noch eventuelle vier Wochen warten bis Mutter Natur sich einschaltet. Ein medikamentöser Abbruch erschien mir daher am besten, aber hier stieß ich auf taube Ohren.

Ich war verwundert, wie viel bewusst oder unbewusst falsche Informationen mitgeteilt wurden, in jedem Falle mit einer Absolution mitgeteilt wurde, dass in diesem Stadion ich war mittlerweile in der 11. SSW auf keinen Fall alles abgehen würde und ich eh nach all diesen Qualen nochmal zur OP kommen müsste. Ich vereinbarte also einen OP-Termin im Krankenhaus und musste Standardformulare unterschreiben, dass Verwachsungen oder andere Komplikationen zu künftiger Unfruchtbarkeit führen könnten, selbst die Gebärmutter könnte im absoluten Extremfall während der OP entfernt werden. Das sei dem Oberarzt zwar noch nie passiert und er hätte davon auch noch nie gehört, aber unterschreiben müsste man das trotzdem. Ich unterschrieb. Und sagte die OP einen Tag später ab. Diese Entscheidung sollte ich nicht bereuen. Ich konnte mir Cytotec besorgen und leitete meine eigene Fehlgeburt ein. Wer direkte Worte und unverblümte Beschreibungen nicht vertragen kann, bitte aufhören zu lesen. Ich hatte keine Ahnung wie eine Fehlgeburt aussehen würde und worauf ich hätte achten sollen. Mir hätte es geholfen zu wissen, was auf mich zukommen kann.
20:00 Uhr: Ich nahm zwei Cytotec oral und zwei vaginal ein.
22:00 Uhr: Kopfschmerzen, leichte Krämpfe in der Bauchgegend.
00:00 Uhr: Die Krämpfe werden stärker.
04:00 Uhr: Das erste Blut tritt aus. Ich lege eine Binde ein.
05:00 Uhr: ich nehme weitere zwei Cytotec vaginal ein. Immer wieder stärker werdende Krämpfe.
12:00 Uhr: Die Blutungen werden stärker, die Schmerzen auch. Ich kauere auf dem Boden im Badezimmer, stöhne und wimmere. Es wird so schlimm, dass ich realisiere, dass das Wehen sein müssen. Ich setze mich auf die Toilette, da ich immer stärker blute. Ohne Unterbrechung spüre ich Wehen und als ich glaube, das nicht mehr aushalten zu können, plumpst unvermittelt ein Stück aus mir heraus. Es sah aus wie ein großes Stück glitschige Leber. Später sollte ich erfahren, dass das die Fruchthöhle war. Just in diesem Moment sind auch die Schmerzen weg. K.o.m.p.l.e.t.t. weg.
13:00 Uhr: Ich hab hier und da noch ein Ziehen, habe aber keine Schmerzen. Ich nehme zwei weitere Cytotec ein. Bis zum nächsten Tag bekomme ich wieder Krämpfe, aber bei weitem nicht so schlimm wie am Tag zuvor. Was ich noch nicht checke, es sind quasi die Nachwehen. Um 09:00 Uhr kommt ein ca. 8 cm großes Stück Gewebe heraus, welches wie Fleisch aussieht: der Mutterkuchen.

Da es die zweite Fehlgeburt innerhalb eines Jahres war, wollte ich das Material histologisch und genetisch untersuchen lassen. Durch bestimmte Vorbereitungen ist es mir gelungen, Fruchthöhle und Mutterkuchen sauber aufzufangen, in bestimmte Behälter umzufüllen und ins Labor zu bringen. Im Leben hätte ich nicht gedacht, zu so etwas in der Lage zu sein, aber es geht und ist wesentlich weniger schlimm oder kompliziert als angenommen.

Fazit: Die von mir selbst eingeleitete Fehlgeburt war nach nicht einmal zwei Tagen komplett ausgestanden. Nun blutet es nur noch nach. Am dritten Tag war ich beim Gyn und laut Ultraschall war nichts mehr zu sehen, so dass ich nicht die von vielen Ärzten prophezeite Trotzdem-Ausschabung machen musste. Ich bin als Frau so stolz auf mich, dass ich das körperlich alleine geschafft habe. Ich fühle mich stark und gleichzeitig sanft, weil nicht irgendjemand blind in mir geschabt hat und weil ich nicht Angst haben muss, dass dabei doch was schiefgegangen ist. Jede Frau sollte selbst entscheiden, was für sie und in welcher Situation das richtige ist. Informiert euch gründlich und wägt es ab ohne, euch von jemanden drängen zu lassen. Ihr schafft das.

Hallo,
was habt ihr denn für Erfahrungen gemacht zur Art der Blutung während/vor des Abgangs und danach?
Bis gestern gingen bei mir begleitet von starken Schmier-Blutungen viele Gewebestücke und auch schon der Fötus ab (wurde beim Ultraschall bestätigt). Seit heute morgen (ich nehme immer noch alle 4 Stunden 2 Cytotec) kommt nur noch wenig umd ganz "reines", rotes also frisches Blut ohne Gewebe.
In meiner Laien-Vorstellung ist diese Veränderung daher, dass nichts mehr in der Gebärmutter ist, was rausgeschwemmt werden kann. Also auch der Mutterkuchen (von mir umbemerkt) mitabgegangen ist.
Kann das jemand aus Erfahrung bestätigen? Wie hat sich bei euch die Blutung verändert?
Ich hoffe, ich habe alles überstanden, bin aber erst morgen beim Ultraschall und super nervös, weil es sich jerzt bei mir schon 14 Tage hinzieht, obwohl ich regelmäßig Cytotec nehme und auch schon eine Weheninfusion bekommen habe.
Ich freue mich über Infos von euch
Viele Grüße

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3. Mai um 19:55

Hallo
Was kam bei deinem Ultraschall denn raus? 
Ich hatte am Samstag leichte Schmierblutungen. Nach einem Besuch im Krankenhaus meinten sie, es sei alles i.O. 
Am Sonntag wurde die Blutung und vor allem die Schleimbildung immer mehr. Nach einem Anruf im Krankenhaus, meinte die Ärztin, das könnte von der Untersuchung kommen. Am Montag früh, war ich beim Frauenarzt. Ich habe das Herz schlagen sehen und auf meine Frage, nach den Unterleibschmerzen und Steißbeinschmerzen, meinte sie, das sei normal. Im Laufe des Montag nachmittags wurden die Krämpfe und vor allem die Schmerzen immer stärker. Ich dachte, mich zerreißt es und hatte ständig einen Druck, als müsste ich aufs Klo. Beim letzten klogang musste ich wieder pressen, da machte es „Plumps“ und es kam ein walnussgroßes Gewebestück raus. Von jetzt auf gleich waren alle Schmerzen, der Druck und die Krämpfe wie weggeblasen. Ich wusste, es war vorbei. Wir sind sofort ins Krankenhaus. Dort konnte nur festgestellt werden, dass keine fruchthöhle und kein Embryo mehr zu sehen ist. Und ich wurde am Dienstag morgen zur Ausschabung bestellt. Nach einem Ultraschall und einer blutabnahme meinte der Arzt ich soll Jeden Tag 2 Cytotec nehmen, bis Freitag und am Montag früh nochmal zur Kontrolle kommen, wo geschaut wird, ob noch ausgeschabt werden muss. Von Dienstag bis Donnerstag hatte ich ca. 3 Stunden nach der Einnahme starke Unterleibschmerzen und Steißbeinschmerzen und ich schied einiges an Gewebe aus und blutete relativ stark. Gegen Abend waren die Schmerzen weg. Heute hatte ich die letzte Einnahme und ich stellte mich wieder auf die Schmerzen ein. Es kamen jedoch weder Schmerzen, noch hatte ich Blutungen. Ich hatte Angst und man macht sich natürlich Sorgen, weil man das ja noch nie durchgemacht hat. Ich rief im Krankenhaus an, wo mir gesagt wurde, dass es eigentlich ein gutes Zeichen ist, dass alles draußen ist. Nun warte ich wie auf Kohlen auf Montag und hoffe auf keine Ausschabung und darauf, dass, wenn etwas Zeit vergangen ist, ein neuer Versuch gestartet werden kann.
allen sternenkind-Mamis alles Gute und viel Erfolg beim nächsten Versuch. 🍀🍀 
liebe Grüße 

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Von: user28041
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3. Mai um 18:22
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