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Fehlgeburt in der 23. SSW

30. Januar 2014 um 22:08 Letzte Antwort: 6. Februar 2014 um 10:56

Hallo!
Hatte vor 6 Wochen eine Fehlgeburt in der 23. SSW. Die Zeit davor war schon der Horror. Hatte vorher schon 6 Wochen lang starke Blutungen, teilweise mit Fieber, Ärzte konnten mir irgendwie nie richtig sagen, was los ist. Die Zeit war furchtbar für mich und möchte es nicht nochmal durchmachen. Da meine Werte zunehmend schlechter wurden, wurde dann die Geburt eingeleitet, sodaß ich meine kleine dann geboren habe. Ursache war wohl eine Infektion.

Habe nun Angst, daß ich vielleicht nie ein Kind bekomme, bzw. hab ich irrsinnig Angst vor einer erneuten Schwangerschaft. Hat jemand von euch ähnliches erlebt, und wie war dann die Folgeschwangerschaft. Wie seid ihr mit der Angst umgegangen?

Lg Stelzi78

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31. Januar 2014 um 8:00

Fehlgeburt
Liebe Catdreams84!
Da hast du ja auch eine furchtbare Zeit hinter dir, das tut mir sehr leid!
Gab es denn in deiner SS vorher irgendwelche Probleme? Weisst du denn die Ursache?
Für mich ist es das, was mir am meisten Gedanken macht, was wirklich die Ursache war. Warscheinlich werden wir es nie wissen...war es einfach Schicksal?
Ich war auch bei einer Psychologin, hat mir gut getan. Außerdem rede ich viel mit meinem Mann und auch mit meiner Familie und Freunden darüber. Ich denke, daß ist sehr wichtig es nicht zu verdrängen...die Kleine wird immer unser erstes Kind bleiben und wir werden sie nie vergessen!
Die Kleine kommt in ein Kindersammelgrab, für uns ist das in Ordnung so.
Wir wollen auch einen erneuten Versuch probieren, ein Kind zu bekommen, die Angst bleibt warscheinlich auch. Aber der Kinderwunsch ist doch stärker um das zu überwinden.
Wann dürft ihr wieder loslegen laut Gyn?
Lg

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31. Januar 2014 um 9:25


Naja, die Ursache ist nicht so ganz klar...eher Vermutungen. Es wurden schon Bakterien im Fruchtwasser festgestellt, was aber "nur" ein einfacher Darmkeim war. Warscheinlich sind diese durch die ständigen Blutungen aufgestiegen. Ursache für die Blutung ist aber unklar. Nach der Geburt hat man ein Hämatom in der Plazenta gesehen, Plazenta war überhaupt sehr unreif...dh. die Versorgung wäre nicht mehr lange gut gewesen. Bei der letzten Untersuchung der Gynäkologin, hat diese jede Menge Blutuntersuchungen und Abstriche gemacht, denke jetzt nicht, daß da großartig was rauskommt.
Meine Frauenärztin hat auch gemeint, daß wir ca. 3-6 Monate warten sollten. Werden die nächsten 2 Monate noch a bissl aufpassen , und dann wieder loslegen. Ich hoffe es klappt a bissl schneller wie letztes Mal, da dauerte es doch ein Jahr bis der SS Test positiv war.

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1. Februar 2014 um 11:17

Liebe Stelzi...
... es tut mir Leid, Deine Geschichte hier lesen zu müssen, sei ganz fest umarmt!

Auch meine erste SchwSch lief so ab, wie Du es beschreibst, allerdings musste ich Felix in der 21. SchwSchWoche nach vorzeitigem Blasensprung und Einleitung zur Welt bringen. Meine Blasenentzündung war in die Fruchtblase gewandert, so dass der kleine Mann keine Chance hatte.
Drei Monate später ist uns dann ein "Unfall" passiert, ich wurde wieder schwanger. Und hatte ab dem Moment, da ich den positiven Test in der Hand hatte, unsagbare Angst. Aber die SchwSch entwickelte sich von Anfang an ganz anders. Keine Placenta praevia, keine Blutungen, keine Blasenentzündung. Und: Ein kleines Mädchen Ich hab wirklich alles getan, um eine Blasenentzündung zu vermeiden, Cranberry-Saft, Grapefruit-Kern-Extrakt, Cranberry-Kapseln, Magnesium... Trotzdem hatte ich genau auf den Tag 6 Monate nach Felix' Blasensprung wieder einen Blasensprung und musste Lea in der 19. SchwSchWoche still zur Welt bringen. Es gab vorher keinerlei Anzeichen, erst bei der Ausschabung hat sich herausgestellt, dass die Gebärmutter entzündet war - ob das die Folge des Blasensprungs oder der Grund für ihn war, konnte man nicht mehr sagen. Die Ärzte im KH haben mir nun nahe gelegt, dass ich, wenn ich nochmal ein Kind haben wollte, in der 12. SchwSchWoche einen kompletten Muttermundsverschluss haben muss, da ich scheinbar sehr anfälliug für Infektionen bin, die wiederum einen vorzeitigen Blasensprung auslösen.

Was mir bzw. uns im Oktober unmöglich schien, nie wollte ich ein weiteres Kind, ist inzwischen okay. Um meinem Körper etwas Zeit zu geben, möchten wir nun auf jeden Fall mindestens ein Jahr aussetzen, aber danach wollen wir es wieder versuchen. Was ich Dir sagen will:
Es gibt leider keine Garantie, das wird Dir auch Catsdream Geschichte zeigen! Aber gebt den Mut und die Hoffnung nicht auf!!! Lasst Euch und Euer Kleines untersuchen, um Krankheiten auszuschließen, aber gebt die Hoffnung nicht auf!!!!
Und geh nicht davon aus, dass eine zweite SchwSch so verläuft wie die erste, das muss nicht sein.

Ich drücke Euch ganz, ganz feste die Daumen und hoffe, ich habe Dich nun nicht allzu sehr erschreckt. Gib Dir und Deinem Mann und auch Deinem Körper Zeit; in meiner Sternenkinder-Gruppe sagen die Leiterinnen immer: "Ein Mal alles ohne Sternchen!" sprich, lass ein Jahr vergehen, um Dich zu verabschieden, um zu verarbeiten, um Kraft zu sammeln. Auch wenn es Dir unendlich lang erscheinen mag, ich denke wirklich, dass das hilft.

Ganz liebe Grüße und von Herzen alles Gute,

der Kaktus

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2. Februar 2014 um 8:26
In Antwort auf marja_11846089

Liebe Stelzi...
... es tut mir Leid, Deine Geschichte hier lesen zu müssen, sei ganz fest umarmt!

Auch meine erste SchwSch lief so ab, wie Du es beschreibst, allerdings musste ich Felix in der 21. SchwSchWoche nach vorzeitigem Blasensprung und Einleitung zur Welt bringen. Meine Blasenentzündung war in die Fruchtblase gewandert, so dass der kleine Mann keine Chance hatte.
Drei Monate später ist uns dann ein "Unfall" passiert, ich wurde wieder schwanger. Und hatte ab dem Moment, da ich den positiven Test in der Hand hatte, unsagbare Angst. Aber die SchwSch entwickelte sich von Anfang an ganz anders. Keine Placenta praevia, keine Blutungen, keine Blasenentzündung. Und: Ein kleines Mädchen Ich hab wirklich alles getan, um eine Blasenentzündung zu vermeiden, Cranberry-Saft, Grapefruit-Kern-Extrakt, Cranberry-Kapseln, Magnesium... Trotzdem hatte ich genau auf den Tag 6 Monate nach Felix' Blasensprung wieder einen Blasensprung und musste Lea in der 19. SchwSchWoche still zur Welt bringen. Es gab vorher keinerlei Anzeichen, erst bei der Ausschabung hat sich herausgestellt, dass die Gebärmutter entzündet war - ob das die Folge des Blasensprungs oder der Grund für ihn war, konnte man nicht mehr sagen. Die Ärzte im KH haben mir nun nahe gelegt, dass ich, wenn ich nochmal ein Kind haben wollte, in der 12. SchwSchWoche einen kompletten Muttermundsverschluss haben muss, da ich scheinbar sehr anfälliug für Infektionen bin, die wiederum einen vorzeitigen Blasensprung auslösen.

Was mir bzw. uns im Oktober unmöglich schien, nie wollte ich ein weiteres Kind, ist inzwischen okay. Um meinem Körper etwas Zeit zu geben, möchten wir nun auf jeden Fall mindestens ein Jahr aussetzen, aber danach wollen wir es wieder versuchen. Was ich Dir sagen will:
Es gibt leider keine Garantie, das wird Dir auch Catsdream Geschichte zeigen! Aber gebt den Mut und die Hoffnung nicht auf!!! Lasst Euch und Euer Kleines untersuchen, um Krankheiten auszuschließen, aber gebt die Hoffnung nicht auf!!!!
Und geh nicht davon aus, dass eine zweite SchwSch so verläuft wie die erste, das muss nicht sein.

Ich drücke Euch ganz, ganz feste die Daumen und hoffe, ich habe Dich nun nicht allzu sehr erschreckt. Gib Dir und Deinem Mann und auch Deinem Körper Zeit; in meiner Sternenkinder-Gruppe sagen die Leiterinnen immer: "Ein Mal alles ohne Sternchen!" sprich, lass ein Jahr vergehen, um Dich zu verabschieden, um zu verarbeiten, um Kraft zu sammeln. Auch wenn es Dir unendlich lang erscheinen mag, ich denke wirklich, dass das hilft.

Ganz liebe Grüße und von Herzen alles Gute,

der Kaktus


Liebe Kaktus,

das tut mir so leid für dich, das du das schon zweimal durchmachen musstest. Ich glaube, es kann sich niemand vorstellen, wie das ist, der es nicht schon selbst erlebt hat.
Hattest du denn Schmerzen, 'Blutungen, oder andere Anzeichen vorher?
Wo wird denn so ein vollständiger Muttermundverschluß durchgeführt? Hab das mal kurz bei meiner Frauenärztin angesprochen, hatte aber das Gefühl, die war nicht ganz so überzeugt davon.
Wie ist denn das bei euch? Ich hab Tage, da geht es mir sehr gut damit und ich denke trotzdem positiv in die Zukunft, und dann gibt es Tage, da sehe ich alles sehr negativ. Ein Jahr lang möchten wir nicht unbedingt warten mit einer neuen SS, sofern, man das ja sowieso nicht so genau planen kann. Es kommt so, wies kommt! Machmal denke ich mir, mir läuft die Zeit davon, bin ja auch nicht mehr die Jüngste (35 )
Morgen hab ich meinen ersten Arbeitstag nach der Fehlgeburt, wird sicher wieder ungewohnt sein. Aber wie heißt es so schön...das Leben geht weiter.

Lg

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6. Februar 2014 um 10:56
In Antwort auf ndidi_11851329


Liebe Kaktus,

das tut mir so leid für dich, das du das schon zweimal durchmachen musstest. Ich glaube, es kann sich niemand vorstellen, wie das ist, der es nicht schon selbst erlebt hat.
Hattest du denn Schmerzen, 'Blutungen, oder andere Anzeichen vorher?
Wo wird denn so ein vollständiger Muttermundverschluß durchgeführt? Hab das mal kurz bei meiner Frauenärztin angesprochen, hatte aber das Gefühl, die war nicht ganz so überzeugt davon.
Wie ist denn das bei euch? Ich hab Tage, da geht es mir sehr gut damit und ich denke trotzdem positiv in die Zukunft, und dann gibt es Tage, da sehe ich alles sehr negativ. Ein Jahr lang möchten wir nicht unbedingt warten mit einer neuen SS, sofern, man das ja sowieso nicht so genau planen kann. Es kommt so, wies kommt! Machmal denke ich mir, mir läuft die Zeit davon, bin ja auch nicht mehr die Jüngste (35 )
Morgen hab ich meinen ersten Arbeitstag nach der Fehlgeburt, wird sicher wieder ungewohnt sein. Aber wie heißt es so schön...das Leben geht weiter.

Lg

Liebe Stelzi...
... bei Leas Blasensprung hatte ich gar keine Anzeichen, null. Wir waren sogar noch 14 Tage in Urlaub und hatten unseren ersten Arbeitstag, als es, während ich an meinem Schreibtisch saß und mich mit einem Kollegen unterhielt, in mir zu "blubbern" anfing. Zuerst dachte ich, was ist denn das jetzt? Beim dritten Blubbern wusste ich, was das ist, denn so war es bei Felix auch gewesen, nur dass ich damals schon 4 Wochen im KH war. Tja, im Losrennen zu meinem Mann ging das ganze Fruchtwasser in einem Schwall ab, es stand mir sogar in den Schuhen. Ich möchte hier nicht auf die Einzelheiten eingehen, es war einfach das Schlimmste, was ich je erlebt habe.
Der Muntermundsverschluss wird in der Uni-Klinik bei uns durchgeführt, d.h. der Muntermund wird richtig zugenäht. Meine Gyn hat schon gesagt, dass sie mir dann Unterlagen dazu besorgt, damit ich mich vorher ganz genau informieren kann. Ob es hilft, weiß ich auch nicht, aber dann würde das Fruchtwasser bei einem Blasensprung auf jeden Fall in der Gebärmutter bleiben und nicht ablaufen und das Würmchen würde nicht "auf dem Trockenen" liegen.

Diese Auf und Abs, die Du beschreibst, sind normal, denke ich. Vielleicht magst Du Dir mal das Buch "Gute Hoffnung, jähes Ende" besorgen, mir hat das unheimlich geholfen.

Und wie Du bin ich auch 35, mein Mann wird dieses Jahr sogar schon 50, aber was solls? Halle Berry bekommt mit 48 das zweite, wir schaffen das auch, daran glaube ich fest!

Wie war Dein erster Arbeitstag? Hast Du es einigermaßen gut überstanden? Ich hab auch diese Woche wieder angefangen, grauenvoll

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vom Redaktionsteam