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Fehlgeburt einer Freundin

24. Juli 2007 um 17:52 Letzte Antwort: 26. Juli 2007 um 10:03

Hallo ihr,
ich habe einen etwas ungewöhnlichen Eintrag zu diesem Forum zu leisten.
Für meine Freundin, die ich erst im Februar diesen Jahres kennengelernt habe, bin ich (laut ihrer Aussage) der erste Mensch, mit dem sie das Gefühl hat, über alles reden zu können. Sie ist gerade 20 und hat wirklich schon so einiges mitgemacht: Eltern getrennt, Rufschädigung, etc....
Vor ca. einer Woche hatten wir einen ziemlich heftigen Streit, weil sie mich vor einer ihrer "Freundinnen" bloßgestellt hat, obwohl ich herausgefunden habe, dass diese "Freundin" für einige negative Dinge verantwortlich ist, die in ihrem Leben passiert sind.
Jetzt komme ich zum Punkt!!
Als wir uns ausgesprochen hatte, meinte sie auf einmal, sie müsse mir etwas zeigen...
Woraufhin ich ihr sagte, dass sie das gerne machen könne und sie mir das ruhig zeigen kann. Worauf sie sagte, dass ginge nicht so einfach, denn dass wäre nicht in unserer Stadt!!
Ich war ziemlich perplex und fragte natürlich weiter und sie sagte mir, wir müßten dafür ans Meer fahren- was mich noch mehr verunsicherte, weil wir noch nie am Meer waren, bzw. ich damit nichts verband!!
Deshalb fragte ich weiter nach, was sie denn jetzt genau meine....Dann erzählte sie mir folgendes:
Vor drei Jahren war sie mit ihrem ersten festen Freund zusammen (die Beziehung hielt etwa 2 Jahre), mit dem sie auch das erste Mal Sex hatte.
Im Februar 2005 blieben plötzlich ihre Tage aus, worauf sie einen SS- Test machte, der auch positiv war! Zwei Tage später fuhr sie mit einer Freundin nach Langeoog (Nordsee) um ein bißchen zu chillen (war schon länger geplant) und eigentlich Party zu machen! Meine Freundin war zu dem Zeitpunkt 17 Jahre alt und ging noch zur Schule.
Abends bekam sie dann wohl plötzlich Unterleibsschmerzen, erst nicht so schlimm, später aber wohl immer heftiger. Als sie auf das WC ging bemerkte sie, dass sie blutete!!
Zu diesem Zeitpunkt wußte niemand, dass sie schwanger ist. Sie weihte ihre Freundin ein, die sie zum Frauenarzt brachte (zu Fuß, da Langeoog Autofrei ist). Dieser stellte dann fest, dass es sich um eine Fehlgeburt handelte und behielt sie in der Praxis, wo sie quasi ausbluten sollte!! Der Arzt stellte ausserdem fest, dass sie sich im 3. Monat befunden haben soll.
Am nächsten Tag, als sie zurück mußte, hat sie in den Dünen eine Art kleine Gedenkstätte aus Steinen und Blumen errichtet!
Ihr damaliger Freund (Vater des Kindes) sowie ihre Family, etc. wissen nichts von dieser Sache!!
Sie Fragte mich danach, ob ich mit ihr an diesen Ort fahren möchte. Sie hat ihn seit zwei Jahren nicht mehr gesehen oder besucht.
Ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll, bzw. was wohl in ihr vorgeht, bzw. vorgegangen ist!! Mich belastet das, seidem sie mir davon erzählt, gedanklich sehr stark!! Ich habe selber so etwas noch nie miterlebt (zum Glück) und bin damit vielleicht ein bisschen überfordert. Ich möchte ihr nicht zu Nahe treten und sie mit irgendwas verletzten. Geht das überhaupt noch oder ist sie darüber weg?? Sollte ich wirklich mit ihr an den Ort, dieser traurigen Erinnerung zurückfahren??
Ich weiß es einfach nicht, vielleicht könnt ihr eure Meinungen dazu schreiben!!
Gruß
Candyman

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25. Juli 2007 um 9:25

Hallo Jazzi
Danke, für deine Antwort. Dass habe ich mir auch schon gedacht und es hat mir auch diese Gefühl gegeben. Nur trotzdem sind dadurch einfach Fragen in mir entstanden und auch selbstzweifel, ob ich damit umgehen kann oder nicht!!
Ich kann mir gut vorstellen, dass so ein Ereignis ein sehr schreckliches Erlebnis für eine Frau ist. Auch wenn sie sich erst seit zwei Tagen an den Gedanken gewöhnt hatte schwanger zu sein und ein Baby in sich zu tragen. Ist so eine Fehlgeburt im 3. Monat sehr häftig? Ich habe keinerlei Vorstellung davon! Habe deshlab bereits einige Eintargungen hier im Forum gelesen und bin wirklich sehr schockiert über die einzelnen Schicksale!!
Ich möchte einfach keinen Fehrler machen, weil sie mir sehr viel bedeutet und ich sie ebenfalls sehr liebe!!

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26. Juli 2007 um 10:03

Ich weiß ich bin bescheuert )
Und steigere mich da vielleicht viel zu sehr rein. Ich habe mit ihr mal über den genauen hergang gesprochen, und sie halt gefragt, was genau da abgegangen ist, weil ich, wie schon gesagt, keine Ahnung davon habe, wie soetwas von statten geht. Allerdings habe ich mich danach schon gefragt, ob das richtig war, weil cih das Ganze ja auch nicht wieder komplett aufwärmen möchte.
Sie sagte mir, dass sie das Ganze am Anfang schon beschäftigt hat aber sie mit Verdrängung an das ganze Thema herangegangen ist. Sie hat ja schließlich im Anschluß ihr Leben wieder normal weitergeführt und es vor allen anderen verheimlicht (und das stelle ich mir sehr krass vor)!! Sie sagte nur, dass sie irgendwann aufgehört hat, darüber nachzudenken, weil sie sich sonst selber fertig gemacht hätte, und sich tausend Vorwürfe gemacht hat. Andererseits sagte sie natürlich auch, dass es noch nicht so heftig war, weil sie erst seit sehr kurzer Zeit wußte, dass sie schwanger war!
Ich stelle mir es halt nur sehr krass vor, wenn der Frauenarzt einem sagt: "So, jetzt ist es raus und es hat gelebt!" ((((!! Auch wenn es zu der Zeit noch kein "wirkliches Kind" war, finde ich das schon sehr extrem!!
Ich finde deinen Vorschlag sehr, sehr gut!! Ich denke, dass ich so machen werde und dann mal abwarte was passiert, ob sie mich braucht oder nicht! Ich will das ganze nur nicht schlimmer machen als es schon ist!!!! Und möchte natürlich auch nicht, dass sie ständig daran denkt und damit gleichzeitig an ihren Ex!!

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