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Fehlgeburt 20 SSW

25. September 2012 um 1:27

hallo ihr lieben,

bin 27 jahre alt und bin nach 3 jahren endlich schwanger geworden. wie waren so überglücklich, dass es endlich geklappt hat. Unser baby hat sich richtig prima entwickelt. Besonders stolz waren wir, als wir die nachricht bekommen haben, dass wir einen sohn bekommen! Drei tage später bekam ich plötzlich starke wehen, die ich erst nicht als wehen angedeutet habe ( 1. schwangerschaft, 20 ssw ), wer denkt schon dran?! ich musste dann auf die toilette, als ich dann spürte wie siech die fruchtblase aus der scheide wölbte und eine leichte blutung eintrat. Mein freund und ich sind dann sofort ins krankenhaus gefahren. Aber die ärztin gabe uns wenig hoffnung, da die fruchtblase 7 cm in die scheide gerutscht ist...ich brach in tränen aus, denn ich wusste, wir werden unseren sohn verlieren. Ich bekam keine wehenhemmer, sondern strikte bettruhe, antiobiotika und schmerzmittel. Antibiotika deshalb, weil hohe entzündungswerte im blut waren.3 Tage bin ich gelegen, qualvoll mit dem gedanken, dass unser traum von einer kleinen familie platzt und unseren schatz für immer hergeben müssen. Ich musste entbinden....unser sohn hat noch 40 minuten gelebt, bis er auf meiner brust eingeschlafen ist. das waren die schönsten 40 Minuten in unserem leben. er war so wunderschön...unser engel! Es sind jetzt nun 4 Wochen vergangen, und die frage warum es so weit kommen konnte, beschäftigt mich umso mehr. denn ich war noch 3 tage davor beim frauenarzt und es wurden leukos im urin gefunden, ich glaub so um die 10. die helferin meinte, es wär schon in ordnung, ich sollte nur viel trinken. da es meine erste schwangerschaft war, wusste ich einiges noch nicht. Zum beispiel, dass der arzt vaginale untersuchungen machen sollte ( Abstrich, ob sich der muttermund verändert hat usw.) und auch die blutanbnahme. Bei mir wurden nur ultraschalluntersuchungen gemacht, sonst nichts. ich habe dem arzt vertraut, weil er auch immer wieder betonte, es sei alles in ordnung....aber ich stell mir nun die frage, warum hat er mich damals nicht vaginal untersucht bzw nie untersucht? Hätte er diese harnwegsinfektion verhindern können? War er zu nachlässig?? ich kann diesen arzt nicht mehr vertrauen...

es wär schön, wenn ihr mir nen feedback geben könntet

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25. September 2012 um 8:39


Es tut mir sehr leid, was du erleben musstest. Ich kann mir vorstellen wie schlimm das sein muss. Ich hatte noch keine fehlgeburt, bin aber in der 16. Ssw und meiner kleinen geht es nicht gut und die ärzte machen uns kaum hoffnung auf ein normales leben.
In vielen träumen musste ich schon fühlen wie schmerzhaft für mich der tod meiner kleinen wäre. Ich wüsste nicht wie ich das verkraften würde. Ärzte sind da meist locker und sagen, achja sie sind jung, dann zeugen sie ein neues. Auch wir haben zwei jahre gebraucht bis ich schwanger wurde. Da kamen schon solche gedanken mit "wahrscheinlich bin ich unfruchtbar" in den kopf und dann klappt es endlich und plötzlich raten alle ärzte zu einer abtreibung.
Ich wechsel auch meinen fa, ich kann und will keinen arzt, der mich in meiner entscheidung für mein kind nicht unterstützt und sogar versuchte meinen freund als mittel zum zweck zu benutzen um mich von einer abtreibung zu überzeugen.
Aber nur weil mein kind einen gendefekt hat und nicht der norm entspricht, gebe ich meine alisha nicht auf.

Du brauchst genauso einen fa, der einfühlsam ist, die kontrollen genau und gewissenhaft durchführt. Ob man es hätte verhindern können, wer weiß, aber du merkst ja selbst, dass du diesem arzt nicht mehr vertrauen kannst.

Ich wünsche euch von herzen alles liebe für die zukunft!!!!

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25. September 2012 um 14:34

Das tut mir sehr sehr leid für dich!
Mein Mitgefühl, ich hoffe du verkraftest das gut! In der 20.Woche ein Kind zu verlieren muss sehr sehr schlimm sein. Ich wünsche dir alles Gute beim Verarbeiten, du wirst dein Kind immer im Herzen tragen, dennoch schau nach vorne!

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25. September 2012 um 21:09

...
es tut mir furchtbar leid für dich. auch wenn ich keine kinder habe, glaube ich, dass es für eine mutter nichts schlimmeres gibt als ihr kind zu verlieren.
das folgende wird nichts an deinem verlust und schmerz ändern können: leukozyten im urin sind ein hinweis auf einen harnwegsinfekt. dieser muss in der schwangerschaft immer antibiotisch behandelt werden, weil es u.U. zu einer fehlgeburt kommen kann.
ich will deinen arzt nicht in schutz nehmen, nur leider sind ärzte auch nur menschen und deren fehler haben leider schwerwiegende folgen, aber sie passieren trotzdem.
ich würde den arzt auch wechseln und suche dir einen, der sich mehr auf geburtshilfe spezialisiert hat.
ich wünsche dir ganz, ganz viel kraft um diese schwierige zeit durchzustehen.

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9. Oktober 2012 um 0:24

Luzzu
Es tut mir leid, was du erleben musstest. Ich habe das vor 13 Jahren in der 23. Ssw erleben müssen, aber das Baby (auch ein Junge) kam tot zur Welt. Es muss schlimmer sein, wenn es gelebt hätte
Bei mir war es eine Scheideninfektion (Pilz). Meine FÄ hat am 6.9. einem Abstrich gemacht, wobei die Infektion feshestellt wurde. Danach 3 Tage Behandlung und ich dachte der Horror ist vorbei. Einen Abstrich danach hat sie nicht mehr gemacht. Juckreiz und Ausfluß waren auch weg.
Ich war 26 und meine erste Schwangerschaft.
Am 19.9. Blasenriss und am Tag danach Blasensprung. Am 19. ging es meinem Baby laut US gut. Die Laborwerte danach haben ergeben, daß die Infektion zum Baby aufgestiegen ist und dies der Grund für die MA ist. Ich habe der FÄ eine Teilschuld gegeben. Ich weiss nicht, ob ein Abstrich danach zur Vorsorge gehört, aber die Infektion war in mir und das hätte sie doch in wenigen Minuten geklärt und ich hätte eine weitere Behandlung haben müssen.
Ich wechselte diese FÄ. Die 2 Schwangerschaften danach hatte ich auch Pilzinfektionen und mein neuer FA hat damals wegen meine Vorgeschichte auch ein Abstrich nach der Behandlung gemacht.
Er hat auch 2 Jahre nach der MA mich gebeten den Laborbericht der MA im Kkh anzufordern. Von dem Bericht wusste ich bis dahin nicht. Zwar haben die Ärzte im kkh gesagt, dass die Infektion aufgestiegen ist, aber von einrm Bericht war bei meiner FÄ nie die Rede. Erst dann hatte ich es schwarz auf weiss.
Ich habe bei allen Schwangerschaften zuhause den Ph- Wert selbst gemessen um beruhigt zu sein.
Wenn das Vertrauen zum FA weg ist, dann wechseln !!
Alles Gute für die Zukunft!

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16. Oktober 2012 um 11:52

Hallo
ich möchte mich bei allen für die lieben tröstenden worte bedanken, habe nun den frauenarzt gewechselt und ich denke das er für die zukunft besser auf mich aufpassen wird! ich gebe meinem alten frauenarzt immer noch eine mitschuld, er hätte es damals einfach erkennen müssen, und ich bin mir sicher, wenn er es erkannt hätte, dann hätten wir es verhindern können, dass die infektion aufsteigt. mittlerweile gehts mir ein bisschen besser, denke aber noch viel an unseren engel und besuche ihm jede woche am grab. vergessen werde ich unseren sohn nie, er ist und bleibt unser sohn und das tief in unseren herzen!!

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3. November 2012 um 12:23


Mensch... Ich lese deinen Bericht und mir kommen die Tränen.
Wie schrecklich.
Aber ich denke mir auch, dass es die 40 schönsten Minuten in eurem Leben gewesen sind. Euch weiterhin alles Gute!!!

Ich hatte im Juli 10 in der 9 Ssw eine MA
1 Tag später dann die AS.

Ich habe nur geweint und war froh, dass mein Mann mir so viel Halt gegeben hat.

Im November 10 wurde erneut eine Ss festgestellt - ich war bis zur Geburt ängstlich - ich wollte so etwas nicht mehr erleben wollen... Und nun sind wir stolze Eltern eines wunderbaren Sohnes der nun 16 Monate wird

Ich wünsche euch viel Kraft und das eurer Wunsch schnell in Erfüllung geht.

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8. November 2012 um 13:15

FG und kein Licht am Horizont
Was dir und euch zum Teil schon passiert ist, tut mir unendlich Leid. Ich kenne die Hoffnungen, die Trauer und die Sprachlosigkeit danach sehr gut, den Wunsch, aus einem schlechten Traum aufzuwachen oder alles zu geben, um es ungeschehen machen zu können. Ich habe im August 2012 mein Kind in der 14. SSW verloren. Davor war alles immer bestens, ich höre noch die FÄ bei der letzten Routineuntersuchung sagen: Dem Spatzi geht es gut. Und dann kam der Sonntag, an dem ich plötzlich einen Blasensprung hatte. Ich lag eine Woche im KKH und habe mich danach geschont, soweit das möglich war, wenn man einen 18 Monate alten Sohn hat und sonst wenig Unterstützung bekommt. Wir hatten wieder Hoffnung. Am Ende der 2. Woche habe ich das Kind dann doch verloren. Die Plazenta hatte sich gelöst, was wohl häufiger nach einem Blasensprung vorkommt. Die Ursache ist ungeklärt, meistens sind es Infektionen, doch im KKH konnte man nichts davon feststellen. Ich war regelmäßig bei der FÄ und sie hat auch Abstriche gemacht. Aber es war nichts Auffälliges. Seltsam war nur, dass ich ein leichtes Brennen oder Jucken gespürt habe in den zwei Wochen davor. Ich habe ihr das gesagt und sie hat aber nichts gefunden. Erst in der Woche vor dem Blasensprung hat sie eine Entzündung entdeckt. Ich bin bis heute unsicher, ob sie hier einen fachlichen Fehler gemacht hat. Ich halte sie aber fachlich für sehr gut und vertraue ihr bis heute. Nach der FG wollte ich nach vorne schauen, denn ich hatte ja auch eine völlig unproblematische Schwangerschaft hinter mir und einen netten Spatz zu Hause, der mir viel Kraft gegeben hat. Im Internet las ich viel Beiträge, in denen die Frauen danach schnell wieder schwanger wurden. Aber es kam anders. Jedes Mal, wenn ich wieder Kraft hatte, passierte etwas negatives. Ich musste 3 Wochen nach der FG zu einer 2. Ausschabung. Die anschließenden Blutungen dauerten nicht 5 Tage, sondern 3 Wochen. Ich wollte mich beruflich ablenken, bekam aber aufgrund meiner Schwangerschaftsanzeige eine Krankheitsvertretungsstelle ohne wirkliche Aufgaben. Als ich meine erste Periode kam, hatte ich wieder Hoffnung auf ein Babywunsch. Doch 4 Tage danach setzten wieder Blutungen ein, für mich völlig unerklärlich. Ich bin fast jede Woche beim FA. Seit 3,5 Monaten warte ich nun auf Normalität. Und es wird einfach nicht. Alle sagen, man soll nicht daran denken und es einfach hinnehmen. Aber man kann sich doch nicht selbst belügen und einfach sagen, ich möchte nicht mehr schwanger werden .... Im Hinterkopf steckt immer noch mein Wunsch, dass der Altersunterschied zu meinem ersten Kind nicht zu groß sein soll (für mich bedeutet das weniger als 3 Jahre). All das macht einen großen Druck und ich finde immer weniger einen Weg, um diesen Druck zu ignorieren. Wie schafft man das?

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vom Redaktionsteam