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Fehlgeburt 18. SSW

14. Januar 2015 um 11:53 Letzte Antwort: 9. Mai 2015 um 17:38

Hallo Zusammen,

Schon sehr lange haben wir auf ein gemeinsames Baby gehofft, aber nachdem es einfach nicht klappen wollte ging ich zu meinem FA um abzuklären ob irgendetwas nicht in Ordnung sei.
Nach dem ich einen Monat auf den Termin warten musste war ich bereits voller Spannung und da ich bereits einen Sohn habe ging ich von einer guten Nachricht aus. Aus seinem Mund drangen aber Wörter wie Unfruchtbarkeit' Operation und Hormonbehandlung.. ..Unter Tränen verließ ich die Praxis und versuchte in den folgenden Wochen damit umzugehen.

4 Wochen darauf war ich mit Verdacht auf Gastritis beim Radiologen, welcher sich nach einem Bauch US weigerte mich zu röntgen. Grund dafür war eine Fruchthöhle. Und somit wurde ich wieder an meinen FA verwiesen. Verwirrt von diesem Hin und Her verließ ich diese Praxis ebenfalls unter Tränen. Zuhause angekommen, sammelte ich meine Gedanken und rief bei meinem FA an um einen Termin zu bekommen. Dort wurde ich aber schnell abgewimmelt mit dem Kommentar "Machens doch einen Test und wenn der positiv ist, melden Sie sich wieder". Ich wusste nicht wie mir geschah und tat was die nette Dame vorbrachte. Der Test war positiv, das Wechselbad der Gefühle überkam mich... Wieder wandte ich mich an die "nette" Sprechstundenhilfe und die gab mir einen Termin in einer Woche (!!) Und das obwohl ich wirklich tagelang nur gebrochen hatte und absolut nichts bei mir behalten konnte...
Zwei Tage später war ich dann in der Klinik um endlich Gewissheit zu erlangen. Nach langem Warten war es endlich soweit, die Untersuchung ergab das ich bereits in der 8. Woche war. Der Herzschlag war zu sehen und es war real, unser langersehntes Baby!!! Alles war ok und wir waren überglücklich. Nachdem die gefährlichen 12. Wochen ueberstanden waren genossen wir das Glück in vollen Zügen, schmiedeten Pläne. In der 15. SSW (kurz vor Weihnachten) sah ich unseren kleinen Prinzen rumturnen und war überglücklich und konnte es immer noch nicht richtig fassen.
Die Feiertage über war ich so voll mit Glück und Stolz! Nachdem mich im neuen Jahr der Arbeitsalltag innerhalb weniger Tage wieder eingeholt hatte verspürte ich ein Ziehen im Bauch und ersehnte den bevorstehenden US-Termin herbei.
Ich klagte dem Arzt mein Leid betreffend diesem Ziehen und er meinte das wir dann sofort schauen was los is beim Buzerl.
Einige Minuten lang fuhr er mit dem Ultraschallkopf über meinen Bauch und ich wurde verrückt weil ich (als Leihe) keinen Herzschlag erkennen konnte. Endlich legte er das Ding zur Seite und während er aufstand und im Begriff war sich von mir wegzubewegen kam nur ein "wir haben keinen Herzschlag, aber ich hätte es ja eh schon geahnt".
Schnell fertigte er mich mit einer Überweisung in die Frauenklinik ab als wäre ich so eine Art Fliessbandarbeit...
In der Klinik wurde dann festgestellt dass unser kleiner Sebastian bereits seit drei Wochen keinen Herzschlag mehr hatte... und ich habe nichts gemerkt. Er ist mir einfach so entglitten... Gestern um 19:54 Uhr kam unser kleiner Engel im stillen zu Welt mit seinen 50 Gramm und 15 cm. Ich werde ihn niemals vergessen das weiss ich, aber wie gehts nun weiter?? Ich bin hilflos und gelähmt vor Trauer

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15. Januar 2015 um 8:51

Liebe Spiranella...
.... es tut mir unendlich Leid, dass Ihr Euren kleinen Sebastian viel zu früh zu den Sternen gehen lassen musstet.

Du fragst, wie es nun weiter geht. Da ich zwei Kinder still zur Welt bringen musste, kann ich Dir nur eines raten: Nimm Dir für Deine Trauer und Deine Verarbeitung so viel Zeit wie Du brauchst. Es wird sicherlich Menschen geben, die Dich nicht verstehen, aber sie haben diesen unendlichen Schmerz auch (Gott-sie-Dank) nicht erlebt. Wenn Du kannst, mach Bilder von Deinem kleinen Mann, halte ihn und verabschiede Dich. Vielleicht gibt es ein Sternenkinder-Grabfeld, wo Sebastian beigesetzt werden kann?

Mir persönlich hat eine Selbsthilfegruppe gut getan, ich habe mich verstanden und gut aufgehoben gefühlt. Dort muss man nicht viel erklären, man muss auch gar nicht reden - alle teilen Dein Schicksal und kennen Deine Gefühle, auch ohne Worte.

Und nein, Du wirst Deinen kleinen Engel nie vergessen, er ist in Deinem Herzen. Der Schmerz wird mit der Zeit sicherlich anders werden, aber ich glaube, vergehen wird er nie.

Sei ganz fest umarmt, ich wünsche Dir viel Kraft!

Kaktus

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25. Januar 2015 um 18:15

Hallo spiranella
Hallo,auch Ich hatte eine Fehlgeburt.Ich war schon in der 12 Woche und dachte zum Glück jetzt sind diese 12 Wochen bald rum.Doch am 11 Januar bekam Ich eine leichte Blutung und der Frauenarzt in der Klinik hat mich beruhigt und gesagt wenns bis am nächsten Tag nicht besser wird,soll ich eine Kontrollvisite machen.Am nächsten Tag habe Ich die visite gemacht und es war kein Herzschlag mehr,laut Größe ist es schon in der 10 Woche passiert.Ich bin sehr traurig weil i Ich mich so sehr darauf gefreut habe.Hatte dann am 12 Januar die Ausschabung und jetzt habe Ich Angst daß es wieder lange dauert bis Ich schwanger werde und dann mir wieder so was passiert.Werde dieses Jahr 35,habe einen Sohn mit 14 Jahren,und Ich und mein Partner wünschen uns sehnlichst ein Kind.Hatte davor immer einen verkürzten Zyklus und habe Mönchspfeffer genommen und mein Frauenarzt meint Ich soll erst einmal abwarten weil nach einer Schwangerschaft der Zyklus wieder ganz anders sein kann.Aber Ich möchte versuchen sobald wie möglich wieder schwanger zu werden.Es ist schwer andere Mütter mit ihren Babys zu sehen und selbst nicht mehr schwanger zu sein.

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9. Mai 2015 um 17:38

Liebe Spiranella,
es tut mir ja so unendlich leid für dich, was dir passiert ist...
wie geht es dir mittlerweile?
Mir ist es letztes Jahr sehr ählich ergangen. Ich hatte ebenfalls eine Fehlgeburt in der 18. SSW. Mein Mann und ich wollten am 2.1.14 zu einer ganz normalen Vorsorgeuntersuchung, als meine Frauenärztin dann feststellte, dass unser Krümel keinen Herzschlag mehr hatte und wohl schon seit damals zehn Tagen tot war. Ich war todunglücklich und habe sehr lange sehr heftig getrauert. Auch ich hatte nichts gemerkt... im Gegenteil. Ich war über die Weihnachtszeit sehr glücklich und voller Vorfreude auf unser Baby.
Am Tag darauf bekam ich im Krankenhaus wehenauslösende Medikamente und am 5.1. kam unser Lukas dann still zur Welt.
Leider wurde erst danach bei mir eine Blutgerinnungsstörung festgestellt, die wohl zu dieser späten Fehlgeburt führte.
Im Juni wurde ich dann wieder schwanger und musste dann täglich Blutverdünner spritzen, und habe jetzt im Februar einen gesunden Sohn zur Welt gebracht.
Unseren Lukas werde ich aber nie vergessen, so wie du auch euren Sebastian nie vergessen wirst... und ich kann mich meiner Vorgängerin nur anschließen. Auch mir hat es geholfen, Fotos von ihm zu machen. Mein Mann und ich haben ihm auch Briefe geschrieben. An unserem Wohnzimmerfenster steht ein Windlicht mit dem Foto eines Ultraschallbildes (von dem Tag, an dem er damals so glücklich Purzelbäume machte).
Mir hat es damals geholfen, mit lieben Menschen darüber zu reden... leider habe ich mich nie getraut, eine Selbsthilfegruppe zu besuchen...
Ich wünsche dir alles, alles Gute und dass sich dein Babywunsch bald erfüllt!!!

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