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Fehler vom Kiwu (ICSI statt IVF) - weitere Kostenübernahme?

17. August 2018 um 20:14

Hallo zusammen,

bisher war ich immer nur stille Leserin, aber nun haben mein
Mann und ich bei unserer Kinderwunschbehandlung etwas erlebt, zu dem ich gerne Eure Meinungen hören würde:

Mein Mann (41 Jahre, keine Vorerkrankungen, Spermiogramm in Ordnung) und ich (38 Jahre, auch keine Vorerkrankungen, AMH von 2,5) haben bereits einen 3,5 jährigen Sohn auf natürlichem Weg. Für das Geschwisterkind haben wir bereits drei erfolglose IUIs hinter uns und haben uns daher für eine IVF entschieden. Unsere Krankenkasse hat uns auch für drei Versuche 50% Kostenübernahme zugesagt und damit genehmigt. Es gibt keine wirkliche Diagnose "außer" die sekundäre Sterilität.
Nun haben wir mit der IVF begonnen, 12 Follikel, davon sechs reife Eizellen durch Punktion entnommen und dann eine befruchtet, die sich bis zur Morula entwickelt hat und dann transferiert wurde. Leider war der Versuch nicht erfolgreich.
Im Nachgespräch mit der Ärztin hat diese uns dann eröffnet, dass aus Versehen keine IFV sondern eine ICSI gemacht wurde! Trotzdem habe sich nur diese eine Eizelle befruchten lassen. Wir würden diese ICSI jetzt aber nicht in Rechnung gestellt bekommen, sondern nur die IVF-Kosten tragen. Die vorgenommene ICSI sei aber laut der Ärztin zu unserem Vorteil gewesen, da es sonst (bei der eigentlich geplanten IVF) vielleicht zu einer Nullbefruchtung gekommen wäre.
Die Ärztin würde uns jetzt eine ICSI als Wunschleistung empfehlen, da ja wahrscheinlich davon auszugehen sei, dass bei einer IVF sich keine Eizelle befruchten lassen würde.
Der Haken daran: Die Krankenkasse würde den Wechsel zur ICSI nicht übernehmen, da ja das Spermiogramm normal sei. Man müsse gegenüber der Krankenkasse entweder ein schlechtes Spermiogramm nachweisen oder eine IFV mit Nullbefruchtung.

Wir sehen das ein bißchen anders: Dadurch, dass aus Versehen eine ICSI gemacht wurde, wurde uns sozusagen die Chance genommen, einen IVF-Nullversuch zu machen, und dann regulär den Behandlungsplan von IVF auf ICSI zu wechseln. Denn eine Nullbefruchtung bei IFV kann auch eine Indikation für ICSI sein (wie ja die Ärztin schon richtig festgestellt hat!) Dann würde die Krankenkasse uns zwei ICSI's anteilig bezahlen. So müssten wir aber nun beide ICSIs komplett selbst zahlen, obwohl das Kiwu den Fehler gemacht hat!
Andersherum wäre, wenn eine geplante IVF gemacht worden wäre und es hätten sich mehrere Eizellen befruchten lassen, keine Notwendigkeit da gewesen zur ICSI zu wechseln. Die Idee jetzt eine IVF (mit hälftiger Kostenübernahme durch die Krankenkasse) zu machen, mit einer hohen Wahrscheinlichkeit der Nullbefruchtung, um dann gegenüber der Krankenkasse die Wechselindikation zu einer hälftig übernommenen ICSI zu haben, hat selbst die Ärztin als nicht sinnvoll angesehen; da ja dann einer von drei Versuchen umsonst wäre!

Was würdet ihr nun machen? Bin dankbar für alle Ideen, Hinweise und Tipps!

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17. August 2018 um 20:49

Ich verstehe nicht, warum die Ärztin nun zu einer ICSI rät. Da das Spermiogramm in Ordnung ist, besteht doch gar kein Grund zu der Annahme, dass es zu einer Nullbefruchtung kommen muss. Umgekehrt ist eine ICSI auch keine Garantie für eine erfolgreiche Befruchtung. Ich persönlich würde es wohl weiter mit IVF versuchen.

Ich wünsche euch jedenfalls einen schnellen Erfolg auf egal welchem Weg.

Lg, Einhoernchen

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19. August 2018 um 17:34
In Antwort auf einhoernchen

Ich verstehe nicht, warum die Ärztin nun zu einer ICSI rät. Da das Spermiogramm in Ordnung ist, besteht doch gar kein Grund zu der Annahme, dass es zu einer Nullbefruchtung kommen muss. Umgekehrt ist eine ICSI auch keine Garantie für eine erfolgreiche Befruchtung. Ich persönlich würde es wohl weiter mit IVF versuchen.

Ich wünsche euch jedenfalls einen schnellen Erfolg auf egal welchem Weg.

Lg, Einhoernchen

Danke für Deine Rückmeldung und die guten Wünsche. Die Ärztin meinte es könnte an der Eizellqualität liegen. Aber das ist ja eigentlich keine Indikation für eine ICSI. 

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19. August 2018 um 20:23
In Antwort auf florin

Hallo zusammen,

bisher war ich immer nur stille Leserin, aber nun haben mein 
Mann und ich bei unserer Kinderwunschbehandlung etwas erlebt, zu dem ich gerne Eure Meinungen hören würde: 

Mein Mann (41 Jahre, keine Vorerkrankungen, Spermiogramm in Ordnung) und ich (38 Jahre, auch keine Vorerkrankungen, AMH von 2,5) haben bereits einen 3,5 jährigen Sohn auf natürlichem Weg. Für das Geschwisterkind haben wir bereits drei erfolglose IUIs hinter uns und haben uns daher für eine IVF entschieden. Unsere Krankenkasse hat uns auch für drei Versuche 50% Kostenübernahme zugesagt und damit genehmigt. Es gibt keine wirkliche Diagnose "außer" die sekundäre Sterilität. 
Nun haben wir mit der IVF begonnen, 12 Follikel, davon sechs reife Eizellen durch Punktion entnommen und dann eine befruchtet, die sich bis zur Morula entwickelt hat und dann transferiert wurde. Leider war der Versuch nicht erfolgreich. 
Im Nachgespräch mit der Ärztin hat diese uns dann eröffnet, dass aus Versehen keine IFV sondern eine ICSI gemacht wurde! Trotzdem habe sich nur diese eine Eizelle befruchten lassen. Wir würden diese ICSI jetzt aber nicht in Rechnung gestellt bekommen, sondern nur die IVF-Kosten tragen. Die vorgenommene ICSI sei aber laut der Ärztin zu unserem Vorteil gewesen, da es sonst (bei der eigentlich geplanten IVF) vielleicht zu einer Nullbefruchtung gekommen wäre. 
Die Ärztin würde uns jetzt eine ICSI als Wunschleistung empfehlen, da ja wahrscheinlich davon auszugehen sei, dass bei einer IVF sich keine Eizelle befruchten lassen würde. 
Der Haken daran: Die Krankenkasse würde den Wechsel zur ICSI nicht übernehmen, da ja das Spermiogramm normal sei. Man müsse gegenüber der Krankenkasse entweder ein schlechtes Spermiogramm nachweisen oder eine IFV mit Nullbefruchtung.

Wir sehen das ein bißchen anders: Dadurch, dass aus Versehen eine ICSI gemacht wurde, wurde uns sozusagen die Chance genommen, einen IVF-Nullversuch zu machen, und dann regulär den Behandlungsplan von IVF auf ICSI zu wechseln. Denn eine Nullbefruchtung bei IFV kann auch eine Indikation für ICSI sein (wie ja die Ärztin schon richtig festgestellt hat!) Dann würde die Krankenkasse uns zwei ICSI's anteilig bezahlen. So müssten wir aber nun beide ICSIs komplett selbst zahlen, obwohl das Kiwu den Fehler gemacht hat! 
Andersherum wäre, wenn eine geplante IVF gemacht worden wäre und es hätten sich mehrere Eizellen befruchten lassen, keine Notwendigkeit da gewesen zur ICSI zu wechseln. Die Idee jetzt eine IVF (mit hälftiger Kostenübernahme durch die Krankenkasse) zu machen, mit einer hohen Wahrscheinlichkeit der Nullbefruchtung, um dann gegenüber der Krankenkasse die Wechselindikation zu einer hälftig übernommenen ICSI zu haben, hat selbst die Ärztin als nicht sinnvoll angesehen; da ja dann einer von drei Versuchen umsonst wäre!

Was würdet ihr nun machen? Bin dankbar für alle Ideen, Hinweise und Tipps! 

Von der Materie habe ich keine Ahnung. 
Aber wenn ihr für Methode 1 die Kostenzusage habt und die Umstellung nur eine Empfehlung ist, könnt ihr doch sicher bei Methode 1 bleiben. Und wenn das nicht hilft, dann zu Methode 2 wechseln. 
Vor allem, wenn die Krankenkasse dieses Prozedere quasi vorschreibt. 

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