Home / Forum / Schwangerschaft & Kinderwunsch / Facharbeit-Schwangerschaftsabbruch

Facharbeit-Schwangerschaftsabbruch

5. Februar 2013 um 10:36

Hallo. Ich bin derzeit in der 10. Klasse auf einem Gymnasium und wir haben die Aufgabe bekommen eine Facharbeit über ein selbst ausgewähltes Thema zu schreiben. Mein Thema in diesem Fall ist "Schwangerschaftsabbruch-Immer eine richtige Entscheidung?" Da es Pflicht ist, in einer Facharbeit einen Eigenanteil miteinzubringen, der bei den meisten aus Interviews besteht, ich aber diesbezüglich niemanden privat kenne, um das zu tun, bitte ich die Frauen, die stark genug sind, um mir über ihre Abtreibung zu berichten, hier einen eher ausführlichen Text über ihre Gründe zu einer Abtreibung, über die Empfindungen, die Sie vor, während und nach der Abtreibung hatten, sowie die Folgen, die sie gegebenenfalls erlitten haben bzw. an denen Sie noch leiden.

Ich würde mich sehr über Ihre Beiträge freuen!

Mehr lesen

5. Februar 2013 um 13:50

Nachher: nichts als Erleichterung!
Ich hatte vor 12 Jahren einen Schwangerschaftsabbruch. Ich hatte mit Diaphragma verhütet, weil ich die Pille schlecht vertrug. Ich befand mich mitten in einer anstrengenden Ausbildung, die mit Schwangerschaft und Kind nicht vereinbar war. Ich war so wütend über das Ding, das sich ungefragt bei mir einnisten wollte, über das Versagen des Verhütungsmittels, über mich selbst...
Sobald die Schwangerschaft eindeutig fest stand, war mein Entscheid schon gefällt: Ich wollte JETZT kein Kind! Ich wollte meine Lebenspläne nicht wegen einer verpatzten Verhütung aufgeben.
Der Abbruch erfolgte sehr früh, 14 Tage nach Ausbleiben der Regel, mit der Absaugmethode unter Lokalanästhesie bei einem sehr einfühlsamen, liebenswürdigen Arzt. In einer Viertelstunde war alles vorbei und ich war nicht mehr schwanger. Kaum Schmerzen, keine Komplikationen. Ich war so was von erleichtert!
Heute bin ich 34, habe zwei süsse Töchterchen, 6 und 4 Jahre alt, und bin mit demselben lieben Mann verheiratet, mit dem ich vor 12 Jahren zusammen war. Ich stehe voll in meinem geliebten Beruf und bin rundum glücklich. Den Abbruch habe ich kein einziges Mal bereut. Und ich weiss, ich bin keine Ausnahme.
Im Nachhinein werfe ich mir höchstens vor, dass ich vielleicht hätte eine sicherere Verhütungsmethode ausprobieren sollen. Denn der Abbruch war zwar ein kleiner Eingriff, aber angenehm war es nicht und wenn es sich vermeiden lässt, möchte ich das nicht unbedingt ein zweites Mal machen müssen. Ich werde mich demnächst unterbinden lassen.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

5. Februar 2013 um 14:45

Entscheidung
>Schwangerschaftsabbruch-Immer eine richtige Entscheidung?

Man weiß nie, ob ein Abbruch die richtige oder die falsche Entscheidung ist. Es ist eine schwere Entscheidung. Es wird immer Menschen geben, die damit leben könnten und andere, die darn zerbrechen. Der Kopf, der Verstand und das Umfeld sollten niemals diese Entscheidung fällen, nur das Herz hat das recht dazu, denn es muss alles tragen.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

5. Februar 2013 um 15:04

Wichtig finde ich bei solchen Arbeiten
bzw. grundsätzlich bei diesem Thema, deutlich zu machen, um welche "Art" der Abtreibung es geht - Abtreibung ist ein breites Feld!

So ist eine Abtreibung in den ersten Wochen für eine Frau, die kein Kind möchte, emotional in keinster Weise mit einer Abtreibung aus medizinischen Gründen im fortgeschrittenen Stadium der Schwangerschaft zu vergleichen.
Ganz pauschal von einer Abtreibung ohne Hintergrundwissen zu sprechen, finde ich daher schwierig!

Ich habe in der 7. Woche abgetrieben und befand mich zu keinem Zeitpunkt in einem Gewissenskonflikt.
Es war von Anfang an klar, dass ich unter den damaligen Umständen kein Kind bekommen werde.

Der Hauptgrund war mein Exfreund, von dem ich emotional abhängig war. Er behandelte mich widerwärtig und ich ging Stück für Stück durch diese Verbindung zu Grunde.
Es gab nur eine Chance für mich: der Kontakt zu ihm mußte völlig abgebrochen werden, er durfte keine Rolle mehr in meinem Leben spielen. Anders hätte ich mich immer wieder erniedrigen lassen!

Aus eigener Initiative wäre ich wohl nie von ihm losgekommen.
Schließlich hatte ich unsagbares Glück und er war plötzlich nicht mehr erreichbar und hatte eine neue Telefonnummer.
Da er seinen Vaterpflichten sicherlich nachgekommen wäre wenn wir ein gemeinsames Kind hätten, wäre ich heute noch in seinem Bann!
Wer mich und das damalige Ausmaß der Situation kennt, zweifelt keine Sekunde daran, dass ein weiterer Kontakt zu ihm mein Untergang bedeutet hätte!

Da mein Abbruch sehr früh durchhgeführt wurde und ich ihn bewußt erlebt habe (medikamentöser Abbruch), hatte und habe ich damit nie Probleme gehabt.
Auch der Eingriff verlief problemlos und schmerzfrei.

Natürlich kann nicht jede Frau einen Schwangerschaftsabbruch so emotionslos betrachten. Gerade Frauen, die ihr Wunschkind aufgrund einer Behinderung abtreiben lassen, erleben einen Gewissenskonflikt und trauern um ihr Kind.


Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

5. Februar 2013 um 15:19
In Antwort auf odiotristezza

Entscheidung
>Schwangerschaftsabbruch-Immer eine richtige Entscheidung?

Man weiß nie, ob ein Abbruch die richtige oder die falsche Entscheidung ist. Es ist eine schwere Entscheidung. Es wird immer Menschen geben, die damit leben könnten und andere, die darn zerbrechen. Der Kopf, der Verstand und das Umfeld sollten niemals diese Entscheidung fällen, nur das Herz hat das recht dazu, denn es muss alles tragen.

Im Prinzip
weiß man bei kaum einer Entscheidung im Leben, ob sie einem auf lange Sicht richtig erscheinen wird.
So weiß ich auch bei der Partner- oder Berufswahl nicht, ob ich auf Dauer damit glücklich werde. Eine Entscheidung kann sich im Nachhinein immer falsch anfühlen, EGAL in welche Richtung sie geht.

Als "schwierige Entscheidung" empfand ich meinen Entschluß damals nicht. Ich empfinde die Entscheidung, ob ich jetzt ein Kind möchte möchte oder nicht, noch relativ einfach zu treffen im Vergleich zu manch anderer Entscheidung im Leben!

Man hört ja recht häufig, dass diese Entscheidung NUR mit dem Herzen getroffen werden sollte und äußere Umstände völlig aussen vor gelassen werden sollten.
Nur frage ich mich dann, wie es sein kann, dass sich Frauen immer wieder rechtfertigen müssen, wenn sie dagen, dass sie vom Herzen her gerade einfach kein Kind möchten, die äußeren Umstände allerdings optimal wären?

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

5. Februar 2013 um 17:07

Frauen haben ein Recht auf IHR Leben!
Noch mit 18 Jahren war ich sehr kritisch gegenüber Frauen, welche abtreiben liessen. Die hätten vorher überlegen sollen, fand ich. Später gab ich mir Rechenschaft, dass das Überlegen offenbar nicht immer hilft...
Als ich, 24-jährig, zum ersten Mal mit einem Mann (meinem zukünftigen Ehemann) schlief, dachte ich nur: Heute wird wohl nichts passieren, es sind nicht meine fruchtbaren Tage obwohl ich eigentlich genau wusste, dass darauf kein Verlass war... Ich wartete dann auch voller Angst auf meine nächste Monatsblutung es war nichts passiert. Danach brauchten wir jeweils Kondome und später liess ich mir von meinem Arzt ein Diaphragma einpassen. Die Pille wollte er mir nicht verschreiben, bevor ich Kinder geboren haben würde, sie war eben erst auf den Markt gekommen (1961) und er traute ihrer Langzeitwirkung noch zu wenig.
Ich erlebte dann, wie eine Freundin Chinin schluckte um abzutreiben allerdings ohne Erfolg. Zwei andere Freundinnen hatten einen Schwangerschaftsabbruch. Und dann wurde ich selbst schwanger, trotz Scheidenpessar. Das Vorher-Überlegen hatte nichts genützt...
Es war einige Wochen bevor ich einen Sommerkurs für Tanz besuchen wollte. Als die Periode sich ein paar Tage verspätete, fragte ich meinen Arzt um Rat. Er gab mir eine Spritze, welche die Blutung auslösen sollte, falls ich nicht schwanger war. Angst. Nichts passierte. Verzweiflung. Das darf nicht sein! Das kann nicht sein! Mir doch nicht! Nicht jetzt! Ich konnte unmöglich im schwangeren Zustand am Sommerkurs mit täglich neun Stunden Tanztraining teilnehmen. Und das Examen an der Tanzakademie konnte ich in den Kamin schreiben. Nein! Für ein Kind würde es vielleicht später in meinem Leben Platz geben nicht jetzt, NICHT JETZT! Tanz bedeutete mir mein Leben!
Immer noch keine Blutung. Selbstvorwürfe: Hatte ich das Diaphragma nicht richtig eingesetzt? War es am letzten Tag meiner Periode passiert, wo ich dachte, dass eine Befruchtung ausgeschlossen sei? Verzweiflung, Ohnmacht, Wut. NEIN! Ich hasste dieses Ding da in mir drin, das sich in mir breit machte, von mir, meiner Person, meinem Selbst Besitz zu ergreifen drohte. Das mich aufzufressen drohte wie ein wucherndes Geschwür, meine Träume zunichte machen, mein Leben zerstören wollte.
Ich glaubte ersticken zu müssen, fühlte mich im wahrsten Sinne des Wortes zur Leibeigenen werden. Enteignung, Leibeigenschaft. Alles in mir bäumte sich auf gegen diesen zerstörerischen Eindringling. Dieses Etwas, das sich ungefragt in meinem Körper eingenistet hatte, musste wieder weg... diese Schwangerschaft musste weg, weg, weg. Ich wollte nur eines: Von dieser Fessel befreit sein. Ich weinte, heulte, schrie, fluchte. Und ich empfand eine ohnmächtige Wut: Gegen das Ding, gegen das Schicksal, die Natur, gegen das Diaphragma, das versagt hatte und gegen mich selbst, weil ich es vielleicht nicht richtig eingesetzt hatte, gegen den Staat, der mir eine Abtreibung verbieten wollte. Was ging das den Staat an, was ging das die Polizei an, was mit meinem Bauch passierte?
Ich dachte laut darüber nach, dass die körperliche Anstrengung vor oder während dem geplanten Sommerkurs vielleicht einen Spontanabort auslösen würde... Mein Mann fühlte und litt mit mir, er ängstigte sich um mich. Er wusste, was mir die Tanzausbildung bedeutete. Und er respektierte meinen Wunsch, diese Schwangerschaft abzubrechen.
Unter Tränen flehte ich den Arzt an, mir zu helfen. Er willigte schliesslich ein.
Natürlich hatte ich Angst vor dem, was nun kommen würde. Der Eingriff erfolgte unter örtlicher Betäubung. Mit ein paar wenigen Einstichen wurde der Muttermund unempfindlich gemacht, das fühlte sich an wie beim Zahnarzt... dann spürte ich nur noch schwach die Instrumente, ohne jegliche Schmerzen. Nach wenigen Minuten war alles vorbei. Ich stieg vom Gynäkologenstuhl und nachdem ich mich auf einer Couch einen Moment ausgeruht hatte, konnte ich nach Hause. Körperlich war ich rasch wieder fit und seelisch fühlte ich mich wie neu geboren. Mein Albtraum war zu Ende, mein nicht-schwangerer Zustand, meine körperliche Integrität, mein Ich waren wieder hergestellt. Ich gehörte wieder mir selbst! Ich empfand nichts als Erleichterung, Erlösung. Der Abbruch meiner Schwangerschaft war ein Akt der Befreiung. Ich war dem Arzt unendlich dankbar, dass er mir geholfen hatte und ich bin es noch heute. Ich habe meinen Entscheid nie bereut. Er hat es mir ermöglicht, meinen Tanztraum zu verwirklichen, mein Leben zu leben.

Sicher, ich hätte es überlebt, aber wenn ich diese Schwangerschaft hätte austragen müssen, wäre mein ganzes Leben anders herausgekommen. Und ich weiss nicht, ob ich einem Kind die Vereitelung meines damaligen Lebensziels, das mir so viel bedeutete, hätte verzeihen können...
Mit dem erfolgreichen Abschluss meiner Tanzausbildung war diese Etappe meines Lebens wie abgerundet, der Raum öffnete sich für anderes. Ich habe etwas später drei Kinder, Wunschkinder, zur Welt gebracht. Bei diesen drei Schwangerschaften hatte ich jeweils vom ersten Moment an ein Gefühl der freudig erregten Erwartung, in völligem Gegensatz zu dem, was ich beim ersten Mal empfunden hatte.
Das ist jetzt bald 50 Jahre her - und ich bin immer noch dankbar, dass ich damals die ungewollte Schwangerschaft unter guten Bedingungen beenden konnte.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

5. Februar 2013 um 17:18
In Antwort auf florina911

Im Prinzip
weiß man bei kaum einer Entscheidung im Leben, ob sie einem auf lange Sicht richtig erscheinen wird.
So weiß ich auch bei der Partner- oder Berufswahl nicht, ob ich auf Dauer damit glücklich werde. Eine Entscheidung kann sich im Nachhinein immer falsch anfühlen, EGAL in welche Richtung sie geht.

Als "schwierige Entscheidung" empfand ich meinen Entschluß damals nicht. Ich empfinde die Entscheidung, ob ich jetzt ein Kind möchte möchte oder nicht, noch relativ einfach zu treffen im Vergleich zu manch anderer Entscheidung im Leben!

Man hört ja recht häufig, dass diese Entscheidung NUR mit dem Herzen getroffen werden sollte und äußere Umstände völlig aussen vor gelassen werden sollten.
Nur frage ich mich dann, wie es sein kann, dass sich Frauen immer wieder rechtfertigen müssen, wenn sie dagen, dass sie vom Herzen her gerade einfach kein Kind möchten, die äußeren Umstände allerdings optimal wären?

Warum sich die Frauen immer wieder rechtfertigen müssen...
... , liegt an unser christlich geprägten Kultur. Es ist in die Köpfe der Menschen über Jahrhunderte hinweg eingehämmert worden, dass jedes Leben ein Recht hat zu leben. Wenn Frau nun sagt, dass sie nicht will, dann bricht sie theoretisch ein Gebot was die Kultur in sich trägt.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

7. Februar 2013 um 8:16

Facharbeit-Schwangerschaftsabbruch
Hallo, ich hatte als 16 jährige den Abbruch meiner Schwangerschaft erlebt. Das war im Jahr 1976 in Österreich. Nicht weil ich den Abbruch wollte, sonder der Abbruch geschah, weil vorrangig meine Mutter diesen sich gewünscht/ durchgesetzt hat. Erst zwei Jahre später kam in Österreich das Gesetz, das minderjährige Schwangere selbst über das Leben ihres Kindes entscheiden durften. Der Abbruch einer Schwnagerschaft ist das eine - das andere ist der Fakt, das kaum eine Frau vor dem med. Eingriff dahingehend aufgeklärt ist (und durch den Arzt dazu nicht aufgeklärt wird), das die Frau vor dem med. Eingriff dem behandelden Arzt sagen muss, das Sie - die Patientin - das vorrangig ihr gehörende Gewebe haben möchte, das heißt: die Schwangere kann nach dem med. Eingriff sofort ihr Gewebe mit nach Hause nehmen und sollte dafür ein Gefäß aus Holz (Schautztruhe/ Urne) mit zum med. Eingriff nehmen. In der Regel verweigern Ärzte, welche das Kind mit einem med. Eingriff aus dem Mutterleib holen, diesem während der Schwangerschaft, Geburt oder kurz danach verstorbenen Kind die Zuführung zur Totenbeschau, dabei braucht (nur) der Bestatter das Ergebnis einer durchgeführten Totenbeschau. Das Bestattungsrecht ist in D und A in jedem Bundesland, in der Schweiz in jedem Kanton anders geregelt. In den meisten Bundendesländern darf unkremiert nur auf einem Friedhof beerdigt werden, wobei der Totengräber ein Angestellter der Friedhofsgärtner ist und der Totengräber/Friedhofsgärtner für das öffnen und schließend der Aufbahrungshalle sowie für das Öffnen und schließen des Grabes zuständig ist. Wenn die Schwangere vor ihrem med. Eingriff sich nicht um den letzten Weg ihres Sternenkindes sich kümmert, kann es zu einem sehr geringen Prozentsatz sein, das Ihr Sternenkind im Auftrag der Medizin/ Klinik würdig beerdigt wird. Häufiger anzutreffen ist die Zuführung zum biologischen Klinikmüll, also der Klinikinternen Entsorgung in Verbindung mit gebrauchten Blutbeutel, Entnommenen Gewebe wie z.B. Krebszellen, entzündeten Blinddärmen ec. Die Klinik/ der niedergelassen Gyn. kann den Inhalt der Biologischen Box durch die Müllverbrennungsanlage entsorgen lassen oder aber durch ein Krematorium (was Menschenwürdiger und ev. teuerer kommt), aber den Angehörigen nicht die sichtbare Trauerarbeit ab Urnengrab erlaubt, also durch Angehörige abgelegter Kränze, Engel ec. werden umgehend von den Angestellten der Feuerhalle/ des Krematorium wieder entfernt. 2003 war die Müllverbrenung von während der Schwangerschaft, geburt oder kurz danach verstorbenen Kindern in D ein mediales Thema, siehe http://deutschland.sternenkind.info/ . Dort findet sich auch aktuelles

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

7. Februar 2013 um 9:41
In Antwort auf theda_12130368

Facharbeit-Schwangerschaftsabbruch
Hallo, ich hatte als 16 jährige den Abbruch meiner Schwangerschaft erlebt. Das war im Jahr 1976 in Österreich. Nicht weil ich den Abbruch wollte, sonder der Abbruch geschah, weil vorrangig meine Mutter diesen sich gewünscht/ durchgesetzt hat. Erst zwei Jahre später kam in Österreich das Gesetz, das minderjährige Schwangere selbst über das Leben ihres Kindes entscheiden durften. Der Abbruch einer Schwnagerschaft ist das eine - das andere ist der Fakt, das kaum eine Frau vor dem med. Eingriff dahingehend aufgeklärt ist (und durch den Arzt dazu nicht aufgeklärt wird), das die Frau vor dem med. Eingriff dem behandelden Arzt sagen muss, das Sie - die Patientin - das vorrangig ihr gehörende Gewebe haben möchte, das heißt: die Schwangere kann nach dem med. Eingriff sofort ihr Gewebe mit nach Hause nehmen und sollte dafür ein Gefäß aus Holz (Schautztruhe/ Urne) mit zum med. Eingriff nehmen. In der Regel verweigern Ärzte, welche das Kind mit einem med. Eingriff aus dem Mutterleib holen, diesem während der Schwangerschaft, Geburt oder kurz danach verstorbenen Kind die Zuführung zur Totenbeschau, dabei braucht (nur) der Bestatter das Ergebnis einer durchgeführten Totenbeschau. Das Bestattungsrecht ist in D und A in jedem Bundesland, in der Schweiz in jedem Kanton anders geregelt. In den meisten Bundendesländern darf unkremiert nur auf einem Friedhof beerdigt werden, wobei der Totengräber ein Angestellter der Friedhofsgärtner ist und der Totengräber/Friedhofsgärtner für das öffnen und schließend der Aufbahrungshalle sowie für das Öffnen und schließen des Grabes zuständig ist. Wenn die Schwangere vor ihrem med. Eingriff sich nicht um den letzten Weg ihres Sternenkindes sich kümmert, kann es zu einem sehr geringen Prozentsatz sein, das Ihr Sternenkind im Auftrag der Medizin/ Klinik würdig beerdigt wird. Häufiger anzutreffen ist die Zuführung zum biologischen Klinikmüll, also der Klinikinternen Entsorgung in Verbindung mit gebrauchten Blutbeutel, Entnommenen Gewebe wie z.B. Krebszellen, entzündeten Blinddärmen ec. Die Klinik/ der niedergelassen Gyn. kann den Inhalt der Biologischen Box durch die Müllverbrennungsanlage entsorgen lassen oder aber durch ein Krematorium (was Menschenwürdiger und ev. teuerer kommt), aber den Angehörigen nicht die sichtbare Trauerarbeit ab Urnengrab erlaubt, also durch Angehörige abgelegter Kränze, Engel ec. werden umgehend von den Angestellten der Feuerhalle/ des Krematorium wieder entfernt. 2003 war die Müllverbrenung von während der Schwangerschaft, geburt oder kurz danach verstorbenen Kindern in D ein mediales Thema, siehe http://deutschland.sternenkind.info/ . Dort findet sich auch aktuelles

Sehr irreführend?!
Ich fürchte, hier wird gerade alles etwas durcheinander gebracht...
Eine Frau, die sich sofort nach Festestellen der Schwangerschaft für einen Abbruch entscheidet, muß und möchte nicht trauern!

Wie ich unten bereits schrieb, sollte zunächst einmal klar gestellt werden, um welche Umstände es in Zusammenhang mit einer Abteibung geht.

Wer mehr oder weniger ungewollt abtreibt oder eine Fehlgeburt erleidert, hat natürlich das Bedürfnis, den Embryo würdevoll zu bestatten.
Ich denke aber eher, dass es hier um die gewollten frühzeitigen Abbrüche geht. Vielleicht kann uns die TS nochmal genauer über ihr Anliegen informieren!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

7. Februar 2013 um 10:35
In Antwort auf florina911

Sehr irreführend?!
Ich fürchte, hier wird gerade alles etwas durcheinander gebracht...
Eine Frau, die sich sofort nach Festestellen der Schwangerschaft für einen Abbruch entscheidet, muß und möchte nicht trauern!

Wie ich unten bereits schrieb, sollte zunächst einmal klar gestellt werden, um welche Umstände es in Zusammenhang mit einer Abteibung geht.

Wer mehr oder weniger ungewollt abtreibt oder eine Fehlgeburt erleidert, hat natürlich das Bedürfnis, den Embryo würdevoll zu bestatten.
Ich denke aber eher, dass es hier um die gewollten frühzeitigen Abbrüche geht. Vielleicht kann uns die TS nochmal genauer über ihr Anliegen informieren!

Die Posterin
hat grosse persönliche Probleme. Mit 16 Jahren hat sie in der 16. Woche unter starkem Druck der Eltern einen Abbruch erlebt, später eine Fehlgeburt und ein Kind, das 2 Monate nach der Geburt gestorben ist - dass das Spuren hinterlässt, ist verständlich.
http://www.sternenkind.info/sternenkindinfo/gaestebuch-der-sternenkinder/christopher-marvin/meine-mutter/

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

7. Februar 2013 um 13:19

Nochmal zum Verständnis
Bei dieser Umfrage geht es mir wirklich nur um die persönlichen Erfahrungen (wie ich es oben in der Fragestellung schon beschrieben habe), die die Frauen bei IHRERM Schwangerschaftsabbruch gemacht haben. Dabei ist die 'Art' der Abtreibung doch völlig irrelevant. Das ist genau der Sinn des Eigenanteils meiner Facharbeit und ich bedanke mich herzlich bei denen, die mir schon hilfreiche Berichte geschrieben haben. Dass das ein sehr sensibles und persönliches Thema ist, weiß ich zu schätzen. Wenn ihr es nicht öffentlich verfassen wollt, schreibt mir ruhig privat, fänd ich sogar besser!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

7. Februar 2013 um 20:33

Hey
da du eine arbeit drüber schreiben musst würde ich dich gerne helfen .

ich bin sehr Jung viel zu jung und war Schwanger
Das Kind zu behalten war kein Thema für mich !
Ich wollte erst meine Schule fertig machen etwas eigenes auf die beine stellen ohne einen Kleine Knotenfurz )
Also entschloss ich mich Abzutreiben
Ich bin zu meiner Frauenärztin gegangen hab mich erst mal untersuchen gelassen !
Ich war erst in der 5 Woche Schwanger .. Zum Glück noch früh genug um ohne eine Op abtreiben zu lassen ..
ich Bekamm 3 Tabletten die dafür gesorgt haben das ich meine Regel bekommen und dass alles Raus kommt .

Jaa und so schnell gings dann auch mir war weder übel noch würde ich es bereuen ..

Ich leide unter der jezigen Situation nicht bin auch ganz schön froh drüber ! ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen

LG

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Lust auf mehr Farbe in deinem Leben?
wallpaper

Das könnte dir auch gefallen