Forum / Schwangerschaft & Kinderwunsch / FA lehnt Vorsorge-U. im Wechsel mit Hebamme ab

FA lehnt Vorsorge-U. im Wechsel mit Hebamme ab

18. November 2016 um 11:01 Letzte Antwort: 18. November 2016 um 12:51

Seine Begründung: Laut Mutterschutzgesetz ist es nicht erlaubt VUs auszulassen?!

und die Hebamme würde angeblich nicht haften sondern er, wenn es zu Krankheiten beim Kind kommt. also z.b. wenn die hebamme das ctg schreibt statt er und man aufgrund eines schlechten ctgs das kind holen muesste, das aber nicht passiert und das kind schaden trägt.

mir kommt das irgendwie extrem spanisch vor und eher als wuerde es ihm um die 120 euro pro vu gehen, die er fuer ne schwangere bekommt. (im vgl fuer unschwangere sind es 100 euro pro quartal)
Wohne in nem mittelgroßen landkreis mit 30.000 einwohnern... im jahr kommen hier nur ca. 400 kinder zur Welt.

weiß da wer was genaues? wie ist das rein rechtlich? in meiner letzten schwangerschaft hat die Hebamme ab der 30. woche die VU gemacht und ich bin nur noch bei Beschwerden zum FA (damals ein anderer wegen umzug)

Mehr lesen

18. November 2016 um 11:29

Hi,
das gleiche Problem habe ich mit meiner Arztpraxis auch! Es heißt, ich muss alle 4 Wochen zum Arzt - basta.
Aber ich habe mich bei Pro Famila informiert - das stimmt nicht! Eine zugelassene Hebamme ist genauso berechtigt die Vorsorgeuntersuchungen zu machen.
Die Ärzte haben heute ohnehin den Ruf, zu viele Untersuchungen zu machen. Meine Ärztin bestellt mich zur Zeit alle 1-2 Wochen in die Praxis - ich habe bislang nicht ganz verstanden warum. Sie mach IMMER ein Ultraschall - das will ich nicht - dann heißt es, es MUSS aber. Aber das stimmt nicht, ich habe ein Entscheidungsrecht.
Ich habe langsam genug - ich werde jetzt zum nächsten Termin gehen, meine Blutwerte in meinen Mutterpass von der letzten Untersuchung eintragen lassen und dann mache ich die Vorsorge nur noch bei der Hebamme.
Und für den US in der 20 SSW suche ich mir eine neue Praxis, wenn meine jetzige sich dann quer stellt.
Ich finde es unmöglich, wie zum Teil mit den Schwangeren von den Ärzten umgegangen wird!
Habe oft das Gefühl, dass man nur als Kuh zum melken gesehen wird - denn an den Schwangeren verdienen die sich doof. Und viele sind ja auch bereit noch viel Geld für zusätzliche Ultraschalluntersuchungen und sonstige Untersuchen zu bezahlen.
Mich persönlich stresst das alles nur - auch das Warten in der Praxis, trotz Termin teils 2 Stunden.
Bei meiner Hebamme ist es so schön entspannt. Ich hab einen Termin, komme sofort dran und sie nimmt sich ausreichend Zeit für alle Fragen. Sie hört die Herztöne ab, dann weiß ich auch, dass alles ok ist, da brauche ich mein Kind nicht per US stören.
Blut und Urin kann sie ebenfalls untersuchen und wie gesagt - rein rechtlich ist das alles ok.

Gefällt mir

18. November 2016 um 12:51

"Bei meiner Hebamme ist es so schön entspannt. Ich hab einen Termin, komme sofort dran und sie nimmt sich ausreichend Zeit für alle Fragen. Sie hört die Herztöne ab, dann weiß ich auch, dass alles ok ist, da brauche ich mein Kind nicht per US stören."

Das fand ich in meiner ersten SSW auch immer schön Die Hebi kam zu mir heim, es gab Kaffee oder Tee und an Weihnachten Plätzchen. Daher wollte ich das eigentlich wieder, vor allem weil ich eine Hausgeburt plane.

Das Ding mit einer Hausgeburt ist aber, dass man da genau im Ultraschall kontrollieren muss, ob alles okay ist. Also z.b. um die 35 Woche Nabelschnurlänge und Lage, ob und wie die Plazenta arbeitet ect. 
Genauso wichtig ist aber auch das Vertrauensverhältnis zur Hebi. 
Hätte mir so sehr eine Zusammenarbeit von Arzt und Hebi für meine 2. SSW gewünscht.

Bin auch ein bisschen traurig, dass mir mein Frauenarzt des Geldes wegen frech ins Gesicht lügt.

Gefällt mir

18. November 2016 um 12:35
In Antwort auf

Seine Begründung: Laut Mutterschutzgesetz ist es nicht erlaubt VUs auszulassen?!

und die Hebamme würde angeblich nicht haften sondern er, wenn es zu Krankheiten beim Kind kommt. also z.b. wenn die hebamme das ctg schreibt statt er und man aufgrund eines schlechten ctgs das kind holen muesste, das aber nicht passiert und das kind schaden trägt.

mir kommt das irgendwie extrem spanisch vor und eher als wuerde es ihm um die 120 euro pro vu gehen, die er fuer ne schwangere bekommt. (im vgl fuer unschwangere sind es 100 euro pro quartal)
Wohne in nem mittelgroßen landkreis mit 30.000 einwohnern... im jahr kommen hier nur ca. 400 kinder zur Welt.

weiß da wer was genaues? wie ist das rein rechtlich? in meiner letzten schwangerschaft hat die Hebamme ab der 30. woche die VU gemacht und ich bin nur noch bei Beschwerden zum FA (damals ein anderer wegen umzug)

Die begründung
von deinem FA ist auch haltlos, jede Hebamme würde dich bei einem auffälligen CTG entweder zum FA schicken oder direkt ins KH um es abzuklären. Die Hebamme hat schließlich auch was zu verlieren wenn sie sowas nicht weiter kontrollieren lässt. Meine FA hat auch bei jedem Termin kurz US gemacht, wegen Herzaktivität, das fand ich persönlich jetzt nicht schlimm, als meine VU in die Urlaubszeit von meiner FA gefallen ist, hat sie es sogar begrüßt das ich diese VU dann bei der Hebamme hab machen lassen und nicht zu ihrer Vertretung dafür gehen wollte. Bei dieser VU hat meine Hebamme beim CTG auch die Wehen ernst genommen die in der 32 Woche darauf zu sehen waren. Meine FA hat den Befund dann auch sehr ernst genommen bei der nächsten VU und daraufhin genauer untersucht. Bei den CTGs im Vorfeld die ihre Arzthelferinnen geschrieben haben, waren die Wehen nie drauf obwohl ich sie gespürt habe, somit wurde ich bei meiner FA auch nicht ganz so ernst genommen das diese Wehen tatsächlich da sind. Habe auch schon des öfteren gehört das die CTGs von den Arzthelferinnen in den Praxen das nicht so drauf haben und man die CTGs lieber bei der Hebamme machen lassen sollte. Ruf doch einfach mal bei deiner Krankenkasse an und frag wie die das sehen und wie es rechtlich aussieht. Dann kannst du deinem FA gleich sagen wo der Hase lang läuft und es so machen wie du es für Richtig hälst!

Gefällt mir