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Es wird nicht besser...

4. April 2011 um 8:18 Letzte Antwort: 11. April 2011 um 0:01

Ich habe vor ca. einem Monat schon mal hierrein geschrieben... Da ich am 28.02. den schlimmsten Fehler in meinem Leben begangen habe...

Ich war abtreiben... und bedauer es noch immer zutiefst!
Jeder noch so kleine Gedanke daran, oder daran wie mein Bauch jetzt wachsen würde, oder sonsitges, lässt die Wut, den Hass und die Verzweiflung erneut in mir aufsteigen...

Es kommt auch vor, dass ich in der Arbeit aufs Klo renne, mich dort einsperr und einfach nur in der Ecke sitze und darüber weine...

Ich habe jemanden mit Geld beauftragt, mein EIGENES Kind zu töten!!!

Ich bezweifle, dass ich mich je wieder, stolz im Spiegel betrachten kann...
Und ich frage mich wann ich wieder richtig herzhaft lachen werde... jedes Mal wenn ich tatsächlich lachen... bekomme ich sofort ein schlechtes Gewissen... Wenn ich in der Nacht mit meinem Freund und meiner Tochter im Bett liege und sie sich an mich schmiegt, bekomm ich wieder ein schlechtes Gewissen, da ich mir vorstelle, mein Kind könne mich vom Himmel aus sehen und wäre traurig.. würde sich nicht geliebt fühlen, dabei hab ich dieses Kind geliebt, seitdem ich davon erfahren haben... und ich lieben es noch immer!!

Nie im Leben werde ich mir vergeben können was ich meinem eigenen Fleisch und Blut angetan hab!!!
und ein Spruch hat sich tief in meine Seele gebrannt...

Nimm meine Hand nicht mein Leben, Mami!

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4. April 2011 um 9:31

Naja...
Ich bin in psychologischer Betreuung... aber dennoch, bleiben mir meine Gefühle...
Es war verstandesmäßig wahrscheinlich die klugere Entscheidung... aber mein Herz hat mir auch davor gesagt, dass es nicht richtig is... Jedoch war mein Freund absolut gegen das Kind... und sonst haben auch nicht wirklich viele in meinem Umfeld gutgeheißen... Jobmäßig war es vernünftiger...
Aber trotzalldem bleibt diese Leere in mir die sich nicht füllen lässt...

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4. April 2011 um 11:16
In Antwort auf reetta_12339923

Naja...
Ich bin in psychologischer Betreuung... aber dennoch, bleiben mir meine Gefühle...
Es war verstandesmäßig wahrscheinlich die klugere Entscheidung... aber mein Herz hat mir auch davor gesagt, dass es nicht richtig is... Jedoch war mein Freund absolut gegen das Kind... und sonst haben auch nicht wirklich viele in meinem Umfeld gutgeheißen... Jobmäßig war es vernünftiger...
Aber trotzalldem bleibt diese Leere in mir die sich nicht füllen lässt...

Es wird besser werden
die psychologische behandling braucht auch zeit um zu greifen. Im grunde bist du auf den richtigen Weg, auch trauer verarbeitung dauert nicht bei jedem gleich udn ist oft sehr unterschiedlich. Du wirst sicher eine narbe zurückbehalten, aber freu dich doch an deiner Tochter udn sei froh dass du sie hast. Die kleine braucht dich doch auch, wäre auch unfair ihr gegenüber wenn sie mit dir kuschelt und du statt dass du es genießt immer nur an das 2. Kind denkst.

da musst du nen Schlusstrich ziehen, sonst wird das auch irgendwann zwischen dir und deiner familie stehen, ich würd auch nicht allen anderen da Schuld zuschieben, lerne zu deiner Entscheidung zu stehen, schreibst ja selbst es war vernunftmäßig das beste.

vernunft und Kinderwunsch lassen sich oft schwer unter einen Hut bringen, oft ist es unmöglich, du hats nix falsches getan sondern ne Entscheidung getroffen.

glg

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4. April 2011 um 11:25
In Antwort auf sofiya_11916295

Es wird besser werden
die psychologische behandling braucht auch zeit um zu greifen. Im grunde bist du auf den richtigen Weg, auch trauer verarbeitung dauert nicht bei jedem gleich udn ist oft sehr unterschiedlich. Du wirst sicher eine narbe zurückbehalten, aber freu dich doch an deiner Tochter udn sei froh dass du sie hast. Die kleine braucht dich doch auch, wäre auch unfair ihr gegenüber wenn sie mit dir kuschelt und du statt dass du es genießt immer nur an das 2. Kind denkst.

da musst du nen Schlusstrich ziehen, sonst wird das auch irgendwann zwischen dir und deiner familie stehen, ich würd auch nicht allen anderen da Schuld zuschieben, lerne zu deiner Entscheidung zu stehen, schreibst ja selbst es war vernunftmäßig das beste.

vernunft und Kinderwunsch lassen sich oft schwer unter einen Hut bringen, oft ist es unmöglich, du hats nix falsches getan sondern ne Entscheidung getroffen.

glg

...
Ja damit hast du völlig recht!!!

Und ich bin sooooooooo froh dass ich meine Tochter habe!!!
Ich will auch gar nicht anderen die Schuld geben.. ich suche die Schuld einzig und allein bei mir!!!

Ich würde mein Kind sooooo gern einmal sehen und ihm sagen, dass ich es liebe und es mir unendlich leid tut!!!!

lg

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4. April 2011 um 13:05
In Antwort auf reetta_12339923

...
Ja damit hast du völlig recht!!!

Und ich bin sooooooooo froh dass ich meine Tochter habe!!!
Ich will auch gar nicht anderen die Schuld geben.. ich suche die Schuld einzig und allein bei mir!!!

Ich würde mein Kind sooooo gern einmal sehen und ihm sagen, dass ich es liebe und es mir unendlich leid tut!!!!

lg

Ich denke,
wenn Dein Baby jetzt im Himmel ist, wird es das alles wissen: dass Du es liebst, und dass es Dir leid tut. Kleinen Kindern fällt es meistens sehr leicht, zu vergeben - jedenfalls denen, die ich hier auf Erden bisher kennen gelernt habe.

Bist Du gläubig?
Ich persönlich glaube, dass Jesus Christus Dir Deine Schuld vergeben kann. Wer auf ihn vertraut, kann wirklich frei werden.

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4. April 2011 um 13:23
In Antwort auf reetta_12339923

...
Ja damit hast du völlig recht!!!

Und ich bin sooooooooo froh dass ich meine Tochter habe!!!
Ich will auch gar nicht anderen die Schuld geben.. ich suche die Schuld einzig und allein bei mir!!!

Ich würde mein Kind sooooo gern einmal sehen und ihm sagen, dass ich es liebe und es mir unendlich leid tut!!!!

lg


oh... aber das weiß es doch, es ist ja ein teil von dir , es muss dir nicht leid tun, du trägst es im herzen

glg

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4. April 2011 um 15:06

Ist ganz schön schwer...
Hey,
ich kann voll nachvollziehen wie es dir geht...
Hab diesen schweren Fehler gerade selber vor wenigen Tagen begannen und bereue es zu tiefst. Ich lieg auch jeden Abend im Bett und habe diese Gefühle... mir sieht es keiner an, dass es mir so geht, alle bewundern mich wie ich das doch weg schicke.

Aber eins kann ich nicht nachvollziehen, wenn du es doch schon geliebt hast, warum hast du es dann abgetrieben? Ich will dich um Gottes Willen nicht angreifen oder so.

Der Spruch lässt einen wirklich schlucken...

Ich wünsche dir alles Gute und hoffe dass du bald wieder lachen kannst.

Liebe Grüße (:

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4. April 2011 um 15:18
In Antwort auf an0N_1293107599z

Ist ganz schön schwer...
Hey,
ich kann voll nachvollziehen wie es dir geht...
Hab diesen schweren Fehler gerade selber vor wenigen Tagen begannen und bereue es zu tiefst. Ich lieg auch jeden Abend im Bett und habe diese Gefühle... mir sieht es keiner an, dass es mir so geht, alle bewundern mich wie ich das doch weg schicke.

Aber eins kann ich nicht nachvollziehen, wenn du es doch schon geliebt hast, warum hast du es dann abgetrieben? Ich will dich um Gottes Willen nicht angreifen oder so.

Der Spruch lässt einen wirklich schlucken...

Ich wünsche dir alles Gute und hoffe dass du bald wieder lachen kannst.

Liebe Grüße (:

Liebe mirrorbeblehx3
Es gab viele Gründe... meiner der für mich ausschlaggebend war, dass ich beruflich vielleicht ins Ausland hätte gehen können und das wäre eine riesen Chance gewesen... deswegen habe ich leider auf meinen Verstand gehört und abgetrieben...

Ich hab am Valentinstag erfahren, dass ich schwanger bin
Ich war voller Glück und hätte vielleicht auch auf die Stelle verzichten.. aber dann bin ich nach Hause gekommen und habe gesehen, dass mein Freund Rosenblätter am Boden gestreut hat... und dann hab ich ihm davon erzählt...
Doch er wollte es von Anfang an nicht
Ich hatte sogar schon einen Namen.. irgendwie hatte ich im Gefühl es würde diesmal ein Junge werden und nenne ihn deswegen Levi Valentin

Was waren deine Gründe... (wenn ich fragen darf)???

Liebe Grüße

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4. April 2011 um 15:21
In Antwort auf jahel_12242510

Ich denke,
wenn Dein Baby jetzt im Himmel ist, wird es das alles wissen: dass Du es liebst, und dass es Dir leid tut. Kleinen Kindern fällt es meistens sehr leicht, zu vergeben - jedenfalls denen, die ich hier auf Erden bisher kennen gelernt habe.

Bist Du gläubig?
Ich persönlich glaube, dass Jesus Christus Dir Deine Schuld vergeben kann. Wer auf ihn vertraut, kann wirklich frei werden.

... nicht so wirklich....
Ich war mal gläubig... aber alles was ich bisher erlebt hab hat mich von meinem Glauben abkommen lassen...(damit is nicht die Abtreibung gemeint, ich weiß dass ich daran selbst Schuld bin)...

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4. April 2011 um 16:02
In Antwort auf reetta_12339923

Liebe mirrorbeblehx3
Es gab viele Gründe... meiner der für mich ausschlaggebend war, dass ich beruflich vielleicht ins Ausland hätte gehen können und das wäre eine riesen Chance gewesen... deswegen habe ich leider auf meinen Verstand gehört und abgetrieben...

Ich hab am Valentinstag erfahren, dass ich schwanger bin
Ich war voller Glück und hätte vielleicht auch auf die Stelle verzichten.. aber dann bin ich nach Hause gekommen und habe gesehen, dass mein Freund Rosenblätter am Boden gestreut hat... und dann hab ich ihm davon erzählt...
Doch er wollte es von Anfang an nicht
Ich hatte sogar schon einen Namen.. irgendwie hatte ich im Gefühl es würde diesmal ein Junge werden und nenne ihn deswegen Levi Valentin

Was waren deine Gründe... (wenn ich fragen darf)???

Liebe Grüße

Oh man...
... das tut mir tierisch Leid für dich.
Ich kann mir nur schwer vorstellen wie scher das für dich sein muss. Vor allem wenn man sich so freut
Übrigens, ein sehr schöner Name (:

Darf ich fragen ob dein Freund der Vater deiner Tochter ist?
Ich möchte dir nicht zu nahe treten, du musst darauf nicht antworten^^

Bei mir Sprachen auch mehrere Sachen dagegen.
Ich geh noch zur Schule, bin kurz vor meinen Abschlussprüfungen und hab noch keine Aussichten ob ichs packe und ne Ehrenrunde drehen muss oder ob ich eine Ausbildung bekomme... hinzu kommt dann noch, das ich mit meinem Freund erst 4 Monate zusammen bin, meine Mutter Pflegebedürftig ist und sich auch nicht um das Kind dann kümmern könnte, wenn ich es ausgetragen hätte.
Ich hab lange hin und her überlegt. Ich hab mich leider von zu vielen Leuten bequatschen lassen, die mir alle rieten ich solle doch auf meinen Verstand hören, ich würde mir alles verbauen wenn ichs jetzt kriegen würde.
Also machte ich einen Termin aus (Für letzten Freitag).
Aber je näher der Termin rückte und je länger ich das Kind unter meinem Herzen trug, desto mehr war ich dagegen. Am liebsten wäre ich Freitag von dem Stuhl gesprungen und abgehauen...
Tja und nun, muss man halt mit dem schlechten Gewissen und dem furchtbaren Gefühl leben...

Liebe Grüße (:

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4. April 2011 um 20:00

Traurig
...finde ich es jedes Mal, wenn ich hier lese, dass jemand für sich die falsche Entscheidung getroffen hat.

Wie ich gelesen habe, warst du schon vor dem Abbruch in psychologischer Behandlung. Psychische Probleme im Vorfeld sind leider ein Risikofaktor, der dazu führen kann, einen Abbruch nicht zu verarbeiten - ebenso Fremdbeeinflussung, also der Abbruch gegen den eigenen Wunsch. Ich finde es wirklich tragisch, wie viele Frauen noch in der heutigen Zeit sich immer noch dem Willen des Partners unterwerfen, ohne sich wirklich für die eigenen Bedürfnisse stark zu machen Vielleicht wäre das eine Lehre, die du aus dieser traurigen Geschichte ziehen kannst....? Nicht mehr gegen deinen eigenen Willen und dein Gefühl zu handeln, nur anderen zuliebe. Denn das hat noch niemanden langfristig glücklich gemacht.

Und eine Frage, ich hoffe, du verstehst das nicht falsch. *Möchtest* du, dass es dir besser geht? *Darf* es dir überhaupt besser gehen - ich meine, würdest du es dir selbst erlauben? Denn wenn du so schreibst, dass du jedes Mal ein schlechtes Gewissen bekommst, wenn du mal lachst, oder mit deiner Kleinen kuschelst, liest sich das für mich so, als würdest du dir selbst verbieten, wieder Lebensmut zu schöpfen, als würdest du dich mit deinen negativen Gefühlen selbst bestrafen wollen. Ich meine, dass ist eine ganz elementare Frage. Denn wenn du eigentlich meinst, dass du es verdienst für den Rest deines Lebens ins Trauer und Selbsthass zu versinken, wie kann dir dann jemand helfen? Was können oder sollen wir hier für dich tun, oder dein Therapeut?
Wenn du aber wirklich den Wunsch hast, wieder glücklicher zu werden, und dir irgendwann doch wieder im Spiegel in die Augen schauen zu können, mit dir selbst irgendwie ins Reine zu kommen, dann frage dich, was tust du im Moment dafür? Den Weg zurück ins Leben musst du dir letztlich selbst gestatten. Wenn du ihn dir selbst verbietest, kann ihn dir niemand öffnen. Und du selbst musst lernen, dir zu verzeihen.

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4. April 2011 um 20:45
In Antwort auf reetta_12339923

...
Ja damit hast du völlig recht!!!

Und ich bin sooooooooo froh dass ich meine Tochter habe!!!
Ich will auch gar nicht anderen die Schuld geben.. ich suche die Schuld einzig und allein bei mir!!!

Ich würde mein Kind sooooo gern einmal sehen und ihm sagen, dass ich es liebe und es mir unendlich leid tut!!!!

lg

Levi2802
Hallo Levi2802,
es tut mir unendlich leid, dass Du gerade so schwere Not durchleidest und so oft weinen mußt. - Fühle Dich ganz sanft von mir gedrückt.
Dass Du Deinem Kind einen Namen gegeben hast ist ein wichtiger Schritt. Du kannst ihm auch noch einmal einen Brief schreiben. Und Dir einen Ort des Trauerns einrichten. Z.B. einen Stein mit dem Namen darauf.
Du stehst mit dieser Erfahrung nicht alleine da. Du kannst googeln unter Hilfen nach Abtreibung. Vielleicht ist da eine Selbsthilfegruppe in Deiner Umgebung dabei. Gerne kannst Du Dich auch an ausweg-pforzheim.de wenden, die sind einfühlsam. Und können Dich auf dem schweren Weg begleiten. Allein geht man ein. Laß die Trauer zu, denn Du hast eine Verlusterfahrung hinter Dir.
LG Itemba

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5. April 2011 um 8:08
In Antwort auf nainsm_12077256

Traurig
...finde ich es jedes Mal, wenn ich hier lese, dass jemand für sich die falsche Entscheidung getroffen hat.

Wie ich gelesen habe, warst du schon vor dem Abbruch in psychologischer Behandlung. Psychische Probleme im Vorfeld sind leider ein Risikofaktor, der dazu führen kann, einen Abbruch nicht zu verarbeiten - ebenso Fremdbeeinflussung, also der Abbruch gegen den eigenen Wunsch. Ich finde es wirklich tragisch, wie viele Frauen noch in der heutigen Zeit sich immer noch dem Willen des Partners unterwerfen, ohne sich wirklich für die eigenen Bedürfnisse stark zu machen Vielleicht wäre das eine Lehre, die du aus dieser traurigen Geschichte ziehen kannst....? Nicht mehr gegen deinen eigenen Willen und dein Gefühl zu handeln, nur anderen zuliebe. Denn das hat noch niemanden langfristig glücklich gemacht.

Und eine Frage, ich hoffe, du verstehst das nicht falsch. *Möchtest* du, dass es dir besser geht? *Darf* es dir überhaupt besser gehen - ich meine, würdest du es dir selbst erlauben? Denn wenn du so schreibst, dass du jedes Mal ein schlechtes Gewissen bekommst, wenn du mal lachst, oder mit deiner Kleinen kuschelst, liest sich das für mich so, als würdest du dir selbst verbieten, wieder Lebensmut zu schöpfen, als würdest du dich mit deinen negativen Gefühlen selbst bestrafen wollen. Ich meine, dass ist eine ganz elementare Frage. Denn wenn du eigentlich meinst, dass du es verdienst für den Rest deines Lebens ins Trauer und Selbsthass zu versinken, wie kann dir dann jemand helfen? Was können oder sollen wir hier für dich tun, oder dein Therapeut?
Wenn du aber wirklich den Wunsch hast, wieder glücklicher zu werden, und dir irgendwann doch wieder im Spiegel in die Augen schauen zu können, mit dir selbst irgendwie ins Reine zu kommen, dann frage dich, was tust du im Moment dafür? Den Weg zurück ins Leben musst du dir letztlich selbst gestatten. Wenn du ihn dir selbst verbietest, kann ihn dir niemand öffnen. Und du selbst musst lernen, dir zu verzeihen.

Gute Frage...
In meinen Augen "darf" es mir nicht besser gehen... irgendwie bin ich der Ansicht, dass es mir schlecht gehen muss für das, was ich getan hab... sor hab ich gleich nach der Abtreibung gedacht... Mittlerweile, möchte ich wieder "leben", schon alleine wegen meiner Tochter, ich möchte mit ihr sorglose Tage verbringen, in denen wir beide lachen...

Du hast schon ganz recht wenn du schreibst, dass ich mir selbst den Weg ebnen muss...
...aber ich weiß einfach nicht mehr wie...

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5. April 2011 um 8:11

Ich glaube,
dass er das Ausmaß was diese Abtreibung für mich bedeutet nicht ganz verstehen oder realisieren kann...
Seine Schwester hat auch vor einigen Jahren abgetrieben und in seiner Familie (mütterlicherseits) wurde das als etwas ganz "normales" abgetan...
und deswegen bezweifle ich dass mein Freund es halt nicht nachvollziehen kann... weil er es so nicht kennt...

Diesen Gedanken empfinde ich als schönen Ansatz!!
Danke!!!

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5. April 2011 um 8:30
In Antwort auf an0N_1263088299z

Levi2802
Hallo Levi2802,
es tut mir unendlich leid, dass Du gerade so schwere Not durchleidest und so oft weinen mußt. - Fühle Dich ganz sanft von mir gedrückt.
Dass Du Deinem Kind einen Namen gegeben hast ist ein wichtiger Schritt. Du kannst ihm auch noch einmal einen Brief schreiben. Und Dir einen Ort des Trauerns einrichten. Z.B. einen Stein mit dem Namen darauf.
Du stehst mit dieser Erfahrung nicht alleine da. Du kannst googeln unter Hilfen nach Abtreibung. Vielleicht ist da eine Selbsthilfegruppe in Deiner Umgebung dabei. Gerne kannst Du Dich auch an ausweg-pforzheim.de wenden, die sind einfühlsam. Und können Dich auf dem schweren Weg begleiten. Allein geht man ein. Laß die Trauer zu, denn Du hast eine Verlusterfahrung hinter Dir.
LG Itemba

Den Brief,...
habe ich geschrieben... oder sagen wir angefangen zu schreiben...aber ich traue mich nicht ihn zu beenden... da ich mich fühle, als ich mit meinem Kind abschließen würde... Ich hab mir die Ultraschallbilder aufgehoben, dass erste vom FA als ich es erfahren habe.. da hab ich Levi Valentin und *2.Oktober 2011 drunter geschrieben, weil es an dem Tag auf die Welt hätte kommen sollen.. und dann hab ich da noch ein 2. von der Abtreibung.. da hab ich ein Kreuz gemacht und daneben 28.02.2011 darunter geschrieben, den Tag an dem es gestorben is...

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5. April 2011 um 8:32

Gott und Satan
Ich meine damit nicht so den Gott wie man ihn aus dem Christentum kennt.. soetwas gibt es für mich nicht Gott und Satan...in jedem steckt gut UND böse!!!!

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6. April 2011 um 8:04

...
Ich bin bereits seit "längerem" in psychologischer Betreuung...

Aber vielen Dank für die aufbauenden Worte!!

Ich hoffe beim nächsten Mal kann ich hierreinschreiben, dass es bergaufgeht!!

LG

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6. April 2011 um 8:39

Es wird besser!!!
hallo und guten morgen. mein eigener abbruch liegt zwei tage zurück und war die schwerste und schmerzhafteste entscheidung meines bisherigen lebens, weil ich nie wieder abtreiben wollte und auch gern noch ein kind hätte. meine zweifel am austragen der schwangerschaft wurden erst im laufe der schwangerschaft immer größer und ich hatte depressionen bei dem gedanken, es auszutragen und mich dann nicht richtig kümmern zu können. mein umfeld und meine lebenssituation waren ok für ein weiteres kind, aber offensichtlich war ich selbst noch nicht so weit. die entscheidung selbst habe ich erst nach dreimaliger rückkehr in den op treffen können. ich konnte es nicht. aber jedesmal, wenn ich den op verlassen wollte, kam meine eigene angst vor dem austragen so stark hervor, dass ich trotz der tiefsten traurigkeit den entschluss durchgezogen habe. und nun der grund, warum ich es im nachhinein traurig finde, aber nicht bereue: es geht nicht nur um ein baby. ich weine auch und denke, wieso hab ich es nicht behalten, aber der grund ist klar. jetzt, wo der druck weg ist, wo die entscheidung und das baby weg ist, fallen alle ängste vor einer zukunft ab nud zurück bleibt eine erleichterte leere, die vorgaukelt: ja, wieso hast du es denn nicht behalten? es geht dir doch gut!!! wieso war ich so schwach, obwohl ich mich jetzt stark genug für ein baby fühle? na eben weil der grund für die abtreibung (eine schwangerschaft) jetzt weg ist. und in letzter instanz, wenn meine gefühle mich überwältigen: niedlichkeit reicht nicht aus. mir geht es gegen den strich, dass alle über ein (totes) baby reden. das ist eines unserer schlimmsten tabuwörter, ein grauen in unserer gesellschaft. ein totes baby. und alle, die mit einem toten baby argumentieren, erhöhen die schuld und die grausamkeit deiner entscheidung. und auch du übernimmst diese vokabel. ja, es hätte ein lebensfähiger mensch werden können. ja, dieser mensch wäre einzigartig gewesen (wie wir alle übrigens auch sind) und ja, die entscheidung über leben und tod zu entscheiden, ist eine ungerechte sache, die frauen in der situation übernehmen müssen. du kannst es aber auch anders sehen und deine schuldgefühle durch ein neues vokabular mildern: niedlichkeit und die natürliche hilflosigkeit eines babys reichen nicht aus, um das eigene leben hintenanzustellen. das baby ist recht schnell kein baby mehr. es wird ein kind, es muss zur schule, es macht eventuell eine ausbildung, will studieren. es wird erwachsen und braucht dich immer noch. ein neuer mensch ist die kürzeste zeit seines lebens ein niedliches baby, das als einziges dich und deine liebe und deine brust braucht. im gegenteil, je älter es wird, desto größer wird deine verantwortung. ich denke, dass du selbst ein gutes bauchgefühl für diese entscheidung gehabt hast und dass dein langes zaudern wichtig war, um die entscheidung für dich zu treffen. denn du musst als erstes funktionieren, damit alles andere auch funktioniert.
deine schuldgefühle kommen daher, dass du dir nicht mehr sicher bist, was der grund für deine entscheidung war. und diesen grund solltest du dir vor augen führen. du weißt doch selbst, dass du deine entscheidung nicht ohne weiteres getroffen hast.
vertrau dir und gib dich deiner traurigkeit hin. sei lieb zu dir. sei so lieb zu dir wie zu einer freundin, die das selbe erlebt hätte. würdest du mit ihr so streng ins gericht gehen? du brauchst nicht das verständnis deiner umwelt. weder, um die entscheidung zu treffen, noch um danach deine schuldgefühle abzubauen. es gibt nämlich keine schuld. und dein innerstes sollte mit dir umgehen wie mit einem liebevollen, sehr traurigen menschen.

ich wünsch dir viel kraft und vertrauen in dich selbst, dass du richtig gehandelt hast. niemand konnte diese schwere entscheidung weitsichtiger treffen als du und du hättest sie sicherlich auch niemandem in die hände gelegt, auch wenn der wunsch danach (ich weiß, wovon ich rede) wahnsinnig groß ist.

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6. April 2011 um 8:47
In Antwort auf an0N_1236287499z

Es wird besser!!!
hallo und guten morgen. mein eigener abbruch liegt zwei tage zurück und war die schwerste und schmerzhafteste entscheidung meines bisherigen lebens, weil ich nie wieder abtreiben wollte und auch gern noch ein kind hätte. meine zweifel am austragen der schwangerschaft wurden erst im laufe der schwangerschaft immer größer und ich hatte depressionen bei dem gedanken, es auszutragen und mich dann nicht richtig kümmern zu können. mein umfeld und meine lebenssituation waren ok für ein weiteres kind, aber offensichtlich war ich selbst noch nicht so weit. die entscheidung selbst habe ich erst nach dreimaliger rückkehr in den op treffen können. ich konnte es nicht. aber jedesmal, wenn ich den op verlassen wollte, kam meine eigene angst vor dem austragen so stark hervor, dass ich trotz der tiefsten traurigkeit den entschluss durchgezogen habe. und nun der grund, warum ich es im nachhinein traurig finde, aber nicht bereue: es geht nicht nur um ein baby. ich weine auch und denke, wieso hab ich es nicht behalten, aber der grund ist klar. jetzt, wo der druck weg ist, wo die entscheidung und das baby weg ist, fallen alle ängste vor einer zukunft ab nud zurück bleibt eine erleichterte leere, die vorgaukelt: ja, wieso hast du es denn nicht behalten? es geht dir doch gut!!! wieso war ich so schwach, obwohl ich mich jetzt stark genug für ein baby fühle? na eben weil der grund für die abtreibung (eine schwangerschaft) jetzt weg ist. und in letzter instanz, wenn meine gefühle mich überwältigen: niedlichkeit reicht nicht aus. mir geht es gegen den strich, dass alle über ein (totes) baby reden. das ist eines unserer schlimmsten tabuwörter, ein grauen in unserer gesellschaft. ein totes baby. und alle, die mit einem toten baby argumentieren, erhöhen die schuld und die grausamkeit deiner entscheidung. und auch du übernimmst diese vokabel. ja, es hätte ein lebensfähiger mensch werden können. ja, dieser mensch wäre einzigartig gewesen (wie wir alle übrigens auch sind) und ja, die entscheidung über leben und tod zu entscheiden, ist eine ungerechte sache, die frauen in der situation übernehmen müssen. du kannst es aber auch anders sehen und deine schuldgefühle durch ein neues vokabular mildern: niedlichkeit und die natürliche hilflosigkeit eines babys reichen nicht aus, um das eigene leben hintenanzustellen. das baby ist recht schnell kein baby mehr. es wird ein kind, es muss zur schule, es macht eventuell eine ausbildung, will studieren. es wird erwachsen und braucht dich immer noch. ein neuer mensch ist die kürzeste zeit seines lebens ein niedliches baby, das als einziges dich und deine liebe und deine brust braucht. im gegenteil, je älter es wird, desto größer wird deine verantwortung. ich denke, dass du selbst ein gutes bauchgefühl für diese entscheidung gehabt hast und dass dein langes zaudern wichtig war, um die entscheidung für dich zu treffen. denn du musst als erstes funktionieren, damit alles andere auch funktioniert.
deine schuldgefühle kommen daher, dass du dir nicht mehr sicher bist, was der grund für deine entscheidung war. und diesen grund solltest du dir vor augen führen. du weißt doch selbst, dass du deine entscheidung nicht ohne weiteres getroffen hast.
vertrau dir und gib dich deiner traurigkeit hin. sei lieb zu dir. sei so lieb zu dir wie zu einer freundin, die das selbe erlebt hätte. würdest du mit ihr so streng ins gericht gehen? du brauchst nicht das verständnis deiner umwelt. weder, um die entscheidung zu treffen, noch um danach deine schuldgefühle abzubauen. es gibt nämlich keine schuld. und dein innerstes sollte mit dir umgehen wie mit einem liebevollen, sehr traurigen menschen.

ich wünsch dir viel kraft und vertrauen in dich selbst, dass du richtig gehandelt hast. niemand konnte diese schwere entscheidung weitsichtiger treffen als du und du hättest sie sicherlich auch niemandem in die hände gelegt, auch wenn der wunsch danach (ich weiß, wovon ich rede) wahnsinnig groß ist.

Danke!
Ich danke dir für diesen Eintrag!!!!!!!!!!!!

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6. April 2011 um 12:38

Naiv und kalt?
liebe heriette1, ich kenne beides. ich kenne den unerfüllten kinderwunsch, der mich vor 6 jahren in den wahnsinn getrieben hat und ich kenne das gefühl einer scheinbar ausweglosen situation einer ungeplanten schwangerschaft. eine adoptionsfreigabe kommt für viele frauen nicht in frage, weil es das problem der frau nicht löst: sich nämlich nicht um das eigene kind kümmern zu können. zusätzlich sind ungewollte schwangerschaften nicht dazu da, um verzweifelten eltern zu einem kind zu verhelfen. dann fühlt sich nämlich die von einer abtreibung oder einer ungewollten schwangerschaft bedrohte frau zusätzlich noch schlecht. wie kann man eine korrelation zwischen zwei völlig verschiedenen individuellen problemen herstellen? ich weiß es noch selbst, wie ungerecht ich es damals in meiner kinderlosen situation empfand, dass so viele frauen einfach schwupps schwanger werden und ich nicht. ich habe glücklicherweise auf natürlichem wege empfangen und gebären dürfen und war dankbar für dieses schicksal. gleichzeitig hatte ich während meiner ungewollten schwangerschaft mit mir gehadert, wieso ich das neue kind nicht willkommen heißen konnte, obwohl ich die problematik kenne, nicht schwanger zu werden! dennoch hat mir das in meiner entscheidung nicht weiter geholfen. nur der druck und die schuldfrage wurden dadurch quälender.
wenn das leben so unendlich wertvoll ist, sollte auch das leben der frau wertvoll sein. zusätzlich werden mit jedem nicht befruchteten zyklus der frau und mit jeder verschleuderten samenzelle zig-millionen, milliarden möglichkeiten des lebens nicht geboren. wir beweinen die sichtbare situation des nichtgeborenwerdens und gleichzeitig verdrängen wir all jene wesen, die es durch verhütung nicht geschafft haben, sich zu materialisieren. und diese sichtbarkeit des möglichen lebens in einer schwangerschaft wird der frau bei einer abtreibung zur last gelegt wie baby-mord. gleichzeitig entwertet man damit ihr bereits bestehendes und wertvolles leben und scheint sie moralisch zu zwingen, sich dem prozess weiter hinzugeben unabhängig davon, ob sie die kraft für ein (weiteres) kind hat oder nicht. ich habe für mich erkannt, dass ein spezielles problem in einer speziellen situation nicht als prämisse oder kategorischer imperativ auf alle zeiten und alle frauen angewendet werden kann. es sei dir, wir entmündigen und entwerten die bewusste entscheidung eines bereits lebenden menschen.

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7. April 2011 um 10:36

Ad rem versus ad hominem
guten tag, wenn du meinen beitrag gelesen hättest, anstatt deine schlagwörter mit dem text abzugleichen, dann hättest du verstanden, dass ich VOR sechs jahren einen unerfüllten kinderwunsch hatte und nicht seit sechs jahren. außerdem hättest du gelesen, dass sich mein kinderwunsch erfüllt hat und ich ein kind geboren habe. deine diskussionskultur lässt allerdings zu wünschen übrig, da dich die speziellen gründe für oder gegen eine abtreibung nicht interessieren, sondern du lediglich deine übergeordnete wahrheit gelten lässt. wenn du deinen gesunden menschenverstand so hoch einschätzt, bietet sich dir doch die gelegenheit, eine anlaufstelle für frauen zu gründen, deren gesunder menschenverstand so schwach ausgebildet ist, dass sie dich als ethikexpertin über ihren körper und ihre eigene sowie die zukunft ihrer potentiellen kinder entscheiden lassen. die konsequenzen deines menschlich gesunden richterspruchs musst du dann aber auch tragen können.

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7. April 2011 um 11:02
In Antwort auf reetta_12339923

... nicht so wirklich....
Ich war mal gläubig... aber alles was ich bisher erlebt hab hat mich von meinem Glauben abkommen lassen...(damit is nicht die Abtreibung gemeint, ich weiß dass ich daran selbst Schuld bin)...

Das
finde ich sehr schade. Du hast wohl schon viel Schlimmes erlebt?

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9. April 2011 um 11:26


Es ist eigentlich schön, dass du dir vorstellen kannst wie dein Kind dich vom Himmel aus sieht.Es liebt dich und es weiß, dass du es auch liebst! Weil es dich liebt und weil es erlöst ist, will es nur dein Bestes. Es will das du wieder glücklich sein kannst. Ich kann diese Aussage nicht beweisen, doch Glaube kann man nicht beweisen. Ich glaube fest daran.

Bitte lass dir professionell helfen. Ich denke, alleine kommst du da nicht mehr raus. Die Alfa macht professionelle und sesible Betreuung von Frauen nach Abtreibung. Bitte lass dich nicht davon abschrecken, dass es eine Organisation gegen Abtreibung ist. Die Leute dort kennen sich gut aus. Sie werden dir keine Vorwürfe machen, sondern versuchen dir zu helfen.
Du hast Hilfe verdient und du hast verdient wieder glücklich zu werden. Ich denke, das steht jedem Menschen zu. Ganz gleich was er oder sie getan hat!
Hab Mut für einen Neuanfang.

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9. April 2011 um 21:45

Wie kommst du dazu
prinzessindeborah als naiv und kalt zu bezeichnen? Sie hat einen guten, warmherzigen und sehr verständnisvollen Beitrag geschrieben, für den sich die TS ausdrücklich bedankt hat. Es ist mir ein Rätsel, wie du zu diesem Urteil kommst.

Als "kalt" empfinde ich eher deine Einmischung in einen Austausch zwischen zwei Frauen, die gerade einen Abbruch hinter sich haben, und versuchen mit ihren aufgewühlten Gefühlen fertig zu werden.

Und zum Thema Adoption - beide haben sich dagegen entschieden, beide werden ihre Gründe dafür gehabt haben.
Humaner gehts nicht? Doch. Für die meisten Frauen ist ein Abbruch eben der humanere Weg, auch wenn du persönlich das nicht nachvollziehen kannst.

Wenn du das Bedürfnis hast, über Abtreibung als Alternative zum Abbruch im Allgemeinen zu diskutieren, schlage ich dir vor, dies doch lieber im alten Thread von Grimama zu tun
http://forum.gofeminin.de/forum/f117/__f3509_f117-Abtreibung-oder-Adoption.html#36r

In einem Thread wo eine Frau gerade versucht, nach einem Abbruch wieder Lebensmut zu finden, finde ich es nicht gerade passend.

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10. April 2011 um 9:53

Eigentlich wollte ich im Sinne von Levi schweigen
Doch jetzt gehts echt nicht mehr.
Klar sind Frauen kein Brutkasten. Ihr Körper gehört ihnen, doch der Körper ihres Kindes gehört nicht ihnen, sondern dem Kind.

Ich hab gestern schon zu viel gekriegt als ich ernsthaft von mehreren Leuten die Aussage gelesen habe, man würde erst bei der Geburt zum Menschen. Was ist man bis dahin, ein Zellhaufen?
Ich bin zur Zeit selbst schwanger, in der 25 Woche. Mein Sohn tritt mich mittlerweile ganz schön heftig. Sind seine Tritte dann nach eurem Vokabular nicht die Bewegungen eines sehr lebendigen kleines Babys, sondern Nervenzückungen von Schwangerschaftsgewebe? Das würde doch zu eurer Ausdrucksweise passen.
Man kann sich seine Welt auch schön reden.
Kinder im Mutterleib werden dann zu Schwangerschaftsgewebe und wenn viele Frauen nach Abtreibung schrecklich leiden ggf nicht mehr leben wollen liegt das nicht am Post abortion Syndrom, sondern daran dass ihnen Abtreibundgegner ein schlechtes Gewissen einreden.

Ich habe das Gefühl, ihr redet alle sowas an Levi vorbei. Auch wenn ihr es geschafft habt nach Abtreibung euch diese Mythen einzureden. Ihr gelingt das scheinbar nicht. Ihr wird hier ja fast schon vorgeschrieben den Begriff Kind bitte gegen einen anderen zu ersetzen z.B. Schwangerschaftsgewebe. Selbst wenn es für euch kein Kind war (euch gelingt diese Selbsttäuschung offensichtlich ganz gut) für sie war es eins. Sie trauert um ihr Kind nicht um ihr verlorenes Schwangerschaftsgewebe. Ich finde sie hat das Recht darin ernst genommen zu werden!

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10. April 2011 um 10:03
In Antwort auf nainsm_12077256

Wie kommst du dazu
prinzessindeborah als naiv und kalt zu bezeichnen? Sie hat einen guten, warmherzigen und sehr verständnisvollen Beitrag geschrieben, für den sich die TS ausdrücklich bedankt hat. Es ist mir ein Rätsel, wie du zu diesem Urteil kommst.

Als "kalt" empfinde ich eher deine Einmischung in einen Austausch zwischen zwei Frauen, die gerade einen Abbruch hinter sich haben, und versuchen mit ihren aufgewühlten Gefühlen fertig zu werden.

Und zum Thema Adoption - beide haben sich dagegen entschieden, beide werden ihre Gründe dafür gehabt haben.
Humaner gehts nicht? Doch. Für die meisten Frauen ist ein Abbruch eben der humanere Weg, auch wenn du persönlich das nicht nachvollziehen kannst.

Wenn du das Bedürfnis hast, über Abtreibung als Alternative zum Abbruch im Allgemeinen zu diskutieren, schlage ich dir vor, dies doch lieber im alten Thread von Grimama zu tun
http://forum.gofeminin.de/forum/f117/__f3509_f117-Abtreibung-oder-Adoption.html#36r

In einem Thread wo eine Frau gerade versucht, nach einem Abbruch wieder Lebensmut zu finden, finde ich es nicht gerade passend.

..
Ich geb dir Recht, dass in diesem Tread eine solche Diskussion nicht passend ist, doch das gilt für beide Seite, nicht nur für die eine!!!

Levi tauscht sich ja auch gar nicht mit prinzessindeborah aus. Außerdem hat sie sich nicht bei ihr bedankt, sondern bei vanessadenise.

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10. April 2011 um 11:08

Hallo?
Ich will ihr keine Schuldgefühle einreden. Da hast du dich etwas verlesen! Welchen Sinn hätte das bitte nach einer Abtreibung???
Nur leider hat sie schon Schildgefühle.Ich bin der Meinung, dass man ihr nicht hilft wenn man irgendwelche Mythen erfindet, sondern wenn man sie mit ihren Schuldgefühlen ernst nimmt und ihr trotzdem Mut macht sich selbst zu verzeihen. Das wollte ich unter anderen mit meiner Aussage sagen.

Wie ein Kind juristisch vor der Geburt genannt wird hab ich gerad nicht parat, aber auch medizinischer Sicht ist es von der Zeugung an ein Leben, auch in Deutschland.
Klar geht es hier nicht um Abtreibungen in der 25. Woche, aber es wurde ja mehrfach behauptet man würde erst durch die Geburt zum Menschen. Das habe ich mit meinem Beispiel widerlegt. Herzschlag reicht euch ja nicht.......

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10. April 2011 um 23:18
In Antwort auf dilwen_11891603

..
Ich geb dir Recht, dass in diesem Tread eine solche Diskussion nicht passend ist, doch das gilt für beide Seite, nicht nur für die eine!!!

Levi tauscht sich ja auch gar nicht mit prinzessindeborah aus. Außerdem hat sie sich nicht bei ihr bedankt, sondern bei vanessadenise.

Doch, sie hat sich auch bei ...
prinzessindeborah bedankt - der Beitrag "Danke!" galt ihr.

Ansonsten stimme ich dir völlig zu - die Zurückhaltung betrifft beide Seiten.

Ich habe nur deshalb bei heriette gepostet weil ich ihren Beitrag unangebracht fand, und weil die Adoptionsdebatte hier ihren Ursprung hat.

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10. April 2011 um 23:41
In Antwort auf dilwen_11891603

Eigentlich wollte ich im Sinne von Levi schweigen
Doch jetzt gehts echt nicht mehr.
Klar sind Frauen kein Brutkasten. Ihr Körper gehört ihnen, doch der Körper ihres Kindes gehört nicht ihnen, sondern dem Kind.

Ich hab gestern schon zu viel gekriegt als ich ernsthaft von mehreren Leuten die Aussage gelesen habe, man würde erst bei der Geburt zum Menschen. Was ist man bis dahin, ein Zellhaufen?
Ich bin zur Zeit selbst schwanger, in der 25 Woche. Mein Sohn tritt mich mittlerweile ganz schön heftig. Sind seine Tritte dann nach eurem Vokabular nicht die Bewegungen eines sehr lebendigen kleines Babys, sondern Nervenzückungen von Schwangerschaftsgewebe? Das würde doch zu eurer Ausdrucksweise passen.
Man kann sich seine Welt auch schön reden.
Kinder im Mutterleib werden dann zu Schwangerschaftsgewebe und wenn viele Frauen nach Abtreibung schrecklich leiden ggf nicht mehr leben wollen liegt das nicht am Post abortion Syndrom, sondern daran dass ihnen Abtreibundgegner ein schlechtes Gewissen einreden.

Ich habe das Gefühl, ihr redet alle sowas an Levi vorbei. Auch wenn ihr es geschafft habt nach Abtreibung euch diese Mythen einzureden. Ihr gelingt das scheinbar nicht. Ihr wird hier ja fast schon vorgeschrieben den Begriff Kind bitte gegen einen anderen zu ersetzen z.B. Schwangerschaftsgewebe. Selbst wenn es für euch kein Kind war (euch gelingt diese Selbsttäuschung offensichtlich ganz gut) für sie war es eins. Sie trauert um ihr Kind nicht um ihr verlorenes Schwangerschaftsgewebe. Ich finde sie hat das Recht darin ernst genommen zu werden!

Liebe annabell
bitte versuche hier nicht zu pauschalisieren (im Sinne von IHR redet ALLE an levi vorbei, IHR redet euch alle Mythen ein).

Sieh mal, ich habe auch Abbrucherfahrung, und ich finde solche Pauschalurteile verletzend, auch dass du generell von Selbsttäuschung sprichst. Für mich war das Wesen in mir weder nur Schwangerschaftsgewebe, noch empfimdungfähiges Kind.

Ich gebe dir aber Recht in dem Punkt, dass man der TS levi nicht gerecht wird, wenn man ihr persönlcihes Empfinden herabsetzt. Aus ihrer Sicht hat sie ein Kind verloren - das ist zu respektieren und dementsprechend zu beantworten.

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10. April 2011 um 23:48

@wicca
übersieh bitte nicht, dass so etwas im persönlichen Kontext *niemals* nur nach juristischen oder medizinischen Standpunkten beurteilt wird.

Der Status des werdenden lebens liegt *immer* im Auge des Betrachters, und wer das werdende Leben bereits von Anfang an liebt und sich wünscht, wir immer davon sprechen, "ein Kind zu erwarten", ein "Baby zu bekommen". Und nicht sagen "Du, Schatz, ich habe Schwangerschaftgewebe im Uterus"

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11. April 2011 um 0:01

Habe ich...
nie bestritten aber es gibt ja auch noch vieles zwischen "auf jeden fall will ich unbedingt ein Kind" und "niemals will ich ein Kind".

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