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Es hat mich auch getroffen...

12. Oktober 2009 um 19:22

Ich kann es immer noch nciht fassen...es ging alles so schnell die letzten Tage...

Letztes Wochenende habe ich meine SSW festgestellt, sie kam völlig entspannt, 4 Monate nach Absetzen der Pille - so schnell hätten mein Freund und ich nicht mit einem kleinen Krümel gerechnet!

Dann der Schock: 5. SSW und der FA konnte keine Fruchthöhle erkennen. Meinte aber, ich solle Freitags noch mal wiederkommen, er nehme Blut ab und dann könnte man auch schon was sehen. Er war aber eher verhalten...

Dann rief er mich Mittwoch auf dem Handy an, ich solle doch bitte schon Do in seine Praxis kommen. Ich war zwar etwas verwundert, dachte mir aber nix schlimmes, sondern freute mich schon riesig auf das erste US-Bild vom Krümel...

Aber dann kam alles anders: Verdacht auf ELSW, der sich dann nach dem 2. US auch schon bestätigte...ich saß auf diesem Stuhl und konnte nur noch heulen...

Ich zitterte am ganzen Körper und rief dann meinen Freund an, dass er eine Tasche für mich packen sollte, ich müsse sofort ins KKH...

Es war wie in einem Film: ich hatte eine Woche gebraucht um überhaupt zu realisieren, dass ich ss bin, und dann wird es einem auch schon wieder entrissen...

Ich muss keiner der hier Betroffenen diesen Schmerz beschreiben, aber es fühlt sich an als hätte der Körper einen im Stich gelassen, wie eine ungewollte Abtreibung...obwohl man ja weiß dass es keine "richtige" SSW war.

Ich bin wütend, frustriert und einfach nur unendlich traurig...

Aber das schlimmste ist nciht die OP, sondern die Angst; was kommt danach? Werde ich jemals wieder auf normalem Wege schwanger?

Ehrlich gesagt möchte ich momentan von der ganzen Sache nichts wissen...

Vor allem, weil wir so unverkrampft an die Sache heran gegangen sind und alles so schnell und gut geklappt hat!

Und die Sprüche der anderen "Ihr seid doch noch jung und habt alle Zeit der Welt!", die will man nicht hören...

Wie habt ihr die Angst verloren? Wie war der "Neustart" für Euch?

Alles erdenklich Liebe...

Mulchine.

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12. Oktober 2009 um 20:18

Deinen Schmerz...
..kann ich so gut nachvollziehen. Bin ja auch hier, um ein paar schöne Worte zu hören. Ich wurde vor einer Woche operiert, morgen kommen die Fäden raus. Ich kann nur für mich sprechen. Da ich nach 7 Jahren endlich schwanger war (auf normalen Wege!!!), ist es für mich auch unheimlich schlimm. Genau, wie du schreibst, als ich aus der Narkose aufgewacht bin und mir der Arzt mitteilte, dass es eine ELSS war und sie es rausnehmen mussten, kam mir es wie eine Vergewaltigung vor. Schlimm, einfach schlimm.
Jetzt will ich aber nach vorne gucken. Ich möchte mit IVF anfangen und will nach vorne gucken. Eben für DAS Baby, das nicht auf die Welt kommen konnte. Für mich ist IVF sicherer. Das weiß ich.
Was mir geholfen habe, ich und mein Mann haben für das Baby eine schöne Pflanze gekauft und diese im Wohnzimmer hingestellt. So kann es auf diese Weise trotzdem bei uns sein. Vielleicht machst du auch so was ähnliches.
Ich wünsche dir vom ganzen Herzen, dass du bald den Schmerz überwinden kannst und nach vorne gucken kannst. Wichtig ist, dass ihr (du und dein Partner) miteinander darüber sprecht.

Alles Liebe

Jana

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13. Oktober 2009 um 10:04

Kann Dich verstehen ...
Liebe Mulchine, es tut mir sehr leid, dass Du auch Dein Baby verloren hast. Denn auch wenn es keine "richtige" Schwangerschaft war, hat man sich gefreut und gehofft und gebangt. Und man hat auch alles Recht der Welt zu trauern!

Der Neustart war für mich extrem schwierig. Ich hatte vor der EileiterSS schon eine Fehlgeburt und hatte teilweise regelrechte Panikattacken, als wir wieder probiert haben. Ich habe auch kurz darüber nachgedacht aufzugeben - ich habe schon einen Sohn, vielleicht muss das reichen. Aber ich kann meinen Kinderwunsch nicht einfach wegpacken. Ich habe dann ganz fatalistisch gedacht: Egal, was passiert, ich muss es probieren. Leider hat es bis jetzt noch nicht wieder geklappt, vielleicht auch wegen dem psychischen Druck.
Meine Frauenärztin hat mir übrigens ganz lieb Mut gemacht. Sie sagte, das Wiederholungsrisiko für eine EileiterSS liege bei ca. 30% - ich hätte also ein 70%iges Risiko, dass es beim nächsten Mal gut geht. Das sind doch gar nicht so schlechte Zahlen ...

Erhol Dich erstmal körperlich und seelisch, Entscheidungen kannst Du auch später noch treffen. Ich wünsche Dir alles Liebe!

Liane

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13. Oktober 2009 um 10:12
In Antwort auf olomouc

Deinen Schmerz...
..kann ich so gut nachvollziehen. Bin ja auch hier, um ein paar schöne Worte zu hören. Ich wurde vor einer Woche operiert, morgen kommen die Fäden raus. Ich kann nur für mich sprechen. Da ich nach 7 Jahren endlich schwanger war (auf normalen Wege!!!), ist es für mich auch unheimlich schlimm. Genau, wie du schreibst, als ich aus der Narkose aufgewacht bin und mir der Arzt mitteilte, dass es eine ELSS war und sie es rausnehmen mussten, kam mir es wie eine Vergewaltigung vor. Schlimm, einfach schlimm.
Jetzt will ich aber nach vorne gucken. Ich möchte mit IVF anfangen und will nach vorne gucken. Eben für DAS Baby, das nicht auf die Welt kommen konnte. Für mich ist IVF sicherer. Das weiß ich.
Was mir geholfen habe, ich und mein Mann haben für das Baby eine schöne Pflanze gekauft und diese im Wohnzimmer hingestellt. So kann es auf diese Weise trotzdem bei uns sein. Vielleicht machst du auch so was ähnliches.
Ich wünsche dir vom ganzen Herzen, dass du bald den Schmerz überwinden kannst und nach vorne gucken kannst. Wichtig ist, dass ihr (du und dein Partner) miteinander darüber sprecht.

Alles Liebe

Jana

Trauern ist wichtig!
Das mit der Pflanze ist eine wunderschöne Idee, Jana. Ich habe meinem Baby einen Brief geschrieben und ihn zusammen mit einem Talisman an meinem Lieblingsplatz vergraben. Ich laufe fast jeden Tag dort vorbei und denke daran. Es ist gut, einen Platz zu haben.

Meine FG und meine EileiterSS sind nun schon über ein Jahr her, aber ich bin immer noch traurig. Nicht mehr so schlimm, mit zerissenem Herzen. Aber irgendwie ist ein kleines Stück von mir abhanden gekommen und ich weiß nicht, ob das jemals wieder heil wird.

Ich drück Euch mal unbekannterweise!
Liane

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21. Oktober 2009 um 22:48
In Antwort auf olomouc

Deinen Schmerz...
..kann ich so gut nachvollziehen. Bin ja auch hier, um ein paar schöne Worte zu hören. Ich wurde vor einer Woche operiert, morgen kommen die Fäden raus. Ich kann nur für mich sprechen. Da ich nach 7 Jahren endlich schwanger war (auf normalen Wege!!!), ist es für mich auch unheimlich schlimm. Genau, wie du schreibst, als ich aus der Narkose aufgewacht bin und mir der Arzt mitteilte, dass es eine ELSS war und sie es rausnehmen mussten, kam mir es wie eine Vergewaltigung vor. Schlimm, einfach schlimm.
Jetzt will ich aber nach vorne gucken. Ich möchte mit IVF anfangen und will nach vorne gucken. Eben für DAS Baby, das nicht auf die Welt kommen konnte. Für mich ist IVF sicherer. Das weiß ich.
Was mir geholfen habe, ich und mein Mann haben für das Baby eine schöne Pflanze gekauft und diese im Wohnzimmer hingestellt. So kann es auf diese Weise trotzdem bei uns sein. Vielleicht machst du auch so was ähnliches.
Ich wünsche dir vom ganzen Herzen, dass du bald den Schmerz überwinden kannst und nach vorne gucken kannst. Wichtig ist, dass ihr (du und dein Partner) miteinander darüber sprecht.

Alles Liebe

Jana

Sorry
Hi jana sorry das ich mich iher einmische aber was findest du an einer ivf sicherer??? ich bin im juli op.. weil ich durch eine ivf eine sehr schwere elss hatte und sie mir meinen linken eileiter entfernt haben ...
und eine elss zu bekommen durch eine ivf ist genauso hoch wenn nicht in%noch etwas höher als aufm normalen wege ...
ich wünsche dir aber alles gute dieser erde
und würde mich freuen wennd u mir meine frage beantwortest

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31. Oktober 2009 um 13:00

Ich kann dich sehr gut verstehen
mir ist das gleiche pasiert, mit der unterschied das ich eine insemination gemacht habe, und eine eileiter weniger habe, die musste enfert werde, da die kurz vor explodieren war. die angst habe ich immer noch aber die hoffnung verliere ich nie, bin 36 hab hormonstörungen ohne Clomifen und Brevactid pasiert bei mir nix, und die sperma von meinen mann sind sehr langsan, also es könnte schlimmer kommen, du hast deine zwie eileiter und bist gesund, bitte verliert nicht die hoffnug, und du wirdst sehen das du ganz schnell schwanger wirdst.
alles gute und viel glück.

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2. November 2009 um 18:21

Ich kenn das..Und wie. Aber alles wird gut!
Ich hatte im Jan ne ELSS und hab es ganz schnell gespürt, doch kein Arzt hat es geglaubt. Als der HCG dann immer komischer wurde, wurde die OP unumgänglich. Ich hatte vor der OP ständig auf und abs...zuerst: bin ich ss oder net, dann: klappt es noch oder net...die Ärzte hatten so was diffuses wie bei mir noch nicht erlebt. Aber dann bei der OP war es echt eine ELSS und es konnte der operierte EL erhalten werden, auch wenn er schon grenzwertig ausgefranst war, eine Chance sollte er noch haben...Die Zeit danach: ein Alptraum. Nur geheult, die Sprüche der anderen unerträglich, noch Monate danach. Jedes Zwicken und Zwacken war Grund zur Panik. Ich hatte noch im Aug relative starke Schmerzen an der inneren Narbe, obwohl der FA sagte, das könne nicht sein. Ab Mai alle 1-2 Woche ne 1 Woche andauernde Blutung bis jetzt. Ich dachte da geht nie mehr was...Ich musste 6 Monate brav sei, damit alles schön verheilt. Dannach wars noch härter. Hab jedes Zwicken als neue SS gedeutet mit der zugehörigen Panik auf ne ELSS. im Juli war ich sicher ss zu sein, nach 2 Wochen war klar, ich bins einfach nicht. Egal was der Kopf will. Ich hatte die Nase voll. Ich hab mir ne Ersatzbefriedigung gesucht. Lange und anstrengende Wanderungen bis auf die höchsten Gipfel, die mich so auslaugen, dass ich nimmer drüber nachdenke...Mein großes Ziel war eine 10 Tages Tour auf dem Meraner Höhenweg Ende Sep. Dafür hab ich trainiert und: die hab ich gemacht und durchgehalten. Es war sauanstrengend, aber da hab ich es das erste Mal geschafft, mein Hirn abzustellen. Weil ich so fertig war und aber auch die Tour so genossen hab. Das erste Mal konnte ich was wirklich genießen. Ich musste merken, dass das Leben auch ohne Kind toll ist. Mein Lebensglück hängt nicht davon ab. Ich habe eine tolle Partnerschaft, nen tollen Job, so viel Geld wie ich brauch. tolle Freunde. Mir gehts gut. Das muss der Kopf begreifen und das ist das schwerste.
Auch sooo. Der Gag nach dem Urlaub:
Als ich 1 Woche daheim war sagte mein Mann: ich glaube, du bist ss. Ich konnte und wollte es nicht glauben, doch der Test bewies es. Ich war ss. Ich bin nun in der 9. Woche und alles ist gut. Am Donnerstag hab ich das erste US Bild bekommen und das Herzchen schlagen sehen und es war der Hammer. Ich hab bis dahin nicht gewagt zu glauben, dass es wahr ist, weil man 2 Wochen vorher noch nix sah. Aber es ist wahr. Ich hab mich nicht getraut, auf den US zu schauen. Aber es ist soo. Ich bin ss und das nach einem Eisprung auf der operierten Seite, obwohl der EL schon fast kaputt war.....Ich will Dir nur Mut machen. Es wird klappen. Nimm Dir die Zeit zum Trauern. Die war bei mir unendlich, wird nie ganz aufhören...Kauf Dir das Buch von Ute Horn "Leise wie ein Schmetterling", das hilft. Schreib Deine Gedanken auf. Heul Dich aus. Ich helf Dir gern, ich hab das auch gemacht und das kann nur einer verstehen, der das auch durchgemacht hat. Meld Dich bei mir. Würd mich freuen.
Auch wenn die ELSS ja noch am Anfang war, es war Dein Kind und das wird es immer bleiben, egal was die Welt dazu sagt...Nimm es als solches an und verabschiede es. Ich hab auch einen Brief geschrieben und die Blumen, die mir mein Mann geschenkt hat als er erfahren hat, dass ich ss bin aufgehoben. Als ich nach ca. 3 Monaten reif war, hab ich die Blüten und den Brief in ein Holzboot gesetzt und die Würm (Fluss bei München) hinunter geschickt, mich verabschiedet zusammen mit meinem Mann. Es war hart und wie. Aber es hilft. Auch die Blume hab ich gepflanzt und nen Brief eingegraben. Als sie kaputt war, wollte ich sie nicht wegwerfen, ich hing dran, im August hab ich es geschafft. Immer ein kleines Schrittchen. Als ich am 30.9. den geplanten ET hatte, hatte ich Horror, aber es war nicht so schlimm. Mir hat es sehr geholfen, dass mein Mann dran gedacht hat, mir Blumen für mich und welche für den Krümel geschenkt hat. Nun bin ich wieder ss und bin noch am Anfang. Es kann noch viel passieren, aber ich weiß, ich kann normal ss werden, auch auf der operierten Seite. Egal was kommt, das macht mich stark und gibt mir Kraft. Wenn ich das alles schreibe, kommen mir die Tränen, immer noch da ist die Trauer um Leonie, die nie leben durfte, aber sie bleibt mein Kind und das neue ist ein ganz anderes. Und das ist gut und wichtig so. Gib Deinem Baby einen Namen, nimm es als wirkliches Kind an, das macht es greifbarer.
Ach wenn nun die Freude über Zwerg 2 unermesslich ist. Eines ist wichtig: Gib Dir Zeit, lass Dir Zeit wieder ss zu werden. Ich hatte 6 Mon Verbot, auch wenn das die Ärzte unterschiedlich handhaben, aber der Körper und vor allem die Seele braucht das....

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