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Erfahrungsberichte natürlicher Abgang MA

16. September um 13:28

Ich möchte gerne meine Erfahrungen dieses Jahr teilen und damit anderen Frauen, denen Ähnliches widerfährt, Mut zusprechen und Alternativen zur AS aufzeigen.
Ende Januar 2018 waren wir guter Dinge, meine SS war bei 9+0, der Herzschlag war schon einmal da gewesen. Plötzlich beim Ultraschall kein Herzschlag mehr. Wir waren geschockt. Es war ein Wunschkind. Mit Clomifen und Pregnyl beim 3. Versuch gezeugt, ich habe PCO.
Mein Arzt riet sofort zur Ausschabung. Ich willigte ein. Ich hatte ja auch keine Ahnung. Erst ging ich noch einen Tag zur Arbeit, dann nach dem Wochenende die OP. Ist ja auch körperlich gar nicht so schlimm. Ich nahm kein Cytotec ein. Der Arzt schallte vorher nochmal und bestätigte die Diagnose.
Ich fühlte mich danach leer, weinte und hatte recht starke Krämpfe. Eine Woche ging ich nicht zur Arbeit. Danach wieder volle Power.
Ich hatte ziemlich lange Blutungen, war verwirrt, mein Körper fühlte sich völlig durcheinander an. 10 Wochen wartete ich auf meine Regelblutung. HCG-Wert wurde überprüft, zum Glück fast bei 0.
Schwangerschaft 2, nach 6-7 Monaten.. Es hat beim ersten Clomi-Zyklus geklappt. Sofort Ernüchterung, der Embryo war in der 7. SSW schon zu klein. Danach Herzschlag da.. dann wieder nicht. Erneute MA.
Ich lehnte die AS ab.. Mein Arzt sagte, es könne mehr als 4 Wochen dauern.. Und empfahl mir Cytotec nach Einsetzen einer mittelstarken Blutung.
Zwei Tage später ging es schon los.. ohne Cytotec. Mein Sternchen schaffte es allein. Ich wandte mich an eine Hebamme und bekam homöopathische Beratung: Frauenmantel + Hirtentäschel, dazu Globuli: "Secale Cornutum". Sie riet mir von Cytotec entschieden ab. Es gingen dann immer wieder Gewebeteile ab.
Nach ca. 7 Tagen bekam ich intensive Krämpfe. Es wurde über 12 Stunden schlimmer - das mussten die Wehen sein. Ich atmete sie weg.
Am nächsten Morgen blutete ich immer stärker. Gegen Mittag begann eine sturzartige Blutung. Und mein Krümel kam in der Fruchthöhle zum Vorschein.
Ich stand unter Schock und musste sehr viel weinen. Nach ca. 1 Stunde kam die Plazenta nach. Die Blutungen nahmen ab.
Über Nacht hatte ich stechende Schmerzen im Unterleib. Während dieser zwei Tage nahm ich Ibu oder Buscopan regelmäßig ein. Dazu half mir ein Wärmekissen über die Wehen.
Bis jetzt brauchte ich noch kein Cytotec. Der natürliche Abgang ist wohl fast überstanden. Diese Woche werde ich zum Ultraschall gehen. Natürlich habe ich Angst, dass noch Gewebe zurückgeblieben ist, aber viele Hebammen sagen, bis zur 9./10. Woche gehe das Restgewebe bei der nächsten Blutung ab. Also, nur die Geduld.
Ich bin froh, dass mein Körper es dieses Mal allein geschafft hat. Es gibt mir ein bisschen Vertrauen zurück.
Und ich hoffe, dass dieser Bericht dazu führt, dass ihr diese Möglichkeit eines natürlichen Abgangs auch in Betracht ziehen könnt.
Alles Liebe für euch.

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1. Oktober um 23:43

Ende Januar wurde bei mir eine MA in der 9. SSW festgestellt. Ich wollte nicht eine Ausschabung, weil die Vorstellung so schrecklich so schrecklich für mich war. Als der Arzt die Ausschabung angesprochen hat, habe ich ihm gesagt, dass ich abwarten möchte. Ausschabung oder Abwarten war gar kein Thema.
Zwei Tage später war ich ins Krankenhaus gegangen. Die Ärztin dort meinte, dass Abwarten gar keine Option wär. Sie ist auch gegen unnötige Operationen, aber in diesem Fall wäre eine solche unumgänglich, da ich schon viel zu weit in der Schwangerschaft sei. Das hat mir natürlich gar nicht geholfen und ich hatte einfach richtig Angst, dass was schiefgeht. Ich habe dann trotzdem beschlossen, abzuwarten und habe mir einen Monat gegeben. Ich hatte fast die ganze Zeit Schmierblutungen und Unterleibsschmerzen, die nicht sehr stark waren. Nach einem Monat habe ich mir noch 2 weitere Wochen gegeben. Ich habe keinen Grund gesehen, nicht noch ein wenig länger zu warten. Am Ende hat die Blutung dann so ziemlich genau nach einem Monat eingesetzt. Ich hatte abends sehr starke Schmerzen. Ich habe dann ein Schmerzmittel genommen und bin schlafen gegangen. Morgens um 5 bin ich mit ganz fürchterlichen Schmerzen aufgewacht. Ich habe noch eine Tablette genommen und auf die Toilette. Nach einer halben Stunde war alles vorbei und wir sind wieder ins Bett gegangen. Ich hatte dann noch 3 Tage leichte Blutungen und das war's. 3 Wochen später hatte ich wieder ganz normal meine Periode.
Das ist jetzt etwas lang geworden. Was ich eigentlich sagen möchte ist, dass die 8. SSW für einen natürlichen Abgang nicht zu spät ist und in einigen KHs wird sogar dazu geraten. Die Entscheidung kann dir niemand abnehmen, weil nur Du weisst, was für dich am besten ist. Wenn du dich momentan nicht in der Lage fühlst, diese Entscheidung zu treffen, dann triff sie nicht. Verschiebe die Termine für die AS um ein oder zwei Wochen. Lass Dir Zeit. Und vielleicht erledigt sich die Sache bis dahin auch von alleine.
Ich bin froh, dass ich gewartet habe, für mich war es definitiv die bessere Wahl. Ich bin kein Arzt aber ein natürlicher Abgang ist auch besser für den Körper, vor allem wenn du noch Kinder planst 
 

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10. Oktober um 0:08
In Antwort auf zweisternchen2018

Ich möchte gerne meine Erfahrungen dieses Jahr teilen und damit anderen Frauen, denen Ähnliches widerfährt, Mut zusprechen und Alternativen zur AS aufzeigen.
Ende Januar 2018 waren wir guter Dinge, meine SS war bei 9+0, der Herzschlag war schon einmal da gewesen. Plötzlich beim Ultraschall kein Herzschlag mehr. Wir waren geschockt. Es war ein Wunschkind. Mit Clomifen und Pregnyl beim 3. Versuch gezeugt, ich habe PCO.
Mein Arzt riet sofort zur Ausschabung. Ich willigte ein. Ich hatte ja auch keine Ahnung. Erst ging ich noch einen Tag zur Arbeit, dann nach dem Wochenende die OP. Ist ja auch körperlich gar nicht so schlimm. Ich nahm kein Cytotec ein. Der Arzt schallte vorher nochmal und bestätigte die Diagnose.
Ich fühlte mich danach leer, weinte und hatte recht starke Krämpfe. Eine Woche ging ich nicht zur Arbeit. Danach wieder volle Power. 
Ich hatte ziemlich lange Blutungen, war verwirrt, mein Körper fühlte sich völlig durcheinander an. 10 Wochen wartete ich auf meine Regelblutung. HCG-Wert wurde überprüft, zum Glück fast bei 0. 
Schwangerschaft 2, nach 6-7 Monaten.. Es hat beim ersten Clomi-Zyklus geklappt. Sofort Ernüchterung, der Embryo war in der 7. SSW schon zu klein. Danach Herzschlag da.. dann wieder nicht. Erneute MA.
Ich lehnte die AS ab.. Mein Arzt sagte, es könne mehr als 4 Wochen dauern.. Und empfahl mir Cytotec nach Einsetzen einer mittelstarken Blutung.
Zwei Tage später ging es schon los.. ohne Cytotec. Mein Sternchen schaffte es allein. Ich wandte mich an eine Hebamme und bekam homöopathische Beratung: Frauenmantel + Hirtentäschel, dazu Globuli: "Secale Cornutum". Sie riet mir von Cytotec entschieden ab. Es gingen dann immer wieder Gewebeteile ab.
Nach ca. 7 Tagen bekam ich intensive Krämpfe. Es wurde über 12 Stunden schlimmer - das mussten die Wehen sein. Ich atmete sie weg. 
Am nächsten Morgen blutete ich immer stärker. Gegen Mittag begann eine sturzartige Blutung. Und mein Krümel kam in der Fruchthöhle zum Vorschein. 
Ich stand unter Schock und musste sehr viel weinen. Nach ca. 1 Stunde kam die Plazenta nach. Die Blutungen nahmen ab.
Über Nacht hatte ich stechende Schmerzen im Unterleib. Während dieser zwei Tage nahm ich Ibu oder Buscopan regelmäßig ein. Dazu half mir ein Wärmekissen über die Wehen. 
Bis jetzt brauchte ich noch kein Cytotec. Der natürliche Abgang ist wohl fast überstanden. Diese Woche werde ich zum Ultraschall gehen. Natürlich habe ich Angst, dass noch Gewebe zurückgeblieben ist, aber viele Hebammen sagen, bis zur 9./10. Woche gehe das Restgewebe bei der nächsten Blutung ab. Also, nur die Geduld.
Ich bin froh, dass mein Körper es dieses Mal allein geschafft hat. Es gibt mir ein bisschen Vertrauen zurück. 
Und ich hoffe, dass dieser Bericht dazu führt, dass ihr diese Möglichkeit eines natürlichen Abgangs auch in Betracht ziehen könnt. 
Alles Liebe für euch.

Hallo
Es mir sehr leid was dir passiert ist... das ist immer eine sehr schmerzhafte Zeit. Bei meiner ersten FG, die Ende 8. passierte, war es ein natürlicher Abgang. Es war aber eher wie eine Regelblutung, die dauerte länger als normale Mens. Ich hatte auch keine besonders schlimmen Schmerzen o. ä. Danach hatte ich einen verkürzten 28 Tage Zyklus (habe normalerweise 35 - 45 Tage Zyklen) und danach war er wieder normal lang. Im ersten ÜZ darauf bin ich auch schon wieder ss geworden. Meine FA meinte, der Körper hat sich sozusagen, gewöhnt, schwanger zu sein. Leider habe ich auch dieses Baby wieder verloren. Allerdings erst in der 12 Woche und es musste eine AS gemacht werden. Das Herz hat schon seit mehreren Tagen nicht mehr geschlagen. Da habe ich dann auch normal lang geblutet. Dafür war die erste Blutung nach der AS dann heftiger, allerdings auch normal lang. Ich hoffe ich konnte dir helfen. Wünsche dir viel Kraft für die nächste Zeit!
 

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13. Oktober um 22:57
In Antwort auf zweisternchen2018

Ich möchte gerne meine Erfahrungen dieses Jahr teilen und damit anderen Frauen, denen Ähnliches widerfährt, Mut zusprechen und Alternativen zur AS aufzeigen.
Ende Januar 2018 waren wir guter Dinge, meine SS war bei 9+0, der Herzschlag war schon einmal da gewesen. Plötzlich beim Ultraschall kein Herzschlag mehr. Wir waren geschockt. Es war ein Wunschkind. Mit Clomifen und Pregnyl beim 3. Versuch gezeugt, ich habe PCO.
Mein Arzt riet sofort zur Ausschabung. Ich willigte ein. Ich hatte ja auch keine Ahnung. Erst ging ich noch einen Tag zur Arbeit, dann nach dem Wochenende die OP. Ist ja auch körperlich gar nicht so schlimm. Ich nahm kein Cytotec ein. Der Arzt schallte vorher nochmal und bestätigte die Diagnose.
Ich fühlte mich danach leer, weinte und hatte recht starke Krämpfe. Eine Woche ging ich nicht zur Arbeit. Danach wieder volle Power. 
Ich hatte ziemlich lange Blutungen, war verwirrt, mein Körper fühlte sich völlig durcheinander an. 10 Wochen wartete ich auf meine Regelblutung. HCG-Wert wurde überprüft, zum Glück fast bei 0. 
Schwangerschaft 2, nach 6-7 Monaten.. Es hat beim ersten Clomi-Zyklus geklappt. Sofort Ernüchterung, der Embryo war in der 7. SSW schon zu klein. Danach Herzschlag da.. dann wieder nicht. Erneute MA.
Ich lehnte die AS ab.. Mein Arzt sagte, es könne mehr als 4 Wochen dauern.. Und empfahl mir Cytotec nach Einsetzen einer mittelstarken Blutung.
Zwei Tage später ging es schon los.. ohne Cytotec. Mein Sternchen schaffte es allein. Ich wandte mich an eine Hebamme und bekam homöopathische Beratung: Frauenmantel + Hirtentäschel, dazu Globuli: "Secale Cornutum". Sie riet mir von Cytotec entschieden ab. Es gingen dann immer wieder Gewebeteile ab.
Nach ca. 7 Tagen bekam ich intensive Krämpfe. Es wurde über 12 Stunden schlimmer - das mussten die Wehen sein. Ich atmete sie weg. 
Am nächsten Morgen blutete ich immer stärker. Gegen Mittag begann eine sturzartige Blutung. Und mein Krümel kam in der Fruchthöhle zum Vorschein. 
Ich stand unter Schock und musste sehr viel weinen. Nach ca. 1 Stunde kam die Plazenta nach. Die Blutungen nahmen ab.
Über Nacht hatte ich stechende Schmerzen im Unterleib. Während dieser zwei Tage nahm ich Ibu oder Buscopan regelmäßig ein. Dazu half mir ein Wärmekissen über die Wehen. 
Bis jetzt brauchte ich noch kein Cytotec. Der natürliche Abgang ist wohl fast überstanden. Diese Woche werde ich zum Ultraschall gehen. Natürlich habe ich Angst, dass noch Gewebe zurückgeblieben ist, aber viele Hebammen sagen, bis zur 9./10. Woche gehe das Restgewebe bei der nächsten Blutung ab. Also, nur die Geduld.
Ich bin froh, dass mein Körper es dieses Mal allein geschafft hat. Es gibt mir ein bisschen Vertrauen zurück. 
Und ich hoffe, dass dieser Bericht dazu führt, dass ihr diese Möglichkeit eines natürlichen Abgangs auch in Betracht ziehen könnt. 
Alles Liebe für euch.

Erstmal tut es mir sehr sehr leid, dass deine Ss so schief gegangen ist…Ich habe leider 2 Mal auf einen natürlichen Abgang gewartet. Das erste mal hat es 2 Wochen gedauert und das zweite mal 1 Woche. Gerade nach der Feststellung, dass die Fruchthöhle leer ist. Wenn ich früher beim U-Schall gewesen wäre, wäre auch die Wartezeit noch längere gewesen.
Es kann dir nichts passieren. Wichtig ist es eine gute Hebamme zu haben. Sie weiß, was zu tun ist und sie weiß auch, wann der Zeitpunkt gekommen ist, wo man ärztliche Unterstützung braucht, falls es sich nicht von alleine lösen möchte.
Das Warten ist sehr anstrengend, es ist so eine Ungewissheit, wie lange dauert es noch, wann geht es los? Morgen oder erst in 3 Wochen? Das Warten geht mal besser, manchmal ging es gar nicht gut bei mir. Ich hatte mich beim letzten mal krankschreiben lassen, um mir die Ruhe und Zeit zu geben, damit wir uns mit dem Kind verabschieden können. Ich habe viel geweint. Ich war mir sehr sicher, dass mein Körper weiß, was zu tun ist. Wenn du noch mehr Erfahrungen wissen möchtest, was auf dich zukommen kann, kann ich dir eine PN schreiben. Ich wünsche dir ganz viel Kraft, diesen Weg zu gehen. Liebste Grüsse
 

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