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Erfahrungsbericht: schwanger mit 15 / abbruch in der 4. woche

29. Januar 2013 um 13:59

Hallo liebe forumsmitglieder,
Ich möchte hier meine gschichte erzählen um einigen die angst oder auch vorurteile zu nehmen.
Zurrst einmal möchte ich sagen dass ich grundsätzlich ein gemichtes gefühl zu diesem Thema habe, es ist allerdings situationsabhängig.
Ich war 15 und war schon 1, 5 jahre mit meinem damaligen freund zusammen. Ich selbst stamme aus schwierigen Familienverhältnissen.
Dann ist es passiert ich wurde schwanger. Mein freund (damals 18) wollte dieses kind bekommen und ich stand vor der schwierigsten entscheidung meines lebens.
Damals war ich naiv und war ehrlich gesagt zu blöd und habe uberhaupt nicht daran gedacht dass es passieren könnte.
Glücklicherweise hatte ich 2 wochen nach der Empfängnis einen termin beim Gynäkologen, um mir das erste mal die pille verschreiben lassen (irgendwie schon komisch) sie stelle sofort die schwangerschaft fest. Sie gab mir die telefonnummer der schwangerschaftskonflikt beratung und die adresse einer ärztin, die den abbruch vornehmen könnte. Noch bevor ich es richtig kapiert habe, erzählte ich es meiner mutter. Sie war überfordert aber führte ein ausführliches gespräch darüber was es bedeutet und versichrrte mir sie würde hinter meiner entscheidung stehen, egal wie sie ausfallen sollte.

Ich entschied mich gegen das kind. Die Gründe dürften einleuchten. (15, Schülerin, kein geld)
Ich selbst sagte mir, wenn ich schon so verantwortungslos bin es einfach passieren zu lassen kann ich auch kein kind großziehen.
Die ärztin war sehr verständnisvoll. Sie verstand dass ich nichts weiter über diese zellhaufen wissen will, da ich angst hatte eine beziehung dazu aufzubauen und mich doch umentscheiden könnte.

Zum ablauf.
Die voruntersuchung war klar. Blutabnehmen etc. Die Ärztin stellte den antrag für die krankenkasse.
Am tag der abtreibung wurde ich nocheinmal kurz untersucht. Dann zog ich mich um und wurde in vollnarkose gelegt. Nach 10 - 15 minuten war alles schon vorbei und nach einer weiteren stunde konnte ich auch schon wieder nach hause.
Ich hatte keine schmerzen und keine komplikationen. Im aufwachraum lagen mehrere frauen die das selbe durchmachten wie ich.

Heute bin ich 23 habe meine ausbildung abgeschlossen und lebe in einer festen Partnerschaft. Mein damaliger freund ist nun verheiratet und hat 2 kinder mit seiner frau.
Ich selbst bin davon überzeugt dass es das beste war.
Natürlich denke ich immer noch manchmal daran und stelle mir vor wie es heute mit dem kind wäre. Aber ich bin sehr schnell erleichtert und denke dass ich heute ein fundament habe in dem ein kind hineingeboren werden kann. Damals gab es das nicht.

Liebe grüße

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29. Januar 2013 um 17:42

Danke,
für Deinen Erfahrungsbericht. Der hätte mir sehr weitergeholfen. Es verlangt sehr viel Mut den Text in diesem Forum zu schreiben.

Liebe Grüße

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29. Januar 2013 um 17:44

Gerade wenn ich verstehe
was da in meinem Fall gemacht wurde bzw. vor sich ging, komme ich damit problemlos klar.
Es tut mir leid dass Du mit Deiner damaligen Entscheidung so haderst, wirklich!

Ich habe übrigens ein Kind, aber da ist ja riesen Unterschied zwischen geborenem Kind und den ersten Schwangerschaftswochen...

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29. Januar 2013 um 19:46

???
Mal ne Frage?

Warum ist es hier erlaubt, das Frauen sich hier ausheulen, weil sie ihren Abbruch bereuen aber es ist nicht erlaubt zu schreiben, das man den Abbruch gut verkraftet hat und ihn nicht bereut

Ihr wollt nur die schlechten Sachen lesen, oder?

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29. Januar 2013 um 20:15

Ich bin nicht kaltherzig
Es war die schwester entscheidung meines lebens und ich hätte mir gewünscht, dass sie mir jemand abnimmt und sagt was ich tun soll.
Ich habe sehr genaue informationen bekommen und habe über das sorgerecht nachgedacht. Ich hatte dann das Gefühl das kind würde in eine situation hineingeborenen die absolut schwirig ist und ich hätte das kind möglicherweise gar nicht richtig lieben können (das war meine angst)
Ich wollte / ich will ein kind dass eine schöne unbeschwerte kindheit hat das eine mutter hat die es liebt und es will, sowohl auch ein umfeld hat dass dem kind gut tut.

Es war nur die richtize entscheidung weil ich sie ganz alleine getroffen habe. Nkemand hat mir einen rat geben können oder gesagt was ich tun soll. Der vorteil war auch dass es sehr schnell ging und auch sehr früh passierte. Das was in meinem bauch war hatte nichtmal einen herzschlag.
Psyschisch war es kein zuckerschlecken und hat micn natürlich verändert. Ich denke heute ab und zu darüber nach. Dennoch bin ich davon überzeugt dass es für mich und meiner zukünftigen familie sowie für meinen ex und seiner familie gut so ist.
Trotzdem wissen nur sehr wenige in meinem umfeld davon und ich gehe sicherlich nicht damit hausieren.
Trotzdem wollte ich es hier einfach mal veröffentlichten um zu zeigen dass eine abtreibung nicht unbedingt ein schlimmer fehler sein muss oder anders will ich hier auch nicht sagen dass es toll ist.
Ich würde es nicht nocheinmal machen, weil ich heute erwachsen bin und ein durchaus in der lage bin ein kind zu bekommen erziehen und durch zu bringen.

Ich wollte hier auch einfach mal mut machen und andere geschichten zu hören.
Ich bin der meinung dass es jede frau mich sich selbst ausmachen muss wie sie mit einer ungewollten schwangerschaft umgeht.

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29. Januar 2013 um 20:56
In Antwort auf raven_11958662

Ich bin nicht kaltherzig
Es war die schwester entscheidung meines lebens und ich hätte mir gewünscht, dass sie mir jemand abnimmt und sagt was ich tun soll.
Ich habe sehr genaue informationen bekommen und habe über das sorgerecht nachgedacht. Ich hatte dann das Gefühl das kind würde in eine situation hineingeborenen die absolut schwirig ist und ich hätte das kind möglicherweise gar nicht richtig lieben können (das war meine angst)
Ich wollte / ich will ein kind dass eine schöne unbeschwerte kindheit hat das eine mutter hat die es liebt und es will, sowohl auch ein umfeld hat dass dem kind gut tut.

Es war nur die richtize entscheidung weil ich sie ganz alleine getroffen habe. Nkemand hat mir einen rat geben können oder gesagt was ich tun soll. Der vorteil war auch dass es sehr schnell ging und auch sehr früh passierte. Das was in meinem bauch war hatte nichtmal einen herzschlag.
Psyschisch war es kein zuckerschlecken und hat micn natürlich verändert. Ich denke heute ab und zu darüber nach. Dennoch bin ich davon überzeugt dass es für mich und meiner zukünftigen familie sowie für meinen ex und seiner familie gut so ist.
Trotzdem wissen nur sehr wenige in meinem umfeld davon und ich gehe sicherlich nicht damit hausieren.
Trotzdem wollte ich es hier einfach mal veröffentlichten um zu zeigen dass eine abtreibung nicht unbedingt ein schlimmer fehler sein muss oder anders will ich hier auch nicht sagen dass es toll ist.
Ich würde es nicht nocheinmal machen, weil ich heute erwachsen bin und ein durchaus in der lage bin ein kind zu bekommen erziehen und durch zu bringen.

Ich wollte hier auch einfach mal mut machen und andere geschichten zu hören.
Ich bin der meinung dass es jede frau mich sich selbst ausmachen muss wie sie mit einer ungewollten schwangerschaft umgeht.

Dieses blöde handy...
Ich entschuldige mich für die zahlreichen fehler, ich schreibe von meinem handy aus.

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30. Januar 2013 um 12:16

-freut mich das es dir nach wie Vor gut geht
Und du bist keienswegs kaltherzig. Abtreibungsgegner brauchen einfach ihre deressiven, selbstmordgefährdeten Zugpferde um ihre Scheinwelt aufrecht zu erhalten. Da wirst du immer wieder Vorwürfe und Beleidigungen erdulden müssen.
Solche Berichte werden sicherlich vielen (jungen) Frauen die Angst davor nehmen können ein verdammtes, nicht lebenswertes Leben zu führen

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31. Januar 2013 um 14:01


Danke für so eine ehrlichen Bericht!

Ich teile deine Ansichten und hätte mich genauso entschieden!

Liebe Grüße und weiterhin alles gute

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