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Erfahrungsbericht eines SSA wg. Lebensgefahr

21. Dezember 2011 um 18:56

Hallo und Guten Abend,

heute Morgen war es soweit und ich hatte meinen SSA.
Er wurde in der Klinik Stapf München durchgeführt.

Wir hatten eine Kondompanne, 2 Wochen bevor ich mit der Pille, welches jetzt die Spritze sein wird, beginnen durfte.
Grund hierfür war meine vorausgegangene Schlauchmagen-Operation und das massive Übergewicht. In diesem halben Jahr habe ich 50 Kilo abgenommen, und erhielt gestern meine Nachsorgewerte. Sämtliche Vitaminwerte sind im Keller und ich muss B12 spritzen. Da ich 2x im Jahr meine Regel hatte, sollte ich meinen Zyklus 6 Monate genau aufschreiben, temp messen, LH Stäbe benutzen. Im Grunde all das was Frauen zum KiWu machen oder zur NFP verhütung. Meine Zyklen waren sehr wild, pendelten sich aber ein. Ausgerechnet der letzte war dann statt 33 Durchschnittstagen, 41 lang und am Tag als es "ratsch" mache war der Lh positiv danach. Bingo.

In 6-8 Wochen muss meine Galle zu 80% raus, das muss weiter noch beobachtet werden. Cholesterin noch zu hoch und durch die SS ist mein erst besiegtes Diabetes mell. Typ 2 wieder aufgetreten. (Langzeittest und nüchtenrwerte).

Es wäre also nur eine Frage der Zeit gewesen bis ich das ungeborene verloren hätte oder ich selbst ab einem gewissen Zeitpunkt körperlich so starke beschwerden hätte das ich in Lebensgefahr wäre.

Das also der Grund für den SSA. Bevor wieder auf Userinnen eingeprügelt wird.

Gestern musste ich also zur vorbereitung die myfegine nehmen und heute um 8 Uhr Morgens war der Eingriff.
Die Klinik ist sehr angenehm Eingerichtet, wie eine Wellnessoase und das Personal sehr freundlich.
Der Arzt hat nochmal 20 Minuten mit mir davor gesprochen, alles erklärt, auch wegen der Risiken der Pille bei meinen Vorerkrankungen, sodass ich mich nachdem die 1. Regel wieder eintrifft, für die 3-Monatsspritze entscheiden werde.

Danach noch das Gespräch mit der Narkoseärztin, dann durfte ich mich Umziehen und kam 30 min später in den Op. Mein Mann durfte meine Hand halten bis ich weg war.
Beim Aufwachen ging es mir körperlich, und auch seelich sehr gut. Das klingt heftig, ich weis. Aber wir wussten es beide, es war uns klar und letzendlich eine 100%ige Erleichterung.
War irgendwie die einzigste die benebelt den Raum unterhielt und es waren noch 4 weitere da. Die 1. lag schon post Op und der gings ganz schlecht. Vermutlich ein Abbruch auf druck. Die neben mir war zum 2. mal da. Da hab ich dann Innerlich gedacht warum?

Nach 1 Stunde der Kontrollultraschall wo alles okay war und dann durfte ich nach Hause.
Hab noch je 1/2 Cyrotec oder so zu nehmen zum Zusammenziehen d. GBM.
Stärkere Regelschmerzen aber sonst geht es mir gut und wir sind erleichtert. Es war eine Notwendige Entscheidung die wir schon vor der Ärztlichen gewusst hatten.

Jedenfalls hoffe ich das die 3 Monatsspritze sicher ist und wir diesen Weg trotz allem NIE MEHR gehen müssen.

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22. Dezember 2011 um 10:37


Die positiven Erfolge überliegen. Das die Galle probleme macht ist in ca 70% der Fälle so. Es kommt darauf an wie hoch das Ausgangsgewicht ist. Bei mir waren es dann doch 199kg. 6 Monate 50 Kilo abzunehmen, geht klar, auf die Vitaminreserven und Galle. Das mit der Galle muss aber nicht sein. Schwanger darf man nach so einer Op sowieso erst ab 1 Jahr, besser wenn das Zielgewicht erreicht und gehalten wird.

LG

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