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Erfahrungsbericht Abtreibung

1. August 2012 um 5:43

Hallo ihr lieben Leute!
Da ich gerade erst einen operativen Schwangerschaftsabbruch hinter mir habe, weiss ich wie jedede die selbst mit diesem Gedanken spielt, wie irre das Internet durchstreift um Informationen, Antworten oder wie in meinem Fall, Erfahrungen von anderen zu finden.
Ich hoffe es hilft irgendjemandem das zu lesen.

Na dann....

Ich bin 22, bin seit fast einem Jahr mit meinem Freund zusammen und stehe mitten in der " Was werde ich mit meiner Zukunft machen? Will ich vielleicht doch etwas anderes studieren? Oder will ich ins Ausand?" - Phase meines Lebens. Mein Freund genauso, auch wenn er eigentllich schon eine Ausbildung hat.
Rauszufinden dass ich schwanger bin ( trotz Verhütung - aber mal ehrlich, wir alle kennen ja das Risiko.. )
war erst mal kaum zu glauben. Ich konnte die Situation kaum ernst nehmen. Ich habe nachgezählt, meine Tage hatte ich schon ewig nicht, schlecht war mir dauernd, aber ich dachte die ganze Zeit nur "Sooo ein Schwachsinn, mir passiert sowas doch nicht" ...Vor allem vor dem Arzttermin, der noch warten musste weil der Arzt meinte er könne wenn ich zu früh komme die Schwangerschaft vermutlich nicht sicher erkennen.

Fast zwei Wochen musste ich warten und in der Zeit hatten mein Freund und ich uns zwar halb damit abgefunden, aber eben auch noch halb diesen "Vielleicht bin ich ja garnicht schwanger" Gedanken, so von wengen vielleicht sind wir ja doch aus dem Schneider. Natürlich vollkommener Blödsinn, vor allem nach 4 Schwangerschaftstests die ich gemacht hatte und auch das ich nie nie nie so lange im Verzug mit meiner Periode bin. War fast schon offensichtlich aber der Arzttermin hat es erst so richtig real gemacht.

Bis dahin war ich mir ziemlich sicher, dass ich die Schwangerschaft abbrechen möchte, aus verschiedenen Gründen.
Beim Arzt habe ich dann den Herzschlag zu hören bekommen und obwohl es mich zugegeben schon sehr.... irgendwie sprachlos gemacht hat, auch wenn man noch nichts sehen konnte ( zu der Zeit war ich in der 7 SSW )
Ich habe auf jeden Fall eine gewisse Liebe gespürt, ganz klar. Aber es war nicht wirklich auf dieses Kind direkt gerichtet, sondern einfach an die Idee daran generell ein Kind zu bekommen. Das Gefühl das ich einfach noch nicht bereit bin und noch nicht bereit sein möchte, war trotzdem zweifellos noch da. Der Arzt hatte auch schon angefangen über die Geburtsvorbereitung zu sprechen, mir empfohlen mir jetzt schon über krankenhäuser Gedanken zu machen und war richtig froh für mich und ist garnicht auf die Idee gekommen das ich diese Schwangerschaft abbrechen könnte. Daher habe ich dort das Gefühl bekommen eine normale werdende Mutter zu sein und habe eine vorstellung davon bekommen wie das so istund fand es eigentlich ganz schön. Aber trotzdem habe ich gemerkt das ich da nicht wirklich dazugehöre, das es für diese Situation, dieses Gefühl noch zu früh für mich ist.

Meinem Freund ging das auch so, er war an den Ultraschallbildern erstaunlich interessiert, hat dann sogar für einen kurzen Moment über Namen geredet und sich das Elternsein mit mir vorgestellt. Es war eigentlich ganz schön, wir waren uns jetzt beide sicher das wir Kinder haben wollen- wer weiss, vielleicht ja auch gemeinsam. Aber wir waren uns auch beide sicher....Noch nicht!

Also bin ich zu dem Beratungsgespräch gegangen den man vorher immer machen muss, habe mir im wartezimmer immer wieder vorgestellt was ich denen da jetzt erzählen muss. werde ich jetzt böse angeschaut von babyliebenden Ärztinnen die mir einreden wollen das ein Abbruch die falsche entscheidung ist? Muss ich sie davon überzeugen einen Abbruch machen zu dürfen?
Ich hab mir auf jeden Fall vorgestellt, das ich mit einem wahnsinnig schlechtem gewissen dort rausgehen werde.

Zum glück war das garnicht so, die Frau bei der Beratung war sehr sehr nett, hat sich zwar vergewissert das ich das will und nachgefragt wie mein "partner" dazu steht aber absolut nicht aufdringlich oder sonst irgendwie unangenehm. Dann hat sie mir erklärt was ich machen muss (Labortests machen lassen etc), es wurde noch ein ultraschall und ein Befunde gemacht und dann habe ich auch direkt dort einen Termin bekommen, ganz ohne Probleme oder böse Blicke.
Der Termin war für ca 10 Tage später angesetzt um einem die Möglichkeit zu geben noch nachzudenken und sich sicher zu sein. Das wird nicht überall so gemacht (ich lebe in Österreich) aber ich fand das gut, auch wenn ich mich darauf gefreut habe das alles vorbei ist.

Jedenfalls habe ich bis zum Tag der Abtreibung meine Meinung nicht geändert. Ich habe zwar schon viel darüber nachgedacht, mir vorgestellt wie es so wäre, habe viel im Internet recherchiert über die entwicklung, hab tausende youtube videos angeschaut über Schwangerschaft und und und, also das Thema hat mich sehr beschäftigt. Mir war wirklich wichtig das ich sicher bin, das ich weiss was ich da tue und wollte einfach nicht das ich etwas mache was ich später bereuen könnte. Vor allem weil im Internet so viele Fälle berichtet werden wo Frauen es wahnsinnig bereut haben und psychisch komplett am Ende waren, richtige Horrorgeschichten!!
Ich wollte "klug" damit umgehen und verhindern das mir soetwas passiert, auch wenn ich mich für einen starken Menschen halte, kann man es einfach nie wissen.

Ich musste um 8 Uhr morgens im Krankenhaus sein, noch einen letzten Ultraschall machen wo ich schon Medikamente für die Operation bekommen habe (eines davon war damit die Gebärmutter sich besser ausdehnt, das macht den eingriff leichter und das Risiko für Komplikationen werden gesenkt)
Dann musste ich wie im Kaufhaus zu einer Kasse gehen, zahlen (277 - wie gesagt in Österreich, ich kenne die Preise in Deutschland leider nicht, weiss daher auch nicht ob einem die Kosten vielleicht erlassen werden können) und dann zur Zuständigen Station in ein anderes Gebäude. Klingt alles sehr unpersönlich aber die Leute waren großteils wirkich nett zu mir.
Dann wurde ich von einer Schwester sort direkt empfangen und in ein Zimmer das ich zufälligerweise und zum glück für mich alleine hatte. Da hat es sich noch angefühlt wie in ein Hotel einzuchecken (bis auf den utraschall vorher )
Da hab ich dann wie in den Filmen so ein bildhübsches OP Kleidchen bekommen und dann noch eine art.... naja es war einfach eine Strumpfhose aber mit abgeschnittenen Beinen und eine gigantische Binde. Das sollte wohl meine "windel" für nach der OP sein. Da hab ich dann bekonnen mir etwas blöd vorzukommen muss ich zugeben aber letzten endes war mir das in der Situation vollkommen egal.
Dann ab in das Krankenhausbett, eine Ärztin war noch bei mir, hat mich noch untersucht und mir ein paar sachen erklärt, der korpulente un dmürrische OP Gehilfe hat sich noch halbherzig vorgestellt und dann wurde ich schon richtung OP gerollt. Ich habe da sofort an alle Ärzteserien denken müssen die ich kenne, ich hatte vorher noch nie eine Operation oder Vollnarkose, das war also komplett neu für mich und nur etwas das ich im Fernsehen sehe.

Zu dem Zeitpunkt hatte ich schon richtige Scherzen von diesen Medikamenten die ich vorher bekommen hatte, die waren wirklich unangenehm aber haben zum Glück nicht lange gedauert da alles so schnell ging.
Der Anästhesist hat mir noch ein paar Sachen erklärt an die ich mich nicht mehr so recht erinnern kann. Er war auf jeden fall auch unfassbar unhöflich, so wie interessanterweise alle Männer die dort Angestellt waren. Um mich abzulenken habe ich mir einfach vorgestellt das es sie in den Wahnsinn treibt jeden Tag von heulenden Frauen umgeben zu sein weil sie schmerzen haben oder traurig oder glücklich sind. Is ja vielleicht auch so
Die operierende Ärztin hat sich schnell vorgestellt und nochmal gefragt ob ich das noch immer machen möchte. Dann wurde ich in den OP Saal gebracht und habe diese Frau nie mehr gesehen. Ich musste dort auf einen komischen Tisch der so ähnlich ist wie die normalen untersuchungsstühle beim Frauenarzt und hab dann wie im Film Sauerstoff bekommen, diese Herzmesser auf die Brust, Blutdruckmesser und das ganze Drum und Dran. Dann noch eine Spritze über den Infusionseingang und baaaaam. Die Narkose hat innerhalb von ein paar Sekunden gewirkt, es war als wäre ich sturzbetrunken und mein Gesicht hat gekribbelt wie eine Brausetablette, verrücktes Gefühl. Im selben Moment war ich auch schon in einem ganz anderen Raum, wieder im Bett, mit einer Decke, dieser blöden Unterhose an und allen möglichen schläuchen an mir dran. Es war verrückt. Auch wenn es ohnehin nicht lange gedauert hat, waren es für mich nicht einmal zwei sekunden. Ich war wahnsinnig müde und irgendwie auch wirklich entspannt, vermutlich von der narkose aber ich war auf jeden fall wirklich ruhig und auch schon ein wenig erleichtert. Ich hätte sofort wieder einschlafen können aber war zu neugierig darauf was als nächstes mit mir passieren würde.

Letzen dendes wurde ich einfach wieder in mein Zimmer gebracht, die ganzen Schläuche ab und zum ausruhen alleine gelassen. Ich war etwa bis 5 uhr am Nachmittag dort und konnte dann nach Hause gehen.

Es war un dist noch immer ein eigenartiges Gefühl. Vor der OP habe ich noch ein Bild von dem neuen Ultraschall gesehen das vorher gemacht wurde. Es wurde mir nicht bewusst gezeigt, es lag bei den ganzen Papieren und Befunden von mir. Das zu sehen war ehrlich gesagt schon etwas schwer für mich. Das erste und einzige ultraschallbild das ich bis dahin gesehen habe, war in der 7 Woche, kaum etwas zu erkennen. Aber das neue aus der 9. Woche war schon ganz anders. Der Kopf, die kurzen Ärmchen und die Beide...es war einfach schon ein deutlich erkennbares Baby. Das hat zwar nicht dazu geführt das ich es bereue, aber es macht die ganze Sache ein bisschen traurig. Ich bin traurig darüber das ich für dieses Baby noch nicht bereit bin. Ich hätte dieses Baby wirkich gerne gehabt...eines Tages. Es ist schade das dieses Baby, noch dazu von meinem Freund den ich wirklich liebe, zu einem Zeitpunkt aufgetaucht ist und bereit war auf die welt zu kommen, zu dem ich aber noch nicht bereit war. Das ist auf den Punkt gebracht das was mich etwas traurig macht. Nicht das ich abgetrieben habe, diese entscheidung war für mich richtig. Sondern das ich genau dieses Baby gerne zu einem anderen Zeitpunkt bekommen hätte. Es tut mir einfach leid das ich noch nicht bereit bin.

Abgesehen davon, womit ich aber zurechtkommen muss und auch werde, bin ich doch froh es gemacht zu haben.
Überlegt es euch gut eine Schwangerschaft abzubrechen. Ich rate euch wirklich viel nachzudenken, darüber wie ihr euch fühlen würdet wenn dieses Baby nicht mehr da ist und bereitet euch darauf vor das ihr den einen oder anderen traurigen Moment haben werdet, was absolut normal ist, auch wenn man das Kind wirklich nicht bekommen möchte. Es ist eine sehr persönliche und intime Situation in der man da ist und das lässt ja keinen komplett kalt. Aber wenn sicher seit das die Abtreibung jetzt das beste für euch ist, und das nicht nur wegen eurer lebenssituation, weil ihr keine fertige ausbildung oder keinen Job habt, sondern wirklich weil ihr persönlich nicht bereit seit ein Kind zu haben, weil ihr noch nicht so weit seit Mutter zu werden.

Ich habe es bis jetzt auf jeden Fall nicht bereut, ich denke zwar oft an das Baby und stelle mir vor was heute wäre wenn ich es behalten hätte.... aber ich bereue es nicht und bin glücklich darüber, das ich mir jetzt die Zeit für mich nehmen kann, bis es dann vielleicht wirklich mal soweit ist.....

Im OP musste ich m

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1. August 2012 um 16:03

Persönliche Entscheidung
Deine Meinung kann ich verstehen, wirklich. Nur ist es so, das die Tatsache ob jetzt ein Geschäft damit gemacht wird oder nicht ( aber offensichtlich wird ja eines damit gemacht)
für mich persönlich keine Bedeutung bei der Entscheidung hat. Es ist ja nicht so als hätte ich mir die neuste Handtasche von einem Riesenkonzern gekauft, ich habe eine persönliche Entscheidung aus persönlichen Gründen getroffen die in dieser Situation - für mich - richtig war. Das Kind zu bekommen wäre selbstverständlich auch richtig gewesen, ich glaube kaum das ich soetwas jeh bereuen könnte. Aber ich hatte zum Glück die Möglichkeit zu wählen und das habe ich auch gemacht.

Die wenigen Leute die von meiner Situation wussten haben selbst unterschiedlich darauf reagiert. Leute dessen Ansichten mir wichtig sind haben mich dabei unterstützt aber mir zum teil auch ans Herz gelegt das Kind zu bekommen. Es war wahrlich nicht so als hätte jeder die Abtreibung direkt befürwortet, die Entscheidung ist letzten Endes ganz alleine bei mir gelegen, kein Freund, Familienmitglied oder Arzt hat mir jeh irgendetwas aufgedrängt oder eingeredet.

Ich weiss mittleirweile das ich nicht nocheinmal eine Schwangerschaft abbrechen würde. Aber trotzdem würde ich diesen Schritt den ich gegangen bin nicht zurücknehmen.

Aber jede andere Meinung und Einstellung zu diesem Thema respektiere ich wirklich und kann es sehr gut nachvollziehen und verstehen. Alles was ich erzählt habe, ist lediglich meine eigene persönliche Geschichte dazu

liebe Grüße!!!! =)

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1. August 2012 um 23:36


Also ich finde den Bericht sehr traurig. Ich könnte damit nicht leben. Eine Freundin von mir hat auch abgetrieben, die Probleme kamen erst später. Versteh mich nicht falsch, das ist ein sehr ehrlicher Beitrag, aber die Smileys und manch lustigen Schreibstil finde ich dort nicht angebracht. Ich wünsche dir, dass du gut damit leben kannst. Wirklich. Bei meiner Freundin wurde es erst bewusst, als sie ein Baby bekam. Hoffe du kannst auch später damit leben.

LG

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1. August 2012 um 23:57


sehr sehr traurig.
die gründe kann ich nicht ganz nachvollziehena ber ok, muss man halt respektieren.
dieses baby ist durch kein anderes zu ersetzen.
wenn du dich irgendwann bewusst für ein kind entscheidest wirst du es vielleicht merken.
wenn du dann dein kind großwerden,sich entwickeln siehst..fragst du dich vielleicht was für ein tolles kind dieses kind geworden wäre.

ich wurde 2x ungewollt in einer unpassenden lage schwanger. ich sehe täglich meinen töchtern in die augen und bin so dankbar das ich auf mein herz gehört habe und mcih für sie entschieden habe.
ich möchte sie nie mehr missen.
finde schon das du recht egoistisch bist..
kinder kann man nunmal nicht immer planen.
man kann auch zeit für sich haben wenn man ein kind hat,man muss nur wollen.

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2. August 2012 um 0:53


Das meine Geschichte euch so entsetz tut mir leid, und mit vielen Dingen habt ihr ja sicher auch recht.
Aber bisher bereue ich es nicht. Ich sage nicht das ich glücklich darüber bin odert das es lobenswert ist. Ich frage mich auch jetzt schon was aus diesem Kind geworden wäre, und ich weiss auch das ich es geliebt hätte und alles hinbekommen hätte, aber da ich hinter meiner Entscheidung stehe habe ich mit diesen Gedanken Frieden geschlossen.
Ich will das damit absolut nicht herunterspielen, es ist ja auch nicht so als wäre ich jetzt überglücklich und würde losziehen und ein wildes Partyleben starten. ich bin natürlich auch traurig. und es ist eine schwierige Zeit für mich, das braucht mir niemand zu erklären.

Aber ich habe mich bewusst dazu entschieden und jede Frau hat absolut das Recht sich zu entscheiden, das ist meine eigene Meinung dazu. Ich will damit wirklich niemanden kränken oder von seiner Überzeugung abbringen.
Aber ich werde mich nun mal auch nicht von meiner abbringen lassen.


nochmal, tut mir leid falls ich jemanden kränke, ich habe ehrlich nicht die absicht zu provozieren oder eine pro contra SSAbbruch debatte anzuheizen, versprochen

liebe Grüße

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2. August 2012 um 17:08


Erstmal sehr gut geschrieben. Völlig glaubwürdig, da ich es fast genauso erlebt habe.

Eine meiner Töchter hat 4 Kinder... 14,13,9,8

das erste Schuljahr von der Kleinsten ist nur vorbei. Endlich gibt es anständige Stundenpläne, so dass meine Tochter sich ihr Leben wieder für sich einrichten kann.

Mein Schwiegersohn hat sich im Mai sterilisieren lassen und es wurden auch 3 Proben entnommen und es gab keine Schwimmer mehr, bevor die Beiden ungeschützten Sex miteinander hatten. Vor 1,5 Wochen ruft mich meine Tochter an und sagt sie hat ihre Tage nicht bekommen. Total aufgelöst.

Am Abend haben wir uns getroffen und alle Szenarien durch gespielt.

Sie war sofort sich sicher, sie will nicht, sie hat schon genug, auf gar keine Fall...

Wir haben natürlich auch darüber gesprochen, wenn sie es bekommen würde, wohin mit dem Kind, Haus zu klein, Geld wird weniger, sie keine Zeit mehr für sich und wie man das alles regeln kann und das sie natürlich finanzielle Hilfe von uns bekommt.

Mein Schwiegersohn, hält sich raus, sehr vernüftig wie ich finde, er will zwar keins mehr, aber ihm wäre es egal, er muss es ja nicht den ganzen Tag um sich haben, die Finanzen hat meine Tochter, also muss sie sehen, wie es klappt. Sie muss es haben, also soll sie sich entscheiden.

Meine Tochter hat genau eine Woche darüber nachgedacht und sich entschieden, bevor sie zum Arzt ging um sich die Schwangerschaft bestätigen zu lassen.

Sie entschied sich für ihre bestehende Familie und für sich selbst.

Es geht ihr gut, sagt sie und das glaube ich ihr auch...

Sie sagt sie hat sich ja bevor ihr Mann sich sterilisieren liess, genau die gleichen Gedanken durch den Kopf gehen lassen und auch da war sie sich sicher, dass sie absolut kein Kind mehr will.

Es muss nicht immer das ganz grosse Drama sein.

Saraa

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2. August 2012 um 17:16

Stimmt schon,
aber ich denke mir nur das ich auf jeden Fall gerne eines Tages Mutter werden möchte und daher denke ich nicht das ich ein Kind später noch einmal abtreiben würde. Aber momentan eben schon, also ich bin mir sicher das ich momentan keine Kinder möchte.

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2. August 2012 um 17:22

Puh
also das wir uns hier nicht darüber einig werden scheint wohl klar zu sein.
Tatsache ist, ich bereue es nicht und finde nicht das ich mich dafür rechtfertigen muss. Es gibt genug Frauen die es nicht bereuen und vollkommen zu ihrer Entscheidung stehen und daran ist nicht schlechtes

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3. August 2012 um 10:32

Ich stecke in der selben Situation
Hallo,
ich bin Gerade in der selben Situation wie du. Bei mir wurde die Schwangerschaft Gestern bestätigt, 6,5. Woche und der Herzschlag ist schon zu sehen.

Leider weiß ich absolut nicht weiter. Wenn das mit dem Herz nicht wäre, würde ich sofort sagen weg damit aber das macht es mir schon schwer.(Das haben die aber mit Absicht gemacht damit es mir schwer fällt)
Ich habe keine Berufsausbildung und stecke mitten im Studium. Das würde heißen, ich müsste eine Babypause machen und könnte erst später mit dem Studium fertig werden (würde wenn ich ein Baby bekomme aber lieber hier weg zuehen).
Ich weiß aber absolut nicht weiter. eigentlich hatte ich andere pläne bei denen ein Baby eben noch nicht vor kommt.
Baby ja aber bitte erst später...... aber jetzt ist es eben passiert.....

Ich werde in 1,5 Wochen 23 und stehe noch nicht mit beiden Beinen im Leben.

Andere haben ja gut reden. Mein Freund steht zwar hinter mir aber er ist auch noch am studieren und wollte eigentlich noch Master machen und nicht arbeiten.....
Ich grusel mich desweiteren vor der Geburt, wenn das kleine Alien aus mir herraus kommt.....

Nun bin ich am für und wieder zu entscheiden aber es ist nicht einfach..... es lebt ja schon irgendwie....

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3. August 2012 um 12:30
In Antwort auf shari_12144397

Ich stecke in der selben Situation
Hallo,
ich bin Gerade in der selben Situation wie du. Bei mir wurde die Schwangerschaft Gestern bestätigt, 6,5. Woche und der Herzschlag ist schon zu sehen.

Leider weiß ich absolut nicht weiter. Wenn das mit dem Herz nicht wäre, würde ich sofort sagen weg damit aber das macht es mir schon schwer.(Das haben die aber mit Absicht gemacht damit es mir schwer fällt)
Ich habe keine Berufsausbildung und stecke mitten im Studium. Das würde heißen, ich müsste eine Babypause machen und könnte erst später mit dem Studium fertig werden (würde wenn ich ein Baby bekomme aber lieber hier weg zuehen).
Ich weiß aber absolut nicht weiter. eigentlich hatte ich andere pläne bei denen ein Baby eben noch nicht vor kommt.
Baby ja aber bitte erst später...... aber jetzt ist es eben passiert.....

Ich werde in 1,5 Wochen 23 und stehe noch nicht mit beiden Beinen im Leben.

Andere haben ja gut reden. Mein Freund steht zwar hinter mir aber er ist auch noch am studieren und wollte eigentlich noch Master machen und nicht arbeiten.....
Ich grusel mich desweiteren vor der Geburt, wenn das kleine Alien aus mir herraus kommt.....

Nun bin ich am für und wieder zu entscheiden aber es ist nicht einfach..... es lebt ja schon irgendwie....

Scheint ja wirklich ziemlich die gleiche Situation =)
Ja das mit dem Herzschlag hat mich auch ziemlich umgehauen. Also ich muss sagen das es jetzt nicht wirklich Muttergefühle ausgelöst hat aber man kriegt da schon großen Respekt vor der ganzen Sache. Das Herz ist ja auch das erste Organ das sich ausbildet, noch bevor es ein Bewusstsein hat oder einem Menschein irgendwie ähnlich sieht.

Was ich wirklich wichtig finde bei der Entscheidung is das du es nicht nur davon abhängen lässt ob du halt noch studierst und noch nicht wirklich mit beiden Beinen im Leben stehst. Is natürlich auch ein wichtiger Faktor aber letzten Endes kann man sowas wirklich gut hinbekommen. Vor allem wenn ihr beide studiert, das würde zwar alles etwas anstrengender werden aber Studium und Kind funktioniert genauso gut wie Arbeit und Kind.

Aber wenn du einfach nicht magst, das war bei mir der Hauptgrund war, also aus persönlichen Gründen heraus, weil du einfach jetzt wirklich keine Mama sein willst dann ist das der beste Grund finde ich. Das kann einer Frau die schon Studium fertig hat und arbeitet genauso passieren das sie das nicht will.

Zudem geht es mir auch so das ich noch einige Sachen erleben will, vielleicht will ich ins Ausland für eine Zeit u dort weiterstudieren oder eine weile reisen, ich will einfach noch ein paar Sachen machen und noch ein paar jährlich nur für mich verantwortlich sein bevor ich Mutter bin und überhaupt mag ich jetzt einfach nicht. Ganz klare Sache.
Klingt vor alem für Abtreibungs-Gegner wie ein schrecklicher und egoistischer Grund aber lass dir da nichts einreden. Dieses Baby hat noch kein richtiges Leben aber du schon, und du bist es die all das durchmachen müsste also hast du auch das Recht dich dafür oder dagegen zu entscheiden ohne das du dich irgendwie rechtfertigen musst. Wenn du wirklich abbrecheb möchtest, aus den genannten wie ich glaube "richtigen" Gründen dann glaube ich auch nicht das du es bereuen wirst bwz große psychische Probleme haben wirst wie so oft erzählt wird. Ich bereue es jedenfalls nicht und mir kann auch keiner was anderes einreden =).

Überleg einfach für dich, was DU willst.

Finde es übrigens schön das sich hier auch ein paar Frauen zu Wort melden denen es so geht wie mir und nicht nur welche die mir einreden wollen was ich nicht schreckliches getan hätte. Für genau solche Leute habe ich den Bericht überhaupt geschrieben, wie ich im Internet davor recherchiert habe fand ich es richtig schrecklich das es fast nur negative Berichte gab von Frauen die es tief bereuen und Tatsache ist, das es genauso auch viele Frauen gibt die es auch Jahre später nicht bereuen.

Nur ums nochmal klar zu sagen, ich versuche hier wirklich überhaupt nicht dir etwas einzureden, auch wenn wir die selbe Situation haben heisst es nicht das wir beide da die selben Bedürfnisse haben. Was ich dir sagen will ist das du das Recht hast dich zu entscheiden wir du möchtest und das du vor niemandem ein schlechtes Gewissen haben oder dich rechtfertigen musst. so!

Kannst mir jederzeit schreiben wenn du möchtest, ich wünsche für dich das du deine Entscheidung gut treffen kannst und ich versprech dir das du alles hinbekommst!!

ganz liebe Grüße!!!

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3. August 2012 um 12:47

Hallo Florina!! =)
Gutes Argument, aber ich kann dir gern erklären warum ich den Bericht geschrieben habe.

Wie ich vor dem Abbruch im Internet recherchiert habe hab ich auch nach erfahrungsberichten gesucht, einfach um mir ein Bild davon zu machen was auf mich zukommt. Das ich fast nur negative gefunden habe erklärt sich eben aus dem Grund den du genannt hast. Wenn es jemandem schlecht damit geht wird er/sie eher ins Forum gehen um sich Luft zu machen und Rat zu holen. Verwundert mich also letzten Endes nicht das man kaum positives findet.
Nun war eben das der Grund warum ich den Bericht reingestellt habe.

Ich habe es bis heute nicht bereut und ich glaube jeder Frau die einen Abbruch ehrlich haben möchte kann es helfen auch mal einen Bericht von jemandem zu lesen den es nicht schlecht mit seiner Entscheidung geht.

Darum gibt es diesen Bericht

liebe Grüße!!!!!

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3. August 2012 um 12:58
In Antwort auf agueda_12381674

Stimmt schon,
aber ich denke mir nur das ich auf jeden Fall gerne eines Tages Mutter werden möchte und daher denke ich nicht das ich ein Kind später noch einmal abtreiben würde. Aber momentan eben schon, also ich bin mir sicher das ich momentan keine Kinder möchte.

Ok Ok, jetzt sehe ich was du meinst und was ich da geschrieben habe
das ich nie wieder einen Abbruch mach würde ich vielleicht auch etwas voreilig, ich bin da ehrlich gesagt mal ganz dumm und naiv davon ausgegangen das mir das so bald nicht wieder schwanger sein werde. Natürlich vollkommener Blödsinn, kann ja rein theoretisch auch sofort wieder passieren kann. Wenn ich aber erst- so wie ich mir das ganz automatisch ausgemalt habe - erst in ein paar Jahren wieder schwanger bin, glaube ich schon das Kind bekommen und nicht abtreiben zu wollen. Weiß ich natürlich auch nicht mit Sicherheit, zu schreiben das ich mir da sicher bin war letzten Endes ziemlich voreilig muss ich zugeben.
Fakt ist , ich will eines Tages Mutter sein aber auf keinen Fall heute oder in naher Zukunft

lg!!

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3. August 2012 um 13:07

Da wären wir wieder bei dieser Sache..
..das es Frauen gibt die es bereuen und andere nicht. Ich kann nicht genau sagen woran es liegt, es liegt bestimmt oft daran das es viele Frauen aus den falschen Gründen tun. Viele machen es nur weil sie es in ihrer Lebenssituation gerade als "unpassend" empfinden und da macht est absolut Sinn das man es für immer bereuen wird wenn die sogenannte "Vernunft" der eigentliche Grund ist

Aber es gibt eben auch die Fälle wo sich die Frau aus den "richtigen" Gründen entscheidet wie ich finde. Und zwar wenn sie von sich heraus, ganz unabhängig davon ob die Lebenssituation gerade passt oder nicht, einfach wirklich kein Kind möchte.

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7. August 2012 um 20:52

Alsooo,
ich hatte heute auch eine abtreibung...
letzte Woche donnerstag wurde mir die Schwangerschaft bestätigt, und es war schon 10. SSW und mir war von anfang an klar das ich das Kind nicht bekommen will.
Es passte einfach echt nicht, so ohne Geld und so ist das schlecht. Und irgendwie hat man ja mit 18 Jahren auch noch ganz andere Pläne. Zwar hab ich manchmal mit dem Gedanken gespielt es doch zu kriegen aber im Endeffekt hab ich dann abgetrieben. naja , freitag bin ich zu profamilia gegangen, die mir wirklich eine gute und objektive Beratung gegeben haben, sie haben wirklich nicht irgendwie versucht mir das Kind anzudrehen oder so, aber meinten es sei vernünftiger das Kind nicht zu bekommen...
naja so ging ich dann mit dieser entscheidung montag zum Vorgespräch ins Krankenhaus, und als ich das Kind dann auf dem Ultraschall sah war ich mir plötzlich nicht mehr so sicher, aber ich hab erstmal alles über mich ergehen lassen. Montag abend wars echt hart für mich, ich hab echt nicht gewusst was ich tun soll, naja aber am Ende dachte ich mir das das für mich einfach so besser ist. am dienstag morgen bin ich dann um 7 mit meinem Freund ins krankenhaus gefahren (um halb 8 hatten wir den termin) dann wurde mir mein zimmer gegeben, und ich musste zur untersuchung, dort gaben sie mir ein zäpfchen, was die gebärmutter oder so weitet, dann fuhr mein freund los zur arbeit und ich hockte da allein bis halb 11 im Zimmer, am ende hatte ich ein bisschen dolleres ziehen im unterbauch was wohl von dem zäpfchen kam. Dann kam ein sehr netter krankenpfleger rein und brachte mir die OP sachen, also nachthemd etc. Dann wurde ich in den OP saal gefahren und man war ich aufgeregt ....es gab ja kein zurück mehr. Zum glück waren die op schwestern superschnell und so hatte ich zack die kanüle im arm und wenige sekunden später war ich dann auch schon weg. Nach ca. ner halben stunden , irgendwie dauerte das bei mir länger, weil sie das nicht mehr absauegn konnten sondern irgendwie ausschaben, bin ich im aufwachraum aufgewacht , und zwar gleich topfit nach 15 minuten dort wurde ich aufs zimmer gebracht wo mein freund schon wartete und irgendwie war ich total aufgedreht..naja so bin ich eben :P aber irgendwie hab ich dann doch nochml irgendwann n stündchen geschlafen ...um 3 kam dann nochmal der narkosearzt hat gefragt ob alles ok ist, wars ja , ich war ja topfit und dann durfte ich los. KA was mit mir los war ich bin dann eben noch shoppen gewesen, zwar denkt man wenn man kleine Kinder sieht oft dran, aber ich bin mir sicher das es die richtige entscheidung war...
Also ich kann jedem nur empfelen, sich gut zu überlegen was er tut, und auch mit vielen leuten drüber sprechen und egal wie dumm es ist, grade die kleineren sollten es ihren eltern schon erzählen , weil man sich schon gedanken macht. Und dann abwägen was eben die richtige entscheidung ist. Ich denke eine normale frau in einem normalen umfeld, die nicht irgendwie eine schwache psyche hat und sich ihrer entscheidung sicher ist, steckt sowas locker weg, egal welche entscheidnung er trifft. Jemand der labil ist oder eben unter druck steht, sollte sich da gut beraten lassen und ich hab grade bei profamilia gemerkt, es gibt für jeden hilfe und egal welche entscheidung man trifft es wird einem Geholfen...
Naja aber so zum Eingriff nochmal, ich fands jetzt echt nicht schlimm auch wenn man schrecklich aufgeregt ist aber es kann eben bei jedem anders verlaufen...

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